Tag Archives: Kinderarmut

Pressemitteilungen

Obdachlosenhilfe Aachen mit neuer Rufnummer

Die Obdachlosenhilfe-Aachen hat eine neue Rufnummer. Unter Telefon + 49 (0) 241 927 84 28 0 sowie Fax + 49 (0) 241 927 84 28 29 ist das Büro täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr zu erreichen. Auch die Notfallhotline hat eine neue Rufnummer: 0800 53 10 000. Menschen die von Wohnungs- und Obdachlosigkeit bedroht sind, können hier kostenlos 24 Stunden am Tag, an 7 Tage die Woche, Hilfe erhalten. Der eingetragene und gemeinnützige Verein arbeitet hierzu eng mit Behörden und Unternehmen zusammen. So ist er binnen weniger Stunden in der Lage ein Notfalllebensmittelpaket inklusive Getränke und Hygieneartikel zur Verfügung zu stellen. Durch die Kooperation mit Jugendherbergen und Hostels sind auch Notschlafstellen schnell organisiert. Der Verein versorgt bereits seit Winteranfang täglich Menschen mit Heißgetränken, Nahrung und trockener, warmer Kleidung. Wer den Verein unterstützen möchte erfährt weitere Informationen unter www.obdachlosenhilfe-aachen.de

Die Obdachlosenhilfe Aachen hilft Menschen die von Obdachlosigkeit bedroht oder betrroffen sind, sowie Kinder aus diesen Armutsfamilien und Menschen, die von Altersarmut bedroht sind.

Kontakt
Obdachlosenhilfe Aachen
Benjamin Dressen
Postfach 100618
52006 Aachen
0241 927 84 28 0
0241 927 84 28 29
mg@euregio-aachen-hilft.de
http://www.obdachlosenhilfe-aachen.de/

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

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Kritik des UN-Sozialrats Schlag ins Gesicht für Sozialpolitik der Bundesregierung

Kritik des UN-Sozialrats Schlag ins Gesicht für Sozialpolitik der Bundesregierung

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Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert Bundestag und Bundesregierung auf, die Kritik des UN-Sozialrats ernst zu nehmen und endlich Bedingungen für ein gutes Aufwachsen armer Kinder in Deutschland zu schaffen. „Die nach Medienberichten vom UN-Sozialrat geäußerte Kritik an der zu hohen Kinderarmut in Deutschland darf nicht wirkungslos verpuffen. Kinder müssen finanziell so abgesichert sein, dass sie unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gut aufwachsen können. Hier fordert das Deutsche Kinderhilfswerk eine grundsätzliche Lösung in Form einer bedarfsgerechten Kindergrundsicherung, die das Existenzminimum von Kindern unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Familie, der Familienform und dem bisherigen Unterstützungssystem gewährleistet“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der heute in Medien veröffentlichten Auszüge aus dem neuen Staatenbericht des UN-Sozialrats.

„Der UN-Sozialrat legt auch unmissverständlich dar, dass das System der Familienförderung dringend entbürokratisiert werden muss. Hier gehen die bisherigen Anstrengungen der Bundesregierung nicht weit genug. Das System bleibt für zu viele Menschen undurchsichtig und lässt sie verzweifeln, so dass sie die ihnen zustehende Leistungen nicht beantragen. Deswegen braucht es ein Bundeskinderteilhabgesetz, das Kindern und Heranwachsenden aus Familien in prekären Lebenslagen einen besonderen Rechtsanspruch auf Förderung und Teilhabe gibt. Ein solches Gesetz regelt auch an einer zentralen Stelle, wie durch den Bund finanzierte infrastrukturelle Bildungs- und Teilhabeleistungen auf der kommunalen Ebene gewährleistet werden“, so Hofmann weiter.

Kinderarmut wirkt sich in vielen Bereichen des Alltags aus, dementsprechend plädiert das Deutsche Kinderhilfswerk für eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut mit aufeinander abgestimmten Infrastruktur- und Geldleistungselementen, die interdisziplinär an verschiedensten Stellen ansetzt.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Kontakt
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Uwe Kamp
Leipziger Straße 116-118
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„Chancenarmut wird Gesellschaft auf die Füße fallen“

Tag der Kinderrechte: Kinder zeigen in Staatsgalerie Kunst, die sie stark macht

"Chancenarmut wird Gesellschaft auf die Füße fallen"

Stuttgart, 20. November – Zu den Rechten von Kindern und Jugendlichen zählt, dass sie sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen und mitbestimmen können. Vielen Kindern ist diese Teilhabe aber verwehrt: Jedes 5. Kind wächst im reichen Baden-Württemberg in Armut auf oder ist von Armut bedroht. Sie haben weniger Möglichkeiten, ihre Talente zu entwickeln. Ihre Chancen auf Bildung sind deutlich eingeschränkt. Damit Kinder Teilhabe erfahren können, haben regionale Kinderstiftungen an neun Orten in ganz Württemberg Jungen und Mädchen eingeladen, kreativ zu werden und ein Kunstobjekt zu schaffen. Unter der Fragestellung „Was macht Kinder stark“ wurden über 150 Kinder und Jugendliche unter Anleitung von Kunstpädagogen und Künstlern künstlerisch tätig. Heute, am Tag der Kinderrechte, präsentierten sie in der Staatsgalerie Stuttgart bei der Ausstellungseröffnung „Kinder. Kunst. Politik.“, was ihnen Kraft, Spaß, Selbstverwirklichung und Zukunft gibt. Künstlerisch umgesetzt wurde dies etwa in selbstgeschneiderten Kleidern, Skulpturen aus Naturmaterialien oder Krafttieren aus Pappmasche. Schülerinnen und Schüler aus Heidenheim übten eigens für die Ausstellung in der Staatsgalerie einen Song ein, den sie im Vorfeld in einem Studio produzierten.

Im Sinne von Partizipation kamen die jungen Menschen in der Staatsgalerie über ihre Kunst mit Erwachsenen ins Gespräch und setzten ein sichtbares Zeichen an die Politik: Auch Kinder machen sich stark für ihre eigenen Anliegen. Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, würdigte das Engagement der jungen Menschen bei der Eröffnung der Ausstellung: „Dieses Projekt zeigt, wie sich gesellschaftliche Entwicklung und Kunst verbinden lassen. Nicht zuletzt durch solche besonderen künstlerischen Projekte tragen wir dazu bei, auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen und diese zu stärken.“

Mit der Ausstellung beendete die Caritas Rottenburg-Stuttgart ihr Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen. Das gesamte Jahr nahm der katholische Wohlfahrtsverband zum Anlass, das Thema Kinderarmut auf seine Tagesordnung zu setzen. Grundlage ist seine Initiative MACH DICH STARK, mit der der Verband Menschen, Organisationen und Institutionen in dem Anliegen vereinen will, allen Kindern eine gute persönliche Entwicklung und Teilhabe zu ermöglichen. „Arm an Chancen zu sein, das hat Folgen“, so Pfarrer Oliver Merkelbach, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Wenn wir nichts unternehmen, wird diese Chancenarmut der Gesellschaft massiv auf die Füße fallen. Wir als Caritas wollen diese Ungleichheit angehen und den Gestaltungswillen Vieler bündeln.“

Getragen wird dies Initiative MACH DICH STARK bis jetzt maßgeblich von Kinderstiftungen in Württemberg. „Können Kinder – wie bei diesem Kunstprojekt – mitwirken und ihre Ideen einbringen, macht sie das stark“, so Angelika Hipp-Streicher, Fachleiterin Familie und Integration der Caritas-Region Bodensee-Oberschwaben. „So erfahren sie, dass sie selbst etwas für ihre Zukunft bewirken können. Denn Kinder sind von ihrer Persönlichkeit her mit guten Ideen ausgestattet.“

Um viele Menschen im Kampf gegen Kinderarmut zu vereinen, hat die Caritas Rottenburg-Stuttgart einen Aufruf gestartet, die Idee von MACH DICH STARK als Erstunterzeichner weiterzutragen. 75 Personen aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sind diesem Aufruf gefolgt. Sie wollen mit Überzeugung und Fantasie ihren Beitrag leisten, um Kinderarmut aus der Welt zu schaffen. Zu den Erstunterzeichnern gehören Künstler wie Walter Sittler, Christoph Sonntag oder Eric Gauthier, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, oder Firmenvertreter der Bäckerei Katz. Die Namen der Erstunterzeichner wurden bei der Vernissage vorgestellt, außerdem bestand für die Besucher der Ausstellung die Möglichkeit, diesen Aufruf ebenfalls zu unterzeichnen.

Weitere Informationen unter: www.mach-dich-stark.net/

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
Strombergstraße 11
70188 Stuttgart
0711/2633-1288
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Vereine/Verbände

St. Martin und Nikolaus

Der eingetragene und gemeinnützige Verein, Euregio-Aachen-hilft, wird zu St. Martin und Nikolaus den Obdach- und Wohnungslosen wieder eine kleine Freude bereiten.

Zu St. Martin wird es Weckmännchen aus der Traditionsbäckerei Schauer aus Eilendorf geben.

Dazu wird das Team für die Bedürftigen heißen Kakao verteilen. Wahlweise dazu natürlich wieder leckeren Zimt-Tee.

Am Nikolaustag wird es für die Obdach- und Wohnungslosen traditionsgemäß ein „Stiefelchen“ mit Nashwerk, Nüssen und Äpfel geben. Dazu wird der Verein ebenfalls wieder heißen Kakao oder wahlweise dazu leckeren Zimt-Tee verteilen.

Wer Freude daran hat von Armut betroffene Menschen zu unterstützen und aktiv an der Versorgung der Bedürftigen mitwirken möchte oder die Aktionen des Verein generell unterstützen möchte, ist herzlichst eingeladen. Rückfragen einfach an euregio-aachen-hilft@t-online.de

Wer nicht selbst aktiv werden kann, hat die Möglichkeit über Betterplace den Verein direkt zu unterstützen und so die Hilfe für Obdachlose und von Armut betroffene Kinder langfristig zu sichern. https://www.betterplace.org/de/projects/59071-obdach-und-wohnungslosenhilfe-in-aachen-stadt-und-stadteregion Das System erstellt automatisch eine Eingangsbestätigung und am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung.

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Deutsches Kinderhilfswerk: Familienentlastungspaket hilft armen Familien nicht

Deutsches Kinderhilfswerk: Familienentlastungspaket hilft armen Familien nicht

Logo Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert im Vorfeld der heutigen Bundestagsdebatte über das Familienentlastungspaket der Bundesregierung Nachbesserungen zugunsten armer Familien und ihren Kindern. Das geplante Paket ist aus Sicht der Kinderrechtsorganisation durchaus ein Schritt in die richtige Richtung, um Familien steuerlich zu entlasten, gleichzeitig ist es aber sozial unausgewogen und armutspolitisch verfehlt. Denn die Familienförderung in Deutschland sollte sich auch am Ziel der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland ausrichten. Die Erhöhungen von Kindergeld und Kinderfreibeträgen sowie die Verschiebung der Eckwerte des Einkommensteuertarifs sind hingegen keine geeigneten armutspolitischen Maßnahmen.

„Es ist gut, dass für die Familienförderung in Deutschland Geld in die Hand genommen wird, aber es muss an den richtigen Stellen eingesetzt werden. Die vorgesehene Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag wird die Ungerechtigkeit unseres Steuersystems noch weiter vorantreiben, da die maximale monatliche Entlastungswirkung durch den Kinderfreibetrag für gut verdienende Eltern die vorgesehene monatliche Erhöhung des Kindergeldes für Eltern mit niedrigem und mittlerem Einkommen übersteigt. Zudem setzt die Erhöhung des Kinderfreibetrages bereits mit Beginn des Jahres 2019 an, während das Kindergeld erst zur Mitte des Jahres erhöht wird. Das ist nicht nachvollziehbar“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Es ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes besonders problematisch, dass die besonders bedürftigen Kinder im Hartz-IV-Bezug komplett leer ausgehen, da das Kindergeld voll auf den Regelsatz angerechnet wird. Diese Anrechnung führt zu Einsparungen von rund 130 Millionen Euro im nächsten Jahr und rund 260 Millionen Euro ab dem übernächsten Jahr, und die vorgesehenen Hartz-IV-Erhöhungen für Kinder fallen wesentlich niedriger aus. Die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland müssen zügig umgesetzt werden. So ist es neben Erhöhungen der Sozialleistungen auch dringend notwendig, das System der Familienförderung zu entbürokratisieren. Viele Menschen verzweifeln an der Undurchsichtigkeit des Systems und beantragen ihnen zustehende Leistungen nicht, beispielsweise den Kinderzuschlag oder das Bildungs- und Teilhabepaket. Hier warten wir dringend auf Lösungsvorschläge der Bundesregierung die Abhilfe schaffen“, so Krüger weiter.

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich grundsätzlich für eine bessere monetäre und infrastrukturelle Förderung von Familien und Kindern ein. Im Koalitionsvertrag sieht die Bundesregierung sinnvolle erste Schritte für die Bekämpfung der Kinderarmut vor. So ist eine Reform des Kinderzuschlags sowie eine Erhöhung und Verbesserung der Leistungen für Bildung und Teilhabe vorgesehen. Beide Maßnahmen begrüßt das Deutsche Kinderhilfswerk.

Grundsätzlich fordert das Deutsche Kinderhilfswerk eine Neuausrichtung der Förderung von Familien und Kindern insbesondere durch die Einführung einer bedarfsgerechten Kindergrundsicherung nach dem Modell des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG, die den bestehenden Familienlastenausgleich ablöst und das Existenzminimum von Kindern unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Familie, der Familienform und dem bisherigen Unterstützungssystem bedarfsgerecht gewährleistet.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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Erfolgreich im Kampf gegen Armut. Aachener Verein unterstütz Obdachlose und von Armut betroffene Menschen

Euregio-Aachen-hilft e.V. täglich in Aachen

Erfolgreich im Kampf gegen Armut. Aachener Verein unterstütz Obdachlose und von Armut betroffene Menschen

2017 wurde aus der Initiative für Obdachlose in Aachen der eingetragene und gemeinnützige Verein Euregio-Aachen-hilft e.V.

Seit 2014 sind die Mitglieder des Vereins erfolgreich im Kampf gegen Armut aktiv und erhielten 2015 in Eschweiler für ihre Unterstützung und Förderung von Flüchtlingen den europäischen Sozialpreis.

Der Verein, der während der extremen Kältewelle mit Unterstützung des Ehepaars Maike und Theo Thülen, 41 Obdachlose vor dem Erfrierungstod rettete, hatte bereits im Sommer 2016 in der StädteRegion regelmäßig wohnungs- und obdachlose Menschen mit Getränken, Nahrung und Kleidung versorgt.

Seit der Vereinsgründung im November 2017 ist der Verein jedoch täglich auf der Straße.

Neben dem täglichen Verteilen von Getränken, Snacks und Süßigkeiten für die Ärmsten der Armen betreibt der Verein als einzige Organisation eine 24 stündige kostenlose Notfallhotline für Wohnungs- und Obdachlose.

Unter 0800 0930 0000 erhalten Menschen in akuter Notlage sofort Hilfe.

Euregio-Aachen-hilft e.V. ist sowohl bei der Staatskanzlei NRW als Hilfsorganisation im Projekt „NRW Hilft“ als auch im Projekt Mokli gelistet. Dieses wird vom Bundesfamilienministerium für obdachlose Jugendliche unterstützt. Über eine App können Hilfesuchenden in jeder Stadt Ansprechpartner für verschiedene Notfallsituationen finden.

Der Verein hat eines der größten Non-Profit-Netzwerke der Region aufgebaut und kooperiert mit anderen Vereinen und Organisationen von Übach-Palenberg bis Jülich, Düren, die Eifel und sogar bis in Ruhrgebiet.

Im Netzwerk befinden sich Rechtsanwälte, Ärzte, Psychologen, Immobilienmakler, Unternehmer, Sozialarbeiter, Erzieher sowie Menschen aus Kreativberufen, die mit verschiedenen Aktionen die Gesellschaft mit dem Thema Armut, Altersarmut, Kinderarmut und Obdachlosigkeit sensibilisieren.

Weitere Informationen zum Verein und dessen umfangreiche Hilfeangebot finden interessierte unter www.euregio-aachen-hilf.de und www.facebook.com/euregioaachen-hilft

Euregio-Aachen-hilft e.V. ist ein eingetragener und gemeinnütziger Verein mit Sitz in Aachen.
Der Verein betreibt die größte Obdachloseninitiative der Region.

Kontakt
Euregio-Aachen-hilft
Günter Kreutz
Schwalbenweg 9
52078 Aachen
024155709698
euregio-aachen-hilft@t-online.de
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„358.000 arme Kinder im Musterländle sind ein Skandal“

Mit MACH DICH STARK will Caritas Koalition von Menschen schmieden, die sich gegen Kinderarmut im Südwesten einsetzen

"358.000 arme Kinder im Musterländle sind ein Skandal"

Stuttgart, 20. März – In Baden-Württemberg ist jedes 5.Kind arm! Die Anzahl armer Kinder steigt dabei kontinuierlich im Musterländle. 2015 war noch jedes 6. Kind von Armut betroffen. Diese Kinder haben zwar zu essen. Doch es fehlt an Geld für Klavierunterricht. Viele arme Kinder haben ihren Geburtstag noch nie in der Familie gefeiert. „Arm zu sein heißt im reichen Baden-Württemberg, nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Armen Kindern fehlt es an Chancen, ihre Talente entwickeln zu können. Das halten wir als Caritas für einen gesellschaftlichen Skandal und ein sozialpolitisches Armutszeugnis“, erklärte Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach heute bei einem Pressegespräch. Die Caritas Rottenburg-Stuttgart, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert, will anlässlich dieses Jubiläums die Kinderarmut auf die Tagesordnung bringen. Um der Kinderarmut zu Leibe zu rücken, hat der Verband die Initiative „MACH DICH STARK gegen Kinderarmut im Südwesten“ ins Leben gerufen. Mitstreiter zu gewinnen ist das Ziel.

Mit MACH DICH STARK will die Caritas eine breite gesellschaftliche Bewegung im Kampf gegen Kinderarmut anstoßen. Ziel ist eine Initiative von Menschen, Organisationen und Institutionen, die das Anliegen vereint, allen Kindern Entwicklung und Teilhabe zu ermöglichen. „Als Caritas wollen wir eine Koalition von Menschen schmieden, die sich gemeinsam auf unterschiedlichste Weise für Kinder und Jugendliche einsetzt“, so Merkelbach.

Mit der Kampagne „Kinderarmut wohnt nebenan“, die Teil der Initiative ist, setzt die Caritas in ihrem Jubiläumsjahr einen weiteren Akzent. „Dass Kinderarmut nebenan wohnt, ist leider bittere Realität“, so Merkelbach: Kinderarmut sei meist eine unsichtbare Not. Arme Kinder trügen ihre Armut nicht nach außen. „Tatsache aber ist: Kinderarmut existiert überall, unmittelbar in der Nachbarwohnung oder im nächsten Stadtteil. Mit unserer Kampagne wollen wir dafür sensibilisieren. “

Derzeit gibt es 13 Kinderstiftungen in ganz Württemberg, die bereits jetzt als Partner das Anliegen der Caritas unterstützen. In Angeboten von Kinderstiftungen vor Ort können Kinder aus benachteiligten Familien heute schon Selbstvertrauen schöpfen, etwa indem sie in die Natur gehen oder durch Paten etwa im Lesen gefördert werden.

Partner von MACH DICH STARK sind:

-Aktion DrachenEi für Kinder und Jugendliche im Landkreis Freudenstadt
-Aktion Goldmund für Kinder und Jugendliche im Landkreis Calw
-Aktion Sähnehäubchen für Kinder und Jugendliche im Landkreis Tübingen
-Aktion Schatzsucher für Kinder und Jugendliche im Landkreis Böblingen
-Stiftung Kinderchancen Allgäu
-Kinder in Not – Stiftung in der Region Biberach
-Kinderstiftung Bodensee
-Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen Chancen schenken
-Kinderstiftung Ravensburg
-Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller
-Lebenswerk Zukunft
-Caritasverband Stuttgart e.V.
-Knalltüte – die Kinderstiftung Ost-Württemberg

Weitere Informationen unter www.mach-dich-stark.net und www.caritas-rottenburg-stuttgart.de/kinderarmut-wohnt-nebenan/

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Mit Bundeskinderteilhabegesetz Leistungen gegen Familien- und Kinderarmut besser zugänglich machen

Mit Bundeskinderteilhabegesetz Leistungen gegen Familien- und Kinderarmut besser zugänglich machen

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Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, armen Familien und Kindern in Deutschland bestehende Leistungen der Armutsprävention besser zugänglich zu machen. Dafür sollte der Bundestag baldmöglichst ein Bundeskinderteilhabegesetz auf den Weg bringen, mit dem Kinder und Heranwachsende aus Familien in prekären Lebenslagen einen besonderen Rechtsanspruch auf Förderung und Teilhabe erhalten. Ziel ist dabei insbesondere, Bildung und soziale Teilhabe durch eine bedarfsgerechte Infrastruktur im direkten Lebensumfeld der Familien und Kinder zu garantieren.

„Wir brauchen beispielsweise bei den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes, die derzeit nur unzureichend bei den Kindern ankommen, eine wesentlich erleichterte Antragstellung, und die am besten dort, wo sich Kinder und Jugendliche ohnehin regelmäßig aufhalten, also in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Es wäre gut, wenn zukünftig nur noch ein Globalantrag gestellt werden müsste, und die Leistungen dann über die jeweiligen Institutionen abgerechnet werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Wünschenswert wäre auch eine automatische Auszahlung des Kinderzuschlags mit dem Kindergeld, um Kinderarmut gezielt zu bekämpfen. Bisher geht der Kinderzuschlag aufgrund seiner komplizierten Beantragungs- und Anrechnungsmechanismen an vielen Anspruchsberechtigten vorbei. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden“, so Hofmann weiter.

Um Kinder und Jugendliche als eigenständige Träger von Rechten und somit in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken, könnte mit einem Bundeskinderteilhabegesetz auch ein eigenständiges Antragsrecht für Kinder und Jugendliche eingeführt werden. Über dieses sollte sichergestellt werden, dass Leistungen bei den Kindern und Jugendlichen ankommen. Zudem könnte so die Subjektstellung von Kindern und Jugendlichen als Leistungsempfängerinnen und -empfänger gestärkt werden. Ein Bundeskinderteilhabegesetz sollte zudem in den Kommunen ein verbindliches Netzwerk nach dem Beispiel des Bundeskinderschutzgesetzes schaffen, in denen alle Akteure im Kontext der Förderung von Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten, um die Bedarfe vor Ort zu ermitteln, die Angebote weiterzuentwickeln sowie die Information über existierende Leistungen zu verbreiten.

Zu den Möglichkeiten und Wirkungen eines Bundeskinderteilhabegesetzes hat das Deutsche Kinderhilfswerk im letzten Jahr gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung die gemeinsame Studie „Wirksame Wege zur Verbesserung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern aus Familien in prekären Lebenslagen“ herausgegeben. Diese steht unter www.dkhw.de/teilhabechancen und www.boell.de/teilhabe zum Download bereit.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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Hyundai spendet 12.000 Euro für Projekte für benachteiligte Kinder

Hyundai spendet 12.000 Euro für Projekte für benachteiligte Kinder

Die Hyundai Motor Deutschland spendet zu Jahresbeginn 12.000 Euro an die Caritas. Mit einem Teil der Spende werden Bücherkisten für Kinderstiftungen in Oberschwaben angeschafft. In verschiedenen Projekten lesen dort ehrenamtliche Lesepaten Kindern aus benachteiligten Familien vor, um so ihre Lust am Lesen und ihre Lesefähigkeit zu fördern. Die Leseförderung ist Teil der Caritas-Initiative „Mach dich stark“. Sie will die Entwicklungschancen von armen Kindern und Jugendlichen im Südwesten fördern. Der Spende von Hyundai ging die Aktion „Spende ein Licht“ in der Vorweihnachtszeit voraus. Die langjährigen Partner Hyundai und Caritas hatten im Zuge der Aktion dazu aufgerufen, Kerzen zu basteln, um sie dann für benachteiligte Kinder und Jugendliche symbolisch zum Leuchten zu bringen. Für jede gestaltete Kerze stellte der Autobauer eine Spende von 10 Euro in Aussicht, letzten Endes rundete er den Spendenbetrag großzügig auf.

Insgesamt gestalteten 655 Kinder und Familien eine Kerze für die Aktion „Spende ein Licht“. Dazu stellte Hyundai Motor Deutschland seinen Handelspartnern sowie ausgewählten Caritas-Einrichtungen Kerzenbastelsets zur Verfügung. Mehrere Kindertagesstätten beteiligten sich an der Aktion. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der diözesanen Geschäftsstelle der Caritas in Stuttgart verzierten Kerzen.

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Familien mit ihren Kindern Kerzen zugunsten unserer Aktion gestaltet haben und so Projekte für benachteiligte Kinder unterstützen. Das zeigt, wie wir mit ein-fachen Mitteln gemeinsam soziale Verantwortung wahrnehmen können“, so Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland.

Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach brachte seine Anerkennung und den Dank über die gelungene Aktion zu Ausdruck: „‚Spende ein Licht‘ war für den Caritasverband eine willkommene Einladung, unsere Initiative „Mach dich stark“ mit konkreten Taten zu unterstützen. Mit der Initiative wollen wir Kinderarmut bekämpfen und die Chancen und Teilhabe von Kindern in der Gesellschaft stärken. Die Bücherkisten für die Kinderstiftungen im schwäbischen Oberland leisten für dieses Vorhaben einen großen Beitrag.“

Mit der Kooperation „Gemeinsam mehr bewegen“ fördern die Caritas und Hyundai die Bildung junger Menschen und leisten Hilfe, wo sie am Nötigsten gebraucht wird. Die Partner arbeiten bereits seit 2004 zusammen. In der 14-jährigen Zusammenarbeit haben sie mehr als 75 Projekte umgesetzt und dabei über 140.000 Menschen erreicht. Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen konkrete Hilfen für in Not geratene Menschen, die Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenssituationen sowie die Förderung von benachteiligten Jugendlichen. Weitere Informationen zur Zusammenarbeit unter www.gemeinsam-mehr-bewegen.org

Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart e.V. ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg engagiert er sich politisch für die Interessen von armen, benachteiligten und hilfebedürftigen Menschen und tritt gegen deren Ausgrenzung ein. Regional und landesweit vertritt er die Interessen von 1.740 katholischen Einrichtungen und Diensten in wichtigen Fragen pflegerischer und sozialer Arbeit. Insgesamt arbeiten unter seinem Dach 33.000 hauptamtliche und genauso viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In neun Caritasregionen bietet der Caritasverband soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien, alte und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslose, Wohnungslose, Menschen mit Fluchterfahrung oder mit einer Suchterkrankung an.

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Erhöhung von Kindergeld und Hartz IV-Regelsatz für Kinder ein Armutszeugnis

Erhöhung von Kindergeld und Hartz IV-Regelsatz für Kinder ein Armutszeugnis

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Das Deutsche Kinderhilfswerk bemängelt die geringe Erhöhung des Kindergeldes und des Regelsatzes für Kinder im Hartz IV-Bezug zum 1. Januar 2018 als völlig unzureichend. „Zwei Euro mehr Kindergeld und drei bis fünf Euro Regelsatzerhöhung für Kinder im Hartz IV-Bezug sind ein schlechter Witz. Mit diesen kümmerlichen Beträgen kann die Kinderarmutsquote in Deutschland nicht gesenkt werden. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen, das ist eine Schande für eine der reichsten Industrienationen der Welt“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Gleichzeitig ist durch die steuerlichen Kinderfreibeträge die monatliche Nettoentlastung für Spitzenverdiener um rund 100 Euro höher als das Kindergeld. Bei Kindern im Hartz IV-Bezug kommt die Kindergelderhöhung gar nicht erst an. Diese Gerechtigkeitslücken müssen geschlossen werden, jedes Kind sollte uns gleich viel wert sein. Dafür müssen wir das System grundsätzlich überdenken. Bei den Hartz IV-Regelsätzen brauchen wir dringend eine komplette Neuberechnung. Die geltenden Regelbedarfe haben in der Ermittlung methodische Schwächen und halten den sozialrechtlichen Mindestbedarf von Kindern künstlich klein. Sie entsprechen insgesamt nicht dem notwendigen soziokulturellen Existenzminimum und sollten auf ein Niveau angehoben werden, das echte gesellschaftliche Teilhabe möglich macht“, so Krüger weiter.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ist dringend ein Gesamtkonzept notwendig, mit dem die Situation der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen in Deutschland nachhaltig verbessert wird. Die wenigen Lichtblicke der letzten Jahre wie die Anhebung des Kinderzuschlags oder die Verbesserungen beim Unterhaltsvorschuss reichen bei weitem nicht aus. „Uns erfüllt zudem mit Sorge, dass immer wieder versucht wird, die Kinderarmut in Deutschland kleinzureden, beispielsweise bei Diskussionen um den relativen Armutsbegriff. Übersehen wird dabei oft, dass sich in einem Land wie Deutschland insbesondere Kinderarmut nicht allein durch materielle Entbehrungen, sondern auch durch Ausgrenzung und damit fehlende Teilhabe an Aktivitäten auszeichnet, die für andere Kinder selbstverständlich sind. Wer den relativen Armutsbegriff in Frage stellt, relativiert Gefahren gesellschaftlicher Ausgrenzung und nimmt damit in Kauf, dass Kinder und Jugendliche abgehängt sind und bleiben“, so Krüger.

Das Thema Kinderarmut wird Schwerpunktthema des Kinderreports 2018 sein, den das Deutsche Kinderhilfswerk zu Beginn des nächsten Jahres vorstellen wird. Darin wird es um die Frage gehen, was die Ursachen von Kinderarmut in Deutschland sind, wie die Aktivitäten von Staat und Gesellschaft, um Kinderarmut zu bekämpfen, bewertet werden und wie einkommensschwache Familien mit Kindern am besten unterstützt werden können. Außerdem wird die Bereitschaft der Bevölkerung analysiert, eventuell mehr Steuern zu zahlen, wenn damit das Problem der Kinderarmut in Deutschland wirkungsvoll bekämpft werden könnte.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

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