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Wüstenstaub über Europa: Wie Copernicus Vorhersagen Energiebetrieben helfen

Vorhersagen des EU Erdbeobachtungsprogramm Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) helfen Maßnahmen gegen den Staub zu entwickeln.

Reading, 25.04.2019 – Staub aus der Wüste fliegt über Europa – mit zahlreichen Folgen. Durch Vorhersagen des Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. CAMS, implementiert vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) im Auftrag der Europäischen Union, hilft durch möglichst genaue, weltweite Vorhersagen zu Menge und Ort des Wüstenstaubs in der Atmosphäre Wissenschaftlern, Umweltorganisationen, dem Energie- und Transportsektor, Unternehmen und Individuen.

Im normalerweise eher feuchten europäischen Frühling mag man im ersten Moment nicht an sengende Wüsten denken, Wüstenstaubpartikel können jedoch mehrere tausend Kilometer weit getragen werden. Dieses Phänomen passiert vor allem jetzt im Frühling, wenn Wind Schwaden von Staub aus der Sahara über das Mittelmeer bläst. Südeuropäern mögen rotgefärbte Himmel und roter Staub auf der Windschutzscheibe geläufig sein, doch auch nördlich der Alpen sind Länder in überraschend vielen Arten betroffen – von verschlimmerten Asthmasymptomen bis zu Staubschwaden auf der Straße. Der Staub betrifft jedoch nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Pflanzenwelt, die Stromerzeugung und schließlich unser Klima.

Für viele ist das jährliche Ereignis eher ein Ärgernis, jedoch hat der Wüstenstaub auch positive Effekte. Die Staubpartikel sind nämlich reich an Mineralstoffen, die Algenwuchs fördern, sowie Phosphor, ein essenzieller Nährstoff für den Regenwald. Die Konzentration von Wüstenstaub in der Atmosphäre spielt wahrscheinlich auch eine wichtige Rolle, die Intensität atlantischer Wirbelstürme (Hurricanes) zu reduzieren. Durch die geringere Sonneneinstrahlung heizt sich der Ozean nicht so stark auf, was weniger Feuchtigkeit in der Atmosphäre und dadurch weniger Stürme bedeutet.

Damit gegen die negativen Effekte des Wüstenstaubs geeignete Maßnahmen ergriffen werden können, beinhalten die CAMS Vorhersagen eine Kombination aus Absonderung, Transport und Ablagerung des Staubes. Zweimal täglich werden sie mit Hilfe von Satellitenbeobachtungen in einem Computermodell erstellt und sagen voraus, wie die Staubwolken sich in den nächsten 5 Tagen verteilen werden.

Eine Branche, die bereits sehr von CAMS Vorhersagen über den Staub in der Luft profitiert, ist die Solarenergieindustrie. Sie erfährt, wenn der Staub das Sonnenlicht blockiert und so die Energiegewinnung beeinflusst. Außerdem reduziert Staub auf den Solaranlagen die Stromerzeugung. Mit den hochwertigen Vorhersagen können Betreiber von Solaranlagen besser einschätzen, wann sie die Panels säubern sollten und zudem den optimalen Standort für die Anlage auswählen.

CAMS Vorhersagen helfen auch der Transport- und Landwirtschaftsbranche. Beispielsweise setzt sich Staub auf Blättern ab und schränkt so die Photosynthese der Nutzpflanzen ein. Darüber hinaus sorgt Staub auf Gleisen und Oberleitungen für Probleme im Bahnverkehr.

„Die sichtbaren Konsequenzen von Wüstenstaub zeigen, dass Sandpartikel ohne Probleme einen weiten Weg zurücklegen können – ein weiteres Argument das Thema Luftverschmutzung nicht lokal, sondern global zu denken“, erklärt Richard Engelen, Deputy Head of CAMS. „Durch den Klimawandel wachsen unsere Wüsten, der Staub in der Atmosphäre wird also weiter steigen. Daher ist es wichtig möglichst genaue Vorhersagen treffen zu können, genau wie wir es für das Wetter tun.“

Für weitere Informationen oder falls Sie Interesse an einem Interview haben, wenden Sie sich bitte an: copernicus-press@ecmwf.int

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

The Copernicus Climate Change Service (C3S) is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

The Copernicus Climate Change Service website can be found at https://climate.copernicus.eu/

The Copernicus Atmosphere Monitoring Service website can be found at http://atmosphere.copernicus.eu/

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Klimabremse zum Nulltarif

Wie baut man in den kommenden 10 Jahren mehrere Millarden Tonnen CO2 ab und verdient damit sogar noch Geld?

Ein neues Startup bietet dazu eine verblüffend einfach Lösung: „Mit Tannenbaumnetzen“! weiterlesen…

Wie baut man in den kommenden 10 Jahren mehrere Millarden Tonnen CO2 ab und verdient damit sogar noch Geld?

Ein neues Startup bietet dazu eine verblüffend einfach Lösung: „Mit Tannenbaumnetzen“!

Dieses unheimlich günstige Verpackungsmaterial eines speziellen Herstellers ist auch gleichzeitig ein hoch effektives Verdunstermaterial. Damit kann man bei minimalen Investitionen und sehr geringem Energieaufwand täglich viele Millionen Liter Meerwasser salzfrei verdunsten.

Das ist dann in Dürregebieten eine Kühlung und Befeuchtung für den Acker. Der Farmer kann damit über die Luft seine Felder „bewässern“ und hat mind. 30% mehr Ertrag. Eine große Menge der Feuchtigkeit wird jedoch auch schon bei schwachem Wind (Windstärke 2 = 11 km/h) bis zu 250 km weiter in das Landesinnere getragen und sorgt dort regelmäßig für höhere Mengen an Morgentau. Das ist dann eine hoch effektive Mikrobewässerung für jeden einzelnen Grashalm.

Früher wurde diese „Feuchtigkeitsdienstleistung“ für die Steppe von den Wäldern übernommen. Seit die Wälder verschwunden sind, breiten sich die Wüsten immer weiter aus. Mit IrrigationNets ersetzen wir die Kühlung und Befeuchtung von ein paar Millionen Bäumen.

Der Farmer verdient mit der Anlage Geld und begrünt nebenbei die Wüsten auf einer sehr großen Fläche. Mit Hunderten von Farmern lassen sich somit mehrere Millionen Hektar Wüste begrünen und über die Begrünung werden mehrere Milliarden Tonnen CO2 abgebaut.

Lesen Sie mehr dazu auf unserer Kickstarter Aktion: Bindung von einer Milliarde Tonnen CO2/Jahr mit IrrigationNets

Entwicklung von Bewässerungssystemen

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Volker Korrmann
Baldersheimer Weg 111
12349 Berlin
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Mit Holz gegen den Klimawandel

Aktueller Arup-Report empfiehlt das Bauen mit Holz, um dem Klimawandel aktiv entgegenzuwirken.

London/Berlin, den 19. März 2019 – Das internationale Planungs- und Beratungsunternehmen Arup präsentiert seinen neuen Report „Rethinking Timber Buildings“. Dieser empfiehlt Holz als nachhaltiges Baumaterial verstärkt zu nutzen, um die Anstrengungen der Bauindustrie zur Verringerung der weltweiten Emissionen zu beschleunigen und den Bau CO2-freier Gebäude zu fördern.

Der Report zeigt auf, inwiefern Holz – als eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Baumaterialien wie Stahl und Beton – Zeit- und Kosteneinsparungen ermöglicht. Er erläutert zudem, unter welchen Voraussetzungen Investoren, Entwickler und Architekten bei der Planung von sechs- bis zehngeschossigen Gebäuden Holz als ein geeignetes Baumaterial in Betracht ziehen sollten.

Vor dem Hintergrund des massiven Bevölkerungswachstums und der rasanten Urbanisierung können diese Überlegungen ein wichtiger Baustein sein, um die Herausforderungen, denen sich die Bauindustrie bei der Planung und Entwicklung von Städten stellen muss, erfolgreich zu meistern.

Im Report werden die wichtigsten Aspekte des Holzbaus beleuchtet:

-Holz ist das einzig nachwachsende und damit vollständig erneuerbare Baumaterial. Es bindet Kohlenstoff für die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes.
-Der Einsatz von Holz ist insbesondere in dichten urbanen Umgebungen zu empfehlen, da es mittels Digitalisierung gut vorgefertigt werden kann und leicht zu transportieren ist. Dies reduziert Baulärm, Bauzeiten und Baukosten.
Es wird zudem weniger Abfall als bei anderen Baumaterialien produziert.
-Holz ist ästhetisch und kann daher sowohl im Innen- als auch Außenbereich sichtbar bleiben. Dies macht kosten- und materialaufwendige Verkleidungen überflüssig.
-Der Brandschutz ist gewährleistet, wenn Holzbaukonzepte im Rahmen einer ganzheitlichen Brandschutzstrategie entwickelt und mittels aufeinander abgestimmter Planungs- und Bauprozesse realisiert werden.

In dicht besiedelten städtischen Gebieten, wie beispielsweise in Innenstadtlagen, bietet der mit wesentlich geringeren Beeinträchtigungen verbundene Holzbau eine willkommene Entlastung für Kommunen, Bauunternehmen, Anwohner und Geschäftstreibende. Denn gerade in diesen Gebieten muss in absehbarer Zeit die Baukapazität erhöht und gleichzeitig das Bedürfnis der Anwohner nach einer guten Lebensqualität befriedigt werden.

Die Verwendung von Holz kann den CO2-Fußabdruck von Gebäuden erheblich verringern und die CO2-Emissionen der Bauindustrie reduzieren. Der Arup-Report „Rethinking Timber Buildings“ präsentiert eine Reihe nachhaltiger Vorgehensweisen.

„Um das Planen und Bauen mit Holz zu vereinfachen und weiter zu fördern, werden wir in den nächsten sechs Monaten einheitliche Standards entwickeln und globale Richtlinien definieren“, verspricht Carsten Hein, Associate Director und Leiter des Holzbaukompetenzteams bei Arup Deutschland.

Arup ist ein weltweit tätiges, unabhängiges Planungs- und Beratungsbüro und die kreative Kraft hinter vielen der weltweit bedeutendsten Projekte der gebauten Umwelt. Mit 14.000 Planern, Ingenieuren und Beratern in 40 Ländern bietet Arup innovative und nachhaltige Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Märkte. In Deutschland liefert Arup mit rund 300 Experten an den Standorten Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf maßgeschneiderte Lösungen zu allen Anforderungen – von der Fachplanung einer Spezialdisziplin bis zu komplexen, interdisziplinären Projekten.

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Milchviehrationen müssen an die Klimaveränderung angepasst werden

Eines der Themen auf der 19. AVA-Haupttagung von 27. – 30.3. 2019 in Göttingen:
Milchviehrationen müssen an die Klimaveränderung angepasst werden weiterlesen…

Ein Thema auf der 19. AVA-Haupttagung von 27. – 30.3. 2019 in Göttingen:
Prof. Dr. Manfred Hoffmann, einer der führenden Milchvieh-Fütterungsexperten im deutschsprachigen Raum, wird anlässlich der 19. Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) -Haupttagung vom 27. – 30.3. in Göttingen den teilnehmenden Tierärzten*innen wichtige Informationen und praktische Hinweise zur Milchkuhernährung geben, die sich mehr und mehr aufgrund des Klimawandels abzeichnen. „Wir müssen uns früh genug mit dem Thema auseinandersetzen, um weiterhin eine ordnungsgemäße Milchkuhfütterung gewährleisten zu können. Das sind wir dem Tierwohl, dem Tierschutz und der Tiergesundheit schuldig“, so Prof. Hoffmann. „Tierärzte als Managementbegleiter der Landwirte müssen im Rahmen ihrer tierärztlichen Bestandsbetreuung von Milchkuhbetrieben in der Lage sein, in ihren Betreuungen auf die veränderten Rahmenbedingungen der Fütterung fachgerecht einzugehen“ so der Tierernährungsprofessor weiter.
Für die Landwirtschaft, als stark vom Witterungsverlauf abhängiger Wirtschaftszweig, ergibt sich sowohl für den Pflanzenbau als auch für die Tierhaltung die Notwendigkeit, die wesentlichsten Faktoren zur Anpassung an veränderte Klimabedingungen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Daraus ergeben sich folgende Maßnahmen: 
1. Fütterungsmaßnahmen zur Senkung der Emissionen, insbesondere Vermeidung von Überschüssen bei Stickstoff und Phosphor
2. Anpassung der Fütterungsmaßnahmen an hohe Außentemperaturen und teilw. begrenzter Grobfutterverfügbarkeit 
3. Anpassung der Rationszusammensetzung 
 durch wesentliche Erweiterung des Anbaus der Futtermittelarten 
   (trockenverträgliche Gräser, Klee, Kleegras, Luzerne, Zweit- und Zwischenfrüchte
    als Grobfutter)
 Anwendung aller bewährten Nutzungsformen für Grobfutter
   (Frischfutter, Weide, Trockengrünfutter, Silage)
 Effektive Nutzung der Nebenprodukte der pflanzlichen Erzeugung
   (Pressschnitzel, Biertreber, Getreideschlempen, Obst- und Traubentrester.
 Anwendung von Futterstroh, auch in aufbereiteter Form als wichtiges Grobfutter
   in der Rinderfütterung).
 
Wir verfügen über ein umfangreiches und fundiertes Wissen zur bedarfsgerechten Versorgung der Tierbestände mit Energie, Nährstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen, so dass die exakte Anwendung dieser Richtwerte in Verbindung mit der Kenntnis der Futteraufnahme die erste Forderung und der wichtigste Nachweis ist, dass der Tierbestand normgerecht und dem Tierwohl entsprechend versorgt ist. Das gilt für alle Wirtschaftsformen, ob konventionell oder bio, ob kleiner oder großer Bestand, es gilt für alle Haltungsformen, ob im Stall oder auf der Weide und es gilt auch für alle zu erwartenden Klimabedingungen. Prof. Dr. M. Hoffmann, Sächsischer Landeskontrollverband e.V. Lichtenwalde
Die 19. AVA-Haupttagung in Göttingen sollten sich Tierärzte*innen nicht entgehen lassen
 
Alle weiteren Infos zur AVA-Haupttagung auf der Homepage der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter www.ava1.de 
Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.
 
»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten. AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen!« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Steinfurt, Burgsteinfurt
 
Ernst-Günther Hellwig 
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig
Wettringer Straße 10 –  D 48565 Steinfurt-Burgsteinfurt
fon: +49-(0)2551- 7878   fax: +49-(0)2551-83 43 00 
info@ava1.de        www.ava1.de
 
 
 

Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.
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Jetzt haben Mikrobiologen aus Wien und Braunschweig seltene Bakterien entdeckt, die der Methanbildung sowie damit auch dem Klimawandel entgegenwirken

Mit Bakterien gegen den Klimawandel

Die Mikrobiologen Prof. Dr. Alexander Loy und Dr. Bela Hausmann vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien haben in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Michael Pester vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig eine seltene Bakterienart (Candidatus Desulfosporosinus infrequens) entdeckt, die der übermäßigen Bildung des Treibhausgases Methan in Mooren entgegenwirkt. Diese Bakterien setzen zur Energiegewinnung Sulfat zu Sulfid um und nehmen gegenüber dem Prozess der Methanbildung eine wichtige Kontrollfunktion ein. Dabei stehen sie mit methanbildenden Archaeen in einem andauernden Konkurrenzkampf um Nährstoffe, vermindern so deren Aktivität und verhindern dadurch, dass noch mehr Methan gebildet wird. Das beugt einer zusätzlichen Klimaerwärmung vor.

In einem jetzt in der renommierten Fachzeitschrift mBio ( https://doi.org/10.1128/mBio.02189-18) publizierten Artikel konnten die Forscher aus Wien und Braunschweig in einem systembiologischen Ansatz gemeinsam zeigen, dass die neue sulfatreduzierende Bakterienart (Candidatus Desulfosporosinus infrequens) durch ihre hohe Aktivität der übermäßigen Bildung von Methan in Mooren entgegenwirken kann – und das trotz ihrer geringen Häufigkeit. Moore sind als natürliche Feuchtgebiete für etwa 30 Prozent der weltweiten Emissionen des Treibhausgases Methan verantwortlich. Warum sich die Bakterien trotz hoher Aktivität nicht stärker vermehren, erklären die Wissenschaftler mit folgendem Prinzip: Die Bakterien müssen mit den im Moor vorherrschenden sauren pH-Bedingungen zurechtkommen und stecken deshalb vermutlich ihre gesamte Energie in den Erhalt der Zelle statt in ihr Wachstum.

Originalpublikation:
Hausmann, B.; Pelikan, C.; Rattei, T.; Loy, A.; Pester, M. (2019) Long-Term Transcriptional Activity at Zero Growth of a Cosmopolitan Rare Biosphere Member. MBio 10(1); doi: 10.1128/mBio.02189-18

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
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Die letzten vier Jahre waren die Wärmsten aller Zeiten – Zudem steigen die CO2-Werte weiter

2018 ist das vierte Jahr in einer Reihe von außergewöhnlich warmen Jahren laut Daten des Copernicus Climate Change Service (C3S). Außerdem steigt die atmosphärische CO2-Konzentration stetig an

Die letzten vier Jahre waren die Wärmsten aller Zeiten - Zudem steigen die CO2-Werte weiter

Lufttemperatur 2018 in Relation zum Durchschnittswert Jahre 1981-2010, Quelle: Copernicus C3S (Bildquelle: @Copernicus Climate Change Service)

Reading, 07.01.2018 – 2018 ist das vierte Jahr in einer Reihe von außergewöhnlich warmen Jahren. Das belegen Daten des Copernicus Climate Change Service (C3S). Gemeinsam mit dem Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) meldet C3S außerdem einen kontinuierlichen Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration

C3S und CAMS sind Services von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der EU, und werden vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) implementiert. Ihre Daten verschaffen einen ersten globalen Überblick über die Temperaturen und CO2-Werte des Jahres 2018. Die vorläufigen Prognosen der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) und dem Global Carbon Project (GCP) werden durch die Copernicus Messungen jetzt bestätigt.

Der C3S-Datensatz zeigt für das Jahr 2018 eine globale Durchschnittstemperatur der Luft an der Erdoberfläche von 14,7°C, nur 0,2°C niedriger als 2016, dem bislang wärmsten Jahr der Wetteraufzeichnungen. Die Daten belegen außerdem:
-Die letzten vier Jahre waren die wärmsten vier Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 2018 war dabei knapp nach dem drittwärmsten Jahr 2015 das viertwärmste Jahr
-2018 war über 0,4°C wärmer als der Durchschnitt in den Jahren 1981-2010
-Die durchschnittliche Temperatur der letzten fünf Jahre lag 1,1°C über dem vorindustriellen Durschnitt (nach IPCC-Definition)
-In Europa lagen die jährlichen Temperaturen nur weniger als 0,1°C unter denen der zwei wärmsten Jahre der Wetteraufzeichnungen, 2014 und 2015

Außerdem zeigen Satellitenmessungen der globalen atmosphärischen CO2 Konzentrationen:

-Der CO2-Wert ist im Jahr 2018 weiter gestiegen und hat sich um 2,5 +/- 0,8 ppm/Jahr erhöht

„Der Copernicus Climate Change Service liefert hochqualitative Daten über Klima-Messgrößen wie Lufttemperatur, See-Eisdecke und hydrologischen Werten wie beispielsweise Niederschlag“, sagt Jean-Noel Thepaut, Leiter des Copernicus Climate Change Service (C3S). „2018 haben wir erneut ein sehr warmes Jahr erlebt, das Viertwärmste, das je gemessen wurde. Drastische Klimaereignisse wie der warme und trockene Sommer in großen Teilen Europas oder die steigende Temperatur in der Arktisregion sind beunruhigende Zeichen für uns alle. Nur wenn wir uns gemeinsam bemühen, können wir etwas bewegen und unseren Planeten für zukünftige Generationen erhalten.“

C3S liefert ersten Datensatz zu globalen Temperaturen 2018

Die C3S Temperaturdaten sind der erste vollständige Datensatz für 2018, der sowohl jährliche Abweichungen als auch global gemittelte Bereiche beinhaltet. C3S ist in der Lage diesen globalen Überblick so schnell bereitzustellen, da es ein operativer Service ist, der täglich Millionen von Land-, See-, Luft- und Satellitenmessungen verarbeitet. Diese Beobachtungen werden in ein Rechenmodell zusammengeführt, ähnlich wie bei Wettervorhersagen. Der große Vorteil für Nutzer dieser Daten sind die daraus entstehenden, zuverlässigen Schätzungen von Temperaturen zu jeder gewünschten Zeit und an jedem gewünschten Ort – sogar in wenig-überwachten Gebieten, wie den Polarregionen.

Die Copernicus C3S Daten zeigen, dass die Lufttemperaturen an der Oberfläche mehr als 0,4°C höher waren als der Langzeitdurschnitt in der Zeitspanne von 1981-2010. Die auffälligsten Wärmeunterschiede verglichen mit dem Langzeitdurchschnitt wurden in der Arktis aufgezeichnet, besonders in und nördlich der Beringstraße zwischen USA und Russland und um Spitzbergen. Nahezu alle Landgebiete, insbesondere Europa, der Mittlere Osten und der Westen der USA, waren wärmer als der Durchschnitt. Im Gegensatz dazu erlebten der Nordosten Nordamerikas und einige Gebiete in Zentralrussland und -asien unterdurchschnittliche Jahrestemperaturen.

Abgesehen von den relativ kalten Monaten Februar und März war im letzten Jahr in Europa jeder einzelne Monat überdurchschnittlich warm. Beginnend mit dem Ende des Frühlings und weit bis in den Herbst, mancherorts sogar bis in den Winter, erlebte Nord- und Zentraleuropa Witterungsbedingungen die durchgehend wärmer und trockener waren als der Durschnitt.

Ein zuverlässiges Bild durch kombinierte Datensätze

Die für den C3S Datensatz benutzte Methode wird durch weitere Datensätzen ergänzt, die bodengestützte Langzeitmessungen verwerten. Die Datensätze unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Darstellung der Polarregionen und der Temperaturen über den Ozeanen. Durch die Kombination der Datensätze wird ein detailgetreuer Überblick generiert. Die Analyse zeigt, dass die globale Temperatur der Luft an der Erdoberfläche alle fünf bis sechs Jahre seit Mitte der 1970er Jahre um durchschnittlich 0,1°C gestiegen ist und dass die letzten fünf Jahre schätzungsweise 1,1°C über dem Temperaturdurschnitt der vorindustriellen Ära lagen.

Nach C3S wird auch die WMO ihre verschiedenen Temperaturdatensätze kombinieren und im „State of the Climate 2018“ veröffentlichen. Die Stellungnahme wird im März 2019 erwartet und aller Voraussicht nach die C3S Ergebnisse bestätigen.

CO2-Konzentrationen steigen weiter

Die Analyse von Satellitendaten zeigt, dass die Konzentrationen von Kohlenstoffdioxid weltweit über die letzten Jahre weiterhin stetig gestiegen sind, auch im Jahr 2018. Das ergibt eine Kombination von zwei Datensätzen, die für C3S und CAMS erstellt wurden.

Während sich Reports der WMO und des Global Carbon Projects auf Messungen an der Erdoberfläche stützen, basiert der CO2-Datensatz von Copernicus auf Satellitendaten. Die dabei gemessene Größe ist die durchschnittliche CO2-Konzentration einer gesamten Luftsäule über einem gegebenen Ort, genannt XCO2. Da höher gelegene atmosphärische Schichten, wie die Stratosphäre, normalerweise weniger CO2 beinhalten, sind die XCO2 Werte üblicherweise etwas geringer als die CO2 Werte, die Nahe der Erdoberfläche gemessen werden. Deshalb sind satellitenbasierte XCO2-Werte ähnlich aber nicht identisch mit Schätzungen, die auf Oberflächenbeobachtungen beruhen.

Die geschätzte jährliche durchschnittliche XCO2-Wachstumsrate für 2018 ist 2,5 +/- 0,8 ppm/Jahr. Damit ist sie größer als die Wachstumsrate für 2017, die bei 2,1 +/- 0,5 ppm/Jahr lag, aber geringer als die von 2015 mit 3,0 +/- 0,4 ppm/Jahr. 2015 war ein Jahr mit einem starken El Nioo, wodurch die Landvegetation atmosphärisches CO2 im schwächen Maße als sonst aufnahm, sowie mit starken CO2-Emissionen bedingt durch Waldbrände, beispielsweise in Indonesien.

Pariser Abkommen: IPCC unterstreicht absolute Dringlichkeit

Im Einklang mit dem 2015 vereinbarten Pariser Abkommen über den Klimawandel planen die beteiligten Länder alle fünf Jahre eine Bewertung des Status Quo. Der jüngste Spezialreport „Globale Erwärmung von 1.5°C“ des Weltklimarates (eng. Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) unterstreicht weiter die Dringlichkeit effektive Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels durchzuführen. Der Copernicus Climate Change Service und der Copernicus Atmosphere Monitoring Service tragen signifikant zu diesen Bemühungen bei, indem sie schnelle und exakte Informationen über die globale Temperatur und CO2-Werte liefern.

Monatliches Klima-Update

Zusätzlich zu den jährlichen Temperaturdaten veröffentlicht C3S zu Beginn jeden Monats eine kurze Klima Bekanntmachung über beobachtete Veränderungen in der globalen Temperatur der Luft, See-Eisdecke und hydrologischen Werten. Das neueste Klima-Update von Dezember ist jetzt verfügbar:

Dezember 2018: Globale Durchschnittstemperatur der Luft
-Weltweit lagen die Temperaturen nur 0.5°C über dem durchschnittlichen Dezember im Vergleichszeitraum 1981-2010
-Kanada, der Atlantische Teil der Arktis und Nordrussland erlebten Temperaturen weit über dem Durschnitt
-Temperaturen weit unter dem Durschnitt wurden in großen Teilen Südrusslands, Zentralasiens und China gemessen
-Australia erlebte außergewöhnlich heiße und trockene Bedingungen
-In Europe waren die Temperaturen allgemein überdurchschnittlich hoch, aber im südlichen Balkan und Griechenland lagen die Temperaturen unter dem Durschnitt.

Weitere Informationen und hochauflösende Grafiken finden Sie hier: https://climate.copernicus.eu/climate-bulletins

Über die Daten – Globale Durchschnittstemperatur

Die Graphen und zitierten Werte stammen aus dem Datensatz von ECMWF Copernicus Climate Change Service“s ERA-Interim. Der Temperaturgraph basiert auf ERA-Interim und vier anderen Datensätzen: JRA-55, erzeugt von der Japan Meteorological Agency (JMA), GISTEMP, erzeugt von der US National Aeronautics and Space Administration (NASA), HadCRUT4, erzeugt von dem Met Office Hadley Centre in Zusammenarbeit mit der Climatic Research Unit der Universität von East Anglia, und NOAAGlobalTemp, erzeugt von US National Oceanic and Atmopsheric Administration (NOAA). Die ERA-Interim und JRA-55 Datensätze laufen bis Ende 2018, die anderen Datensätze sind momentan nur bis Ende November 2018 verfügbar. Die Daten wurden geprüft und weiterverarbeitet wie in einer durch Experten überprüften Veröffentlichung beschrieben (doi: 10.1002/qj.2949).

Alle Grafiken wurden so angepasst, dass sie dieselbe Durchschnittstemperatur für 1981-2010 wie ERA-Interim haben. Für JRA-55 bedeutete dies eine Temperatursenkung von 0.1°C. Die anderen Datensätze wurden ursprünglich nur als Werte relativ zu Bezugszeiträumen definiert. HadCRUT4 ist ein Gesamtwert, der 100 mögliche Realisationen hat. Der Halbwert und die Reichweite sind eingezeichnet. Der Gesamtwert berücksichtigt nicht den Unsicherheitsfaktor, der mit begrenzter geographischer Beobachtung einhergeht, was vor allem in den frühen Jahrzenten beträchtlich ist.
1981-2010 wurde von der WMO definiert als jüngster 30jähriger Bezugszeitraum, um klimatologische Durchschnitte zu berechnen. Es ist der erste Zeitraum bei dem Satellitenbeobachtungen von Schlüsselindikatoren wie Temperaturen an der Meeresoberfläche und See-Eisdecke verfügbar sind, um globale meteorologische Reanalysen, wie beispielsweise ERA-Interim, durchzuführen.

Man geht davon aus, dass die klimatologische Durchschnittstemperatur für den vorindustriellen Zeitraum 0.63°C geringer ist als der Durschnitt von 1981-2010. Dies geht einher mit dem, was im IPCC „Globale Erwärmung von 1.5°C“ Report gezeigt wird, welcher den Anstieg von der vorindustriellen Ära (festgelegt als Zeitraum von 1850-1900) bis zum 20jährigen Zeitraum 1986-2005 auf „0.63°C (0.06°C 5-95% Reichweite, allein basierend auf Messunsicherheiten)“ schätzt. Die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen den Jahren 1981-2010 und 1986-2005 ist für die Datensätze, die hier dargestellt werden, nicht relevant (-0.009°C bis +0.004°C).

Über die Daten – Kohlenstoffdioxidkonzentrationen

Copernicus präsentiert monatlich die globalen Durchschnittswerte des atmosphärischen Kohlenstoffdioxids (CO2), gemessen mit Satelliten-Sensoren. CO2-Konzentrationen, die von Satelliten gemessenen wurden, stehen für ein gemitteltes CO2-Mischverhältnis im Säulendurchschnitt, auch XCO2 genannt. Der Jahresdurchschnitt in der Grafik ist durch Berechnung der monatlichen Werte ermittelt worden.

Die Daten von 2003-2017 sind das zusammengeführte Produkt von Daten des „C3S XCO2 data derived from satellite sensors“ Report, veröffentlicht vom Copernicus Climate Change Service. Die hochqualitativen C3S-Klimadatenaufzeichnungen entstanden durch die Zusammenführung von einzelnen Satellitendatensätzen der Satelliteninstrumente SCIAMACHY/ENVISAT und TANSO-FTS/GOSAT, indem sie generierte Produkte von C3S und ESA GHG-CCI (in Europa), NASA (USA) und NIES (Japan) nutzten. Dieses fusionierte Produkt, welches im Obs4MIPs-Format verfügbar ist (s. die Obs4MIPs Webseite: https://esgf-node.llnl.gov/projects/obs4mips/), wird jedes Jahr um ein Weiteres ergänzt. Das Jahr 2018 wird Ende 2019 verfügbar sein. Für weitere Details vgl. Buchwitz et al., 2018 ( https://www.atmos-chem-phys.net/18/17355/2018/ und/oder https://doi.org/10.1007/s42423-018-0004-6).

Die Daten für 2018 sind ein vorläufiges Produkt der „CAMS XCO2 data derived from satellite sensors“ Daten, die vom Copernicus Atmosphere Monitoring Service produziert wurden. Dieser Datensatz wurde erzeugt mit TANSO-FTS/GOSAT. Für weitere Details vgl. Heymann et al., 2015 ( https://www.atmos-meas-tech.net/8/2961/2015/amt-8-2961-2015.html).

Die durchschnittlichen Jahreswachstumsraten von XCO2 wurden errechnet mit der Buchwitz Methode, vgl. Buchwitz et al., 2018 ( https://www.atmos-chem-phys.net/18/17355/2018/).

Copernicus is the European Commission“s flagship Earth observation programme. It delivers freely accessible operational data and information services which provide users with reliable and up-to-date information related to environmental issues.

C3S is implemented by ECMWF on behalf of the European Commission. ECMWF also implements the Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS). ECMWF is an independent intergovernmental organisation, producing and disseminating numerical weather predictions to its 34 Member and Co-operating States.

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Sparda-Bank München unterstützt Allianz für Entwicklung und Klima

München – Die Sparda-Bank München eG ist der Allianz für Entwicklung und Klima beigetreten. In diesen Tagen hat die oberbayerische Genossenschaftsbank die offizielle Mitmacherklärung unterzeichnet. Zusammen mit über 80 weiteren Partnern aus Unternehmen, Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen verfolgt das Bündnis das Ziel, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung gemeinsam voranzutreiben. Ins Leben gerufen wurde die Allianz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München, erklärt: „Der Klimawandel ist die größte globale Herausforderung, der sich die Menschheit stellen muss. Es liegt in unserer Verantwortung, zukünftigen Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen“.

Zentrales Anliegen der Allianz für Entwicklung und Klima ist die Zielerreichung des Pariser Klimaabkommens, den durchschnittlichen Temperaturanstieg weltweit auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Das soll vor allem durch die Einsparung von Treibhausgasen erzielt werden. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller dazu: „Die reichsten zehn Prozent der Welt sind für 50 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Deswegen müssen die Industrieländer beim internationalen Klimaschutz vorangehen.“ Zudem soll die UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030, die eine stärkere Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern vorsieht, entschlossen umgesetzt werden. Nur so könnten in diesen Ländern ein nachhaltiges, klimafreundliches Wachstum gelingen und Armut, Hunger und Krankheiten bekämpft werden.

Dass eine nachhaltige, zukunftsorientierte Unternehmensphilosophie und erfolgreiches Wirtschaften Hand in Hand gehen, dessen ist sich Helmut Lind sicher: „Als Genossenschaftsbank setzen wir uns schon lange für das Wohl der Gesellschaft ein. Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen und freuen uns, wenn wir auch andere Unternehmen von unserem Weg überzeugen können.“ Seit 2010 setzt sich die Sparda-Bank München für die Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie ein, zu deren zentralen Werten auch Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit gehören. Zudem engagiert sich die Bank in Oberbayern bereits heute bei zahlreichen ökologischen Projekten: Für jedes neue Sparda-Mitglied pflanzt sie einen Baum, veröffentlicht jährlich eine CO2-Bilanz und fördert über eine E-Tankstelle die Elektromobilität in der Landeshauptstadt.

Weitere Informationen zur Allianz für Entwicklung und Klima: http://www.bmz.de/de/themen/klimaschutz/klimaallianz/index.html

Mehr Informationen zur Gemeinwohl-Ökonomie bei der Sparda-Bank München:
https://www.zum-wohl-aller.de/

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
(30.6.2018)

Die Sparda-Bank München eG, 1930 gegründet, ist die größte Genossenschaftsbank in Bayern mit rund 300.000 Mitgliedern und 46 Geschäftsstellen in Oberbayern.

Als einzige Bank in Deutschland engagiert sich die Sparda-Bank München für die Gemeinwohl-Ökonomie, die für ein wertebasiertes Wirtschaften plädiert und das Handeln des Unternehmens zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz misst. Weitere Informationen unter www.zum-wohl-aller.de

2018 wurde die Sparda-Bank München zum elften Mal in Folge als bestplatzierter Finanzdienstleister im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ von Great Place To Work Deutschland in der Größenkategorie 501 bis 2.000 Mitarbeiter ausgezeichnet.

Über die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.
Nur wenn Menschen ihr gesamtes Potenzial entfalten, werden sie in der Lage sein, ihr Leben und dadurch die gemeinsame Zukunft von uns allen als Gesellschaft erfolgreich zu gestalten.

Firmenkontakt
Sparda-Bank München eG
Christine Miedl
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Pressemitteilungen

Online-Shopping kann jetzt klimaneutral sein

Online-Shopping kann jetzt klimaneutral sein

UTRECHT – Das Niederländische Startup-Unternehmen CO2ok hat eine Browser-App entwickelt, mit der Menschen klimaneutral in mehr als 20.000 international führenden Webshops einkaufen können. Diese App ist ab heute verfügbar. Die Webshops zahlen eine Kompensation für den CO2 Ausstoß, welcher bei Produktion & Transport des gekauften Produktes entstanden ist. Für den Endverbraucher ist es absolut kostenfrei.

„Während der Produktion und beim Transport Ihres Einkaufs werden Treibhausgase freigesetzt. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die gleiche Menge an Treibhausgas kompensiert wird und nicht in die Atmosphäre gelangt. Damit ist Ihr Einkauf letztendlich klimaneutral „, sagt Milo de Vries, Gründer von CO2ok. Das Start-up aus Utrecht setzt sich für eine nachhaltige Welt und saubere Luft ein.

„Wir berechnen Treibhausgase der Produkte und wandeln diese in eine vergleichbare CO2-Menge um“, erklärt de Vries. „Mit unserer CO2ok Browser App kompensieren Sie Ihre Einkäufe. Diese App kann unter www.CO2ok.ninja (über Chrome oder Firefox) heruntergeladen werden. Dann erscheint die Ninja App automatisch in mehr als 20.000 international führenden Webshops. Alles, was Sie tun müssen, ist vor dem Einkauf auf die CO2ok Box zu klicken. CO2ok unterstützt mit Ihrem Kompensationsbetrag verschiedene Klimaprojekte von Atmosfair und FairClimateFund.“

CO2ok setzt sich für eine nachhaltige Welt und saubere Luft ein.

Kontakt
CO2ok
Jonathan Mueller
Lange Viestraat 2
3511 BK Utrecht
+31618918974
jonathan@co2ok.eco
http://www.co2ok.ninja

Aktuelle Nachrichten

BuchNEUerscheinung „Humanismus 4.0“

(Bonn, November 2018) Wo bleibt der Mensch in einer technologisierten Welt? In der heutigen Zeit gibt es wohl kaum eine existenziellere Frage als diese. Anzeichen dafür, dass wir uns dieser Frage endlich widmen und versuchen müssen, Antworten zu finden, gibt es seit Jahren. Die Zukunftsphilosophin und anerkannte VUCA-Expertin, Melanie Vogel, hat in ihrem vierten Werk diese Frage aufgegriffen – und beantwortet.

Die aktuelle (globale) Problemlage ist herausfordernd: Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung sind nur einige der Themen, mit denen sich die Menschheit beschäftigen muss. Die zunehmende Technologisierung der modernen Gesellschaft prägt darüber hinaus nicht nur das Wirtschaftsleben in Deutschland und weltweit, sondern auch die Art und Weise wie Menschen kommunizieren, zusammenarbeiten und zusammenleben. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir die Art und Weise wir wie leben, arbeiten und miteinander kommunizieren, radikal verändern müssen, damit eine enkeltaugliche Zukunft überhaupt noch möglich ist.

Die Autorin schafft mit ihrem aktuellen Buch „Humanismus 4.0“ die längst überfällige Grundlage und einen richtungsweisenden Debattenbeitrag für einen Wertewandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das „4.0“ resultiert aus drei vorangegangenen Menschenbildern, die sich leider als nicht besonders zukunftsfähig erwiesen haben.

Das Weltbild des Universalmenschen in der Renaissance (Humanismus 1.0) war auf den schöpferischen Aspekt des Menschen fokussiert, mit dem gleichzeitig auch das Ego seinen kometenhaften Aufstieg feierte. Das Ego unterstützt zunächst eigenzentriertes und dann wettbewerbsorientiertes Verhalten, ist jedoch keine gute Grundlage für kooperatives Verhalten.

Der Geist der Aufklärung (Humanismus 2.0) fokussierte sich auf den Menschen als rational denkendes Wesen. Auch dort blieb für Kooperation wenig Platz, denn noch immer ging es darum, die Welt auf der Ebene des Verstandes zu begreifen und sich aus Leibeigenschaften und Abhängigkeiten zu befreien.

Auch der „Homo oeconomicus“ (Humanismus 3.0) unserer Zeit ist auf den Erfolg als nutzenkalkulierender und ökonomisch handelnder Wissensarbeiter getrimmt. In dieser künstlich geformten Leistungsgesellschaft bleibt kein Platz für Kooperation. Im Gegenteil ist unsere Gesellschaft im Augenblick sehr intensiv sogar auf Kampf und Auslese getrimmt – sei es in der Schule, an den Universitäten, im Berufsleben oder im Wettbewerb mit „Kollege Roboter“.

Um die drängenden Fragen der Gegenwart und der Zukunft zu lösen, helfen uns die ersten drei Menschenbilder nicht mehr weiter. Das humanistische Modell der Zukunft (Humanismus 4.0) ist der ganzheitlich denkende, kooperative Mensch. Der „Homo cooperativus“ bringt die Qualität und Fähigkeit zur Weiterentwicklung mit. Er ist in der Lage – wenn es darauf ankommt –, rational denkend Wissen und Kenntnisse neu zu verknüpfen, Fragen zu stellen und kreativ zu sein. Darüber hinaus kann er aber seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten zum Wohle der Menschen einsetzen.

Wie dieser ethischer Wertekodex in der „Arbeitswelt 4.0“ und im Zeitalter von „Industrie 4.0“  gestaltet und wie eine kooperative Humangesellschaft im 21. Jahrhundert aussehen und umgesetzt werden kann, beschreibt die Autorin mit klaren Worten und pragmatischen Lösungsvorschlägen.

Weitere Informationen zum Buch gibt es unter www.humanismus4punkt0.de.
Eine Leseprobe finden Sie unter http://leseprobe.humanismus4punkt0.de.

Über die Autorin:
Melanie Vogel, dreifache Innovationspreisträgerin, ist seit 1998 passionierte Unternehmerin. Als ausgebildeter Innovation-Coach hat sie viel Erfahrung in der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und begleitet bei innovativen Prozessen. Das von ihr entwickelte und preisgekrönte „Futability®-Konzept“ ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Die mehrfache Buchautorin ist außerdem erfolgreiche Initiatorin der women&work (ausgezeichnet mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft), der mit jährlich über 8.000 Besucherinnen zu Europas Leitmesse für Frauen und Karriere zählt. 2017 rief sie den women&work Erfinderinnenpreis ins Leben, der jährlich in 3 Kategorien an zukunftsweisende Erfinderinnen vergeben wird.
www.melanie-vogel.com

Pressekontakt:
AGENTUR ohne NAMEN GmbH
Dürenstraße 3
53173 Bonn
www.AGENTURohneNAMEN.de

Rückfragen und Interview-Anfragen richten Sie bitte an:
Helga König
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@AGENTURohneNAMEN.de
0170 – 936 2807

Energie/Natur/Umwelt

Taiwans Umweltminister: Klimawandel – Eine globale Herausforderung erfordert eine globale Antwort

Der anhaltende Anstieg der Treibhausgasemissionen auf der ganzen Welt hat zu ungewöhnlichen und extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, Dürrezeiten und katastrophalen sintflutartigen Regenfällen geführt. Diese Ereignisse sind nicht mehr nur abstrakte Zukunftsszenarien, sondern geschehen heute in allen Teilen der Welt.

Die Durchschnittstemperaturen der letzten zwei Jahre in Taiwan waren die höchsten seit 100 Jahren. Seit 2017 sind die Niederschläge deutlich zurückgegangen, was sich auf die taiwanische Wasserkrafterzeugung auswirkt. Tatsächlich haben diese jüngsten Entwicklungen erhebliche Auswirkungen und stellen eine große Bedrohung dar.

Als Mitglied des globalen Dorfes und im Einklang mit dem Pariser Abkommen hat Taiwan alle Beteiligten aktiv ermutigt, ihren Teil dazu beizutragen und die Bemühungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu verstärken. Taiwan hat das Gesetz zur Emissionsreduzierung und zum Management von Treibhausgasen verabschiedet, in dem Fünf-Jahres-Ziele zur CO2-Reduktion formuliert werden. Taiwan hat auch die Nationalen Leitlinien für Klimaschutzmaßnahmen erstellt und den Aktionsplan zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen umgesetzt, der sich an sechs wichtige Sektoren richtet: Energie, Fertigung, Verkehr, Wohn- und Geschäftsentwicklung, Landwirtschaft und Umweltmanagement. Durch die Festlegung von Emissionshöchstgrenzen, die Förderung von umweltfreundlichen Finanzierungsinitiativen, die Pflege lokaler Talentpools und Bildungseinrichtungen, die Förderung der Zusammenarbeit zwischen der Zentralregierung und kommunalen Verwaltungen sowie zwischen verschiedenen Branchen und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit will Taiwan seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf weniger als 50 Prozent des Niveaus aus dem Jahr 2005 senken.

Fast 90 Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen in Taiwan stammen aus der Kraftstoffverbrennung. Die Regierung ist bestrebt, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieerzeugung bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent und den Anteil der mit Erdgas erzeugten Energie auf 50 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig reduziert Taiwan allmählich seine Abhängigkeit von Kohle, legt ältere Kohlekraftwerke still und stattet die verbleibenden mit hocheffizienten, extrem sensiblen Einheiten aus, die weniger Verschmutzung verursachen. Die Regierung investiert auch in andere Anlagen und Technologien, die zur Verringerung der Umweltverschmutzung beitragen können, indem sie Subventionen anbietet, um Menschen zu motivieren, ältere Fahrzeuge zu ersetzen bzw. Elektrofahrzeuge zu bevorzugen. Anfang 2018 wurde Taiwans Luftreinhaltegesetz geändert, mit strengeren Maßnahmen zur Eindämmung der Luftverschmutzung und zur Beschleunigung des Energiewandels.

Taiwans Energiepolitik wird unter Berücksichtigung von vier Kernbereichen gefördert: Energiesicherheit, grüne Ökonomie, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. Darüber hinaus arbeitet Taiwan an einer Studie zur Energiewende und fördert die Beteiligung und den Input der Öffentlichkeit während dieses Prozesses. Sie setzt auch wichtige Aktionspläne im Rahmen der Leitlinien für Energieentwicklung um, um einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energieentwicklung zu vollziehen.

Taiwan hat in den letzten zwei Jahrzehnten bereits bedeutende Fortschritte beim Recycling und der Wiederverwendung von Ressourcen gemacht. Im Jahr 2017 betrug Taiwans Ressourcen-Rückgewinnungsrate 52,5 Prozent, eine Quote, die nur von Deutschland und Österreich übertroffen wurde. Die Recyclingquote von Kunststoffflaschen lag in Taiwan 2017 bei 95 Prozent. Und während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 trug etwa die Hälfte der 32 Mannschaften Trikots, die aus recycelten Flaschen aus Taiwan hergestellt wurden.

Mit Blick auf die Zukunft wird Taiwan weiterhin die technologische Forschung und Entwicklung sowie Innovation stärken, um das Recycling zu unterstützen und gleichzeitig integrierte industrielle Wertschöpfungsketten aufzubauen. Ziel ist es, eine Situation zu erreichen, in der es keinen Abfall gibt und alles, was recycelt werden kann, recycelt wird. Taiwan ist mehr als bereit, seine Technologien und Erfahrungen mit der internationalen Gemeinschaft zu teilen.

Quelle: Umweltminister Dr. Lee Ying-yuan, Taiwanisches Ministerium für Umweltschutz