Tag Archives: Krankmeldung

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Ratgeberthema Arbeitsrecht: Hochkonjunktur für Krankmeldungen

Im Februar melden sich jährlich am meisten Arbeitnehmer krank. Was passiert mit dem Skiurlaub, wenn es einen da erwischt? Und wann darf ich auch mit Krankenschein arbeiten?
Anwälte geben unerwartete Anworten zu Fragen rund um die Krankmeldung.

 
Presseinformation
Ratgeber / Recht / Arbeit

Hochkonjunktur für Krankmeldungen – wie es richtig geht

Im Februar melden sich jährlich am meisten Arbeitnehmer krank. Was passiert mit dem Skiurlaub, wenn es einen da erwischt? Und wann darf ich auch mit Krankenschein arbeiten?
Unerwartete Antworten von Experten rund um die Krankmeldung.

Köln, 16. Januar 2019 – Deutlich häufiger als in den Sommermonaten beanspruchen Arbeitnehmer zwischen Oktober und März die Möglichkeit, sich zuhause auszukurieren. Laut Statistiken der gesetzlichen Krankenkassen nehmen Chefs im Februar die meisten gelben Scheine entgegen. Doch was, wenn der Mitarbeiter immer nur freitags Schnupfen hat? Anwälte für Arbeitsrecht klären auf, was bei Krankmeldungen zu beachten ist.

 Wenn ich mich krank fühle, darf ich zuhause bleiben. Richtig?

So einfach ist das leider nicht. Zunächst einmal muss man den Arbeitgeber natürlich informieren, und zwar zu Beginn des Arbeitstages, wie der Münchener Rechtsanwalt Florian Wehner ( https://www.kanzleiwehner.de/rechtsgebiete/arbeitsrecht/ ) erläutert. Und dann kommt es darauf an, wie stark einen die Krankheit in der Ausführung seiner Aufgaben beeinträchtigt. Ein gebrochener Finger zum Beispiel muss für jemanden, der einer rein geistigen Arbeit nachgeht, nicht unbedingt eine Einschränkung sein. Und, so Wehner: „Unter Umständen muss man auch per Telefon oder Email erreichbar bleiben, obwohl man zuhause bleibt. Das kann bei Führungskräften und Menschen in wichtigen Positionen der Fall sein, wenn es zumutbar ist, und ist dann eine Frage der Treuepflichten im Arbeitsvertrag.“

 Kann ich mich per E-Mail krankmelden?

Das hängt davon ab, ob der Arbeitgeber seine Mails regelmäßig liest. „Man muss die Gewissheit haben, dass die Krankmeldung den Arbeitgeber rechtzeitig erreicht“, erklärt Dr. Ulrich Hallermann – Fachanwalt für Arbeitsrecht in Mainz und Worms ( https://www.kanzlei-hallermann.de/arbeitsrecht/ ). „E-Mail oder vielleicht WhatsApp – entscheidend ist, welches die gängige Kommunikationsmethode mit der zuständigen Person ist.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, dass seine Meldung ankommt, sollte die zuständige Person am besten anrufen und um eine kurze schriftliche Bestätigung per Mail bitten.

Brauche ich den Krankenschein wirklich erst am dritten Tag?

Keiner setzt sich gerne ins Wartezimmer, nur um sich einen Krankenschein zu besorgen. Zwei Tage zuhause bleiben ohne Attest ist da okay, denken viele Arbeitnehmer. Doch ganz so einfach ist es nicht, warnt Tim Fink, Rechtsanwalt in Hamburg und Bremen ( https://www.die-kuendigungsschutzkanzlei.de ): „Grundsätzlich gilt, dass man eine Arbeitsunfähigkeit, die länger als 3 Tage andauert, spätestens an dem darauf folgenden Tag per Attest nachweisen muss.“ Tatsächlich kann der Chef aber als generelle Regelung auch schon ab dem ersten Tag eine Bescheinigung verlangen – unabhängig davon, ob der Verdacht einer vorgetäuschten Erkrankung besteht. „Der Arbeitgeber muss es nicht begründen, wenn er ein Attest vor dem vierten Krankheitstag haben möchte“, so Anwalt Fink.“ Allerdings können in einem Arbeits- oder Tarifvertrag oder mit dem Betriebsrat dazu andere Regelungen getroffen werden.

 
Muss ich meinem Arbeitgeber sagen, was ich habe?

Die Krankheit geht den Arbeitgeber nichts an, auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt steht deshalb auch keine Diagnose. Arbeitsrechtsexperte Ulrich Hallermann weist darauf hin, dass es wichtig ist, die voraussichtliche Dauer der Krankheit anzugeben. Ein Attest legitimiert jedoch keine zusätzlichen Urlaubstage: Wer eine Krankschreibung für zwei Wochen vorgelegt hat, aber nach einer schon wieder fit ist, muss trotz Krankenschein zur Arbeit zurückkehren. Und falls der Arbeitgeber begründete Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit hat, kann er übrigens den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen beauftragen, den Arbeitnehmer zu untersuchen.

Kann ein Arbeitnehmer wegen oder während einer Krankheit gekündigt werden?
  
Krank im Urlaub – darf ich die Tage dranhängen?
Auf keinen Fall! Im Urlaub krank zu werden ist ärgerlich, berechtigt einen jedoch nicht dazu, den Urlaub eigenmächtig zu verlängern. „Damit die Urlaubstage jedoch nicht verfallen, sollte man die Krankheit bereits am ersten Tag seinem Arbeitgeber melden und für alle Krankheitstage ein Attest vorlegen. Denn nur die vom Arzt bescheinigten Tage können zu einem anderen Zeitpunkt als beantragter Urlaub nachgeholt werden“, rät Rechtsanwalt Florian Wehner. Pech hat allerdings, wer Überstunden abfeiert und währenddessen krank wird, denn diese freie Zeit lässt sich nicht noch einmal beantragen. Und was passiert mit dem Urlaub bei einer längeren Krankheit? Die Antwort dazu und mehr zu Krankheit im Urlaub unter: https://www.kanzleiwehner.de/2017/01/krank-im-urlaub-urlaubstage-retten/

 

Schule oder Kindergarten rufen an, weil mein Kind krank ist. Darf ich einfach gehen?

Hier greifen Regelungen über die sogenannten „elterlichen Fürsorgepflichten“, die einem Arbeitnehmer erlauben, den Arbeitsplatz kurzfristig zu verlassen, wenn das Kind erkrankt. Allerdings muss man den Arbeitgeber darüber informieren. Der Spezialist für Kündigungsschutz, Tim Fink: „Der Chef hat in dem Fall auch das Recht, den Grund des kurzfristigen Verlassens des Arbeitsplatzes zu erfahren. Für das entschuldigte Fernbleiben benötigen Arbeitnehmer dann ein ärztliches Attest über die Betreuungsbedürftigkeit des Kindes.“ In der Regel stehen einem zehn Tage im Jahr zur Betreuung kranker Kinder zu, in denen man freigestellt werden kann.

Weiterführende Infos zu Fragen im Arbeitsrechtrund um Krankmeldung und Arbeitsrecht:
https://www.kanzlei-hallermann.de/arbeitsrecht/
https://www.kanzleiwehner.de/rechtsgebiete/arbeitsrecht/
https://www.die-kuendigungsschutzkanzlei.de

Die Experten:
Rechtsanwalt Tim Fink – Die Kündigungsschutzkanzlei Hamburg/Bremen ( https://www.die-kuendigungsschutzkanzlei.de )
Rechtsanwalt Florian Wehner – München ( https://www.kanzleiwehner.de )
Rechtsanwalt Dr. Ulrich Hallermann – Fachanwalt für Arbeitsrecht in Mainz und Worms ( https://www.kanzlei-hallermann.de )

 

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Krankheit des Arbeitnehmers – die häufigsten Fehler

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Krankheit des Arbeitnehmers - die häufigsten Fehler

Arbeitsrecht

Krankheit nicht gleich Arbeitsunfähigkeit: In diesem Zusammenhang ist eigentlich schon der Begriff der Krankheit problematisch. Arbeitsrechtlich gesehen spricht von der Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers. Wem die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde, der ist nicht verpflichtet, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen. Das muss nicht zwingend bei einer Krankheit der Fall sein. Ob eine Krankheit auch die Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat, ist jeweils abhängig von der Art der Erkrankung sowie der Tätigkeit. Der Arzt stellt dementsprechend auch keine Krankheitsbescheinigung, sondern eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus.

Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Im praktischen Umgang mit dem Thema Arbeitsunfähigkeit müssen Arbeitnehmer zudem unterscheiden zwischen der entsprechenden Bescheinigung bzw. der Frage, wann diese an den Arbeitgeber geleitet werden muss, und der Meldung beim Arbeitgeber.

Sofortige Arbeitsunfähigkeitsmeldung: Dass man arbeitsunfähig ist und deshalb nicht zur Arbeit kommen kann, muss man dem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen. Am besten ist es, direkt am Morgen noch vor Arbeitsbeginn anzurufen oder eine E-Mail zu schicken und den Arbeitgeber zu informieren.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an Arbeitgeber: Von der beschrieben Pflicht zur Mitteilung zu unterscheiden ist die Frage, wann Arbeitnehmer eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Arbeitgeber vorlegen müssen. Nach § 5 Abs. 1 Satz 2 EntgFG hat das spätestens an dem Tag zu erfolgen, der auf den dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit folgt. Das gilt allerdings auch nur, sofern nicht im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem anwendbaren Tarifvertrag etwas anderes vereinbart ist. Man sollte sich also immer vergewissern, ob nicht doch eine kürzere als die gesetzliche Frist in diesem Zusammenhang gilt.

Besondere Vorsicht bei drohender Kündigung: Wenn man als Arbeitnehmer schon weiß, dass man auf der Abschussliste steht (z.B. wegen früherer Verfehlungen), sollte man besonders genau darauf achten, die beschriebenen Vorgaben einzuhalten. Das bedeutet insbesondere für die Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, dass man auch deren Zugang beim Arbeitgeber beweisen können sollte. Deshalb empfiehlt es sich zur Wahrung der Frist zunächst die AU-Bescheinigung einzuscannen und per Mail zu schicken und diese dann zusätzlich persönlich oder, wenn das nicht möglich sein sollte, durch einen Boten (jeder beliebige Familienangehörige, Freund etc.) vorbeizubringen bzw. übermitteln zu lassen.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

14.9.2017

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„Dürfen Eltern schulfrei geben?“ – Verbraucherfrage der Woche des D.A.S. Leistungsservice

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Miriam K. aus Bottrop:
Wir wollen dieses Jahr nach Neuseeland fliegen. Der günstigste Flug startet zwei Tage vor Ferienbeginn. Kann ich meine Kinder an diesen zwei Tagen von der Schule abmelden – vielleicht mit einem der online erhältlichen Musterbriefe? Was kann passieren, wenn ich die Kinder einfach krankmelde?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Eine Beurlaubung vom Unterricht ist nur aus wichtigen Gründen möglich. Was ein wichtiger Grund ist, entscheidet die Schule. Anerkannt sind etwa bedeutende Familienfeiern, Beerdigungen oder Sportwettkämpfe. Die Verlängerung der Ferien – um zum Beispiel günstigere Flugtickets zu bekommen – ist in der Regel nicht als wichtiger Grund anerkannt. Mehr noch: Die Vorschriften mancher Bundesländer untersagen sogar ausdrücklich, Schüler aus diesem Grund zu beurlauben. Da hilft auch kein Musterbrief aus dem Internet. Eltern sollten sich daher rechtzeitig vor der Urlaubsplanung erkundigen, wie ihr Bundesland und die Schule ihrer Kinder dieses Thema handhabt. Die Kinder eigenmächtig nicht zur Schule zu schicken oder ihnen eine Entschuldigung wegen einer vorgeschobenen Krankheit zu schreiben, bedeutet, die Schulpflicht zu verletzen. Das ist eine Ordnungswidrigkeit, die ein Bußgeld zur Folge haben kann.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 901

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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch noch nach sechs Wochen erforderlich?

Ein Interview von Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch noch nach sechs Wochen erforderlich?

Arbeitsrecht

Maximilian Renger:

Wieder mal hat uns die Nachfrage eines Zuschauers auf YouTube erreicht. Es geht um die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und die Frage, ob man eine solche auch noch nach sechs Wochen an den Arbeitgeber senden muss. Wie sieht es aus?

Fachanwalt Bredereck:

Die Frage kommt relativ häufig von Arbeitnehmern, weil das Problem auch immer wieder auftritt. Nach sechs Wochen gibt es keine Entgeltfortzahlung mehr vom Arbeitgeber, sondern in der Regel Krankengeld von der Krankenkasse. Diese informiert dann den Arbeitgeber über die andauernde Arbeitsunfähigkeit.

Maximilian Renger:

Dann müsste doch aber eigentlich die Mitteilung der Krankenkasse ausreichend sein oder?

Fachanwalt Bredereck:

Der Gedanke liegt natürlich nahe zu sagen, warum sollte man noch eine zusätzliche Bescheinigung einholen müssen und übersenden, wenn die Krankenkasse diese Mitteilung übernimmt. Trotzdem steht in vielen Arbeitsverträgen, dass Arbeitnehmer genau das tun sollen. Ich würde deshalb immer empfehlen, dem Arbeitgeber im Zweifel die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung lieber zu schicken.

Maximilian Renger:

Was droht denn, wenn man das nicht tut?

Fachanwalt Bredereck:

Ich bin der Ansicht, dass der Arbeitgeber eigentlich keine Sanktionen wie Abmahnung oder gar Kündigung darauf stützen kann, wenn der Arbeitnehmer ihm die Bescheinigung nicht zukommen lässt. Ich sehe dabei kein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers tangiert. Das kann man aber auch anders sehen und es gibt auch Urteile, wonach der Arbeitgeber auch noch nach sechs Wochen einen Anspruch auf die Bescheinigung hat. Deshalb würde ich dem im Zweifel also nachkommen, ganz besonders dann, wenn es zuvor etwa schon Abmahnungen des Arbeitgebers gegeben hat und man als Arbeitnehmer den Eindruck hat, der Arbeitgeber würde einen möglichst gerne loswerden. Hier würde ich immer darauf aus sein, jegliches Risiko zu vermeiden, zumal sich der Aufwand bei der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch in überschaubaren Grenzen hält.

Maximilian Renger:

Alles klar, vielen Dank.

10.4.2017

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Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal „Fernsehanwalt“ werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

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Krankmeldung und Krankschreibung – was müssen Arbeitnehmer beachten?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin und Essen.

Krankmeldung und Krankschreibung - was müssen Arbeitnehmer beachten?

Arbeitsrecht

Krankmeldung nicht vergessen

Im Falle einer Krankheit denken viele Arbeitnehmer direkt an die Krankschreibung bzw. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und wann sie dem Arbeitgeber eine solche zukommen lassen müssen. Was man aber nicht vergessen darf: Man muss sich beim Arbeitgeber auch krank melden und zwar unverzüglich. Unverzüglich bedeutet ohne schuldhaftes Zögern. Wer also morgens merkt, dass er krank ist und nicht zur Arbeit gehen kann, muss dem Arbeitgeber dies noch vor Dienstbeginn mitteilen.

Krankmeldung per Anruf oder E-Mail

Zu diesem Zweck kann man den Arbeitgeber anrufen. Wenn man ihn nicht erreicht, empfiehlt es sich, direkt eine E-Mail zu schicken. Um ganz sicher zu gehen – vor allem in Fällen, in denen es bereits Streit mit dem Arbeitgeber oder vielleicht sogar eine Abmahnung gab -, macht man am besten beides.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt senden

Darüber hinaus muss man dem Arbeitgeber eine Bescheinigung vom Arzt zusenden, die die Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Gesetzlich ist man dazu nach drei Tagen verpflichtet, der Arbeitgeber kann eine solche Krankschreibung aber auch schon am ersten Tag verlangen, wenn das so im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Meine Empfehlung für eine sichere Zustellung: Man fotografiert die Bescheinigung, schickt sie vom Handy aus per Mail bzw. scannt sie ein und schickt sie so an den Arbeitgeber und lässt sie diesem gleichzeitig auch noch einmal per Post zukommen.

Krankschreibung auch noch nach sechs Wochen Krankheit?

Immer wieder taucht zudem die Frage auf, ob man dem Arbeitgeber auch nach sechs Wochen andauernder gleicher Krankheit eine Krankschreibung schicken muss. Hintergrund ist folgender: Nach sechs Wochen muss der Arbeitgeber in der Regel keine Entgeltfortzahlungen mehr leisten. Dann bezieht der Arbeitnehmer Krankengeld von der Krankenkasse, die dann eine entsprechende Bestätigung an den Arbeitgeber schickt. Das reicht auch den meisten Arbeitgebern aus. Doch auch hier gilt: wenn es schon Streit mit dem Arbeitgeber gibt, sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und auch noch einmal eine Bescheinigung vom Arzt einholen. Sofern dieser keine mehr ausstellen will, empfiehlt es sich dann, den Arbeitgeber darüber zu informieren und auf die entsprechende Meldung durch die Krankenkasse zu verweisen.

19.9.2016

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Burnout: Wenn Arbeit langfristig krank macht

ARAG Experten über langwierige Krankschreibungen und berufliche Konsequenzen

Burnout: Wenn Arbeit langfristig krank macht

Ausgebrannt: emotionale Erschöpfung, das Gefühl von Überforderung, reduzierte Leistungsfähigkeit, Depressionen. Das Burnout-Syndrom ist mittlerweile eine anerkannte Krankheit und führt oft zu langen Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Wie aber müssen sich Arbeitnehmer im Fall einer Erkrankung gegenüber ihrem Arbeitgeber verhalten? Und welche Folgen hat eine Langzeiterkrankung neben den gesundheitlichen und persönlichen Herausforderungen auch für Job und Gehalt? Darüber informieren ARAG Experten.
Mitteilungspflicht, wenn ein Burnout erkannt wird
Welche Mitteilungspflichten der erkrankte Arbeitnehmer hat, bestimmt § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgFG). Danach muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich über seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer in Kenntnis setzen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, muss er dem Arbeitgeber spätestens am nächsten Arbeitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Der Arbeitgeber kann die Vorlage der Bescheinigung allerdings auch früher verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, muss eine neue ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden. Woran er erkrankt ist, muss der Arbeitnehmer seinem Chef dagegen nicht mitteilen. Auch das ärztliche Attest muss keine Angaben hierzu machen. Ob der Arbeitnehmer seine Burnout-Erkrankung öffentlich macht, bleibt ihm daher selbst überlassen. Doch wie erkennt der Betroffene die ersten Anzeichen eines Burnouts? Zu den vordergründigen Beschwerden gehören laut den Fachmedizinern der auf die Erkennung und Behandlung von Burnout spezialisierten Gezeiten-Haus-Klinik in Bonn Herz- und Kreislaufprobleme, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, funktionelle Magen-Darm- Beschwerden, gehäufte Infekte, chronische Schmerzen, Tinnitus, Angststörung, Erschöpfung und Depression. Die Spezialisten bieten auch einen wissenschaftlich fundierten Burnout-Test an.

Entgeltfortzahlung und Krankengeld
Sofern die Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig angezeigt wurde, wird das Gehalt des Arbeitnehmers nach § 3 EntgFG bis zur Dauer von sechs Wochen vom Arbeitgeber weitergezahlt. Die Höhe der Entgeltfortzahlung richtet sich nach dem regelmäßigen Gehalt ohne Überstundenvergütung. Eine davon abweichende Berechnung kann sich aus einem anwendbaren Tarifvertrag ergeben. Der Anspruch aus § 3 EntgFG entsteht bei jeder Arbeitsunfähigkeit neu. Besonderheiten gelten allerdings, wenn der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig wird: Ein neuer Anspruch auf eine sechswöchige Entgeltfortzahlung entsteht nur, wenn zwischen den beiden Erkrankungen mehr als sechs Monate liegen. Ist das nicht der Fall, endet die Entgeltfortzahlung, wenn die sechs Wochen überschritten werden – egal, ob durch die erstmalige oder die folgende Arbeitsunfähigkeit. Eine erneute Pflicht zur Entgeltfortzahlung beginnt in diesem Fall erst dann wieder, wenn seit der ersten Erkrankung eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist. Schuldet der Arbeitgeber keine Fortzahlung der Arbeitsvergütung mehr, hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Krankengeld, sofern er gesetzlich krankenversichert ist. Privatversicherte erhalten Krankengeld nur dann, wenn sie dies mitversichert haben. Das (gesetzliche) Krankengeld beträgt 70 Prozent des letzten regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt. Überstunden werden bei der Berechnung nur berücksichtigt, wenn sie regelmäßig, d.h. über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten gezahlt worden sind. Das Krankengeld ist nach oben begrenzt auf 90 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens. Die Höchstbezugsdauer beträgt wegen derselben Krankheit 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Sind die 78 Wochen ausgeschöpft, entsteht ein neuer Anspruch wegen dieser Krankheit erst mit Beginn eines neuen Drei-Jahres-Zeitraums. Außerdem muss der Arbeitnehmer in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate erwerbstätig gewesen sein. Nähere Informationen zum Krankengeld erhalten gesetzlich versicherte Arbeitnehmer bei ihrer Krankenkasse. Die Höhe des privat versicherten Krankengeldes ergibt sich aus dem Inhalt des Versicherungsvertrages.

Personenbedingte Kündigung
Fällt der Arbeitnehmer längere Zeit wegen Krankheit aus, kann das seinen Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen zu einer so genannten personenbedingten Kündigung berechtigen. So ist eine Kündigung zulässig, wenn die Arbeitsunfähigkeit zum Zeitpunkt ihres Zugangs noch andauert. Außerdem muss eine negative Prognose hinsichtlich des voraussichtlichen Gesundheitszustands des Arbeitnehmers vorliegen. Laut ARAG Experten heißt das: Wird der Arbeitnehmer in absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig sein, kann er nicht krankheitsbedingt gekündigt werden. Weiter müssen die betrieblichen Interessen aufgrund der negativen Prognose erheblich beeinträchtigt sein. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass eine Kündigung immer nur „ultima ratio“ sein darf. Der Arbeitgeber muss also zunächst versuchen, eine Kündigung durch Überbrückungsmaßnahmen zu vermeiden. Das kann z.B. eine personelle Umorganisation oder die befristete Einstellung einer Ersatzkraft sein. Allerdings hat es die Rechtsprechung dem Arbeitgeber in den vergangenen Jahren leichter gemacht, eine erhebliche Beeinträchtigung seiner Interessen zu begründen. Das Bundesarbeitsgericht hat nämlich geurteilt, dass es ausreichen soll, wenn der Arbeitnehmer ausweislich eines ärztlichen Gutachtens in den nächsten 24 Monaten nach Ausspruch der Kündigung voraussichtlich nicht wieder arbeitsfähig sein wird (BAG, Az.: 2 AZR 148/01). Allerdings muss eine Interessenabwägung dazu führen, dass der Arbeitgeber die betrieblichen Beeinträchtigungen nicht mehr hinnehmen muss. Gegen eine Kündigung könnte z.B. sprechen, dass das Arbeitsverhältnis lange bestanden hat und der Arbeitnehmer vorher nur selten krank war. Daneben können u.a. auch das Alter oder der Familienstand des Betroffenen eine Rolle spielen.

Download des Textes:
http://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in 14 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

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Krankmeldepflicht des Arbeitnehmers

Rechte und Pflichten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden durch Arbeitsverträge und dem Arbeitsrecht geregelt.

Krankmeldepflicht des Arbeitnehmers

Atlanticlux Lebensversicherung S.A., Niederlassung Saarbrücken

Das individuelle und kollektive Arbeitsrecht wird hierbei nochmals unterschieden, so der Referent, Rechtsexperte zum Arbeitsrecht. In den Bereich Arbeitsrecht gehören alle rechtlichen Fragen im Zusammenhang Arbeitsplatz, Arbeitssituation, Ansprüche und Verpflichtungen gegenüber dem Arbeitgeber. Atlanticlux Niederlassungsleiter Hendrik Lehmann weist auf den Themenkreis von Arbeitsgeber- und Arbeitnehmervertretungen in der Unternehmensbranche hin. Welche Regelungen bei der Atlanticlux mithilfe von Tarifverträgen oder auch Betriebsvereinbarungen getroffen werden. „Gute Regelungen fördern ein gutes Betriebsklima, Probleme einzelner Arbeitnehmer können oftmals durch ein Gespräch geklärt werden“, so Niederlassungsleiter der Atlanticlux, Hendrik Lehmann .

Wie verhalte ich mich bei Krankheit richtig?

„Das kennen wir ja alle: Am Montag klingelt der Wecker und wir wollen aufstehen, um zur Arbeit zu gehen. Schon im Bad bemerken wir, dass uns nicht gut ist. Der Kopf glüht, die Augen tränen und die Nase läuft. Wir sind heute nicht in der Lage zur Arbeit zu gehen. Vielleicht schaffen wir es gerade noch einen Kollegen anzurufen, um ihm zu sagen, dass man heute wegen Krankheit nicht zur Arbeit kommen könne, um sich danach erschöpft wieder ins Bett zu legen“, so der Arbeitsrechtexperte. Aber reicht das aus? Nein, denn der Vorgesetzte muss auf jeden Fall von der Krankheit in Kenntnis gesetzt werden. Um diese Meldepflicht ist der Arbeitnehmer verpflichtet und es reicht daher nicht aus, nur dem Kollegen Bescheid zu geben. Daher besser gleich dem Vorgesetzen anrufen oder darum bitten es diesem weiter zu leiten.

Damit regelt der Arbeitgeber auch die Dauer der Krankmeldepflicht. Denn wer länger als 3 Kalendertage krank ist, muss dem Arbeitgeber eine Krankmeldung vom Arzt unverzüglich, spätestens jedoch am nächsten 4.Tag, vorlegen. Dies ist im Entgeldfortzahlungsgesetz (EntFG) klar geregelt.

Die Regelung wirft aber auch die Frage auf: Kann ich bei einem Feiertag dann erst ab dem 5. Kalendertag die Krankmeldung abgeben? Da ja am Feiertag sowieso niemand bei der Arbeit ist. Dies hat der Arbeitnehmer vorab mit seiner Geschäftsstelle zu klären. Denn grundsätzlich gilt auch der Feiertag als Kalendertag.

Wer Sorge hat bei Krankheit keinen Lohn zu erhalten, findet auch im Entgeldfortzahungsgesetz eine klare Regelung. Nach §3 Abs.1 hat demnach der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Weiterzahlung seines Lohnes durch den Arbeitgeber für die Zeit bis zu sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit, wenn der Arbeitnehmer unverschuldet krank ist. Bei längerer Krankheit bedarf es einer erneuten Begründung und Prüfung, die gesetzlich geregelt ist.

Die Entgeldfortzahlung gilt im Krankheitsfall für Beschäftigte, die ununterbrochen seit mindestens vier Wochen beschäftigt sind.

Weitere Beispiele hierzu wurden mit den Altanticlux Mitarbeitern und Unternehmensverantwortlichen diskutiert. Das Thema Auskunftsrecht bei Krankheit von Mitarbeitern oder deren Familienangehörigen wurde eingehend erörtert. Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, eine Abmahnung oder Kündigung auszusprechen, wenn der Arbeitnehmer den Arzt nicht von der Schweigepflicht entbindet. Geregelt ist auch, so der Arbeitsrechtsexperte, dass die zuständige Krankenkasse des Arbeitsnehmers nicht berechtigt ist, Anfragen des Arbeitgebers mit Bezug auf die Art der Erkrankung seines Mitarbeiters zu beantworten. Die Krankenkasse darf jedoch mitteilen, ob die Fortdauer einer Arbeitsunfähigkeit oder eine erneute Arbeitsunfähigkeit auf derselben Krankheit beruht.

V.i.S.d.P.:

Hendrik Lehmann
Niederlassungsleiter

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Gegründet im Oktober 1987, nahm die ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A. ihren Geschäftsbetrieb im Bereich der klassischen Kapital-Lebensversicherung auf. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Großherzogtum Luxemburg und eine Niederlassung in Saarbrücken. Die Atlanticlux hat die Entwicklung von innovativen Produkten zum nachhaltigen Vermögensaufbau in den Mittelpunkt der Aufgaben gestellt. Die ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A. ist spezialisierter Partner für private Altersvorsorge. Die PREMIUM SELECT LUX S.A. übernimmt die Verwaltung institutioneller Gelder externer Unternehmen. Sowohl die tägliche Analyse der globalen Kapitalmärkte, als auch die Umsetzung im Rahmen der Anlagestrategien der ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A., fallen in den Aufgabenbereich der PREMIUM SELECT LUX S.A. Weitere Informationen unter: www.atlanticlux.de

Kontakt
ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A.
Hendrik Lehmann
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Mitarbeiter weg, Jahresurlaub noch da: Blaumachen hat im Sommer Hochsaison

Fingierte Krankschreibungen im Urlaub belasten Unternehmen – und sind schwer aufzudecken: Tipps vom Experten

Mitarbeiter weg, Jahresurlaub noch da: Blaumachen hat im Sommer Hochsaison

Urlaub ist etwas Wunderbares, aber regelmäßig viel zu schnell vorbei. Ein scheinbar cleverer Trick, damit sich das Urlaubskonto weniger schnell leert, ist eine vorgetäuschte Erkrankung: Wer ein paar Tage Grippe vortäuscht, bekommt die Urlaubstage nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz wieder gutgeschrieben. So einfach, so schlecht – denn auch diese besonders schwer nachweisbare Variante des Lohnfortzahlungsbetrugs ist eine Straftat, die ehrliche Mitarbeiter benachteiligt und das Unternehmen sowie die Allgemeinheit wirtschaftlich schädigt. Wie Arbeitgeber deshalb mit einem begründeten Verdacht umgehen sollten und wie sie sich vor Blaumachern im Urlaub schützen können, weiß Jochen Meismann, Geschäftsführer der Detektei A Plus, aus jahrelanger Erfahrung.

Es ist ausgesprochen ärgerlich, wenn eine Erkrankung die Urlaubspläne zunichte macht. Immerhin aber gehen die freien Tage, an denen ein Arbeitnehmer das Bett hüten muss, nicht verloren. „Praktisch ist es so, dass der Urlaub mit der Krankschreibung endet. Anders gesagt: Wer sich gleich ein Attest besorgt, kann die Tage später nachholen“, erklärt Jochen Meismann von der Detektei A Plus. Diese Regelung empfinden manche Mitarbeiter als Einladung, ihr Urlaubskonto durch eine fingierte Krankschreibung aufzubessern. Ein Unrechtsbewusstsein fehlt den Blaumachern meist: Wie eine Umfrage kurz vor der WM ergab, wollten allein während der Fußball-Weltmeisterschaft rund 1,4 Millionen Arbeitnehmer vorsätzlich krankfeiern. Im Schnitt planten sie, zwei Tage blauzumachen. Dies entspricht einem wirtschaftlichen Schaden von rund einer halben Milliarde Euro – und kann sogar strafrechtlich relevant sein. „Wenn der Arbeitgeber eine vorgetäuschte Krankmeldung nachweisen kann, darf er dem Schwindler sofort fristlos kündigen“, erklärt Jochen Meismann. „Der Knackpunkt ist nur, dass gerichtsfeste Beweise ohne professionelle Hilfe meist schwer beizubringen sind.“

Wer die Täuschung nicht ahndet, öffnet Betrügern Tür und Tor
Die Beweislast liegt nämlich auf Seiten des Unternehmens. Doch dies ist noch lange kein Grund, Blaumachern freie Bahn zu lassen, meint der Chef der Detektei A Plus: „Falsche Krankschreibungen führen zu erheblichen finanziellen Schäden. Wer die Täuschung nicht ahndet, öffnet weiteren Fällen von Betrug Tür und Tor. “ Wichtig ist zunächst darauf zu achten, dass der Mitarbeiter seine Pflichten erfüllt: Wer im Urlaub erkrankt, muss den Arbeitgeber sofort und auf dem schnellst möglichen Weg von der Krankheit und ihrer voraussichtlichen Dauer unterrichten. Er sollte auch eine Kontaktadresse am Ferienort hinterlassen. Ab dem vierten Tag ist er verpflichtet, ein Attest einzureichen – er kann es aus dem Urlaub faxen oder mailen. „Der Arbeitgeber hat sogar das Recht, ab dem ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu fordern“, sagt Jochen Meismann: „Wenn Zweifel bestehen, sollte er diese Möglichkeit durchaus ausschöpfen.“ Ein Verdacht wäre etwa berechtigt, wenn der Mitarbeiter auch sonst auffallend oft fehlt, vor allem am Anfang oder Ende der Arbeitswoche. Auch bei widersprüchlichen Details, rückdatierten Attesten oder einem vorangegangenen innerbetrieblichen Konflikt sollten Arbeitgeber hellhörig werden.

Angeblich Kranke, die sich am Strand vergnügen
Ein Problem für den Chef ist oft: Als Laie fehlen ihm die Mittel, die Angaben auf dem Attest zu überprüfen. „In den Ferien lassen sich Angestellte besonders leicht dazu verleiten, Extra-Freizeit zu erschwindeln“, weiß der Chef-Ermittler, „denn viele Täter fühlen sich fernab ihres Wohnorts unbehelligt.“ Generell gilt: Wer sich bei Aktivitäten erwischen lässt, die seiner Arbeitsunfähigkeit widersprechen, riskiert die Kündigung. Ein effektives Mittel, um Betrügern das Handwerk zu legen, ist daher ein fachgerechter Observationseinsatz. Hierbei beobachten Detektive den Mitarbeiter diskret, um zu ermitteln, wie plausibel seine Krankmeldung ist. „Ein bundesweit agierender Dienstleister ist ohne Weiteres in der Lage, den Urlauber auch in den Alpen oder an der Ostsee zu observieren. Auch im Ausland sind unsere Detektive regelmäßig tätig, um Blaumacher zu überführen. Arbeitsunfähigkeit bedeutet zwar nicht zwangsläufig Bettruhe. Aber wenn sich herausstellt, dass sich der angeblich Kranke den ganzen Tag in den Bergen oder am Strand vergnügt hat, helfen ihm keine Ausflüchte mehr.“ Im Anschluss hat der Arbeitgeber meist genug Beweise an der Hand, um sich juristisch zu wehren, so Jochen Meismann: „Wenn erwiesen ist, dass der Mitarbeiter pflichtwidrig gehandelt hat, hat er gegen seinen Arbeitgeber juristisch kaum eine Chance.“

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Über die A Plus Detektei
Die A Plus Detektei wurde 1995 von Jochen Meismann gegründet. Das bundesweit operierende Unternehmen mit Spezialisierung auf professionelle, hochwertige und gerichtsverwertbare Observationen und Ermittlungen hat seinen Sitz in Dorsten/NRW. Als Privat- und Wirtschaftsdetektei mit einer Vielzahl von Dependancen in ganz Deutschland verfügt die A Plus Detektei bundesweit über qualifizierte Teams und Mitarbeiter, die z.T. über langjährige Erfahrung bei staatlichen Ermittlungseinheiten, Geheimdiensten oder Polizeibehörden verfügen.

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Alle Mitarbeiter krank – oder nur im „Fußball-Fieber“?

Zunehmender Krankenstand vor WM setzt Mittelstand unter Druck

Alle Mitarbeiter krank - oder nur im "Fußball-Fieber"?

Fußballkrimis bis zwei Uhr morgens, Public Viewing an jeder Ecke – die diesjährige WM in Brasilien stellt wieder eine harte Probe für das Durchhaltevermögen deutscher Fußballfans dar. Aber auch für zahlreiche mittelständische Arbeitgeber: Denn vor sportlichen Großereignissen mit nächtlichen Live-Übertragungen schnellt der Krankenstand in deutschen Unternehmen regelmäßig in die Höhe. Dabei werden viele Chefs den Verdacht nicht los, dass die betreffenden Mitarbeiter hauptsächlich am „Fußballfieber“ leiden. Wenn sie trotzdem nicht handeln, machen die Symptome bald Schule – und das kann ein Unternehmen Umsatz und Kunden kosten, weiß Jochen Meismann, Geschäftsführer der Detektei A Plus, aus Erfahrung. Er empfiehlt Arbeitgebern deshalb, im Interesse der ehrlichen Mitarbeiter „Blaumachern“ die rote Karte zu zeigen.

Auch Chefs sind nur Menschen und wissen selbst, wie schwer es ist, vor der Halbzeit ins Bett zu gehen, wenn die Spannung am Siedepunkt ist. Sie wissen aber auch: Vor einem solchen Sportereignis liegen mehr Urlaubsanträge als sonst auf dem Tisch – und nicht allen können sie entsprechen. Viele kalkulieren ihre Ressourcen aus Rücksicht auf die Motivation ihrer fußballbegeisterten Mitarbeiter an den „heißen“ Tagen ohnehin knapper als sonst. Umso dringender wird jede eingeteilte Hand gebraucht. Häufen sich dann die Krankmeldungen, ist das im Unternehmen weit mehr als ein organisatorisches Problem: „Bei Fußball-Events dieser Größenordnung erleben wir leider regelmäßig das Gleiche: Der Krankenstand schießt in die Höhe, und das bei vollen Auftragsbüchern“, berichtet Jochen Meismann, Geschäftsführer der Detektei A Plus. Den Schaden haben die ehrlichen Mitarbeiter, die den zusätzlichen Druck aushalten müssen – und nicht selten das Unternehmen, das teure Ersatzkräfte braucht oder seine Liefertermine nicht einhalten kann.

„Blaumachern“ die rote Karte zeigen
Was vielen landläufig als menschliche Schwäche und Kavaliersdelikt gilt, ist in Wahrheit ein handfester Straftatbestand: „Lohnfortzahlungsbetrug ist Betrug am Arbeitgeber, wie auch an den eigenen Kollegen. Er schädigt das Unternehmen und ist ein vollwertiger Grund für eine fristlose Kündigung“, erklärt Meismann. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat sogar entschieden: Wer Urlaub beantragt und die Möglichkeit der Krankmeldung als „Argument“ ins Spiel bringt, kann den Heimweg noch am selben Tag mit seinen Entlassungspapieren antreten (Az. 2 AZR 123/02). Der Arbeitgeber braucht sich auf diese Weise nicht unter Druck setzen lassen. Nach Meismanns Erfahrung gehen die meisten Arbeitnehmer aber geschickter vor. Dann liegt die Beweislast für den Betrug beim Chef.

Gerichtsverwertbare Beweise
Das Problem: Wer den angeblich erkrankten Mitarbeiter nicht gerade zufällig beim Public Viewing trifft, kann seinen Verdacht in der Regel nicht belegen. Von Überprüfungen auf eigene Faust rät der Chefermittler der Detektei A Plus zudem dringend ab: „Die Sicherung gerichtsfester Beweise und eine professionelle Observation sind nichts für Laien. Bemerkt der Verdächtige, dass er beobachtet wird, gelingt es nie, ihn zu überführen – und das Unternehmen verspielt dabei noch seinen guten Ruf als Arbeitgeber.“ Wer einen Detektiv einschaltet, hat hingegen gute Aussichten auf Erfolg. Zudem ist er mit einem seriösen Partner auch rechtlich auf der sicheren Seite: Denn der Arbeitgeber darf im Falle eines begründeten Verdachts externe Fachleute einschalten. Das spart einem Unternehmen nicht nur weitere Ausfälle und Kosten, sondern auch das Risiko eines langwierigen und kostspieligen Prozesses vor dem Arbeitsgericht.

Ehrlichkeit zahlt sich aus
Bestätigt sich der Verdacht und die Beweise liegen auf dem Tisch, sollten Unternehmer konsequent durchgreifen. „Wer deutlich macht, dass Blaumachen nicht geduldet wird, kann bei der nächsten WM in der Regel mit einer vollzähligen Mannschaft rechnen.“ Deutlich machen sollten die Chefs dabei aber auch: Wirklich kranke Arbeitnehmer haben nichts zu befürchten. „Erweist sich ein Verdacht durch den gezielten Einsatz von seriösen Ermittlern als unbegründet, hat der Unternehmer dennoch gewonnen“, betont Meismann: „Nämlich die Wiederherstellung des Vertrauens zu seinem Mitarbeiter, das ansonsten womöglich auf lange Sicht beschädigt gewesen wäre.“

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Pressemitteilungen

Urlaub auf Krankenschein kann den Arbeitsplatz kosten

Wenn die Krankmeldungen montags oder im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Feiertag oder mit dem Urlaub ansteigen, sind die Arbeitgeber besonders verärgert und holen sich zunehmend Unterstützung einer Detektei.

Urlaub auf Krankenschein kann den Arbeitsplatz kosten

Detektei Lentz

Die Detektei Lentz® (Lentz & Co. GmbH) kann aus ihrer 20jährigen Erfahrung als Wirtschafts- und Privatdetektei diese Tendenz nur bestätigen: Anfragen wegen Verdachts auf Lohnfortzahlungsbetrug werden auch bei der Detektei Lentz® ( http://lohnfortzahlungsbetrug.lentz-detektei.de/start ) besonders häufig montags, an Werktagen vor oder nach Feiertagen und eben auch in der Sommer- und Urlaubszeit gestellt.

Urlaub auf Krankenschein

Insbesondere, wenn es vorher Gespräche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gegeben hat, nachdem seitens des Arbeitnehmers Urlaubsanträge gestellt wurden, diese aufgrund der betrieblichen Situation aber nicht gewährt werden konnten, liegt die Vermutung nahe, dass der Arbeitnehmer sich eigenmächtig „einen Urlaub auf Krankenschein“ nimmt.

Wer bei Nichtbewilligung eines Urlaubs seinem Arbeitgeber dann auch noch droht, sich dann eben krank zu melden, riskiert er die sofortige Entlassung, wie in dem bei dem Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern zugrunde liegenden Fall: Eine Hotel-Angestellte wollte zehn Tage Urlaub nehmen, wegen einer zu erwartenden Arbeitsspitze in genau dieser Zeit wollte die Geschäftsleitung die Freistellung nicht genehmigen und bat die Mitarbeiterin um eine Verschiebung des geplanten Urlaubs um zwei Wochen. Die Antwort der Angestellten: „Dann bin ich eben krank.“
Tatsächlich erschien die Angestellte am Tag ihres eigentlich gewünschten Urlaubstermins nicht zur Arbeit und legte stattdessen eine für zwei Wochen ausgestellte ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor. Daraufhin wurde ihr von ihrer Arbeitgeberin fristlos gekündigt. Und das zu Recht, wie die Rostocker Landesarbeitsrichter betonten.

Die Androhung einer zukünftigen, zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht bestehenden Erkrankung wegen eines nicht gewährten Urlaubs ist Grund genug für eine außerordentliche Kündigung. „Denn damit gibt der Arbeitnehmer unmissverständlich zu verstehen, er sei zur Durchsetzung seiner persönlichen Interessen bereit, seine ihm zwar zustehenden Rechte aus dem Entgeltfortzahlungsrecht gegebenenfalls auch grob zu missbrauchen“, erklärt Rechtsanwältin Tanja Leopold den Urteilsspruch. Der Arbeitnehmer verletzt mit einer solchen offenbar gezielt herbeigeführten Krankschreibung nicht nur seine Leistungstreuepflicht erheblich. Zugleich wird durch die Pflichtverletzung auch das grundlegende Vertrauen des Arbeitgebers in die Redlichkeit und Loyalität des Mitarbeiters in schwerwiegender, nicht mehr hinzunehmender Weise beeinträchtigt. Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Az.: 5 Sa 63/11

Urlaub auf Krankenschein ist nicht immer eindeutig
Nicht immer ist die Situation so eindeutig wie in diesem soeben geschilderten Fall. Oft steht nur ein Verdacht des Arbeitgebers hinsichtlich Blaumachens im Raum, der jedoch nicht zuletzt aufgrund folgender Zahlen auch nicht ganz unberechtigt ist:

Laut einer Studie des Onlinereisebüros „Ab-in-den-Urlaub“ planen 1,5 Millionen (!!) fest Deutsche mit einer Krankschreibung den Urlaub zu verlängern, 2,1 Mio. denken zumindest übers Blaumachen nach! Besonders beliebt sind die kurzen Ausfallzeiten von etwa vier bis fünf Tagen, manche planen sogar bis zu drei Wochen Blaumachurlaub.

200 000 Arbeitnehmer planen auf Basis einer simulierten Krankheit einen zwei- bis dreiwöchigen Extraurlaub. Laut den Angaben verursachen die Blaumacher einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 2,4 Milliarden Euro!

Außerordentliche Kündigung nur bei klarer Beweislage
„Wird der Arbeitnehmer beim Blaumachen erwischt, drohen ernste Konsequenzen. Für die Fehlzeit gibt es kein Gehalt. Der Arbeitgeber kann außerdem frei wählen zwischen fristloser Kündigung, ordentlicher Kündigung oder Abmahnung“, sagte der Kölner Fachanwalt für Arbeitsrecht, Freiherr Fenimore von Bredow.

Für eine außerordentliche, also fristlose Kündigung muss jedoch gerichtsverwertbar nachgewiesen sein, dass der Arbeitnehmer die Arbeitsunfähigkeit tatsächlich vorgetäuscht hat. Wurde der Arbeitnehmer beispielsweise von Zeugen dabei gesehen, dass er während seiner „Arbeitsunfähigkeit“ woanders gearbeitet hat, ist die Sache offensichtlich. In der Praxis sind Fälle wie dieser allerdings selten, da solche klaren Beweise i. d. Regel fehlen.
Fehlen solche eindeutigen Beweise, werden immer häufiger Detektive wie z.B. die Detektei Lentz® (Lentz & Co. GmbH) eingeschaltet, die sich auf Mitarbeiterbeobachtungen nicht nur bei Verdacht von Lohnfortzahlungsbetrug, sondern auch bei Arbeitszeitbetrug, Warendiebstahl etc. spezialisiert hat. „Dieser Bereich macht heute schon rund 60% unseres gesamten Auftragsvolumens aus“, so die Mandantenbetreuerin, Frau Frances Lentz.

Detektei Lentz® (Lentz & Co. GmbH) beschafft gerichtsverwertbare Beweise
Die Detektei Lentz® bearbeitet jährlich rund 400-500 derartige Aufträge. In ca. 85% der Fälle konnte in den vergangenen zwölf Monaten durch die Detektei Lentz® ein Lohnfortzahlungsbetrug im Krankheitsfall zweifelsfrei und gerichtsverwertbar bewiesen werden.

In den meisten Fällen folgte eine fristlose Kündigung für den durch die Detektei Lentz® überführten Mitarbeiter. Somit blieben den Mandanten langwierige und kostspielige Arbeitsgerichtsprozesse und damit unter Umständen auch Imageschäden erspart.

Was ist in einem Verdachtsfall zu tun?
Wichtig ist zunächst, dass schnell reagiert wird und beispielsweise bei einem verdächtigen Mitarbeiter eine erfahrene Detektei noch am ersten Krankheitstag eingeschaltet wird. Wird erst am letzten Krankheitstag eine Detektei hinzugezogen, so kann ein Nachweis eines möglichen Lohnfortzahlungsbetrugs praktisch nicht mehr seriös erbracht werden. Viele Arbeitsgerichte fordern in ihren Urteilen ausdrücklich eine „mehrtägige detektivische Tätigkeit an ganzen Tagen in Folge, während der übliche Arbeitszeiten“. Zweckmäßig sind in der Regel zwei bis vier Tage; je nach Verhaltensmuster des kranken Mitarbeiters. Wichtig ist auch, sich diskret zu verhalten: je weniger Personen von einer Einschaltung einer Detektei wissen, desto besser.
Weitere, detailliertere Informationen zum Verhalten bei Verdacht auf Lohnfortzahlungsbetrug erhalten Sie unter http://lohnfortzahlungsbetrug.lentz-detektei.de/lohnfortzahlungsbetrug

Die Privat- und Wirtschaftsdetektei Lentz® wurde 1995 gegründet und ist ausschließlich auf die professionelle Durchführung von Observationen im In- u. Ausland sowie auf die qualitativ hochwertige Lauschabwehr spezialisiert. Zu den Leistungen zählen Ermittlungen im Bereich Wirtschaftskriminalität sowie private Aufträge. Alle Detektive arbeiten fest angestellt und sind ZAD geprüft. Betreut werden Mandanten aus führenden deutschen/internationalen Unternehmen und Anwaltskanzleien. Die Detektei ist Mitglied der deutsch-amerikanischen Handelskammer sowie der Vereinigung international tätiger Privatdetektive e.V. Die Detektei-Lentz ist eine von sechs TÜV zertifizierten Detekteien in Deutschland und unterliegt damit permanenter Überwachung und Kontrolle hinsichtlich der Qualität der Leistung im detektivischen Fachbereich. Unternehmenseigene Niederlassungen werden in Barcelona, London, New York und Hongkong unterhalten.

Kontakt:
Lentz GmbH & Co. Detektive KG
Julia Braun
Nürnberger Straße 4
63450 Hanau
(0800) 88 333 11 (gebührenfrei)
julia.braun@lentz.de
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