Tag Archives: Krebstherapie

Pressemitteilungen

Nuklearmedizin: Neues Verfahren verbessert Diagnose häufiger Krebsarten

Eine neue Methode der nuklearmedizinischen Bildgebung im Bereich der Positronen-Emissionstomographie (PET) ermöglicht eine exaktere Diagnose verbreiteter Karzinome wie Brust-, Darm-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs.

(Wien, 19. März 2019) Beim Kampf gegen Krebs ist eine frühzeitige und genaue Diagnose entscheidend. Eine neue Methode der nuklearmedizinischen Bildgebung im Bereich der Positronen-Emissionstomographie (PET) ermöglicht eine exaktere Diagnose verbreiteter Karzinome wie Brust-, Darm-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zudem erlaubt das neue Bildgebungsverfahren, die Behandlung des Tumors entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten anzupassen. „Wir zielen auf ein bestimmtes Enzym, das sich auf der Membran von Zellen befindet, die sehr häufig bei weitverbreiteten Krebsarten auftreten. Dadurch haben wir die Chance, bessere Ergebnisse als mit den bisherigen Methoden zu erzielen“, sagt Professor Uwe Haberkorn, Experte der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin / European Association of Nuclear Medicine (EANM).
Die wichtigste Rolle im neu entwickelten PET-Bildgebungskonzept spielt das sogenannte Fibroblasten-Aktivierungsprotein (FAP). Dieses Enzym ist reichlich vorhanden auf der Membran von Krebs-assoziierten Fibroblasten (CAFs / Cancer-associated fibroblasts). Diese Zellen kommen in mehr als 90 Prozent aller Epithelkarzinome vor, zu denen beispielsweise Bauchspeicheldrüsen-, Darm- und Brustkrebs gehören. Ein hohes Aufkommen von FAP deutet auf eine schlechte Prognose. Doch obwohl CAFs mit dem Wachstum und der Ausbreitung des Tumors einhergehen, handelt es sich bei ihnen nicht um Krebszellen. Sie sind genetisch stabiler als Krebszellen, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie eine Therapieresistenz entwickeln. „All diese Merkmale machen das FAP zu einem vielversprechenden Ziel für nuklearmedizinische Diagnose- wie auch Therapieansätze“, so EANM-Experte Prof. Uwe Haberkorn, der das neue bildgebende Verfahren gemeinsam mit seinem Team in Heidelberg entwickelte.

Besser als die herkömmlichen Methoden
Jede PET-Untersuchung erfordert, dass dem Patienten eine kleine Menge einer radioaktiv markierten Substanz, eines sogenannten Tracers, injiziert wird. Dadurch lassen sich biologische Prozesse wie der Stoffwechsel von Tumorzellen identifizieren und mit Hilfe des bildgebenden Systems sichtbar machen. Der bislang hauptsächlich eingesetzte Tracer ist 18F-fluorodeoxyglucose (FDG), ein radioaktiv markierter Zucker, der von Zellen mit hohem Energieverbrauch, wie Krebs- oder Hirnzellen, aufgenommen wird. Allerdings, so Prof. Haberkorn, sind die Ergebnisse, die mit FDG hinsichtlich der Tumor-Aufnahme und des Bildkontrasts erzielt werden, nicht immer zufriedenstellend.
Vor diesem Hintergrund hat sein Team einen neuartigen Tracer entwickelt, der auf einem FAP-spezifischen Enzym-Inhibitor (FAPI) basiert, einem kleinen Molekül, das an FAP bindet, indem es seine chemische Reaktion blockiert. Den FAPI-Tracer, der mit dem Radionuklid Gallium-68 markiert wird, nehmen Tumoren in hohem Maß auf, während er zugleich in den gesunden Regionen des Körpers schnell abgebaut wird. Das führt zu kontraststarken Bildern, da seine Bindung an das umgebende gesunde Gewebe bei Tumorpatienten nur sehr schwach ist. Damit übertreffen FAPIs in wichtigen Regionen metastatischer Erkrankungen wie der Leber oder dem Gehirn die Leistung von FDG eindeutig. In einer Reihe von vorklinischen und klinischen Studien wurden die guten Resultate wiederholt nachgewiesen.

Verknüpfung von Diagnose und Therapie
„Radioaktiv markierte FAPIs ermöglichen eine schnelle und sehr kontraststarke Bildgebung bei allen Tumoren mit einem hohen Anteil an Bindegewebszellen“, erklärt Prof. Haberkorn. Aber sie können noch mehr: „Im Gegensatz zu FDG eignen sich FAPIs auch für die Behandlung. Das liegt an chemischen Eigenschaften, die nicht nur eine Markierung mit Gallium-68 erlauben, sondern auch mit Rhenium-188 (188Re), Blei-212 (212Pb) oder Yttrium-90 (90Y), die sich zur Zerstörung des Tumors einsetzen lassen. Das heißt, ein theranostischer Ansatz – eine enge, auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten zugeschnittene Verknüpfung von Diagnose und Therapie – scheint machbar. “ Zudem ist die FAPI-Bildgebung nicht auf Krebs beschränkt, denn sie lässt sich auf alle Prozesse anwenden, bei denen es zu einem Umbau von Gewebe kommt. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Technik bald auch für die Untersuchung und Behandlung von nicht-onkologischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf- und rheumatischen Erkrankungen oder Lungen-, Leber- und Nierenfibrosen zum Einsatz kommt. Bislang wurde der neue Tracer bei mehreren hundert Patienten in verschiedenen deutschen Krankenhäusern erfolgreich angewandt. In den USA und Japan wird er zur Zeit im Rahmen von vorklinischen Studien eingesetzt. „Die FAPI-Bildgebung hat einen erfolgversprechenden Weg zur Entdeckung und Behandlung vieler bösartiger Tumoren eröffnet, und sie bietet zusätzliche Möglichkeiten mit Blick auf verschiedene andere Krankheiten“, sagt Prof. Haberkorn.

Presseagentur für Medizinthemen

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Gesellschaft/Politik Gesundheit/Medizin

Hyperthermie dank Spenden, wenn die Kostenerstattung durch Krankenkassen kein Regelfall ist

Crowdfunding über Spendenplattformen wie gofundme kann Kosten für Hyperthermie tragen

Aktuell berichtet die – konservative- britische Zeitung Daily Mail über die wachsende Zahl von Online-Spendenaktionen, um Krebspatienten Hyperthermie oder andere Therapien zu ermöglichen. So seien über Crowdfunding seit 2012  Jahr über 9.1 Mio. Euro (8 Mio. £ ) für 540 Projekte gesammelt worden. Die Mail schreibt über einen Vierjährigen, der an Leukämie leidet. Das National Health System zahlt nur Strahlentherapie und Chemotherapie, mit einer Überlebenschance von 25 Prozent. Crowdfunding ermögliche eine Therapie im US- Kinderkrankenhaus von Philadelphia, mit einer Chance von 60 bis 80 Prozent, so die US-Ärzte. Die Wohltätigkeitsorganisation Good Thinking kritisiert, dass große Beträge für Behandlungen aufgebracht werden, die nicht evidenzbasiert seien.

„Crowdfunding sei zum Teil auf ein Versagen der Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten zurückzuführen“, zitiert die Zeitung Prof. Gordon Rustin, Onkologe im Mount Vernon Hospital, London. „Crowdfunding is partly a result of a failure in the way doctors communicate with patients. If you say there are treatments out there but they won’t be funded, people often feel that one of those must be the one to go for.” So startete eine 56-Jährige  “beliebte Bardame” in Großbritannien einen Aufruf über gofundme.com, um nach einer Chemotherapie in der deutschen Klinik Marinus am Stein eine Hyperthermie zu nutzen. In Holland setzen sich Freunde via gofundme für Geertiena ein:“ Onze enige hoop voor levensverlenging is Hyperthermie therapie.“ Auch in Deutschland steigt die Akzeptanz von Spendenplattformen. So will im Herbst 2018 der Berliner Christian seinen Darmkrebs mit Hyperthermie behandeln lassen. Ebenfalls aus Berlin kommt Veronika, die für ihre an Bauchspeichdrüsenkrebs erkrankte Mutter sammelt: „Weiterhin wurde uns von dem behandelnden Arzt die Möglichkeit der Hyperthermie Therapie erklärt, welche ermöglicht, die Lebenszeit meiner Mutter und unsere gemeinsame Zeit substanziell zu verlängern. Diese wird allerdings nur von Privatkrankenkassen übernommen.“

Prof. Dr. Andrász Szász

„Es ist gut, wenn Krankenkassen, Politik und Justiz gegenüber Hyperthermie sensibilisiert werden, wie es die Petition der Saarländischen Krebsliga gemacht hat. Manche Krankenkassen rücken Formen der Komplementärmedizin bei Krebs stärker in den Fokus“, sagt Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie, der regionalen Form der Hyperthermie. „Dennoch werde die Leistungsübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen weiter kontrovers diskutiert. „Das Nikolaus-Urteil zeigt den Weg, dass auch andere Therapien bezahlt werden“.  Danach  ist es gemäß Art. 2 Abs. 1 GG (allgemeine Handlungsfreiheit) und dem „Sozialstaatsprinzip nicht vereinbar, den Einzelnen unter bestimmten Voraussetzungen einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung zu unterwerfen und für seine Beiträge die notwendige Krankheitsbehandlung gesetzlich zuzusagen, ihn andererseits aber, wenn er an einer lebensbedrohlichen oder sogar regelmäßig tödlichen Erkrankung leidet, für die schulmedizinische Behandlungsmethoden nicht vorliegen, von der Leistung einer bestimmten Behandlung auszuschließen und ihn auf eine Finanzierung der Behandlung außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung zu verweisen“, so das Bundesverfassungsgericht. „Dabei muss allerdings die vom Versicherten gewählte Behandlungsmethode eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf versprechen.“

Gesundheit/Medizin

Spende ermöglicht Ganzkörper- und Lokal-Hyperthermie für russisches Mädchen mit Magenkrebs

Hyperthermie in deutscher Fachklinik Prof. Dr. Herzog in Nidda, Hessen: „Rückgang der Metastasen“

Dank einer 20.000 Euro-Spende konnte die in Moskau begonnene Behandlung von Polina Afonkina in der Fachklinik Dr. Herzog in Nidda/Bad Salzhausen fortgesetzt werden. Die 17-Jährige aus Moskau ist an einem Magenkarzinom erkrankt; der bösartige Tumor des Magens, des Darms und der Eierstöcke hat die Krebszellen in den Bauchraum gestreut. Eine Chemotherapie erfolgte im Herbst 2017 in Moskau. Es folgten sieben weitere, wenig erfolgreiche Therapien, bevor sie dank der Spende von „Bild hilft e.V. („Ein Herz für Kinder“) eine Hyperthermie-Behandlung nutzen konnte. Prof. Dr. Herzog zieht eine erste Bilanz: „Mittlerweile ist die Patientin wieder bei uns. Es zeigt sich ein Rückgang der Metastasen, auch die Tumormarker sind fast wieder im Normbereich. Der Patientin geht es gut. Also bisher ein sehr erfreulicher Verlauf. Polina würde auch mit Pressevertretern über ihre Behandlung sprechen, um so anderen Patienten in ihrem Kampf gegen Krebs zur Seite zu stehen“.
Die bisher eingesetzte Chemotherapie hatte bei dem metastasierten Tumorleiden zu einer geringen Verbesserung geführt. Im Frühjahr zeigte sich bei der Gastroskopie wieder ein großer, Geschwür-bildender Magentumor. Dies ist ein Signal, dass der Tumor aggressiv wächst. Die Überlebenschancen sinken rapide. In dieser Situation wandten sich die Eltern über deutsche Freunde an Dr. Herzog. Er behandelte das in diesem Alter sehr seltene Magenkarzinom mit einer  Kombination aus Ganzkörper-Hyperthermie und moderater Chemotherapie. Zusätzlich wurde die lokale Hyperthermie (Oncothermie) mehrfach angewendet, um speziell die Tumor- und Metastasen-Regionen zu erreichen. Ergänzend erfolgten komplementäre Therapien, um das durch die Chemotherapie angegriffene Immunsystem zu stützen.

Prof. Dr. András Szász

„Durch die Oncothermie ist eine Therapie tief sitzender Primärtumoren möglich. Sie erreicht so  gezielt Organe wie Leber oder Niere. Sie kommt aber auch bei gastroenterologischen Krebsarten in Dünn- und Dickdarm sowie im Magen zum Einsatz“, sagt Prof. Dr. András Szasz, Begründer der Oncothermie, der regional-wirksamen Spezifikation der Hyperthermie. „Die Oncothermie koppelt Wärme an elektrische Energie. Nur kranke Tumorzellen erleiden thermischen Stress, nur sie sind dem  tumor-fokussierten  künstlichen Fieber ausgesetzt. Dies führt zu Sauerstoffarmut und Nährstoffverarmung im Tumor. Er wird anfälliger für parallel eingesetzte Therapien. Zusätzlich zielt die Wärmetherapie darauf ab, das Immunsystem zu stärken; die Patienten können an Lebensqualität gewinnen und widerstandsfähiger gegenüber Nebenwirkungen konventioneller Therapien werden.“

Kontakt: Oncotherm GmbH, Sydney Schweitzer, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199225,  schweitzer@oncotherm.de

Kontakt: Oncotherm GmbH, Sydney Schweitzer, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199225,  schweitzer@oncotherm.de

Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen

Oncotherm auf der Medica: „Komplementärmedizinischer Mehrwert für Patienten.“

Weltleitmesse der Medizinbranche vom 12. bis 15. November 2018 in Düsseldorf.

Komplementäre Krebstherapie ohne Nebenwirkungen: Die Troisdorfer Oncotherm GmbH stellt auf der Medica 2018 (Düsseldorf, 10-18 Uhr, Halle 9, Stand B11) komplementärmedizinische Therapie-Systeme zur Behandlung von Krebstumoren mit Wärme (Hyperthermie) vor. „Das Motto der diesjährigen Medica lautet „Mehrwert für Arzt und Patient“.  „Die Messe ist daher ein gutes Forum, um einen solchen Mehrwert im Rahmen der Komplementärmedizin vorzustellen. Weltweit wächst die Nachfrage von Medizinern und Patienten nach minimal-invasiven Therapien, die individuell zusätzlich zu anderen Therapien genutzt werden  können“, sagt  Prof. Dr. András Szász, Begründer der regional einsetzbaren Hyperthermie (Oncothermie). Er verweist hier auf die vor kurzem erfolgte Einrichtung eines Lehrstuhles für Komplementärmedizin an der Universität Tübingen.

Die Messe hat Aussteller aus fast 70 Nationen, in den Vorjahren kamen etwa 120.000 Fachbesucher, rund 60 Prozent aus dem Ausland. Dass sich die Medica an „Top-Entscheider der Gesundheitswirtschaft“, so die Veranstalter, richtet, zeigt die Eröffnung durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Die Messe wirbt zudem für sich, interdisziplinär zu sein: „Wesentliche Stärke der Medica ist, dass sie an einem Ort und zu einem Zeitpunkt nicht nur Lösungen für einzelne medizinische Fachdisziplinen thematisiert, sondern für den kompletten „Workflow“ der Patientenbehandlung.“ Damit korrespondiert eine  komplementärmedizinische Hyperthermie. „Wir zeigen auf der Medica, dass die Oncothermie ein Baustein einer multi-modalen Onkologie sein kann. Sie fügt sich als lokale Hyperthermie ein in eine Komplementärmedizin, die etwa Radiotherapie oder Chemotherapie unterstützt“, so Prof. Dr. Szász.

EHY-2030

Oncothermie als  besondere Form der Hyperthermie verbindet Wärme und elektrische Wellen. Dabei gilt die Hyperthermie als „vierte Säule“ der Krebstherapie (Deutsche Krebshilfe). Diese Bewertung setzt sich um: Die Oncothermie findet sich allein in Deutschland in über 100 Praxen. Die Akzeptanz folgt aus ihrer Ausrichtung. Hyperthermie und Oncothermie können konventionelle Therapien unterstützen, um deren Wirksamkeit zu verbessern. Dabei sind sie nicht-toxisch, da sie Tumoren lokal-gezielt behandelt, ohne gesundes Gewebe zu beeinträchtigen. Der Tumor soll sich selbst bekämpfen. „Patienten fragen vermehrt danach, wie auch salutogene Ressourcen genutzt werden können, um die Gesundheit zu entwickeln, die Widerstandskraft zu fördern und Selbstheilungskräfte anzuregen. Ein Patient kann hier von einer Wärmetherapie doppelt profitieren. Erstens kann die Wirkung von Chemo- und Strahlentherapie verbessert werden. Zweitens können sich die gefühlte Wirkung und das Lebensgefühl bessern, so dass konventionelle Verfahren günstiger aufgenommen werden können“, sagt Prof. Dr. Szász.

Stellvertretend für ihr Programm der Medizintechnologie stellt Oncotherm auf der Medica das System der neuesten Generation, EHY-2030, vor. Das Gerät zur Behandlung lokal-regionaler Tumoren hat u.a. ein eingebautes Patienten-Management-System. Das für den klinischen Gebrauch ausgerichtete EHY-3010 wird verwendet für Tumore in Gehirn, Lunge, Pankreas und Niere. Das EHY-2000plus kommt als regionale Therapie, das EHY-1020 speziell zur Behandlung von Prostata-Krebs zum Einsatz.

Kontakt: Oncotherm GmbH, Sydney Schweitzer, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199225,  schweitzer@oncotherm.de

Aktuelle Nachrichten Gesundheit/Medizin Veranstaltungen/Events

Hyperthermie im interdisziplinären Dialog: Kongress 2018 Budapest

28.-29.9.2019. Internationaler Kongress zur Hyperthermie im Ursprungsland der Oncothermie

„Die International Clinical Hyperthermia Society (ICHS) veranstaltet vom 28. bis 29. September 2018 ihre 36. Jahrestagung in Budapest. Das 1988 in Ungarn gegründete Unternehmen Oncotherm richtet den internationalen Kongress zur wissenschaftlich-medizinischen Erforschung und klinischen Anwendung der Hyperthermie aus.
Keynote Speakers sind Prof. Dr. Niloy Ranjan Datta, Centre of Radiation Oncology, Kantonsspital Aarau, Schweiz; Prof. Dr. Stephan Bodis, Chefarzt Radio-Onkologie-Zentrum Kantonsspital Aarau, Extraordinarius Medizinische Fakultät Universität Zürich; Prof. Dr. Peter Wust, Charité Universitätsmedizin – Strahlentherapie Campus Virchow Klinikum, Berlin; Prof. Dr. Kwan-Hwa Chi, Shin Kong Wu Ho-Su Memorial Hospital, National Yang-Ming University Taipeh; Dr. Tibor Krenács, Semmelweis University of Medicine, Budapest; Prof. Dr. Clifford L.K. Pang, Direktor des Clifford Hospitals, Guangzhou University of Chinese Medicine; Dr. Ou Junwen, Guangzhou University of Chinese Medicine.
Auf der Kongress-Agenda stehen Themen wie: Integration der Hyperthermie in die klinische Onkologie, klinische Evidenz der modulierten Elektro-Hyperthermie, antibiotische erweiterte thermische Behandlung chronischer Borreliose, Position der Oncothermie – Kombination mit Standard-Chemo- und Strahlentherapie in der klinischen Praxis, modulierte Elektro-Hyperthermie als palliative Behandlung von Hirntumoren, Brustkrebs und Hyperthermie, mögliche Potenzierung des Effekts ionisierender Strahlung durch Elektro-Hyperthermie bei lokal fortgeschrittenen Gebärmutterhalskrebspatienten, Chemotherapie in Kombination mit modulierter Elektro-Hyperthermie im Vergleich zur Chemotherapie allein bei rezidivierendem Zervix Karzinom nach Bestrahlung, Hyperthermie bei der Behandlung von Weichteilsarkomen: Stand der Technik.
,,Wir freuen uns, in unserem Jubiläumsjahr den in diesem Jahr wohl größten Kongress zur Hyperthermie mit durchzuführen“, sagt Prof Dr. Andras Szász, Begründer der lokalen, mit elektrischem Feld gekoppelten Wärmetherapie (Oncothermie). Wir nutzen die Tagung auch, um die Oncothermie und Hyperthermie als Möglichkeiten in der interdisziplinären Onkologie vorzustellen. Die Oncothermie kann zusammen mit anderen Therapien wirken. Sie fügt sich ein in eine Komplementärmedizin, die das Ziel hat, co-medikativ die Wirkung von Chemo- oder Strahlentherapie zu erhöhen. Dabei geht es nicht nur um eine palliative Anwendung, um Schmerz und Angst zu bekämpfen. Wenn Menschen an Krebs erkranken, hat die Hyperthermie zwei Ziele. Sie will den Krebs selbst bekämpfen, aber auch die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Wir setzen uns dafür ein, dass die Hyperthermie zum Bestandteil der onkologischen Therapien wird – und als solche auch von der Krankenkasse akzeptiert wird.“

Oncotherm (Troisdorf) entwickelt, produziert und vertreibt seit 1988 Therapiesysteme auf Grundlage des selektiven Erwärmungsverfahrens der lokal regionalen Oncothermie. Das Unternehmen gründet auf der Forschung von Professor Dr. András Szász an der Eötvös Science University, Budapest. Die Elektrohyperthermie-Methode wurde zum Markenbegriff „Oncothermie“ und zu einer der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren mit weltweit mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr. https://www.youtube.com/watch?v=oGq28wgvZfg. Kontakt: Oncotherm GmbH, Sydney Schweitzer, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223,  schweitzer@oncotherm.de

Gesellschaft/Politik Gesundheit/Medizin

Bundestag schließt Petition zur Kostenerstattung der Hyperthermie durch gesetzliche Krankenkassen ab

„Gesetzliche Krankenkassen können im Einzelfall Kosten für Hyperthermie tragen“
„Es ist bedauerlich, dass der Bundestag beschlossen hat, das Petitionsverfahren der Saarländischen Krebsliga abzuschließen. Sie hatte gefordert, die Hyperthermie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu übernehmen. Wir danken der Krebsliga und 56.369 Unterzeichnern für ihren Einsatz. Er ist nicht umsonst“, sagt Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie, der regionalen Form der Hyperthermie (Wärmetherapie). Denn der Bundestag erläutert seine Bewertung – und schreibt ausdrücklich: „Unabhängig hiervon kann im Einzelfall … ein Leistungsanspruch bestehen. Prof. Százs: „„Dies ist ein positives politisches Signal“.

Prof. Dr. Szász

In der Beschlussempfehlung heißt es weiter, dass eine Krankenkasse in der Pflicht sein könne, wenn „im Falle einer lebensbedrohlichen oder regelmäßig tödlichen Erkrankung (oder einer zumindest wertungsmäßig vergleichbaren Erkrankung) eine anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verfügung steht und eine nicht ganz entfernt  liegende Aussicht auf Heilung oder eine spürbar positive Entwicklung auf den Krankheitsverlauf besteht“. „Hier eröffnen sich individuelle Möglichkeiten“, sagt Prof. Dr. Szász. Weiter heißt es mit Blick auf schwer erkrankte Versicherte: „Wegen der Besonderheiten der stationären Behandlung können im Krankenhausbereich neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auch ohne eine Vorabprüfung durch den G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) erbracht werden …Das gilt solange, bis der G-BA den Ausschluss der Methode .. beschlossen hat. Solch einen Beschluss hat der G-BA bisher nicht getroffen, so dass die Methode der Hyperthermie grundsätzlich im Rahmen der stationären Versorgung zur Verfügung steht.“
Eine regelhafte Aufnahme in den Leistungskatalog steht, so der Bundestag, indes noch vor dem Problem der Nachweise. Prof. Szász verweist auf die Patientenbroschüre der Universitätsklinik für Radioonkologie Tübingen: „Seit über 15 Jahren behandeln wir … Krebspatienten zusätzlich zur Chemo- und Strahlentherapie auch mit Hyperthermie. Die Hyperthermie als Behandlungsmethode gegen Krebs als vierte Säule, neben Operation, Chemo-, und Strahlentherapie, wird in klinischen Studien weiterentwickelt. Durch die Überwärmung des Tumors können Chemo- und Strahlentherapie effektiver wirken. Die Folge kann eine verbesserte Lebensqualität, ein Aufhalten der Erkrankung oder sogar eine Heilung sein.“
Auch nach der Einlassung des Bundestages bleibt die Hyperthermie im Einzelfall erstattungs- und beihilfefähig – wenn die Hyperthermie alternativlos gegenüber konventionellen Verfahren ist. Diese Interpretation wird flankiert von einer übergeordneten Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (Nikolaus-Urteil 2005). Danach ist es gemäß Art. 2 Abs. 1 GG (allgemeine Handlungsfreiheit) und dem „Sozialstaatsprinzip nicht vereinbar, den Einzelnen unter bestimmten Voraussetzungen einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung zu unterwerfen und für seine Beiträge die notwendige Krankheitsbehandlung gesetzlich zuzusagen, ihn andererseits aber, wenn er an einer lebensbedrohlichen oder sogar regelmäßig tödlichen Erkrankung leidet, für die schulmedizinische Behandlungsmethoden nicht vorliegen, von der Leistung einer bestimmten Behandlungsmethode auszuschließen und ihn auf eine Finanzierung … außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung zu verweisen“.

 

Oncotherm (Troisdorf) entwickelt, produziert und vertreibt seit 1988 Therapiesysteme auf Grundlage des selektiven Erwärmungsverfahrens der lokal regionalen Oncothermie. Das Unternehmen gründet auf der Forschung von Professor Dr. András Szász an der Eötvös Science University, Budapest. Die Elektrohyperthermie-Methode wurde zum Markenbegriff „Oncothermie“ und zu einer der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren mit weltweit mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr.

Kontakt: Oncotherm GmbH, Sydney Schweitzer, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223,  schweitzer@oncotherm.de

Gesundheit/Medizin

Lokal-fokussierte Hyperthermie als Komplementärtherapie bei bösartigem Hautkrebs

Sommerzeit: Lebensstilbedingte Krebserkrankungen wie „schwarzer Hautkrebs“ nehmen zu

Der schwarze Hautkrebs nimmt nach aktuellen Beobachtungen zu: Laut Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID, 2018) erkranken jährlich etwa 35.000 Menschen in Deutschland am malignen Melanom. Bei Hautkrebs vermehren sich bösartige Zellen der Haut. Sie können den gesamten Körper befallen. Dabei sind zu unterscheiden: Formen des „Weißen Hautkrebses“ wie Plattenepithelkarzinome und Basalzellkarzinomen. Sie bilden seltener Metastasen  und können bei frühzeitiger Diagnose  behandelt werden als das maligne Melanom. Der „Schwarze Hautkrebs“ kommt zwar seltener vor, seine Häufigkeit aber nimmt zu, schreibt in einer aktuellen Analyse das Journal al of the American Medical Association (JAMA, Global, Regional, and National Cancer Incidence, Juni 2018. Danach liegt in Deutschland bösartiger Hautkrebs, unter allen Krebsarten, auf Rang neun des häufigsten Vorkommens.
Dabei sei ein Großteil des  zu registrierenden – w

Prof. Dr. Andrász Szász

eltweiten –  Anstiegs (20 Prozent) auf eine Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung zurückzuführen. Zudem trage die individuelle Lebensführung zur Verbreitung von Hautkrebs bei. So könne die übermäßige UV-Bestrahlung  durch Sonnenlicht und Sonnenbank das Risiko der  Hautkrebserkrankung steigern.
Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie, der  lokal-regionalen Form der Hyperthermie, rät zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung (Hautkrebs-Screening). Wird Hautkrebs frühzeitig erkannt, steigt die Heilungschance. „Die Oncothermie als spezielle, loko-regional wirksame Form der Hyperthermie kann als nahezu nebenwirkungsfreie Behandlung die klassische  Chemo- und Strahlentherapie ergänzen. Sie kann im Rahmen einer  komplementärmedizinischen Krebsbehandlung eingesetzt werden. Durch die punktuelle Anwendung ist sie besonders geeignet, um an der Oberfläche begrenzte Tumoren wie sie beim Schwarzen Hautkrebs auftreten, zu bekämpfen“.
Das Oncothermie-Verfahren basiert auf der Radiofrequenzmodulation von Zellen. Sie können Reaktionen auslösen, die das Tumorwachstum lokal hemmen und tumorspezifische Immunreaktionen auslösen. Die Oncothermie überwärmt dazu  Teilbereiche des Körpers bzw. der Hautregionen. Wärme und elektrische Wellen suchen den geringsten Widerstand und wirken stärker auf malignes (krankes) Gewebe, das eine geringere Dichte hat als gesundes Gewebe. Das Ziel ist der immunogene Zelltod – die (Selbst-) Vernichtung von Tumorzellen.

 
Oncotherm (Troisdorf) entwickelt, produziert und vertreibt seit 1988 Therapiesysteme auf Grundlage des selektiven Erwärmungsverfahrens der lokal regionalen Oncothermie. Das Unternehmen gründet auf der Forschung von Professor Dr. András Szász an der Eötvös Science University, Budapest. Die Elektrohyperthermie-Methode wurde zum Markenbegriff „Oncothermie“ und zu einer der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren mit weltweit mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr. https://www.youtube.com/watch?v=oGq28wgvZfg. Kontakt: Oncotherm GmbH, Janina Leckler, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223,  leckler@oncotherm.de

Internationales Wissenschaft/Forschung

Ungarische Regierung unterstützt Entwicklung eines Tumortherapiegerätes der Hyperthermie

Forschungsprojekt der Budapester Semmelweis-Universität und Oncotherm hat „strategische Bedeutung“ für Ungarn im Bereich Medizin

PD Dr. Oliver Szász

Im Rahmen des “Hungarian Competitiveness and Excellence Programms” unterstützt die  ungarische Regierung ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Therapiesystems der Oncothermie. Der Projektname lautet: „Improving the efficiency of the electromagnetic tumour therapy device and the preparation for its integration into commercial use”. Projektnehmer der Semmelweis-Universität zu Budapest ist Dr. Zoltán Benyó, Direktor des “Institute of Clinical Experimental Research”. Verantwortlich für Oncotherm ist PD Dr. Olivér Szász. Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit bis Ende 2019.
Im Rahmen des „National Research, Development and Innovation Fund“ fördert die Regierung unterschiedliche Vorhaben, die „von strategischer Bedeutung sind und die Wettbewerbsfähigkeit Ungarns verbessern“ sollen. Neben Forschungsprogrammen zur Materialwissenschaft oder im Bereich „Wasser, Gesundheit und Ernährung“ wurde ein drittes Exzellenz-Cluster ausgewiesen. Das  Forschungsinteresse hier richtet sich auf neue Technologien, die die Heilung von Krankheiten mit hohem Mortalitätsrisiko verbessern sollen.
Das Projekt zur elektromagnetischen Tumor-Therapie basiert auf der von Oncotherm entwickelten logo-regionalen Hyperthermie. „Die Methode wird bereits in der klinischen Praxis als komplementäre Therapie eingesetzt. Die Forschung zielt darauf ab, die Wirksamkeit zu verbessern“, sagte Dr. Zoltán Benyó.
Das Oncothermie-Verfahren basiert auf der Radiofrequenzmodulation von Zellen. Sie können Reaktionen auslösen, die das Tumorwachstum lokal hemmen und tumorspezifische Immunreaktionen auslösen. Das Ziel ist der immunogene Zelltod. PD. Dr. Olivér Szász: „Die Oncothermie als Form der Hyperthermie ist eine nicht-toxische Behandlung im Rahmen einer onkologischen Komplementärmedizin. Sie will durch die Erwärmung in einem modulierten elektrischen Feld den Tumor anregen, sich selbst zu zerstören. Dank zusätzlicher regionaler Überwärmung wird das Tumor-umgebende gesunde Gewebe stärker durchblutet. Der Tumor selbst wird schwächer mit Blut und Sauerstoff versorgt. Die tumoreigene Reparatur wird gehemmt.

Kontakt: Oncotherm GmbH, Janina Leckler, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223,  leckler@oncotherm.de

Gesundheit/Medizin Regional/Lokal Veranstaltungen/Events

32.Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Hyperthermische Onkologie Berlin mit Patiententag

Hyperthermie im Rahmen multimodaler Behandlungen bei Krebs und Unterleibstumoren

Die Europäische Gesellschaft für Hyperthermische Onkologie (ESHO) und die Deutsche Gesellschaft für Hyperthermie (DGHT) laden ein zur 32. Jahrestagung nach Berlin vom 16. bis 19. Mai 2018. Unterstützt wird der wissenschaftliche Kongress u.a. von der Troisdorfer Oncotherm GmbH. Eine Besonderheit im Sinne des Wissenstransfers und der Nähe zum Patienten: Der wissenschaftliche Kongress öffnet sich für einen „Patiententag“ (Campus Charité Universitätsmedizin Berlin, Hörsaal Innere Medizin, Virchowweg 9, 10.30-12.30 Uhr.) Die Vorträge werden gehalten im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59. Der Kongress findet in Zusammenarbeit statt mit der European Society for Radiotherapy and Oncology (ESTRO) und der Oncotherm GmbH (Stand 10).

Das Schwerpunkt-Thema der Tagung: „Die multimodale Behandlung von Unterleibstumoren im Rahmen einer thermischen Therapie. Potential und Einschränkungen“ . Am 18. 5. 2018 spricht dazu PD Dr. Oliver Szász über Oncothermie als modulierte Elektrohyperthermie: „Modulated electrohyperthermia from bench to clinic“. Der Vortrag von Prof. Dr. med. Lars Lindner, Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik und Poliklinik III, – Hyperthermie -, überschreibt programmatisch die gesamten Kongresstage: „Die Rolle der regionalen Hyperthermie bei der Behandlung von Weichteilsarkomen.
So behandeln Vorträge u.a. Themen wie Nanotechnologie und Hyperthermie induzierte physiologische Veränderungen. In der Klinik-Session wird diskutiert u.a. über Re-Bestrahlung und Hyperthermie nach der Operation bei rezidivierendem Brustkrebs, Re-Bestrahlung plus Hyperthermie bei wiederkehrendem pädiatrischem Sarkom, Re-Bestrahlung in Kombination mit kapazitiver Hyperthermie bei irreversiblem rezidivierendem Brustkrebs. Weitere Themen u.a.: „Regionale Hyperthermie bei lokalisierten Hochrisiko-Weichteilsarkomen im Kindesalter“, „Gebärmutterhalskrebs mit oder ohne assoziierte HIV-Infektion und modulierte Elektro-Hyperthermie in Kombination mit Chemo-Strahlentherapie“, „Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie und Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenen, rezidivierenden oder metastasierten Erkrankungen“. Dazu kommen spezielle Anwendungen wie: „ Hyperthermie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Lebertumoren“ „Präoperative Radiochemotherapie kombiniert mit tiefen- regionaler Hyperthermie bei fortgeschrittenem Rektumkarzinom“ (Mastdarmkrebs), „Hyperthermie bei Gebärmutterhalskrebs“, „Chemotherapie und regionale Hyperthermie bei rezidivierendem Pankreaskarzinom nach adjuvanter Chemotherapie“ oder „Hyperthermie im Rahmen einer multimodalen Immuntherapie bei Kindern mit DIPG“, einem aggressiven Hirntumor.

Prof. Dr. András Szász

Prof. Dr. András Szász, Begründer der loko-regionalen Hyperthermie (Oncothermie): „Die Vorträge unterschiedlichster Disziplinen der Onkologie zeigen die Vielzahl der Einsatzmöglichkeiten der regionalen Hyperthermie. Die Oncothermie versteht sich hier als spezielle Form der Hyperthermie, um Krebs lokal begrenzt mit Wärme und elektrischem Feld anzugreifen. Die Elektro-Hyperthermie ist daher besonders geeignet, um an der Oberfläche begrenzte oder tiefergelegene Tumoren und deren Metastasen zu attackieren, vor allem bei Tumoren in Gehirn, Lunge, Pankreas, Niere.

Kontakt: Oncotherm GmbH, Janina Leckler, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223, leckler@oncotherm.de

Gesundheit/Medizin

Hyperthermie erfordert individuelle Beratung

Hyperthermie. Warum die Überwärmung zur Tumorbehandlung bis heute kein Standard ist

In einem aktuellen Beitrag des Krebsinformationsdienstes geht das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz.) der Frage nach: „Hyperthermie gegen Krebs – noch sind viele Fragen offen. Warum die Überwärmung zur Tumorbehandlung bis heute kein Standard ist?“ Dabei notiert das dkfz. u.a. : „Diese Wärmeanwendung soll Krebszellen zerstören und den Tumor empfindlicher machen, beispielsweise gegenüber einer Chemo- oder einer Strahlentherapie. Heute setzen Mediziner dafür vor allem die gezielte Wärmeanwendung ein, und sie verwenden dazu meist elektromagnetische Wellen. In der Regel wird die Überwärmung auf den erkrankten Bereich des Körpers begrenzt; eine Ganzkörperhyperthermie ist eher die Ausnahme. Doch die Hyperthermie hat bisher nur bei sehr wenigen Krebsformen und nur in Kombination mit anderen Therapien tatsächliche belegte Erfolge gezeigt. Das wichtigste Beispiel sind Weichteilsarkome.“

Prof. Dr. Andrász Szász

Bevor eine Hyperthermie als Therapie etwa im Rahmen eine Komplementärmedizin oder einer dual-medizinisch  ausgerichteten Onkologie zum Einsatz kommt, sollte sich jeder Patient umfassend über die für ihn individuell passende Hyperthermie und die Rahmenbedingungen der Behandlung informieren. Dazu rät auch Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie, einer lokal einsetzbaren Form der Hyperthermie: „Die lokal-begrenzte Elektro-Hyperthermie zielt darauf ab, spezielle Körperregionen zu erreichen, um Krebs lokal begrenzt mit Wärme und elektrischem Feld anzugreifen. Das körperliche Umfeld bleibt ebenso wie das allgemeine Befinden des Patienten unberührt. Im Gegenteil – in Kombination mit anderen onkologischen Behandlungsmethoden unterstützt die Oncothermie deren Wirksamkeit, stärkt das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden.“

Die Elektro-Hyperthermie ist dank der punktuellen Platzierung der Erwärmung geeignet, um an der Oberfläche begrenzte oder tiefergelegene Tumoren und deren Metastasen zu attackieren, vor allem bei Tumoren in Gehirn, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Niere. Prof. Dr. András Szász: „Durch die punktuelle Anwendung wollen wir eine Selektion auf Zell-Ebene erreichen, also nur Krebszellen attackieren, während wir gesunde unbelastet belassen. Das Ziel der Therapie ist, die Selbst-Reparatur des Krebsgewebes zu vermindern.“

Oncotherm (Troisdorf) entwickelt, produziert und vertreibt seit 1988 Therapiesysteme auf Grundlage des selektiven Erwärmungsverfahrens der lokal regionalen Oncothermie. Das Unternehmen gründet auf der Forschung von Professor Dr. András Szász an der Eötvös Science University, Budapest. Die Elektrohyperthermie-Methode wurde zum Markenbegriff „Oncothermie“ und zu einer der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren mit weltweit mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr. https://www.youtube.com/watch?v=oGq28wgvZfg. Kontakt: Oncotherm GmbH, Janina Leckler, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223,  leckler@oncotherm.de