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Top – Anwälte Ciper & Coll. im Medizinrecht und Arzthaftungsrecht erneut erfolgreich vor Landgericht Düsseldorf

Qualfizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Einzelheiten von Rechtsanwalt Dr. Dirk C. Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht

Landgericht Düsseldorf – vom 26.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung aufgrund Befunderhebungsfehlers nach häuslichem Sturz, 200.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 106/16

Chronologie:
Der Kläger suchte nach einem häuslichen Sturz im März 2008 aufgrund von Rückenschmerzen den Beklagten zu 1) auf. Eine umfangreiche Diagnostik unterblieb. Rund zwei Wochen später stellte er sich wegen anhaltender Beschwerden in der Klinik der Beklagten zu 2) vor. Auch dort unterblieb die erforderliche Diagnostik. Letztlich wurde eine Fraktur des 7. Halswirbels festgestellt. Seit den Vorfällen litt der zwischenzeitlich verstorbene Kläger unter einer Querschnittslähmung mit Tetraparese und Tetraplegie.

Verfahren:
Das Landgericht Düsseldorf hatte im Vorverfahren (Az.: 3 O 291/09) ein orthopädisch-unfallchirurgisches Gutachten eingeholt, sowie auf Antrag der Beklagtenseite drei weitere Ergänzungsgutachten, die jeweils eindeutig ergaben, dass beide Beklagten nicht nachvollziehbare Verstöße gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln begangen haben, die schlechterdings nicht unterlaufen dürfen. Hierdurch sei es zu dem Gesundheitsschaden gekommen. Mehrfach hat das Gericht in diesem rund sieben Jahre andauernden Prozess die Beklagtenseite dazu ermahnt, das Verfahren nicht weiter in die Länge treiben zu wollen. Auch zu einem Vergleich war diese aber nicht bereit, so dass das Gericht beide gesamtschuldnerisch verurteilte, an den Kläger 70.000,- Euro Schmerzensgeld nebst Zinsen und sonstiger Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten zu zahlen. Weiter stellte das Gericht aber auch im Vorprozess fest, dass die Beklagten sämtliche materiellen Kosten für Vergangenheit und Zukunft zu tragen hätten. Um diese Ansprüche ging es in diesem Prozess, nachdem die Beklagtenseite wiederum nicht angemessen regulierte. Zunächst flossen 50.000,- Euro, nach gerichtlichem Vorschlag nochmals 30.000,- Euro, sowie weitere Anwalts-, Gerichts- und sonstige Kosten. Die Gesamtabfindungssumme liegt für die Beklagtenseite bei rund 200.000,- Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Auch bei eindeutigen Sach- und Rechtslagen sträuben sich manche Versicherer immer wieder, in die Regulierung einzutreten. Diese Zermürbungstaktik hat in dem vorliegenden Fall dazu geführt, dass die erste Instanz im Vorprozess erst nach rund sieben Jahren abgeschlossen war. Aus den zugesprochenen Feststellunganträgen musste nochmals gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest, mit Erfolg.

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Top-Anwälte Ciper & Coll. im Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler, bundesweit, erneut erfolgreich vor Landgericht Dresden.

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Einzelheiten von Rechtsanwalt Dr. Dirk C. Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht

Landgericht Dresden vom 17.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nagelung nach distaler Humerusschaftfraktur, LG Dresden, Az.: 6 O 2146/16

Chronologie:
Der Kläger zog sich in 2011 beim Armdrücken eine dislozierte distale Humerusschaftfraktur rechts zu. Er stellte sich am selben Abend in der Notaufnahme der Beklagten vor. Diese stellte die Indikation eines operativen Eingriffs mittels Marknagels. Seither leidet der Kläger unter Bewegungs- und Funktionsstörungen der Hand.

Verfahren:
Das Landgericht Dresden hatte den Vorfall bereits im Vorprozess (Az.: 6 O 616/14) gutachterlich hinterfragen lassen und die Beklagte zur Zahlung von 5.000,- Euro verurteilt, sowie festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet sei, alle weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft zu zahlen. Da der Versicherer der Beklagten zu weiteren Zahlungen nicht bereit war, musste der Kläger erneut gerichtliche Hilfe beanspruchen. Das Gericht schlug den Parteien einen Vergleich einer weiteren Abstandssumme im vierstelligen Bereich vor, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Es ist bedauerlich, dass erneut das Gericht trotz der klaren Sachlage bemüht werden musste, da der Versicherer nicht regulieren wollte. Das stellt aber auch keinen Einzelfall dar, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt D.C. Mahr, LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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Top – Anwälte im Medizinrecht und Arzthaftungsrecht Ciper & Coll. erneut erfolgreich vor Landgericht Bonn

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Einzelheiten von RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht:

Landgericht Bonn – vom 01.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lungenembolie und massiver Hirninfarkt nach Herzkatheteruntersuchung, LG Bonn, Az.: 9 O 287/15

Chronologie:
Der zwischenzeitlich verstorbene Patient stellte sich wegen Herzproblemen in der Klinik der Beklagten vor. Während einer Herzkatheteruntersuchung kam es zu einer Lungenembolie. Im weiteren Verlauf trat ein massiver Hirninfarkt ein, kurze Zeit später verstarb der Patient. Den behandelnden Ärzten wird ein fehlerhaftes Diagnose- und Therapiemanagement vorgeworfen.

Verfahren:
Das Landgericht Bonn hat den Vorfall umfassend gutachterlich hinterfragen lassen. Der gerichtlich bestellte Gutachter kommt im Ergebnis zu einigen ärztlichen Versäumnissen, woraufhin das Gericht den Parteien zu einem Vergleich im vierstelligen Eurobereich angeraten hat.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Aufgrund der nur geringen Leidenszeit sind die möglichen Ansprüche für die Hinterbliebenen sehr gering. Der zeitnahe Eintritt der Todes führt in Deutschland zu keinem nennenswerten Schmerzensgeldanspruch, stellt Rechtsanwalt Dr. D.C. Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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Top-Anwälte im Medizinrecht und Arzthaftungsrecht: Ciper & Coll. erneut erfolgreich vor Landgericht Heidelberg

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht:

Landgericht Heidelberg vom 21.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Komplikationen nach Spondylodese L4/L5, 100.000,- Euro, LG Heidelberg, Az.: 5 O 170/14

Chronologie:
Der Kläger befand sich aufgrund einer Spondylodese in stationärer Behandlung bei der Beklagten. Es erfolgte eine Versteifung und ein Cage wurde eingesetzt. Intraoperativ traten Komplikationen auf. Dadurch waren Folgeoperationen erforderlich. Es werden eine fehlerhafte Operation und mangelnde Aufklärung vorgeworfen.

Verfahren:
Bereits im Vorfeld hatte sich der MDK Rheinland-Pfalz mit dem Vorfall befasst und festgestellt, dass die Behandlung grob fehlerhaft erfolgte. Dieser Konstatierung schloss sich der gerichtlich bestellte Gutachter an, woraufhin das Gericht den Parteien zu einer gütlichen Einigung anriet. Der Streitwert wurde auf 250.000,- Euro festgelegt. Die Parteien haben sich letztlich auf ein pauschales Schmerzensgeld in Höhe von 100.000,- Euro geeinigt.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Der Vorfall liegt bereits acht Jahre zurück. Hier sind Rechtsprechung und Politik gefordert, auf eine Beschleunigung der Arzthaftungsprozesse hinzuwirken. Denn es ist bedauerlich, dass geschädigte Patienten oftmals eine sehr lange Zeit auf eine Entschädigung zuwarten müssen, meint Fachanwalt für Medizinrecht Dr. DC Ciper, LLM.

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Top-Anwälte Ciper & Coll. im Medizinrecht und Arzthaftungsrecht erneut erfolgreich vor Landgericht Bremen

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

Landgericht Bremen – vom 14.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Armplexuslähmung anlässlich Geburtsvorganges, 200.000,- Euro, LG Bremen, Az.: 3 O 1357/13

Chronologie:
Die Klägerin war mit ihrem vierten Kind schwanger. Sie wünschte eine Hausgeburt, anlässlich derer es infolge einer Schulterdystokie zu einer Plexuslähmung des rechten Armes des Kindes kam. Die Klägerin selber erlitt u.a. einen Dammriss.

Verfahren:
Das Landgericht Bremen hat den Vorfall mittels eines medizinischen Fachgutachtens hinterfragen lassen. Im Ergebnis stellte der Sachverständige neben weiteren Punkten fest, dass es zu einer extremen Abweichung zwischen dem Schätzgewicht und dem tatsächlichen Gewicht des Kindes gekommen sei. Diese sei auch nicht erklärlich und es handele sich um einen groben Behandlungsfehler. Das Gericht hat die Beklagte sodann dem Grunde nach zur Zahlung der immateriellen und materiellen Ansprüche verurteilt. Die Gesamtschadenposition liegt im Bereich von 200.000,- Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Neben Sauerstoffunterversorgungen zählen Armplexuslähmungen zu den klassischen Risiken beim Geburtsvorgang. Die hieraus resultierenden Gesundheitsschäden und damit auch die Schadenbeträge sind in der Regel erheblich und bewegen sich im fünf- bis siebenstelligen Eurobereich, so RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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Medizinrecht, Arzthaftungsrecht: Erneuter Prozesserfolg von Ciper & Coll. vor Landgericht Stuttgart.

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht

Landgericht Stuttgart vom 08.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht erkanntes Prostatakarzinom trotz suspekten Palpationsbefundes, 100.000,- Euro, LG Stuttgart, Az.: 20 O 132/15

Chronologie:
Der Kläger stellte sich beim Beklagten zu einer Vorsorgeuntersuchung vor. Der Beklagte beschrieb die Prostata als palpatorisch sehr derb und notierte:“Prostatahyperplasie mit suspektem Tastbefund“. Er empfahl eine Kontrolluntersuchung. Es erfolgte eine transrektale Prostatastanzbiopsie mit der Diagnose eines Prostatakarzinoms. Dem Beklagten wird vorgeworfen, die erforderliche Diagnostik nicht bereits fünfzehn Monate früher vorgenommen zu haben. Es liegt beim Kläger ein fortgeschrittenes metastasiertes Prostatakarzinom vor.

Verfahren:
Bereits der MDK der zuständigen Krankenkasse hatte in zwei Gutachten die Fehlerhaftigkeit konstatiert. Auch der gerichtlich befasste Sachverständige spricht mit klaren Worten von einer Fehlbehandlung durch den Beklagten. Das Landgericht Stuttgart hat den Parteien daraufhin zu einer gütlichen Einigung über pauschal 100.000,- Euro angeraten. Diesem Vergleichsvorschlag ist der Kläger jedoch aufgrund der Erheblichkeit seines Gesundheitsschadens nicht nähergetreten und beansprucht eine höhere Abfindungssumme.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
In einem weiteren mündlichen Termin wird eruiert werden, ob dieses Verfahren zu einer vergleichsweisen Klärung geführt werden kann. Sollte dieses nicht der Fall sein, so muss das Landgericht die Sache ausurteilen, stellt die sachbearbeitende Rechtsanwältin Irene Rist, Fachanwältin für Medizinrecht klar.

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Arzthaftungsrecht und Medizinrecht: Erneuter Prozesserfolg von Ciper & Coll. vor Landgericht Frankfurt/M.

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Landgericht Frankfurt/M. vom 03.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Indikation zur Biopsie nach Meningeom, 180.000,- Euro plus Feststeller, LG F“furt/M., Az.: 2 – 04 O 218/14

Chronologie:
Die Klägerin leidet an einem Meningeom WHO I. Sie stellte sich in der Klinik der Beklagten aufgrund von Sehstörungen vor. Dort veranlassten die Mediziner eine stereotaktische Biopsie des Tumors. Es stellte sich eine linksseitige spastische Hemiparese mit Hemihypästhesie ein, sowie eine rechtsseitige Pneumonie, die in eine Embolie überging. Seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter deutlichen Bewegungseinschränkungen und ist in ihrer allgemeinen Lebensführung erheblich beeinträchtigt. Sie ist auf einen Rollator angewiesen.

Verfahren:
Das Landgericht Frankfurt/M. hat den Vorfall fachmedizinisch hinterfragen lassen. Der befasste Sachverständige führte überzeugend aus, dass die erfolgte Biopsie, die zu dem Schaden führte, nicht indiziert war. Daraufhin verurteilte das Gericht die Beklagte zu einem Schmerzensgeld von 180.000,- Euro und stellte zudem fest, dass die Beklagte verpflichtet ist, der Klägerin auch sämtlichen weiteren materiellen Schaden für Vergangenheit und Zukunft zu zahlen. Im Übrigen habe sie vorgerichtliche Anwaltskosten von über 10.000,- Euro zu zahlen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Eine Besonderheit in dieser Angelegenheit liegt darin, dass das befasste Gericht das von Klägerseite beanspruchte Schmerzensgeld in Höhe von 150.000,- Euro sogar noch für untersetzt erachtete und auf 180.000,- Euro anhob. Die Höhe steht im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichtes. Hinsichtlich der zugesprochenen Feststellungsansprüche werden weitere Verhandlungen über sechsstellige Beträge erfolgen, so Rechtsanwältin Irene Rist und Rechtsanwalt Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwälte für Medizinrecht.

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Erneuter Prozesserfolg für Ciper & Coll., den Anwälten für Medizinrecht, vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

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Oberlandesgericht Düsseldorf vom 01.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Perityphlitischer Abszess nach nicht erkannter Appendizitis, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 126/16

Chronologie:
Die Klägerin litt unter starken Bauchschmerzen und stellte sich bei ihrem Hausarzt, dem Beklagten, vor. Dieser schickte die Klägerin ohne genauere Abklärung der Symptome wieder nach Hause. Da sich die Schmerzen nicht besserten, suchte die Klägerin den Beklagten eine Woche später erneut auf und bestand auf eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus. Die Einweisungsdiagnose lautete: Rechtsseitige Unterbauchschmerzen, z.B. Appendizitis. Es zeigte sich ein massiv erhöhter CRP-Wert. Noch am gleichen Tage erfolgte die operative Entfernung des Blinddarms. Es war bereits ein Abszess entstanden. Die Klägerin leidet nunmehr unter einem Verwachsungsbauch.

Verfahren:
Vor dem Verfahren hatte sich bereits die Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein (Az. Z 2802 – 1/12) mit dem Vorfall befasst und im Ergebnis von einer Schicksalhaftigkeit gesprochen. Demgegenüber geht der vom Gericht bestellte Sachverständige von einer ärztlichen Fehlbehandlung aus. Das Landgericht Düsseldorf (Az.: 3 O 294/14) hatte den Parteien zunächst eine gütliche Einigung über eine hohe vierstellige Summe angeraten, die nicht zustande kam. Daraufhin verurteilte das Gericht den Beklagten zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 6.000,- Euro und stellte zudem fest, dass alle weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft vom Beklagten zu tragen seien. Hiergegen zog der Beklagte vor das OLG Düsseldorf, das den Parteien nunmehr zu einem Vergleich im hohen vierstelligen Eurobereich anriet, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Auch wenn vorgerichtlich eingeholte Gutachten, beispielsweise über den Medizinischen Dienst einer Krankenkasse, oder die Gutachterkommission einer Ärztekammer für den Patienten negativ ausfallen, kann sich das Bild im gerichtlichen Verfahren noch ändern. Gerichte holen in der Regel in Arzthaftungsprozessen neue Gutachten ein. Das gerichtliche Vorgehen war insoweit für die Klägerin erfolgreich, meint RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht. Die im Grunde genommen unnötige Involvierung des Oberlandesgerichtes belastet die Gerichtsbarkeit und führt zu Gerichts- und Anwaltskosten, die die Parteien, oder die Rechtsschutzversicherung zu tragen haben.

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Medizinrecht, Arzthaftungsrecht, Behandlungsfehler: Ciper & Coll. erneut erfolgreich vor dem Landgericht Lübeck.

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Informationen von RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht:

Landgericht Lübeck vom 25.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schwerer anaphylaktischer Schock nach Metamizoleinnahme und bekannter Metamizol-Allergie, LG Lübeck, Az.: 12 O 356/16

Chronologie:
Die Klägerin begab sich wegen starker Rückenschmerzen in die Gemeinschaftspraxis der Beklagten. Ihr wurde ein Medikament verschrieben, das den Wirkstoff Metamizol-Natrium beinhaltet. Gegen diesen Wirkstoff ist die Klägerin allergisch und wies die Beklagte hierauf auch entsprechend hin, worauf nicht adäquat reagiert wurde. Nach Einnahme des Medikamentes erlitt die Klägerin einen schweren anaphylaktischen Schock und musste mehrere Tage auf einer Intensivstation behandelt werden.

Verfahren:
Das Landgericht Lübeck hat hinsichtlich des Vorfalles eine umfangreiche Zeugen und -Parteivernehmung vorgenommen, um zu eruieren, wie es zu dem Fehler kommen konnte. Zu klären war insbesondere, ob die Beklagtenseite den Allergiepass der Klägerin eingesehen hatte, was diese bestreitet. Sodann wäre aber auch noch die Frage relevant, ob sich die Beklagtenseite den Allergiepass hätte zeigen lassen müssen, zumal der Ehemann der Klägerin explizit von einer Penicillin-Allergie sprach. Im Ergebnis schlug das Gericht sodann den Parteien einen Vergleich im hohen vierstelligen Eurobereich vor, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Das Gericht stellte sich anlässlich der Beweisaufnahme weiterhin die Frage, ob die Patientin nicht auch eine Eigenverantwortung habe und nicht selbst in den Allergiepass hätte schauen müssen, ließ die Antwort jedoch offen. Die Schadenfolge hätte bei ungünstigem Verlauf deutlich schlimmer ausfallen können, daher ist die erzielte gütliche Einigung für alle Beteiligten sicherlich der richtige Weg, stellt RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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Der BGH entscheidet im Geburtsschadensrecht:

Ansprüche aus Behandlungsfehlern können zu anderen Zeiten verjähren als solche aus Aufklärungsversäumnissen (BGH vom 08.11.2016, Az.: VI ZR 594/15)

RA Dr. D.C.Ciper LLM, Mitbegründer des „Anwaltsforum Patientenanwälte“ ( http://www.anwaltsforum-patientenanwaelte.de) informiert:

Der BGH entscheidet im Geburtsschadensrecht:

Ansprüche aus Behandlungsfehlern können zu anderen Zeiten verjähren als solche aus Aufklärungsversäumnissen (BGH vom 08.11.2016, Az.: VI ZR 594/15)

Die Parteien stritten im Revisionsverfahren ob Ansprüche des Klägers gegen die Beklagten wegen ärztlicher Behandlungs- und Aufklärungsfehler im Zusammenhang mit seiner Geburt verjährt sind.

Der BGH bestätigt die Entscheidung die Annahme des Berufungsgerichts (OLG Koblenz, Az: 5 U 403/15) dahingehend, dass gemäß § 199 Abs. 1 BGB die maßgebliche Verjährungsfrist von drei Jahren mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Kläger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangte oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen.

Der BGH stellt allerdings fest, dass Ansprüche aus Behandlungsfehlern zu anderer Zeit verjähren können, als solche aus Aufklärungsversäumnissen.

Dies wird damit begründet, dass zwischen Ansprüchen wegen unzureichender ärztlicher Aufklärung einerseits und wegen fehlerhafter Behandlung andererseits zwar eine Verknüpfung dergestalt bestehe, dass es Ziel des Schadensersatzbegehrens des Patienten ist, eine Entschädigung für die bei ihm aufgrund der Behandlung eingetretenen gesundheitlichen Nachteile zu erlangen, jedoch den Haftungstatbeständen verschiedene voneinander abgrenzbare Pflichtverletzungen zugrunde liegen. Dies kann zu unterschiedlichen Verjährungsfristen führen.

Die Verjährungsfrist beginnt hinsichtlich des Aufklärungsversäumnisses bereits dann, wenn der Geschädigte bei seinem Kenntnisstand die Erhebung einer Schadensersatzklage – sei es auch nur in der Form der Feststellungsklage- zumutbar ist.

Die Wahrnehmung der unterbliebenen Aufklärung bestand vorliegend weitaus früher als die erforderliche Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnisse über einen Behandlungsfehler, so dass die Verjährungsfrist hinsichtlich der fehlerhaften Aufklärung früher begann.

Hinsichtlich der Behandlungsfehler kann die Kenntnis nur darauf gestützt werden, dass die negativen Auswirkungen der ärztlichen Behandlung bekannt werden und darüber hinaus auch auf einen ärztlichen Behandlungsfehler als Ursache dieses Misserfolges geschlossen werden kann.

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