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Inamori-Stiftung verleiht zum 34. Mal den Kyoto-Preis an Wissenschaftler der Bereiche „Advanced Technology“, „Basic Science“ und „Arts und Philosophy“

Neurowissenschaflter Dr. Deisseroth, Mathematiker Dr. Kashiwara und Künstlerin Joan Jonas erhielten in der japan. Kaiserstadt den Kyoto-Preis. Dieser gilt als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für Lebenswerke in Kultur und Wissenschaft.

Inamori-Stiftung verleiht zum 34. Mal den Kyoto-Preis an Wissenschaftler der Bereiche "Advanced Technology", "Basic Science" und "Arts und Philosophy"

Feierliche Zeremonie im Kyoto International Conference Center

Kyoto/Neuss, 14.11.2018. Bereits zum 34. Mal wurde der Kyoto-Preis an die diesjährigen Preisträger aus den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“ vergeben. Die hochdotierte Ehrung wird stehts am 10. November bei einer feierlichen Zeremonie im Kyoto International Conference Center durch die Inamori-Stiftung verliehen. Alle drei Laureaten nahmen die Auszeichnung in der alten japanischen Kaiserstadt im Beisein von Prinzessin Takamado, einem Mitglied der Kaiserfamilie, und mehr als tausend internationalen Gästen aus Wirtschaft, Kultur und Politik entgegen. Der Kyoto-Preis umfasst pro Kategorie ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld in Höhe von jeweils 100 Millionen Yen (rund 770.000 Euro).

Kyoto-Preis: Auszeichnung mit Tradition
Der Kyoto-Preis wurde 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera mit Hauptsitz in Kyoto, ins Leben gerufen. Zu den Preisträgern der letzten 33 Jahre zählen bedeutende Persönlichkeiten wie die Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der französische Komponist Pierre Boulez sowie der Molekularbiologe Yoshinori Ohsumi, der 2017 den Nobelpreis für seine Forschungsarbeit erhalten hat. Auch der diesjährige Nobelpreisträger für Medizin Tasuku Honjo wurde 2016 bereits mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet.

Die Kyoto-Preisträger 2018
Dr. Karl Deisseroth, USA – Professor und Wissenschaftler an der Stanford University
Dr. Karl Deisseroth beschäftigt sich mit mikrobiellen, lichtaktivierten Proteinen wie beispielsweise Kanalrhodopsine in grünen Algen. Er ist Mitbegründer der „Optogenetik“ – eine neue methodologische Disziplin, die die Aktivierung oder Hemmung von Neuronen durch Lichtimpulse im Millisekundenbereich erforscht. Diese Erfolge haben das Feld systemischer Neurowissenschaften revolutioniert, da sie kausale Untersuchungen von Neuronen-Anordnungen und der daraus resultierenden Funktionen ermöglichen, die über korrelationale Untersuchungen weit hinaus gehen.

Dr. Masaki Kashiwara, Japan – Professor an der Kyoto Universität
Dr. Masaki Kashiwara etablierte die Theorie der D-Module und trug somit entscheidend zur Gestaltung und Weiterentwicklung der algebraischen Analyse bei. Seine zahlreichen Leistungen – zu denen etwa auch die Etablierung der sogenannten Riemann-Hilbert-Korrespondenz, ihre Anwendung in der Repräsentations-Theorie und der Aufbau einer Kristall-Basis-Theorie zählen – haben großen Einfluss auf verschiedene Felder der Mathematik und trugen erheblich zu deren Entwicklung bei.

Joan Jonas, USA – Emertierte Professorin am Massachusetts Institut für Technologie
Joan Jonas erschaffte eine neue künstlerische Form, indem sie Performance-Kunst und Video-Kunst miteinander verband und ihre ursprüngliche Ausdrucksform an der Spitze zeitgenössischer Kunst fortlaufend weiterentwickelte. Mit labyrinthähnlichen Werken, die das Publikum zu ganz unterschiedlichen Interpretationen anregen, gibt sie das Erbe der Avantgarde aus den 1960er-Jahren durch dessen Fortentwicklung in einen postmodernen Rahmen weiter und beeinflusst so nachhaltig Künstler nachfolgender Generationen.

Weitere Informationen zum Kyoto-Preis sowie zur Inamori-Stiftung finden Sie unter http://www.kyotoprize.org/en/

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 264 Tochtergesellschaften (31. März 2018) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 75.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,04 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 764.000 Euro*).

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Kyoto-Preis 2017 geht an Halbleiter-Ingenieur, Pflanzenphysiologen und Musikwissenschaftler

Auch in diesem Jahr zeichnet die Inamori-Stiftung das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft aus.

Kyoto-Preis 2017 geht an Halbleiter-Ingenieur, Pflanzenphysiologen und Musikwissenschaftler

Dr. Graham Farquhar, Dr. Richard Taruskin, Dr. Takashi Mimura (Preisträger Kyoto-Preis 2017)

Kyoto / Neuss, Juni 2017. Der Kyoto-Preis gilt neben dem Nobelpreis als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft. Die diesjährigen Preisträger sind der japanische Halbleiter-Ingenieur Dr. Takashi Mimura, der australische Pflanzenphysiologe Dr. Graham Farquhar und der amerikanische Musikwissenschaftler Dr. Richard Taruskin. Die Inamori-Stiftung, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde, verleiht den mit 50 Millionen Yen (rund 400.000 Euro) pro Kategorie dotierten Preis jährlich an drei Preisträger in den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“. Die feierliche Preisverleihung findet am 10. November 2017 in Kyoto statt.

Die Kyoto-Preisträger 2017

Dr. Takashi Mimura (Japan) – . Gastwissenschaftler Advanced ICT Research Institute
Dr. Takashi Mimura hat Transistoren mit hoher Elektronenbeweglichkeit (high electron mobility transistor – HEMT), die zwei Halbleiter verbinden, erfunden. Er hat ebenso ihre umfassende Verwendung im hochfrequenten Bereich erforscht. Heute findet man HEMTs in Mikrowellenempfängern für Radioastronomie, in Empfängern für Satelliten- und GPS-Systeme, in Mobiltelefonen, deren Basisstationen sowie in KFZ-Abstands-Radars zur Kollisionsvermeidung. Die Erfindung des HEMT hat die Erforschung von Elektronen mit reduzierten Dimensionen entscheidend vorangebracht und maßgeblich zum Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologie beigetragen. Sie leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag in unserer modernen Kommunikationsgesellschaft. Dr. Takashi Mimura, 72, aus Osaka ist Gastwissenschaftler am Advanced ICT Research Institute des National Institute of Information and Communications Technology, Japan. Er erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter die renommierte Ehrenmedaille am Violetten Band der Japanischen Regierung, den ISCS Heinrich Welker Award und den Japan Society of Applied Physics Achievement Award.

Dr. Graham Farquhar (Australien) – Professor an der Australian National University
Dr. Graham Farquhar hat eine Reihe von Prozessmodellen der Photosynthese entwickelt, die die Vorhersage von Umweltreaktionen des Kohlendioxidaustausches zwischen Vegetation und Atmosphäre ermöglichen. Außerdem sind diese Prozesse unverzichtbar für die Berechnung nahezu aller heute vorhandener Modelle der terrestrischen Biosphären- und Kohlenstoffzyklen und leisten einen essentiellen Beitrag für die Erforschung des Klimawandels sowie für die Umweltwissenschaften insgesamt. Auf Basis seiner prozessbasierten Modelle hat Dr. Farquhar außerdem bei der Auswahl von Dürre-resistenten Weizen- und Erdnuss-Sorten mitgearbeitet. Er war Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change und hat als wissenschaftlicher Berater Australien bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll vertreten. Dr. Graham Farquhar, 69, aus Tasmanien arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Michigan State University-U.S. Department of Energy Plant Research Laboratory, bevor er an seine Universität, die Australian National University, zurückkehrte. Er erhielt den Humboldt-Forschungspreis, den Prize for Science des australischen Premierministers und ist Officer of the Order of Australia.

Dr. Richard Taruskin (USA) – emeritierter Professor an der University of California, Berkeley
Dr. Richard Taruskin ist Musikwissenschaftler und -kritiker, der sich konventionellen kritischen Paradigmen widersetzt und zeitgenössische Perspektiven der Musik seinen historische Forschungen und Essays unterwirft. Er argumentiert, dass zeitgenössische Aufführungen der Alten Musik keine wahre Authentizität bieten, sondern eher Reflexionen der Ästhetik des späten 20. Jahrhunderts seien. Seiner Überzeugung nach kann keine strikte Analyse von musikalischen Texten jemals die wahre Absicht des Komponisten offenbaren, die immer ein „Mysterium“ bleiben muss. Diese Argumentation beeinflusste die Aufführungspraxis der frühen Musik. Seine revolutionäre Methode, die originalen Kompositionen in ihrem kontextuellen Umfeld zu analysieren, spiegelt seine umfangreichen Kenntnisse von Geschichte, Kultur, Politik, Kunst, Literatur und Religion wider. Zu seinen international anerkannten Büchern zählt die Oxford History of Western Music, der umfangreichste Überblick über die westliche Musikgeschichte, der jemals von einem einzigen Autor geschrieben wurde. Die Qualität und der Umfang seiner Arbeit zeigen, dass die Musik Kreativität nicht nur in Komposition und Aufführung, sondern auch im detaillierten Diskurs über den Zusammenhang, in dem Musik entstanden ist, erfordert. Der gebürtige New Yorker Dr. Richard Taruskin, 72, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter die Dent-Medaille und den Royal Philharmonic Society Music Award.

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 231 Tochtergesellschaften (31. März 2017) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 70.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,86 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 400.000 Euro*)

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