Tag Archives: Lebensstil

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Stubenhocker wieder in Bewegung bringen!

Kindgerechtes Spielen braucht körperliche Aktivität

sup.- 53 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Body-Mass-Index (BMI) von 25 oder mehr, gelten also als übergewichtig. Der Anteil der stark übergewichtigen (adipösen) Erwachsenen mit BMI-Werten ab 30 liegt bei 16 Prozent. Bewegungsmangel ist eine der Hauptursachen, die mittlerweile auch den Lebensstil zahlreicher Kinder und Jugendlicher prägt. PC, Spielkonsole und Smartphone machen bereits aus Grundschulkindern träge Stubenhocker. Weil sich der Körperbau in diesem Alter noch ständig ändert, ist bei den Kleinen die Berechnung des Body-Mass-Index wenig aussagekräftig. Umso wichtiger ist es, dass Eltern, Erzieher, Lehrer und Kinderärzte Tendenzen zum Übergewicht rechtzeitig erkennen und mehr Bewegung ins Spiel bringen. Das ist wörtlich gemeint, denn dass kindgerechtes Spielen vor allem mit körperlicher Aktivität verbunden sein sollte, bedarf heute leider oft einer Erinnerung – und oft auch der richtigen Anstöße und Ideen. Wie die aussehen können, dafür gibt es auf Online-Portalen wie www.pebonline.de oder www.komm-in-schwung.de praxisgerechte Anregungen.

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Ernährungsforschung ohne Substanz

Studien taugen nicht für Empfehlungen

sup.- Fast täglich wird die Menschheit mit Studien zur Ernährung und darauf aufbauenden Empfehlungen traktiert. Dazu stellt Prof. Dr. John Ioannidis fest: „Es gibt etwa eine Million Ernährungsstudien, zehntausende Forscher arbeiten auf diesem Gebiet und veröffentlichen wie verrückt. Fast jeden Tag erscheint ein neues Paper, das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht stimmt.“ Prof. Ioannidis ist ein international renommierter Experte für Metaresearch, also die Bewertung der Qualität von Forschung. Er kritisiert zweifelhafte Messmethoden, die falsche Interpretation von schlichten Beobachtungsstudien und Fragestellungen, mit denen komplexe Zusammenhänge unzulässig vereinfacht werden. Aus seiner Sicht sind rund 85 Prozent der jährlich in die Gesundheitsforschung investierten Gelder schlicht verschwendet.

Eine ähnlich kritische Position hat Prof. Dr. Peter Stehle, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Er stellt fest, dass die Ernährungsforschung nicht genügend wissenschaftliche Evidenz liefern kann. Formulierungen wie gesund und ungesund, so Stehle, seien falsch, weil sie den Eindruck erwecken würden, das eine darf ich, das andere nicht. In der Ernährungsforschung, so führt er aus, dürfe es kein schwarz und weiß geben, auch wenn viele das gerne hätten. Und zum Einfluss der Ernährung auf die Verfassung des Menschen stellt er unmissverständlich fest: „Das lässt sich nicht quantifizieren. Niemand weiß das.“ Auch zum Thema Körpergewicht hat Prof. Stehle eine überzeugende Empfehlung: „Wenn ich weniger Energie verbrauche, muss ich dann halt weniger essen.“

In seinem Buch „Schluss mit Essverboten“ (Plassen-Verlag) fordert deshalb der Wissenschaftsjournalist Detlef Brendel eine neue Qualität der Gesundheitsdiskussion. Er kritisiert die Inflation von angeblich gesunden Ernährungsempfehlungen ohne wissenschaftlich solide Basis, die Verteufelung einzelner Nahrungsmittel und sogar einzelner Bausteine von Nahrungsmitteln sowie die gezielten Manipulationen von denjenigen, die mit der Ernährungs-Hysterie ihre Geschäfte machen.

Gesundheit wird primär durch den gesamten individuellen Lebensstil und durch genetische Disposition geprägt. Die Ernährung ist dabei nur ein Segment des Lebensstils. Sie setzt sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Nahrungsmittel zusammen. Diese wiederum bestehen aus einem breiten Spektrum von Inhaltsstoffen. Einen einzelnen dieser Inhaltsstoffe isoliert als verantwortlich für die Gesundheit zu definieren, so Brendel, macht schon allein nach den Grundsätzen der Logik keinen Sinn. Die Reglementierung der Ernährung, bei der die Inhaltsstoffe Zucker, Fett und Salz im Fokus stehen, kann deshalb die Komplexität des Lebensstils nicht lösen. Besonders trifft dies auf die Diskussion des Übergewichts zu, bei der beispielsweise das relevante Thema Bewegung gezielt ausgegrenzt wird. So wird die Komplexität des Lebensstils unzulässig vereinfacht, um zu den gewünschten Empfehlungen zu kommen. Nach den Kriterien von Prof. Ioannidis gehören solche Studien in den Müll.

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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig

Viel Bewegung in der Kindheit als beste Vorbeugung

sup.- Das Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern – klingt zunächst kompliziert, ist aber ein allgemein anwendbares Rechenverfahren zur Aufdeckung von Gewichtsproblemen. Der so genannte Body-Mass-Index (BMI), der auf diese Weise ermittelt wird, sagt natürlich nichts über die jeweilige Verteilung des Körperfetts aus. Aber er dient nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zumindest als Anhaltspunkt, ob das Körpergewicht eher gering, normal oder hoch ist. Und die Antwort auf diese Fragestellung fällt für viele Deutsche nicht besonders vorteilhaft aus: 53 Prozent aller Erwachsenen sind nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes übergewichtig, haben also einen BMI von 25 und darüber. Immerhin 16 Prozent beträgt der Anteil der Bevölkerung ab 18 Jahren mit BMI-Werten ab 30. Hier beginnt in der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Definition für adipöse, also stark übergewichtige Menschen.

Bei Kindern ist der Body-Mass-Index laut BZgA wenig aussagekräftig, weil sich die Körperzusammensetzung während des Wachstums immer wieder verändert. Aber trotzdem ist davon auszugehen, dass das Übergewicht vieler Erwachsener seinen Ursprung schon in jungen Lebensjahren hat. Hier werden nämlich die Weichen gestellt, ob ein wenig bewegungsfreudiger Lebensstil die künftigen Gewichtsprobleme begünstigt. Leider sehen zahlreiche Eltern keinen Handlungsbedarf, selbst wenn ihr Kind die Freizeit überwiegend sitzend vor dem PC oder der Spielkonsole verbringt. Aber Fakt ist: Nur noch eine Minderheit der Kinder und Jugendlichen kommt auf die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungsdauer von mindestens 60 Minuten. Dabei zeigen die aktuell alarmierenden BMI-Werte der Erwachsenen, dass die Förderung eines vitalen Lebensstils gar nicht früh genug beginnen kann. Ihrer Vorbildfunktion sollten sich Eltern deshalb stets bewusst sein. Darauf zu setzen, dass sich die überzähligen Pfunde schon irgendwie „auswachsen“, kann bei den Kindern zu lebenslangen Gesundheitsproblemen führen. Tipps, wie sich viel Bewegung und altersgerechte körperliche Aktivitäten gut in den Familienalltag integrieren lassen, bieten Online-Ratgeberportale wie z. B. www.pebonline.de oder www.komm-in-schwung.de.

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Ärztliche Beobachtung von COPD nicht hinauszögern!

Therapieoptionen auch bei akuten Krankheitsschüben

sup.- Die Scheu vor dem regelmäßigen Arztbesuch hängt oft damit zusammen, dass Patienten sich für ihr Krankheitsbild persönlich verantwortlich fühlen. Dies gilt nicht nur z. B. bei Fällen von Übergewicht, Adipositas oder Diabetes, sondern auch dann, wenn Menschen an der Lungenerkrankung COPD leiden. Vor allem Raucher befürchten ärztliche Vorhaltungen oder Konsequenzen für den eigenen Lebensstil. Aber auch diese Patienten haben selbstverständlich ein Recht auf die bestmögliche Behandlung und sollten ihre Beschwerden nicht durch hinausgezögerte oder versäumte Arzttermine forcieren. Bei der COPD-Therapie geht es nämlich weniger um das Verhalten in der Vergangenheit als um die aktuelle Mitwirkung der Betroffenen. Selbst bei instabilen Erkrankungsphasen mit akuten Symptomverschlechterungen gibt es heute wirkungsvolle Behandlungsoptionen. Wenn eine bislang bewährte zweifache Medikation diese Krankheitsschübe nicht mehr verhindert, kann eine Dreifach-Fixkombination aus einem einzigen Inhalator die Lebensqualität deutlich verbessern.

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Weniger Kalorien bei reduziertem Zucker?

Missverständnis begünstigt Übergewicht

sup.- Je nach Produkt gehen bis zu 90 Prozent der deutschen Verbraucher davon aus, dass Nahrungsmittel mit reduziertem oder gar keinem Zuckergehalt auch weniger Kalorien haben müssen. Dieses Ergebnis einer aktuellen Forsa-Studie offenbart leider einen weit verbreiteten Irrglauben. Denn der Zucker in diesen Speisen wird oft durch Zutaten ersetzt, die noch mehr Kalorien enthalten. Wer glaubt, sich bei zuckerreduzierter Nahrung gerne auch mal eine Zusatzportion gönnen zu dürfen, der entfernt sich schnell noch weiter von der schlanken Linie. Den Zucker zur wesentlichen Ursache von Übergewicht zu erklären, leugnet deshalb nach Ansicht des Publizisten Detlef Brendel grundlegende ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse und trägt zur Irreführung der Verbraucher bei. In seinem Buch „Schluss mit Essverboten“ fordert Brendel, weniger über einzelne Bausteine der Ernährung als vielmehr über einen insgesamt aktiven Lebensstil zu diskutieren. Denn das Missverhältnis zwischen aufgenommenen und verbrauchten Kalorien sei die eigentliche Ursache von Übergewicht – ganz unabhängig von der Herkunft der Kalorien.

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Bewegungszeugnis zeigt Defizite in Deutschland

Inaktiver Lebensstil von Kindern und Jugendlichen

Bewegungszeugnis zeigt Defizite in Deutschland

Foto: stock.adobe.com / Robert Kneschke (No. 6086)

sup.- Zeugnisnoten für sportliche Leistungen: So etwas erhalten nicht nur Schüler, sondern auch ganze Nationen. Seit 2014 vergibt die internationale Gesundheits-Initiative „Active Healthy Kids Global Alliance“ ein Bewegungszeugnis an mittlerweile rund 50 Staaten auf der ganzen Welt. Dafür werden in den Ländern die körperlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen ebenso untersucht wie beispielsweise die Dauer ihrer sitzenden Beschäftigungen oder die Art, wie der Schulweg zurückgelegt wird. Auch das Vorbildverhalten der Eltern, die Ausstattung der Gemeinden mit Spielplätzen, Parks und Radwegen sowie die schulischen Sportangebote werden unter die Lupe genommen. Deutschland, das in diesem Jahr erstmals an der globalen Zeugnisvergabe teilgenommen hat, zählt mit seiner Benotung leider nicht zu den Klassenbesten. Im Gegenteil: Hierzulande kommen nur rund 20 Prozent der Kinder auf die eine Stunde moderater bis intensiver körperlicher Aktivität, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als tägliche Mindestdauer empfohlen wird. Stattdessen verbringen 80 Prozent mehr als zwei Stunden vor dem Fernseher, Computer oder Smartphone. Damit sind die deutschen Kids im Vergleich zu ihren Altersgenossen in vielen anderen Ländern wahre Bewegungsmuffel.

„Dreimal nur knapp besser als mangelhaft – Deutschland ist versetzungsgefährdet“, so fasst Prof. Yolanda Demetriou von der Technischen Universität München, die die Untersuchungen in Deutschland geleitet hat, die alarmierende Benotung zusammen. Angesichts der Studienergebnisse warnt die Sport- und Gesundheitspädagogin vor den Folgen der körperlichen Inaktivität: „Wer sich als Kind zu wenig bewegt, bei dem besteht ein hohes Risiko, dass er dies auch als Erwachsener tut. Das wiederum begünstigt die Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Herzinfarkt oder Schlaganfall.“ Um das Bewegungs- und Sitzverhalten, das sich in den schlechten Noten für Deutschland widerspiegelt, wirksam zu verändern, müssen nicht nur die Rahmenbedingungen gegeben sein. Denn was das Potenzial durch organisierte Sportvereine, Sportstätten und den Schulsport anbelangt, schneidet Deutschland im internationalen Vergleich sogar gut ab. Was aber offensichtlich vielen Kindern und Jugendlichen fehlt, sind praktische, jederzeit umsetzbare Bewegungsangebote im Alltag. Hier sind Lehrer, Erzieher und vor allem die Eltern gefordert. Online-Ratgeber wie www.pebonline.de oder www.komm-in-schwung.de bieten dabei Hilfestellung sowie wertvolle Anregungen für einen aktiven Lebensstil.

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Gesundheitsgefährdung durch Medienkonsum

Eltern sollten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden

sup.- Für Kinder ist der Umgang mit modernen Medien wichtig, weil sie sonst später in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt leicht abgehängt werden. Wer am Computer fit ist, lässt aber leider oftmals die körperliche Fitness vermissen: Folgen eines übermäßigen Medienkonsums sind immer häufiger Übergewicht, Schlafstörungen, Augenbeschwerden sowie vielfach auch eine beeinträchtigte sprachliche und schulische Entwicklung. Nach einer Studie bewerten deutsche Lehrer Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit von nahezu 40 Prozent der Viertklässler, die viel Zeit vor PC und TV verbringen, schlechter als bei Schülern mit geringerer Mediennutzung. Als Konsequenz dieser Studienergebnisse werden gezielte Info-Abende für Eltern gefordert, deren Vorbildfunktion ein wichtiges Regulativ für den Lebensstil ihrer Kinder ist. Dass die digitale Welt und ein gesundes Leben mit ausreichend Bewegung sich keinesfalls ausschließen müssen, zeigen zahlreiche Tipps im Internet, beispielsweise unter www.pebonline.de sowie www.komm-in-schwung.de.

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Medikamente statt gesunder Lebensweise?

Lebensstilveränderungen müssen bei Bluthochdruck erste Wahl sein!

Medikamente statt gesunder Lebensweise?

Fiona Godlee, die Chefredakteurin von The BMJ (ehemals British Medical Journal), einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, stellt angesichts der neuen US-Guidelines die weit verbreitete Blutdruck-Medikation in Frage: Eine Massenmedikation der Bevölkerung kann nicht die Maßnahme sein, wo Lebensstilveränderungen viel mehr bewirken können!

Neue US-Blutdruck-Richtlinien
Das American College of Cardiology (ACC) und die American Heart Association (AHA) gaben 2017 neue, strengere Richtlinien für die Einstufung und Behandlung von Bluthochdruck heraus. Ziel ist die frühere Intervention zur effektiveren Bekämpfung von Bluthochdruck (Whelton et al., 2018).

Neue Richtlinien für die Einstufung von Bluthochdruck des American College of Cardiology und der American Heart Association (2017):
– Normaler Blutdruck: unter 120/80 mmHg
– Erhöhter Blutdruck: Systolische Werte 120 bis 129 mmHg und diastolische Werte unter 80 mmHg
– Bluthochdruck Stadium 1: Systolische Werte 130 bis 139 mmHg oder diastolische Werte 80 bis 89 mmHg
– Bluthochdruck Stadium 2: Systolische Werte mind. 140 mmHg oder diastolische Werte mind. 90 mmHg

Mehr als jeder Zweite mit Bluthochdruck
Eine aktuelle Studie hat nun errechnet, wie sich diese neuen Leitlinien auf die Prävalenz von Bluthochdruck in den USA und China auswirken würden, falls diese zur Anwendung kämen: Die Prävalenz von Bluthochdruck würde in den USA auf 63% aller Erwachsenen zwischen 45 und 75 Jahren ansteigen. In China wären 55% betroffen – ein Anstieg der Prävalenz um 45,1%! In absoluten Zahlen sind dies 70 Millionen US-Amerikaner und 267 Millionen Chinesen (Khera et al., 2018).
Über die Hälfte der Erwachsenen über 45 hätte nach den neuen US-Richtlinien also Bluthochdruck – Menschen, für die antihypertensive Medikamente in Frage kommen, so Godlee. Dabei ist die Rate derjenigen, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, bereits jetzt sehr hoch. Studien ergeben, dass diese Medikamente das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall etwas senken können, doch das kann eine Umstellung der Lebensweise auch! Ist eine Massenmedikation sinnvoll, wenn es auch anders geht? Dabei sind auch die zahlreichen Medikamenten-Nebenwirkungen nicht zu vernachlässigen (Godlee, 2018).

Gewichtsreduktion und salzarme, kaliumreiche Ernährung statt Pillen
Bluthochdruck ist nur eine der Zivilisationserkrankungen, die meist im Quartett des metabolischen Syndroms daherkommen. Daraus entwickelt sich dann Diabetes mellitus Typ 2. Früher dachte man die Erkrankung wäre irreversibel. Neuen Erkenntnissen zufolge lässt sich durch eine Gewichtsreduktion möglicherweise aber doch eine Besserung erzielen (Godlee, 2018).
Eine Gewichtsreduktion verbessert nicht nur die glykämische Kontrolle, sondern auch den Blutdruck und die Blutfettwerte. Die Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD) betrifft schätzungsweise ein Viertel der Erwachsenen. Auch hier ist die Gewichtsabnahme durch Ernährungsumstellung und Bewegung die Hauptbehandlungsmaßnahme (Godlee, 2018).
Mit der natriumarmen, kaliumreichen DASH Diet steht eine wissenschaftlich bestens erprobte Ernährungsweise zur Verfügung, die Bluthochdruck sehr wirkungsvoll behandelt. In Deutschland ist die DASH Diet allerdings kaum bekannt. – Es fehlt eine Lobby, da keiner daran verdient.

Pharmaindustrie im Vorteil?
Der Markt für Medikamente gegen die weit verbreiteten Zivilisationserkrankungen ist für Pharmafirmen extrem attraktiv. Medikamente gegen andere Erkrankungen, die seltener und Lebensstil-unabhängig sind, sind dagegen uninteressant. Patienten, die solchen Erkrankungen machtlos ausgeliefert sind und auf medizinischen Fortschritt hoffen, bleiben auf der Strecke.
Medikamente können nicht die Antwort auf Erkrankungen sein, die durch eine ungesunde Lebensweise verursacht werden und deren Verbesserung, Heilung und Prävention durch eine gesündere Lebensweise möglich ist. Medikamente weisen oft nur einen geringfügigen Nutzen auf, dem hohe Kosten entgegenstehen, die über die Krankenkassen auf die gesamte Bevölkerung umgelegt werden. Zudem dürfen die Nebenwirkungen nicht außer Acht gelassen werden.
Den neuen US-amerikanischen Blutdruck-Richtlinien zufolge sollen im Kampf gegen den Bluthochdruck nicht medikamentöse Maßnahmen, sondern vorrangig eine Änderung der Lebensweise angestrebt werden. Bleibt zu hoffen, dass Regierung, Ärzte und Patienten dies ebenso sehen.

Kommentar von Dr. med. L. M. Jacob:

Wir sind für unsere Gesundheit selbst verantwortlich – das sollte niemand delegieren
Die Anpassung der Bluthochdruck-Leitlinien ist nicht einfach ein bösartiger Coup der Pharmaindustrie – auch wenn diese sicherlich dankbar dafür ist -, sondern steht eher damit in Verbindung, dass Bluthochdruck weltweit tatsächlich zur Hauptursache eines frühen Todes oder einer Invalidität geworden ist.
An unseren Wohlstandserkrankungen ist nicht die Pharmaindustrie schuld, sondern unsere Vorlieben und die Lebensmittelindustrie. Mit Ernährung und Lebensstil kann man leichten Bluthochdruck am besten und mit nur positiven Nebenwirkungen behandeln – das ist bestens belegt.
Unsere Ernährung und Lebensweise machen uns krank. Und Mann hortet meist hunderte von elektronischen Spielzeugen zu Hause, statt des einen wesentlichen, das jeder Mann ab 40 braucht: ein Blutdruckmessgerät. Denn wer früh erkennt, dass der Blutdruck anfängt zu steigen, kann dies durch Änderungen der Ernährung und des Lebensstils sehr gut und rechtzeitig abfangen. Darüber hinaus sind Selbstmessungen immer realistischer als die sporadische Messung beim Arzt.
Gesundheit und Prävention – das ist vor allem auch die Verantwortung eines jeden einzelnen. Wer sie an die Lebensmittelindustrie, die Krankenkasse, die Ärzteschaft oder die Pharmaindustrie abgibt, wird viele böse Überraschungen erleben.
Der Blutdruck sollte hier im Zentrum der Aufklärung stehen, denn er hat sehr viel mit unserem Lebensgefühl zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Leitlinien nicht zu einer Übertherapie mit zu starker Blutdruckabsenkung führen. Denn auch zu niedriger Blutdruck und vor allem schlecht eingestellter Blutdruck können schaden. Der Patient bleibt nur bei der Therapie, wenn er sich auch wohlfühlt. Hier kann besonders eine zu rabiate Blutdruckabsenkung dem Gehirn den nötigen Saft abdrehen. Der Betroffene kann am besten seinen Blutdruck richtig einstellen, wenn er diesen selbst überwacht und gelernt hat, diesen mit den richtigen Maßnahmen und ggf. Medikamenten einzustellen.

Gerade das wichtigste Gut, „unsere Gesundheit“, wird immer mehr von modernen web-Quacksalbern bedient, denen die von der Ärzteschaft und Pharmaindustrie enttäuschten Menschen ins web, zu Deutsch „Netz“, gehen und von denen sie mit Halbwahrheiten informiert und abkassiert werden. Der größte Feind der Wahrheit ist nicht eine dumme Lüge, sondern die raffinierte Halbwahrheit, weil sie viel schwieriger zu durchschauen ist.
Die gesunde, überlegte Mitte und Jahrtausende von Erfahrungsheilkunde und Naturheilkunde gehen immer mehr verloren und werden von Marktschreiern übertönt, die Halbwahrheiten geschickt verpacken und hinaus-trump-eten. Das geht in Zeiten des Internets, wo nicht die Fakten, sondern Marketingtalent entscheidet, leider sehr einfach.
Sicherlich erscheinen bald auch unsinnige Bücher wie die „Hypertonie-Lüge“ – analog den anderen halbwahren Lügen-Büchern, die meist auf viel dickeren Lügen beruhen als die „Lügen“, die sie thematisieren.
Mir selbst fiel es in diesem Meinungsdschungel zunehmend schwer, Spreu vom Weizen zu trennen, weshalb ich mich nochmals durch die ganze Evidenz hindurcharbeitete. Das Ergebnis war „Dr. Jacobs Weg“ – mit 1400 zitierten Studien. Die Inhalte werden immer mehr bestätigt. Es freut mich, dass man die Wahrheit nicht ständig Modeströmungen anpassen muss. Was richtig ist, bleibt richtig.

Ihr Dr. Ludwig M. Jacob

Die Literatur zum Artikel können Sie anfordern unter: info@drjacobsinstitut.de

Das Dr. Jacobs Institut für komplementärmedizinische Forschung ( http://www.drjacobsinstitut.de) hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche Zusammenhänge in der Ernährungs- und Naturheilkunde wissenschaftlich aufzuklären.

Kontakt
Dr. Jacobs Institut
Dr. rer. nat. Susanne Cichon
Egstedterstraße 46
55262 Heidesheim

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Übergewicht durch bewegungsarmen Lebensstil

Schlechtes Vorbild für nachwachsende Generation

sup.- Sport und ausreichend Bewegung spielen in jeder dritten Familie in Deutschland keine oder allenfalls eine äußerst geringe Rolle. Das ist ein Ergebnis der AOK-Familienstudie 2018. Das enorme Bewegungs-Defizit in weiten Teilen der Bevölkerung gilt als eine der Hauptursachen für die wachsende Zahl von Übergewichtigen. Leider ist der bewegungsarme Lebensstil vieler Eltern auch ein schlechtes Vorbild für deren Kinder. Bereits 21 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen wiegen laut einer Untersuchung des Robert Koch-Instituts zu viel. Dabei spielt natürlich auch der zunehmende, überwiegend im Sitzen praktizierte Medienkonsum vor diversen Displays und Bildschirmen eine große Rolle. Um diesem Trend entgegenzusteuern, sollten Spielen, Toben und sportliche Aktivitäten regelmäßig in den Alltag integriert werden. Wie eine „Mobilmachung“ innerhalb der Familie gelingen kann, dazu gibt es zahlreiche Tipps auf Ratgeberportalen wie z. B. www.pebonline.de oder www.komm-in-schwung.de.

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Das richtige Maß

Nationale Bewegungs-Empfehlungen

Das richtige Maß

Foto: Fotolia / Christian Schwier (No. 6051)

sup.- Wie viel Bewegung ist nötig, um gesundheitswirksame Effekte zu erzielen? Wie kann man Menschen dabei unterstützen, sich mehr zu bewegen? Wissenschaftlich fundierte Antworten auf diese Fragen liefert eine Forschergruppe des Departements für Sportwissenschaften und Sport an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für die Aktivität, die einer gesunden körperlichen, psychosozialen und geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dient, werden altersabhängige Richtwerte empfohlen. Säuglinge und Kleinkinder sollten sich so viel wie möglich bewegen und in ihrem natürlichen Bewegungsdrang möglichst nicht gehindert werden. Eine tägliche Bewegungszeit von 180 Minuten, die besser noch darüber liegen sollte, empfehlen die Forscher für Kinder im Kindergartenalter. Kinder ab dem Grundschulalter und Jugendliche sollen täglich eine Bewegungszeit von mindestens 90 Minuten in moderater bis hoher Intensität erreichen.

Hier gibt es großen Nachholbedarf. Nach der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts erreichen rund 75 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren nicht die körperliche Aktivität von mindestens 60 Minuten pro Tag. Es ist deshalb wichtig, körperliche Aktivität zu erhöhen und gleichzeitig sitzende Tätigkeiten zu reduzieren. Tipps und Anregungen, wie Eltern ihre Kinder zu einem gesunden Lebensstil motivieren können, bieten Ratgeber-Portale im Internet wie www.pebonline.de sowie www.komm-in-schwung.de.

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