Tag Archives: Legasthenie

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Druck rausnehmen! LRS/Legasthenie und das Recht auf Normalität

Druck rausnehmen! LRS/Legasthenie und das Recht auf Normalität

(NL/8090916464) Vergangene Woche wurde dem Schweizer Jacques Dubochet der Nobelpreis für Chemie verliehen. Danach war das beherrschende Thema in den Medien weniger seine Forschung zur Entschlüsselung der Struktur des Zika-Virus, sondern vielmehr seine Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten in der Kindheit. Toll, was man trotz Legasthenie alles erreichen kann!, mögen viele denken. Doch wie hilfreich ist die mediale Abarbeitung derartiger Lebensgeschichten tatsächlich für Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)?

Berühmte Legastheniker

Was haben Schriftsteller John Irving, der schwedische König Carl Gustaf, Microsoft-Gründer Bill Gates, Hollywood-Regisseur Steven Spielberg und Schauspieler Tom Cruise gemeinsam? Sie alle haben Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben. Selbst Mozart, Einstein und Jules Vernes sagt man Legasthenie nach. Nun ist auch noch ein Nobelpreisträger hinzugekommen: Jacques Dubochet. Der Tenor, der dabei häufig mitschwingt ist: Menschen mit LRS/Legasthenie sind ganz besonders intelligent / kreativ / durchsetzungsstark / begabt. Das kann Kinder und Erwachsene enorm unter Druck setzen. Nach dem Motto Und, was kannst du dafür besonders gut? entsteht der Zwang, das Defizit LRS durch eine außergewöhnliche Begabung auszugleichen.

Hohe Erwartungshaltung

Es ist gut, wenn Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten nicht verheimlicht werden, wenn Betroffene offen von ihren Problemen im Alltag berichten und darüber, was ihnen geholfen hat. Und natürlich ist es wichtig, auch die eigenen Stärken wahrzunehmen und einzusetzen. Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, müssen häufig viele Hürden überwinden, ehe sie eine individuelle Förderung erhalten. Manche haben damit zu kämpfen, dass Eltern oder Lehrkräfte die LRS nicht sofort als solche erkennen. Andere schaffen mit Ach und Krach einen Schulabschluss und bleiben doch immer hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dass es Betroffene gibt, die einen Nobelpreis gewinnen, Multimillionäre oder weltbekannte Schauspieler sind, ist da nur bedingt hilfreich. Denn die Erwartungshaltung des Umfeldes an Kinder mit LRS kann ohnehin schon erdrückend groß sein. Das Problem ist ja nicht das Kind, sondern falsche Erwartungen, das Fehlen individueller Förderung, zu wenig Zeit und zu wenig Verständnis und Geduld seitens der Schule, Kollegen, Familie oder der Gesellschaft.

Keine Krankheit

Ein weiterer Aspekt ist bei der teils unreflektierten Medienberichterstattung problematisch: Es wird suggeriert, dass Legasthenie eine Krankheit sei. Betroffene können sich herauskämpfen, sie überwinden, trotz des Mankos erfolgreich sein. Dabei benötigen Menschen mit LRS vor allem angemessene Unterstützung. Wenn ein Kind beim Bockspringen Hilfestellung braucht, spricht man ja auch nicht von einem Defizit. Schließlich ist jeder Körper anders, genauso wie jeder Mensch einzigartig ist. Und auch jede Lebensgeschichte ist individuell. Sicher ist: Mit gezielter Förderung kann jeder viel erreichen.

Denn Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten sind vor allem eins: völlig normal. Sie haben genauso ein Recht auf Normalität und Durchschnittlichkeit wie jedes andere Kind oder jeder andere Erwachsene. Sie müssen keine Hochbegabung haben, keinen Nobelpreis gewinnen und auch nicht ausnehmend gut musizieren. Es reicht aus, dass sie sind, wie sie sind.

Diese Gewissheit ist es, die Kinder stark macht.

LegaKids ist eine gemeinnützige Stiftung zur Lese-, Schreib- und Rechenförderung.
Die LegaKids-Stiftung verfolgt ausschließlich soziale und gemeinwesenbezogene Ziele und
finanziert sich über Spenden, Partner und Fördergelder.

alphaPROF ein Projekt der LegaKids-Stiftungs-GmbH ist ein kostenfreies
Online-Fortbildungsangebot für angehende Lehrkräfte, Lehrerinnen und Lehrer
sowie für außerschulische Förderkräfte. alphaPROF erhöht die Diagnose- und
die Förderkompetenz in Bezug auf Alphabetisierung und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten
von Kindern und Jugendlichen und hilft, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten
und funktionalem Analphabetismus vorzubeugen.

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Erster LRS-Kongress, der im Internet stattfindet

Der LRS-Kongress greift viele Themen rund um die Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) und die Rechenschwäche (Dyskalkulie) auf

Erster LRS-Kongress, der im Internet stattfindet

Foto: Sabine Hergemöller

Im Bereich der Lernschwächen gibt es noch zu viel Unwissen und Unsicherheiten
Aus diesem Grund wird es Vorträge, Interviews und Workshops geben, in denen über die Ursachen aufgeklärt wird und Hilfen aufgezeigt werden. Weitere wichtige Themen sind die Konzentration, Ängste und Stress und ihre Auswirkungen auf das Lernen, Hochbegabung und Lernschwächen, der IQ und wie funktioniert das Lernen überhaupt, der Teufelskreis Lernstörungen, Vererbung und Spiegelneuronen. In den Interviews werden Methoden vorgestellt, die bei Ängsten und Lernblockaden helfen können, wie zum Beispiel Wingwave und Hypnose. Betroffene erzählen von ihren Leidenswegen und wie sie es trotzdem geschafft haben.
Es sollen alle angesprochen werden, die mit Betroffenen zu tun haben
Die Veranstalterin des Kongresses, Sabine Omarow, möchte viele Menschen ansprechen und ermuntern, dabei zu sein. Vor allem möchte sie Lehrer/innen, Therapeuten/innen, Erzieher/innen und alle, die mit Kindern arbeiten, erreichen. Natürlich Eltern, aber auch Großeltern, ganze Familien von Betroffenen, denn auch hier ist das Wissen um diese Lernschwächen eine große Hilfe für alle Beteiligten. Sie möchte aber auch Personalleiter und die Chefetagen erreichen, Jobcenter und Meister. Je mehr Menschen über die Lernprobleme, über die LRS und Rechenschwäche erfahren, desto leichter wird es für die Betroffenen. Durch Schubladendenken und Unwissenheit werden immer noch viele Betroffene ihrer Chancen beraubt. Viele Erwachsenen, die von LRS oder Rechenschwäche betroffen sind, trauen sich nicht zu sagen, dass sie eine LRS oder Rechenschwäche haben. Dieser Kongress soll genau hier ansetzen – aufklären und helfen.
(Ende)

Praxis für Lerntraining – Lerntherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die eine Lese-Rechtschreib- und/oder Rechenschwäche haben.

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www.sabine-omarow.de
Sabine Omarow
Ferdinandstraße 29
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01621670009
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https://lrs-kongress.com/

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Nicht erkannt – nicht gefördert – kein Schulabschluss!

Die Deutsche Kinderhilfe weist gemeinsam mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) auf einen Missstand in unserem Schulsystem hin, der Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie in ihren Bildungschancen deutlich einschränkt.

Nicht erkannt - nicht gefördert - kein Schulabschluss!

Logo BVL (Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.)

Zum zweiten Mal wird am 30.09.2017 der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie ausgerufen, um deutlich zu machen, dass für die betroffenen Kinder in der Bildung noch viel getan werden muss. Die gemeinsame Kampagne der Deutschen Kinderhilfe und des BVL „Bessere Bildungschancen für Kinder mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie!“ soll helfen, die Chancen in unserem Bildungssystem zu verbessern, damit Kinder schulisch unterstützt und nicht „aussortiert“ werden.

Nach der aktuellen Caritas-Studie haben 5,9 % der Schulabgänger keinen Schulabschluss. Viele Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie erreichen zwar einen Abschluss, aber in den meisten Fällen liegt dieser deutlich unter ihrem Begabungsniveau. „In der neuen Legislaturperiode müssen dringend mehr Anstrengungen in der Bildungs- und Schulpolitik unternommen werden, insbesondere im Hinblick auf individuelle Förderung und Inklusion. Hier bedarf es auch mehr Investitionen vom Bund. Das Kooperationsverbot muss für den Schulbereich gelockert werden, damit der Bund mehr Unterstützungs- und Finanzierungsmöglichkeiten für die Schulen anbieten kann“, fordert Rainer Becker, Vorstand der Deutschen Kinderhilfe.

Bis heute gelingt es den Schulen nicht ausreichend, die von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffenen Kinder zu erkennen und zu fördern. Der Lehrermangel und die fehlende Förderqualifikation der Lehrkräfte macht es vielen Schulen schwer, individuelle Förderkonzepte auszuarbeiten und umzusetzen. In der OECD-Studie von 2017 zeigt sich deutlich, dass sich Lesekompetenz und alltagsmathematische Kompetenz durch Bildung steigern lassen. Hohe Kompetenzen in diesen Fertigkeiten spielen eine wichtige Rolle bei der Erreichung besserer gesamtgesellschaftlicher Ergebnisse. Die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Folgen der aktuell fehlenden Unterstützung sind immens, denn ca. 10 % aller Schülerinnen und Schüler sind von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Wertvolle Potenziale werden verschenkt, wenn man die Stärken der Kinder nicht erkennt, nicht fördert und sie seelisch krank macht.

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum es in Deutschland immer noch möglich ist, die Schule ohne Schulabschluss oder als Analphabet zu verlassen. Das Armutsrisiko von Kindern mit keinem oder niedrigem Bildungsabschluss ist immer noch deutlich erhöht“, sagt Christine Sczygiel, Vorsitzende des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie. „Insbesondere sozial schwache Familien werden allein gelassen, weil sie außerschulische Therapien nicht finanzieren können. Der boomende Nachhilfemarkt ist ein Zeichen für das Versagen unseres Schulsystems. Pädagogen müssen schnellstmöglich besser qualifiziert werden, um Kinder bei Lernproblemen zu unterstützen. Es müssen neue Schulkonzepte her, die gut qualifizierte Lerntherapeuten in den Schulbetrieb einbinden. Kinder und Familien mit ihren Problemen allein zu lassen, ist nicht mehr länger hinnehmbar“, beklagt Sczygiel.

Der Bildungsmonitor 2017 zeigt, dass es bundesweit kaum Fortschritte in den Bildungssystemen gibt und bei wichtigen Indikatoren sogar Rückschritte zu verzeichnen sind. Der Anteil leseschwacher Schüler hat sogar zugenommen. Die Bildungsarmut unter jungen Erwachsenen dürfte in den kommenden Jahren steigen. Dies gibt Anlass zur Sorge, besonders in Bezug auf die Chancen- und Teilhabegerechtigkeit. Deutschland investiert 4,2 % seines Bruttoinlandsproduktes in Bildungsinstitutionen, das liegt deutlich unter dem OECD Mittel von 4,8 %. „Uns fehlen heute schon Fachkräfte und wir schöpfen das Potenzial von Kindern mit einer Legasthenie und Dyskalkulie nicht aus. Der Staat muss in die Zukunft investieren und betroffene Kinder bereits in der Schule frühzeitig und qualifiziert fördern“, sagt Rainer Becker von der Deutschen Kinderhilfe.

Der Tag der Legasthenie und Dyskalkulie am 30.09.2017 soll dabei helfen, mehr Bewusstsein für die Belange der betroffenen Kinder und Familien zu schaffen. Die Öffentlichkeit muss sich diesem Thema verstärkt annehmen, denn es hat eine hohe gesellschaftspolitische Bedeutung. Deutschland darf im Vergleich zu anderen OECD-Staaten nicht weiter abrutschen und darf sich kein Armutszeugnis ausstellen, indem es dabei zusieht, wie unser Schulsystem Analphabeten produziert und Kinder ohne Schulabschluss entlässt.

Die Deutsche Kinderhilfe plant gemeinsam mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) am 26.04.2018 eine Expertenrunde, um Lösungsstrategien zu erarbeiten, wie den betroffenen Kindern schnellstmöglich geholfen werden kann, damit der Missstand in unserem Bildungssystem nicht weiter aufgeschoben wird.

Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

Verwendung honorarfrei, Beleghinweis erbeten
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Über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.:

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. besteht seit über 30 Jahren und ist eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Eltern sowie von Fachleuten (Pädagogen, Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern und im sozialen Bereich Tätigen), die sich in Theorie und Praxis mit der Legasthenie und Dyskalkulie auseinandersetzen. Er trägt dazu bei, dass gesetzliche Grundlagen und wissenschaftliche sowie praktische Möglichkeiten der Hilfe in allen Bundesländern geschaffen und verbessert werden. Durch persönliche Beratung, Informationsschriften und Hinweise auf geeignete Literatur sollen die Eltern die Schwierigkeiten ihrer betroffenen Kinder besser verstehen lernen.

Der BVL fördert durch wissenschaftliche Kongresse und Veröffentlichungen die Forschung und den wissenschaftlichen Dialog unter Fachleuten aller beteiligten Disziplinen. Durch Informationen und Zusammenarbeit mit den Medien macht der BVL die Probleme der Legastheniker und Dyskalkuliker bekannt.

Weitere Informationen: http://www.bvl-legasthenie.de

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Weltalphabetisierungstag: Lesen bei Kindern wird total überbewertet!

Ein Interview mit Lurs, dem Experten für Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

Weltalphabetisierungstag: Lesen bei Kindern wird total überbewertet!

(NL/7621860829) Lurs ist das Lese- und Rechtschreibmonster der LegaKids Stiftung. Sein Beruf ist es, Kindern möglichst viele Hürden in den Weg zu stellen, so dass sie Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben entwickeln. Deswegen findet Lurs der seinen Namen von der Abkürzung Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten hat auch, dass Kinder am besten gar nicht lesen sollten. Zum Weltalphabetisierungstag äußert er sich erstmals in der Presse zu seiner Tätigkeit, zu seiner Sicht auf Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten und zu Dingen, die ihm das Leben schwer machen, wie etwa alphaPROF, die kostenlose Online-Weiterbildung für Lehrkräfte der LegaKids Stiftung.

Ist der Weltalphabetisierungstag ein besonderer Tag für Sie, Lurs?
Lurs: Auf jeden Fall! Am 8. September wird einmal im Jahr über die ganzen Leute gesprochen, die nicht gut lesen oder schreiben können. Die restliche Zeit kümmert sich keiner um das Thema und ich kann mir viele Gemeinheiten überlegen, damit immer mehr Kinder nicht so einfach lesen und rechtschreiben lernen.

Warum konzentrieren Sie sich ausgerechnet auf Kinder?
Lurs: Kinder sind gute Opfer. Wenn die Kinder Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, gibt es später automatisch mehr betroffene Erwachsene, die dann funktionale Analphabeten genannt werden. Außerdem können Kinder sich nicht so gut wehren. Sie werden schnell als krank oder gestört abgestempelt. Unterstützt wird das von vielen Wissenschaftlern, die die Ursachen für LRS allein bei den Kindern suchen, also z.B. in deren Genen oder in ihrem Gehirn. Hahaha! Dass ich meine Hände da im Spiel habe, kriegen die gar nicht mit. Und das ganze Gerede über Hirnscans etc. und das viele Geld, das in diese Forschung fließt, lenken so schön ab von einer guten Förderung der betroffenen Kinder Mir gefällt das.

Aber es ist doch gut, wenn man die Ursachen kennt, oder?
Lurs: Natürlich wäre es gut, Ursachen zu kennen. Aber die liegen ja nicht vorrangig bei den Kindern. Für das Zustandekommen von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten („Legasthenie“ oder LRS) spielen immer verschiedene Faktoren eine Rolle, die Dispositionen des Kindes, die Schule, das Elternhaus, eine mehr oder weniger anregende Lernumgebung, manchmal die falsche Lehrmethode für das Kind, ein häufiger Lehrerwechsel usw.. Eine Krankheit oder Behinderung ist die Legasthenie oder LRS jedenfalls nicht. Oder sehe ich aus wie eine Krankheit? Bah!

Wie kann man denn Kindern mit LRS helfen?
Lurs: Na, dass Sie das ausgerechnet von mir wissen wollen, ist schon ein Witz! Aber ganz im Vertrauen, ich kann es ja sagen, weil es sowieso nicht gemacht wird! Dafür ist nämlich kein Geld da … Auch Kinder mit ausgeprägten Schwierigkeiten im Lesen und/oder Schreiben profitieren von einer individuellen Förderung. Wenn außerschulische Förderkräfte und Schulen eng zusammenarbeiten würden, wenn Geld und die Bereitschaft aller Seiten zur Kooperation da wären, ja, dann wäre meine Arbeit wirklich viel schwerer.
Wichtig wäre es auch, die Kinder darin zu unterstützen, trotz ihrer Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten auf ihre sonstigen Stärken und Fähigkeiten zurückzugreifen und ihr Potential weiterzuentwickeln ­ aber das versuche ich natürlich zu verhindern. Meistens erfolgreich, wie ich ganz bescheiden sagen darf.

Und was macht Ihnen Sorgen?
Lurs: Das Schulsystem ist derzeit nicht in der Lage, ausreichend Hilfestellung zu leisten. Das ist ja gut so aus meiner Sicht. Allerdings gibt es jetzt neben den LegaKids auch noch alphaPROF. Mit dieser Online-Weiterbildung können Lehrkräfte Schwierigkeiten bei Kindern besser erkennen und gezielte Fördermaßnahmen anstoßen. Schrecklich oder? Und das Fieseste: Das Ganze ist auch noch kostenlos Da könnte ich mich aufregen! Da könnte ich aus der Haut fahren! Das finde ich dermaßen …

Ähm. Ja. Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch.
Lurs: Ja, ja, gern geschehen. Wie gesagt, ich liebe den Weltalphabetisierungstag vor allem deshalb, weil er nur einer von 365 Tagen und ohnehin gleich wieder vorbei ist …

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Sie wollen mehr über Lurs wissen? Auf der Startseite von LegaKids.net stellt sich das Lese-Rechtschreib-Monster im Video vor (2 Minuten).
www.legakids.net

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Der Weltalphabetisierungstag wird alljährlich am 8. September begangen. Der Tag soll an die Problematik des Analphabetismus erinnern. Weltweit können rund 860 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen und schreiben, zwei Drittel davon sind Frauen In Deutschland gelten 7,5 Millionen Menschen als Analphabeten.
Der Weltalphabetisierungstag wurde von der UNESCO im Anschluss an die Weltkonferenz zur Beseitigung des Analphabetentums im September 1965 in Teheran ins Leben gerufen und am 8. September 1966 erstmals begangen.

LegaKids.net:
LegaKids und alphaPROF sind Projekte der LegaKids Stiftung. Die kostenlosen Projekte richtet sich an alle, die Hilfestellung zum Umgang mit Lese-/Rechtschreib-und Rechenschwäche suchen: Für Kinder gibt es bei LegaKids.net interaktive Online-Spiele, Rätsel und Filme, die einen spielerischen Umgang mit Lesen und Lernen vermitteln. Eltern und Lehrkräfte finden bei LegaKids und alphaPROF .de vertiefende Informationen und Tipps zum Umgang mit Lese-Rechtschreib-Unsicherheiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche. 2007 wurde LegaKids.net Bundessieger des start-social-Wettbewerbs sowie mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet und erhielt das Pädi-Gütesiegel in der Kategorie Kinder.

Weiterführende Informationen unter: www.legakids.net sowie www.alphaPROF.de

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Sitzenbleiben ist bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie keine Lösung

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) empfiehlt Eltern und Pädagogen, Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie nicht zusätzlich durch ein Sitzenbleiben seelisch zu belasten.

Sitzenbleiben ist bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie keine Lösung

Logo Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL)

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) erhält aktuell viele Anfragen von Eltern, die sich Rat holen, weil ihre Kinder wegen einer Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) oder Dyskalkulie (Rechenstörung) sitzen bleiben. Die betroffenen Kinder haben meist keine individuelle Förderung und keinen Nachteilsausgleich wegen ihrer Beeinträchtigung erhalten und die Schule scheint mit der Situation überfordert zu sein. „Die Mathematiklehrerin meiner Tochter teilte mir mit, dass Nadine sich nicht am Unterricht beteiligt und auch bei den Klassenarbeiten versagt. Trotz der zusätzlichen Arbeitsblätter zeige sie keine Fortschritte und solle deshalb die Klasse wiederholen“, beklagt Nadines Mutter. Die Lehrerin habe ihr gesagt, sie kenne sich mit Dyskalkulie nicht aus und wüsste auch nicht, wie man Nadine, die in die 3. Klasse kommen würde, helfen könne. Daher sei eine Klassenwiederholung der beste Weg, um mehr Zeit zu gewinnen, den Schulstoff der 2. Klasse in Mathematik zu wiederholen. „Meine Tochter sitzt weinend in ihrem Zimmer und ist mit ihren 8 Jahren total verzweifelt. Wir fühlen uns von der Schule allein gelassen und fragen uns, was eine Klassenwiederholung bringen soll, wenn Nadine in der Schule nicht gefördert wird“, so die Mutter.

Der BVL rät Eltern, frühzeitig mit der Schule in den Austausch zu gehen und mit der Schulleitung ein Gespräch zu führen, um zu klären, welche Maßnahmen die Schule einleiten kann, um Schülerinnen und Schülern mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie nachhaltig zu helfen. Die Schule hat den Auftrag, den Kindern das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen und sollten sich dabei besondere Schwierigkeiten zeigen, so ist gemeinsam mit den Eltern zu besprechen, wie das Kind unterstützt werden kann. Die seelische Belastung, die ein Kind täglich im Unterricht erfährt, wenn es trotz guter Begabung den Unterrichtsstoff nicht richtig verarbeiten kann, ist extrem hoch. Ca. 40% aller betroffenen Kinder leiden unter psychosomatischen Folgeerkrankungen. Nur durch eine gezielte Förderung, einen anforderungsgerechten Nachteilsausgleich und Verständnis können die betroffenen Kinder seelisch stabil bleiben.

Wenn das Kind nicht aufgefangen wird, weil man sein Problem nicht erkennt oder es nicht ausreichend unterstützt, sondern es zusätzlich noch durch ein gutgemeintes Sitzenbleiben straft, dann bricht für viele Kinder und Eltern eine Welt zusammen. Das Fatale an der Situation ist, dass das Kind im Wiederholungsjahr meist nicht anforderungsgerecht gefördert und unterstützt wird, weil man hofft, dass die reine Stoffwiederholung ausreichend ist. „Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie benötigen eine qualifizierte Förderung, aber leider sind Pädagogen dafür oftmals nicht ausreichend ausgebildet und werden mit der schwierigen Situation allein gelassen. Wir fordern daher eine Zusammenarbeit mit gut qualifizierten Therapeuten, die in die Schule eingebunden werden, um auch die Lehrkräfte zu entlasten und den Kindern endlich die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen“, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL. „Sitzenbleiben ist keine Lösung, sondern verschärft zusätzlich die Situation für das Kind“, bedauert Sczygiel. Eltern und Pädagogen sollten sich zur Beratung an den BVL wenden, der helfen kann, gute Wege im Umgang mit der Problematik zu finden.

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Eine Partnerschaft zum Monster-Jagen

Eine Partnerschaft zum Monster-Jagen

(NL/3426382265) Mildenberger Verlag unterstützt seit zehn Jahren die LegaKids Stiftung beim Kampf gegen Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

München, April 2017 Bereits seit zehn Jahren unterstützt der Mildenberger Verlag die gemeinnützige LegaKids Stiftung. Die Stiftung bietet kostenlose Unterstützung bei Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten. Kinder können spielerisch den richtigen Umgang mit Buchstaben üben und Eltern erhalten wertvolle Hintergrundinformationen.

Die Unterstützung durch den Mildenberger Verlag ist uns nicht nur finanziell viel wert, erklärt Britta Büchner, die Leiterin von LegaKids. Die langjährige Kooperation mit dem Schulbuchverlag sehen wir auch als inhaltliche Wertschätzung unseres Angebots.

Der Mildenberger Verlag u.a. bekannt für die Silbenmethode sieht in der Kooperation mit der LegaKids Stiftung eine sinnvolle Ergänzung seines Kerngeschäfts. Wir finden es wichtig, dass Kinder Spaß am Lernen haben und arbeiten daher sehr gerne mit LegaKids zusammen, bestätigt Frank Mildenberger, Geschäftsführer des Schulbuchverlags.

Entstanden ist die Partnerschaft auch auf Basis der gleichen Überzeugung, dass Legasthenie keine Krankheit ist, sondern dass Kindern mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben wirksam geholfen werden kann: Jedes Kind kann lesen und schreiben lernen. Die Unterstützung des Schulbuchverlags trägt dazu bei, dass die Online-Lernprogramme von LegaKids im Internet kostenlos angeboten werden können.

Bei den Spielen und Lernfilmen von LegaKids steht das Rechtschreibmonster Lurs im Mittelpunkt. Lurs ist verantwortlich für viele Stolperfallen in der deutschen Rechtschreibung, aber die Kinder erhalten wertvolle Tipps und Übungen, wie sie Lurs besiegen können.

Zeichenzahl: 1.741 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

LegaKids.net: LegaKids und alphaPROF sind Projekte der LegaKids Stiftung. Die Projekte richten sich an alle, die Hilfestellung zum Umgang mit Lese-/Rechtschreib-und Rechen-Schwierigkeiten suchen: Für Kinder gibt es bei LegaKids interaktive Online-Spiele, Rätsel und Filme, die einen spielerischen Umgang mit dem Lesen und Lernen vermitteln. Eltern und Lehrkräfte finden bei LegaKids und alphaPROF.de vertiefende Informationen und Tipps zum Umgang mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche. 2007 wurde LegaKids.net Bundessieger des start-social-Wettbewerbs sowie mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet und erhielt das Pädi-Gütesiegel in der Kategorie Kinder. Gefördert wird die LegaKids Stiftung insbesondere von der AOK-Die Gesundheitskasse und dem Mildenberger Verlag.

Weiterführende Informationen unter www.legakids.net und www.alphaPROF.de :

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Wenn der Osterhase Fehler versteckt

LegaKids Stiftung hilft Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

Wenn der Osterhase Fehler versteckt

(NL/2315769853) Ostern steht vor der Tür, da darf das Suchen schon einmal geübt werden. Die LegaKids Stiftung bietet mit ihren neuen Suchgeschichten spannende Lesespiele an.

München, April 2017 Ostern steht vor der Tür, da darf das Suchen schon einmal geübt werden. Die LegaKids Stiftung bietet mit ihren neuen Suchgeschichten spannende Lesespiele an. In den Texten müssen Fehler gefunden werden, z.B. Stolperwörter, die dort nicht hingehören. Alternativ können Kinder auf die Suche nach richtigen oder falschen Umlauten gehen. Damit kann nicht nur für die Ostereiersuche trainiert werden. Besonders Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten können hier spielerisch an ihren Lesefähigkeiten arbeiten.

Link zu den Suchgeschichten: http://www.legakids.de/kids/lesespiele/#c2315

Lesen und (Recht-)Schreiben sind in unserer zunehmend digitalisierten Welt wichtiger denn je. Dennoch verlässt in Deutschland etwa jedes sechste Kind die Schule, ohne ausreichend lesen zu können.

Britta Büchner, Mit-Gründerin der LegaKids Stiftung: Wir wollen den Kindern spielerisch helfen, ihre Lese- und Rechtschreibfähigkeiten zu verbessern.

Dazu bietet die Stiftung eine kostenlose Plattform im Internet. Auf www.legakids.net/kids können Kinder in Lern- und Lesespielen an ihren Fertigkeiten arbeiten oder mit witzigen Filmen an der Lurs-Akademie lernen. Die Stiftung bietet aber auch umfassende Informationen für Eltern und Lehrkräfte zum Thema Lese- und Rechtschreibunsicherheiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche an.

LegaKids.net:
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19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie: Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Pädagogik, Psychologie und Medizin kann erfolgreich gelingen

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) hat mit seinem 19. BVL-Kongress in Würzburg gezeigt, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Entwicklung diagnostischer und therapeutischer Verfahren bei Legasthenie oder Dyskalkulie ist.

19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie: Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Pädagogik, Psychologie und Medizin kann erfolgreich gelingen

Logo Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL)

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. hat in Kooperation mit der Universität Würzburg vom 17. – 19. März 2017 seinen 19. Bundeskongress Legasthenie und Dyskalkulie durchgeführt. Über 800 Teilnehmer/innen sind der Einladung gefolgt und haben Informationen zu den Themen „Erkennen, Fördern und Fordern“ mitgenommen.

„Der Kongress hat eindrucksvoll gezeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit der Pädagogik, Psychologie und Medizin erfolgreich gelingen kann, um wirksame und zuverlässige diagnostische und therapeutische Verfahren bei der Lese- und/oder Rechtschreibstörung sowie der Rechenstörung zu entwickeln“, sagt Prof. Gerd Schulte-Körne, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses. „Mit der Veröffentlichung der S3-Leitlinien zur Diagnostik und Förderung bei der Lese-und/oder Rechtschreibstörung und der Rechenstörung sind neue Maßstäbe für eine zielgerichtete und nachhaltige Diagnostik und Förderung gelegt worden“, betont Schulte-Körne. Viele Eltern und Betroffene erleben es im Alltag leidvoll, dass sie mit ihren Problemen in der Schule, Ausbildung oder Studium allein gelassen werden. Insbesondere die Diagnostik erfolgt zu spät und in manchen Fällen leider gar nicht. Für den BVL ist es daher eine große Herausforderung, alle Verantwortlichen umfassend über die Diagnostik und Förderung bei einer Legasthenie oder Dyskalkulie aufzuklären. „Wir sind ganz begeistert, dass wir so viele Lehrerinnen und Lehrer sowie wichtige Vertreter der Bildungspolitik in Würzburg begrüßen durften, um unsere Anliegen weiter zu geben“, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.

Der BVL hat auf dem Kongress zum 6. Mal junge Forscherinnen und Forscher mit dem „Wissenschaftspreis des BVL“ ausgezeichnet. Damit soll die wissenschaftliche Forschung in den Bereichen Grundlagenforschung, Diagnostik, Prävention und Therapie gefördert werden. Die Preisträger sind

Dr. Irene M. Corvacho del Toro, Institut für Psycholinguistik und Didaktik der deutschen Sprache, Universität Frankfurt mit ihrer Arbeit: Zur qualitativen Rechtschreibfehleranalyse und einer schriftsystematischen lernförderlichen Behandlung der Rechtschreibstörung,
Dr. Bettina Multhauf, Erfurt, mit ihrer Promotionsarbeit an der Universität Hildesheim mit dem Thema: Elternberatung in der Therapie von Lese- und Rechtschreibstörungen sowie
Dr. Ursula Fischer, Regensburg, mit ihrer empirischen Arbeit am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen mit dem Thema: Erkennen von Rechenschwäche durch LehrerInnen und Testungen im Klassenverband.

„Wie wichtig es ist, die Lese- und/oder Rechtschreibstörung sowie Rechenstörung nicht nur als eine Störung des Grundschulalters, sondern der gesamten Lebensspanne, zu verstehen, hat der Kongress eindrücklich dargelegt“, sagt Schulte-Körne. Der BVL vertritt nicht nur die Interessen von Schulkindern, sondern auch von Erwachsenen.

Der nächste BVL-Kongress findet wieder in drei Jahren statt. Nähere Informationen zum Kongress sind auf der BVL-Startseite http://www.bvl-legasthenie.de oder unter http://www.bvl-legasthenie.de/bundesverband/bundeskongress.html abrufbar.

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Über den Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.:

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. besteht seit über 30 Jahren und ist eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Eltern sowie von Fachleuten (Pädagogen, Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern und im sozialen Bereich Tätigen), die sich in Theorie und Praxis mit der Legasthenie und Dyskalkulie auseinandersetzen. Er trägt dazu bei, dass gesetzliche Grundlagen und wissenschaftliche sowie praktische Möglichkeiten der Hilfe in allen Bundesländern geschaffen und verbessert werden. Durch persönliche Beratung, Informationsschriften und Hinweise auf geeignete Literatur sollen die Eltern die Schwierigkeiten ihrer betroffenen Kinder besser verstehen lernen.

Der BVL fördert durch wissenschaftliche Kongresse und Veröffentlichungen die Forschung und den wissenschaftlichen Dialog unter Fachleuten aller beteiligten Disziplinen. Durch Informationen und Zusammenarbeit mit den Medien macht der BVL die Probleme der Legastheniker und Dyskalkuliker bekannt.

Weitere Informationen: http://www.bvl-legasthenie.de

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Pressemitteilungen

Was ist eigentlich Legasthenie?

Medizinische Definition schränkt Sichtweise ein

Was ist eigentlich Legasthenie?

(NL/4601925179) München, März 2017 Wenn ein Kind schlecht lesen und rechtschreiben kann, hat es Legasthenie! das ist eine häufig getroffene Aussage. Damit wird die Situation als Krankheit oder Störung beschrieben und das Kind erhält einen Stempel. Dabei gibt es vielfältige Ursachen für Lernschwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (LRS) und ebenso viele Möglichkeiten, die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten zu verbessern.

Im Wesentlichen gibt es zwei Ansätze, Lernschwierigkeiten beim Lesen und Schreiben zu beschreiben. Verbreitet ist die medizinische Sichtweise, die Legasthenie im Sinne einer Krankheit bzw. genetischen oder hirnphysiologischen Störung begreift. Doch sie fokussiert nur auf einen Einzelaspekt der Entstehung von Lernschwierigkeiten, nämlich auf die organischen Voraussetzungen des Kindes. Weitere Faktoren, wie äußere Einflüsse, werden dabei außer Acht gelassen. Die LegaKids Stiftung verfolgt die umfassendere pädagogisch-psychologische Definition von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten. Sie sieht keine Störung des Kindes, sondern eine Störung im Lernprozess. Demnach werden mit LRS Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten von Kindern bezeichnet, deren Ursachen sowohl im Begabungsprofil des Kindes (Dispositionen), seinen körperlichen Voraussetzungen (Hörverarbeitung, Sehverarbeitung) als auch in äußeren Einflussfaktoren (Schule, Elternhaus, soziale Aspekte) bzw. in einem Zusammenspiel all dieser Faktoren liegen können.

Bei der Förderung von Kindern mit LRS gibt es keine medizinische Vorgehensweise, sondern ausschließlich eine pädagogisch-psychologische. Die Kinder benötigen zunächst eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls und vor allem die Überzeugung, dass sie sich im Lesen und Schreiben verbessern können. Dann kann mit bewährten Programmen und unterschiedlichen Zugangsweisen (häufig sehr erfolgreich) direkt am Lesen und Schreiben gearbeitet werden, um dem Kind auf individuell angepassten Lernwegen Fortschritte zu ermöglichen. Eine solche lerntherapeutische Förderung ist außerschulisch und teilweise auch direkt in der Schule möglich.

Ergänzend steht das kostenlose Internet-Angebot der LegaKids Stiftung unter www.legakids.net zur Verfügung. Kinder haben dort spielerisch die Möglichkeit, ihre Lese und Rechtschreibfähigkeiten zu trainieren, egal ob vorbelastet durch LRS oder einfach so: Das Lese- und Rechtschreibmonster LURS ist für alle ein spannender Widersacher, den es zu besiegen gilt. Eltern finden dort ein breit gefächertes Informationsangebot über LRS sowie wertvolle Hinweise und Anlaufstellen zur Verbesserung der Ausgangssituation.

LegaKids.net: LegaKids und alphaPROF sind Projekte der LegaKids Stiftung. Die kostenlose Projekte richtet sich an alle, die Hilfestellung zum Umgang mit Lese-/Rechtschreib-und Rechenschwäche suchen: Für Kinder gibt es bei LegaKids.net interaktive Online-Spiele, Rätsel und Filme, die einen spielerischen Umgang mit Lesen und Lernen vermitteln. Eltern und Lehrkräfte finden bei LegaKids und alphaPROF .de vertiefende Informationen und Tipps zum Umgang mit Lese-Rechtschreib-Unsicherheiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche. 2007 wurde LegaKids.net Bundessieger des start-social-Wettbewerbs sowie mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet und erhielt das Pädi-Gütesiegel in der Kategorie Kinder.

Weiterführende Informationen unter www.legakids.net und www.alphaPROF.de :

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Pressemitteilungen

Frühbucherrabatt für 19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie vom 17. – 19. März 2017 in Würzburg

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) bietet bis zum 20. Januar 2017 einen Frühbucherrabatt zu seinem 19. BVL-Kongress in Würzburg an. Das Programmheft mit Abstracts steht zur Einsicht online bereit.

Frühbucherrabatt für 19. BVL-Kongress Legasthenie und Dyskalkulie vom 17. - 19. März 2017 in Würzburg

Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. führt in Kooperation mit der Universität Würzburg vom 17. – 19. März 2017 seinen 19. Bundeskongress Legasthenie und Dyskalkulie durch. Der Kongress steht unter dem Thema: „Erkennen, fördern und fordern: Neue Erkenntnisse zur Legasthenie und Dyskalkulie“. Die Registrierung mit einem Frühbucherrabatt ist bis zum 20. Januar 2017 online möglich, danach gelten die regulären Preise. Das komplette Programmheft mit den Abstracts der Vorträge und Workshops steht zur Einsicht und zum Download auf der BVL-Homepage bereit.

Ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm wird von über 60 namhaften Referentinnen und Referenten Eltern, Betroffenen, Lehrern/innen, Erziehern/innen, Therapeuten/innen, Schülern/innen, Auszubildenden und Studierenden präsentiert. Es werden aktuelle Ergebnisse und Methoden zur Diagnostik und Förderung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Problemen beim Lesen, Rechtschreiben und Rechnen vorgestellt. Schwerpunkt der Vorträge sind neue Testverfahren, bewährte und neue Förderkonzepte, die schulisch und außerschulisch eingesetzt werden können, sowie die aktuellen Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung bei einer Lese-Rechtschreibstörung und einer Rechenstörung. Ebenso gibt es ein Angebot für Jugendliche und Erwachsene, die sich in Ausbildung oder Studium befinden. Der Kongress bietet ein Forum zum gegenseitigen Kennenlernen, intensiven Austausch und Entwicklung neuer Ideen zur Verbesserung der Fördererfolge und der Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Legasthenie und Dyskalkulie. Eine individuelle Beratung im Rahmen des Kongresses zu den Themen Schule, Ausbildung, Studium und Beruf wird zusätzlich angeboten. Nutzen Sie die Chance des persönlichen Austauschs.

Der BVL wird auf dem Kongress zum sechsten Mal jungen Forscherinnen und Forschern für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Diagnostik und Förderung bei schulischen Entwicklungsstörungen mit dem „Wissenschaftspreis des BVL“ auszeichnen. Der BVL-Kongress bietet eine einzigartige Verknüpfung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie. Durch das breite Themenangebot, das auf die verschiedenen Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten ist, kann jeder Teilnehmer seine Kongresstage ganz individuell gestalten. Der Frühbucherrabatt macht die Teilnahme besonders attraktiv. Nähere Informationen zum Kongress und zur Online-Anmeldung sind auf der BVL-Startseite http://www.bvl-legasthenie.de oder unter http://www.bvl-legasthenie.de/bundesverband/bundeskongress.html abrufbar.

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