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Arbeitnehmer entleihen – aber richtig!

Kanzlei HSK wies bei Strategie-Runde auf Fallstricke hin

Arbeitnehmer entleihen - aber richtig!

v.l: Dr. Michael Kühl, Michael Holz, Valesca Mayer, Rolf von Hohenhau

Worauf muss man beim Einsatz von Zeitarbeitnehmern achten? Bei ihrer 5. Strategie-Runde für Arbeitgeber im März gab die Augsburger Kanzlei HSK hilfreiche Praxistipps und warnte vor Fallstricken, die nicht jedem bewusst sind. Insbesondere Entleihern drohen bei Nichtbeachtung Geldbußen und weitere unerwünschte Konsequenzen.

Auch wenn die Kosten für Leiharbeitnehmer zunächst höher sind als für eigenes Personal, so gibt es doch oft gute Gründe für deren Einsatz: etwa um Auftragsspitzen abzudecken, schnell Personal zu beschaffen, künftige Mitarbeiter zu erproben oder um Kündigungsschutz zu vermeiden. „Einige Regeln sollte man dabei beachten“, sagt Michael Holz, Fachanwalt für Arbeitsrecht. In seinem Vortrag wies er auf die Fallstricke hin, die gerade für Entleiher gefährlich werden können.

Erlaubnis des Verleihers prüfen
Wer Arbeitskräfte verleihen will, braucht dazu die Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit, so steht es im Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt (AÜG). Fehlt diese Erlaubnis, drohen Geldbußen nicht nur für Verleiher, sondern auch für Entleiher. Und: Das entleihende Unternehmer hat einen Stamm-Mitarbeiter mehr. Denn zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer kommt bei fehlender Erlaubnis kraft Gesetzes ein reguläres Arbeitsverhältnis zustande. Michael Holz rät deshalb: „Nehmen Sie eine Kopie der Erlaubnis zu den Akten und prüfen Sie bei befristeter Erlaubnis rechtzeitig die Verlängerung!“

Prinzip der Offenlegung beachten
Die Tatsache, dass es sich beim Arbeitseinsatz um Arbeitnehmerüberlassung und keine andere Form des Fremdpersonaleinsatzes (z.B. Werkvertrag) handelt, muss vor Beginn der Überlassung offengelegt werden: im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (AÜ-Vertrag), im Arbeitsvertrag des Verleihers mit dem Arbeitnehmer sowie – auch wenn“s seltsam anmutet – vor jedem erneuten Einsatz des Leiharbeitnehmers. „Diese Regelung des AÜG, die seit 1.4.2017 in Kraft ist, wird oft missachtet“, berichtet Michael Holz. Das kann weitreichende Folgen haben: Auch hier drohen Geldbußen für Ver- und Entleiher; und auch hier kommt ggfs. ein Arbeitsverhältnis zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer zustande. Deshalb: „Lassen Sie sich Einsatzmitteilungen des Verleihers an den Leiharbeitnehmer immer zeigen und prüfen Sie die Offenlegung!“

Equal Pay und Equal Treatment
Nach dem Grundsatz der Gleichstellung müssen Leiharbeitnehmer gleich behandelt und entlohnt werden wie vergleichbare Arbeitnehmer der Stammbelegschaft. „Die Gleichbehandlung etwa bei der betrieblichen Altersversorgung oder beim Urlaub ist in der Praxis kaum möglich, insbesondere bei wechselnden Entleihern“, weiß Michael Holz. Und hinsichtlich Equal Pay gebe es zwei Ausnahmen, die praktisch immer greifen: Gemäß dem im AÜG geregelten „Befristeten Dispens“ gelten für die Entlohnung die Bedingungen eines Tarifvertrags für die Zeitarbeitsbranche, allerdings befristet auf neun Monate. Erst wenn die Überlassung länger dauert, greift zumindest beim Entgelt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Aber aufpassen: Vorüberlassungen des Leiharbeitnehmers durch andere Zeitarbeitsunternehmen zählen mit! Die zweite Ausnahme bilden Branchenzuschläge, wenn der Entleiher einer Branche angehört, für die ein entsprechender Tarifvertrag existiert. Die Leiharbeitnehmer können dann die im Tarifvertrag festgelegten Branchenzuschläge verlangen. „Dabei spielt es keine Rolle, ob der Entleiher gegenüber der Stammbelegschaft Tarifverträge anwendet oder nicht“, so der Arbeitsrechts-Experte.

Einsatzzeiten dokumentieren
Entleiher tun gut daran, den Neunmonatszeitraum genau im Auge zu behalten und die Einsatzzeiten der Leiharbeitnehmer selbst zu dokumentieren. Denn mittels „Nullung“ und „Hemmung“ kann Equal Pay vermieden bzw. hinausgezögert werden. Mit Nullung ist der Neubeginn des Neunmonatszeitraums gemeint. Er tritt bei einer Unterbrechung der Überlassung von mehr als drei Monaten ein. Die Hemmung hingegen bezeichnet Unterbrechungen, die kürzer sind als drei Monate und ein Tag: Der Neunmonatszeitraum kann entsprechend verlängert werden. Als Unterbrechung gilt hier jede Nichtarbeit, also auch Krankheit oder Urlaub.

Aufpassen müssen Entleiher auch bei der Gesamteinsatzdauer von Leiharbeitern: Höchstens 18 Monate dürfen sie im Unternehmen tätig sein, sonst drohen wiederum Geldbußen für Ver- und Entleiher und es kommt ein reguläres Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher zustande. Auch hier übrigens gelten die Prinzipien der Nullung bzw. Hemmung – mit einem Unterschied: Urlaub und Krankheit werden dabei nicht als Unterbrechung gewertet.

Wer einige Dinge beachtet, ist mit Leiharbeitnehmern auf der sicheren Seite: „Beim Einsatz von Fremdpersonal müssen Unternehmen immer aufpassen“, erklärt Michael Holz. „Aber die Arbeitnehmerüberlassung ist im Vergleich zu Werkvertrag oder freiem Dienstvertrag die am wenigsten riskante Form, denn für sie existieren umfassende gesetzliche Regelungen.“

Zu ihren monatlichen Veranstaltungen der „Strategie-Runde für Arbeitgeber“ lädt die auf das Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei HSK gemeinsam mit dem Bund der Steuerzahler Bayern ein. Die Fachanwälte für Arbeitsrecht geben praxisnahe Tipps und beantworten Fragen. Über die nächsten Themen und Termine können sich Interessierte auf der Website unter www.hsk-arbeitsrecht.de informieren und anmelden.
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HSK Holz Sandmann Kühn ist eine auf Arbeits- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei in Augsburg. Sechs erfahrene Spezialisten für Arbeitsrecht sind kompetente Ansprechpartner in allen arbeitsrechtlichen Fragestellungen. Darüber hinaus beraten und vertreten sie Unternehmen in sämtlichen Belangen des Wirtschaftsrechts. Das Fachwissen an arbeits- und wirtschaftsrechtlicher Kompetenz speist sich sowohl aus langjähriger Berufspraxis als auch aus wissenschaftlicher Tätigkeit.

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Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und im Arbeitsrecht 2018

Auch 2018 ändert sich wieder einiges für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Tempo-Team Personaldienstleistungen gibt einen Überblick über wesentliche Neuerungen.

Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und im Arbeitsrecht 2018

Tempo-Team Personaldienstleistungen: Gesetzliche Änderungen am Arbeitsmarkt 2018 im Überblick

Offenbach, 21. Dezember 2017 – Europaweite Datenschutzverordnung, Mutterschutz, Stärkung der Betriebsrente, neue Steuerfreibeträge, Prüfungen der Kassennachschau ohne Vorankündigung sowie eine höhere Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter und eine zu erwartende Anpassung beim gesetzlichen Mindestlohn: Zum Jahreswechsel und im Laufe des Jahres 2018 ändern sich in vielen Punkten die gesetzlichen Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt. In einem aktuellen Blogbeitrag bietet der Personaldienstleister Tempo-Team einen Überblick und gibt Hinweise auf weiterführende Informationen.

Für viele Unternehmen eine besondere Herausforderung in 2018: Ab 25. Mai 2018 gilt auch in Deutschland die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union (EU). Das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die EU-Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EG), auf der das BDSG basiert, werden durch das neue EU-Recht abgelöst. Wichtige Änderungen für den Betriebsalltag betreffen z.B. die Offenlegung aller geplanten Maßnahmen gegenüber den Mitarbeitern. Auch beim Umgang mit Kunden- und Mitarbeiterdaten sind nun weitreichendere Vorschriften und Dokumentationspflichten zu beachten.

Zum ersten Januar 2018 tritt ein neues Gesetz zum Mutterschutz in Kraft. Es bedeutet eine deutliche Ausweitung der bisherigen Regelungen. So unterliegen erstmals auch Schülerinnen und Studentinnen dem Mutterschutz.

Zudem hat die Regierung beschlossen, die Betriebsrenten zum ersten Januar des neuen Jahres zu stärken. Ziel ist eine bessere Versorgung vor allem für Arbeitnehmer, die nur über ein geringes Einkommen verfügen.

Weitere wichtige Änderungen betreffen zum Beispiel die geltenden Steuerfreibeträge und die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter. Auch wird eine neue Festlegung zur Anpassung des Mindestlohns im Laufe des Jahres 2018 erwartet.

Der gesamte Beitrag über wichtige gesetzliche Änderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit weiterführenden Informationen und Verweisen ist einsehbar unter:

http://www.tempo-team.com/blog/arbeitsmarkt/neuerungen-auf-dem-arbeitsmarkt-und-im-arbeitsrecht-fuer-2018/

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Tag-It: Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt 2018, Personal, HR, Gesetzesänderungen, Reformen, Neuregelungen, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Personalwesen, Leiharbeit, Zeitarbeit, Job, Karriere

Traumjob und neue Arbeitsstelle finden mit Tempo-Team: Tempo-Team steht für über 35 Jahre Erfahrung in den Bereichen Personalberatung, Personalvermittlung und Zeitarbeit. In rund 40 Niederlassungen in ganz Deutschland bietet der Personaldienstleister mit Stammsitz in Offenbach am Main eine optimale und ortsnahe Betreuung von Kunden und Arbeitnehmern. Hinzu kommen zahlreiche On-Site Offices direkt beim Kunden.

Die Tempo-Team Personaldienstleistungen GmbH ist im Jahr 2011 aus der 1979 gegründeten Team BS Betriebs-Service GmbH hervorgegangen. Das Unternehmen sieht seine wichtigste Aufgabe darin, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen zufrieden zu stellen – orientiert an den Unternehmenswerten Wissen, Tatkraft, Menschlichkeit – und dabei profitabel zu arbeiten. Tempo-Team legt Wert darauf, dass diese Ziele nur im TEAM zu erreichen sind. Ein hohes Leistungsniveau begründet das stetige Wachstum und den Ausbau der Marktposition. Arbeits- und Gesundheitsschutz hat dabei einen ebenso hohen Stellenwert wie wirtschaftliche Ziele. Die Auswahl der Bewerber erfolgt ausschließlich nach den Kriterien Qualität und Leistung.

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Kosten für Leiharbeit steigen zum 1.1.2018

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“

Kosten für Leiharbeit steigen zum 1.1.2018

Michael Holz, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei HSK Holz Sandmann Kühn (Bildquelle: Hunter & Simmeth)

Erstmals wirkt sich ab 1. Januar 2018 eine Neuregelung für Leiharbeiter aus, die seit dem 1. April 2017 in Kraft ist: Zeitarbeiter, die neun Monate im Kundenbetrieb eingesetzt waren, erhalten „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“.

Zeitarbeitnehmer können grundsätzlich verlangen, mit den Stammarbeitnehmern gleichbehandelt zu werden. Nur wenn der Personaldienstleister einen Zeitarbeit-Tarifvertrag (BAP oder iGZ) anwendet, erhalten die Leiharbeitnehmer den oft geringeren Lohn nach diesem Tarif. Doch dies gilt seit 1. April 2017 nur noch für die ersten neun Monate der Überlassung an einen Kunden. Diese Verschärfung wirkt sich nun erstmals am 1. Januar 2018 aus. Zeitarbeiter erhalten „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, wenn sie neun Monate im selben Betrieb im Einsatz waren.

Hiervon gibt es aber branchenbezogene Ausnahmen: Falls ein Branchenzuschlags-Tarifvertrag existiert, erhalten die Leiharbeitnehmer einen zeitlich gestaffelten Branchenzuschlag, so z.B. in der Metall- und Elektrobranche auf der Basis des „TV BZ ME“. Vergleichbare Tarifverträge gibt es auch u.a. in der chemischen Industrie oder der Druckindustrie. Dabei muss der Entleiher nicht selbst tarifgebunden sein. Es zählt allein die Branchenzugehörigkeit. In diesen Fällen können Leiharbeitnehmer dauerhaft keine Gleichbehandlung verlangen. Branchenzuschläge erhalten die Leiharbeitnehmer aber bereits nach sechs Wochen. Gerechnet wird ab Beginn des tatsächlichen Einsatzes, nicht erst seit der Gesetzesänderung am 1. April 2017. Diese Zuschläge steigen dann mit der Dauer der Überlassung.

Branchenzuschlag prüfen
Für diese Branchenzuschläge geht zum Jahreswechsel eine Schonfrist zu Ende. Der für den Metall- und Elektrobereich geltende TV BZ ME sieht nach 15 Monaten Einsatz (Stufe 6) einen Branchenzuschlag von 65 Prozent vor. Dieser hohe Zuschlag wird erstmals ab dem 1. Januar 2018 fällig. Bis dahin galt maximal die Stufe 5.

„Der Branchenzuschlag soll aber nicht dazu führen, dass Leiharbeitnehmer mehr Lohn erhalten als die Arbeitnehmer der Stammbelegschaft“, erklärt Michael Holz, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Deshalb können Entleiher verlangen, dass der Branchenzuschlag gekappt wird. Hiervon müssen sie aber ausdrücklich Gebrauch machen, denn es wird nicht automatisch „gedeckelt“.“

Nur noch 18 Monate beim selben Kunden
Entleiher müssen noch eine weitere Frist im Auge haben. Grundsätzlich dürfen Zeitarbeitnehmer an einen Kunden nur noch maximal 18 Monate überlassen werden. Dann muss der Entleiher den Leiharbeitnehmer entweder abmelden – oder in die Stammbelegschaft übernehmen. Diese Frist endet erstmals am 30. September 2018. „Nach einer Einsatzpause von mehr als drei Monaten kann der Leiharbeitnehmer aber erneut für bis zu 18 Monate eingesetzt werden“, so Michael Holz. Die Zeitrechnung beginnt nach einer Pause wieder bei „Null“. Das gilt dann auch für die Gleichbehandlung und die Branchenzuschläge.

HSK Holz Sandmann Kühn ist eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei in Augsburg. Mit mehreren erfahrenen Fachanwälten für Arbeitsrecht ist sie kompetenter Ansprechpartner in allen arbeitsrechtlichen Fragestellungen – für Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder Betriebsrat. Darüber hinaus berät und vertritt sie Unternehmen in sämtlichen Belangen des Wirtschaftsrechts. Das Fachwissen an arbeits- und wirtschaftsrechtlicher Kompetenz speist sich sowohl aus langjähriger Berufspraxis als auch aus wissenschaftlicher Tätigkeit.

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Zeitarbeit bietet individuelle Lösungen

Für jede Lebenslage der passende Job

Zeitarbeit bietet individuelle Lösungen

Vielfältige Gründe für die Beschäftigung als Zeitarbeitnehmer (Bildquelle: Orizon GmbH)

Abi in der Tasche, Gesellenbrief in der Hand oder berufliche Neuorientierung nach der Babypause – verschiedene Lebenssituationen erfordern die Suche nach einem Job. Immer mehr Menschen, vor allem Jüngere, wenden sich dazu an ein Personalunternehmen, das mit Zeitarbeit oder direkter Vermittlung in ein Unternehmen punkten kann. Das geht aus der Orizon Arbeitsmarktstudie hervor. In der vom unabhängigen Marktforschungs- und Analyseunternehmen Lünendonk durchgeführten repräsentativen Befragung kommen jedes Jahr über 2.000 Arbeitnehmer zu Wort.

Grundsätzlich gilt die direkte Bewerbung bei einem Unternehmen auf eine ausgeschriebene Stelle noch immer als aussichtsreichste Form der Jobsuche – doch andere Wege holen gegenüber der Vorjahresbefragung auf. 60 Prozent der Arbeitnehmer der Orizon Arbeitsmarktstudie 2016 halten die direkte Personalvermittlung über einen Personaldienstleister für erfolgversprechend, 40 Prozent erachten den Einsatz als Zeitarbeitnehmer für chancenreich. Lange Wartezeiten sind dabei in der Regel Fehlanzeige: fast die Hälfte der Zeitarbeitnehmer findet nach eigener Aussage binnen 14 Tagen eine Anstellung, ein weiteres Viertel innerhalb von sechs Wochen.

Mit Zeitarbeit zum ersten Job

Hunderttausende schließen jedes Jahr die Schule, eine Berufsausbildung oder ihr Studium ab und schauen sich nach ihrem ersten „richtigen“ Job um. Dabei immer bedeutsamer: eine Beschäftigung in der Zeitarbeit. Unter den Befragten mit Zeitarbeitserfahrung – aktuell oder in der Vergangenheit – nennt deutlich mehr als die Hälfte (53,4 Prozent) den Aspekt „Berufseinstieg finden“ als zentrale Motivation, in der Zeitarbeit tätig zu sein. Doch nicht nur für die Vermittlung des ersten Arbeitsplatzes wird die Branche geschätzt. Auch die Beratungskompetenz von Personalunternehmen steht gerade bei jüngeren Menschen hoch im Kurs. Über zwei Drittel der befragten 18- bis 29-Jährigen schreiben Orizon und Co. eine hohe Kompetenz zu, wenn es um individuelle Karriereberatung und Bewerbungsbegleitung geht. Damit liegen die Personalunternehmen noch vor Headhuntern (63,3 Prozent), den Agenturen für Arbeit (48 Prozent) oder Schulen und Bildungsträgern (44,7 Prozent). „Unsere Personalberater kennen den Arbeitsmarkt genau und verfügen über direkte Kontakte zu Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Sie wissen, welche Ansprüche auf beiden Seiten bestehen“, so Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer von Orizon.

Auf zu neuen Ufern

Auch für den Wiedereinstieg nach längerer Zeit ohne Beschäftigung, zum Beispiel wegen der Geburt eines Kindes oder der Pflege von Angehörigen, bietet die Zeitarbeit aus Sicht von Arbeitnehmern attraktive Perspektiven. Das geht ebenfalls aus der Orizon Arbeitsmarktstudie hervor. So nennen rund 56 Prozent derjenigen mit Zeitarbeitserfahrung den Wiedereinstieg als Motivation für ihre Beschäftigung in der Zeitarbeit. Auffallend: Diejenigen mit eigener Zeitarbeitserfahrung halten die Branche für einen Wiedereinstieg für deutlich geeigneter als Arbeitnehmer, die noch nie in der Zeitarbeit beschäftigt waren.

Personalvermittlung und Zeitarbeit als Sprungbrett in den ersten Job oder für eine Neuorientierung sind vielfach noch „blinde Flecken“ in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch wer den Schritt wagt und seinen Horizont erweitert, wird meist belohnt.

Hintergrundinfos zur Studie

Die Orizon GmbH hat 2016 zum fünften Mal die Studie „Arbeitsmarkt – Perspektive der Arbeitnehmer“ durchgeführt. An der bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung nahmen 2.067 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende in Deutschland teil. Durchgeführt wurde die Studie von dem unabhängigen Marktforschungs- und Analyseunternehmen Lünendonk GmbH. Zur Gewährleistung der Repräsentativität wurden vorgegebene Quoten über die soziodemographischen Merkmale Alter, Geschlecht, Schulbildung und Bundesland etabliert. Verzerrungen wurden durch Gewichtung aufgehoben. Die Gewichtung erfolgte nach Mikrozensus.

Über die Orizon GmbH

Das Personalunternehmen Orizon bietet das umfassende Spektrum von Personaldienstleistungen an. Zum Serviceportfolio gehören Personalüberlassung und -vermittlung sowie die Durchführung komplexer Personalprojekte. Mit technischen, gewerblichen und kaufmännischen Fach- und Führungskräften wird ein Großteil der Berufsfelder abgedeckt. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen Marktführer für den deutschen Mittelstand. Als Arbeitgeber von rund 7.500 Mitarbeitern, bundesweit ca. 80 Standorten und einem Umsatz von 266 Mio. Euro im Jahr 2015 belegt Orizon, laut Lünendonk Liste, Platz 8 unter den führenden Personaldienstleistern in Deutschland.

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Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes seit 01.04.2017 in Kraft

Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes seit 01.04.2017 in Kraft

Mit den Änderungen zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), die seit 01. April 2017 in Kraft sind, ist beim Einsatz von Leiharbeitern und bei Werkvertragskonstellationen u. a. zu beachten:

– Stellt sich im Nachhinein heraus, dass ein Werkvertrag in der Praxis eigentlich eine AÜ war, entsteht ein Arbeitsverhältnis und es drohen Nachzahlungen.

– Wird die Überlassungshöchstdauer überschritten, muss der Leiharbeiter i. d. R. übernommen werden.

– Der Betriebsrat erhält erweiterte Informationsrechte zum Umfang und Einsatz von Fremdpersonal.

Mit dem in der Forum Verlag Herkert GmbH erschienenen „Handbuch Leiharbeit und Werkverträge“ können sich Entleiher und Unternehmen, die Werkverträge nutzen, schnell über die verschärften Regelungen des neuen AÜG und deren praktische Umsetzung informieren. Auch für Verleiher bietet das Buch alle Informationen zu den gesetzlichen Neuerungen.

Das Buch beinhaltet die Kommentierung aller Vorgaben und Risiken bei Arbeitnehmerüberlassung und Werkverträgen. Darüber hinaus sind praktische Fallbeispiele zur korrekten Abgrenzung der beiden Vertragsformen sowie Tipps zur Zusammenarbeit zwischen Entleiher und Verleiher enthalten. Außerdem werden in einem separaten Kapitel die Rechte und Pflichten des Betriebsrats im Entleiherbetrieb bei Arbeitnehmerüberlassung behandelt.

Mehr Informationen und Leseproben finden Interessenten unter: www.forum-verlag.com/Handbuch Leiharbeit und Werkverträge

Die FORUM VERLAG HERKERT GMBH ist Spezialist für Fachmedien im B2B-Bereich. Der Verlag ist Herausgeber von Software-, Online- und Printprodukten sowie Veranstalter zahlreicher Seminare, Lehrgänge und Fachtagungen. Damit werden Themen aus Öffentliche Verwaltung, Personalwesen, Management, Arbeitsschutz, Produktion & Umwelt, Bau, Erwachsenen- und Jugendbildung sowie Außenwirtschaft & Logistik abgedeckt.

Die FORUM VERLAG HERKERT GMBH ist eine Tochtergesellschaften der FORUM MEDIA GROUP GMBH.

Die FORUM MEDIA GROUP GMBH (FMG) ist ein international tätiges Medienunternehmen mit Hauptsitz in Merching (Bayern). Die FMG zählt zu den „größten Fachverlagen Deutschlands“ (Börsenblatt, 2016). 2016 erzielte die Gruppe einen Jahresumsatz von rd. 94 Millionen Euro und beschäftigte mehr als 1.000 Mitarbeiter in Europa, Asien, Nordamerika und Australien.
Der Fokus des 1988 gegründeten Unternehmens liegt auf der Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für Geschäftskunden, beruflicher Fort- und Weiterbildung sowie Magazinen, Special-Interest-Publikationen und Events.

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Nur Studenten und Werkvertragsnehmer profitieren von der Novelle des AÜG

Umfrage: Personaldienstleister müssen sich auf dramatische Rückgänge bei der Zeitarbeit einstellen

Nur Studenten und Werkvertragsnehmer profitieren von der Novelle des AÜG

(Bildquelle: Company-Partners CMP GmbH)

Zum 1. April 2017 tritt das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Kraft. Danach greift der Gesetzgeber mit strikten Regulierungen in die Zeitarbeit ein: mit der Begrenzung der Überlassungsdauer auf maximal 18 Monate sowie beim Lohn. Hier muss nach 9 Monaten der gleiche Lohn gezahlt werden wie bei einem Stammmitarbeiter. Problematisch ist die aktuell hohe Rechtsunsicherheit, wie Equal Pay genau definiert und umgesetzt wird. Auch wird ein hoher administrativer Aufwand nötig sein. Das alles erhöht die Bedenken der Einsatzunternehmen, wie eine aktuelle Umfrage der COMPANY PARTNERS Unternehmensberatung (CMP) aus Hamburg zeigt. Als Konsequenz aus dieser strikten Reglementierung wollen Unternehmen zukünftig Zeitarbeit deutlich weniger und kürzer einsetzen. Auch werden Equal Pay und die maximale Überlassungsdauer entgegen der Absicht von Arbeitsministerin Andrea Nahles nur in geringem Maße zum Tragen kommen. Zu vermehrten Übernahmen von Zeitarbeitnehmern in Festanstellungen wird es nicht führen, das zeigt die Hamburger Umfrage von CMP deutlich.

Equal Pay ist zu kompliziert und wird vermieden

Nach dem neuen Gesetz erhalten Zeitarbeitnehmer nach 9 Monaten Einsatz in einem Entleihunternehmen Equal Pay, was dem Lohn von Stammkräften gleichgestellt sein soll. Jedoch ist unklar, welche Lohnkomponenten das umfasst. Dies bringt eine enorme Unsicherheit in die Unternehmen, die offensichtlich mit hoher Zurückhaltung quittiert wird, wie die Umfrage zeigt. Nur knapp 13 Prozent der befragten Unternehmen, die Zeitarbeit einsetzen, wollen Equal Pay zahlen. Als Konsequenz wollen sie vielmehr die Einsatzzeiten verkürzen oder auch durch Rotationspools die Zahlung und Errechnung von Equal Pay vermeiden. Auch denken einige Unternehmen darüber nach, durch neue Einstiegslohngruppen Equal Pay vermeiden zu können.

Begrenzung der Überlassungsdauer und Übernahme – wird nicht stattfinden

Zudem dürfen Arbeitnehmer nur noch maximal 18 Monate an einen Einsatzort überlassen werden. Danach muss das Entleihunternehmen den Zeitarbeitnehmer einstellen oder ihn zum Zeitarbeitsunternehmen zurück schicken. Die optimistische Annahme von Politik und Gewerkschaften dahinter ist, so den Einsatz von Zeitarbeit einzudämmen und mit der 18-Monats-Regel eine höhere Übernahmequote in Stammarbeitsverhältnisse zu erreichen. In einer Online-Umfrage hat das Hamburger Beratungsunternehmen Company-Partners (CMP) 1.000 Entleiher mit mehr als 56.000 Leiharbeitnehmern zur Einschätzung und den möglichen Konsequenzen dieser beiden Kernpunkte der neuen Gesetzeslage befragt. Dem vorausgegangen waren Untersuchungen von CMP im Rahmen von Workshops mit Entleihern. Danach befürchten die Entleiher ab 1.1.2018 Kostensteigerungen bei der Zeitarbeit von 5 bis zu 35 Prozent durch Equal Pay, je nach Branchen und Regionen.

Personalmix wird anders zusammengesetzt – ohne Mehreinstellungen

Wie die Umfrage unter den Einsatzunternehmen zeigt, sehen die Chancen für eine Übernahme von Zeitarbeitnehmern aber – im Gegenteil – schlecht aus: weniger als 11 Prozent der Entleiher wollen Leiharbeiter nach 18 Monaten übernehmen. „Das kann nicht wirklich wundern. Denn die Unternehmen suchen ja gerade in diesen Zeiten nach flexiblen Lösungen, weil sie nicht die Planungssicherheit für Festanstellungen und schon gar nicht für langfristige Stammbelegschaften haben“, so Matthias Richter, Partner von Company Partners mit langjährigen Erfahrungen in Zeitarbeit und Personaldienstleistungen. CMP konnte vielmehr herausfinden, dass die Einsatzunternehmen nun ihren Personalmix aus Festangestellten, befristeten und geringfügig Beschäftigten und Zeitarbeit entsprechend anpassen müssen.

40 Prozent wollen Zeitarbeit reduzieren

Dabei zeigt die Untersuchung, dass 40 Prozent der Entleiher Zeitarbeit reduzieren wollen. Von ihnen wird etwa die Hälfte Zeitarbeit in einer Größenordnung von 20-30 Prozent zurückfahren. Das gilt insbesondere in größeren Unternehmen, wo mehr als 500 Zeitarbeitnehmer im Einsatz sind. Entleihfirmen, die weniger als 500 Zeitarbeitnehmer einsetzen, planen nur etwa 10 Prozent zu reduzieren. Als zweite Konsequenz steht der Ausbau von Dienst- und Werkverträgen auf der Agenda der Entleiher. 50 Prozent wollen den Anteil an Dienst- und Werkverträgen stattdessen erweitern. Und 60 Prozent wollen befristete Arbeitsverhältnisse ausbauen. Auch sollen mehr Minijobs eingesetzt werden (plus 45 Prozent) und mehr Studenten zum Zuge kommen. Das kann natürlich nicht ohne Folgen bleiben.

Die Unternehmen haben bereits Strategien, wie Zeitarbeitseinsätze zu gestalten sind, um höhere Kosten, Rechtsunsicherheit und Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Dazu könnte es Branchen-Rotationspools geben. Hier werden vor Ablauf des 9. Monats die Leiharbeiter des Verleihers 1 durch Leiharbeiter des Verleihers 2 für die Dauer von mindestens 3 Monaten ausgetauscht und kommen dann wieder an ihren Einsatzort zurück. Einige denken auch über neue Einstiegslohngruppen nach. „Vermutlich werden die Konsequenzen in der Praxis aber weniger drastischen ausfallen“, erwartet Matthias Richter. „Von den beschriebenen Rückgängen werden vor allem jene Branchen betroffen sein, in denen noch keine Tarifverträge und Branchenzuschlagstarife gelten.“ Aber auch hier sind weitere betriebliche oder tarifvertragliche Regelungen und Öffnungsklauseln zu erwarten, die mehr Flexibilität und weniger Administration bringen. Zu den großen Verlierern gehören reine, meist kleine und mittlere Zeitarbeitsunternehmen. Personaldienstleister, die auch Dienst- und Werkvertragsleistungen verkaufen, können sogar vom Rückgang der Zeitarbeit profitieren, zeigt die Umfrage. Und auch bei den Arbeitnehmern scheint der Schuss nach hinten loszugehen: „Eine AÜG-Reform, in der am Ende neben Werkvertragsunternehmen nur Minijobber und Studenten als Gewinner stehen, hat ihr Ziel definitiv nicht erreicht“, so Unternehmensberater Richter.

Hintergrund zur Online-Umfrage

– Angeschrieben wurden über 1.500 Unternehmen, die Zeitarbeit nutzen (Entleiher); Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher) wurden nicht befragt
– Die antwortenden Unternehmen beschäftigen zusammen über 56.000 Leiharbeiter; die Auswertung bezieht sich auf den Rücklauf dieser Teilnehmer (7 Prozent)
– 5 Prozent der Rückläufer unterliegen bei der Nutzung von Zeitarbeit Branchenzuschlagstarifen und sind daher von den Auswirkungen der AÜ-Novelle kaum betroffen. Sie wurden nicht in die Auswertung einbezogen.
– Die AÜG-Novelle, die am 1.4.2017 in Kraft tritt, war Anlass zu dieser Umfrage, nachdem COMPANY PARTNERS bereits die Kosteneffekte mit ausgewählten Unternehmen untersucht hatte.

Die Diagramme können hier herunterladen werden: https://www.company-partners.de/presse/pm-umfrage-a%C3%BCg-novelle/

COMPANY PARTNERS optimiert und restrukturiert mittelständische Unternehmen. Dazu gehören Kostensenkungsmaßnahmen, Anpassung des Personalmixes sowie Verbesserungen bei den Beschaffungs- und Einsatzkosten der Zeitarbeit. COMPANY PARTNERS hat umfassende Erfahrungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung durch die Sanierung von Personaldienstleistern mit mehr als 8.000 Mitarbeitern sowie durch diverse Ausschreibungen für Leiharbeit nutzende Unternehmen.

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Wichtige Änderungen im Arbeitsrecht und am Arbeitsmarkt 2017

Auch 2017 ändert sich einiges für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Tempo-Team Personaldienstleistungen gibt einen Überblick über wesentliche Neuerungen.

Wichtige Änderungen im Arbeitsrecht und am Arbeitsmarkt 2017

Tempo-Team Personaldienstleistungen: Gesetzliche Änderungen am Arbeitsmarkt 2017 im Überblick

Offenbach, 20. Januar 2017 – Reform von Arbeitnehmerüberlassung und Zeitarbeit, Kündigungs- und Mutterschutz, Mindestlohn sowie Bemessungs- und Regelsätze für Renten- und Sozialversicherung: Zum Jahreswechsel und im Laufe des Jahres 2017 ändern sich in vielen Punkten die gesetzlichen Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt. In einem aktuellen Blogbeitrag bietet der Personaldienstleister Tempo-Team einen Überblick.

So wird mit der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) eine Überlassungshöchstdauer für Zeitarbeitnehmer von 18 Monaten (mit Ausnahmeregelungen) eingeführt. Nach Ablauf von 9 Monaten kann die Entlohnung von Zeitarbeitnehmern in gleicher Höhe wie bei vergleichbaren Mitarbeitern der Stammbelegschaft erfolgen (Equal Pay), sofern nicht Ausnahmen greifen. Weitere Änderungen im Bereich der Zeitarbeit betreffen zum Beispiel die Kennzeichnungspflichten sowie den Einsatz von Zeitarbeitnehmern im Streikfall.

Durch die Neuregelungen des Flexirentengesetzes profitieren die Bezieher einer Regelaltersrente, welche trotzdem weiter arbeiten. Zusätzlich zum Arbeitseinkommen können sie auch weitere Rentenansprüche erwerben.

Zum 1. Januar erfolgte einen Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro auf 8,84 Euro, wobei es für einzelne Branchen Ausnahmeregelungen gibt. Ebenfalls zum 1. Januar haben sich die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie weitere Grenzwerte und Regelsätze verändert.

Weitere wichtige Änderungen betreffen unter anderem den Mutterschutz sowie den Kündigungsschutz von schwerbehinderten Mitarbeitern.

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Die Tempo-Team Personaldienstleistungen GmbH ist im Jahr 2011 aus der 1979 gegründeten Team BS Betriebs-Service GmbH hervorgegangen. Das Unternehmen sieht seine wichtigste Aufgabe darin, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen zufrieden zu stellen – orientiert an den Unternehmenswerten Wissen, Tatkraft, Menschlichkeit – und dabei profitabel zu arbeiten. Tempo-Team legt Wert darauf, dass diese Ziele nur im TEAM zu erreichen sind. Ein hohes Leistungsniveau begründet das stetige Wachstum und den Ausbau der Marktposition. Arbeits- und Gesundheitsschutz hat dabei einen ebenso hohen Stellenwert wie wirtschaftliche Ziele. Die Auswahl der Bewerber erfolgt ausschließlich nach den Kriterien Qualität und Leistung.

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Pressemitteilungen

Jobtimistisch ins neue Jahr

– Weiterhin positive Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt
– Mehr Menschen auf aktiver Jobsuche
– Personalunternehmen bieten vielfältige Einstiegsmöglichkeiten

Jobtimistisch ins neue Jahr

Mit Jobtimismus ins neue Jahr (Bildquelle: Orizon GmbH)

Weihnachten steht vor der Tür und es gibt viele gute Gründe für einen optimistischen Rückblick auf den Arbeitsmarkt des Jahres 2016. Mindestens ebenso positiv kann die Aussicht auf das kommende Jahr ausfallen. Der „Jobtimismus“ betrifft sowohl die offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit als auch die Einschätzungen von Befragten der Orizon Arbeitsmarktstudie 2016 mit über 2.000 bevölkerungsrepräsentativen Arbeitnehmern. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt und viele Menschen bewerten ihre eigenen Chancen am Arbeitsmarkt gut. Eine Beschäftigung in der Zeitarbeit bietet dabei vielversprechende Perspektiven, zum Beispiel beim Berufseinstieg für jüngere Menschen. Aber auch Migranten können die Branche als Sprungbrett nutzen.

Das Jahr 2016 endet mit einem positiven Signal am Arbeitsmarkt und setzt damit einen seit längerem anhaltenden Trend fort. Im November lag die Arbeitslosenquote laut Bundesagentur für Arbeit bei 5,7 Prozent, sie ist damit nochmals gesunken. Auch wenn das Wachstum nicht mehr ganz so rasant ausfällt wie noch in der ersten Hälfte des Jahres, so bleibt die Tendenz weiterhin positiv. Und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich das im neuen Jahr nicht genauso fortsetzen wird: Das jüngste Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt mit einem Wert von 103,2 an, dass die Arbeitslosigkeit bis ins Jahr 2017 hinein weiter sinken wird. Mit diesem Indikator wird regelmäßig die Lage am Arbeitsmarkt für die kommenden drei Monate prognostiziert.

Viele Menschen suchen aktiv einen Job

Doch man muss nicht arbeitslos sein, um sich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umzuschauen: Im zu Ende gehenden Jahr waren wieder mehr Menschen aus einer bestehenden Beschäftigung heraus auf aktiver Jobsuche als im Vorjahr. Rund 27 Prozent der Befragten in der Orizon Arbeitsmarktstudie 2016 geben an, zurzeit aktiv auf der Suche nach einer neuen beruflichen Anstellung zu sein. Was die eigenen Chancen am Arbeitsmarkt betrifft, sind viele Menschen optimistisch gestimmt. Über 60 Prozent der mehr als 2.000 befragten Arbeitnehmer halten ihre Chancen, heute in Deutschland einen neuen Job zu finden, für „sehr gut“ oder „eher gut“. Weniger als jeder Zehnte glaubt, er habe schlechte Aussichten. Insbesondere im Vergleich zu den Vorjahreswerten zeigt sich, dass die Menschen deutlich „jobtimistischer“ geworden sind. Die Zeitarbeit bietet dabei eine Reihe von vielversprechenden Perspektiven. So wird die Branche von rund zwei Drittel der Befragten, die aktuell selbst Zeitarbeitnehmer sind, als wichtiges Sprungbrett in eine Festanstellung gesehen. Auch der Berufseinstieg ist für mehr als 50 Prozent von ihnen eine relevante Motivation, um in der Zeitarbeit tätig zu sein. Die Befragung zeigt auch, dass gerade jüngere Altersgruppen auch die Kompetenz der Personaldienstleister schätzen, wenn es um Beratung rund um Beruf und Karriere geht.

Perspektiven für Migranten

Die Beschäftigung in der Zeitarbeit bietet aus Sicht der befragten Arbeitnehmer auch eine hohe Chance für Asylberechtigte und Geduldete, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen – fast 60 Prozent sehen hier gute Perspektiven. Eine Untersuchung des IAB[1] bestätigt, dass die Zeitarbeit einen Brückeneffekt für Ausländer am Arbeitsmarkt eröffnen kann. In dieser Phase können die Beschäftigten Sprachkenntnisse gewinnen, Kontakte aufbauen und die deutsche Unternehmenskultur kennenlernen. All diese Aspekte können schließlich auch die Suche nach einem Job außerhalb der Branche erleichtern, so eine der Kernaussagen der Studie.

Bei allen positiven Signalen aus der Zeitarbeit bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), die zum 1. April 2017 in Kraft tritt, auswirken wird. Die starren Regelungen etwa zu Equal Pay oder der Höchstüberlassungsdauer schaffen neue bürokratische Hürden. Ob die Bestimmungen praxistauglich sind, ist derzeit noch ungewiss. „Die AÜG-Reform wird die Branche sicherlich erst einmal vor neue Herausforderungen stellen“, so Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer von Orizon. „Der Arbeitsmarkt boomt und gerade wir als Personalunternehmen sind mit unserer Beratungskompetenz und unserer exzellenten Kenntnis des Marktes gefragt, Menschen auch im Jahr 2017 weiterhin konsequent zu attraktiver Arbeit zu verhelfen.“

Quellen:
[1] Jahn, Elke (2016): Zeitarbeit kann Perspektiven eröffnen, IAB-Kurzbericht 19/2016.

Hintergrundinfos zur Studie

Die Orizon GmbH hat 2016 zum fünften Mal die Studie „Arbeitsmarkt – Perspektive der Arbeitnehmer“ durchgeführt. An der bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung nahmen dieses Jahr 2.067 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende in Deutschland teil. Durchgeführt wurde die Studie von dem unabhängigen Marktforschungs- und Analyseunternehmen Lünendonk GmbH. Zur Gewährleistung der Repräsentativität wurden vorgegebene Quoten über die soziodemographischen Merkmale Alter, Geschlecht, Schulbildung und Bundesland etabliert. Verzerrungen wurden durch Gewichtung aufgehoben. Die Gewichtung erfolgte nach Mikrozensus.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Über die Orizon GmbH

Das Personalunternehmen Orizon bietet das umfassende Spektrum von Personaldienstleistungen an. Zum Serviceportfolio gehören Personalüberlassung und -vermittlung sowie die Durchführung komplexer Personalprojekte. Mit technischen, gewerblichen und kaufmännischen Fach- und Führungskräften wird ein Großteil der Berufsfelder abgedeckt. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen Marktführer für den deutschen Mittelstand.
Als Arbeitgeber von rund 7.500 Mitarbeitern, bundesweit ca. 80 Standorten und einem Umsatz von 266 Mio. Euro im Jahr 2015 belegt Orizon, laut Lünendonk Liste, Platz 8 unter den führenden Personaldienstleistern in Deutschland.

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Pressemitteilungen

Walter-Fach-Kraft setzt auf Integration von Flüchtlingen über Zeitarbeit

Intensive Betreuung ausländischer Mitarbeiter / Große Bandbreite an Arbeitsplatzangeboten

Walter-Fach-Kraft setzt auf Integration von Flüchtlingen über Zeitarbeit

Fulda, 29. November 2016 – Schon seit geraumer Zeit leistet die Walter-Fach-Kraft-Gruppe ausländischen Bewerbern Starthilfe beim Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. „Was auf europäischer Ebene innerhalb der Freizügigkeitsregelung begann, bauen wir aktuell auch im Hinblick auf Bewerber aus Drittländern aus“, erklärt der Geschäftsführer Herr Jörg Walter. Denn mit Inkrafttreten des neuen Integrationsgesetzes haben Zeitarbeitsunternehmen in Arbeitsagenturbezirken mit günstiger Arbeitsmarktlage unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, noch nicht anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber und Geduldete bereits drei Monate nach Beginn ihres rechtmäßigen Aufenthaltes in Deutschland einzustellen.

„Um den großen Herausforderungen in interkultureller und soziokultureller Hinsicht besser entsprechen zu können, haben wir intern unsere Mitarbeiter in puncto Integration geschult“, berichtet Jörg Walter. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine ganze Bandbreite an branchenübergreifenden Arbeitsplatzangeboten parat, ebenso für sämtliche Qualifikationsstufen. „Es stehen verschiedenste Jobmöglichkeiten für Fach- und Hilfskräfte offen“, betont der Geschäftsführer.

Walter-Fach-Kraft hat sich in den vergangenen Jahren bereits viel dafür engagiert, ausländischen Mitarbeitern in Deutschland nicht nur einen Arbeitsplatz, vielmehr auch eine Bleibeperspektive zu verschaffen. Das gilt in gleichem Maße auch für Bewerber aus Drittländern. Jörg Walter erläutert: „Wir betreuen unsere Mitarbeiter intensiv, um ihnen den beruflichen und außerberuflichen Alltag zu erleichtern.“

Walter-Fach-Kraft möchte nicht nur als Personaldienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, das die klassischen Bereiche der Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung abdeckt, sondern als ein Arbeitgeber, der aus Überzeugung einen aktiven Beitrag zur Integration derjenigen Menschen in Deutschland leistet, die sich hier integrieren und arbeiten möchten.

Zum Unternehmen
Walter-Fach-Kraft ist Spezialist für Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung im gewerblichen und kaufmännischen Bereich sowie für Hotellerie und Gastronomie. Was 1997 mit einem Zwei-Mann-Büro begann, ist heute ein erfolgreicher Personaldienstleister mit rund 2.000 Mitarbeitern. Flache Hierarchien bei gleichzeitig großer Präsenz mit nahezu 30 Geschäftsstellen in Deutschland, Österreich und Polen zeichnen das inhabergeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Fulda aus und sorgen für große Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten. Im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie steht der Mensch, denn zufriedene Mitarbeiter bedeuten zufriedene Kunden. Walter-Fach-Kraft ist SCP- und ISO-9001-zertifiziert und Mitglied im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) sowie im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP). Weitere Informationen finden Sie unter www.walterfachkraft.com

Kontakt
Walter-Fach-Kraft GmbH & Co. KG
Vanessa Kram
Leipziger Straße 171
36039 Fulda
+49 (0)661 / 250 20-81
presse@walterfachkraft.com
http://www.walterfachkraft.com

Pressemitteilungen

Neue Regelungen zur Leiharbeit – was ändert sich?

Maximilian Renger im Interview mit Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Maximilian Renger: Leiharbeit ist in Deutschland weit verbreitet. Ungefähr eine Million Menschen arbeiten in solchen Arbeitsverhältnissen. Was sollten betroffene Arbeitgeber und Arbeitnehmer beachten?

Fachanwalt Alexander Bredereck: Ab dem 1.4.2017 gibt es diverse gesetzliche Änderungen, die die Bedingungen der Leiharbeit in Deutschland verändern werden. Das betrifft zum einen die maximale Entleihdauer, aber auch die Frage gleicher Bezahlungen (equal pay).

Maximilian Renger: Wie lange darf denn künftig maximal entliehen werden?

Fachanwalt Alexander Bredereck: Ein dauerhafter Einsatz von denselben Leiharbeitnehmern in nur einem Betrieb wird künftig unmöglich. Leiharbeitnehmer müssen nach spätestens 18 Monaten den Entleiherbetrieb wechseln oder vom entsprechenden Unternehmen übernommen werden. Beschäftigungszeiten mit Unterbrechungen von maximal drei Monaten werden zusammenaddiert. Das bedeutet umgekehrt, dass die Frist von 18 Monaten immer wieder neu beginnt, wenn zwischenzeitlich eine Unterbrechung der Beschäftigung von mehr als drei Monaten erfolgte.

Maximilian Renger: Das scheint mir Umgehungsmöglichkeiten Tür und Tor zu öffnen?

Fachanwalt Alexander Bredereck: Sieht so aus. Die so genannten Pingpong-, bzw. Karusselllösungen bleiben zulässig. Leiharbeitnehmer können im turnusmäßigen Wechsel zwischen (zwei) verschiedenen Betrieben eingesetzt werden.

Maximilian Renger: Wie sieht es bei equal pay (gleiche Bezahlung) aus?

Fachanwalt Alexander Bredereck: Nach neun Monaten haben Leiharbeitnehmer künftig Anspruch auf gleiches Entgelt und gleiche Arbeitsbedingungen wie die Stammbelegschaft. Durch Tarifvertrag kann allerdings von dieser Regelung abgewichen werden. Der Arbeitgeber muss dann allerdings bereits ab der sechsten Beschäftigungswoche einen anwachsenden Zuschlag (Branchenzuschlag) zum Tariflohn in der Zeitarbeit zahlen. Damit kann dann die Frist zur Angleichung auf maximal 15 Monate gestreckt werden.

Maximilian Renger: Außerdem wurde der Einsatz von Leiharbeitern als Streikbrecher verboten.

Fachanwalt Alexander Bredereck: Richtig. Verboten und mit Geldbußen belegt ist künftig der Einsatz von Leiharbeitnehmern auf bestreikten Arbeitsplätzen.

Maximilian Renger: Was hältst du von den Neuregelungen bei der Leiharbeit insgesamt?

Fachanwalt Alexander Bredereck: Das Gesetz soll missbräuchliche Arbeitnehmerüberlassung bekämpfen. Dem wird der Inhalt nicht vollständig gerecht, da weiterhin zahlreiche Schlupflöcher bestehen. So können die so genannten Karusselllösungen weiter gedeihen, da es auch künftig möglich ist, Arbeitnehmer im turnusmäßigen Wechsel von zum Beispiel einem halben Jahr in verschiedenen Betrieben einzusetzen. Man könnte das Ganze aber als einen Schritt in Richtung Missbrauchsbekämpfung bezeichnen. Andererseits frage ich mich immer, wo der Missbrauch liegt, wenn Arbeitgeber ausdrücklich vom Gesetzgeber zugelassene Spielräume nutzen. Nunmehr lässt der Gesetzgeber ja extra wieder Spielräume zu. Ist das dann auch wieder Missbrauch, wenn diese genutzt werden?

Was wir für Sie tun können. Wir beraten zu allen Fragen rund um das Arbeitsrecht, insbesondere auch zum Inhalt und zum Abschluss von Arbeitsverträgen. Vor Gericht vertreten wir deutschlandweit Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch im Zusammenhang mit allen Fragen rund um die Leiharbeit, Zeitarbeit und Kündigungsschutz. Da wir auch die aktuelle Gesetzesentwicklung und die Entwicklung der Rechtsprechung stets kritisch kommentierend verfolgen, erkennen wir frühzeitig die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des jeweiligen Falles.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter nebenstehender Telefonnummer an und besprechen Sie zunächst telefonisch die Erfolgsaussichten eines Vorgehens.

Wer wir sind. Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

9.11.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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