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Gesellschaft/Politik

Plötzlich, mitten in der Nacht……….. – Berühmte Gemälde

Plötzlich, mitten in der Nacht,

wenn müde Bürger schlafen,

hebt an die große Weltenschlacht,

sie trennt die Freien von den Sklaven.

Pressemitteilungen

Angerer der Ältere in der VHS Weiterbildungsakademie Kelheim – Autorenlesung

Es war wie alle Ausstellungen und Lesungen von Angerer der Ältere eine besonders persönliche individuelle  Veranstaltung im schönen Sitzungssaal im Deutschen Hof im November 2016. Diesmal wurden sehr viele von Angerers Bildmotiven auf Videoleinwand gezeigt, erläutert und mit Anekdoten bereichert. So gibt es die Geschichte, als das Gemäldetriptychon „Die Seele Europas“ durch Vermittlung unseres Europaabgeordneten Manfred Weber im Europäischen Parlament in Brüssel ausgestellt wurde, daß ein englischer Kommissar sich empörte, weil Angerer der Ältere alle europäischen Flaggen im Gemälde aufzeige, aber nicht die englische Flagge. Gefragt warum, kam die visionäre Antwort des Künstlers: Weil ihr ja sowieso Europa verlassen werdet, wenn es nichts mehr zu holen gibt! Als Angerer dann doch auf Drängen die englische Flagge nachträglich malte, sieht man bei genaueren Hinsehen in der Mitte der Flagge einen Totenkopf, eine Anspielung auf das „alte Seeräubervolk“. Nun, und heute gibt es den Brexit.

Bilder haben immer eine Geschichte in ihrer Entstehung. Anbei einige Beispiele dieser Werke ausschnittsweise aufgelistet (Fotos im Anhang):

Das Gemälde „Ikarus V“ erzählt von einem Albtraum, der so lange andauerte, bis er gemalt wurde…….dann war er vorbei. Das Gemälde „Trojanisches Pferd“ zeigt die entsetzliche Gefahr, der sich die Menschheit aussetzt, wenn sie wider die Natur, also die Schöpfung handelt.

Wie schön die Technik sein kann, war zu sehen an der „Getriebe-Burg“. Entdeckt auf einem Container wurde das VW/Audi Getriebe nur bemalt und nicht verändert. Es ähnelt nach seiner Bemalung einer phantastischen Burg, fast einem neuartigen Wolkenkratzer mit den lebendigen Details in seiner Fassade. Die energetischen Kräfte eines Autogetriebes haben viel Ähnlichkeit mit den statischen Voraussetzungen eines hohen Gebäudes. Hier eine weitere Erklärung

„Es ist ein Getriebe………….und eine Burg.

Ein GETRIEBE bündelt Kräfte, muß sich bewähren, bürgt für Sicherheit und ist ein technisches Kunstwerk unserer Zeit.

Eine BURG bündelt Kräfte, muß wehrhaft sein, bürgt für Sicherheit und ist ein architektonisches Kunstwerk bis in unsere Zeit.

Die GETRIEBE – BURG soll diese sich ähnelnden Kräfte und ihre Schönheit verdeutlichen.“

Es gäbe noch etliche Beschreibungen zu den entstandenen Kunstwerken, vielleicht in weiteren Volkshochschulen? Angerer der Ältere sieht seine Arbeit und sein Werk als Mission, um der Kunst wieder Schönheit, Phantasie, Geheimnis und Mythos zurückzugeben und insbesondere die Jugend dafür empfänglich zu machen.

Sein Dank gilt dem Team der VHS Weiterbildungsakademie Kelheim, das sich mit großem Engagement für diese Veranstaltung eingesetzt hat und trotz intensiver Tagesarbeit bis zum Schluß blieb, um an diesem kulturellen Erlebnis teilzuhaben.

Der bekannte Bestsellerautor E.W.Heine ließ es sich nicht nehmen, seinem Künstler- und Rotaryfreund solidarisch an diesem Abend bei dessen Autorenlesung zuzuhören und interessiert seine Fragen zu stellen. Kunst und Kultur sind auch ihm ein besonderes Anliegen. Aus der Münchner Region reiste ein Dokumentarfilmer und Projektmanager an, der mit Angerer ein kulturelles Projekt plant, das in seiner Auswirkung epochal sein könnte.

Aus dem neuen Märchenroman wurden ebenfalls einige Passagen vorgelesen. In diesem wieder „schönen Buch“ fallen einem sofort die vielen farbigen Abbildungen auf, die auf den 264 Seiten gezeigt werden. Passend zur kommenden Adventszeit las Angerer der Ältere den Prolog, der zur Weihnachtszeit handelt und von einem kleinen Mädchen, das seinen Wunsch Wahrheit werden ließ und zum Alten Kaiser in den Untersberg, genannt Wunderberg, ging. Was aus diesem kleinen Mädchen wurde und was sie an Wunderbarem in die Welt zurückbrachte, davon erzählt diese Geschichte. „Janus und Sunaj“ ist der 1. Teil, der 2. Teil dieses Märchenromans folgt später.

Hier die Links zu den Büchern von Angerer der Ältere. Kunstband: https://kastner.de/?StoryID=402&ViewID=1874

Phantastikmärchen: http://www.angerer-der-aeltere.de/wp-content/uploads/2016/08/Janus_Sunaj_mh.jpg

 

 

 

 

Pressemitteilungen

Kunst und Glaube – Christliche Kunstwerke

Herr, wir preisen deine Stärke, Vor dir beugt die Erde sich Und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit.

Das Lied „Großer Gott, wir loben dich…“ war der feierliche Abschluss der sonntäglichen Messe in meiner Ministrantenzeit. Es war das Bild vom „Pantokrator“, dem Weltenherrscher, aber

auch vom kleinen, schutzbedürftigen weihnachtlichen Jesuskind

(… Großer Herr, o starker König. Liebster Heiland, o wie wenig, achtest du der Erden Pracht!…), dem gedemütigten Gekreuzigten (Oh Haupt voll Blut und Wunden…) und vor allem von dem wieder auferstandenen, glorreichen großen Gott, dem Erlöser der Welt. Bewegende Musik und große, herrliche Dome zeugen von christlicher Anbetung und großem Glauben.

Und heute? Monumentaldarstellung sei dem Christentum von Anfang an wesensfremd gewesen, sein Gott habe sich schließlich kleingemacht, sei Mensch geworden und somit gerade das Gegenteil einer Kolossal- figur, sagen evangelische Kunstexperten mit ihrem kleinen Glauben. Hier wird ein Detail aus der Jesusgeschichte fälschlicherweise zum gesamten Christusbild aufgeblasen!

Mit monumentalen Christusdarstellungen tut sich die Kirche deshalb schwer – und seien sie auch nur überlebensgroß, heißt es dort in einer Stellungnahme zu meinem Christusdom.

Es heißt, seit Jahrzehnten sei in der evangelischen Landeskirche keine größere Kreuzigungsgruppe mehr in Auftrag gegeben worden. „Mit spitzen Fingern“ müsse man solche Entwürfe anfassen, sagen Kunstbeauftragte, und schließen sich dem adornoesken Verbot und seinem Epigonen Joseph Beuys an. Beuys hatte, Adorno folgend, das Ende der Möglichkeit verkündet, Christus leibhaftig dar- zustellen. Deshalb werden nur Künstler beauftragt, die bei der Gestaltung von Kreuzigungsgruppen auf eine figürliche Christusdarstellung – wie absurd! – verzichten. Ich meine, das ist bedauernswert, denn dies riecht nach geistiger Unfreiheit und Andienen an das alttestamentarische Verbot der Gottesdarstellung. Bei so einem garstigen Gespann der Unterwerfung wird sich Schönheit nicht niederlassen können, denn die Abhängigkeit von schlauer Zweckmäßigkeit ist mit Schönheit unvereinbar. Schönheit ist nur durch sich selbst bestimmt, fordert keine Erklärung und braucht auch keine erklärenden Begrifflichkeiten – schon gar nicht von solch unchristlichen Ungeistern wie Adorno und Beuys, denn der Sinn für Schönheit ist der göttliche Funke in uns.

Die Auftraggeber christlicher Kunst als Institution der Kirchen sind jene, die das Wort Christi in fragwürdige Diskussionen einbringen. Sie sind die adornoesken, negativ antizipierten Kunstwerke der modischen Vorzeige-Intellektuellen, die, wenn auch Theologen, dennoch Geister ohne wahre christliche Religion sind. Sie haben deshalb eine „Heiden- Angst“ vor meinem Christus-Dom.

„Sein Leib sei unser Tempel.“ Dieser Gedanke führte zur Idee, die Gestalt Christi als Kirchenraum, als Dom, der die ganze Gestalt durchdringt, zu sehen. In meiner Filmpräsentation des Christusdomes heißt es: „Das Kreuz und das eingeschlossene Oktogon sind die ältesten Grundriss- formen des christlichen Kirchenbaus. Sie tragen im wahrsten Sinne des Wortes den Leib des Herrn. Das Achteck steht für die göttliche Perfektion und die Auferstehung Christi. Der Schnitt zeigt die Besonderheit und das Neue im Christusdom: Die Botschaft der Hl. Messe: Durch Ihn und mit Ihm und IN IHM, ja, IN IHM.

Je mehr man sich der Christus-Statue nähert, umso deutlicher tritt der Christusdom in seiner Kirchenarchitektur hervor, aus dessen Mitte wie eine übermächtige Kuppel der Pantokrator, der Weltenherrscher, emporragt. Die 30 m hohen Kreuzkapellen mit ihren Glockenfassaden und den Darstellun- gen aus dem Leben Christi werden umlaufend von Engeln bewacht.

Die umlaufenden Wände des Achtecks werden im Inneren des Domes von den 14 Kreuzwegstationen einschließlich der Kreuzigungsszene der Kapelle als 60 m langes Relief gestaltet.
Und ganz oben im Christusdom, hoch im Licht, ist das Abbild des Erlösers und Weltenherrschers zu sehen: Nur von dort oben ist das Heil zu erwarten! Dieses Abbild des Pantokrators in der Kuppel ist ein Gemälde, dass Seine Eminenz Daniel Patriarch von Rumänien bei Angerer der Ältere als Ikone in Auftrag gegeben hatte.

Fazit: Der Christusdom soll als neues sakrales Bauwerk durch Schönheit und Erhabenheit dazu beitragen, das Heilige wieder neu zu entdecken.“

Immer wieder wird der Einwand gegen den Christusdom mit einem Christus-Zitat unterstützt:
Jesus sprach: „Das Reich Gottes ist in dir und um dich herum, nicht

in Gebäuden aus Holz und Stein. Spalte ein Stück Holz und ich bin da. Hebe einen Stein auf und du wirst mich finden.“ Also keine Dome! War alles Bisherige verkehrt? Die evangelische Kirche baut doch auch heute ihre Kirchen aus Holz und Stein, anstatt bestehendes niederzureißen. Feiert doch eure Messen im Freien, ungeachtet ob es regnet, friert oder schneit!

Die Zeit, in der Jesus lebte, war unserer Zeit nicht unähnlich. Vieles vom alttestamentarischen Glauben war einer gewissen Dekadenz gewichen. Christus vertrieb die Händler aus der Synagoge, das Sakrale verlor an Bedeutung, wie heute auch. Wenn Christus von den Gebäuden aus Holz und Stein sprach, meinte er doch nur die missbrauchten, säkularisierten, händlerbesetzten Synagogen von damals. Sind hier nicht Parallelen zu unseren heutigen Discokirchen? Oder wollen unsere Neutheologen die christliche Kulturtradition, also auch den Bau unserer christlichen Dome, in Frage stellen? Dome, die nicht nur „das Schönste“ zur Ehre Gottes, sondern auch Schutz vor Regen und Schnee beim Zelebrieren der Hl. Messe für große Gemeinden bieten. Diese Mentiziden würden es wohl kaum wagen, den Tempel in Jerusalem in Frage zu stellen. Sprach Jesus nicht zu Petrus: „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen.“ Matthäus 16, 18

Als Christus im Tempel predigte, er sei Gottes Sohn, wollte man ihn steinigen.
„Euer Gott kann mein Vater nicht sein…“, rief Christus ihnen zu

  1. Hier ist eindeutig die Distanz zur damaligen Priesterschaft sichtbar. Zu althergebrachten Riten wie die koschere Speise und Trank sagte Christus: „Was zum Munde hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Munde herauskommt, das macht den Me schen unrein.“

Der Tempel zu Jerusalem war zu Herodes Zeit nicht mehr für alle das wirkliche und wahrhafte „Haus Gottes“, in dem Gott die von den Menschen gebührende Verehrung gezollt wurde. Johannes der Täufer, der sich auf die alten Propheten Elias und Jesaja berief, wurde geköpft, da er diese Welt wachrütteln wollte.

„Ehe Abraham war, bin ICH“, waren die Worte des Kindes von Bethlehem. In TV-Diskussionen fragen sich sophistische Theologen und Wissenschaftler, welcher Einfluss es gewesen sein könnte, der Christus zu dem werden ließ, was er wurde. Nazareth in Galiläa war damals durchaus von der griechischen Mythologie beeinflusst, zum Leidwesen des in Judäa befindlichen Jerusalems. Christus, so meinen unsere Neutheologen und Wissenschaftler, war die Summe seiner Umgebung, und sie stellen sich die Frage, inwieweit der Gottessohn von der grie- chischen Philosophie beeinflusst war. Wie wäre es aber denn damit, dass Christus von Anfang, wenn auch leiblich, der Sohn Gottes war, und ihn deshalb ausschließlich Göttliches und nicht die Umgebung leitete? Letztlich geht es um die Herabwürdigung des Gottessohnes.

Jeder einfache Gläubige ist Gott um vieles näher als jene verbildeten Religions-Wissenschaftler.

„Ich bin die Türe, wer DURCH MICH hineingeht, wird selig werden“, sagt Christus.

So sagte Gott am Anfang zum betenden Menschen: „Tritt nicht näher heran! Ziehe die Schuhe von den Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden!“ Ex 3,5

Der heilige Altarraum von heute ist verwaist, der Priester dreht dem Allerheiligsten den Rücken zu. Die Profanisierung zerstört die innige Anbetung Gottes. Doch das Heilige erzwingt geradezu seinen göttlichen Bereich, alleine schon, um sich vom profanen Raum abzugrenzen. In sakralen Orten wie Kirchen erfahren wir Trost hinsichtlich unse- res erbärmlichen irdischen „Geworfenseins“, wie Martin Heidegger es nennt. Die Grausamkeit unserer irdischen Endlichkeit wird von den sakralen Kultussymbolen überhöht und ins Göttliche gerückt.

Aber weh! Es wandelt in Nacht, es wohnt, wie im Orkus,

Ohne Göttliches unser Geschlecht. Ans eigene Treiben Sind sie geschmiedet allein, und sich in der tosenden Werkstatt. Höret jeglicher nur und viel arbeiten die Wilden
Mit gewaltigem Arm, rastlos, doch immer und immer Unfruchtbar, wie die Furien, bleibt die Mühe der Armen.

HÖLDERLIN

Gemälde zu Kunst und Glaube:Maria_Himmelfahrt_oR_mh

Maria Himmelfahrt

 

Kunst/Kultur

Bad Bank und Bad Museum dasselbe?

Textausschnitt aus dem Kunstband „Die Rückkehr des Menschen in die Kunst„:
„Antipodische Kräfte wie der unbedingte lineare Fortschrittsglaube hier und die Meinung jener dort, die Fortschritt unter dem Aspekt des Fortschreitens, also Wegschreitens aus der Mitte ins Ungesonderte sehen, sind im ständigen Widerstreit. Die Modernisten bilden sich ein, sie wären die progressiven positiven Kräfte, dabei sind sie nur mentizide Figuren des kulturellen Verfalls. Wie doch Architekten das moderne Lebensgefühl einer Zeit in ihren Werken widerspiegeln! Die demoskopische Entwicklung weist auf zukünftige Aussterben, insbesondere der deutschen Nation, hin. Es ist wie ein Menetekel: Die Vertotung und Amorphität unserer Außen- und Innenräume ist auf Menschenleere konzipiert. In einer kalten Stahl-Glas-Ästhetik, falls es die wirklich gibt und sie nicht nur eingebildet ist, stört nur der nicht kristalline Mensch als organisches, lebendiges Wesen. Apodiktisch wird jungen angehenden Architekten eingeredet, dass die kalten Lehren des langweiligen Bauhauses mit seinem beschränkten Auswahlkatalog die sinnvolle Entwicklung am Ende einer langen Kulturgeschichte seien, sozusagen als essenzielles Produkt langer Entwicklungsphasen. Empfehlenswert für Architekturstudenten: Der Film „Mon Oncle“ von Jacques Tati.

Besitzt ein Künstler und Architekt der so genannten Moderne das spezifische Leichtgewicht unserer Zeit, so trägt sie ihn ohne Mühe.

Spezifischen Schwergewichten jedoch bleibt es nicht erspart, in dieser postkulturellen Ära angesichts der Substanzlosigkeit des zeitgemäßen Trägermaterials untergehen zu müssen. Diese versunkene Schwergewichtigkeit ruht nun, dem Schatz des Priamos gleich, im Verborgenen. Erst wenn die Zeit reif ist, kann dieser Fundus von jenen Zukünftigen ohne Tiefenangst gehoben werden. Bauhaus-Leichtgewichtigkeit hingegen stellt nur den Gestaltungskatalog für Unbegabte als Lehrmaterial zur Verfügung. Kulturhistorisch gesehen eine vorübergehende Episode der Langeweile und Uninspiriertheit.

Kunst von heute als Erinnerungskultur der Zukunft könnte in einer Art von „Bad Museum“ gleich den „Bad Banks“ deponiert werden, angesichts des gewaltigen Kulturschrotts, der sich in den Museen der Moderne angesammelt hat.“

Kunst/Kultur Pressemitteilungen

Manierismus in der Malerei – Maniera

Im künstlerischen Werk von Angerer der Ältere sind manieristische Züge erkennbar. Er hat sich intensiv mit dem Manierismus beschäftigt, angeregt von dem Manierismus Kenner Gustav René Hocke und dessen Hauptwerk „Die Welt als Labyrinth“. Diesem Titel hat Angerer der Ältere zwei Gemälde gewidmet.
Als Kennzeichen für den Ausdruck manieristischer Malerei kann man diese Kunstform auch als intelligente Künstlichkeit bezeichnen.
Hier einige Auszüge aus dem Kunstband „Die Rückkehr des Menschen in die Kunst“, ((https://kastner.de/?StoryID=402&ViewID=1874) die sich mit der Thematik des Manierismus beschäftigen.
Gustav René Hocke dazu in „Die Welt als Labyrinth“: Die Klassik braucht die „magnetomotorische Kraft“ des Manierismus, will sie nicht erstarren, der Manierismus braucht „den Widerstand“ der Klassik, will er sich nicht auflösen. Klassik ohne Manierismus wird Klassizismus, Manierismus ohne Klassik wird Manieriertheit.
„Die Atlanten (Atlas), titanische Himmelsträger aus der griechischen Mythologie, haben auch im Manierismus, von dem ich mich durchaus inspiriert fühle, ihren Platz. Anstelle lebloser Säulen tragen jene Titanen in diesem Bild die Erde. Es ist eine archaische Welt voller Fremdartigkeiten und magischer Wunder. Das Bild „Die Atlanten“ ist ein Traumgebilde der Nacht, genauer des Morgengrauens. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Traum der „tiefen Nacht“ ins Bewusstsein des Tages herübergerettet zu haben. Es sind die Gesichte der frühen Morgenstunden, die geheimnisvoll aus den dunklen Wäldern der Phantasie hervortreten. Ihre Inspirationen lassen uns unerklärliche, wundersame Wege gehen, die die Ratio des Tages verbieten würde. Diese augenblicklich festzuhalten, sie zeichnerisch oder schriftlich zu fixieren, ist unabdingbar, denn sofort sind diese luziden Visionen wieder weggewischt.
Dieses Bild „Die Atlanten“ (siehe Foto) war eine solche nächtliche Vision. Ich habe keine Erklärung hierzu, wie so oft für meine Träume.“
„Jagt ein Fabeltier wie das Einhorn (siehe Foto) daher, dann entsteht der Eindruck der vollkommenen Harmonie, denn dort, in der vielleicht wilden, unberührten Natur, wird man dieses Wesen am ehesten vermuten. Doch was hat ein Einhorn in dieser artifiziellen Welt kosmischen Charakters verloren? Ist es nicht fehl am Platze? Vielleicht ist es die Spannung zwischen der festen Form der Architektur und der dynamischen Bewegung des Fabeltiers, die mich reizte, es so zu malen. Das „Unicorn magique“, so natürlich und romantisch es uns erscheinen mag, ist eben ein erfundenes, artifizielles Wesen, das Künstler des Manierismus in ihren komplizierten Gehirnen ausgebrütet haben. Es ist geradezu das Lieblingstier dieser Kunstform, und dennoch durch seine Abartigkeit ein deformierter Mythos aus einem „manieristisch-erotischen“ Märchenbuch. Dieses Tier, geboren in einer Vorzeit unserer Erdenwelt, liebt die Einsamkeit; es ist eine Kombination aus Anmut und Geheimnis.
In unserer Zeit hat dieses Tier keinen Platz, höchstens im dekorativen Sinne. In früheren Zeiten gab es den Widerstreit von „Klassik“ und „Manierismus“. Beide Stile sind in ihrem Wirken für die Bewusstseinserweiterung des Menschen gleichermaßen wichtig, vielleicht gerade deshalb, weil sie so gegensätzlich wie Tag und Nacht sind. In ihrer Entartung erstarrt die Klassik zum imperialen, gesteigerten Neoklassizismus und der Manierismus endet im bloßen Interessant-sein-Wollen ohne Inhalte – eben in der wirklich hässlichen Deformation heutiger Kunst. Es ergreift mich geradezu ein bedrohlicher Schauer, wenn ich in den sterilen Hallen heutiger hoch polierter Stahl-Glas-Architektur-Vorzeigeräume stehe. Die sonderbaren, vereisten Materialien des blutarmen, seelisch ausgedörrten Gestalters erwecken Unsicherheit, als würde alle Lebenskraft aus einem schwinden. Dieses Zerbrechen des äußeren Erscheinungsbildes eines leblosen Interieurs macht mir Todesangst. Würde hier plötzlich ein Einhorn daherstürmen, erschiene einem dieses Phantasiegebilde menschlicher Erfindung geradezu als Rettung in tiefster Not.“
Bedeutende Vertreter des Manierismus aus WIKIPEDIA entnommen:
Baukunst und Plastik
Michelangelo, Giulio Romano, Baldassare Peruzzi, Giorgio Vasari, Giambologna, Benvenuto Cellini, Alessandro Vittoria, Cornelis Floris II., Adriaen de Vries, Bartolomeo Ammanati, Giacomo della Porta, Ludwig Münstermann, Hendrick de Keyser, Antonio Abondio
Malerei und Grafik
Jacopo Tintoretto, Giorgio Vasari, Pontormo, Parmigianino, Giuseppe Arcimboldo, El Greco, Rosso Fiorentino, Simone Peterzano, Francesco Primaticcio, Federico Zuccari, Virgil Solis, Hendrick Goltzius, Cornelis van Haarlem, Maarten van Heemskerck, Giovanni Stradanus, Denis Calvaert, Joachim Wtewael, Bartholomäus Spranger, Agnolo Bronzino, Antoine Caron, Frans Floris, Orazio Grevenbroeck (1670–1730) , Domenico Beccafumi, Lelio Orsi (1508–1587), Albrecht Altdorfer, Hans Bock der Ältere, Giovanni Battista Bracelli (1616 – 1649), Luca Cambiaso, Lorenz Stöer, Erhard Schön (1491-1542), Jacob Isaacsz van Swanenburgh, Veronese, Joseph Heintz der Ältere, Michele Tosini (1503-1577), Francesco del Brina

Bücher/Zeitschriften

Kunstband – Die Rückkehr des Menschen in die Kunst – Art Book

Der Kunstband „Die Rückkehr des Menschen in die Kunst“ von Angerer der Ältere ist nun nach 4-jähriger Planung fertig. Der Titel korrespondiert mit dem weltberühmten Buch des spanischen Kulturphilosophen Ortèga y Gasset „Die Vertreibung des Menschen aus der Kunst“.
Die Gestaltung der 2 Bände mit Schuber lehnt sich auch an die Tradition des „Schönen Buches“ an. Es wird das Gesamtwerk von Angerer der Ältere sein, das sich im Programm des Verlagshauses Kastner wiederfindet. Es ist ein großes Oevre geworden. Anbei die Titelbilder und das Vorwort als erste Information. Und hier der Link zum Shop des Verlagshauses Kastner: https://kastner.de/?StoryID=402&ViewID=1874

„Die Rückkehr des Menschen in die Kunst“: Ein noch nie da gewesener wunderschöner und aufrüttelnder Kunstband mit brisanten, höchst scharfen, zeitkritischen Texten. Der überzeugte Christ und Europäer Angerer der Ältere, Architekt, Maler, Bildhauer und Schriftsteller ist einer der vielseitig begabtesten Künstler dieses Jahrhunderts. Er sieht seine Aufgabe darin, der Kunst wieder Schönheit, Phantasie, Geheimnis und Mythos zurückzugeben.

Das Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel’ setzte seine Kunst gezielt als Covertitel ein.

Ephraim Kishon schreibt an Angerer der Ältere:“…..dass ich Ihre Kunst sehr schätze und bewundere. Vom Titelbild Ihres Prospekts kann ich meine Augen nicht lassen.“

Angerer der Ältere erhielt mit seinen kreativen Ideen zu Michael Endes Die Unendliche Geschichte II“ (Warner Bros.) den Bayerischen Filmpreis und konnte nachhaltig ein Millionen Publikum begeistern. Ebenso gestaltete er das Grab von Michael Ende.

 Papst em. Benedikt XVI schreibt über die von Angerer dem Älteren in Eigeninitiative erbaute Erlöserkapelle: „Ich beglückwünsche Sie zu dem Kunstwerk, das endlich einmal wieder wirkliche sakrale Kunst darstellt im Gegensatz zu so Vielem, das nur den Verfall der Seele im Unglauben sichtbar macht.“ Wie kaum ein anderer Künstler erhält Angerer der Ältere internationale Ehrungen und Auszeichnungen wie die Silbermedaille bei Art en Capital im Grand Palais Paris, sowie zahlreiche Kulturpreise. Seine fantastischen Bilder verkaufen sich weltweit

Der von Jean Cocteau, Dali und Ernst Fuchs hochbewunderte deutsche Bildhauer Arno Breker erkennt in den Werken von Angerer der Ältere Überirdisches: „Was Angerer der Ältere in seinem unverwechselbarem Werk ausdrückt, das kann man nicht erlernen. Das muss vom Anbeginn in seiner seelischen Existenz vorhanden sein. Es ist nicht nur eine Gnade der Vorsehung sondern auch ein Glück, dass diese Genialität im Leben des Angerer des Älteren zum Durchbruch und damit zum Ausdruck gelangt. Er ist zurecht ein gesalbter der Götter!“

Es ist Zeit für „Die Rückkehr des Menschen in die Kunst“.

Vorwort

Der eine oder andere, der sich der Mühe unterziehen wird, diesen Kunstband meiner Bilder-Welt und den Text meines Welt-Bildes aufmerksam anzuschauen und zu lesen, wird sich vielleicht fragen: Warum schreibt er, der Künstler selbst, und warum zitiert er immer wieder Hölderlin?

Kunsthistoriker vom Schlage Gustav René Hockes („Phantastik der Sehnsucht“), die meinem Werk gerecht werden könnten, sind nicht mehr in unserer nivellierten Kulturwelt. Jedes Gespräch mit einem eventuellen Autor scheitert bereits an zeitgeistbedingter moralischer Vorzensur. Ich sehe einen Automatismus kultureller Vereinheitlichung der heutigen Kulturschreiber mit ihrer genormten Kritik als dramatisch geistige Mangelerscheinung, der ich mich nicht beugen kann. Lieber eine etwas holprige Sprache als diese Negativ-Auslese Mentizidgeschädigter!

In der solitären Turm-Welt hölderlinscher Einsamkeit sehe ich hingegen kein trostloses Leiden, sondern eher heiteres Kapital reiner Anschauung und der Wiederverzauberung der Welt. Es sind die Tiefen archaischer Gelüste, aber auch die helle Geistigkeit des griechischen Mythos und des christlichen Glaubens mit seiner orientierungsstiftenden Kraft, die immer wieder mein Innerstes tief bewegen.

„Und immer wieder drängt es sich uns auf, dass es etwas Einfaches, Unzerlegbares gibt, ein Element des Seins“.

WITTGENSTEIN