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Verteuert die Markttransparenzstelle das Tanken?

Auch Mineralölkonzerne werten Spritpreis-Apps aus

Verteuert die Markttransparenzstelle das Tanken?

Foto: Fotolia / Agence DER (No. 5637)

sup.- Wer frühmorgens vor einer längeren Fahrt sein Auto noch schnell volltankt, hat schon einen kostspieligen Planungsfehler begangen. Denn um diese Zeit sind die Kraftstoffpreise bundesweit und unabhängig von der Marke am höchsten. Das hat der ADAC jetzt in einer aktuellen Untersuchung aller Preisbewegungen bei den fünf großen Marken Aral, Esso, Jet, Shell und Total festgestellt. Danach fallen die Preise ziemlich parallel im Verlauf des Vormittags, bis es um die Mittagszeit noch einmal ebenso synchron eine deutliche Spitze gibt. Anschließend setzt sich der Sinkflug fort und in den Abendstunden von 18 bis 22 Uhr ist das Tanken flächendeckend am günstigsten. Die Schwankungen im Tagesverlauf betragen teilweise mehr als 16 Cent nach oben bzw. unten, was deutlich über der jeweiligen Preisdifferenz zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen liegt.

Damit wird klar, dass preisbewusstes Tanken weniger eine Frage der Station als der Uhrzeit ist. Es wird aber auch erkennbar, dass die vor einigen Jahren mit großen Erwartungen ins Leben gerufene Markttransparenzstelle (MTS) des Bundeskartellamtes ihre Aufgabe verfehlt. Ursprünglich war diese Initiative als Verbraucherschutzinstrument für Autofahrer gedacht. Per Smartphone-App sollten sie jederzeit die günstigste Tankstelle in ihrer Nähe ansteuern können, wovon man sich eine Stärkung des Wettbewerbs unter den einzelnen Betreibern versprach. Alle Tankstellen müssen seitdem ihre Preisänderungen unverzüglich der MTS melden, die ihrerseits die aktuellen Daten an Verbraucher-Informationsdienste weitergibt. Womit jedoch bei den Kartellwächtern offensichtlich niemand gerechnet hatte: Nicht nur Autofahrer, sondern auch Mineralölkonzerne bzw. deren Tankstellenpächter können die aktuellen Angaben auf den Spritpreis-Apps studieren. Damit spendiere ausgerechnet das Bundeskartellamt der Mineralölindustrie die „erste Preisabsprachen-App der Welt“, so der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel , Autor des Fachbuchs „Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert“ (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5). Und auch eine Untersuchung der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg bestätigt, dass die regelmäßigen Tagesverläufe längst die früheren wöchentlichen Preis-Zyklen ersetzen. Es seien „jetzt auch die Tankstellen in der Lage, die Preise der direkten Konkurrenten mit geringem Aufwand in Erfahrung zu bringen“, so die Wissenschaftler, die vor allem auf die Risiken dadurch ermöglichter „Bestpreisgarantien“ aufmerksam machen. Nach den Ergebnissen ihrer Studie sei „die Einschätzung, dass solche Preisgarantien positiv zu bewerten sind und als Ausdruck eines intensiveren Wettbewerbs betrachtet werden müssen, verfehlt. Im Gegenteil: Die von einigen Unternehmen angebotenen Preisgarantien führen dazu, den Wettbewerbsdruck auf dem Benzinmarkt zu verringern, Preissenkungen zu vermeiden und möglichst Preiserhöhungen durchzusetzen.“ Der Hintergrund: Es fehlt jeglicher Anreiz, einen Konkurrenten zu unterbieten, wenn dieser ohnehin alle Preissenkungen sofort mitvollzieht.

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Verbraucherschutz als Showgeschäft

Kartellamt entwickelt Preisabsprachen-App

sup.- Der Kampf für den Verbraucherschutz, den das Kartellamt für sich reklamiert und der leider auch in der Öffentlichkeit immer wieder kritiklos so geglaubt wird, nimmt oft die Züge eines inszenierten Showgeschäfts an. Derartige Inszenierungen finden nicht nur beim Auftakt von neuen Kartellverfahren statt. Hier sind, was nicht den Prinzipien des Rechtsstaats entspricht, die Medien oft schneller informiert als die eigentlich Betroffenen.

Den Charakter einer publikumswirksamen Inszenierung kann aktuell ein Projekt des Kartellamtes beanspruchen, das als spektakuläre Initiative im Interesse des Wettbewerbs und der Verbraucher profiliert wurde: die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Viele Jahre hat sich das Kartellamt erfolglos bemüht, den Benzinpreis der Mineralöl-Konzerne zu reglementieren. Phantasievoll wurden alle Varianten durchdekliniert. Ein Ergebnis konnten die Kartellwächter dagegen nicht verbuchen. Die Frustration in der Behörde, ausgerechnet bei diesem von den Verbrauchern sehr sensibel beobachteten Wirtschaftsgut Kraftstoff den Unternehmen kein angebliches Preiskartell anhängen zu können, hat schließlich zu einem fatalen Aktionismus geführt. Als Erfolg wurde die Markttransparenzstelle und damit eine Institutionalisierung des kartellmäßigen Preisvergleichs entwickelt. Andreas Mundt, Leiter des Bundeskartellamtes, konnte stolz melden, dass Preisänderungen binnen fünf Minuten an die Markttransparenzstelle gemeldet werden, um in Echtzeit über Informationsdienste an die Verbraucher weitergegeben zu werden. Besser kann die Information für eine Preisabstimmung nicht sein. Dem Tankstellenbetreiber erspart das Kartellamt damit Zeit und Mühe. Musste er früher selbst bei strömendem Regen aus dem Büro, um zu sehen, wo das Preisniveau der benachbarten Tankstellen lag, hilft ihm heute die entsprechende App. Dank dieser Innovation der Kartellbürokraten sind mit Smartphone oder Tablet die Preise jetzt noch schneller und bequemer anzupassen als früher. Das ist nach Einschätzung des European Trust Instituts die extremste Form von Behördenlogik: Die erste Preisabsprachen-App der Welt wird vom Kartellamt erfunden.

Der wirtschaftliche Schaden ist hoch. Der Aufbau dieses Systems dürfte die Versorgungsunternehmen in Deutschland weit über zwei Millionen Euro gekostet haben. Der Vorteil für die Autobesitzer dürfte sich dagegen nahe der Null-Linie bewegen. Die Mehrzahl fährt zu ihren gewohnten Tankstellen oder nimmt, wenn die Kraftstoffanzeige Bedarf signalisiert, die nächstgelegene Zapfsäule. Im Interesse der Umwelt ist das auch gut so. Nur eine Minderheit fährt mit einem unnötigen Schadstoff-Ausstoß etliche Kilometer Umweg, um dann vielleicht einige Euros beim Tanken zu sparen.

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„Benzin-Ampel“: Rot für Sprit-Wucher

Neue Smartphone-App zeigt Tankstellen mit besten Preis
Kostenloser und werbefreier Helfer für unterwegs und zuhause

"Benzin-Ampel": Rot für Sprit-Wucher

findet die billigsten Tankstellen

Undurchsichtige Preispolitik an Tankstellen – welcher Autofahrer könnte davon nicht ein Lied singen. Am 1. Dezember geht nun nach mehrmonatiger Testphase die vom Kartellamt eingerichtete Markttransparenzstelle für Kraftstoffe an den Start. Und rechtzeitig zum Beginn des Regelbetriebes gibt es nun auch die kostenlose Smartphone-App „Benzin-Ampel“, mit der Autofahrer und Verbraucher auf die Daten und weitere nützliche Services zugreifen können.
Wer wissen will, wo in seiner Nähe der günstigste Sprit zu finden ist, der kann dies mit der „Benzin-Ampel“ in wenigen Sekunden tun. Die einfach zu benutzende und skalierbare Umkreissuche verschafft dem Autofahrer einen Überblick über die komplette Preissituation deutschlandweit. In Kombination mit einem eingebauten Routenplaner können Vielfahrer und Fernreisende zudem die günstigsten Angebote auf Ihrer Reisestrecke finden, und mit Hilfe der interaktiven Kartenfunktion eine Routenplanung vornehmen, bei der gleich die kostengünstigste Variante angezeigt wird. Die Karte ermöglicht es zudem, den eigenen Standort zu lokalisieren und so auch in unbekannten Regionen den Weg zur billigsten Tankstelle zu finden. Für Aktualität und Richtigkeit der Preise sorgt ein regelmäßiger Datenabgleich mit der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe.
Was Verbrauchern bei der „Benzin-Ampel“ vor allem gefallen wird: Die App der Agentur DWEBS ist kostenlos und verzichtet zudem auch völlig auf Werbung. Und für Firmen, die beispielsweise Ihr Fuhrparkmanagement optimieren wollen, hält die Agentur zusätzliche Services wie etwa die Integration in hauseigene Programme oder einen regelmäßigen Informationsdienst bereit.

Weitere Informationen: www.benzinampel.de Benzin-Ampel – beim Tanken sparen

Bildrechte: DWEBS

Die Agentur DWEBS unterstützt Unternehmen bei der Planung, Entwicklung & Optimierung von Websystemen, der Realisierung komplexer Internetprojekte sowie bei klassischer Softwareentwicklung. Die sinnvolle Anpassung, Erweiterung & Individualisierung vorhandener Plattformen steht dabei im Mittelpunkt.

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