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Pressemitteilungen

Musical im Rotlichtmilieu

„hier:Leben“ lädt ab dem 16.03.2014 für fünf Vorstellungen zu „Gypsy im Red Rose“ in ein echtes Bordell am Senefelder Platz. Der amerikanische Klassiker wird vor dem Hintergrund der aktuellen Prostitutionsdebatte vollkommen entstaubt – mit exzellenter Besetzung in einer Mischung aus Musical, Performance und Installation.

Musical im Rotlichtmilieu

Das Logo der Musicalproduktion in einem echten Bordell

1,3 Millionen sexuelle Dienstleistungen pro Nacht bei knapp über 32 Millionen erwachsenen Männern, eines der liberalsten Prostitutionsgesetze Europas und daraus resultierender Sextourismus haben das „älteste Gewerbe der Welt“ wieder in den Mittelpunkt einer öffentlichen Debatte gerückt. Gypsy im Red Rose nähert sich den Menschen hinter den Zahlen, behandelt das Thema „sich verkaufen“ in einem weiteren Sinne und wirft Fragen auf: Wie eng ist das Verhältnis von Sex und Macht? Was bedeutet Freiwilligkeit und Selbstbestimmung? Wie viel tut ein Mensch für Anerkennung? Wie abhängig sind wir von anderen Menschen?

Roter Faden ist die Geschichte von Mama Rose. Sie will um jeden Preis, dass ihre Tochter Louise ein Star wird. Zusammen mit Lebensgefährte und Agent Herbie zieht die Familie von Talentshow zu Talentshow. Aber die erhoffte große Karriere endet im Rotlichtmillieu. Dabei verknüpft sich der reale Raum mit dem theatralen Ereignis, die Greifbarkeit des Ortes mit der Stilisierung der Musik und die Performance der Darsteller mit einer begleitenden Videoinstallation, die echte Beteiligte zeigt.

Im engen Bar-Bereich des Bordells „Red Rose Club“, der maximal 40 Zuschauern pro Vorstellung Platz bietet, beginnt jeden Abend ab 22:00 Uhr der normale Betrieb – auch nach dieser Veranstaltung. Hier können Herren mit den anwesenden Damen einig werden und vom Betreiber eines der fünf Zimmer im Keller mieten, die bei Gypsy im Red Rose zum Ort der begleitenden Videoinstallation werden. Mit drei exzellenten Hauptdarstellern, einem fünfköpfigen Projektchor und zwei Live-Musikern wird in der Inszenierung von Martin G. Berger das gesamte Etablissement zum Schauplatz für diesen radikal neuen Blick auf das Musical, das in den USA in mehreren Revivals am Broadway über 2000 Vorstellungen spielte.

Regisseur Martin G. Berger und MD Bijan Azadian setzen mit Gypsy im Red Rose ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und versuchen nach Grey Gardens (2013) und Anyone Can Whistle (2012) erneut, anspruchsvolle Themen mit dem Genre Musical zu verknüpfen. Azadian ist als Pianist, Arrangeur und Autor deutschlandweit gefragt, Berger inszenierte neben seiner freien Tätigkeit zuletzt u.a. an der Staatsoper Hannover sein eigenes Stück Krawall. Ihre letzte Zusammenarbeit wurde von Kai Wulfes auf musicalzentrale.de als „grandios“ bezeichnet.

Katja Brauneis übernimmt die Rolle der Mama Rose. Sie war unter anderem die erste deutsche Audry im Kleinen Horrorladen und spielte alle großen Musicalrollen von Evita bis Maria in West Side Story – als Veteranin der hier:Leben Produktionen war sie bereits bei Anyone Can Whistle und Grey Gardens in Hauptpartien zu erleben. Nini Stadlmann, die die Louise spielt, ist Gründungsmitglied der Stammzellenformation, die in Berlin das Musical neu definierte. Sie hat sich einen Namen als Darstellerin und Choreographin in besonderen Projekten gemacht – neben ihrer regen Tätigkeit an der Neuköllner Oper war sie u.a. als Bianca in Barry Koskies gefeierter Kiss Me, Kate zu sehen. Franz Frickel (Herbie) ist in Schauspiel und Musiktheater gleichermaßen gefragt. Er stand auf so unterschiedlichen Bühnen wie dem HAU, dem Staatstheater Nürnberg, der Komödie am Ku‘-Damm und dem Theater des Westens.

Bei Anfragen und Akkreditierungswünschen stehen wir Ihnen gerne per Mail an hierleben@gmx.net zur Verfügung.

GYPSY IM RED ROSE
Musical-Performance & Installation im Bordell

Musik von Jule Styne
Liedtexte von Stephen Sondheim
Buch von Arthur Laurents
Deutsch von Frank Thannhäuser und Iris Schumacher

Wann?
Premiere: Sonntag, 16.03.2014, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
Mo, 17.03.2014; Di, 18.03.2014; Do, 20.03.2014; Fr, 21.03.2014, jeweils 19:30

Wo?
Bordell „Red Rose Club“
Saarbrücker Str.14
Berlin Mitte

Wie viel?
22EUR/17EUR ermäßigt
Tickets unter hierleben@gmx.net
Achtung! Nur 40 Plätze pro Vorstellung!

Wer?
Mama Rose … Katja Brauneis
Louise … Nini Stadlmann
Herbie … Franz Frickel

& der GYPSY-Projektchor

Inszenierung … Martin G. Berger
Musikalische Leitung … Bijan Azadian
Raum / Installation … Pauline Knoblauch
Kostüm … Silke Bornkamp
Video … Roman Rehor

Produziert von hier:Leben Bühnenproduktionen 2014

www.hierleben.net
www.redroseclub-berlin.de
Bildquelle:kein externes Copyright

hier:Leben ist das junge, innovative Label für experimentelles Musiktheater und Performances, das die Grenzen von E und U verschwimmen lässt.

hier:Leben
Martin Berger
Walter-Gieseking-Str.11
30159 Hannover
0176 611 555 21
karten@hierleben.net
http://hierleben.net

Pressemitteilungen

Europäische Erstaufführung: GREY GARDENS

Genreübergreifende Musical-Installation mit Top-Besetzung

Europäische Erstaufführung: GREY GARDENS

Das Logo der Musical-Installation GREY GARDENS

„hier:Leben“, das junge Berliner Label für kreatives und genreübergreifendes Musiktheater, präsentiert am 6. und 7. Februar 2013 um jeweils 20:00 Uhr in der Villa Elisabeth ein neues Projekt: GREY GARDENS. Die ungewöhnliche Mischung aus Musical und szenischer Installation basiert auf dem mit drei Tony-Awards ausgezeichneten Broadwaystück und der Kult-Dokumentation der Mayles-Brüder. Abseits aller kommerzieller Pfade zeigt Martin G. Bergers hautnahe Inszenierung mit Frederike Haas, Katja Brauneis und Alen Hodzovic wie innovativ unterhaltendes Musiktheater sein kann und konfrontiert uns unmittelbar mit Einsamkeit, Illusion und Projektion.

Die Handlung

Das Stück dreht sich um die einst stolze 28-Zimmer-Villa Grey Gardens, in der inzwischen 52 Katzen und acht Waschbären, aber nur noch zwei Frauen leben. Edith Bouvier Beale und ihre Tochter Edie, Tante bzw. Nichte von Jacky Kennedy Onassis, haben nichts mehr außer ihrem Stolz und sich selber. Und weil es so verdammt schwer ist, die Grenze zwischen dem Jetzt und dem Gestern auszumachen, haben sich die unbewältigten Fragen ihres Lebens genau so angehäuft wie der Müll um sie herum: Welche Bedeutung hat eine romantische Beziehung für das eigene Leben? Was bedeutet Selbstverwirklichung? Wie viel Illusionen braucht der Mensch?

Die Ausführenden

Musicalstars wie Frederike Haas (Erste deutsche Roxie in „Chicago“, auch am Westend), Katja Brauneis (Erste deutsche Audrey in „Little Shop of Horrors“) und Alen Hodzovic (1. deutscher Preisträger des „Lotte Lenya Gesangswettbewerb“) in den Hauptrollen gehen den oben gestellten Fragen intensiv auf den Grund. In der abblätternden Hochherrschaftlichkeit des alten Ballsaals der „Villa Elisabeth“ in der Invalidenstraße erwecken sie das titelgebende Anwesen zum Leben. Bijan Azadian (u.a. „Lars But Not Least“) übernimmt dabei die musikalische Leitung von Solisten, dreizehnköpfigem Chor und einer achtköpfigen Live-Band. Und das Publikum ist mittendrin, wenn Roman Rehors Videoprojektionen und Sarah Karls Ausstattung Realität und Fiktion bis zur Unkenntlichkeit verwischen.

Das Stück

GREY GARDENS basiert auf einer wahren Geschichte, die durch die 1975er Kult-Dokumentation des selben Namens in den USA sehr bekannt wurde. Das Musical, verfasst von Scott Frankel (Musik), Michael Korie (Liedtexte) und Pulitzerpreisträger Doug Wright (Buch), wurde 2006 am Broadway uraufgeführt, von den Kritikern begeistert aufgenommen und mit drei Tony Awards ausgezeichnet. In der direkten Folge erschien auch ein Fernsehfilm, für den Drew Barrymore als Edie den Golden Globe Award gewann. In der eigens erstellten Deutschen Übertragung von Martin G. Berger ist das Stück nun erstmals in Europa zu sehen.

„hier:Leben“

„hier:Leben“ bringt mit GREY GARDENS bereits die dritte Premiere innerhalb eines Jahres auf die Berliner Bühnen. Den Anfang machte im Februar 2012 das Live-Hörspiel-Musical „Anyone Can Whistle“ (DSE) von Stephen Sondheim in der UfaFabrik mit „einer Besetzung, nach der man sich (…) nur die Finger lecken kann“ in einer „leichthändigen Inszenierung“ (Musicals). Im November begeisterte die Uraufführung „Galathea bleibt.“ im Zebrano-Theater das Publikum und den Kritiker Kai Wulfes von „musicalzentrale.de“: “ ein frappierend gutes Musical“, „fantasievoll und gradlinig inszeniert“, kurz: „eine einfach großartige Leistung“.

hier:Leben wurde 2008 von Martin G. Berger und Tim Sandweg ins Leben gerufen.
Ziele: Keine Genregrenzen. Kein E. Kein U. Einfach gutes Theater.

Kontakt:
hier:Leben, Bühnenproduktionen GbR
Martin Berger
Walter-Gieseking-Str.11
30159 Hannover
0176 / 611 555 21
leitung@galatheableibt.de
http://www.hierleben.net