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Arzneimittel gehören nicht in Küche oder Bad!

Die richtige Aufbewahrung von Pillen, Salben & Co.

Nürnberg – In vielen Haushalten hat die Hausapotheke ihren festen Platz im Badezimmer. Und damit an einem völlig ungeeigneten Ort. Die hohe Luftfeuchtigkeit sowie warme und schwankende Temperaturen können die Qualität und Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen. Gleiches gilt in der Küche, wo sich Dämpfe negativ auswirken können. Im schlimmsten Fall werden Arzneimittel so zur Gefahr für die Gesundheit. Vorsicht ist auch bei verfallenen Medikamenten geboten, warnt Marlene Haufe von apomio.de. Die Gesundheitsexpertin vom unabhängigen Preisvergleichsportal für Apothekenprodukte weiß, wie man Medikamente zu Hause am besten lagert.

Nicht nur die richtige Anwendung – auch die Lagerung von Arzneimitteln hat einen großen Einfluss auf den Therapieerfolg. „Die entscheidenden Hinweise für die heimische Aufbewahrung liefern die Verpackung beziehungsweise der Beipackzettel von Medikamenten oder die Empfehlung des Apothekers“, erklärt Marlene Haufe. Für die Mehrzahl der Medikamente lautet diese: trocken, vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur. Das heißt im Bereich von 15 bis maximal 25 Grad Celsius. Das macht sowohl den Flur als auch das Schlafzimmer in vielen Wohnungen geeignet – in einem Medizinschrank, selbstverständlich in einer für Kinder unerreichbaren Höhe. In Küche oder Bad ist es in der Regel zu feucht und zu warm. Bei speziell vorgeschriebener kalter Lagerung (2-8°C) gehören Medikamente in den Kühlschrank – oder wenn es im Sommer in der Wohnung sehr heiß wird. „Setzen Sie Arzneimittel niemals großer Hitze aus“, so Marlene Haufe. Besondere Vorsicht ist daher im Sommer im Auto geboten, wo sehr hohe Temperaturen auftreten können. In diesem Fall ist eine Kühltasche der richtige Transportbegleiter.

Vorsicht bei abgelaufenen Arzneimitteln
Während viele Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weiter verwendet werden können, gelten bei Medikamenten strengere Regeln. Diese können nach Ablauf nicht nur ihre Wirksamkeit verlieren, sondern sogar zur Gefahr für die Gesundheit werden. „Der Wirkstoff kann sich in seine Einzelteile zersetzen, abgebaut werden oder sich im schlimmsten Fall in einen toxischen Stoff verwandeln“, weiß Haufe. Neben dem Verfallsdatum gilt für viele flüssige Medikamente, Cremes und Salben nach Anbruch eine andere Haltbarkeit. „Das können nur wenige Wochen oder auch ein paar Monate sein“, weiß die Gesundheitsexpertin: „So sind zum Beispiel Augentropfen sehr anfällig für Keime und können Infektionen hervorrufen.“ Ihr Rat: Immer das Anbruchdatum notieren.

Weitere Tipps der apomio-Expertin lauten:
-Medikamente immer in Originalverpackung mit Beipackzettel aufbewahren. Diese schützt vor Licht und enthält alle wichtigen Informationen zur Ein-nahme, Haltbarkeit und Lagerung.
-Haltbarkeit und Zustand eines Medikamentes regelmäßig überprüfen und nach Ablauf entsorgen.
-Anzeichen für eine Beeinträchtigung können folgendermaßen aussehen: Verfärbungen und Risse bei Tabletten, Ausflockung oder Trübung bei Säften sowie Verfärbungen bei Zäpfchen, Salben, Gelen und Cremes.
-Alte Medikamente möglichst fachgerecht entsorgen: in Apotheken oder in geringeren Mengen über den Hausmüll. Auf keinen Fall über das Wasch-becken oder die Toilette, da sie das Grundwasser gefährden können.

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