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Hähnchenmastanlage Groß Haßlow darf weiter nicht gebaut werden

Oberverwaltungsgericht lehnt Antrag auf Baubeginn ab

Hähnchenmastanlage Groß Haßlow darf weiter nicht gebaut werden

Hähnchenmastanlage mit Baustopp

Wittstock. Die Hähnchenmastanlage Groß Haßlow bei Wittstock/Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin darf weiterhin nicht gebaut werden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat mit Beschluss vom 22.4.2016 den Antrag des Hähnchenmästers, den Bau fortführen zu dürfen, in zweiter und letzter Instanz abgelehnt. Damit liegen nunmehr vier Gerichtsentscheidungen gegen die vom Landesamt für Umwelt Brandenburg genehmigte industrielle Tierhaltungsanlage vor.
Der Landesvorsitzende des NABU Brandenburg, Friedhelm Schmitz-Jersch, zeigt sich erfreut über die Entscheidung. „Der Beschluss des OVG ist ein weiterer wichtiger Schritt, um diese industrielle Großtierhaltung, die dem Natur- und Tierschutz widerspricht, endgültig zu verhindern. Wie auch das erfolgreiche Volksbegehren gegen Massentierhaltung zeigt, müssen Betreiber derartiger Anlagen in Brandenburg mit erheblichem Gegenwind rechnen. Aber auch die Landwirte können sich freuen. Jedenfalls diese Anlage heizt die Überproduktion und den Preisverfall nicht weiter an.“
Die Bürgerinitiative Wittstock Contra Industriehuhn, die alle Verfahren entscheidend auf den Weg gebracht und begleitet hat, ist erleichtert. Die SprecherInnen der Bürgerinitiative, Andrea Stelmecke und Dr. Philipp Wacker, sehen sich in ihrem nun seit Jahren andauernden Einsatz gegen die Hähnchenmastanlage bestätigt. „Wir können nur hoffen, dass der Hähnchenmäster jetzt einsieht, dass eine solche Anlage hier nicht gebaut werden kann, und endgültig von dem Projekt Abschied nimmt. Allen Unterstützern die uns bis hierher begleitet haben gilt unser Dank!“
Auch rechtlich ist der Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg von großer Bedeutung, wie der Rechtsanwalt des NABU, Peter Kremer, ausführt: „Der Beschluss hat wegweisende Bedeutung vor allem für die Geltung des neuen Rechts, das die Ansiedlung industrieller Tierhaltungsanlagen deutlich erschwert. Die Hürden für solche Anlagen werden rechtlich immer höher.“
Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Hähnchenmastanlage ist der Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg noch nicht. Nunmehr muss in einem sogenannten Hauptsacheverfahren darüber entschieden werden, ob die Anlage irgendwann gebaut werden darf oder nicht. Dieses Verfahren wird zunächst vor dem Verwaltungsgericht Potsdam und dann, sofern der Hähnchenmäster an seinem Vorhaben festhält, wohl auch in zweiter Instanz vor dem OVG Berlin-Brandenburg geführt. Der Anwalt des NABU sieht in dem Beschluss des OVG aber eine gute Grundlage dafür, die Anlage auch dauerhaft zu verhindern. Bis zum Ende des Hauptsacheverfahrens (etwa zwei bis vier Jahre) darf nicht gebaut werden, am Ende des Hauptsacheverfahrens steht dann die endgültige Entscheidung über die Anlage.

Die Hähnchenmastanlage Groß Haßlow war im November 2012 durch das damalige Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (heute: Landesamt für Umwelt – LfU) mit 380.000 Mastplätzen genehmigt worden. Mit dem Bau war jedoch zunächst nicht begonnen worden, da der Hähnchenmäster nach Genehmigungserteilung die Anlage ändern wollte. Die Mastgeflügelplätze sollten auf 328.000 reduziert werden, die Tiergewichte dagegen deutlich erhöht werden.
Die Genehmigungsbehörde hatte die zunächst auf ein Jahr befristete Geltungsdauer der Genehmigung verlängert. Gegen diese Verlängerung der Genehmigung war der NABU Brandenburg gerichtlich vorgegangen, und zwar u. a. mit dem Argument, dass zum Zeitpunkt der Verlängerung der Genehmigung die Anlage wegen des Wegfalls der Privilegierung solcher Anlagen nicht mehr genehmigungsfähig war. Die Genehmigungsbehörde und der Hähnchenmäster hatten sich dagegen auf den Standpunkt gestellt, dass das alte Recht weiterhin anwendbar sei und damit die Anlage weiterhin privilegiert sei.
In zwei Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Potsdam und dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte der NABU Recht bekommen. Die Gerichte hatten den Fristverlängerungsbescheid für nicht vollziehbar erklärt, da sie erhebliche Zweifel an dessen Rechtmäßigkeit hatten.
Daraufhin hatte der Hähnchenmäster bei der Genehmigungsbehörde beantragt, den Fristverlängerungsbescheid für vollziehbar zu erklären, damit der Bau fortgesetzt werden darf (die Gebäude der Stallanlagen stehen bereits). Diesen Antrag hatte die Genehmigungsbehörde abgelehnt, und der Hähnchenmäster ist sowohl vor dem Verwaltungsgericht Potsdam als auch vor dem OVG Berlin Brandenburg mit einem Antrag auf Anordnung des Sofortvollzugs gescheitert.

Bürgerinitiative Wittstock contra Industriehuhn

Bürgerinitiative Wittstock contra Industriehuhn

Die Bügerinitiative Wittstock contra Industriehuhn (BIWK) hat sich am 24.11.2013 in Wittstock gegründet. Sie richtet ihre Aktivitäten gegen den Bau und Betrieb von industriellen Mastanlagen. Darüber hinaus setzt sich die BIWK für eine umfassende und sachliche Information der Bevölkerung über die industrielle Landwirtschaft in der Region Wittstock, speziell für die im Bau befindliche Hähnchenmastanlage in Groß Haßlow (330.000 Masthähnchen) und um die in Planung befindliche Anlage in Alt Daber (450.000 Masthähnchen). Aus Gründen des Naturschutzes, des Tierschutzes und der Umweltgesundheit für den Menschen lehnt die Bürgerinitiative Massentierhaltung ab. Sie fordert eine artgerechte Tierhaltung und eine Agrarkultur, die von Bauernhöfen und Landwirten der Region Wittstocker Land getragen wird.
„Das Wittstocker Land zeichnet sich durch eine sehr hohe natürliche Lebensqualität aus. Das Zusammenspiel von Wittstocker Stadtkultur, umliegenden attraktiven Urlaubsdörfern, Seenplatte und Heide ist von unschätzbarem Wert. Es hat ein großes Potenzial für die Wohnqualität der Einwohner und den Tourismus. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, diese Werte gemeinsam zu schützen, zu erhalten und zu entwickeln; jetzt und für die nachfolgenden Generationen! Für ein lebenswertes Wittstock – Mach mit!“
(BI Wittstock Contra Industriehuhn)

Die Bürgerinitiative ist Mitglied und Trägerorganisation im Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg (www.agrarwen.de). Sie ist parteipolitisch unabhängig und weltanschaulich ungebunden.

Pressekontakt: Albrecht Gautzsch 0171-7831179

contraindustriehuhn(at)gmx.de
www.industriehuhn.de
www.facebook.com/biwk.contraindustriehuhn

Kontakt
BI Wittstock contra Industriehuhn (BIWK)
Albrecht Gautzsch
Dranser Dorfstrasse 32
16909 Wittstock/Dosse
033966-508998
contraindustriehuhn@gmx.de
http://www.industriehuhn.de

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Über 10.000 Anmeldungen von Entwicklern in den ersten 24 Stunden, um Apps für das neue Razer Nabu zu kreieren

Das mit dem Best of CES „People“s Choice“ Award ausgezeichnete Smartband liefert Benachrichtigungsfunktionen, Life Tracking, soziale Band-zu-Band-Kommunikation und Gamification – alles basierend auf einer offenen Entwicklungsplattform

Hamburg / München – 04. Februar 2014 – Razer™, der weltweit führende Anbieter von Hardware und Softwareplattformen für die vernetzte Gamer-Community, kündigt an, dass sich 24 Stunden nach Anmeldebeginn bereits mehr als 10.000 Entwickler registriert haben, um an dem Razer Nabu Smartband zu arbeiten – und täglich werden es mehr.

Vorgestellt auf der diesjährigen International Consumer Electronics Show (CES) ließ das Razer Nabu tausende neuer Produkte, die auf dem renommierten Tech-Gipfel vorgestellt wurden, hinter sich und setzte sich an die Spitze. Das Smartband von Razer errang mit mehr als 50 Prozent der Stimmen einen überwältigenden Sieg in der Community-Wahl „Best of CES“ und wurde mit dem Engadget „People“s Choice“ Award ausgezeichnet.

Entwickler erhalten das Band zum Preis von 49 US-Dollar. Für ausgewählte Bewerber wird es bald erhältlich sein. Interessierte Entwickler können sich unter www.razerzone.com/nabu/developers registrieren. Razer stellt qualifizierten Bewerbern in den nächsten Wochen umfassende Softwareentwicklungs-Kits zur Verfügung.

„Die überwältigende Nachfrage unserer Entwickler-Community, an Anwendungen für das Nabu zu arbeiten, hat uns in unserer Entscheidung bestätigt, auch zukünftig auf Wearables zu setzen“, so Min-Liang Tan, Razer Mitbegründer, CEO und Creative Director von Razer. „Wir freuen uns sehr über diese immense Unterstützung, da wir an dem Launch dieses Projekts immerhin die letzten 3 1/2 Jahre gearbeitet haben. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was die Entwickler aus der offenen Plattform machen und wie die vielen Bewerbungen, die derzeit bei uns eingehen, die User Experience verbessern.“

Das Razer Nabu Smartband, ein Produkt in einer für das Unternehmen völlig neuen Sparte, wurde auf einer offenen Plattform entwickelt, die neben anderen Anwendungen Smartphone-Benachrichtigungen anzeigt, Daten sammelt und direkt mit Armbändern anderer Nutzer kommuniziert – alles vom eigenen Handgelenk aus. Das Razer Nabu erhebt Biodaten (wie zurückgelegte Strecke, gestiegene Stufen, gelaufene Schritte), Informationen zum Aufenthaltsort und Schlafdaten – dies alles selbstverständlich nur, wenn der Nutzer die entsprechenden Funktionen ausdrücklich aktiviert (Opt-in). Zusätzlich bietet das Razer Nabu eine soziale Komponente mit aktiver und passiver Band-zu-Band-Kommunikation, sodass Nutzer Freunde in der Nähe und gemeinsame Bekannte entdecken sowie Kontaktinformationen austauschen, Multiplayer-Games spielen und vieles mehr machen können.

Das Razer Nabu hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den „Editor“s Choice“ Award von Popular Mechanics, den „Readers“ Choice“ Award von Tom“s Guide und den „Best of CES“ Award von Digital Trend in der Kategorie Sport und Fitness.

Verfügbarkeit: Weltweiter Verkaufsstart zwischen Q1 und Q2 2014.

Preis: Entwicklerpreis 49 US-Dollar; UVP noch ausstehend.

Displays und Sensoren:
Public Icon-Bildschirm: 32×32 Pixel OLED
Private Message-Bildschirm: 128×32 Pixel OLED
Beschleunigungssensor
Höhenmesser
Zylindrischer Vibrationsmotor

Software:
Funktioniert mit iOS und Android
Herunterladbare Nabu-App für Benachrichtigungen, Daten und weitere Einstellungen

Batterie:
Lithium-Polymer Batterie
Laufzeit nach Aufladen: 7 Tage
USB-Ladekabel enthalten

Widerstandsfähigkeit und Funktionsvoraussetzungen:
Regen- und Spritzwasserfest
Temperaturbereich: – 20°C bis 45°C

Über Razer:
Razer ist der weltweit führende Anbieter von professioneller Gaming-Hardware, Software und Systemen. 1998 wurde das Unternehmen in Carlsbad, Kalifornien, gegründet. Heute hat Razer weltweit neun Niederlassungen. Razer-Produkte werden von den anspruchsvollsten Profi-Gamern weltweit in Turnieren benutzt und bieten Spielern den entscheidenden Wettbewerbsvorteil durch Spitzentechnologie und preisgekröntes Design. Wir leben unser Motto: For Gamers. By Gamers.
Weitere Informationen auf: http://eu.razerzone.com/ oder auf Facebook.

Kontakt
Razer (Europe) GmbH
Jan Horak
Winterhuder Weg 82
22085 Hamburg
040 4192 99325
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Miriam Kurek
Flößergasse 4
81369 München
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Yachtcharter-Agentur OCEANBOOKERS unterstützt NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.)

Bis 28. Februar 2014 Yachtcharter buchen und der Umwelt helfen

Yachtcharter-Agentur OCEANBOOKERS unterstützt NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.)

20 € als Spende für jede Ostsee Yachtcharter

Werther, im Dezember 2013. Die Tage werden kürzer, die Jacken dicker und die Laune… nicht unbedingt schlechter! Denn wer sich trotz nasskaltem deutschen Winter warme Gedanken macht und den nächsten Urlaub vor Augen hat, der kann nicht anders, der muss einfach lächeln. Um der guten Laune der deutschen Wintermuffel noch mehr einzuheizen, hat sich die unabhängige Online Yachtcharter-Agentur OCEANBOOKERS zum Start der Frühbuchersaison etwas Besonderes überlegt: Wer bis zum 28. Februar 2014 auf www.oceanbookers.com eine Yachtcharter an der deutschen Ostsee bucht, der erhält bis zu 15 Prozent Frühbucherrabatt. Gleichzeitig spendet OCEANBOOKERS pro Ostsee-Buchung 20,00 Euro an den NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) und unterstützt damit das Projekt „Meere ohne Plastik“.

Es muss nicht immer die Südsee sein! Segelfreunde brauchen nicht in die Ferne zu streben, wenn die wunderschöne und vielseitige deutsche Ostsee gleich vor der Haustür liegt. Insgesamt 644 Kilometer Küstenlinie gilt es an Bord eines komfortablen Segelbootes oder einer luxuriösen Motoryacht entlang der Schleswig-Holsteinischen und der Mecklenburgischen Ostseeküste zu erkunden. Wie wäre es mit einem Törn auf einer 38 Fuß Bavaria Cruiser, der Familie, Freunde oder Pärchen an schroffen Steilküsten, einsamen Badebuchten, bezaubernden Inseln und naturbelassenen Häfen vorbeiführt? Egal, ob Segelboot oder Motoryacht – während der Sommermonate lässt eine Yachtcharter auf der oftmals noch immer verkannten deutschen Ostsee auch in unseren Breitengraden Karibikfeeling aufkommen.

„Wir sind uns bewusst, dass jeder, der ein Boot chartert, automatisch ins Ökosystem eingreift, auch wenn dies unbeabsichtigt geschieht“, so OCEANBOOKERS Geschäftsführer Philipp Bruelheide. „Uns liegt nicht nur die Zufriedenheit unserer Kunden, sondern auch unsere Umwelt sehr am Herzen. Daher haben wir bis Ende Januar 2014 neben unseren Frühbucherrabatten von bis zu 15 Prozent pro Buchung auch eine besondere Spendenaktion laufen, die den NABU unterstützt“, erläutert Philipp Bruelheide weiter. Mit jeder Buchung, die bis zum 28. Februar 2014 auf www.oceanbookers.com für die deutsche Ostsee vorgenommen wird, gehen 20,00 Euro an das NABU-Projekt „Meere ohne Plastik“ im Rahmen dessen u. a. umfangreiche Strandreinigungsaktionen an Nord- und Ostsee sowie Veranstaltungen zur Umweltbildung umgesetzt werden. NABU engagiert sich bereits seit mehr als 100 Jahren für aktiven Natur- und Klimaschutz sowie für den Erhalt der Artenvielfalt.

„Wir freuen uns, mit unserer Aktion einen kleinen Beitrag zur phantastischen Arbeit des NABU beitragen zu können“, kommentiert Philipp Bruelheide die Spendenaktion seiner Yachtcharter-Agentur. Die Charterurlauber selber können Verantwortung übernehmen, indem sie beispielsweise dafür sorgen, dass kein Müll wie Plastikflaschen, Konservendosen oder Zigarettenstummel im Meer landen. Nur wenn jeder von uns umweltbewusst handelt, hat unser sensibles Ökosystem eine Chance, den Belastungen durch den Eingriff des Menschen standzuhalten.

Anzahl Wörter: 431

Weitere Informationen zum Projekt „Meere ohne Plastik“ und zu NABU finden Sie hier: http://www.nabu.de/themen/meere/plastik/projekt/

Über OCENBOOKERS:
Seit September 2012 besteht die unabhängige Online Yachtcharter-Agentur OCEANBOOKERS GmbH mit Sitz in Werther (Westfalen). Auf der Website www.oceanbookers.com können über 11.000 Yachten weltweit gebucht werden, darunter Segelyachten, Motoryachten und Katamarane in jeglicher Größe. Die Destinationen der Yachtcharterreisen sind beliebte Segelreviere wie Kroatien, Griechenland, Mallorca, Ostsee und die Karibik. Das sympathische junge Team rund um die beiden Geschäftsführer Philipp und Jakob Bruelheide zeichnet sich besonders durch die persönliche, unabhängige und kostenfreie Telefonberatung für ihre Kunden aus.

Pressekontakt:
OCEANBOOKERS GmbH
Philipp Bruelheide
Ravensberger Straße 15
D-33824 Werther (Westf.)
E-Mail: kontakt@oceanbookers.com
Web: www.oceanbookers.com
Fon: +49 (0)5203 9989000
Fax: +49 (0)5203 9989001

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Yachtcharter Agentur für Charteryachten weltweit

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Philipp Bruelheide
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NABU überreicht außergewöhnliche Auszeichnung für ein GolfResort

„Schwalben willkommen!“ im Weimarer Land

NABU überreicht außergewöhnliche Auszeichnung für ein GolfResort

Weimar/Blankenhain, 13.11.2013 Ein altes Sprichwort besagt: „Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren“. Zum Schutz der gefährdeten Schwalbenarten hat sich das GolfResort Weimarer Land sowie die GRAFE-Gruppe um verschiedene Nistmöglichkeiten gekümmert und so erfolgreich die Schwalben und das Glück zurück nach Blankenhain geholt. Dieses Engagement der beiden Unternehmen zeichnete der NABU Thüringen mit der Plakette „Schwalben willkommen!“ aus, mit der Hoffnung, dass auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Schwalben das Glück nach Blankenhain bringen werden.

Aufgrund von intensiver Landwirtschaft, schwalbenunfreundlicher Sanierungsmaßnahmen sowie der Beseitigung von Nestern und Nistmöglichkeiten gehen die Bestände der Schwalben kontinuierlich zurück. Mit der Aktion „Schwalben willkommen!“ zeichnet der NABU Thüringen Personen und Unternehmen aus, die sich für den Schwalbenschutz einsetzen.

Während im GolfResort Weimarer Land spezielle Schutzeinrichtungen angebracht wurden und das Resort somit als Nummer 100 in Thüringen ausgezeichnet wird, darf sich die Unternehmensgruppe GRAFE über das zufällige Eintreffen der Vögel erfreuen. Die überdachten Durchgänge der Produktion mit ihren kleinen Nischen fanden in den letzten Jahren großen Zuspruch. Jedes Jahr finden sich zahlreiche Schwalben auf dem Gelände, um ihre Nester zu bauen.

Über die Spa & Golf Resort Weimarer Land Betriebs GmbH:
Im Mai 2013 wurde das 4-Sterne-Superior-Hotel „Spa & Golf Hotel Weimarer Land“ mit 94 Zimmern und Suiten eröffnet. Das Hotel ist in eine der schönsten und bereits prämierten Golfanlagen Deutschlands eingebunden. Auf dem ca. 160 Hektar großen Gelände befindet sich eine 36-Loch-Anlage. Sie ist hervorragend in die Landschaft eingebettet und bietet erstklassige Spiel- und Trainingsbedingungen. Aufgrund der zentralen Lage inmitten von Deutschland ist das GolfResort Weimarer Land von jedem Ort aus in ca. drei Autostunden erreichbar.

Kontakt
Lindner Spa & Golf Hotel Weimarer Land
Mona Conrad
Weimarer Str. 60
99444 Blankenhain
036459 6164-4414
pr@golfresort-weimarerland.de
http://www.golfresort-weimarerland.de

Pressekontakt:
Tower PR
Heiner Schaumann
Leutragraben 1
07743 Jena
03641 8761180
schaumann@tower-pr.com
http://www.prberatung.tower-pr.com

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Effiziente Stadtbeleuchtung für Naturschutz – Experiminta und NABU bei der Luminale

Science-Center für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Zum ersten Mal nimmt vom 15. bis 20. April 2012 das Science-Center „Experiminta“ an der Frankfurter Lichtausstellung „Luminale“ teil und präsentiert zusammen mit dem „Naturschutzbund Deutschland e.V. – NABU“ die Sonderausstellung „Ökologische Stadtbeleuchtung“. „Über die Wärmedämmung von Häusern wird seit Jahrzehnten diskutiert, aber dass man auch mit moderner Stadtbeleuchtung auf Dauer viel Steuergeld sparen und gleichzeitig etwas für Tiere tun könnte, die von falschem Licht irritiert werden, gerät in den Hintergrund“, so Dr. Ulrich Bosler, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins ExperiMINTa e.V.,
www.experiminta.de.

„Von ökologischer Stadtbeleuchtung profitieren wir alle – das Klima, das Portemonnaie und die Natur“, so Gabi Cappel, Frankfurter NABU-Aktivistin, die die Ausstellung des NABU-Bundesverbandes in die Experiminta gebracht hat (www.nabu-frankfurt.de). „Doch davon sind wir in Deutschland weit entfernt. Jede dritte Straßenlaterne gehört eigentlich ins Technikmuseum, weil sie bereits über zwanzig Jahre alt ist. So verschwendet die dringend sanierungsbedürftige Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken mehr, als eine Million privater Haushalte zusammen an Strom verbrauchen.“ Hinzu komme die Lichtverschmutzung. Wenn Licht ungezielt gestreut wird oder unnötig den nächtlichen Himmel erhellt, schadet es Vögeln, nachtaktiven Insekten und Fledermäusen.

Eröffnet wird die Sonderausstellung in der Experiminta bereits am 29. März um 13.30 Uhr von Axel Kaufmann, Vorsteher des Ortsbeirates 2 für Bockenheim, Kuhwald, Westend. Zur Eröffnung sprechen Berthold Langenhorst, Umweltkommunikation, NABU Landesverband Hessen e.V. zum Thema „Ökologische Stadtbeleuchtung – Vorteile für alle“, Dr. Klaus Richarz, Leiter Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland („Der Einfluss künstlicher Beleuchtung auf das Leben der Tiere“) und Volker Rothenburger, Leiter Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt Frankfurt am Main („Jüngste Beispiele für umweltfreundlichen Lichteinsatz und Lichttechnik in der Stadt Frankfurt“). Mehr Informationen zum Thema unter www.nabu.de/stadtbeleuchtung .

Umrahmt wird die Sonderausstellung von einer Reihe von Workshops und Vorträgen in der Experiminta. Vorträge für Erwachsene und Jugendliche gibt es am Freitag, dem 30.3. um 17 Uhr (Effiziente Straßenbeleuchtung, Thomas Erfert, Geschäftsführer SRM Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH) und am Freitag, 13.4. ebenfalls um 17 Uhr (Stadtbeleuchtung – Auswirkungen auf die heimische Tierwelt, Heinz Kissling, NABU Frankfurt). Speziell an Kinder richten sich die Workshops „Dem Klimawandel auf der Spur“ am Samstag, 31.3. um 15 Uhr für Kinder ab 11 und „Spieglein, Spieglein in der Hand“ am Sonntag, dem 22.4. um 11:30 und 14 Uhr für Kinder ab 5. Die Workshops sind kostenpflichtig, der Besuch der Ausstellung und der Vorträge ist im normalen Experiminta-Eintritt (9 Euro Erwachsene, 6 Euro Kinder) inbegriffen. Während der Luminale vom 15. bis 20.4. ist der Besuch der Sonderausstellung in den Abendstunden ganz kostenlos, allerdings ist zu diesen Zeiten der größte Teil der Experiminta geschlossen.

Die Dauerausstellung „Experiminta“ in Frankfurt am Main gibt es seit 2011, ein Science-Center für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bis Mitte März hatten schon über 90.000 Besucher die Experiminta gesehen. Das Anfassen der Ausstellungstücke ist hier, anders als in Museen, ausdrücklich erwünscht. Die Ausstellung lädt zum spielerischen Umgang vor allem mit den Gesetzen der Mechanik, Mathematik und Optik ein. Streifenspiegel, Kugelbahnen und ein künstlicher Tornado gehören zu den über hundertzwanzig Experimentierstationen. Selbsttragende Brücken, die die Besucher erst errichten müssen, Ganzkörper-Seifenblasen und Flaschenzüge, mit denen man sich selber in die Höhe ziehen kann, animieren zum Ausprobieren, machen neugierig und lassen staunen. Sie führen und verführen zum Nachdenken und wecken den Erfindergeist. Naturwissenschaftliche Phänomene und mathematische Zusammenhänge werden durch das Experimentieren lebendig und spontan verständlich. Weitere Informationen online unter www.experiminta.de , Tel. 069 713 79 69 0.

Im ScienceCenter EXPERIMINTA gilt: „Anfassen erwünscht“ statt „Berühren verboten“.
Über 120 Experimentierstationen laden zum Ausprobieren ein, sie machen neugierig und lassen uns staunen. Sie führen und verführen zum Nachdenken und wecken den Erfindergeist.
Naturwissenschaftliche Phänomene und mathematische Zusammenhänge werden durch das Experimentieren lebendig und spontan verständlich.
EXPERIMINTA
Michael Kip
Hamburger Allee 22-24
60486 Frankfurt am Main
069 713 79 69 0

http://www.experiminta.de
kip@experiminta.de

Pressekontakt:
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Sylwia Malkrab-Kip
Bockenheimer Landstr. 17-19
60325 Frankfurt am Main
presse@mpr-frankfurt.de
069 71 03 43 43
http://www.mpr-frankfurt.de

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Kakapo.de informiert: Deutschlandweite Mängel im Artenschutz

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hat zum Internationalen Tag des Artenschutzes eine aktuelle Analyse des Zustandes des Natur- und Artenschutzes in Deutschland veröffent-licht. Erstmals zeigt ein Atlas das bundesweite Bild des Artenschutzes.

Der Atlas macht besonders schützenswerte Vogelarten und seltene Lebensräume sichtbar. NABU-Präsident Olaf Tschimpke findet das Ergebnis beschämend: „Die Untersuchung zeigt, dass das Vorzeigeland Deutschland in Sachen Artenschutz den eigenen vollmundigen Bekun-dungen oft hinterher hinkt. Tatsache ist: Allein durch Gesetze und die Ausweisung von Schutzgebieten werden keine Arten und Lebensräume gerettet. Es braucht vor allem die Fi-nanzierung der Arbeit für den Erhalt der biologischen Vielfalt, sonst ist das akute Artensterben nicht zu stoppen.“
e Preise.

Bereits vor zwei Jahren hatte eine Analyse von NABU und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) ergeben, dass in keinem einzigen Bundesland die Ampeln für einen erfolgreichen Arten- und Biotopschutz auf Grün stehen. Zwar sind vereinzelt beeindruckende Erfolge zu verzeichnen, etwa beim Biber, Otter, Kranich, Uhu oder Wolf; insgesamt ist der Zustand jedoch Besorgnis erregend. So drohen u.a. der Große Brachvogel, der Kiebitz und das Rebhuhn ganz von der Bildfläche zu verschwinden.

2007 hatte die Bundesregierung mit der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt ein Paket mit 330 Zielen und rund 430 Maßnahmen verabschiedet. In den meisten Bundesländern gibt es aber immer noch keine konkreten Handlungsanleitungen zum Schutz der Vielfalt an Arten und Lebensräumen. Bisher wurden lediglich in Berlin und Thüringen Strategien verabschiedet.

Zwar sieht die Entwicklung des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 zunächst vielversprechend aus: So hat Europa in zwei Jahrzehnten auf fast 20 Prozent seiner Flächen dem Natur- und Artenschutz besondere Bedeutung eingeräumt, Deutschland allein im europä-ischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 immerhin 15,4 Prozent der Landfläche. Probleme bereitet jedoch die konkrete Umsetzung. Tschimpke kritisiert, dass z. B. im Waldnaturschutz oft nur die bestehenden Bewirtschaftungsplanungen der Forstbetriebe fortgeschrieben und als EU-konformes Management deklariert würden. So blieben Defizite wie fehlendes Totholz, ungenügender Schutz alter Baumbestände und fehlende Vernetzung von Lebensräumen unangetastet und bekämen nur ein grünes Mäntelchen.

Der NABU analysierte, dass es vor allem an der Finanzierung fehlt, um Natura 2000 für den effektiven Schutz von Arten und Biotopen einzusetzen. Allein in Deutschland würden jährlich rund 620 Millionen Euro benötigt. Bislang wird aber nur ein Bruchteil der EU-weit nötigen sechs Milliarden Euro jährlich aufgebracht. Besonders peinlich ist, dass noch kein Bundesland die für den Arten- und Naturschutz verwendeten Mittel transparent offengelegt hat. Und weil die Bundesländer für viele Arten ihre Untersuchungen nicht veröffentlichen, erschweren sie den effektiven Arten- und Biotopschutz erheblich.

Kakapo.de ist ein Portal für ALLE. Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, und Organisationen treffen auf einer Seite zusammen. Anbieter und Verbraucher stehen in direktem Kontakt. Präsentation und Kommunikation werden leicht gemacht durch tolle, vielseitige Funktionen. Kakapo.de lebt den \“sozialen\“ Gedanken. Bei uns heißt es \“Miteinander\“ statt \“Gegeneinander\“, kostenlose Mini-Webseite statt teure Fanpage.
Kakapo.de
Joachim Jumpertz
An Gut Boisdorf 1
52355 Düren
joachim@jumpertz-busse.de
02421-57882
http://www.kakapo.de

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„Chance, Deutschland zum Sekundärrohstoffland Nummer 1 zu machen, wurde vertan“

Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz

recyclingnews: Der Vermittlungsausschuss des Bundesrates und Bundestages hat sich gestern nach zähem Ringen auf einen Kompromiss zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz geeinigt, der morgen dem Bundesrat zur finalen Entscheidung vorliegt. Welche Schulnote geben Sie dem Gesetz und warum?

Tschimpke: Ohne von einer Schulnote zu sprechen, halte ich das Gesetz für nicht ausreichend. Die öffentlichen Reden über die Bedeutung des Recyclings für die heimische Umwelt und Wirtschaft passen leider nicht zu dem schwachen Gesetz, das nun herausgekommen ist. Deutschland ist ein rohstoffarmes Land und wir müssen uns überlegen, wie wir auch morgen noch den Zugang zu Rohstoffen sicherstellen können. Genau daran haben mehrere Ministerien nun jahrelang gearbeitet und dann kommt so ein dünnes Ergebnis dabei heraus. Das Gesetz erfüllt weder die Anforderung der EU-Rahmenrichtlinie, noch genügt es den Anforderungen an ein modernes Kreislaufwirtschaftsgesetz.

recyclingnews: Was kritisieren Sie konkret?

Tschimpke: Als NABU bemängeln wir vor allem, dass keine höheren Recyclingquoten festgelegt wurden und es keine klaren Vorgaben gibt, die Müllverbrennung zu reduzieren. Von diesem Kreislaufwirtschaftsgesetz geht leider keinerlei Impuls für Investitionen in bessere Recyclingstrukturen aus. Die so genannte Verwertungsquote von 65 Prozent erreichen wir in Deutschland schon heute bis auf ein Prozent. Zudem hätten wir uns die Einführung einer echten Recyclingquote gewünscht, also einer Quote für die rein stoffliche Verwertung der Materialen, bei der die Materialien, die in die thermische Verwertung gehen, nicht mitgerechnet werden dürfen. Die Kreislaufwirtschaft könnte aus unserer Sicht ein entscheidender Schlüssel für eine sichere Rohstoffversorgung in Deutschland sein. Dafür hätte die Politik die Weichen allerdings anders stellen müssen.

recyclingnews: Im Streit zwischen Bundesregierung und Bundesländern wurden die ursprünglichen Inhalte des Gesetzes stark verwässert. Worauf führen Sie das zurück?

Tschimpke: Das liegt an der Vielzahl von Interessen. Zum Beispiel gab es das Interesse, die Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoffkraftwerke besser auszulasten und diese Lobby hat sich als sehr mächtig herausgestellt. Uns hat auch gestört, dass die Diskussionen um das Gesetz sehr stark auf die Zuständigkeiten reduziert wurde – sollen es die Privaten bekommen oder die staatlichen Entsorger? Das kann aber doch für die Politik nicht die entscheidende Frage sein! Wir haben immer wieder dafür plädiert, sich auf die Inhalte zu konzentrieren. Der Staat muss die Rahmenbedingungen setzen und das muss er so ordentlich machen, dass in Deutschland so viel wie möglich recycelt wird, die natürlichen Ressourcen dabei geschont werden und das zum volkswirtschaftlich betrachtet günstigen Preis. Genau das ist bei dem Gesetz aber nicht herausgekommen. Die Chance, Deutschland mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz zum Sekundärrohstoffland Nummer 1 zu machen, wurde leider vertan.

recyclingnews: Liegt es vielleicht daran, dass man dem Thema nicht genug Priorität beigemessen hat?

Tschimpke: Den Eindruck habe ich nicht. Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft wird schon gesehen. Der Nachhaltigkeitsrat und zahlreiche Verbände und politische Gremien haben sich damit beschäftigt und wichtige Leitlinien auf den Weg gebracht. Nur: Man startet bei den Lippenbekenntnissen als Tiger und landet dann in der Realität als Bettvorleger. Das ist sehr enttäuschend. Nehmen wir die erheblichen Überkapazitäten im Müllverbrennungsbereich: Solange die Anlagen nicht abgeschrieben sind oder deren Abschaltung finanziert wird, wird man gegen jedes Gesetz zur Anhebung der Quoten für ein echtes Recycling mit allen Mitteln kämpfen. Leider war die Bundesregierung schon auf europäischer Ebene gegen die 5-Stufen-Hierarchie (Anm. Redaktion: 1. Abfallvermeidung, 2. Wiederverwendung, 3. Recycling, 4. sonstige Verwertung, 5. Beseitigung). Das rächt sich jetzt.

recyclingnews: Interessanterweise haben ausgerechnet die Umweltminister der Grünen, Johannes Remmel in Nordrhein-Westfalen und Franz Untersteller in Baden Württemberg, ihre schützende Hand über die Müllverbrenner gehalten. Können Sie sich das erklären und sind Sie als „grüner“ Verband davon nicht enttäuscht?

Tschimpke: Wer welche Interessen vertritt hat meist etwas damit zu tun, wo solche Anlagen stehen. Da rangiert dann das wirtschaftliche und lokale politische Interesse schon mal vor der Parteiphilosophie. Eigentlich sollte man erwarten, dass Rot-Grün beim Thema Ressourcenschonung eine Vorreiterrolle einnimmt. Wenn das wie beim Kreislaufwirtschaftsgesetz nicht so ist, werden wir das genauso kritisieren, wie wir die schwarz-gelbe Koalition kritisieren. Schließlich geht es darum, den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden. Wenn die Politik so weitermacht wie bisher, werden wir die notwendigen Klimaschutz- und Rohstoffziele nicht erreichen, obwohl wir technologisch dazu in der Lage sind.

recyclingnews: Nach dem Gesetzentwurf gehören alle Abfälle, die der Bürger zu Hause wegwirft, weiter dem Staat. Eine Ausnahme gibt es nur für Verpackungen. Ist diese Regelung noch zeitgemäß?

Tschimpke: Zeitgemäß wäre es, das Verursacherprinzip konsequent einzuführen, d.h. die Produzenten für das Recycling bzw. die Rücknahme Ihrer Produkte in die Verantwortung zu nehmen. Die Idee, der Staat sei verantwortlich für den vom Hersteller gemachten Müll, ist aus meiner Sicht ohnehin schon der falsche Ansatz. Eine echte Kreislaufwirtschaft haben wir erst dann, wenn die Hersteller schon bei der Entwicklung eines Produktes auch an die Verwertung am Ende denken. Wenn Industrie und Entsorger das schaffen, muss die Politik auch weniger in das Geschehen eingreifen.
Der Grundgedanke der Abfallvermeidung fehlt in dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz völlig. Auf Dauer darf es keinen Abfall geben – es darf nur Rohstoffe geben, die man dann wieder in den Kreislauf zurückführt. Es gibt genügend Studien, dass wir schon heute an unsere Rohstoffgrenzen kommen. Wegwerfmentalität können wir uns schlicht nicht mehr leisten.

recyclingnews: Warum muss es im Bereich der Abfallwirtschaft überhaupt noch ein staatliches Monopol für Haushaltsabfälle geben? Sogar die Kinderbetreuung wurde privatisiert…

Tschimpke: Man darf nicht vergessen, dass in vielen Abfällen immer noch Schadstoffe stecken, die so entsorgt werden müssen, dass Mensch und Umwelt keinen Schaden nehmen. Da kann sich der Staat nicht aus der Verantwortung ziehen. Das heißt aber nicht, dass er die Abfallbeseitigung selbst durchführen muss. Es bleibt derzeit noch sinnvoll, dass der Staat überwacht und teilweise auch die Entsorgungshoheit hat.

recyclingnews: Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat das Gesetz auf die Verbraucher, auf den Bürger?

Tschimpke: Wir erwarten keine fühlbaren oder messbaren Auswirkungen für den Verbraucher – weder im Positiven, noch im Negativen. Wenn Sie auf die Gebühren anspielen, das wäre Kaffeesatzleserei…

recyclingnews: Es gibt ja das Versprechen von der kommunalen Seite, dass die Müllgebühren sinken, wenn sie weiterhin den Zugriff auf die Wertstoffe im Abfall behalten…

Tschimpke: Mit Kaffeesatzleserei meine ich eben die Aussagekraft dieses Versprechens. Denn allein die Kosten für die Abfuhr von Restmüll in Deutschland sind so unterschiedlich, dass jede Verallgemeinerung nur dazu dient, den Bürger zu verunsichern. Im Übrigen kann es ja auch durchaus im Umweltinteresse sein, wenn die Gebühren gezielt steigen, um etwa Abfälle zu vermeiden, besser zu sortieren und damit mehr zu verwerten.

recyclingnews: Das Bundeskartellamt hat massiv auf die Öffnung des Marktes für Wertstoffe aus dem Abfall gedrungen – das sei schon EU-rechtlich geboten. Hat es Sie überrascht, dass das von den handelnden Politikern einfach beiseite gewischt wurde?

Tschimpke: Das Kartellamt hat im Prinzip gesagt, dass sie den Wettbewerb für verzerrt halten, das europäische Gesetz sehe eine Warenverkehrsfreiheit für alle handelbaren Wirtschaftgüter vor, also auch Sekundärrohstoffe. Ich halte diese Position für den Abfallmarkt für ziemlich naiv. Wir brauchen beides – einen staatlichen Ordnungsrahmen und einen Wettbewerb um das beste Recycling.

recyclingnews: Der NABU hat bereits 2009 eine Studie zu den Überkapazitäten im deutschen Müllverbrennungsmarkt veröffentlicht. Danach fehlen den deutschen Anlagen bis 2015 über acht Millionen Tonnen Material. Ist das Problem kleiner geworden? Was muss passieren?

Tschimpke: Das Problem nicht ausgelasteter Müllverbrennungsanlagen haben wir nach wie vor. Je mehr wiederverwertet und recycelt wird, desto größer werden die Überkapazitäten. Erfreulich ist aber, dass nach unserer Studie zumindest keine neuen Anlagen geplant werden oder Pläne auf Eis gelegt wurden. Wenn es nach uns geht, sollte die Politik einen Großteil der Anlage schließen. Nochmal: Das gilt auch für von der Energiesteuer befreite und damit subventionierte private EBS-Kraftwerke, die im Übrigen mit furchtbar schlechter Rauchgasreinigung arbeiten.

recyclingnews: Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz plant die Regierung ein weiteres, sogenanntes Wertstofftonnen-Gesetz. Sollte man die Wertstofftonne jetzt nicht lieber so umfassend und schnell wie möglich einführen anstatt wieder jahrelang über ein neues Gesetz zu streiten?

Tschimpke: Natürlich kann man die Wertstofftonne auch auf der Basis der Verpackungsverordnung einführen. Wo das aktuell geschieht oder schon geschehen ist, sind die Ergebnisse gut. Dennoch halten wir eine vernünftige Regelung für sinnvoll, insbesondere um die Idee der Produzentenverantwortung zu verankern. Dafür braucht es eine gesetzliche Regelung, das funktioniert freiwillig nicht.

recyclingnews: Noch eine Frage zum Schluss: Trotz aller Kritik an dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz – Deutschland ist und bleibt im Recycling führend in der Welt. Was haben wir in Deutschland besser gemacht als andere Länder?

Tschimpke: (schmunzelt) Das Geheimnis sind wir. Ohne seine starke Umweltbewegung wäre Deutschland in dem Bereich nicht so fortschrittlich, wie wir heute dastehen. Allein unser Verband hat inzwischen 500.000 Mitglieder. Im öffentlichen Bewusstsein ist das Thema Verantwortung für Abfälle und Rohstoffe in Deutschland schon gut verankert. Deshalb muss man auch aufpassen, dass man die Gesetze nicht am Bürger vorbei durchdrückt. Die Deutschen trennen ihren Müll, weil sie erwarten, damit etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Das muss dann auch gewährleistet sein. Noch sind wir als Deutschland Weltmeister in Recyclingtechnologie, aber wir sind auf dem besten Weg, diesen Vorsprung zu verkleinern. Andere Länder holen jedenfalls kräftig auf.

Die ALBA Group besteht aus den beiden Säulen Interseroh und ALBA und ist mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 2,73 Milliarden Euro und rund 9.000 Mitarbeitern* in rund 200 Tochter- und Beteiligungsunternehmen in Deutschland und weiteren zwölf europäischen Ländern sowie in Asien und den USA aktiv. Damit ist die ALBA Group einer der führenden europäischen Umweltdienstleister und Rohstoffanbieter. Schwerpunkte der operativen Tätigkeit von Interseroh sind die Organisation der Rücknahme von Verpackungen und Produkten sowie die Vermarktung von Stahl- und Metallschrotten. Schwerpunkte der operativen Tätigkeit von ALBA sind Entsorgungsdienstleistungen im kommunalen und gewerblichen Bereich, Vermarktung von Sekundärrohstoffen, Entwicklung und Betrieb von Recycling- und Produktionsanlagen sowie Konzeption und Durchführung von Facility Services.
* Beschäftigte / inkl. Minderheitsbeteiligungen
ALBA Group plc & Co. KG
Jagenburg
Bismarckstraße 105
10625 Berlin
+49 (30) 351 82-508
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Pressemitteilungen

Von Spitzbergen in die Antarktis: Eine Bilder-Reise dem Zug der Küstenseeschwalbe folgend

NABU lädt zu zwei Diavorträgen u?ber die Arktis und Antarktis in das Hamburg-Haus
Eimsbu?ttel ein

Der NABU Hamburg lädt in Kooperation mit den Firmen Polar-Kreuzfahrten und Carl Zeiss Sports Optics am Dienstag, 8. November 2011, 19 Uhr zu zwei Diavorträgen u?ber die Arktis
und Antarktis von Sven Achtermann in das Hamburg-Haus Eimsbu?ttel ein.
Beginnend in der Arktis wird Sven Achtermann den arktischen Archipel Spitzbergen vorstellen. Er wird von schwindenden Gletschern, den prachtvoll blu?henden Blumen der hocharktischen Tundren und von Eisbären, Robben, Walrossen, aber vor allem von der Vogelwelt berichten. Dieser Teil endet mit den Ausfu?hrungen zum Zugverhalten der Ku?stenseeschwalbe, die in der Arktis bru?tet, um sich dann gleich nach dem Brutgeschäft auf die lange Reise in die Antarktis zu begeben – vom arktischen in den antarktischen Sommer. Die Ku?stenseeschwalbe ist ein echter „Sommervogel“
Nach einer kleinen Pause von etwa 15 bis 20 Minuten Dauer beginnt der Referent die Reise in Patagonien und wird von dort über die Falklandinseln und Su?dgeorgien in die eisklare Welt der Albatrosse, Sturmwindvögel und Pinguine eintauchen.
Während der Pause und auch im Anschluss an den Antarktisvortrag stehen Mitarbeiter vom NABU Hamburg, von POLAR-KREUZFAHRTEN und von Carl Zeiss Sports Optics fu?r Fragen und ausfu?hrliche Beratungsgespräche zur Verfu?gung. Das Unternehmen POLAR-KREUZFAHRTEN ist darauf spezialisiert, Reisen mit kleinen Expeditionsgruppen auf kleinen Schiffen in die Polarregionen durchzufu?hren. Eine Auswahl der schönsten Reisen nach Spitzbergen findet sich unter: www.polar-kreuzfahrten.de/arktis-reisen.html
Carl Zeiss Sports Optics ist ein fu?hrendes Unternehmen der feinmechanischen und optischen Industrie und stellt unter anderem Ferngläser und Spektive her, die bei der Vogelbeobachtung zum Einsatz kommen.

Die Diavorträge dauern jeweils ca. 35 Minuten und finden am Dienstag, 8. November 2011, 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im Hermann-Boßdorf-Saal des Hamburg-Hauses Eimsbu?ttel, Doormannsweg 12 statt. Der Eintritt ist frei. Der NABU bitte um eine Spende. Zu erreichen ist das Hamburg-Haus mit der U2 bis „Emilienstraße“ oder mit dem Bus 20, Haltestelle „Fruchtallee“.
Polar-Kreuzfahrten ist darauf spezialisiert, deutschsprachige Reisen auf kleinen Schiffen in die Polarregionen zu unternehmen. Denn nur kleine Gruppen garantieren das direkte und intensive Naturerleben bei gleichzeitigem sensiblen und ru?cksichtsvollen Umgang mit diesen fragilen Naturräumen. Im Fokus der Reisen steht, jedem Expeditionsteilnehmer ein Maximum an Zeit und Ruhe in der Natur sowie das Höchstmass an verantwortungsbewusster Nähe zur Tierwelt zu ermöglichen. Die sorgfältige Planung und Durchfu?hrung der Reisen durch ebenso erfahrene wie kundige Expeditionsleiter lassen sie zu den aussergewöhnlichsten Expeditionen in der jeweiligen Polarregion zählen. Polar-Kreuzfahrten veranstaltet nur Expeditionen, die diesen höchsten Anspru?chen an Verantwortung, Sicherheit und einmaligem, indivduellem Erlebnis genu?gen und wendet sich an Kunden, die genau darauf wert legen!
Polar-Kreuzfahrten
Frank Fietz
Neuer Sandberg 11
31535 Neustadt
frank.fietz@polar-kreuzfahrten.de
05036988210
http://www.polar-kreuzfahrten.de

Pressemitteilungen

Polar-Kreuzfahrten auf der Hans-Bird 2011

Die HanseBird 2011 im Hamburger Tierpark Hagenbeck findet vom 20.-22.Mai 2011 statt. Mit dabei ist der Neustädter Veranstalter von Naturerlebnisreisen in die Arktis und Antarktis: Polar-Kreuzfahrten.

Naturerlebnis satt
„Unsere Kunden lieben die Natur“ erläutert Polar-Kreuzfahrten Geschäftsführer, Frank Fietz den Grund für die Beteiligung seines Unternehmens an dieser Spezialmesse. Die HanseBird wendet sich nicht nur an ornithologisch Interessierte, sondern an alle naturbegeisterten Menschen. Ausrichter der Veranstaltung ist der Hamburger Landesverband des NABU, der ein tolles Programm auf die Beine gestellt hat. „Wir wollten uns die Chance nicht entgehen lassen, ein an Naturbeobachtungen interessiertes Publikum zu erreichen“, so Fietz weiter. Neben Reiseveranstaltern für naturnahe Reisen sind vor allem, Hersteller und Händler von Globetrotter Ausrüstung, Fotoapparaten und Ferngläsern auf der Messe anwesend.

Die Hamburger lieben Schiffe
Bisher war Polar-Kreuzfahrten in der Hansestadt nur im Rahmen der Messe ReisenHamburg aktiv. „Von Beginn an, war das Interesse der Hamburger an unseren Reisen und unseren Schiffen riesengroß“, ergänzt Verkaufsleiterin Regine Stirnweiß. „Im März dieses Jahres haben wir unser kleinstes und ältestes Expeditionsschiff, die MS Stockholm für ein Wochenende in den Traditionsschiffhafen am Sandtorkai geholt. Das Interesse war überwältigend: mehr als 1000 Besucher waren in den zwei Tagen auf dem Schiff, das nur Platz für 12 Passagiere hat! Daher war für uns sofort klar, dass wir an der HanseBird teilnehmen werden. Hamburg ist soetwas wie unser „gefühlter Firmensitz“ geworden, viele unserer Gäste leben im Einzugsbereich Hamburgs“.

Spitzbergen – ein Eldorado für Naturliebhaber
Es ist die Vielfältigkeit der Landschaftsformen, der Flora und der Fauna, die Spitzbergen ausmachen. „Wir nennen es ‚das Kaleidoskop‘ der Arktis, denn es ist für jeden etwas dabei. Wunderschöne Fjorde, das Packeis im Norden und Osten der Inseln, die vielen Vogelfelsen mit unzähligen Brutvögeln und natürlich die ca. 3.500 Eisbären die Rund um die Inseln leben“, schwärmt Stirnweiß weiter. „Allerdings braucht es trotz – oder gerade wegen – dieser Vielfalt ein großes Maß an Erfahrung und Wissen auf Seiten der Reiseleiter. Einen davon, den besonders in Ornithologen-Kreisen bekannten, Sven Achtermann, können die Besucher am Samstag um 16.00h in einem Antarktis-Vortrag erleben, den er gemeinsam mit unserem Partner ZEISS-Sportoptik halten wird.“

Kleine Schiffe – deutsche Sprache
„Ein weiterer, ganz entscheidender Vorteil unserer Reisen ist, dass wir nur mit kleinen Schiffen unterwegs sind. Die MS Stockholm mit nur 12 Passagieren, die MS Quest mit maximal 53 Gästen und unserer MS Ocean Nova mit höchstens 78 Naturbegeisterten,“ so die Verkaufsleiterin. „Unsere Reiseleiter und Lektoren sind alle aus Deutschland oder der Schweiz, was besonders dem Verständnis der Vorträge und Erläuterungen bei den ausgedehnten Landgängen zu gute kommt.“ Auch ist das Zahlenverhältnis zwischen Gästen und Reiseleitern hervorragend: Auf der Ocean Nova kümmert sich ein 7 köpfiges Expeditionsteam umd die 78 Gäste. „So eine Qualität bekommen Spitzbergen-Reisende meines Wissens, nur auf den Reisen von Polar-Kreuzfahrten“ fasst Frank Fietz, nicht ohne Stolz, die Qualitätsphilosophie des Veranstalters zusammen.

Die HanseBird
Vom 20.-22.Mai findet die HanseBird im Hamburger Tierpark Hagenbeck statt. Eintritt EUR 17,- / Kinder (4-16 J) EUR 12,-
www.polar-kreuzfahrten.de
www.hansebird.de
Polar-Kreuzfahrten ist darauf spezialisiert, deutschsprachige Reisen auf kleinen Schiffen in die Polarregionen zu unternehmen. Denn nur kleine Gruppen garantieren das direkte und intensive Naturerleben bei gleichzeitigem sensiblen und ru?cksichtsvollen Umgang mit diesen fragilen Naturräumen. Im Fokus der Reisen steht, jedem Expeditionsteilnehmer ein Maximum an Zeit und Ruhe in der Natur sowie das Höchstmass an verantwortungsbewusster Nähe zur Tierwelt zu ermöglichen. Die sorgfältige Planung und Durchfu?hrung der Reisen durch ebenso erfahrene wie kundige Expeditionsleiter lassen sie zu den aussergewöhnlichsten Expeditionen in der jeweiligen Polarregion zählen. Polar-Kreuzfahrten veranstaltet nur Expeditionen, die diesen höchsten Anspru?chen an Verantwortung, Sicherheit und einmaligem, indivduellem Erlebnis genu?gen und wendet sich an Kunden, die genau darauf wert legen!
Polar-Kreuzfahrten
Frank Fietz
Neuer Sandberg 11
31535 Neustadt
frank.fietz@polar-kreuzfahrten.de
05036988210
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Pressemitteilungen

2011 Jahr der Wälder: Klimawandel fördert Streit um Waldnutzung

Wie sollen wir den deutschen Wald auf den Klimawandel vorbereiten: durch naturnahe Waldwirtschaft oder Pflanzung fremder, Trockenheit vertragender Baumarten?

2011 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Wälder ausgerufen. Aus diesem Anlass haben sowohl der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) als auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Anfang 2011 Pressemitteilungen herausgegeben. Unisono fordern sie darin, auf mindestens fünf, lieber zehn Prozent der deutschen Waldfläche wieder eine ungestörte, natürliche Waldentwicklung zuzulassen.

Der BUND weist zudem darauf hin, dass ein Viertel der weltweiten Buchenbestände in Deutschland vorkommen und wir deshalb für deren Erhalt eine besondere Verantwortung tragen.
Die Bemühungen der Bundesregierung, Buchenwälder in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen 2011 von der UNESCO als Weltnaturerbe schützen zu lassen, wolle der BUND unterstützen.

Schmetterling des Jahres 2011 ist der Große Schillerfalter. In einer Pressemitteilung vom 09. Dezember 2010 hat der BUND die Lebensansprüche dieses wunderschönen Falters beschrieben: Er braucht naturnahe Mischwälder, in denen neben hohen Eichen und Buchen auch Salweiden vorkommen müssen: Auf letzteren nämlich legt das Falterweibchen seine Eier ab, leben später die Raupen.

Insgesamt versichert der Naturschutz seit Jahren, es brauche naturnahe und auf einem Teil der Fläche sogar völlig ungenutzte Wälder, damit das Ökosystem Wald am ehesten den Klimawandel überstehe und die biologische Vielfalt möglichst geringen Schaden nehme.

Auf der anderen Seite titelt eine Pressemitteilung der Universität Hamburg, KlimaCampus,
Institut für Weltforstwirtschaft vom 20.12.2010 so:

„Forst-Management kann Klimafolgen für den deutschen Wald abfedern“

Wir erfahren im ersten Absatz:
„Bei entsprechender Bewirtschaftung lassen sich negative Folgen des Klimawandels für den Wald auffangen: Mit besser angepassten Baumarten und dem richtigen Management kann der deutsche Wald für das Jahr 2100 fit gemacht werden. Eine entsprechende Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Carbon Balance and Management“ veröffentlicht. Darin untersuchten Professor Michael Köhl und andere Wissenschaftler vom KlimaCampus der Universität Hamburg zwei unterschiedliche Klimaszenarien für das Jahr 2100. Für beide wurden verschiedene Varianten von Waldmanagement simuliert. Ergebnis: Die Fitness eines Waldes ist viel stärker von seiner Bewirtschaftung als von künftigen Klimaänderungen abhängig.“

Professor Dr. Michael Köhl bringt gegen Ende der Mitteilung folgendes Fazit:
„Würde man den deutschen Wald jetzt sich selbst überlassen, nähme seine Vitalität rapide ab“.
Köhl empfiehlt den Anbau von Arten, die sich auf trockenen Böden wohl fühlen. Zugleich solle man die Bäume nicht zu spät ernten, die Wälder öfter durchforsten und Bäume selektiv entnehmen. Das seien die besten Bedingungen für einen „Fit forest“ 2100.

Beunruhigend für alle Freunde naturnaher alter Wälder: die prognostizierte schnelle Abnahme ihrer Vitalität infolge des Klimawandels. Deshalb die Frage an Prof. Dr. Köhl, wie er etwa die Zukunft der Kernzonen unserer Waldnationalparke einschätzt. Was wird dort in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommen?

Unter der Annahme, dass wir künftig in Deutschland wesentlich trockenere Sommer erleben werden, sieht Köhl ein Problem vor allem für die Fichte. Er verweist auf den sehr trockenen Sommer 2003. Den hätten Fichtenforsten in Nordostdeutschland noch relativ gut verkraftet. Würden sich aber solche Dürreperioden in Zukunft über mehrere Sommer wiederholen, so könnte es zu deutlichen Vitalitätsverlusten kommen. In von der Fichte charakterisierten Nationalparken wie dem Harz oder Teilen des Bayerischen Waldes erwartet er bei zunehmenden trockenen Sommern eine massive Schwächung der Bäume, die dann auch stärker unter für sie schädlichen Insekten leiden werden. Unter wissenschaftlichen Aspekten findet der Forstwissenschaftler die Beobachtung der langfristigen Entwicklung dieser Waldbestände sehr interessant, meint aber, dass diese Wälder auf den wandernden Naturfreund deprimierend wirken könnten.

Gehäufte Dürreperioden werden den Wald künftig unter großen Stress setzen

Seine Ausführungen im zitierten Artikel will Prof. Köhl auf den Wirtschaftswald bezogen wissen. Er verweist darauf, dass der deutsche Wirtschaftswald zu etwa 60% aus Nadelholz aufgebaut ist und lediglich zu 40 % aus Laubwald. Für die Zukunft geht er von sogar steigender Nachfrage nach Nadelhölzern aus, während sich die Holzindustrie von starken Buchen eher abwende. Köhl verweist auf die große Bedeutung der Holzwirtschaft für den ländlichen Raum. An ihr hingen viele Arbeitsplätze und damit auch ein wichtiger Aspekt der ländlichen Infrastruktur. Würden aus Gründen des Natur- und Artenschutzes der Waldwirtschaft zu starke Einschränkungen auferlegt, so könnte dies zu Arbeitsplatzverlusten in der Holzindustrie führen.

Aus Sicht der wirtschaftlichen Waldnutzung plädiere er dafür, in Wirtschaftswäldern künftig die Fichte durch die Douglasie und andere trockenheitsresistente Nadelbaumarten zu ersetzen.

Soweit zeichnet sich folgendes Bild ab:

Wir stehen in der ethischen Pflicht, die heimische Natur zu schützen und zu bewahren. Zudem setzt sich immer stärker die Erkenntnis durch, eine intakte natürliche Umwelt mit all ihren Arten sei auch unter wirtschaftlichem Blickwinkel in Geld kaum aufzuwiegen. Um den erforderlichen Schutz zu gewährleisten ist es unverzichtbar, vorhandene naturnahe Wälder optimal zu schützen: Sie im „Naturwald“ völlig sich selbst zu überlassen, oder positiver klingend, sie unter Prozessschutz zu stellen. Unter globalem Aspekt sind wir dabei besonders verpflichtet, die Ökosysteme der Buchenwälder zu bewahren.

Neben völligem forstlichem Nutzungsverzicht auf einem Teil der Waldfläche braucht es große Waldflächen, die als Wirtschaftswald naturnah betrieben werden. Gerade die mit dem Klimawandel verbundenen Unsicherheiten zwingen uns, dabei lieber „zu viel des Guten“ zu tun als zu wenig. Dabei gilt es, sehr genau die hochgradig spezialisierten Tierarten im Auge zu behalten – wie sie im Wald gehäuft in alten Beständen und auf Totholz vorkommen. Neuere Untersuchungen zu den Auswirkungen des Klimawandels zeigen nämlich: Vor allem spezialisierte Arten werden durch den Klimawandel bedroht, während „Generalisten“ sich besser durchschlagen werden.

Der Klimawandel erfordert, die heimischen Waldökosysteme mehr als bisher zu schützen. Dazu braucht es Naturwald und naturnahen Waldbau

Konsequenter Naturschutz sagt deshalb: Mindestens fünf, besser zehn Prozent der Waldfläche unter Prozessschutz stellen, den Rest naturnah bewirtschaften mit genügend Altbeständen mit Totholzanteil. Fichtenwälder gäbe es dann allenfalls in den hohen Lagen der Mittelgebirge – soweit der Klimawandel es zulässt.

Forstwissenschaftler wie Prof. Dr. Köhl und die Holzindustrie betonen, ein solches Vorgehen werde den Nutzungsansprüchen des Menschen nicht gerecht. Aus wirtschaftlichen Gründen benötigt würden deutlich höhere als die natürlicherweise vorkommenden Nadelholzbestände.

Prof. Köhl steht zu der Notwendigkeit, einen Teil der Waldfläche unter Schutz zu stellen. Der Unterschied zu den Forderungen der Naturschutzverbände liege allein im Umgang mit dem Wirtschaftswald. Zur Begründung intensiver Bewirtschaftung verweist er auch auf den Klimaschutz. So nennt er als Beispiel, bei der Herstellung eines Alufensters würde im gesamten Prozess 20 mal mehr CO2 freigesetzt als bei der Produktion eines Holzfensters. Es komme darauf an, Holz als Werkstoff so viel und so klug wie möglich zu nutzen und dabei – durch das Ersetzen anderer Rohstoffe, Klimaschutz zu betreiben. In einem Nebensatz schätzte Köhl die Nutzung von Schwachholz als Brennmaterial in Kamin und Ofen als uneffizient ein.

Der Streit über unseren Umgang mit dem Wald wird lange weiter gehen. Eine ausführlichere Fassung dieses Artikels steht auf der Internetplattform www.Landsicht.net im Blog unter dem Permanentlink
http://landsicht.net/221677.html?entry_id=4d7f61dc469108389c8cb03f5ad544bd#blogstart

Dort sind auch Kommentare, Kritiken und Ergänzungen herzlich willkommen.

Dipl.-Psych. Herwig Klemp ist freier Journalist und Initiator der Internet-Plattform Landsicht.net. Sein Themenbereich: Natur und Landschaft in Abhängigkeit von menschlichem Wirtschaften. – Autor zahlreicher Bücher über Landschaften.
Herwig Klemp
Herwig Klemp
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