Tag Archives: plantagen

Pressemitteilungen

Öko-Bilanz von fettliefernden Nutzpflanzen

Hohe Flächeneffizienz spricht für Palmölanbau

sup.- Immer mehr Verbraucher legen beim Einkauf von Lebensmitteln und Pflegeprodukten großen Wert auf die ökologische Qualität sämtlicher Zutaten. Gerade bei der Verwendung pflanzlicher Öle herrscht jedoch oft Unklarheit: Welche fettliefernden Nutzpflanzen dürfen eingesetzt werden, ohne dass wir die natürlichen Ressourcen in den Anbauländern gefährden? Wie kann ich verhindern, dass die Herstellung meiner bevorzugten Gesichtscreme zu illegalen Plantagen und damit zur Zerstörung des Regenwaldes beiträgt? Eigentlich ist die Antwort auf diese Fragen einfach: Weil deutsche Konsumenten kaum eine Möglichkeit zur Überwachung der Anbaumethoden vor Ort haben, sollten sie stets auf zertifizierte Waren unter der strengen Kontrolle unabhängiger und anerkannter Institutionen achten.

Das gilt auch für Produkte mit dem besonders häufig in der Kritik stehenden Palmöl wie z. B. Süßwaren, Kosmetik oder Waschmittel. Über Zertifizierungssysteme, die einen nachhaltigen Anbau voraussetzen, erhalten die Verbraucher verlässliche Orientierung für einen verantwortungsvollen Einkauf. Gemeinschaftsinitiativen wie das „Forum Nachhaltiges Palmöl“ (FONAP) oder der „Runde Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ (RSPO) setzen sich dafür ein, dass der Anteil zertifizierter Produkte am deutschen Warenangebot kontinuierlich ausgebaut wird. Wer sich unter www.forumpalmoel.org über die ökologischen und sozialen Kriterien dieser Kontrollsysteme informiert, erfährt dort auch Interessantes über die hohe Effizienz des Palmölanbaus. Dieser Aspekt wird in der Diskussion über ökologische Folgen oft vernachlässigt, aber Fakt ist: Obwohl die Ölpalme im Vergleich zu anderen fettliefernden Nutzpflanzen mit rund 32 Prozent den größten Anteil an der weltweiten Öl- und Fettgewinnung hat, verbraucht sie den geringsten Teil der insgesamt benötigten Anbaufläche. Ein Ersatz durch andere Nutzpflanzen würde den Flächenbedarf also erheblich vergrößern – und damit auch das Risiko von Regenwaldrodungen, bedenklichen Monokulturen und eines schrumpfenden Lebensraums bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Gerade diese Flächeneffizienz macht Palmöl z. B. in Lebensmitteln oder als Zutat bei der Speisenzubereitung zu einer ökologisch sinnvollen Lösung. Nur dann allerdings, wenn auf die nachhaltige Zertifizierung geachtet wird. Denn „wie bei fast allem kommt es auch bei Palmöl auf das Wie der Produktion an“, so die Umweltorganisation World Wide Fund For Nature (WWF).

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Zertifizierungssysteme für den Kakaoanbau

Initiative gegen Hungerlöhne und Umweltsünden

sup.- In Deutschland hat sich eine breite Allianz gegen die Verarbeitung von nicht zertifiziertem Kakao in der Süßwarenherstellung zusammengeschlossen: Im Forum Nachhaltiger Kakao e. V. koordinieren Bundesregierung, zivilgesellschaftliche Organisationen, Handel und Industrie ihre Maßnahmen, um Hungerlöhnen, Kinderarbeit und illegaler Entwaldung für Plantagen die Grundlage zu entziehen ( www.kakaoforum.de). Noch immer gibt es nämlich in den Anbauregionen viele Kakaobauern, die von einem existenzsichernden Einkommen für ihre Familien weit entfernt sind. Auch ökologische Standards, die zur Schonung der natürlichen Ressourcen unverzichtbar sind, spielen auf diesen Plantagen oft keine oder allenfalls eine untergeordnete Rolle. Damit unser Schokoladengenuss in Deutschland nicht durch solche Missstände erkauft wird, setzt das Kakaoforum auf Zertifizierungssysteme nach strengen Nachhaltigkeitsstandards. Bis zum Jahr 2025 soll hierzulande der Anteil des in Süßwaren verarbeiteten Kakaos, der nachweislich aus zertifiziertem Anbau stammt, auf mindestens 85 Prozent erhöht werden.

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Forum Nachhaltiger Kakao mit neuer Zielsetzung

Breite Allianz unterstützt Bauern in Anbauländern

sup.- Wer sich ausgewogen ernährt und ausreichend bewegt, darf sich auch ohne schlechtes Gewissen eine Portion Schokolade gönnen. Das Gewissen sollte eher bei der Frage nach der Herkunft des verarbeiteten Kakaos ins Spiel kommen. Denn noch immer gibt es in manchen Anbauländern unkontrollierte Plantagen, auf denen weder ökologische noch soziale Standards beachtet werden. Die Folgen sind den Süßwaren in unseren Supermarktregalen nicht anzusehen, in den betroffenen Regionen aber fatal: Wertvolle Waldflächen werden ohne Genehmigung gerodet und viele Kakaobauern sind von einem existenzsichernden Einkommen für ihre Familien weit entfernt. Um den Kreislauf aus unwirtschaftlicher Produktivität, Armut, Kinderarbeit, mangelnder Schulbildung und Hungerlöhnen zu durchbrechen, hat sich in Deutschland eine breite Allianz zur Verbesserung der Lebensumstände von Kakaobauern zusammengeschlossen. Im Forum Nachhaltiger Kakao e. V. bündeln Bundesregierung, zivilgesellschaftliche Organisationen, Handel und Industrie ihre Maßnahmen, um die illegale Entwaldung zu beenden und die Einhaltung der Menschenrechte in der gesamten Kakaolieferkette zu sichern ( www.kakaoforum.de). .

„Eines der Ziele ist, den Anteil von Kakao aus nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziertem Anbau in den in Deutschland verkauften Süßwaren auf 85 Prozent bis zum Jahr 2025 zu erhöhen“, heißt es in einer Stellungnahme des Kakaoforums anlässlich seiner Mitgliederversammlung 2019. Die dem Forum angeschlossenen Hersteller gehen dabei mit gutem Beispiel voran und können bereits heute zu 65 Prozent zertifizierten Kakao für ihre Produkte nutzen. Um diese Entwicklung zu forcieren, hat das Kakaoforum bei seinem aktuellen Treffen eine neue Zielsetzung als Handlungsrahmen für einen nachhaltigen Kakaosektor verabschiedet. Diese Vereinbarung umfasst zwölf Einzelziele – von Mindestpreis- und Prämiensystemen über die Entwicklung diversifizierter Anbaumethoden bis hin zu Maßnahmen zur Geschlechtergleichberechtigung und zur Stärkung von Bauernvertretungen und Zivilgesellschaft in den Produzentenländern. Ausdrücklich unterstützt das Forum auch Initiativen, um den Einsatz gefährlicher Pestizide zu beenden. „Langfristig 100 Prozent nachhaltig“, so die Perspektive laut Bundesminister Dr. Gerd Müller, der mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ebenfalls dem Kakaoforum angehört.

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Immer mehr nachhaltig zertifiziertes Palmöl

Strenge Vorgaben zum Schutz der Umwelt

sup.- Das von der deutschen Lebensmittelbranche verwendete Palmöl stammt bereits zu 85 Prozent aus zertifiziertem Anbau. Damit ist dieser Bereich unter den nicht-energetischen Branchen mit Palmöl-Nutzung Spitzenreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Auch bei Kosmetikprodukten sowie in Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln liegt der Zertifizierungsanteil mittlerweile bei 58 Prozent, so die aktuellen Angaben des „Forum Nachhaltiges Palmöl“. Dieser Zusammenschluss zahlreicher Verbände, Organisationen und Unternehmen zielt darauf ab, dass in Deutschland bis 2020 nur noch nachhaltig erzeugtes Palmöl zum Einsatz kommt ( www.forumpalmoel.org). Voraussetzung für die Zertifizierung ist der Anbau auf Plantagen, die einer strengen Kontrolle hoher sozialer und ökologischer Standards unterliegen. Diese Vorgaben richten sich insbesondere gegen illegale Tropenwald-Rodungen sowie die Zerstörung von wertvollem Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.

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Nachhaltigkeit als Qualitätsmerkmal

Bei Schokolade auf die Herkunft achten!

sup.- Für Schokoladenfreunde zählt vor allem der Geschmack. Ob Riegel, Tafel oder Gebäck, ob im Brotaufstrich, auf dem Kuchen oder als Pralinenhülle – in der breiten Palette an Köstlichkeiten findet heute jeder Verbraucher das passende Produkt für den individuellen Genuss. Es gibt aber noch ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium beim Süßwareneinkauf: die Frage nach der Herkunft der Zutaten und damit nach den Arbeitsbedingungen, unter denen diese Zutaten gewonnen werden. Auch wenn es den zahlreichen Schokoladenprodukten im Supermarktregal zunächst nicht anzusehen ist, unterscheiden sie sich unter diesem Aspekt oft deutlich. Deshalb sollte es den Schoko-Fans nicht gleichgültig sein, ob der verwendete Kakao aus nachhaltig bewirtschafteten Anbauregionen stammt. Denn nur dort gibt es zuverlässige Kontrollverfahren, die die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards gewährleisten

„Schokolade ist die Lieblingssüßigkeit der Deutschen“, sagt Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „Aber sie hat immer noch eine bittere Seite: Hungerlöhne, Armut, Kinderarbeit. Wir müssen den Menschen endlich faire Preise zahlen, damit die Bauern von ihrem Einkommen leben können und kein Kind mehr auf den Plantagen schuften muss.“ Ob diese Ziele verwirklicht werden, können die Verbraucher durch ihr Einkaufsverhalten maßgeblich beeinflussen. Orientierungshilfen sind spezielle Zertifizierungssysteme standardsetzender Organisationen wie Fairtrade oder Rainforest Alliance. Das „Forum Nachhaltiger Kakao“ setzt sich dafür ein, dass der Anteil dieser zertifizierten landwirtschaftlichen Rohstoffe bei der Süßwarenproduktion kontinuierlich ausgeweitet wird ( www.kakaoforum.de). Große Hersteller wie z. B. Ferrero, Lindt & Sprüngli oder Nestle gehen dabei mit gutem Beispiel voran. Zu den Zielen der Gemeinschaftsinitiative aus Bundesministerien, zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Lebensmittelhandel und der Süßwarenindustrie gehört nicht nur die Überwindung von Armut und Kinderarbeit. Das Forum hat sich insbesondere auch die substanzielle Weiterbildung der Kakaobauern in den Anbauländern auf die Fahnen geschrieben, um deren Lebensumstände grundsätzlich zu verbessern und eine langfristige Schonung natürlicher Ressourcen zu gewährleisten.

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Trend zu mehr Nachhaltigkeit bei der Palmölnutzung

Lebensmittelbranche mit höchstem Zertifizierungsanteil

sup.- Die tropischen Wälder liegen zwar geografisch weit von uns entfernt, aber sie sorgen auch in Deutschland für reichlich Diskussionsstoff und lösen politische Initiativen aus. Denn mit der Bedrohung der wichtigen Regenwaldflächen haben wir mehr zu tun, als den meisten Menschen bewusst ist: Es gibt hierzulande praktisch keinen Verbraucher, der ohne die Nutzung von Palmöl auskommt. Dieser Rohstoff wird auf Plantagen in den Tropenwald-Regionen angebaut und spielt bei der Herstellung zahlreicher Produkte für unseren täglichen Bedarf eine maßgebliche Rolle – von Waschmitteln und Kosmetik über Brotaufstriche oder Eiscreme bis zum Biokraftstoff. Die oft übersehene Kehrseite der Medaille: Noch immer ist Palmölanbau auf unkontrollierten Plantagen ein Anlass für illegale Tropenwald-Rodungen und für die Zerstörung von wertvollem Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Deshalb gehört der Schutz dieser Wälder auch dort auf die Tagesordnung, wo Palmöl zur Konsumgüterproduktion importiert wird.

„Deutschland als einem der größten Palmölverarbeiter weltweit kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu“, heißt es in einer Erklärung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das zu den Mitinitiatoren des „Forums Nachhaltiges Palmöl“ gehört. Dieser Zusammenschluss zahlreicher Verbände, Organisationen und Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass in Deutschland bis zum Jahr 2020 nur noch nachhaltig produziertes Palmöl aus zertifiziertem Anbau zum Einsatz kommt ( www.forumpalmoel.org). Seit seiner Gründung im Jahr 2013 ist das Forum in enger Zusammenarbeit mit den Erzeugerländern diesem Ziel bereits in großen Schritten näher gekommen. Erfreulicherweise zeigt sich der Trend zur Nachhaltigkeit dort besonders konsequent, wo die Verbraucher durch ihr Einkaufsverhalten der zertifizierten Ware den Vorzug geben können. Spitzenreiter bei den nichtenergetischen Sektoren des Palmölverbrauchs ist die Lebensmittelbranche. Hier wird zertifiziertes Palmöl bereits zu 85 Prozent eingesetzt. Bei Kosmetik sowie Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln für Privathaushalte beträgt der Anteil 58 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen die aktuellen Zahlen auch in der Futtermittelbranche nach oben, mit 26 Prozent an nachhaltigem Palmöl allerdings noch auf niedrigem Niveau. Nachholbedarf gibt es bei einem Zertifizierungsanteil von 27 Prozent auch im Chemie- und Pharmaziesektor. „Wir erwarten aber auch, dass alle Branchen ihre Verantwortung für Umwelt und Menschenrechte ernst nehmen und auf zertifiziertes Palmöl umstellen“, sagt Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär im BMEL.

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Kakao-Produktion unter fairen Bedingungen

Einkaufsverhalten der Verbraucher hat Einfluss

sup.- Der Anteil von Produkten mit nachhaltig erzeugtem Kakao am Gesamtmarkt in Deutschland steigt kontinuierlich an. Davon profitieren vor allem die Menschen in den Anbauländern. Denn je mehr Verbraucher sich hierzulande für den „fairen“ Einkauf zertifizierter Ware entscheiden, desto eher werden sich die Lebensbedingungen der Kakaobauern und ihrer Familien vor Ort verbessern. Zu den wichtigsten Ansprüchen eines nachhaltigen Anbaus zählt beispielsweise, dass der wahre Preis für günstige Süßwaren nicht etwa in Kinderarbeit oder schwerwiegenden Umweltsünden auf den Plantagen besteht. Die deutschen Verbraucher tragen durch ihr Einkaufsverhalten dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Noch im Jahr 2011 waren nur drei Prozent der Süßwaren, die über die Ladentheke gingen, mit nachhaltig produziertem Kakao hergestellt worden. Bereits 2017 lagen die zertifizierten Waren bei 55 Prozent. Und bis zum Jahr 2020 wird ein Anteil von 70 Prozent erwartet, so die Prognose des Forums Nachhaltiger Kakao e. V., einem Zusammenschluss von Bundesministerien, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie dem Lebensmittelhandel und der Süßwarenindustrie.

Diese breite gesellschaftliche Kooperation hat es erst möglich gemacht, dass das Thema Nachhaltigkeit bei den Süßwaren-Kunden innerhalb weniger Jahre auf eine so hohe Akzeptanz stoßen konnte. Und ebenfalls nur durch die Allianz der verschiedenen Beteiligten können heute die kakaoproduzierenden Familien und ihre Kooperativen in den Anbauländern langfristig unterstützt werden. So hilft das Projekt PRO-PLANTEURS des Kakaoforums seit einigen Jahren, Familienbetriebe in der westafrikanischen Elfenbeinküste zu professionalisieren sowie den Kakaoanbau dort attraktiver und auskömmlich zu machen. Vor allem den Frauen wird die Möglichkeit geboten, ein höheres Einkommen zu erzielen und durch eine ausgewogenere Ernährung die Lebenssituation der ganzen Familie zu verbessern. Direkte Beratung und Schulungen zu Anbautechniken, betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Gesundheitsvorsorge bilden ein weiteres Element, mit dem sich PRO-PLANTEURS für die Kakao-Produzenten engagiert. Wer Näheres über die Fortschritte dieser Initiative erfahren möchte, findet ausführliche Informationen unter www.kakaoforum.de.

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Oak Alley Plantation auf neuen Wegen

ReDiscover Oak Alley: Neuauflage der bekanntesten Südstaaten-Plantage

Oak Alley Plantation auf neuen Wegen

Oak Alley Plantation (Bildquelle: Credit: Oak Alley Plantation, NOPC)

2018 schreibt ein neues Kapitel für die beliebteste Plantage in Louisiana: ReDiscover Oak Alley ist eine Initiative, die die Geschichten aus der Vergangenheit zu neuem Leben erweckt. Ab sofort erleben Besucher hier eine Welt, die der Realität von damals viel näher kommt – und manche bisherigen Erkenntnisse auf den Kopf stellt.

Im Schatten mächtiger Eichen liegt das Anwesen der Oak Alley Plantation, etwa eine Stunde von New Orleans entfernt. Die eindrucksvolle Plantage steht heute unter Denkmalschutz und wird von einer gemeinnützigen Stiftung verwaltet. Die gesamte Anlage samt Gärten, Zuckerrohrfeldern und Wald umfasst rund 400 Hektar. Die Zufahrt zur Plantage, eine von besagten jahrhundertealten Eichen gesäumte Allee, ist eines der am meisten fotografierten Touristenmotive im amerikanischen Süden.
„Die Geschichte von Oak Alley begann Anfang des 18. Jahrhunderts, als ein Einwanderer aus Frankreich südlich des Mississippi ein kleines Haus baute und Eichen davor pflanzte.“ Das erfuhren Besucher bisher, wenn sie die Plantage besuchten. Doch neuesten Recherchen zufolge war dem nicht so. Man fand anhand von archäologischen Forschungen und alten Grundstücksplänen heraus, dass die Eichen nicht seit 300 Jahren an diesem Ort stehen, sondern vor etwa 200 Jahren hergebracht wurden.
So erfährt man als Besucher der Plantage die Geschichten der Bewohner des Herrenhauses, zu denen es ebenfalls neue Erkenntnisse gibt. Dort, wo das Schicksal der Sklaven bisher nicht allzu sehr im Detail erwähnt wurde, lernt man nun persönliche Geschichten von Männern, Frauen und Kindern kennen, die einst auf der Plantage schuften mussten. Dies geschieht zum Beispiel in den neuen „Conversation Series“, die über den Tag verteilt an verschiedenen Orten des Anwesens stattfinden. Die Guides, jetzt nicht mehr in historischer Kostümierung, sondern in einheitlichen Polo-Shirts, teilen Geschichten und Informationen über Oak Alley und die einstigen Bewohner, beantworten jegliche Fragen und regen zu Gesprächsdiskussionen an.
Bereits seit Anfang des Jahres wird hier auf Oak Alley alles umgekrempelt, in zwei Phasen unterteilt. Phase 1 ist bereits abgeschlossen und umfasst neben den genannten Neuerungen auch die überarbeitete Version einer geführten Tour durch das Herrenhaus.
Phase 2 beschäftigt sich mit den Gärten der imposanten Oak Alley Plantation und wird Anfang 2019 vollendet sein. Hier entsteht unter anderem ein beeindruckender Garten nach dem Original-Abbild der 1830er und 40er Jahre, sowie eine Nachbildung des Gartens aus der Zeit der 1920er Jahre. In dieser Zeit bewohnte Josephine Armstrong Stewart die Plantage. Als letzte Bewohnerin war sie es, die die Oak Alley Foundation vor ihrem Tod im Jahre 1972 ins Leben rief und es somit Besuchern heute ermöglicht, das Anwesen zu besichtigen. Zur Zeit finden auf dem Grundstück noch archäologische Forschungen statt, die aber Ende nächsten Monats fertig gestellt sein sollen.

Wer gerne noch ein wenig tiefer in die Plantage und ihre Geschichte eintauchen möchte, dem sei (mindestens!) eine Übernachtung ans Herz gelegt. Die komfortablen, individuell ausgestatteten Gäste-Cottages garantieren einen unvergesslichen Aufenthalt. Der Genuss charakteristischer Südstaatenspeisen im Plantagen-eigenen Restaurant sowie ein Besuch im Souvenirshop für Mitbringsel und persönliche Erinnerungsstücke komplettieren ein perfektes Urlaubserlebnis.

Reisetipp für Roadtrip-Fans: Die beste Art, eine größere Auswahl von Plantation Homes zu besuchen, ist eine Fahrt entlang der so genannten Great River Road. Von St. Francisville, wo unter anderem Greenwood Plantation und Rosedown Plantation (die Staatsplantage Louisianas) zu besichtigen sind, bis nach New Orleans windet sich die Route über verschiedene Highways, Land- und Nebenstraßen mal auf der einen, mal auf der anderen Seite des Mississippi. Hier liegen Plantagen mit Namen wie „Ashland Belle Helene“, „Magnolia Mound“, „The Myrtles“, „Oakley House“ oder „Laura: A Creole Plantation““. Weitere Plantagen im New Orleans Plantation Country die einen Besuch lohnen sind San Francisco, St. Joseph Plantation, Houmas House Plantation, Nottoway Plantation, Whitney Plantation oder auch Poche Plantation (mit eigenem Campingplatz).
Jede der Plantagen hat ihren ganz besonderen Reiz und ihre eigene, faszinierende Geschichte. Die bekannteste jedoch ist wohl die Oak Alley Plantation nahe der Ortschaft Vacherie, die nur einen Steinwurf vom Mississippi entfernt liegt.

Informationen unter: https://oakalleyplantation.org

Die Stadt New Orleans und der Staat Louisiana gehören zu den schönsten Regionen der US-Südstaaten. Sie begeistern Besucher mit kulinarischen Highlights, mitreißender Musik, kultureller Vielfalt, faszinierender Natur und der typischen Gastfreundschaft der Südstaaten. Weitere Informationen unter www.neworleans.de und www.louisianatravel.de

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Fremdenverkehrsbüro New Orleans & Louisiana
Christine Hobler
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Grundnahrungsmittel Pflanzenfett

Ertragsstärke schont die Umwelt

Grundnahrungsmittel Pflanzenfett

Foto: Fotolia / familie-eisenlohr.de (No. 6078)

sup.- Kochen mit Baumwolle? In Usbekistan ist Baumwollöl ein traditioneller Bestandteil der Küche. Die deutschen Haushalte verwenden eher Öle aus Sonnenblumen, Weizenkeimen sowie Raps. Weltweit ist Palmöl eine der wichtigsten fettliefernden Nutzpflanzen. Pflanzliche Fette zählen zu den wesentlichen Bestandteilen der Ernährung und sind in allen Ländern ein zentrales Element der Küche. Sie dienen dabei nicht nur zum Kochen, Braten oder Frittieren. Für die Produktion vieler Lebensmittel von der Margarine über Backwaren bis zu Süßwaren werden sie verwendet.

Mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist auch der weltweite Anbau dieser Pflanzen, der über 250 Mio. Hektar Land in Anspruch nimmt, in die Kritik gekommen. Im Zentrum der Kritik steht zumeist das Palmöl, weil Plantagen Tieren ihren Lebensraum nehmen sollen. Es ist unstrittig, dass in Ackerland umgewandelter Urwald das Biotop für dort lebende Tiere beschneidet. Dennoch ist die Ölpalme auch unter dem Tierschutz-Aspekt eine sinnvolle Variante. Nur 5,3 Prozent der Anbauflächen für fettliefernde Nutzpflanzen werden für Ölpalmen beansprucht. Ihr Ertrag für den Weltmarkt macht dagegen 36,4 Prozent aus. Hoher Ertrag bei relativ geringer Fläche ist ein Vorteil für die Umwelt. Die Bilanz beim oft gelobten Soja liefert ein anderes Bild. Sojapflanzen werden auf 41 Prozent der Plantagen angebaut, liefern mit Sojaöl aber nur einen Ertrag von 28 Prozent. Um den steigenden Verbrauch einer kontinuierlich wachsenden Weltbevölkerung zu decken, ist die ertragreiche Ölpalme besser geeignet als weniger effiziente Alternativen von Soja bis Kokos.

Nicht nur die Ertragsstärke entlastet bei der Kritik das Palmöl, sondern auch verantwortungsvolle Projekte zur Nachhaltigkeit. Auf Initiative des WWF wurde bereits im Jahr 2003 der Runde Tisch für Palmöl (Roundtable on Sustainable Palm Oil, RSPO) gegründet. In der internationalen Zusammenarbeit verpflichten sich Unternehmen, die Anbaumethoden zu verbessern und ihr Palmöl zunehmend aus zertifizierten nachhaltigen Quellen zu beziehen. Über 20 Prozent der weltweiten Palmölproduktion werden inzwischen zertifiziert. Das stärkt in den Anbauländern die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung.

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Verdopplung der Plantagen in nur 50 Jahren

Großes Nord-Südgefälle bei Landnutzungsänderungen

Verdopplung der Plantagen in nur 50 Jahren

Weltweite Entwicklung der Ackerflächen

Die stetig wachsende Bevölkerung und wohlstandsbedingte Änderungen der Ernährungsgewohnheiten sind die Treiber für die Intensivierung und Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung. Ein Großteil des Mengenzuwachses ist allerdings auf die Ausdehnung und damit auf direkte Landnutzungsänderungen, vor allem auf der Südhalbkugel, zurückzuführen, stellt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) unter Hinweis auf Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinen Nationen (FAO) fest. Die Sojaanbaufläche in Südamerika wird nach wie vor ebenso ausgedehnt wie die Palmölplantagen in Südostasien, insbesondere in Indonesien.

Auf der Nordhalbkugel ist diese Entwicklung, bedingt durch Naturschutzprogramme und den Flächenbedarf für Infrastruktur und Siedlungsflächen, seit Jahren rückläufig. Durch Produktivitätssteigerungen konnte der Flächenrückgang bisher mehr als kompensiert werden. Dies ist nicht zuletzt ein Ergebnis der Forschungs- und Innovationsleistung von Hochschulen und Unternehmen sowie der erfolgreichen Überführung durch die landwirtschaftliche Beratung in die Praxis.

Die Umwandlung von Urwald und anderen für den Umwelt- und Klimaschutz notwendigen Flächen stößt zunehmend auf öffentlichen und politischen Widerstand. Daher müssen für alle Anbauregionen verbindliche Nachhaltigkeitsanforderungen geschaffen werden, wie sie bereits in der Erneuerbare-Energien Richtlinie für Biokraftstoffe und die für ihre Herstellung benötigten Anbaubiomasse auch für Staaten außerhalb der EU festgelegt sind. Forderungen werden lauter, diese Anforderungen im Sinne eines „level-playing-fields“ für einen globalen, fairen Wettbewerb ohne Umwelt- oder Sozialdumping, unabhängig von der Endverwendung weiterzuentwickeln.

Technisch ist es heute möglich, die Biomasseproduktion unabhängig von der Endverwendung zu zertifizieren und zu überwachen, wie dies bei der Rapsproduktion in Deutschland bereits umgesetzt wird, betont die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). So werde die Herkunft transparent und rückverfolgbar.

Auf der Südhalbkugel ist vor allem die Durchsetzung sozialer Standards sowie die Frage des Landerwerbs und -besitzes die entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Biomasseproduktion. Illegale Urwaldrodungen bzw. Landnutzungsänderungen für neue Palmölplantagen oder für den Sojaanbau müssen beendet werden, fordert die UFOP.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
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