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EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine – WDSF und ProWal Demo in Brüssel

EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine - WDSF und ProWal Demo in Brüssel

(Mynewsdesk) Zum Abschluss einer vierwöchigen Europatour mit Demonstrationen vor 19 Delfinarien gegen die Gefangenschaftshaltung von Delfinen in Zoos und Vergnügungsparks protestierten die Tierschutzorganisationen ProWal (Radolfzell) mit Andreas Morlok und das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum ( WDSF ) am Samstag den 04. Juni 2016 vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck sagte zu, die Abschaffung von Delfinarien für die Freiheit der Delfine im Europäischen Parlament zu thematisieren.

Eck in seiner Rede auf der Demo zum Thema von rund 300 gehaltenen Delfinen in europäischen Delfinarien : „Es ist an der Zeit, diesen Skandal zu beenden. Von heute an wird im Europäischen Parlament die Abschaffung der Delfinarien und die Freiheit für Delfine betrieben. Dafür werde ich mich einsetzen.“ Stefan B. Eck ist seit 2014 Abgeordneter im Europäischen Parlament und Gründungsmitglied der “ MEPs for Wildlife “ sowie Vizepräsident der “ Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals „. Seine Hauptanliegen sind Tierschutz, Tierrecht und Umweltschutz.

Eine aktuelle Forderung der beiden engagierten Wal- und Delfinschutz-Organisationen besteht darin, dass die Verwendung von Meerwasser in Delfinarien verbindlich sein muss, da aufbereitetes Süßwasser mit Zusätzen von Ozon und Chlor zu gravierenden Schädigungen der empfindlichen Augen, Haut und Atemwege der Meeressäuger führen kann. Die Ukraine hat im letzten Jahr bereits ein gleichlautendes Gesetz verabschiedet.

Im deutschen Bundestag scheiterte im Jahr 2013 ein Antrag von Bündnis90/Die Grünen die „ Haltung von Delfinen beenden “ an den Stimmen der damaligen Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP. Ein Antrag der Piraten im NRW-Landtag zum „ Verbot der Haltung von Delfinen “ wurde von der Regierungskoalition mit Grünen und SPD im Oktober 2014 abgelehnt.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Da die deutsche Regierungspolitik die Haltung von Delfinen in Delfinarien im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten nicht stoppen will, war uns klar, dass nur eine europäische Vorgabe den Missbrauch von Delfinen in Gefangenschaft beenden kann. ProWal und WDSF sind jetzt froh, dass der EU-Parlamentarier Stefan Eck das Thema in die zuständigen Gremien einbringen will. Letztendlich wird der Europäische Rat und damit auch ein deutscher Bundeskanzler darüber zu befinden haben, ob die Tierquälerei mit Delfinen in Gefangenschaft fortgesetzt wird.“

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Das WDSF kooperiert international mit Wissenschaftlern, Politikern, anderen Organisationen und Wal- u. Delfinschützern. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Der Verwaltungsaufwand ist daher äußerst gering. Das WDSF arbeitet in seinem Kuratorium ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.

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Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo Duisburg und fordern von der EU Meerwasser für Delfinarien?

Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo Duisburg und fordern von der EU Meerwasser für Delfinarien?

(Mynewsdesk) Im Rahmen einer Europatour mit Demonstrationen vor 19 Delfinarien gegen die Gefangenschaftshaltung von Delfinen in Zoos und Vergnügungsparks protestieren die Tierschutzorganisationen ProWal und das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum ( WDSF ) am Mittwoch ab 11:00 Uhr vor dem Duisburger Zoo. Der Zoo-Förderverein plant eine Art Gegendemonstration .

Zum Abschluss der Demonstrationstour soll am Samstag, dem 4. Juni, eine Kundgebung der Tierschützer vor dem Europäischen Parlament in Brüssel stattfinden. Die beiden Geschäftsführer der Organisationen, Andreas Morlok (ProWal) und Jürgen Ortmüller (WDSF) haben in Brüssel einen Gesprächstermin mit dem unabhängigen Europa-Abgeordneten Stefan Bernhard Eck . Eck ist Vollmitglied im EU-Umweltausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und als Vizepräsident der Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals bekennender Tierschützer.

Gemeinsam soll eine Rechtsnorm formuliert werden, die den Betrieb von Delfinarien in Europa schwieriger oder gar unmöglich machen soll. Grundlage dabei ist ein im letzten Jahr in der Ukraine verabschiedetes „Gesetz  zum Schutz von Tieren vor Tierquälerei“ ( Artikel 25 ), demnach sämtliche Delfinarien mit natürlichem Meerwasser ausgestattet sein müssen. Als Grundlage der Auflagen für Delfinarien wurden wissenschaftliche Berichte angeführt, dass der Versatz des Beckenwassers mit den toxischen Stoffen Chlor und Ozon Reizungen von Haut und Augen der Delfine herbeiführe.

Solch eine EU-Norm würde es Delfinarien, die sich nicht direkt an Meeresküsten mit entsprechendem Meerwasser-Zugang befinden, fast unmöglich machen, ihren Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, meinen die Tierschutzorganisationen. Der Transport von Meerwasser gestalte sich äußerst schwierig und wäre immens aufwendig und teuer.

Derzeit befinden sich mit dem Duisburger Zoo und dem Tiergarten Nürnberg weitere 28 Delfinarien in der Europäischen Union in denen mehr als 300 Meeressäuger gehalten werden. Überwiegend handelt es sich dabei um Große Tümmler, aber auch um Schwertwale und Belugawale. In den beiden deutschen Delfinarien wird ebenfalls Ozon zur Desinfektion des Beckenwassers verwendet. Im Nürnberger Tiergarten-Delfinarium I, das mit der Delfinlagune über zwei Schleusen verbunden ist, wird auch Chlor eingesetzt.

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Delfinarien sollen geschlossen werden

Delfinarien sollen geschlossen werden

(Mynewsdesk) Mit einer Demonstrationstour durch sieben europäische Länder vor 19 Delfinarien wollen Tierschützer der deutschen Tierschutzorganisationen ProWal mit Unterstützung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) auf das Leid von Delfinen in Delfinarien in der EU aufmerksam machen mit dem Ziel, dass sämtliche Delfinarien geschlossen werden.

Die vierwöchige Demonstrationstour startet am 7. Mai um 11:00 Uhr in Nürnberg vor dem Tiergarten und führt über Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Holland bis nach Belgien. Auch der Zoo Duisburg steht am 1. Juni auf dem Plan. Sie endet am 4. Juni mit einer Abschluss-Kundgebung vor dem Europäischen Parlament in Brüssel mit bereits vereinbarten Gesprächsterminen mit Europa-Parlamentariern.

Die Tierschützer bemängeln nicht nur, dass den Meeressäugetieren in den Delfinarien viel zu wenig Platz zur Verfügung stehe, sie dort ihre natürliche Bedürfnisse nicht ausleben könnten, die Tiere durch den toten Futterfisch oftmals ihren eigenen Flüssigkeitshaushalt nicht ausgleichen würden, aber auch, dass die Tiere in einem Wasser leben müssten, welches chemisch mit Chlor oder Ozon aufbereitet würde und dass sie fortlaufend mit Medikamenten versorgt werden müssten.

Andreas Morlok, Geschäftsführer von ProWal: „In dieser Chemiebrühe können nicht einmal Fische überleben. Obwohl schwerwiegende gesundheitliche Risiken wie Dehydratation, Augen-, Haut- und Lungenprobleme längst bekannt sind, ist der Einsatz von Chlor und Ozon für die Wasseraufbereitung in fast allen Delfinarien gängige Praxis. Das muss nun endlich europaweit gesetzlich verboten werden, so wie letztjährig bereits in der Ukraine.“

Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), sieht insbesondere das Delfinarium im Tiergarten Nürnberg im Zugzwang: „Wie uns der Tiergarten Nürnberg jetzt mitteilte, gibt es anlässlich der anstehenden millionenschweren Sanierung der Becken größte Probleme, die Delfine während der Bauphase in anderen Delfinarien unterzubringen. Abgesehen davon ist jeder Transfer Stress für die sensiblen Meeressäuger. Wenn der Tiergarten die aktuellen Vorgaben der Rechtsgrundlagen für die verhaltensgerechte Unterbringung der Delfine nicht erfüllen kann, ist eine Tierquälerei im Sinne des Tierschutzgesetzes vorprogrammiert.“

Die Delfinarien müssten vorausschauend dafür sorgen, wo Delfine grundsätzlich untergebracht werden können, wenn Schließungen anstehen. Derzeit seien sämtliche organisierten Delfinarien im Europäischen ErhaltungsZuchtprogramm (EEP) in Westeuropa überfüllt. ProWal und WDSF fordern schon seit Jahren betreute Meeresbuchten, zumal die Delfine ohne entsprechendes Training nicht einfach ausgewildert werden könnten, heißt es von den Tierschützern.

Andreas Morlok: „Die Besucher lernen in der künstlich geschaffenen Welt der Delfinarien nichts über die Natürlichkeit von Delfinen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die in Delfinarien erzielt werden, sind auf freilebende Populationen nicht übertragbar und damit wertlos. Mit Arterhaltung haben diese Anlagen in der EU ohnehin nichts zu tun, denn noch nie wurde von ihnen ein in Gefangenschaft gehaltener Delfin ausgewildert. In Wahrheit stecken hinter jedem Delfinarium rein finanzielle Interessen.“

Obwohl es kaum noch Platz für weitere Tiere in den europäischen Delfinarien gäbe, werde weiterhin an der Zucht festgehalten, denn der Handel mit Delfinen sei immer noch äußerst lukrativ, heißt es von ProWal und WDSF. Die beiden Tierschutz-Organisationen wollen dem Europäischen Parlament durch die Aufdeckung von bisher geheim gehaltenen Papieren belegen, dass ein Delfin, der in Italien geboren wurde, kürzlich für 366.000 Euro an ein anderes Delfinarium abgegeben wurde.

Morlok: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass das Europäische Parlament ein Gesetz beschließen wird, um die miserablen Haltungsbedingungen für die Delfine zu beenden. Die ersten Parlamentarier haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.“

Weitere Informationen zur Kampagne „EU-Dolphinarium Free“ auf der ProWal-Webseite unter: http://walschutzaktionen.de/2881311/home.html

Hintergrund-Informationen zum Tiergarten Nürnberg: http://ots.de/lN5xl

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Mario Barth deckt auf: „Freiheit für Flipper“ – Tiergarten Nürnberg in der Kritik

Mario Barth deckt auf:  "Freiheit für Flipper" - Tiergarten Nürnberg in der Kritik

(Mynewsdesk) In der neuen RTL-Staffel „Mario Barth deckt auf“ stand am Mittwoch Abend auch das Delfinarium des Tiergarten Nürnberg im Fokus der Kritik. Geldverschwendung , Salzwasseraustritt mit Schädigung der Umwelt , Psychopharmakagabe , Auswilderung der Tiere und politische Fehler waren die Themen des Sendebeitrags.?? Sämtliche Promis mit Nina Heinemann, Dieter Nuhr, Ingo Appelt, Christopher Posch, Joachim Llambi, Franz Obst, Florian Schroeder, Annett Möller und Sportmoderatorin Laura Wontorra forderten mit Mario Barth unter dem tosenden Beifall der Studiobesucher „Freiheit für Flipper“. 

Bereits im Vorfeld des Sendebeitrags schlugen die Wellen auf sozialen Netzwerken hoch. Einige Delfinarienbefürworter sorgten sich um eine angeblich unzureichende Recherche des Senders, obwohl noch keiner den Sendeinhalt kannte. Die Delfinariengegner von der Tierschutzorganisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) warfen dem Tiergartendirektor Dag Encke Verantwortungslosigkeit gegenüber den sensiblen Meeressäugern und den politisch Verantwortlichen in Nürnberg „Unverschämtheiten“ vor, weil sie dem „Bürger tief in die Tasche gegriffen“ hätten. ??

Vorgeprescht mit dem Begriff der „Unverschämtheit war jedoch der zweite Bürgermeister Christian Vogel (SPD). Auf seiner Facebook-Seite schrieb Vogel über das Wal- und Delfinschutz-Forum: „Nur der schnellen Schlagzeile wegen Fakten unter den Tisch zu kehren und Halbwahrheiten verkünden – wie es der WDSF macht – ist nicht nur ein schlechter Stil sondern schlicht unverschämt.“ Das WDSF kritisiert bereits seit mehr als acht Jahren die Delfinhaltung als „katastrophal“ und den kostenträchtigen Neubau der sogenannten „Delfinlagune“ als politisches Debakel. Ebenso deckte das WDSF die fortlaufende Medikamentengabe des Tiergartens für die Delfine auf. Aus ursprünglich geplanten 10 Millionen Investitionskosten im Jahr 2005 sind bis heute über 31 Millionen Euro geworden. ??

Ein Ende der Kostenspirale ich nicht abzusehen, weil durch offensichtliche Planungsfehler seit der Lagungeneröffnung im Jahr 2011 durch undichte Stellen rund 86 Tonnen Salz in die Umwelt eindrangen, wobei ein ganzer Wald zerstört wurde, mehre tausend Kubikmeter Salzwasser versickert sind und seit Entdeckung des Lecks in die öffentliche Kanalisation abgeleitet werden, berichtete der Stern . Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Tiergarten aufgenommen, so das Bayerische Fernsehen .?? Auf den mehreren Millionen Sanierungskosten wird der städtische Tiergarten wohl selbst sitzen bleiben, weil die Versicherungshaftung des Planungsbüros auf 300.000 Euro beschränkt sein soll, teilte ein Journalist dem WDSF mit.

Mario Barth forderte alle Fernsehzuschauer auf, in den sozialen Netzwerken eigene Beiträge unter dem Motto „Freiheit für Flipper“ zu posten. Der per Skype zugeschaltete ehemalige TV-Flipper-Trainer, Ric OBarry, bedankte sich ausdrücklich bei Mario Barth und appelierte, keine Eintrittskarten für Delfinarien zu kaufen. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller verwies im Sendebeitrag auf die Möglichkeiten einer Auffangstation für Show-Delfine, wie sie bereits im Dolphin Reef in Israel praktiziert worden seien. Die Tierschutzorganisationen ProWal und WDSF planen dazu das Projekt „Dolphin Care – Rescue Center Red Sea“ das sie auf Facebook vorstellen.

Das WDSF fordert nach den dargestellten Skandalen in „Mario Barth deckt auf“ den sofortigen Rücktritt des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly (SPD), des für den Tiergarten verantwortlichen zweiten Bürgermeisters Christian Vogel (SPD) und des mitverantwortlichen dritten Bürgermeisters Klemes Gsell (CSU) sowie des Tiergartendirektors Dag Encke und die Schließung des Delfinariums.

??WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Auch wenn keiner der Verantwortlichen persönlich für das Katastrophen-Delfinarium haftet, ist es dem Bürger nicht zuzumuten, für die Fehler der Vergangenheit einzustehen. Für die Delfine muss ein sofortiges Nachzuchtverbot nach den vielen Todesfällen her und die Prüfung einer Auswilderungsmöglichkeit oder sorgsamen Betreuung in einer Meeresbucht. Eine Gefangenschaftshaltung von Delfinen ist purer Egoismus der Delfinarienbetreiber. Auch wir fordern die Freiheit für Flipper und raten dringend vom Besuch der beiden Delfinarienzoos in Nürnberg und Duisburg ab.“

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Tierschützer zurück von den Färöer-Inseln – 80 Grindwale gerettet

Tierschützer zurück von den Färöer-Inseln – 80 Grindwale gerettet

Tierschützer zurück von den Färöer-Inseln - 80 Grindwale gerettet

(Mynewsdesk) Nach seinem letzten Besuch im Jahr 2010 hatte der hauptberufliche Steuerjurist/Steuerberater Jürgen Ortmüller sich intensiv mit den Rechtsgrundlagen der Färöer-Inseln für den Walfang befasst. Die Färöer-Inseln gehören nicht zur Europäischen Union und haben ihre eigene Gesetzgebung. Das ehemalige Mutterland Dänemark ist nur noch für die Bereiche der Verteidigung und Justiz zuständig. Ortmüller und Morlok konnten etliche Gesetzesverstöße bei der Waljagd aufdecken und eine Grindwalschule vor der Abschlachtung retten. 

Die beiden Tierschutzorganisationen hatten anlässlich ihres jetzigen Aufenthaltes zur ersten offiziellen Demonstration in der Geschichte der Färöer-Inseln gegen das Abschlachten der Grindwale am Färöer-Nationalfeiertag St. Olav am 29. Juli aufgerufen. Über 90 Personen aus Deutschland hatten sich in einem Internetportal dafür angemeldet. Nach intensiven verbalen Drohungen in einem sozialen Netzwerk durch Walfangunterstützer beschlossen WDSF und ProWal, dass aufgrund des Sicherheitsrisikos nur Repräsentanten ihrer beiden Organisationen vor Ort sein werden. Die dänische Polizei hatte für die Observierung der Kundgebung und den Schutz der Tierschützer den Polizeichef Sten Bro Sörensen abgestellt, dem die gesamte Färinger Polizei während ihres Aufenthalts unterstellt wurde.  Erst nach der friedlich verlaufenden Demonstration kam es am Abend im Festbereich der Innenstadt zu einer Pöbelei durch betrunkene Färinger, die aber glimpflich verlief, wie Ortmüller berichtete.

Die ARD hatte anlässlich der WDSF und ProWal-Aktion ein Filmteam geschickt. Der Sendetermin für die ARD-Sendung Brisant soll im September sein. Ebenso führte der amerikanischen TV-Sender Vice Media umfangreiche Interviews mit den beiden Tierschützern bei der Demonstration. Auf großen Bannern kritisierten die beiden Tierschutzorganisationen die grausame und unzeitgemäße Grindwaljagd, die Anlandung von deutschen Kreuzfahrtschiffen und den Lachsimport von den Färöer-Inseln für die deutsche Lebensmittelkette LIDL. 

Ein Fischer hatte den beiden Tierschützern berichtet, dass die mit Umweltgiften kontaminierten Innereien der getöteten Meeressäuger nur etwa 200 Meter vor den Küsten in Fjordbereichen in rund 40 Meter Tiefe auch in unmittelbarer Nähe von Aquakulturen mit Lachsbeständen entsorgt würden. Es dauere ungefähr ein bis zwei Jahre bis sich alle Innereien zersetzen und Fleischrückstände der abgeschlachteten Grindwale im Wasser von den Knochen gelöst hätten. Die Zuchtlachse könnten durch die Nahrungsaufnahme der verseuchten Rückstände ebenfalls mit Giften belastet werden. Die Netzbereiche der Lachskulturen haben jeweils eine Tiefe von 25 bis 30 Metern. In einem einzigen Aquakultur-Rundbecken werden rund 70.000 Lachse gehalten. In einem LIDL-Werbefilm wird eine Lachszucht im Walfangort Hvannasund beschrieben ( http://www.youtube.com/watch?v=Mv3viyHFLbk ). 

WDSF und ProWal haben bereits bei LIDL intervenieren, den Lachsimport unverzüglich zu stoppen. Die Lebensmittelkette würde sich mittelbar auch an der Tierquälerei von Seemöwen beteiligen, die sich in den Schutznetzen über den Aquakulturen verfangen und dort elendig sterben. Die Tierschützer haben dies mit Filmaufnahmen dokumentiert, so Ortmüller.

Fleisch und Speck der Grindwale sind gesundheitsgefährdend mit Quecksilber und PCB belastet. Der wissenschaftliche Leiter des Hauptstadt-Krankenhauses in Tórshavn, Pál Weihe, hat davor gewarnt, dass die Walprodukte nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Die meisten Restaurants und Märkte verzichten aufgrund des Drucks der Tierschützer inzwischen auf ein Angebot des Grindwalfleischs, wie Ortmüller und Morlok bei einer Inspektion feststellen konnten. 

Ortmüller befürchtet, dass deutsche Kreuzfahrt-Touristen von AIDA, TUI und HapagLloyd bei ihren mehrfach jährlichen Färöer-Anlandungen unwissentlich das kontaminierte und nicht deklarierte Fleisch bei Restaurantbesuchen zu sich nehmen. Ebenso beanstandet er, dass das Risiko für Gäste mit ihren Kindern Augenzeugen der blutigen Walgemetzel zu werden, außerordentlich hoch ist. Ortmüller: „Kinder können lebenslänglich traumatisiert werden, wenn sie solch eine blutige und grausame Abschlachtung direkt im Hafen oder Strandbereich sehen. In einem Gespräch mit Polizeichef Sörensen wurde uns mitgeteilt, dass aufgrund mehrfacher Strafanzeigen des WDSF gegen unlautere Walfangaktionen neue gesetzliche Regelungen beschlossen worden sind.“

Nach der neuen Regelung dürfen künftig nur noch erfahrene Walfänger an den Treibjagden teilnehmen. Für Touristen und auch für Färöer-Bewohner wurde bei Waljagden eine Bannmeile eingerichtet, die auf See etwa 1,8 Kilometer beträgt und in den Walfangbuchten und im Luftraum 500 Meter. 

Medien sei es erlaubt, das grausame Töten der Grindwale und Delfine zu dokumentieren. Da Tierschutzaktivisten von ProWal bereits im Frühjahr diesen Jahres bei einem verdeckten Besuch in vielen Schlachtbuchten Überwachungskameras installiert haben, können eventuelle Waljagden weiterhin überwacht werden. Bisher veröffentlichte Fotos von Kindern, die traditionell auf den getöteten Walen sitzen, werden wohl auch der Vergangenheit angehören. Die nun fehlende Volksfeststimmung nach einer Waljagd wird die Grindwaljagd wohl eher unlukrativ machen, meinen die beiden Tierschützer. Gleichwohl ist es erlaubt, dass das mit Schwermetallen belastetete Fleisch weiterhin kostenlos an Färinger Haushalte verteilt wird.  Im letzten Jahr wurden 1.534 Meeressäuger bei den Treibjagden an den Stränden und in Buchten abgeschlachtet.

Einen Tag nach ihrer Demonstration erhielten die beiden Tierschützer den Hinweis, dass eine Grindwalschule mit etwa 80 Tieren gesichtet worden war. Ortmüller und Morlok charterten sofort einen Helikopter, um die Grindwale zurück ins Meer zu geleiten. Ein Anruf bei der Polizei ergab, dass sich die Grindwale im Inselfjord von Haraldssundi verirrt hätten. Aufgrund der guten Ortskenntnisse stellten die Tierschützer fest, dass dieser Bereich nicht zu einem der 22 gesetzlich genehmigten Walfangorte gehört. Nach entsprechendem Hinweis gegenüber dem dänischen Polizeichef Sörensen wurde die bereits vorbereite Waljagd dort sofort gestoppt. Die Walfänger hatten aufgrund schlechter Wetterverhältnisse mit der Jagd noch nicht begonnen. 

Die beiden Organisationen sprechen von historischen Erfolgen ihres Einsatzes und werten nun ihre Erkenntnisse vom Inselbesuch aus. 

Im Walfangort Klaksvik fanden die Tierschützer ein nicht deklariertes Walfangschiff, dass sie der Polizei meldeten. Polizeichef Sörensen sagte zu, den Eigner zu verhaften, falls er sich illegal an einer Waljagd beteiligen würde.

WDSF und ProWal wollen nun verstärkt die dänische Regierung mit dem Ziel unter Druck setzen, dass Abschlachtungen von Grindwalen und anderer Delfinarten auf den Färöer-Inseln endgültig gesetzlich verboten werden. —

Frei verfügbare Fotostrecke und Gesamtbericht der Aktion auf Facebook:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152316058843736.1073741838.215061988735&type=1

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Das WDSF kooperiert international mit Wissenschaftlern: http://www.wdsf.eu/index.php/wissen/wissenschaft/wissenschaft-aktuell, Politikern: http://beate-walter-rosenheimer.de/bayern-pressemitteilungen/288-bundestag-gr%C3%BCne-fordern-ende-der-delfinhaltung-in-deutschland.html, anderen Organisationen und : http://dolphinproject.org/blog/post/protecting-dolphins-in-germany-switzerlandWal- u. Delfinschützern: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/tierschuetzer-fordern-freiheit-fuer-duisburgs-delfine-id6513429.html. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen: http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Das WDSF arbeitet ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen zusammen.

Spenden an das WDSF: http://www.wdsf.eu/index.php/foerderung/wdsf-spenden und Erträge aus Fördermitgliedschaften: http://www.wdsf.eu/index.php/foerderung/foerdermitgliedschaft sowie Delfinpatenschaften: http://www.wdsf.eu/index.php/delfin-patenschaften kommen ausschließlich und direkt dem Delfin- und Walschutz zugute.

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