Tag Archives: Prozeßwärme

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Energieeffizienz-Förderung wird vereinfacht

Nur noch ein Antrag für mehrere Maßnahmen

sup.- Die Verbesserung der Energieeffizienz in Unternehmen und Gewerbebetrieben wird vom Staat durch Zuschüsse und zinsverbilligte Kredite finanziell unterstützt. Aber wer bisher eine größere energetische Optimierung seiner Standorte in Angriff nehmen wollte, hatte es oft mit ganz unterschiedlichen Förderprogrammen und wechselnden Ansprechpartnern für die Antragstellung zu tun. Das ist seit Anfang 2019 anders: In dem Investitionsprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ wurden die verschiedenen Programme gebündelt. Auch bei der Planung mehrerer Optimierungsmaßnahmen sind nur noch ein Konzept und ein Antrag erforderlich. Die Gütegemeinschaft Energiehandel bietet auf ihrer Internetseite www.guetezeichen-energiehandel.de weiterführende Informationen sowie einen Link zur entsprechenden Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Bis zu zehn Mio. Euro Förderung können pro Antragsteller oder Projekt bewilligt werden.

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Energieeffizienz-Förderung wird neu ausgerichtet

Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für Unternehmen

sup.- Energieeffizienz, Abwärmenutzung und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien: Das sind die zentralen Aufgabenfelder, mit denen sich in zahlreichen Unternehmen die Betriebskosten für den Wärmebedarf deutlich senken lassen. Die dafür erforderlichen Schritte können jetzt durch eine neue Fördermaßnahme aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziell unterstützt werden. Seit dem 1. Januar 2019 besteht die Möglichkeit, über das Investitionsprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ entweder einen direkten Zuschuss oder einen zinsverbilligten Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) zu beantragen (Informationen unter www.deutschland-machts-effizient.de). Die Energieeffizienz-Förderung für Unternehmen, die bisher auf mehrere Programme verteilt war, wird dadurch nach Angaben des Ministeriums gebündelt, vereinfacht und flexibler gestaltet. Auch dort, wo gleich mehrere Optimierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden, sind nun nur noch ein Konzept und ein Antrag erforderlich.

Pro Antragsteller oder Projekt kann die Förderung bis zu zehn Mio. Euro betragen. Der Hintergrund des branchen- und technologieübergreifenden Programms ist das Ziel der Bundesregierung, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent gegenüber 2008 zu senken. „Um unsere nationalen Klimaziele erreichen zu können, bedarf es noch größerer Anstrengungen zur Absenkung des absoluten Energieverbrauchs“, sagt Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, die die Kreditvergabe organisiert: „Mit unserem neuen Förderangebot geben wir der deutschen Wirtschaft ein attraktives und wirkungsvolles Finanzierungsinstrument an die Hand, um die anstehenden Investitionen zu schultern.“ Vier verschiedene Maßnahmen-Module innerhalb der Förderung sorgen dafür, dass nicht nur die Umwelt profitiert, sondern auch die Antragsteller durch jeweils maßgeschneiderte Effizienz-Konzepte tatsächlich entlastet werden. Diese Module umfassen sowohl die Integration erneuerbarer Energien durch Solarkollektoranlagen, Wärmepumpen und Biomasseanlagen als auch den Einsatz so genannter Querschnittstechnologien, also z. B. hocheffizienter Druckluftanlagen, Antriebe, Pumpen oder Ventilatoren. Auch Regelungstechnik-Sensorik oder Energiemanagement-Software ist förderfähig. Eine zusätzliche Initiative zur Kontrolle der betrieblichen Energie-Ausgaben bedarf keiner Förderung, weil sie keine Kosten verursacht: Wählen Unternehmen und Gewerbebetriebe als Brennstoff-Lieferanten einen Anbieter mit dem RAL-Gütezeichen Energiehandel, dann ist dies der sicherste Schutz vor Messabweichungen bzw. Fehlabrechnungen bei der Lieferung (www.guetezeichen-energiehandel.de). Die Zähleranlagen und die Rechnungsstellung dieser Händler werden nämlich engmaschig überwacht. Auf diese Weise umfassen die Effizienz-Maßnahmen eines Betriebs nicht nur den Verbrauch, sondern bereits die Beschaffung der Energie.

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Hohe Einsparpotenziale bei Industriewärme

Effizienz-Strategien vom Einkauf bis zum Verbrauch

Hohe Einsparpotenziale bei Industriewärme

Foto: visivasnc / stock.adobe.com (No. 6088)

sup.- Die Erzeugung von Prozesswärme verursacht in der deutschen Industrie den meisten Energiebedarf. Deshalb liegen hier nach Ansicht der Deutschen Energie-Agentur (dena) auch enorme Einsparpotenziale. „Fast jeder verarbeitende Betrieb ist zur Dampf- und Heißwassererzeugung oder für den Betrieb von Brennöfen und Trocknungsanlagen auf die Versorgung mit industrieller Wärme angewiesen“, so die an gewerbliche Verbraucher gerichtete „Initiative EnergieEffizienz“, deren Träger die dena ist: „Unternehmen können jedoch durch energetische Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Einsparungen von durchschnittlich 15 Prozent bei der Prozesswärme erzielen.“ Zur Realisierung dieses Spareffekts kommt es im Wesentlichen auf vier Maßnahme-Schritte an: eine Analyse und Optimierung des tatsächlichen Wärmebedarfs, der Umstieg auf eine energieeffiziente Wärmeerzeugung, die Nutzung von Anlagen zur Wärmerückgewinnung und schließlich der Einsatz besonders verbrauchssenkender Umwandlungs- und Erzeugungstechnologien. Diese letzte Etappe des Effizienz-Fahrplans umfasst z. B. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie Wärmespeicher, aber auch den Einsatz erneuerbarer Energien durch Wärmepumpen oder Solarthermie-Systeme. Erste Hinweise, wie Unternehmen oder Gewerbebetriebe diese Schritte in einer individuell angepassten Strategie umsetzen können, liefert die Internetseite www.industrie-energieeffizienz.de.

Ein weiteres Online-Portal bietet sich als Ergänzung bzw. Absicherung der energetischen Optimierungen an: Unter www.guetezeichen-energiehandel.de lassen sich alle Lieferanten von Wärme-Brennstoffen aufrufen, denen bereits das RAL-Gütezeichen Energiehandel verliehen wurde. Dieses Prädikat ist eine anerkannte Qualitätskennzeichnung für die Anbieter leitungsunabhängiger Energieträger wie Heizöl oder Flüssiggas. Die Vergabe des Gütezeichens setzt voraus, dass die Händler eine fortwährende Überwachung durch neutrale Experten akzeptieren und jederzeit den strengen Prüfbestimmungen gerecht werden. Dabei unterliegen den Kontrollen neben der Produktgüte auch der Fuhrpark, die Lagerlogistik und vor allem die Zuverlässigkeit der Mengenerfassung und der Abrechnung bei Tankbefüllungen. Auf diese Weise können Betriebe ihre Maßnahmen zur Vermeidung unnötiger Wärmekosten auf den Einkauf der Energie ausweiten.

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Fachforum Regenerative Wärmeversorgung

Die Hälfte des deutschen Endenergiebedarfs und somit auch der CO2-Emissionen fallen auf den Wärmebereich zurück. Die ambitionierten Einspar- und Umweltziele der Energie- und Klimapolitik in Deutschland werden daher wesentlich von den Fortschritten im Wärmebereich abhängen. Bei der Umsetzung der Wärmewende spielen der Ausbau sowie der energieeffiziente und nachhaltige Einsatz von erneuerbaren Energien eine bedeutende Rolle. Gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Partner der Hochschule Nordhausen veranstalten wir das nächste ThEEN-Fachforum am 6. September 2018 in Erfurt. Das Grußwort richtet Umweltministerin Anja Siegesmund an die Teilnehmer.
Standort: Atrium der Stadtwerke
Strasse: Magdeburger Allee 34
Ort: 99086 – Erfurt (Deutschland)
Beginn: 06.09.2018 09:00 Uhr
Ende: 06.09.2018 17:00 Uhr
Eintritt: 238.00 Euro (inkl. 19% MwSt)
Buchungswebseite: https://www.theen-ev.de/de/anmeldung-245.html

Als Kompetenznetzwerk der Erneuerbaren Energien, Energiespeicherung, Energieeffizienz und Sektorenkopplung vertritt das Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V. über seine Mitgliedsverbände Arbeitsgemeinschaft Thüringer Wasserkraftwerke, Bundesverband WindEnergie-Landesverband Thüringen, Erdwärme Thüringen, Fachverband Biogas-Regionalbüro Ost, SolarInput) sowie zahlreiche Einzelmitglieder, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und Institutionen mehr als 300 Unternehmen und vereint die Thüringer Leistungsträger aller regenerativen Energieformen.

Firmenkontakt
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99084 Erfurt
036166382280
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ursula.delbarba@theen-ev.de
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Betriebliches Energiemanagement als Sparpotenzial

Kostenvermeidung bei Bedarf, Verbrauch und Bezug

Betriebliches Energiemanagement als Sparpotenzial

Foto: Fotolia / Marco2811 (No. 5954)

sup.- Das Energiemanagement von Betriebsgebäuden kann nur nachhaltig sein, wenn es auf mehreren Ebenen gleichzeitig stattfindet. Sowohl vermeidbare Ursachen für Energiebedarf als auch der ineffiziente Verbrauch von Brennstoffen durch überholte oder ungeeignete Gebäudetechnik müssen identifiziert und durch geeignete Maßnahmen möglichst beendet werden. Vor diese Herausforderungen sehen sich heute nicht nur große Unternehmen gestellt, sondern zunehmend auch kleinere Firmen oder Gewerbebetriebe. Hier sind es beispielsweise oft die aktuellen Kosten und Verbrauchsdaten für Heizung oder Prozesswärme, die zunächst einmal vollständig erfasst werden müssen. Vielfach ergibt sich dann bereits durch die Optimierung von betrieblichen Abläufen bzw. durch die energetische Sanierung der Wärmeerzeuger ein beträchtliches Einsparpotenzial.

Förderprogramme zur professionellen Energieberatung können bei der Umsetzung dieser Aufgaben helfen. Aber neben den meist spürbar beeinflussbaren Kostenfaktoren Bedarf und Verbrauch gibt es als relevante Größe auch noch den Energiebezug. Der Einkauf von Brennstoffen spielt bei der Standardisierung des Energiemanagements allerdings eher unter dem Aspekt der unabsehbaren Preisentwicklung eine Rolle. An dieser für die betriebliche Gesamtbilanz nicht unerheblichen Stellschraube kann natürlich kein Energieverbraucher nach Belieben drehen. Aber als Verbraucher leitungsunabhängiger Brennstoffe wie Heizöl oder Flüssiggas können sich auch Gewerbebetriebe eine wertvolle Kontrollfunktion sichern: Das RAL-Gütezeichen Energiehandel ist ein Frühwarnsystem, um Verluste durch mangelnde Produktqualität, fehlerhafte Abrechnungen oder unzulängliche Liefermengen zu vermeiden. Alle Energiehändler, die diesen Gütenachweis führen dürfen, müssen sich einer fortwährenden Überwachung durch neutrale Gutachter stellen (www.guetezeichen-energiehandel.de). Das Prädikat wird nur verliehen, wenn bei den unangemeldeten Überprüfungen sämtliche Qualitätsstandards des Energiehandels inklusive der Zähler zur Mengenerfassung ohne Beanstandung bleiben. Außerdem verpflichten die Prüfbestimmungen des RAL-Gütezeichens die Lieferanten zur vollständigen Preistransparenz ohne verdeckte Nebenkosten. So bleibt auch diese Ebene der Betriebsausgaben für Energie unter fachkundiger Aufsicht durch externe Prüfer.

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Energieverbrauch in der Industrie legt leicht zu

Maßnahmen zur Effizienzverbesserung Gebot der Stunde

Energieverbrauch in der Industrie legt leicht zu

Grafik: wolf.eu (No. 5953)

sup.- Energetische Sanierungen im industriellen Sektor sind gegenwärtig eine der wichtigsten Herausforderungen. Welche Bedeutung Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im verarbeitenden Gewerbe haben, belegen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Danach lag der Energieverbrauch in der deutschen Industrie mit insgesamt 4.071 Petajoule im Jahr 2016 um 1,4 Prozent über dem Vorjahr. Trotz aller bereits eingeleiteten Schritte zur Energieeinsparung stiegen dabei vor allem die Verbrauchsdaten zur rein energetischen Verwendung, also beispielsweise zur Strom- und Wärmeerzeugung. Hier kam es zu einem Plus von 4,9 Prozent. Ein Grund dafür liegt nach den Ergebnissen der jährlich durchgeführten Erhebung in der jeweils unterschiedlichen und schwankenden Intensität, mit der die einzelnen Branchen zum Klimaschutz beitragen. Während die rein energetische Nutzung beispielsweise im Maschinenbau aktuell um 17 Prozent sank, stieg sie gleichzeitig in der chemischen Industrie um 11,5 Prozent an.

Nach diesen Zahlen, die auf den Verbrauchsdaten von rund 45.000 Betrieben basieren, darf es bei der Energiewende kein Ausruhen auf dem bislang Erreichten geben. Will Deutschland seine Klimaziele nicht verfehlen, müssen die Initiativen von Unternehmen und Gewerbebetrieben zur Minderung des Energieverbrauchs konsequent ausgebaut werden. Handlungsbedarf besteht vor allem bei den technischen Anlagen zur Bereitstellung von Prozesswärme, Raumwärme, Warmwasser und Kühlung, die einen Großteil des jährlichen Energiebedarfs verursachen. In all diesen Bereichen lässt sich nach Angaben der Experten des Heizsystem-Spezialisten Wolf der Brennstoffverbrauch durch zeitgemäße Hocheffizienz-Anlagen und durch die Einbeziehung regenerativer Energiekonzepte nachhaltig senken (www.wolf.eu). Dabei kommt der Solarthermie sowie Wärmepumpen zur Nutzung der Umgebungstemperaturen in Luft, Wasser und Erdreich eine wichtige Rolle zu. Blockheizkraftwerke, die mit Biogas betrieben werden, helfen ebenfalls, den Anteil erneuerbarer Energien bei der Wärmeerzeugung auszubauen. Und auch beim Einsatz fossiler Brennstoffe wie Gas oder Heizöl kann eine Sanierung der Wärmeerzeuger die Energieeffizienz der betrieblichen Abläufe optimieren. Informationen zu zielführenden Maßnahme-Varianten und zu staatlichen Förder-Optionen lassen sich über das Internet-Portal www.deutschland-machts-effizient.de des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie recherchieren.

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Energiebedarf für gewerbliche Prozesswärme

Einspar-Chancen durch Kontrolle und Sanierung

Energiebedarf für gewerbliche Prozesswärme

Foto: Fotolia / roibu (No. 5896)

sup.- Wärmeerzeugung ist stets ein besonders energieintensiver Prozess, sowohl bei zahlreichen Arbeitsabläufen in Gewerbebetrieben als auch in der industriellen Fertigung. Aber von der familiengeführten Bäckerei bis zu den Großlaboren im Chemiekonzern gilt noch immer: Das Einsparpotenzial durch energetische Sanierungsmaßnahmen bleibt vielfach ungenutzt, was heute je nach Branche leicht die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens gefährdet. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) könnte der gegenwärtige Kostenfaktor Prozesswärme in Industrie und produzierendem Gewerbe um durchschnittlich 15 Prozent reduziert werden. Die Voraussetzung dafür wären z. B. eine konsequente Aufdeckung und Minimierung von Wärmeverlusten, der Umstieg auf energieeffiziente Brenner-, Kessel- und Regelungstechniken sowie der Einsatz zeitgemäßer Wärmerückgewinnung. Gerade in dieser letztgenannten Maßnahme liegen erhebliche Einsparchancen, denn die dena beziffert den Anteil der industriellen Wärmeerzeugung und -nutzung, der als Abwärme an die Umgebung abgegeben wird, auf rund 40 Prozent. Detaillierte Tipps zu einem Stopp dieser Energieverluste sowie Hinweise auf Beratungs- und Fördermöglichkeiten gibt die dena auf dem Themenportal www.industrie-energieeffizienz.de.

Relevant für die Energiekosten ist natürlich auch die Beschaffung der Brennstoffe für die Heiz- und Prozesswärmeerzeugung. Dieser Punkt wird in betrieblichen Effizienzstrategien oft vernachlässigt, aber auch hier lassen sich durch Vorsichtsmaßnahmen unnötige Ausgaben vermeiden und zudem die Kostenkalkulation erleichtern. So sollten die Nutzer transportabler Brennstoffe, die per Tankwagen zum Firmenstandort geliefert werden, bei der Anbieterauswahl auf das RAL-Gütezeichen Energiehandel achten. Das Risiko fehlerhafter Zähleranlagen am Lieferfahrzeug und dadurch verursachter Abweichungen bei der Rechnungsstellung ist dann durch die Einschaltung einer neutralen Prüfinstanz so weit wie möglich ausgeschlossen: Händler mit diesem Prädikat unterliegen einer fortwährenden Qualitätskontrolle, die sämtliche Lieferabläufe inklusive der Eichgültigkeit und Funktionsfähigkeit von Messgeräten umfasst. Weiterführende Informationen über die Prüfbestimmungen sowie eine Auflistung der ausgezeichneten Brennstofflieferanten gibt es unter www.guetezeichen-energiehandel.de.

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Einsatzmöglichkeiten für Blockheizkraftwerke

Energieeffizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung

Einsatzmöglichkeiten für Blockheizkraftwerke

Grafik: wolf.eu (No. 5821)

sup.- Es gibt viele Bereiche des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft oder der Industrie, in denen eine verlässliche Stromversorgung unverzichtbar ist. Das gilt für OP-Räume in Kliniken ebenso wie für die Kühlkettensicherung in Handel und Logistik oder für die Aufrechterhaltung sensibler Produktionsprozesse. Eine autarke Stromerzeugung verhindert im Fall eines Netzausfalls verlustreiche Stillstände oder sogar echte Katastrophen. Da rund um diese Abläufe mit Strombedarf meist auch Raumwärme bzw. warmes Wasser erzeugt werden müssen, sind die entsprechenden Gebäude klassische Anwendungsbeispiele für Blockheizkraftwerke (BHKW). Diese Anlagen sind überall dort eine besonders energieeffiziente Lösung, wo regelmäßig sowohl Elektrizität als auch Wärme in größeren Mengen benötigt werden. Das Funktionsprinzip zielt auf eine möglichst vollständige Verwertung der zugeführten Energie ab: Mit einem Verbrennungsmotor wird ein Generator zur Stromerzeugung angetrieben und gleichzeitig die als Begleitprodukt anfallende Wärme weitergeleitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wärme aus dem BHKW für Heizungsaufgaben oder beispielsweise als industrielle Prozesswärme genutzt werden soll. Und der vor Ort erzeugte Strom kann entweder den internen Bedarf decken oder ins Leitungsnetz für die allgemeine elektrische Versorgung eingespeist werden.

Diese Flexibilität in der Anwendung erlaubt eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten für die so genannte Kraft-Wärme-Kopplung: Neben Kliniken, Supermärkten oder Hotel- und Gastronomiebetrieben rechnet sie sich z. B. auch in Sportstätten wie Schwimmhallen oder Stadien, in Verwaltungsgebäuden und Bildungseinrichtungen, aber auch in Handwerksbetrieben und größeren Wohnimmobilien. Der wirtschaftliche Vorteil der dezentralen Stromerzeugung liegt nicht zuletzt an den kurzen Wegen: Während der Strom aus konventionellen Großkraftwerken wegen der hohen Übertragungsverluste oft nur zu weniger als 40 Prozent beim Verbraucher ankommt, erzielen Blockheizkraftwerke einen Wirkungsgrad von ca. 90 Prozent. Um diese Werte dauerhaft abrufen zu können, sollten die Anlagen nur von Kraft-Wärme-Fachleuten unter Berücksichtigung der gesamten Gebäudetechnik installiert werden. Ein Spezialist wie Power Systems, die BHKW-Sparte des Systemanbieters Wolf Heiz- und Klimatechnik (Mainburg), führt für diese Aufgaben sowohl das Projektmanagement als auch Produktion, Vertrieb und Realisierung in einer Hand durch. So kann das BHKW von vornherein als Teil einer kompletten, auf den individuellen Bedarf ausgelegten Heizzentrale geplant werden (www.wolf.eu). Der Systemgedanke unter Einbindung von Heizung, Klima und Lüftung ermöglicht auch künftige Anlagenerweiterungen, ohne die Gesamteffizienz zu beeinträchtigen.

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Energie-Einkauf mit Qualitätskontrolle

Gütezeichen sichert Mess- und Befülltechnik

Energie-Einkauf mit Qualitätskontrolle

Foto: Fotolia / vschlichting (No. 5644)

sup.- Wenn die Wärmeenergie per Tankwagen angeliefert wird, muss zwischen Käufer und Anbieter ein gutes Vertrauensverhältnis bestehen. Denn die Zähleranlagen, die die Liefermenge erfassen und damit Basis für die Abrechnung sind, befinden sich nicht am Tank des Kunden, sondern am Fahrzeug des Energiehändlers. Funktionsfähigkeit und Messgenauigkeit dieser Zähler können vom Verbraucher weder überprüft noch beeinflusst werden. Das gilt auch dort, wo es sich beim Abnehmer der Energie um ein Unternehmen oder einen Gewerbebetrieb handelt. Selbst an größeren Industrie-Standorten, deren interne Produktionsprozesse einer lückenlosen Qualitätskontrolle unterliegen, bleibt beim Bezug von transportablen Brennstoffen wie Heizöl oder Flüssiggas nur die Hoffnung auf zuverlässige Mess- und Befülltechnik in fremder Hand.

Diese Lücke im Controlling wiegt umso schwerer, je höher der Bedarf an leitungsunabhängigen Energieträgern ausfällt. Gerade beim energieintensiven Einsatz industrieller Prozesswärme beeinflussen schon kleine Ungenauigkeiten in der Mengenerfassung maßgeblich die Bilanz. Aber auch an Standorten, wo beispielsweise lediglich Heizöl zur Raumwärmeerzeugung benötigt wird, können verdeckte Mehrkosten durch ungeeichte oder fehlerhafte Messgeräte bei der Tankbefüllung die betriebliche Kalkulation empfindlich sabotieren. Um dies zu verhindern, setzen Disponenten, die in den Unternehmen für den Einkauf der Energie zuständig sind, zunehmend auf das RAL-Gütezeichen Energiehandel . Auf diese Weise wird das Controlling der Lieferungen an unabhängige Sachverständige delegiert, die die Seriosität der Anbieter und den technischen Zustand von Fahrzeugen und Zähleranlagen kompetent überwachen. Händler dürfen das anerkannte Qualitätsprädikat nur dann führen, wenn die kontinuierlichen Überprüfungen von Produktgüte, Fuhrpark, Liefertechnik, Lagern und betrieblichen Abläufen ohne Beanstandung bleiben (www.guetezeichen-energiehandel.de). Weil dabei auch die Qualifikation des Personals begutachtet wird, kann der Kunde sich darauf verlassen, dass seine Tanks nur von gut geschulten Fachkräften befüllt werden.

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Erdöl-Reserven für mindestens 90 Tage

Gesetzliche Vorratspflicht sichert Energieversorgung

Erdöl-Reserven für mindestens 90 Tage

Grafik: Gütegemeinschaft Energiehandel

sup.- Wenn es zu Störungen bei der Erdölversorgung kommen sollte, stehen in Deutschland staatlich organisierte Reserven für mindestens 90 Verbrauchstage zur Verfügung. Das schreibt das „Gesetz über die Bevorratung mit Erdöl und Erdölerzeugnissen“ (ErdölBevG) vor. Danach müssen ausreichende Mengen an Rohöl, Otto- und Dieselkraftstoff, leichtem und schwerem Heizöl sowie Flugturbinenkraftstoff so über das Gebiet der Bundesrepublik verteilt werden, dass es in jeder Region sofort zugreifbare Bestände gibt. Laut Erdölbevorratungsverband (EBV), der für diese gesetzliche Aufgabe zuständig ist, werden derzeit rund 24 Mio. Tonnen dieser Energieträger in oberirdischen Tanks und in den unterirdischen Kavernen ehemaliger Salzbergwerke gelagert. Meistens handelt es sich dabei um eine so genannte gemeinschaftliche Lagerung, die nicht nur die gesetzlich vorgegebenen strategischen Reserven, sondern auch die Bestände anderer Einlagerer umfasst. Das hat den Vorteil, dass die Mineralölmengen regelmäßig ausgetauscht und frischgehalten werden.

Dass die deutschen Verbraucher von einem Lieferengpass bei den Erdölimporten nicht unmittelbar betroffen sind, liegt natürlich auch an dem noch weitaus größeren Vorratsvolumen in privaten und gewerblichen Tanks. Hier lagert oft Heizöl mit einer zeitlichen Reichweite für die gesamte Heizperiode oder noch darüber hinaus. Gerade für Unternehmen mit einem hohen Bedarf an Heizleistung oder Prozesswärme bieten eigene Tankanlagen die Chance, sowohl Versorgungslücken als auch Schwankungen bei den Brennstoffpreisen zu umgehen. Das setzt natürlich voraus, dass bei der geschäftlichen Planung von Energiereichweite und Einkaufsterminierung mit verlässlichen Daten gerechnet werden kann. Deshalb sollten die Tanks am Firmenstandort von einem Lieferanten mit dem RAL-Gütezeichen Energiehandel befüllt werden, der sich einer zusätzlichen externen Überwachung unterziehen muss. Dabei werden die Qualitätsstandards der Ware sowie die Zuverlässigkeit der Zähler-Eichung und der Rechnungsstellung nach den Vorgaben des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (Sankt Augustin) fortlaufend kontrolliert (www.guetezeichen-energiehandel.de). Der Tankbetreiber hat auf diese Weise stets einen verlässlichen Überblick über die tatsächliche Liefermenge, die andernfalls bei unzulänglichen Messgeräten von den Lieferscheinangaben abweichen könnte. Außerdem zählt die vollständige Preistransparenz für alle angebotenen Mineralölprodukte zu den Prüfkriterien für die Gütezeichenvergabe.

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