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Hörprobe: Deutsch-Afrikaner über Heimat und Zugehörigkeit – „Tschinku im Gastland“ von Constant Kpao Sarè (indayi edition)

In dieser Hörprobe aus Constant Kpao Sarès Roman „Tschinku im Gastland“ philosophiert der Deutsch-Afrikaner Jakubu Tschinku über die Unterschiede des afrikanischen und deutschen Lebens.

Tschinku und Barka sind beide in Afrika geboren und dort zusammen aufgewachsen. Als sie alt genug waren, sind sie gemeinsam nach Deutschland gezogen, um zu studieren. Barka flog anschließend wieder zurück. Tschinku blieb da. Beide fühlen sich wie zuhause, obwohl trotz gemeinsamer Vergangenheit ihr derzeitiger Alltag viele Unterschiede aufweist. Der Roman beschäftigt sich immer wieder mit der Frage: Was bedeutet eigentlich „Heimat“?

 

„Bei euch fehlt immer genau das, was ihr wirklich braucht. Und wir besitzen diese Dinge, obwohl wir sie manchmal nicht wirklich brauchen.“

 

Jahre später begegnen sich die beiden Schulfreunde zufällig wieder und bleiben per Briefwechsel in Kontakt. Jakubu schreibt den ersten Brief und äußert darin seine Gedanken dazu, wie sehr sich das Leben in Deutschland von dem in Afrika unterscheidet. Er philosophiert über Konsum, Technologie und Fortschritt, aber auch darüber wie abhängig die westliche Welt von diesen Dingen ist und wie umständlich man es sich dort mache Probleme anzugehen, für die die Afrikaner schon seit Jahrzehnten die Lösungen parat haben.

 

Weltpolitik durch die Augen verschiedener Kulturen:

Dieser erste Brief löst anschließend noch sehr intensive und spannende Diskussionen aus, in denen Tschinku und Barka ihre jeweiligen Erfahrungen mit Ausländerfeindlichkeit, Terrorismus, Gewalt, Armut und Perspektivlosigkeit austauschen…

 

„Das Buch plädiert dafür, das Wort „Heimat“ neu zu kodifizieren. Zuhause ist da, wo man sich wohl fühlt.“

 

Hier geht es zur Hörprobe: https://www.youtube.com/watch?v=F6jYPsLyeuU

 

Über den Autor:

Constant Kpao Sarè – Geboren 1974 in Djougou (Bénin), Maître de Conférences am Département d’Etudes Germaniques (DEG) an der Université d’Abomey-Calavi in Benin (UAC). Studium der deutschen Literatur und Sprache an der Université Nationale du Bénin, Universität des Saarlandes (Deutschland) und Université Paul-Verlaine de Metz (Frankreich), sowie der Verwaltungswissenschaften an der deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Promotion in Germanistik (2006). Seine Forschungen widmen sich u.a. der Postkolonialen Erinnerungskultur in der zeitgenössischen deutschsprachigen Afrika-Literatur, wozu er auch zahlreich publiziert.

 

Über indayi edition:

indayi edition ist ein aufstrebender, kleiner, bunter, außergewöhnlicher Start-up-Verlag in Darmstadt, der erste deutschsprachige Verlag, der von einem afrikanischen Migranten in Deutschland gegründet wurde. Hier wird alles veröffentlicht, was Menschen betrifft, berührt und bewegt, unabhängig von kulturellem Hintergrund und Herkunft. Indayi edition veröffentlicht Bücher über Werte und über Themen, die die Gesellschaft nicht gerne anspricht und am liebsten unter den Teppich kehrt, unter denen aber Millionen von Menschen leiden. Bücher, die bei indayi erscheinen, haben das Ziel, etwas zu erklären, zu verändern und zu verbessern – seien es Ratgeber, Sachbücher, Romane oder Kinderbücher. Das Angebot ist vielfältig: von Liebesromanen, Ratgebern zu den Themen Erotik, Liebe, Erziehung, Gesundheit, Krebs und Ernährung, spannenden Thrillern und Krimis, psychologischen Selbsthilfebüchern, Büchern über Politik, Kultur, Gesellschaft und Geschichte, Kochbüchern bis hin zu Kinder- und Jugendbüchern.

 

Pressekontakt:

indayi edition
Roßdörfer Str. 26
64287 Darmstadt
www.indayi.de
info(at)indayi.de

 

Bibliographische Angaben:

Erschien am 31.01.2019 bei indayi edition
ISBN-10: 3947003277
ISBN-13: 978-3947008315
Taschenbuch, 200 Seiten, 14,99€.
Auch erhältlich als E-Book.

Das Buch kann man über jede Buchhandlung beziehen, sowie auf der Verlagshomepage www.indayi.de oder bei amazon.de und anderen online-Buchshops.

 

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Pressemitteilungen

„Özil ist ein Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung.“

Jugendbuchautor Manfred Theisen im Interview zur aktuellen Rassismus-Debatte

"Özil ist ein Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung."

© Loewe Verlag GmbH

Der Fall Mesut Özil löste eine deutschlandweite Debatte über Integration und Fremdenhass aus. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es nun wichtig, Gespräche über Migration und Integration zu führen sowie die Möglichkeiten und Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang meldet sich der Jugendbuchautor Manfred Theisen zu Wort, der in seinem Buch „Einer von 11“ die Themen Integration und Fußball miteinander verknüpft. Der ehemalige Journalist zeigt in seiner Erzählung vor allem auf, dass es auf dem Spielfeld keine Rolle spielt, woher jemand kommt, welche Hautfarbe oder Religion er hat – eben genau das, was derzeit stark diskutiert wird.

Wir haben zur aktuellen Debatte ein Interview mit dem Kölner Autor geführt:

„Einer von 11“ handelt von Integration und Fußball. Was hat Sie dazu bewogen, ein Buch über das Thema Integration zu schreiben?
Meine Arbeit und mein Lebenslauf. Ich hatte das Glück viel herum zu kommen. Einige Jahre durfte ich im heutigen Russland und Kirgisien arbeiten und habe auch in Äthiopien und den arabischen Ländern recherchiert. Früher musste ich in diese Länder reisen, um die Menschen dort zu treffen, heute sind viele von ihnen hier. Wir wohnen in Köln-Ehrenfeld, einem Viertel mit Leuten aus aller Welt. Unsere Kinder gehen in eine Schule, in der viele Kinder eine zweite Sprache Zuhause sprechen. Auch In den Schulen, in denen ich überall im Land lese ist es oft nicht anders. Was liegt also näher als sich Gedanken über das Zusammenleben zu machen. Und Integration ist nichts Anderes als Zusammenleben. Kein Ihr, sondern ein Wir. Verschieden und trotzdem alle in einem Boot unterwegs.

Integration und Fußball – was verbindet die beiden Themen Ihrer Ansicht nach miteinander?
Wenn ich zu unserem Fußballklub hier ums Eck gehe, dann tummeln sich in den Mannschaften Kinder und Erwachsene mit Namen von jedem Kontinent. Sie spielen für ihre Mannschaft. Und es spielt keine Rolle, ob sie groß oder klein sind, Mädchen oder Jungen, helle oder dunkle Haut haben, Marc, Achmed, Frederike, Erik, Jonas, Samira, Olga oder Fritz heißen. Worauf es ankommt ist ihr Teamgeist, ihr Spaß gemeinsam zu arbeiten und die Zeit miteinander zu verbringen. Fußball ist Integration. Er hilft in unserem Land vielen Menschen, damit sie sich respektvoll näherkommen können.

Aus „Nationalmannschaft“ wurde „Die Mannschaft“ – welche Botschaft steckt Ihrer Meinung nach hinter dieser Namensänderung?
„Die Mannschaft“ ist eine Marke geworden, so wie die „Les Bleus“ für Frankreich steht, bei den „Azzuri“ jeder an Italien denkt oder vom Team der Selecao gesprochen wird, wenn es um Brasilien geht. „Die Mannschaft“ aber ist noch etwas Anderes. Denn es die Verkürzung des Wortes Nationalmannschaft. Dadurch wird klar: Hier geht es nicht um deine Herkunft, nicht um dein Äußeres, sondern um deinen Teamgeist. Die Mannschaft bist du und sind wir. So wie das Land in den vergangenen Jahren bunter wurde, wurde die Mannschaft bunter. Natürlich kann nicht jeder darin mitspielen, aber jeder kann mitfühlen.

Glauben sie, dass der Fall Özil einen Einschnitt für die Idee Die Mannschaft bedeutet?
Ganz sicher. Und es ist gut so. Denn ich hoffe, dass Die Mannschaft am Ende gestärkt aus dieser Phase hervorgehen wird. Damit meine ich nicht den sportlichen Erfolg. Das Bild der integrativen Truppe hat Risse bekommen, aber der Gedanke von Die Mannschaft ist wichtiger als je zuvor. Wenn sich ein Spieler über Rassismus beschwert, so stärkt es uns nur weiter gegen Rassismus anzuarbeiten. Ich hatte vor der WM ein Gespräch mit einem hochrangigen Mitglied der DFB-Kulturstiftung, der beseelt war von der Idee Die Mannschaft. Ihm ging es nicht um eine verwertbare Marke sondern nur um das Vorbild für unsere Gesellschaft, für den Schüler, der in einer Klasse sitzt und auch in einem Team arbeitet.
Nach einer Niederlage verhalten sich Menschen oft emotional. Sie zeigen auf vermeintlich Schuldige um sich von der Niederlage zu distanzieren. Künftig sollte das Team helfen und auch jeder im Team um Hilfe bitten – ehe es zu spät ist. Es ist schade, das Özil wegläuft. Oder weglaufen muss? Denn was ist mit den hunderttausenden Schülern, wenn sie sich ausgegrenzt fühlen? Sollen die auch alle weglaufen? Özil ist ihr Vorbild, aber es läuft in die falsche Richtung. Es kann nur einen Weg geben: Hier und jetzt gegen Rassismus, Nationalismen, Engstirnigkeit und für Die Mannschaft arbeiten. Denn am Ende sind wir alle „Einer von 11“.

Gibt es zur Hauptfigur in „Einer von 11“ ein reales Vorbild?
Schwer zu sagen. Ich hatte ein wenig Jerome Agyenim Boateng, Leroy Sane oder Antonio Rüdiger im Kopf. Aber es könnte genauso gut Emre Can oder Sami Khedira sein. Sie alle sind ein bisschen wie der Held von Einer von 11 und trotzdem ganz anders. Jeder der Spieler, egal welche Hautfarbe er hat, ob er Draxler, Neuer oder Gnabry mit Nachnamen heißt, sie alle leben in einem Land, dass sich ständig ändert und daraus seine Kraft zieht. Genau wie Einer von 11.

Wie haben Sie für diese Geschichte recherchiert?
Nun beschäftige ich mich schon seit Jahren mit dem Thema Integration und Diversität, dass ich nicht mehr viel recherchieren musste. Natürlich habe ich mich mit den Fußballern auseinandergesetzt. Und ich habe viele Leute kennen gelernt, die Erfahrungen gemacht haben, wenn sie beispielsweise zum ersten Mal das Ursprungsland ihrer Eltern besucht haben. Das kommt ja im Buch auch kurz vor. Ein paar ganz handfeste Dinge waren noch eine richtige Überraschung für mich. Warum beispielsweise das deutsche Trikot schwarz und weiß ist. Hätte ich so nicht gedacht. Schließlich laufen die anderen ja alle in ihren Nationalfarben herum.

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Flüchtlingen, dem Thema Integration oder Rassismus gemacht?
Ja, eine Menge. Ich habe als Student mit Asylbewerbern zusammen schlechte Jobs gehabt. Und später bin ich mit einem Asylbewerber zurück in seine ehemalige Heimat gereist, wo wir zusammen ein Projekt aufbauen konnten. Später habe ich über meine Arbeit als Journalist und heute als Autor Flüchtlinge und Eingewanderte kennen gelernt. Rassismus habe ich am eigenen Leib nur einmal in Israel erfahren als man mich für einen Juden hielt. Das war keine gute Erfahrung.

Die Zielgruppe Ihrer Romane sind überwiegend Kinder und Jugendliche. Was ist für Sie das Besondere daran, für diese Altersgruppen zu schreiben?
Du lernst nie wieder so schnell wie der Jugend. Und genau in diese Phase des Menschen kann ich als Autor mit den Menschen kommunizieren. Demokratie ist immer Empathie und als jemand, der Geschichten schreibt, kann ich den Leser oder Zuhörer dazu bringen, dass er mit einer Person mitempfindet und sich für das Mitempfinden öffnet. Das ist doch ein guter Job.

Mehr zum Autor und zu „Einer von 11“ unter https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/einer_von_11-8564/

Der Loewe Verlag gehört zu den führenden Verlagen für Kinder- und Jugendbücher im deutschsprachigen Raum. Seit 40 Jahren begleitet die Traditionsmarke „Leselöwen“ durch den Leselernprozess und macht Kinder Schritt für Schritt zu Leseprofis. Bekannte Reihen wie „Tafiti“, „Das magische Baumhaus“, „Die Vampirschwestern“, „Winston“ oder „Skulduggery Pleasant“ sind in den inhabergeführten, unabhängigen Verlag zu Hause.

Kontakt
Loewe Verlag GmbH
Jenny Schwerin
Bühlstraße 4
95463 Bindlach
09208 51 0
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Stehen, knien oder sitzen ? Wie ist es richtig ?

Stehen, knien oder sitzen ? Wie ist es richtig ?

Colin Kaepernick (Bildquelle: @imago)

Wer steht, wer kniet oder sitzt ?

Vor dem 4. NFL Spieltag forderte US Präsident Donald Trump erneut mit seinen berühmt, berüchtigten Tweets die NFL Spieler auf, bei der Hymne zu stehen. Mittlerweile streitet Trump mit der NFL und NBA um das korrekte Vorhalten während des Abspielens der Nationalhymne. Diese politische Einmischung in den Sport längt immer mehr vom eigentlichen Thema ab.
Alles begann im August 2016 bei einem Trainingsspiel der San Francisco 49ers. Quarterback Colin Kapernick war der Erste, der bei der Nationalhymne kniete um gegen den Rassismus in der USA zu kämpfen:
„Ich stehe nicht auf, um Stolz auf eine Flagge für ein Land zu zeigen, das schwarze und farbige Menschen unterdrückt, für mich ist das wichtiger als Football, und es wäre selbstsüchtig von mir, wegzusehen. Da liegen Leichen in den Straßen, und Menschen bekommen bezahlten Urlaub und kommen mit Mord davon.“
– Colin Kaepernick, Quelle Wikipedia

Immer mehr Footballer folgten anfangs seinem Beispiel und knieten entweder während der Hymne oder blieben sitzen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Kritik, da dies von Gegnern als respektlos gegenüber der USA gesehen wird. Diese Bewegung ebbte während der letzten Saison dann immer mehr ab, woran sicher auch die Repressalien gegen die teilnehmenden Spieler ihren Anteil hatten. Kaepernick ist seit dem ohne Job, obwohl mittlerweile einige deutlich schwächere Quarterbacks von NFL Teams verpflichtet wurden.
Diese Bewegung erhielt durch den rechtsextremen Anschlag in Charlottesville neuen Auftrieb, und andere prominente Spieler wie Michael Bennet von den Seattle Seahwaks folgten Kaepernicks Beispiel. Mit Seth deValve, der mit einer Schwarzen von den Cleveland Browns beteiligte sich der erste Weiße an diesen Protesten.
Eine weitere Eskalationsstufe provozierte Trump, als er die Sportler als “ Hurensöhne“ beschimpfte, welche nicht bei der Hymne standen. Den Bossen empfahl er, diese Spieler sofort zu feuern. Damit zog er widerum den Unmut der NFL Teambesitzer und NFL Commissioner Roder Godel auf sich, welche sich solche Einmischungen in deren Geschäftsbetrieb verbaten. Milliardenschwere Teambesitzer wie Robert Kraft von Superbowl Siger New England Patriots, der Trump im Wahlkampf noch großzügig unterstützt hatte und und Stephen Ross von den Miami Dolphins wollen bewußt ihren Spielern keine Vorschriften machen und es diesen selbst überlassen, wie sie sich Verhalten möchten. Es gibt mittlerweile immer neue Formen des Protestes, die Spieler und Trainer haken sich ein, strecken die Faust in die Höhe, knien, sitzen oder bleiben während der Hymne ganz in der Kabine. #
Vor den Spielen wird momentan viel mehr darüber diskutiert und spekuliert, was während der Hymne passieren wird, anstelle über den sportlichen Aspekt zu sprechen. Fernsehsender wie der dem US Präsidenten nahestehende Sender FOX planen, das Abspielen der Hyme erst gar nicht zu zeigen, um möglichen Protesten keine TV Plattform und Sendezeit zu geben.
Neben der NFL beteiligte sich nun auch die NBA an den Protesten, Basketball Superstar LeBron James von den Cleveland Cavaliers bezeichnete Trump sogar als Penner. Stephen Curry vom NBA Meister Oakland Golden State Warriors verzichtete auf die obligatorische Einladung ins Weiße Haus, worauf Trump beleidigt die gesamte Mannschaft wieder auslud.
Die NBA hat mittlerweile klein beigegeben und die Teams per Dekret verpflichtet, das alle Spieler bei der Hymne stehen müssen. Ansonsten drohen mögliche Strafen.
Bei der Bevölkerung wird die ganze Thematik sehr gemischt gesehen und ist gespalten. Es gibt sowohl Befürworter dieser Proteste als auch Gegner. Besonders verärgerte Fans verbrennen aus Protest ihre oft mehrere tausend Dollar teuren Dauerkarten und Fanartikel und präsentieren dies dann auch noch stolz auf Facebook und Twitter. Andere weisen zu recht daruf hin, das sie mit den Karten und Fanartikeln besser Kindern, Schülern und Bedürftigen eine Freude machen sollten, anstelle dieser sinnlosen Verbrennungsaktionen.
Woher kommt dieser etreme Nationalpatriotismus ?
Seit Gründung der NFL wurde viele Jahrzehnte American Football ganz ohne Flagge und Hymne gespielt. Erst 2009 hatte das amerikanische Verteidigungsministerium mit der NFL ein millionenschweres Paket vereinbart, um den Patriotismus zu fördern. Seit dem gibt es riesen Flagge im Stadion, die Hymne wird gespielt und Düsenjets fliegen über das Stadion. Zusätzlich gibt es an manchen Spieltagen Rekrutierungsstände für das US Militär. Die NFL machte das damals also keineswegs aus reinem Patriotismus sondern aus finanziellen Erwägungen. Wer weiß, hätten Coca Cola, Apple, Google, Microsoft, Amazon usw. damals mehr für solche Werbe – und Präsentationsmöglichkeiten geboten, gäbe es die aktuellen Diskussionen gar nicht.
Man stelle sich vor, die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen würde mit der DFL einen Vertrag abschließen, dass in der Fussball Bundesliga vor jedem Spiel eine Deutschlandflagge in der Größe des gesamten Spielfeldes präsentiert und die Nationalhymne gesungen wird, wären Kampfjets über das Stadion fliegen.

Demokratie ja, aber nur im eigenen Sinn
Die USA sehen sich als die einzigen Bewahrer der Demokratie in der Welt. Die Kriege in Vietnam, Afghanistan und Irak wurden mit der Begründung geführt, diesen Ländern Freiheit und Demokratie zu bringen. Die aktuelle Situation in diesen Ländern ist leider eine andere.
Das einseitige Demokratieverständnis der Kritiker wird an einem Beispiel deutlich. Als in Charlottesville Rechtsradikale mit Fackeln und Hakenkreuzfahnen aufmarschierten sorgte dies für viel Kritik in der Weltöffentlichkeit. Dies Kritik wurde dann von den Beteiligten und Befürworten mit Hinweis auf Freiheit und Demokratie abgetan, denn nach deren Ansicht dürfe schließlich jeder frei seine Meinung äußern. Aber nur, solange diese nicht der eigenen widerspricht.
Erschreckend ist die Brutalität und Gewalt, mit welcher die Kritiker gegen andersdenkende Vorgehen. Da wird eine Sängerin wüst beschimpft und bedroht, weil sie, nachdem Sie die Hymne im Stehen gesungen hat und danach kurz aus Solidariät mit dieser Aktion niederkniete. Mittlerweile unterstützen immer mehr Künstler diese Aktion, Pharell Williams und Stevie Wonder z. Bsp. haben sich bei ihren letzten Konzerten ebenfalls hingekniet.
Die Witwe von ex NFL Spieler Spieler Pat Tillmann wehrt sich gegen die Versuche, den Tod ihres Mannes in diese Diskussion einzubeziehen. Ihr Mann kämpfte und starb genau für diese Freiheit der eigenen Meinung und dem Recht zu Protestieren. Tillmann spielte bei den Arizona Cardinals und trat nach den Anschlägen vom 11. September 2001 aus Überzeugung etwas für sein Land tun zu müssen in die Army ein. In Afghanistan kam er durch „friendly fire“ ums Leben.

Die Entwicklung dieser Protestbewegung
Dieser Protest hat mittlerweile eine Eigendynamik entwickelt, aus dem ursprünglichen Anliegen von Kapernick, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen wird mehr und mehr ein Protest gegen Präsident Trump direkt. Und Trump spaltet die Lager immer mehr und befeuert den Konflikt mit seinen Tweets immer weiter, anstatt als Präsident deeskalierend und einigend zu wirken.
Aufwind bekommt Trump von dem Eishockey Stanley Cup Sieger Pittsburgh Penguins, welche stolz darauf sind, die Einladung ins Weiße Haus anzunehmen. Kein Wunder, denn in diesem Team ist kein einziger schwarzer Spieler dabei.
Auf den Punkt gebracht
Zum Abschluß hat es Sportmoderator und Vietnam Veteran Dale Hansen genau auf den Punkt gebracht:
Er meint: „Donald Trump bestätigt zwar, das ein friedlicher Protest zu den Grundrechten der Amerikaner gehört, aber nicht dieser. Jeder Protest, der nicht in Trumps Sinne ist, muss gestoppt werden.
Hansen weiter: „Wenn es danach gegangen wäre, hätte auch Martin Luther nie protestieren dürfen. Schwarze müssten immer noch in den Bussen separat sitzen, die Schüler hätten in den Schulen getrennte Essensausgaben und die Jugendlichen müssten verschiedene Colleges besuchen. Diese protestierenden Sportler und Künstler machen das nicht aus mangelndem Respekt gegenüber dem Militär oder der Nation. Sondern gerade sie respektieren die wichtigste amerikanische: Die Freiheit auf eigene Meinung.“
Zum Schluß verweist er auf die zehn Zusatzartikel ( Bill of Rights ) der Verfassung, welche bereits 1789 formuliert wurden. Im ersten Punkt steht das Recht auf freie Rede. Und in keinem der neun anderen Punkte steht, das man bei der Hymne stehen muss.
Colin Kaepernick hat im August 2016 mit seiner Geste eine Bewegung gestartet, die er sicher selbst nie so heftig erwartet hätte. Trotz namhafter Unterstützung vieler Spielerkollegen wie aktuell Quarterback Cam Newton von den Carolina Panther hat er immer noch keinen neuen Job als NFL Quarterback. Doch schon jetzt hat er seinen Platz in der Geschichte der NFL und vielleicht sogar der USA sicher.
Es hat lange gedauert, bis der erste Schwarze überhaupt in der NFL spielen durfte und bis es den ersten schwarzen Heachcoach gab. Wenn es dann auch irgendwann einen Schwarzen als Teambesitzer oder Commissioner gibt, wäre das der nächste große Schritt zur Gleichberechtigung – zumindest in der NFL.

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Deutsches Kinderhilfswerk: Zusammen gegen Rassismus einsetzen

Deutsches Kinderhilfswerk: Zusammen gegen Rassismus einsetzen

Logo Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zum Start der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 an Staat und Zivilgesellschaft, sich angesichts des Erstarkens nationalistischer und rechtspopulistischer Bewegungen konsequent für die Wahrung der Menschenwürde und gegen Rassismus einzusetzen. Dabei sollte nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein besonderer Fokus auf den Ausbau des antirassistischen Engagements von frühkindlichen und schulischen Bildungsinstitutionen gelegt werden. So kann nachhaltig ein besseres gesellschaftliches Miteinander ermöglicht und entschiedener als bisher gegen jede Form von Rassismus angegangen werden.

„Die Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Anderssein muss zu den frühen Kindheitserfahrungen zählen. Entsprechende Aushandlungsprozesse in der Kita, in der Schule oder im Sportverein sind ein Grundstein für unsere Demokratie. Ein offenes und einander wertschätzendes Miteinander fällt dabei nicht vom Himmel, sondern muss immer wieder neu eingefordert und gefördert werden. Hier zeigen beispielsweise viele Projekte zur Integration von Flüchtlingskindern, dass ein Miteinander von einheimischen und geflüchteten Kindern und Jugendlichen wirksam gegen rassistisches Gedankengut schützt. Diese Impulse aus der Kinder- und Jugendarbeit gilt es aufzunehmen und als Modell für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen zu nutzen. Vielfalt ist nicht Ausdruck von Schwäche, sondern von gesellschaftlichem Reichtum“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 als Kooperationspartner.

Die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 finden vom 13. bis 26. März statt und stehen unter dem Motto „100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“. Gemeinsam mit mehr als 70 bundesweiten Organisationen und Einrichtungen – darunter das Deutsche Kinderhilfswerk – fordert der Interkulturelle Rat in Deutschland dazu auf, sich an den Aktionswochen zu beteiligen und Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Der bundesweite Veranstaltungskalender verzeichnet zum Start der Aktionswochen bereits über 1.280 Veranstaltungen. Angeboten werden neben Projekttagen und Projektwochen in Schulen, Berufsschulen und anderen Bildungseinrichtungen eine Vielzahl von Informationsständen in Fußgängerzonen sowie Seminare zur politischen Bildung oder Diskussionsveranstaltungen. Botschafterin für die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017 ist die ehemalige Fußballnationalspielerin und DFB-Integrationsbotschafterin Celia Sasic.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

Kontakt
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Uwe Kamp
Leipziger Straße 116-118
10117 Berlin
030-308693-11
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http://www.dkhw.de

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Rassismus im Alltag – wie Soziale Arbeit intervenieren kann

Rassismus im Alltag - wie Soziale Arbeit intervenieren kann

Weltoffen und tolerant, bunt und vielfältig – mit diesen Werten beschreibt sich die deutsche Gesellschaft gerne selbst. Doch Untersuchungen wie die so genannte Heitmeyer-Studie und die Erfolge der AfD zeigen ein anderes Bild: Rassismus und Menschenfeindlichkeit sind auch in der Mitte der Gesellschaft tief verankert. Genau hier muss die Soziale Arbeit intervenieren, so die These von Anna-Serafina Löffler, deren Buch „Rassismus und Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft. Perspektiven der Intervention für die Soziale Arbeit“ im GRIN Verlag erschienen ist.

„Wir schaffen das!“, dieser Satz von Angela Merkel ist berühmt geworden. Doch wer ist eigentlich „Wir“? Anna-Serafina Löffler stellt diese Frage an den Beginn ihrer Untersuchung. Für viele Deutsche ist jenes „Wir“ geprägt durch die nostalgische, aber faktisch falsche Vorstellung einer homogenen Bevölkerung. Das machen sich Rechtsextremisten und -populisten zunutze, wenn sie das Schreckensszenario einer „überfremdeten“ Gesellschaft an die Wand malen. In der Folge sind die Zahlen rassistisch motivierter Straftaten gestiegen und rassistische und menschenfeindliche Aussagen scheinen wieder salonfähig zu werden. Und das nicht nur am „rechten Rand“, sondern auch in der so genannten „Mitte der Gesellschaft“.

Den Demagogen nicht das Feld überlassen – Perspektiven der Intervention

In „Rassismus und Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft. Perspektiven der Intervention für die Soziale Arbeit“ schildert Löffler die Tragweite des Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft. Die Autorin zeigt, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit keine Probleme sind, die nur wenige betreffen. Detailliert beschreibt sie die Entwicklung des Rassismus in seinen verschiedenen Varianten und zeigt anhand der aktuellen Flüchtlingssituation, wie rassistische Zuschreibungen in Sprache, Medien und Kriminalstatistiken reproduziert werden. Löffler nimmt in ihrem Buch auch die größeren Zusammenhänge in den Blick und betont, dass die Verbreitung von Ungleichwertigkeitsideologien eng mit sozialen und ökomischen Faktoren verbunden ist.

Besonderes Augenmerk richtet die Autorin auf das Feld der Sozialen Arbeit. Die größte Herausforderung einer rassismuskritischen Sozialpädagogik liegt darin, dass sie oft erst dann beginnt, wenn sich menschenfeindliche Tendenzen bereits zeigen. Eine Intervention zielt hier auf die Vermittlung von Wissen und die Reflexion von rassistischen Zuschreibungen – und versucht, die Alltäglichkeit dieser Denkmuster zu durchbrechen. Letztlich, so Löffler, gehe es hierbei jedoch um Symptombekämpfung. Die Ursachen für rassistische Denkmuster könne die Soziale Arbeit nicht beheben. Dies, so ihre Schlussfolgerung, ist Aufgabe des Staates.

Das Buch ist im Januar 2017 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-96095-028-8).
Direktlink zur Veröffentlichung: http://www.grin.com/de/e-book/342670/

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

Der GRIN Verlag publiziert seit 1998 akademische eBooks und Bücher. Wir veröffentlichen alle wissenschaftlichen Arbeiten: Hausarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Fachbücher uvm.

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Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor

Großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz: Chinesische Firma will Fangaktion von Delfinen und anderen Meerestieren vor Namibia aufgeben.

Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor

Der russische Frachter „Ryazanovka“ sollte gefangene Delfine nach China transportieren. (Bildquelle: @ EII)

Untermalt von Rassismus-Vorwürfen gegen Delfinschützer, hat sich das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren wollte, kurz vor Weihnachten anscheinend von dem Vorhaben verabschiedet. Auf der chinesischen „Einkaufsliste“ stehen über 1 000 Meerestiere, darunter Atlantische Große Tümmler, die vor Namibia vom Aussterben bedroht sind. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt.

Internationale Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias
„Sollte die Fangaktion eingestellt werden, wäre dies ein großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika“, meint Ulrich Karlowski, Biologe von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD). Die GRD unterstützt eine Protestaktion der Earth Organisation Namibia und hatte den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis zu erteilen. An der avaaz-Petition der Earth Organisation Namibia “ Stop the Live Capture of our Marine Species“ haben sich gut 15 000 Menschen aus der ganzen Welt beteiligt.

Gegner der Fangaktion hätten wegen ihrer weißen Hautfarbe von Apartheid-Regelungen profitiert
Laut eines Berichts der Allgemeinen Zeitung Namibia kritisiert die für die Fangaktion verantwortliche Beijing Ruier Animal Breeding and Promotion Company: „..dass unter den „wenigen Gegnern“ des Projekts in und außerhalb Namibias auch solche seien, die im Wohlstand lebten, die die Apartheid unterstützt und „wegen ihrer weißen Hautfarbe direkt von den diskriminierenden Apartheid-Regelungen profitiert“ hätten.“ Gleichzeitig wird bedauert, dass eine Anfangsinvestition von angeblich „mehr als 100 Millionen namibischen Dollar“ (umgerechnet knapp 7 Millionen Euro) nicht umgesetzt werde.

Gefahr noch nicht gebannt? Werden doch Delfine gefangen?
Anfang Januar sorgte laut Allgemeiner Zeitung Namibia eine anonyme Nachricht für viel Aufregung. Demnach habe der von der chinesischen Firma angeheuerte altersschwache russische Frachter „Ryazanovka“ den Hafen von Walvis Bay verlassen und vor Langstrand, ca. 19 Kilometer nördlich von Walvis Bay, Anker geworfen. Vor Langstrand kommen regelmäßig Delfine vor. Namibische Bürger, die sich dort an der Küste aufhalten, sollen verdächtige Aktivitäten der „Ryazanovka“ umgehend telefonisch melden. Laut Namibian Broadcasting Corporation überwacht die örtliche Polizei das Schiff, um mögliche illegale Fangaktionen und den Schmuggel von gefangenen Delfinen außer Landes zu unterbinden.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) ist die einzige Umweltorganisation in Deutschland, die sich schwerpunktmäßig für den Schutz wild lebender Delfine einsetzt.

Kontakt
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Ulrich Karlowski
Kornwegerstr. 37
81375 München
089-74160410
089-7416041
info@delphinschutz.org
http://www.delphinschutz.org

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Rassismus gefährdet das Arbeitsverhältnis!

Verfasser: RA Stefan Bell, Fachanwalt Arbeitsrecht, Anwaltskanzlei Bell & Windirsch, Düsseldorf

Rassismus gefährdet das Arbeitsverhältnis!

RA Stefan Bell, Fachanwalt Arbeitsrecht, Anwaltskanzlei Bell & Windirsch, Düsseldorf

Volksverhetzende Kommentare, durch die Asylbewerber böswillig verächtlich gemacht werden und die zum Hass gegen diese aufstacheln, können die außerordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses begründen. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es nicht.

Leitsatz des Verfassers
Arbeitsgericht Herne, Urteil vom 22.03.2016, 5 Ca 2806/15 (rechtskräftig)

Der Kläger arbeitete seit 1983 für die Beklagte. Er unterhielt privat unter seinem Namen einen Facebook-Account. In seinem freizugänglichen Facebookprofil hat er die Beklagte als Arbeitgeber angegeben. Bei Aufruf des Profils erscheinen die Angaben zur Beklagten an oberster Stelle. Am 05.10.2015 kommentierte der Kläger auf der Facebookseite des Fernsehsenders n-tv einen Beitrag über einen Brand in einer Thüringer Asylunterkunft in der Nacht vom 04.10.2015 mit der Überschrift „Drama in Thüringen: Leiche nach Brand in Asylunterkunft gefunden“ mit folgenden Worten: „hoffe das alle verbrennen…die nicht gemeldet sind.“ Im weiteren Verlauf der Kommentierung äußerte der Kläger noch: „wenn mir einer sagt ich bin Nazi … falsch … Herr nazi“ sowie „alle raus und geht es gut.“

Die Beklagte kündigte das Arbeitsverhältnis mit dem Kläger fristlos, hilfsweise fristgerecht. Die Klage des Klägers blieb erfolglos.
Die außerordentliche Kündigung ist durch einen wichtigen Grund gerechtfertigt.

Als wichtiger Grund ist neben der Verletzung vertraglicher Hauptpflichten auch die schuldhafte Verletzung von Nebenpflichten „an sich“ geeignet.

Ein Arbeitnehmer ist auch außerhalb der Arbeitszeit verpflichtet, auf die berechtigten Interessen des Arbeitgebers Rücksicht zu nehmen.

Allerdings kann ein außerdienstliches Verhalten des Arbeitnehmers die berechtigten Interessen des Arbeitgebers oder anderer Arbeitnehmer grundsätzlich nur beeinträchtigen, wenn es einen Bezug zu dienstlichen Tätigkeit hat, wenn etwa der Arbeitnehmer die Straftat unter Nutzung von Betriebsmitteln oder betrieblichen Einrichtungen begeht. Ein solcher Bezug kann auch dadurch entstehen, dass der Arbeitgeber oder andere Arbeitnehmer in der Öffentlichkeit mit der Straftat in Verbindung gebracht werden.

Fehlt hingegen ein solcher Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis, scheidet eine Verletzung der vertraglichen Pflichten zur Rücksichtnahme auf die Interessen des Arbeitgebers regelmäßig aus.

Durch seine Äußerung „hoffe das alle verbrennen“ im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Presseveröffentlichung zum Brand in einem Asylbewerberheim, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen ist, hat der Kläger die Menschenwürde anderer dadurch angegriffen, dass er Teile der Bevölkerung, nämlich Asylbewerber, böswillig verächtlich gemacht und zum Hass gegen diese aufgestachelt hat. Unabhängig von der strafrechtlichen Beurteilung seiner Äußerung ist diese geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören, in dem sie für einen Teil der Bevölkerung das unveräußerliche Recht auf Unversehrtheit des Lebens in Abrede stellt. Das Verhalten des Klägers ist nicht vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung (Art. 5 GG) gedeckt.

Die volksverhetzenden Äußerungen des Klägers hatten auch einen Bezug zum Arbeitsverhältnis zur Beklagten. In seinem öffentlich zugänglichen Facebook-Profil hat der Kläger die Beklagte in identifizierbarer Weise als Arbeitgeber benannt. Aufgrund der Programmierung der Webseiten auf Facebook konnten somit die bei Facebook registrierten Besucher der Seite das Profil des Klägers durch einfache Mausbewegungen aufrufen und somit die Beklagte als Arbeitgeber identifizieren. Damit stellt der Kläger selbst einen Zusammenhang zwischen der Beklagten und seiner volksverhetzenden Äußerung her.

Fazit:
Diese Entscheidung des Arbeitsgerichtes Herne ist in vollem Umfang zutreffend und zu begrüßen. Arbeitnehmer, die in der Öffentlichkeit gegen Ausländer oder Asylbewerber hetzen, müssen damit rechnen, dass der Arbeitgeber hieraus die einzig richtige Konsequenz zieht und das Arbeitsverhältnis außerordentlich kündigt, und zwar ohne vorherige Abmahnung.

Das Urteil des Arbeitsgerichts bezieht sich auf einen Vorgang in einem sog. sozialen Netzwerk – das ist aber nicht unbedingt Voraussetzung für einen wichtigen Grund gemäß § 626 BGB. Die Teilnahme in Dienstkleidung z.B. an einer PEGIDA-Demonstration wäre ebenso zu beurteilen.

Die Störung des Betriebsfriedens durch rassistische oder ausländerfeindliche Äußerungen kann ebenfalls eine sofortige außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Hier kommt es nicht auf die öffentliche Wirkung (s.o.) an.

Betriebsräte sind jedenfalls gemäß § 80 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG berechtigt, Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Betrieb zu beantragen: bei „Wiederholungstätern“ kann auch deren Entfernung gemäß § 104 BetrVG erzwungen werden.

Zuständig fur Rückfragen: RA Stefan Bell, Fachanwalt fur Arbeitsrecht in der Anwaltskanzlei Bell & Windirsch,
Düsseldorf. Kontakt: Anwaltskanzlei Bell & Windirsch (GBR), Marktstraße 16, 40213 Düsseldorf, Telefon 0211 8632020,
info@fachanwaeltInnen.de, www.fachanwaeltinnen.de www.fachanwaeltinnen.de

Die Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen von Bell & Windirsch in der Marktstr. 16 in 40213 Düsseldorf sind auf Arbeitsrecht & Sozialrecht spezialisiert und legen zudem Wert auf ihr soziales Engagement.

Seit 1983 setzt sich unsere Kanzlei ausschließlich für die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. Wir betreuen insbesondere Betriebsräte, Personalräte, Schwerbehindertenvertretungen und Mitarbeitervertretungen. Die jahrzehntelange Qualifizierung unserer Fachanwälte und Fachanwältinnen garantiert unseren Mandanten die bestmögliche Beratung und Vertretung im Arbeitsrecht & Sozialrecht.

Betriebsräte, Personalräte, Schwerbehindertenvertretungen und Mitarbeitervertretungen finden Unterstützung beim Verhandeln von Betriebsvereinbarungen, Dienstvereinbarungen und Sozialplänen oder bei der Einleitung gerichtlicher Beschlussverfahren und Einigungsstellenverfahren.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden von unseren Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen umfassend beraten und vertreten. Dies gilt z.B., wenn diese eine Kündigung erhalten haben, eine Abfindung aushandeln möchten oder sich gegen Abmahnungen und ungerechtfertigte Versetzungen zur Wehr setzen wollen.

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Pressemitteilungen

Musik und Ambiente als Heimat für die Seele

Die 20. Auflage von Glatt&Verkehrt bringt auch heuer wieder musikalische Perlen aus den unterschiedlichsten Kulturen

Musik und Ambiente als Heimat für die Seele

Musikalisches Chaos aus Kanada, perfekt choreografiert! (Bildquelle: Presse Glatt&Verkehrt)

Krems, Mai 2016 – Von 27. bis 31. Juli 2016 starten in der Sangrube 13 beim Winzer Krems zum 20. Mal die musikalischen Thementage beim Festival Glatt& Verkehrt www.glattundverkehrt.at Das Programm wie immer überraschend, spannend und äußerst vielfältig.

27. Juli 2016 – Mit feiner Klinge und spitzer Feder

Christian Muthspiel“s Yodel Group – My Boyhood Yodel Book | A/CH/F/USA
Einer der profiliertesten und vielseitigsten Jazzmusiker Österreichs eröffnet heuer die 20. Auflage. Christian Muthspiel ist ein Meister, der zeitgenössisch denkt, lebt und dies musikalisch in Form von Jodlern zu erzählen versteht. Dabei befreit Muthspiel die Jodler vom touristischen Blick, weckt Sehnsüchte und lässt es gehörig grooven.

Gerhard Polt & die Well-Brüder aus“m Biermoos | DE
Zwischen Gangsta-Rap und Stubenmusik, gespielt auf unzähligen Instrumenten, grantelt der Satiriker Gerhard Polt über die Abgründe der Welt. Es gibt kaum einen Kabarettisten, der so gekonnt und hintersinnig der Menschheit einen Spiegel vorsetzt. Und die musikalischen Antworten der Well-Brüder sind ohnehin skurril und irrwitzig.

The Ukulele Orchestra of Great Britain | UK
Der Humor, very british, die Musik, virtuos. Von Tschaikowsky bis Nirvana, von Rimski-Korsakow bis Black Sabbath, von der lauten Punk-Hymne zum lockeren Folksong. Bei diesem Oktett bleibt kein Stein auf dem anderen. Jedes Genre wird mit einer Prise britischem Humor ukulelisch und stimmlich neu interpretiert, das es eine wahre Freude ist.

28. juli 2016 – Meister-Handwerk

Ballake Sissoko & Vicent Segal | FR/MLI
Ballake Sissoko gehört zu den herausragendsten Kora-Spielern Afrikas. Seine Musik stammt aus der Tradition der Griots, die mit ihren Instrumenten durch die Lande ziehen und mit ihren Erzählungen die mündliche Überlieferung aufrecht erhalten. Der französische Cellist Vincent Segal zeigte seine stilistische Vielfalt bereits bei Sting, Cesaria Evora, Keziah Jones und Chilly Gonzales.

Brasiliran – Samba trifft Bandari | BRA/IR
Carlos Malta gehört in Brasilien zur ersten Garde der Blasinstrumenten-Szene und stellte seine Vielseitigkeit bei Hermeto Pascoal, Egberto Gismonti, Gil Evans und Pat Metheny unter Beweis. Das Auftragswerk vermischt sich mit Klängen aus dem südlichen Iran, wo die Musik mit Kulturen aus Afrika, Indien und dem arabisch-persischen Raum verschmilzt.
Uraufführung!

John Medeski“s – Mad Skillet | USA
Auf dem Klavier ebenso überragend wie auf der Hammondorgel kommt John Medeski mit einem Trio, dessen Wurzeln tief in die Traditionen von New Orleans reichen. Er selbst nennt es ein „weites musikalisches Universum mit endlosem Potenzial“. Mad Skillet, mit zwei Mitgliedern der Dirty Dozen Brass Band, wurde während einer Late Night Show in New Orleans geboren.

29. Juli 2016 – Starke Stimmen

Trio Mandili | GEO
Die Stimmen des georgianischen Trios klingen wie ein einziges vokales Instrument. Ein Video im Selfie-Modus bescherte ihnen auf YouTube eine Million Klicks und Anfragen für Konzertreisen rund um die Welt. Die dreistimmig interpretierten Lieder wurzeln tief in der Choral-Tradition der orthodoxen Kirche und werden nur von einer Panduri begleitet, einer dreisaitigen Schalenlanghalslaute.

Lucia Pulido & Erik Friedlander | COL/USA
Lucia Pulido hatte schon immer großes Interesse daran, Traditionelles mit Experimentelles zu verbinden. Es gelingt ihr, lateinamerikanischen Liedern durch ungewöhnliche Instrumentierungen aufregende Facetten abzugewinnen. Mit Erik Friedlander am Cello und mit ihrer Stimme komplettiert sie das Experiment, kolumbianische Poesie in neue Klänge zu verwandeln.

Rokia Traore | MLI
Heimat, Rassismus und Flucht, aber auch von Beziehungen, Liebe und von der Stellung der Frau im modernen Afrika handeln die Texte ihrer Lieder, die sie meist in ihrer Muttersprache Bambara singt. Ihr neues Album „Ne So“, was übersetzt Heimat bedeutet, beinhaltet 10 Songs, daneben auch ein Cover von Billie Holiday. Traore ist nach wie vor, eine der überzeugendsten Stimmen Afrikas.

30. Juli 2016 – Cuatro, Slide- und E-Gitarre

C4 Trio | VEN
Die Abkürzung C4 bezieht sich auf das Cuatro, einer kleinen viersaitigen Gitarre, die im Norden Südamerikas gespielt wird. Dabei werden aber nicht nur venezolanische Stücke gespielt, sondern auch Calypso, Merengue und Rumba. Die musikalischen Botschafter ihres Landes leihen sich aber manchmal auch Jazz-Standards aus, denn ihre Kreativität hält nicht viel von musikalischen Grenzen.

Desert Slide – Pandit Vishwa Mohan Bhatt & Divana Ensemble | IND
Das neue Weltmusik-Kollektiv aus Rajasthan, mit Grammy Award Gewinner Vishwa Mohan Bhatt, baut eine musikalische Brücke zu den Wurzeln der Roma Kultur. Bhatt war Schüler von Ravi Shankar und gewann zusammen mit Ry Cooder einen Grammy für ihre gemeinsame CD als bestes Weltmusikalbum. Bhatt spielt auf einer modifizierten Slide-Gitarre, die vom Aufbau an eine Sitar erinnert.

Ernest Ranglin & Friends | JAM/NG/SEN/USA/UK
Ranglin ist so etwas wie der Pate der jamaikanischen Musik. Nun nimmt der 83jährige mit Freunden nach über sechs Jahrzehnten Abschied von der Bühne. Eingeladen hat er dazu den Godfather of Afrobeat „Tony Allen“, den Sting-Bassisten „Ira Coleman“, den senegalesischen Sänger „Cheikh Lo“, den in London geborenen Pianisten „Alex Wilson“ sowie den Groove-Jazz-Saxofonisten „Courtney Pine“.

31. Juli 2016 – Zymbal, Vokal & Brass

Cimbalom Duo | HU
Beide kommen aus Roma Familien, holten sich in Budapest Doppel-Diplome in Klassik und Jazz und wurden vom Budapest Festival Orchestra zu Aufnahmen eingeladen. Im Jazz gibt es keinen gefragteren Zymbalisten als Miklos Lukacs. Ob Uri Caine, Herbie Mann oder Archie Shepp, alle wollten ihn schon haben. Sein Duo-Partner wurde vom DJ Kollektiv Transglobal Underground und Andre Heller eingeladen.

Mec Yek | BE
Hier wird ohne großen Aufwand einfach drauf losgespielt, wobei das schwesterliche Gesangs-Duo aus der Slowakei den Ton angibt. Da kann es schon mal vorkommen, dass traditionelle Roma-Melodien mit Amy Winehouse vermischt werden. Jazziges Feeling, mit weltmusikalischen Einflüssen und der Neugier einer Straßenband macht die belgisch-slowakische Connection zu einem echten Highlight.

Gypsy Kumbia Orchestra | CA
Das kreative Chaos des Orchestras ist eine Mischung aus Musik, Tanz und Zirkus. Kolumbianische Perkussion trifft auf die Blasmusik der osteuropäischen Roma und macht Zwischenstopps bei karibischen, afrikanischen und afroarabischen Klängen. Das durchdachte Chaos passiert aber auf der Basis einer perfekten Choreografie, denn nicht umsonst hat das GKO mit dem Cirque de Soleil zusammengearbeitet.

Alle Infos zum Festival Glatt & Verkehrt unter www.glattundverkehrt.at

Die WINZER KREMS und Glatt&Verkehrt www.glattundverkehrt.at – Über 10 Jahre sind die WINZER KREMS, Sandgrube 13, Veranstaltungsort des Kernprogramms von Glatt&Verkehrt. 2004 wurden sie mit dem Kultursponsoringpreis MAECENAS dafür ausgezeichnet. Der eigens für diese Großveranstaltung überdachte Innenhof der Winzer Krems in der Sandgrube 13, der über eine hervorragende Akustik verfügt, ist der Kern des Festivals. Mit einem Fassungsvermögen von über 900 Besuchern, der Lage inmitten der Kremser Weinberge, einem herrlichen Ausblick über die ganze Stadt und auf die Donau bis hin zum Stift Göttweig ist es der ideale Ort für ein Festival, das Musik, Ambiente und Weinkultur vereint.

Kontakt
Glatt&Verkehrt
Mag. Barbara
Minoritenplatz 4
A-3500 Krems
+43 (0) 664 / 60 499 322
barbara.pluch@noe-festival.at
http://www.glattundverkehrt.at

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DER SCHWARZE NAZI: Berlin-Premiere am 12.4. im BABYLON // Wolfgang Thierse übernimmt Schirmherrschaft

DER SCHWARZE NAZI: Berlin-Premiere am 12.4. im BABYLON // Wolfgang Thierse übernimmt Schirmherrschaft

(Mynewsdesk) Filmgroteske der König-Brüder nimmt Nazi-Stumpfsinn mit absurder Komik auseinander. Rassismus, Identität und Integration – diese Themen treiben das ganze Land um. Mit Musik von FETSUM SEBHAT und der Moderatorin RAQUEL CRAWFORD kommt DER SCHWARZE NAZI am 12. April nach Berlin ins BABYLON. 

In ihrem Kinofilm-Debüt DER SCHWARZE NAZI bürsten die Regisseure Tilman & Karl-Friedrich König intelligent und gut gelaunt das Thema Rassismus und Nazi-Ideologie gegen den Strich. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D., hat die Schirmherrschaft für den Film übernommen: „Ich wünsche dem Film viele Zuschauerinnen und Zuschauer – denn DER SCHWARZE NAZI provoziert und wird dadurch zum Nachdenken und Diskutieren anregen.“

DER SCHWARZE NAZI liefert ein mutiges und eindeutiges Statement gegen Fremdenfeindlichkeit und zwar – satirisch aber trotzdem ernsthaft, grotesk und nachdenklich zugleich. In 90 Minuten entlarvt der König-Film Ausländerhass als von Unwissen und Angst geschürte Idiotie des Kleinbürgertums. Grotesk aber berührend wird die Problematik von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus thematisiert und Rassismus ad absurdum geführt.

Der Clou: Die Frage nach deutsch und undeutsch reicht der Film ungefiltert an die Zuschauer weiter. Längst überfällige Fragen werden gestellt: Was ist eigentlich Deutsch? Sind die Deutschen überhaupt selber integriert? Feste Identität – was soll das eigentlich sein? Bedeutet Integration die Totalassimilation bis hin zur Selbstaufgabe? Und was passiert, wenn ein Kongolose die plumpe rassistische Agenda einer rechtsradikalen Partei so auf die Spitze treibt, dass sie ins Überextreme kippt? Der eindrucksvolle, kantige Independent-Film ist ein gelungener Realitäts-Check, der auf unterhaltsame Art auf Probleme hinweist, die in Deutschland, Europa und weltweit unsere demokratische Gesellschaftsordnung (zer)stören. Als erkenntnisbringende Gesellschaftsstudie sollte dieser Film überall Beachtung finden.

Karten für Berlin: http://www.babylonberlin.de/

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=gUZxDZPa91Y

Webseite: http://www.derschwarzenazi.de/

Kurzinhalt

Der Kongolese Sikumoya (Aloysius Itoka) lebt mit seiner deutschen Freundin (Judith Bareiss) in Leipzig. Er verehrt Goethe, schmückt seine Wände mit Deutschlandfahnen, entspannt sich am besten bei Bier und deutscher Volksmusik und wird bald Vater. Trotz alledem wird Sikumoya immer wieder rassistisch behelligt: Im Jobcenter stempelt man ihn zum Faulenzer ab, in der Straßenbahn starrt man ihn an und seine Schwiegermutter akzeptiert ihn lediglich als Gast in Deutschland.

Zusammengeschlagen von Nazis ereignet sich im Koma seine Metamorphose. Sikumoya erwacht schlagartig als “Deutschester aller Deutschen”. Er überholt die Neonazis von rechts und macht sich daran, ihnen den Alleinvertretungsanspruch auf ihre Ideologie streitig zu machen. Und Sikumoya überzeugt: Er bringt die Neonazis auf seine Seite und kann Massen verängstigter Wutbürger hinter sich versammeln. Ob es um amerikanische Handys oder den sächsischen Dialekt geht, der die deutsche Sprache verunreinigt: Ab sofort entscheidet Sikumoya, was „deutsch“ und was „undeutsch“ ist.

Macher

Drehbuch, Regie, Produzent: Tilman & Karl-Friedrich König

Die König-Brüder (Tilman & Karl-Friedrich König) wissen, wovon sie reden. Wie der NSU stammen Sie aus Jena – allerdings nicht aus dem Untergrund, sondern aus dem Hause König: Ihr Vater ist der bekannte „Anti-Nazi-Pfarrer“ Lothar König, der seit Jahren engagiert gegen Rechtsextremismus kämpft und kontinuierlich mit Flüchtlingen zusammenarbeitet.

Darsteller

Aloysius Itoka, Judith Bareiss, Christian Weber, Bernd-Michael Baier

Gast-Star: Melanie Müller

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Als freie Journalistin ist Anne Jacobs weltweit am Start. Sie betreut insbesondere auch Wirtschaftsthemen in Berlin, arbeitet für Mitglieder des deutschen Bundestages und ist gut mit Kulturthemen und Europa vertraut. Komplizierte Sachverhalte verständlich darstellen – das kann sie. Und sie ist kreativ und erfolgreich bei der Realisierung eines öffentlichkeitswirksamen Grundrauschens. 

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Führungskräfte warnen vor Rassismus und zunehmender Radikalisierung

Erfolgreiches Engagement gegen Rassismus beginnt bereits am Arbeitsplatz. Deutschlands Führungskräfte fordern, der Radikalisierung auch in den Unternehmen entgegenzutreten.

(Mynewsdesk) Erfolgreiches Engagement gegen Rassismus beginnt bereits am Arbeitsplatz. Deutschlands Führungskräfte fordern, der Radikalisierung des politischen Diskurses auch in den Unternehmen entgegenzutreten und Aufklärungsarbeit zu leisten. „Der zunehmende Hass, der unter anderem in der rechtsextremen Kritik an der Flüchtlingspolitik zum Ausdruck kommt, kann leicht in politisch motivierte Gewalt münden“, betont der Präsident der Führungskräftevereinigung ULA Dr. Roland Leroux. „Dies haben wir auf tragische Weise in Köln erlebt.“ Hass könne auch den demokratischen Konsens in den Belegschaften der Unternehmen bedrohen, so Leroux weiter.

Nach Ansicht der unter dem Dach der ULA zusammengeschlossenen Führungskräfteverbände sind es nicht die Flüchtlinge, die den Hass säen. „Es sind vielmehr diejenigen, die eine aufgeheizte Stimmung herbeireden wollen, um Unterstützung für ihre extremistischen Positionen zu erhalten“, erläutert Roland Leroux. Daher sei Aufklärungsarbeit nötig. „Hier sind insbesondere Führungskräfte gefragt. Denn sie tragen eine besondere Verantwortung für ein wertschätzendes, respekt- und vertrauensvolles Miteinander in zunehmend vielfältig zusammengesetzten Belegschaften.“

Die ULA fordert, dass alle Verantwortungsträger in der Gesellschaft fremdenfeindlichen Auswüchsen noch stärker als bisher die Stirn bieten müssen. Dazu ULA-Präsident Leroux: „Geistige Brandstifter, die mit fremdenfeindlicher Rhetorik den Konsens in vielfach multiethnisch zusammengesetzten Mitarbeiterschaften bedrohen, dürfen keinen Einfluss auf das Arbeitsleben haben.“ In ihren 15 Mitgliedsverbänden wirbt die ULA dafür, dass sich die Unternehmen mit konkreten Aktionen zugunsten von Flüchtlingen einsetzen. Sie begrüßt die Initiative des Führungskräfteverbandes Chemie VAA, der zusammen mit der UNO-Flüchtlingshilfe die Spendenaktion „ Führungskräfte für Flüchtlinge “ ins Leben gerufen hat. Mit dieser Aktion wird konkrete Hilfe in erster Linie vor Ort in den Krisenregionen geleistet.

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Die Führungskräftevereinigung ULA ist das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. In Berlin und Brüssel vertritt die Vereinigunh ihre Interessen in der Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Bildungspolitik gegenüber Regierung und Parlament. Mit dreizehn Mitgliedsverbänden und insgesamt über 50.000 Mitgliedern bildet die ULA als Dachverband den größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

Kontakt
ULA Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände
Klaus Bernhard Hofmann
Kaiserdamm 31
14057 Berlin
030 3069630
klaus.hofmann@ula.de
www.ula.de