Tag Archives: Scheinselbständigkeit

Pressemitteilungen

Abgrenzung von Scheinselbständigkeit und Selbständigkeit: Hohes Honorar als Kriterium

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Abgrenzung von Scheinselbständigkeit und Selbständigkeit: Hohes Honorar als Kriterium

Fachanwalt Bredereck

Das Thema Scheinselbständigkeit wird auch im neuen Jahr von massiver Bedeutung bleiben im Arbeitsrecht. Immer wieder beschäftigen hier Streitfälle die Gerichte, bei denen Statusfeststellungsverfahren oder Betriebsprüfungen zu dem Ergebnis kommen, dass vermeintlich freie Mitarbeiter tatsächlich als Scheinselbständige bzw. Arbeitnehmer beschäftigt werden. Dann wird um die Abgrenzung gestritten. Die Deutsche Rentenversicherung prüft hier in zunehmendem Umfang, liegt aber mit ihrer Einschätzung mitunter auch daneben.

Abgrenzungskriterien: Die Abgrenzung von Selbständigen und Scheinselbständigen gestaltet sich im Einzelfall oftmals durchaus schwierig. Von entscheidender Bedeutung ist regelmäßig, ob eine Weisungsgebundenheit des Beschäftigten besteht, sowie der Grad der Eingliederung in den Betrieb. Darüber hinaus kann im jeweiligen konkreten Fall aber auch anderen Kriterien eine entscheidende Bedeutung zukommen. So etwa auch dem Honorar, wie ein Urteil des Bundessozialgerichts aus dem vergangenen Jahr zeigt (Bundessozialgericht, Urteil vom 31.03.2017 – B 12 R 7/15 R).

Hohes Honorar spricht gegen Scheinselbständigkeit: In dem konkreten Fall ging es um einen Heilpädagogen, der als Honorarkraft im Rahmen der öffentlichen Jugendhilfe tätig war. Dieser wurde weitgehend weisungsfrei tätig und erhielt ein Honorar, das deutlich über dem fest Angestellter lag. Die Deutsche Rentenversicherung war zu der Einschätzung gekommen, dass der Betroffene als Beschäftigter der Sozialversicherungspflicht unterliege. Zu Unrecht, wie das Bundessozialgericht bestätigte.

Das BSG: Liegt das vereinbarte Honorar wie hier deutlich über dem Arbeitsentgelt eines vergleichbar eingesetzten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und lässt es dadurch Eigenvorsorge zu, ist dies jedoch ein gewichtiges Indiz für eine selbstständige Tätigkeit (BSG, Urteil vom 31.03.2017 – B 12 R 7/15 R).

Hohes Honorar allein als Abgrenzungskriterium nicht ausreichend: Das BSG stellt jedoch ebenfalls klar, dass die Höhe des Honorars allein nicht zur Abgrenzung ausreiche. Das BSG: Allerdings handelt es sich auch bei der Honorarhöhe nur um eines von uU vielen in der Gesamtwürdigung zu berücksichtigenden Indizien, weshalb weder an die Vergleichbarkeit der betrachteten Tätigkeiten noch an den Vergleich der hieraus jeweils erzielten Entgelte bzw Honorare überspannte Anforderungen gestellt werden dürfen (BSG, Urteil vom 31.03.2017 – B 12 R 7/15 R).

Fachanwalt Bredereck hilft: Wir vertreten Arbeitgeber, Auftraggeber, Selbständige und Arbeitnehmer (Scheinselbständige) deutschlandweit in allen Fragen rund um die Scheinselbständigkeit. Arbeitgeber beraten wir insbesondere im Zusammenhang mit drohenden oder durchgeführten Prüfungen und bei Klagen des freien Mitarbeiters. Freie Mitarbeiter, die eigentlich Arbeitnehmer sind, vertreten wir bei Statusfeststellungsklagen gegen den Arbeitgeber/Auftraggeber. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich, ob und wie wir Sie unterstützen können.

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Die nächsten Termine für Vorträge für die Haufe Akademie:

05.03.2018: Frankfurt a.M./Offenbach

18.06.2018: Hamburg

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04.01.2018

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EuGH zum Thema Urlaub: rückwirkender Urlaubsanspruch bei Scheinselbständigkeit

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

EuGH zum Thema Urlaub: rückwirkender Urlaubsanspruch bei Scheinselbständigkeit

Fachanwalt Bredereck

Das Thema Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers und dessen Verfall beschäftigt Gerichte regelmäßig. Nun hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) vor kurzem ein für Arbeitnehmer erfreuliches Urteil dazu gefällt, wann Urlaubsansprüche auch rückwirkend noch bestehen können.

Verkäufer als Scheinselbstständiger beschäftigt

Der zugrunde liegende Fall kommt aus Großbritannien, wo ein Verkäufer über 13 Jahre als vermeintlich Selbstständiger auf Provisionsbasis bei einer Firma beschäftigt gewesen war. Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses forderte er eine Vergütung für den genommenen wie auch den über die 13 Jahre nicht genommenen Urlaub. Das britische Arbeitsgericht stellte daraufhin fest, dass er tatsächlich Arbeitnehmer im Sinn der britischen Rechtsvorschriften war und deshalb einen Anspruch auf bezahlten Urlaub gehabt habe.

EuGH zum Urlaubsverfall

Der EuGH hatte nun zum einen zu klären, ob der Arbeitnehmer zunächst den Urlaub hätte nehmen müssen, um dann später die Frage des Anspruchs auf Bezahlung feststellen zu lassen. Zum anderen war fraglich, ob die Urlaubsansprüche mittlerweile verfallen waren. Der EuGH verneint beides. Die Unsicherheit, ob der Urlaub bezahlt werde oder nicht, könne ein hinreichender Grund sein, den Urlaub nicht zu nehmen. Sofern diese Frage nicht geklärt sei, sei eine Entspannung und Erholung als maßgeblicher Zweck des Urlaubs nicht möglich. Unter diesen Umständen könne der Urlaubsanspruch dann auch nicht verfallen. Der Arbeitgeber müsse den Arbeitnehmer in die Lage versetzen, seinen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub auszuüben. Tue er dies nicht, müsse er dafür die finanziellen Folgen tragen.

Zusammenfassung

Aus der Entscheidung ergibt sich somit, dass Arbeitnehmer keinen Urlaub nehmen müssen, bevor geklärt ist, dass sie einen Anspruch auf Bezahlung dafür haben. Hinsichtlich der Frage der Bezahlungspflicht hat sich der Arbeitgeber über seine Verpflichtungen zu informieren. Tut er dies nicht und ermöglicht seinen Mitarbeitern somit nicht, ihren Urlaub zu nehmen, verfallen deren Vergütungsansprüche auch nicht.

Urlaubsansprüche für Scheinselbstständige

Die Entscheidung ist für Scheinselbstständige interessant, die als vermeintliche Selbstständige bzw. freie Mitarbeiter beschäftigt wurden und sich aber tatsächlich in einem Arbeitsverhältnis befinden bzw. befunden haben. Für sie ergibt sich die Möglichkeit, auch nach längerer Zeit noch Urlaubsansprüche geltend zu machen.

Fachanwalt Bredereck hilft

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Weiterbildung zum Thema Scheinselbstständigkeit

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07.12.2017

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Scheinselbständigkeit

Statusfeststellung von Erwerbstätigen, Freier Mitarbeiter oder Scheinselbständigkeit

Scheinselbständigkeit

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht und Arbeitsrecht, Düsseldorf

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Scheinselbständigkeit
Angst vor Scheinselbstständigkeit
Die Scheinselbstständigkeit ist ein unterschätztes Problem für die Wirtschaft. Viele Unternehmen unterstützen ihre Leistungen durch den Einsatz von Fremdpersonal. In diesem Zusammenhang treten immer öfter Probleme im Zusammenhang mit der Scheinselbstständigkeit auf. Die Probleme mit der Scheinselbstständigkeit sind dabei nicht an bestimmte Branchen gebunden. Der Einsatz von Fremdpersonal

Grundsätzlich bestehen keine Bedenken gegen den Einsatz von Fremdpersonal. Insbesondere ist ein Einsatz von Fremdpersonal unbedenklich, wenn die Grundregeln der Abgrenzung zwischen Arbeitnehmern und Fremdpersonal eingehalten werden. Es kommt daher darauf an, einen freien Mitarbeiter in der Praxis auch als freie Mitarbeiter zu behandeln. Problematisch ist, wenn ein freier Mitarbeiter als eingegliederter Mitarbeiter und Arbeitnehmer lediglich die Bezeichnung „freie Mitarbeiter“ führt. Dies eröffnet dann den kritischen Bereich einer Scheinselbstständigkeit.
Scheinselbstständigkeit und Werkverträge
Insbesondere in der Baubranche fällt die Abgrenzung zwischen Arbeitnehmer, freie Mitarbeiter und Personen, die auf Basis eines Werkvertrags ihre Leistungen erkennen, schwer. Stellt der Zoll bei einer Überprüfung eines Bauunternehmers beispielsweise fest, dass kein Werkvertrag vorliegt, sondern eine Arbeitnehmerüberlassung, hat dies auf die Folge, dass die zwingenden Folgen der Arbeitnehmerüberlassung nicht eingehalten worden sind.
Der Zoll prüft Scheinselbständigkeit
Die Scheinselbstständigkeit umfasst Streitfragen im Bereich von Arbeitsrecht. Insbesondere kommen die Fragen der Scheinselbstständigkeit auf, wenn ein Unternehmer seinen freien Mitarbeiter nicht weiter beschäftigen wollte und dieser sich anschließend auf Kündigungsschutz berief. Im Rahmen des Klageverfahrens vor dem Arbeitsgericht ist dann zu klären, ob der klagende Mitarbeiter Arbeitnehmer im Sinne des Kündigungsschutzrechts oder freie Mitarbeiter ist. Ist er freier Mitarbeiter, ist er ohne Kündigungsschutz. Ist der freie Mitarbeiter Arbeitnehmer, gegen die Grundregeln des Kündigungsschutzes.
Das Arbeitsgericht entscheidet
In Streitfragen des Kündigungsschutzes entscheidet das Arbeitsgericht über die Klage eines freien Mitarbeiters, der in Anspruch erhebt, nicht freier Mitarbeiter sondern Arbeitnehmer zu sein. Dies mit der Folge, dass die wesentlichen Grundsatzentscheidungen zur Frage der Scheinselbstständigkeit auf die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte zurückgeht.
Betriebsprüfung in der Sozialversicherung
Die Fragen der Scheinselbstständigkeit werden zunehmend auch im Bereich des Sozialversicherungsrechts auftreten. Dies insbesondere dann, wenn Betriebsprüfer in der Prüfung der Sozialversicherung Beitragsnachzahlungen für Scheinselbstständigkeit geltend machen. Ein weiteres Risiko ist durch die Einführung von Mindestlohn zum 1.1.2015 hinzugetreten. Der Zoll überwacht die Einhaltung von Mindestlohn. Der Gesetzgeber hat den Zoll als Ermittlungsbehörde der Staatsanwaltschaft umfassende Kompetenz zugeordnet. Dies mit dem Ergebnis, dass der Zoll, der beispielsweise einen Bauunternehmer prüft, im Hinblick auf die Einhaltung von Mindestlohngesetz überprüft. Zugleich prüft der Zoll in diesem Zusammenhang Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Dies mit dem Ergebnis, dass die Feststellung der Eigenschaft als Arbeitgeber, Auftraggeber, freier Mitarbeiter oder Auftragnehmer zum Auftrag des Zolls mit umfasst sind.
Scheinselbständigkeit in der Betriebsprüfung
Die Risiken der Scheinselbständigkeit sind vielfältig. Im Verfahren der Statusfeststellung lassen sich Erkenntnisse gewinnen, alle Risiken lassen sich jedoch mit diesen Verfahren nicht abdecken.
Steht aber durch eine Prüfung fest, dass nicht eine freie Mitarbeiterschafft (freier Mitarbeiter) vorliegt sondern ein Arbeitsverhältnis, schuldet der Unternehmer für den zurückliegenden Zeitraum, für den ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis festgestellt worden ist, die angefallenen Gesamtsozialversicherungsbeiträge. Dieser Anspruch auf Nachzahlung bezieht sich auf alle Bereiche der Sozialversicherung. Dies umfasst den Arbeitgeberanteil. Auch der Arbeitnehmeranteil mit umfasst. Der freie Mitarbeiter, dessen Arbeitnehmeranteil gezahlt werden muss, kann – mit geringen Einschränkungen – nicht in Haftung genommen werden. Scheinselbstständigkeit und Strafrecht Die falsche Einordnung von Scheinselbstständigen ist auch strafrechtlich relevant. Durch die Scheinselbstständigkeit werden Beiträge der Sozialversicherung für den vermeintlich Selbstständigen oder den vermeintlichen freien Mitarbeitern vorenthalten. Die Beitragsvorenthaltung ist gemäß § 266 a StGB strafrechtlich relevant.
Wir beraten an der Schnittstelle von Arbeitsrecht und Steuerrecht – aus einer Hand.

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Das überholte Konzept der Festanstellung

Warum wir eine Alternative zum ersten Arbeitsmarkt brauchen

Das überholte Konzept der Festanstellung

Der Begriff der Gig Economy ist in Amerika bereits seit 2009 bekannt. Im Rahmen der Rezession waren die Menschen darauf angewiesen, auch solche Jobs anzunehmen, die mit Festanstellung, Planbarkeit und Perspektive nicht zwingend einhergingen. Mehrere Jobs gleichzeitig oder auf selbständiger Basis auszuüben, war auf einmal völlig normal. Neben der Festanstellung in Voll- oder Teilzeit arbeiten heute ca. 40 Prozent der werktätigen Bevölkerung in den USA in irgendeiner Form der Selbständigkeit.

In Deutschland freilich lösen solche Konzepte offene Ablehnung aus. Sofort ist die Rede von einer Prekarisierung der Beschäftung und „amerikanischen Verhältnissen“ auf dem Arbeitsmarkt – was gleichgesetzt wird mit Ausbeutung. Doch der Gig Worker – da machen wir uns bitte nichts vor – ist längst auch in Deutschland angekommen. Interim Manager, freiberufliche Projektleiter und Unternehmensberater gehören z. B. zu dieser Gruppe. Mit einem wesentlichen Unterschied allerdings: Der genannte Personenkreis hat das Arbeitsmodell freiwillig, aus Überzeugung und als Alternative zu den etablierten Modellen gewählt.

Nichtsdestotrotz tritt am 1. April 2017 das neue Werkvertragsgesetz in Kraft, welches nach der Interpretation der SPD auch die schutzbedürftigen Selbständigen vor sich selbst schützen soll. Warum das der falsche Weg ist – und wie es eigentlich laufen sollte – erklärt der neue Artikel „Das überholte Konzept der Festanstellung“ im expertforce Blog.

Für die immer wichtiger werdende Suche nach flexiblen Management- und Projekt-Ressourcen bietet expertforce Unternehmen jetzt ein spezialisiertes Online-Portal und persönliche Beratungsleistungen aus einer Hand. Ob qualifizierte Interim Manager, Experten oder Berater – expertforce unterstützt Unternehmen bei der effizienten Suche und Auswahl von selbständigen Anbietern temporärer Managementdienstleistungen.

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Abgrenzung von Selbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit bei Pflegekräften

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Scheinselbstständiger Arbeitnehmer oder tatsächlich selbstständig

Die Entwicklung geht immer mehr dahin, dass selbstständige Tätigkeiten ausüben, die traditionell von Arbeitnehmer ausgeführt wurden. Doch nicht immer handelt es sich dann wirklich um selbstständige – oftmals sind die Mitarbeiter tatsächlich scheinselbstständige Arbeitnehmer. Relevant ist die Unterscheidung etwa für die Frage, ob die betroffenen Mitarbeiter Kündigungsschutz genießen. Bei Selbstständigen ist das nicht der Fall, Scheinselbstständige haben dagegen als Arbeitnehmer Kündigungsschutz. Bei Pflegeberufen wie Altenpflege oder Krankenpflege ist die Abgrenzung besonders wichtig.

Wichtiges Urteil zur Abgrenzung

In einem Urteil vom 10. Dezember 2012 – L 2 R 13/09 – hat das Landessozialgericht Hamburg Ausführungen zu den wesentlichen Abgrenzungskriterien gemacht. Wissen muss man dazu, dass im Sozialrecht der Begriff des Beschäftigten maßgeblich ist und nicht der des Arbeitnehmers. Diese Begriffe sind nicht identisch, die jeweiligen Argumente aber sehr ähnlich und deswegen auch durchaus auf Streitigkeiten im Arbeitsrecht übertragbar.

Bei Pflegekräften grundsätzlich beides möglich

Die Tätigkeiten des Altenpflegers oder Krankenpflegers können grundsätzlich als selbstständiger wie auch als Arbeitnehmer ausgeübt werden. Dazu das Landessozialgericht: Dass der Gesetzgeber in § 2 S 1 Nr. 2 SGB VI selbst anerkennt, dass Pflegepersonen selbstständig sein können, führt nicht dazu, die Grundsätze der Abgrenzung zwischen abhängiger Beschäftigung und selbstständiger Tätigkeit zu suspendieren.

Entscheidende Kriterien persönliche Abhängigkeit, Eingliederung in einen fremden Betrieb und Weisungsgebundenheit

Der Arbeitnehmer muss in persönlicher Abhängigkeit zum Arbeitgeber stehen, damit es sich um Scheinselbstständigkeit und damit eine versicherungspflichtige Tätigkeit handelt. Dazu das Gericht: Dies verlangt Eingliederung in einen fremden Betrieb und Weisungsgebundenheit. Demgegenüber ist eine selbstständige Tätigkeit durch das eigene Unternehmerrisiko, eine eigene Betriebsstätte, die Verfügungsmöglichkeit über die eigene Arbeitskraft und die im Wesentlichen frei gestaltete Tätigkeit und Arbeitskraft gekennzeichnet. Der Pflegeberuf bringt es naturgemäß mit sich, dass in enger Abstimmung mit Dritten und an vorgegebenen Örtlichkeiten die Leistungen erbracht werden müssen. Das allein führt noch nicht zwingend zu einer Scheinselbstständigkeit bzw. zur Annahme eines Beschäftigungsverhältnisses. Es muss allerdings bei den Kriterien, die nicht zwingend durch die Art und Weise der Leistungserbringung bedingt sind, umso genauer darauf geachtet werden, ob diese typische Merkmale eines Beschäftigungsverhältnisses oder einer Selbstständigkeit verwirklichen.

Bei Entscheidungsspielraum nicht immer Selbstständigkeit

Um Scheinselbstständigkeit zu vermeiden, werden die Verträge in der Praxis oftmals so ausgestaltet, dass die Selbstständigen gewisse Entscheidungsspielräume haben. Doch das hilft nicht immer. Dazu das Gericht: Auch abhängig Beschäftigten verbleibt in ihrer Tätigkeit typischerweise ein Entscheidungsspielraum, auf unvorhergesehene Situationen nach eigenem Ermessen zu reagieren.

Nicht alle typischen Risiken für Selbstständige verhindern eine sozialversicherungsrechtliche Beschäftigung

Häufig werden den Pflegekräften typische unternehmerische Merkmale verschafft. Insbesondere wird ihnen das Unternehmerrisiko übergeholfen. Dazu das Landessozialgericht: Eine abweichende Beurteilung ergibt sich auch nicht daraus, dass der Pflegekraft für einen Beschäftigten untypische Belastungen und Risiken auferlegt werden, wie z. B. fehlende Lohnfortzahlung bei Arbeitsausfall und im Krankheitsfall oder kein Urlaubsanspruch. Das bedeutet noch nicht, dass derartige Kriterien völlig relevant sind. Sie führen umgekehrt in der Praxis dazu, dass zum Beispiel bei Urlaub, Entgeltfortzahlung bei Krankheit usw. in jedem Fall ein Beschäftigungsverhältnis angenommen wird.

Täuschungsversuche riskant

Völlig unerheblich sind regelmäßig Kriterien, die nur auf dem Papier verwirklicht werden bzw. von einer Partei gegenüber der anderen behauptet werden. Dazu das Landessozialgericht: An einer Eingliederung in einen fremden Betrieb ändert nicht, wenn die Pflegekraft dem Auftraggeber gegenüber den Anschein erweckt, sie sei Inhaber eines nach § 132 SGB V zugelassenen Pflegedienstes mit eigenen Mitarbeitern, um einen besonders hohen Stundenlohn zu erhalten. Das ist für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung ohne Bedeutung. Gelegentlich wirken auch Auftraggeber und Pflegekraft zunächst einvernehmlich an einer Vortäuschung der Selbstständigkeit mit. Auch das ist letztlich bei einer späteren Beurteilung irrelevant. Insbesondere der Auftraggeber kann sich damit aus der Haftung nicht herausreden.

Behandlung durch das Finanzamt nicht relevant

Wie das Finanzamt die von der Pflegekraft erzielten Einkünfte bewertet, spielt für die Frage des Vorliegens einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung keine Rolle. Dazu das Gericht: Zwischen arbeits- und sozialrechtlicher Einordnung von Einkünften einerseits und steuerrechtlicher Bewertung andererseits besteht ebenso wenig eine Bindung wie umgekehrt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bewertung durch das Finanzamt vielleicht sogar zutreffend ist. Die sozialversicherungsrechtliche, finanzamtliche und arbeitsrechtliche Beurteilung der Begrifflichkeit kann durchaus voneinander abweichen.

Quelle des zitierten Urteils

Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 10. Dezember 2012 – L 2 R 13/09 -, juris.

Fachanwalt Bredereck hilft

Wir vertreten Arbeitgeber, Auftraggeber, selbstständige und Arbeitnehmer (Scheinselbstständige) deutschlandweit in allen Fragen rund um die Scheinselbstständigkeit. Arbeitgeber beraten wir insbesondere im Zusammenhang mit drohenden oder durchgeführten Prüfungen und bei Klagen des freien Mitarbeiters. Freie Mitarbeiter, die eigentlich Arbeitnehmer sind, vertreten wir bei Statusfeststellungsklagen gegen den Arbeitgeber/Auftraggeber. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich, ob und wie wir Sie unterstützen können.

Weiterbildung zum Thema Scheinselbstständigkeit

Die Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind die Autoren des Ratgebers „Arbeitsrecht“ der Stiftung Warentest. Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck hält deutschlandweit Vorträge zum Thema Scheinselbstständigkeit, rechtssichere Abgrenzung der verschiedenen Vertragstypen, Vermeidung von Haftungsfallen und zu den möglichen Auswirkungen derzeit geplanter gesetzlicher Neuregelungen.

Die nächsten Termine für Vorträge für die Haufe Akademie:

09.11.2016 München
09.01.2017 Berlin
17.02.2017 Frankfurt/Main
10.03.2017 Hamburg

Nähere Infos sowie die Anmeldung finden Sie unter: https://www.haufe-akademie.de/w1/27.92

6.7.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

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Marktstudie: Rechtsunsicherheit gefährdet Selbständige

„Freiberuflichkeit – Eine Frage des Rechts“

Freiberufler sehen beim Thema Rechtssicherheit große Risiken, die größte Gefahr geht dabei von der Scheinselbständigkeit aus. Das sind die Ergebnisse der aktuellen SOLCOM-Marktstudie „Freiberufler – eine Frage des Rechts“, für die der Projektdienstleister zwischen Oktober und November 2015 die 9.102 Abonnenten des Online Magazins befragt hat. Hier möchten wir Ihnen die Ergebnisse aus der Auswertung von 596 Teilnehmern vorstellen.

Gut informiert
Eine überwiegende Mehrheit der Freiberufler schätzt die eigene Kompetenz in Rechtsfragen als mindestens gut ein. Um auf dem neuesten Stand bei Änderungen der rechtlichen Gegebenheiten zu bleiben, informieren sich Freiberufler im Wesentlichen über Webseiten oder bei der Zusammenarbeit mit (Projekt-)Dienstleistern. Dabei war schon jeder Fünfte mindestens einmal während seiner Tätigkeit als Freiberufler in eine Rechtsstreitigkeit verwickelt.

Rechtsbeistand
Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer nimmt zumindest gelegentlich die juristische Unterstützung eines Anwalts bei Rechtsfragen in Anspruch, jeder Fünfte sogar immer. Dass dies notwendig ist, zeigt sich beim nächsten Ergebnis: Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer empfindet die Rechtssicherheit als Freiberufler zumindest als unsicher, nur jeder Zehnte als sicher. Der größte rechtliche Fallstrick dabei ist für fast 90 Prozent – und damit mit Abstand – das Thema Scheinselbständigkeit, gefolgt von Haftungsfragen.

1. Wie schätzen Sie Ihre eigene Kompetenz hinsichtlich rechtlicher Fragen bei der Ausübung Ihrer freiberuflichen Tätigkeit ein?
Kumuliert 57,6 Prozent der befragten Freiberufler schätzen ihr Wissen in rechtlichen Fragen als gut oder sehr gut ein. Nur hingegen etwa jeder Zehnte stuft seine eigenen Kompetenzen bei dieser Thematik als schlecht ein. Mit 29,2 Prozent hat etwa ein Drittel die Antwortmöglichkeit neutral gewählt.

Sehr gut – 12,1%
Gut – 45,5%
Neutral – 29,2%
Eher schlecht – 10,4%
Sehr schlecht – 2,9%

2. Waren (oder sind) Sie schon einmal in Rechtsstreitigkeiten verwickelt gewesen, die Ihre Freiberuflichkeit betreffen?
Mit 21,1 Prozent war bereits mehr als jeder Fünfte befragte Teilnehmer in Rechtsstreitigkeiten betreffend seiner freiberuflichen Tätigkeit verwickelt. Bei 78,9 Prozent war dies bisher nicht der Fall.

Ja – 21,1%
Nein – 78,9%

3. Nehmen Sie rechtliche Unterstützung (z.B. Anwalt) bei rechtlichen Fragen oder Streitigkeiten in Anspruch?
Fast die Hälfte der befragten Freiberufler nimmt bei rechtlichen Fragen oder Streitigkeiten juristische Unterstützung in Anspruch. Etwa ein Viertel tut dies sogar grundsätzlich bei jedem rechtlichen Sachverhalt. 29,9 Prozent greifen nur selten auf Hilfe bei rechtlichen Auseinandersetzungen zurück.

Immer – 22,3%
Gelegentlich – 48,2%
Selten – 29,9%
Immer – 22,3%

4. Wie empfinden Sie die Rechtssicherheit als Freiberufler?
Kumuliert nur knapp jeder Zehnte empfindet die Rechtslage als Freiberufler als sicher, davon sogar nur 3,2 Prozent als sehr sicher. Demgegenüber bemängeln zusammengenommen mehr als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer die mangelnde Rechtssicherheit in ihrer Tätigkeit. Mit dem höchsten Einzelwert bezeichnen 47,1 Prozent die Rechtslage als eher unsicher.
27,7 Prozent der befragten Freiberufler stehen der Frage neutral gegenüber.

Sehr sicher – 3,2%
Sicher – 7,4%
Neutral – 27,7%
Unsicher – 47,1%
Sehr unsicher – 14,6%
Sehr sicher – 3,2%

5. Wo sehen Sie die größten rechtlichen Fallstricke in Ihrer freiberuflichen Tätigkeit? (Mehrfachantworten möglich)
In Weiterführung der Ergebnisse der vorherigen Frage zur – von der Mehrheit – empfundenen Rechtsunsicherheit, sehen die Umfrageteilnehmer mit 87,2 Prozent die größten Risiken beim Thema Scheinselbständigkeit. An zweiter Stelle bei den Risiken sehen 46,6 Prozent ungeklärte Haftungsfragen. Ebenfalls häufig genannt wurden die Vertragsgestaltung (43,3 Prozent) und das Steuerrecht (33,4 Prozent).
Nur etwa jeder Vierte fürchtet AGB-Klauseln in Verträgen, auch in ungeklärten Fragen beim Urheberrecht (15,3 Prozent) und der Projekttätigkeit (14,8) sieht nur ein vergleichsweise geringer Anteil rechtliche Fallstricke.
Die Möglichkeit, Freitextantworten zu hinterlegen, wurde lediglich marginal genutzt und wird aus diesem Grund nicht gesondert ausgeführt.

Scheinselbständigkeit – 87,2%
Vertragsgestaltung – 43,3%
Urheberrechte – 15,3%
Haftung – 46,6%
Projekttätigkeit – 14,8%
Steuerrecht – 33,4%
AGB Klauseln – 23,2%
Sonstige – 1,8%

6. Wo informieren Sie sich über rechtliche Änderungen, die Ihre Tätigkeit betreffen? (Mehrfachantworten möglich)
Mit 77,3 Prozent sind Webseiten die am häufigsten genutzte Informations-Quelle der Umfrageteilnehmer bei rechtlichen Fragen und Änderungen, gefolgt vom Austausch mit anderen Freiberuflern. Diese Möglichkeit nutzen 65,8 Prozent. Mehr als jeder Dritte vertraut bei dem heiklen Thema auf die Fachkompetenz von (Projekt-)Dienstleistern, informiert sich auf speziellen Blogs oder bespricht Fragen mit seinem Anwalt. Auch Fachliteratur wird mit 31,9 Prozent häufig genutzt.
Unter den Freitextantworten wurden zudem die Informationsangebote verschiedener Freiberufler- bzw. IT-Verbände als Quelle genannt.

(Projekt-) Dienstleister – 40,1%
Webseiten – 77,3%
Blogs – 37,1%
Anwalt – 35,6%

Neue Umfrage
Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Marktstudie startete auf www.solcom.de eine neue Umfrage zum Thema „Ausblick auf den Projektmarkt 2016“.

Layout:
https://www.solcom.de/de/download_marktstudien.aspx

Zur Umfrage:
http://www.solcom.de/de/umfrage.aspx

Druckfähiges Bildmaterial finden Sie unter: www.solcom.de/de/download.aspx

Über SOLCOM:

SOLCOM ist Spezialist für externe Projektunterstützung im IT- und Engineering-Bereich. Das Unternehmen zählt mit einem Umsatz von 76 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 und Projekten in mehr als 25 Ländern zu den führenden Unternehmen bei der Besetzung von Projekten mit qualifizierten IT-Experten und Ingenieuren. Kunden von SOLCOM sind national und international agierende Unternehmen.

Auf Basis eines qualitätsgesicherten Expertenpools mit über 70.000 hochqualifizierten Spezialisten und seit 1994 gesammelter Erfahrung ist SOLCOM in der Lage, Spezialisten für alle Branchen und Technologien sowie für jede Position zur Verfügung zu stellen. Das Leistungsspektrum reicht von der partiellen Unterstützung über die Bereitstellung ganzer Expertenteams bis zum umfassenden „Third Party Management“. Die Arbeit von SOLCOM zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit, Präzision und Marktübersicht aus. Bis dato hat das Unternehmen mehrere Tausend Projekte erfolgreich besetzt. Geschäftsführer von SOLCOM ist Dipl.-Kfm. Thomas Müller, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen.

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72766 Reutlingen
+49 (0) 7121-1277-0
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Haftungsfalle Scheinselbständigkeit bei GAMEplaces am 15. Oktober

Christian Hoppenstedt, Gründungspartner der Kanzlei HOPPENSTEDT RECHTSANWÄLTE, zur rechtssicheren Vertragsgestaltung für feste und freie Mitarbeiter.

Haftungsfalle Scheinselbständigkeit bei GAMEplaces am 15. Oktober

GP_BL_Logo

Frankfurt am Main, 30. September 2015 – In der gesamten Kreativwirtschaft werden Teams projektbezogen zusammengestellt. Auch in der Gamesbranche sind befristete Vertragsverhältnisse zwischen Entwicklungsstudios und Kreativen gängige Praxis. Allerdings sind die arbeits-rechtlichen Grenzen zwischen einer – wenn auch befristeten – sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und einer selbständigen Tätigkeit fließend. Auch wenn die rechtssichere Einschätzung in der Praxis schwerfällt, gilt es, bei der Vertragsgestaltung mit Freelancern das Risiko einer Scheinselbständigkeit im Auge zu behalten. Bei GAMEplaces am 15. Oktober gibt Christian Hoppenstedt deshalb einen Überblick über den aktuellen Stand von Gesetzgebung und Rechtsprechung. Ergänzend erläutert er typische Klauseln in Verträgen mit Kreativen, zum Beispiel bezüglich Nutzungsrechten oder Geheimhaltung.

Aus Sicht der Arbeitgeber sprechen neben inhaltlichen und arbeitsrechtlichen auch finanzielle Gründe für die Zusammenarbeit mit Freelancern; dies kommt vielen Kreativen entgegen, weil sie ungebunden sein wollen und auf ‚mehr Netto vom Brutto‘ hoffen. Dennoch: Als Freelancer beschäftigt werden dürfen sie nur, wenn konkrete arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Kriterien erfüllt sind. Selbständigkeit hängt nicht allein von der Anzahl der Auftraggeber ab; maßgeblich ist vielmehr die Ausgestaltung der Tätigkeit, die für jedes Vertragsverhältnis individuell zu beurteilen ist. Dabei sind Kriterien wie Weisungsgebundenheit oder Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers Anhaltspunkte.

Auch die Annahme, das Risiko der Scheinselbständigkeit liege allein beim Arbeitgeber, ist falsch: zwar haftet dieser bis zu vier Jahre rückwirkend grundsätzlich für die gesamten Sozialversicherungsbeiträge; bei Vorsatz sogar bis zu dreißig Jahre; doch auch der Scheinselbständige ist für die Arbeitnehmeranteile bis zu drei Monate in der Haftung. Arbeitgeber können ihr Risiko minimieren, indem sie ein Statusfeststellungsverfahren einleiten. Für selbständige Künstler und Publizisten kann zudem Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz und damit Anspruch auf Leistungen aus der Künstlersozialkasse (KSK) bestehen.

Über Christian Hoppenstedt: Der Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht ist Gründungspartner der Kanzlei HOPPENSTEDT RECHTSANWÄLTE in Frankfurt am Main, die alle Branchen der Kreativwirtschaft fokussiert. Als Experte in den Bereichen Film, Fotografie, Games, und Werbung berät Christian Hoppenstedt Unternehmen und Kreative und veröffentlicht zu aktuellen Rechtsthemen. Außerdem hält er regelmäßig Vorträge und Workshops und doziert an der ifs Internationale Filmschule Köln. Als Vorstandsmitglied des gamearea-FRM e. V. und Mitinitiator des m² MedienMittwochs engagiert er sich ehrenamtlich für den Medienstandort Rhein-Main.

Eckdaten zur Veranstaltung:
GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am Donnerstag, 15. Oktober 2015
Haftungsfalle Scheinselbständigkeit: ‚Arbeiten in der Gamesbranche‘ mit Christian Hoppenstedt
Zeit: 17.00 bis 19.00 Uhr
Ort: IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Mehr Infos & Anmeldung: www.gameplaces.de

Über GAMEplaces BUSINESS & LEGAL: Die auf Initiative der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und der gamearea-FRM im Jahr 2008 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe thematisiert branchenspezifische Rechtsfragen. Sie richtet sich in erster Linie an Geschäftsführer, Prokuristen, Business Development Manager, Entrepreneurs und Syndikusanwälte, steht jedoch allen Interessierten aus der Games- sowie anverwandten Branchen der Kreativwirtschaft offen. Partner der Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit Medienanwälten und Branchenkennern realisiert wird, sind das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Rahmen der Aktionslinie Hessen-IT sowie die IHK Frankfurt am Main.

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Pressemitteilungen

Diskussion über Scheinselbständigkeit verunsichert Unternehmen

Existenzvernichtungsprogramm für externe Spezialisten?

Von Ansgar Lange +++ Viele Unternehmen und externe Spezialisten fühlen sich gleichermaßen verunsichert. Juristen hingegen dürfen sich über eine Art Beschäftigungsprogramm freuen. Worum geht’s? Der Gesetzgeber hat zwar ausdrücklich die Möglichkeit geschaffen, dass Firmen selbständige Experten in Projekten einsetzen. Für die Zusammenarbeit existiert allerdings ein für den juristischen Laien auf den ersten Blick nicht durchschaubares Regelwerk. Sollten die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten werden, könnte Unternehmen vorgeworfen werden, dass sie Scheinselbständige beschäftigen. Und Scheinselbständigkeit gilt rechtlich als Schwarzarbeit.

„Ich sehe die derzeitige unklare Rechtssituation als hoch problematisch an“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de. „Unternehmen greifen auf externe Spezialisten wie Ingenieure, Controller und IT-Fachleute in der Regel zurück, um sie für zeitlich befristete Aufträge und Projekte einzusetzen. Von dieser Regelung profitieren sowohl die Unternehmen als auch die externen Experten. Durch die öffentliche Debatte über die Scheinselbständigkeit und einschlägige Urteile entsteht aber nun ein falscher Eindruck. Wir reden in Deutschland leider oft einseitig negativ über Zeitarbeit und Dienstverträge. Dabei ist Zeitarbeit oft ein gutes Mittel, um auch geringer Qualifizierte oder Menschen, die länger ohne festen Job waren, wieder in eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Und auch der Dienstvertrag ist dazu geeignet, unsere rund 150.000 hoch qualifizierten Fachkräfte in Deutschland adäquat einzusetzen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, aber die pauschale Geringschätzung oder gar Kriminalisierung dieser Beschäftigungsformen ist kontraproduktiv.“

Mittlerweile hat auch der Branchenverband BITKOM http://www.bitkom.org Alarm geschlagen. In einem Positionspapier fordert er mehr gesetzliche Klarheit beim Einsatz von Freiberuflern für Unternehmen. Derzeit gehe die Beauftragung von Freiberuflern für Unternehmen der IT-Branche mit erheblichen Risiken und Unsicherheiten einher. Wie der Bonner General-Anzeiger http://www.general-anzeiger-bonn.de berichtet, muss die Deutsche Telekom möglicherweise für mehr als 1.000 Computerspezialisten, die als so genannte Freelancer teilweise seit vielen Jahren IT-Projekte bei der Telekom und deren Tochterfirmen betreuen, Steuern und Sozialabgaben nachzahlen, da man sie als Scheinselbständige beschäftigt habe.

„Die Folgen dieser als Grauzone empfundenen rechtlichen Lage können fatal sein. Weltkonzerne fürchten nicht die finanziellen Ansprüche, die so entstehen könne. Diese bezahlen sie gleichsam aus der „Portokasse“. Weit gravierender ist der Imageschaden, der so auch durch eine vielleicht einseitige Presseberichterstattung entstehen kann. Unternehmen könnten Dienst- und Werkverträge somit wie der Teufel das Weihwasser scheuen, weil sie medial und juristisch nicht an den Pranger gestellt werden möchten. Die einzigen Profiteure dieser Situation sind Rechtsanwälte, die sich eine goldene Nase verdienen. Ein solches Beschäftigungsprogramm für Juristen hilft aber nicht weiter bei der Behebung des Fachkräftemangels, der bei wirklich hoch qualifizierten Spezialisten nun wirklich existiert“, kommentiert Zondler.

Personalexperten wie der centomo-Chef sehen in der unklaren Rechtslage ein „Existenzvernichtungsprogramm für externe Spezialisten“. „Selbstverständlich muss Missbrauch entschieden bekämpft werden. Wenn zum Beispiel rumänische Arbeiter in der Fleischindustrie zu Hungerlöhnen unter Vertrag genommen werden, so ist dies ethisch nicht zu tolerieren und muss auch juristisch bekämpft werden. Doch bei den Werk- und Dienstverträgen geht es doch um etwas ganz anderes. Hier handelt es sich um projektbezogene Aufgaben wie beispielsweise die Einführung neuer Produktlinien. Branchenverbände wie BITKOM haben Recht. Wir brauchen eine bessere Vorhersehbarkeit bei der Beurteilung der Fragen, welche Kriterien für die Einstufung als Freiberufler erfüllt sein müssen. Paragraphenreiterei und Winkeladvokatentum sind hier fehl am Platz. Ein Richtwert könnte zum Beispiel die Höhe des Verdienstes von Freiberuflern sein. Hier gibt es ja schon Grenzwerte wie zum Beispiel bei der freiwilligen Krankenversicherung“. Bildquelle: 

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

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Pressemitteilungen

Kostenrisiko für Unternehmer: „scheinselbständige“ Mitarbeiter

Unternehmer haben Sozialversicherungsbeiträge für „scheinselbständige“ Mitarbeiter an die Krankenkassen zu zahlen.

Kostenrisiko für Unternehmer: "scheinselbständige" Mitarbeiter

Rechtsanwältin Susanne Schäfer Freiburg

Sie sind Unternehmer und beschäftigen neben eigenen Mitarbeitern auch „freie“ Mitarbeiter? Sie beschäftigen eventuell sogar ausschließlich „freie“ Mitarbeiter? Sind Sie sicher, dass diese „freien“ Mitarbeiter tatsächlich Selbständige sind?

Unternehmer, welche „scheinselbständige“ Mitarbeiter beschäftigen, riskieren die Sozialversicherungsbeiträge für diese tatsächlich sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nachträglich für Monate oder sogar Jahre an die Krankenkasse zahlen zu müssen.

Arbeitgeber haben die Sozialversicherungsbeiträge für ihre Mitarbeiter (den Arbeitgeber- und den Arbeitnehmeranteil) an die Krankenkassen zu entrichten. Stellt sich – bei einer Betriebsprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung – heraus, dass „selbständige“ Mitarbeiter nur „scheinselbständig“ und damit tatsächlich abhängig beschäftigte Mitarbeiter sind, hat der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge für diese Mitarbeiter für den gesamten Zeitraum der Beschäftigung nachzuzahlen.

Den an die Krankenkasse für diesen gesamten Zeitraum nachgezahlten Arbeitnehmeranteil darf der Arbeitgeber jedoch regelmäßig nur bei den nächsten drei Gehaltsabrechnungen vom (Brutto-)Gehalt des Mitarbeiters nachträglich abziehen. Hat der Unternehmer somit die Sozialversicherungsbeiträge für einen Zeitraum von mehreren Jahren nachträglich zu zahlen, so kann er den Arbeitnehmeranteil von seinem Mitarbeiter nur bei den nächsten drei Gehaltsabrechnungen abziehen (und damit auch nur, wenn das Arbeitsverhältnis noch besteht). Für den übrigen Zeitraum hat der Unternehmer selbst die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile für die Sozialversicherungsbeiträge nachzuzahlen, ohne die Arbeitnehmeranteile von seinem (früheren) Mitarbeiter nachträglich fordern zu können.

Damit ist es für Unternehmer wichtig, sicherzustellen, dass „selbständige“ Mitarbeiter auch tatsächlich selbständig und nicht „scheinselbständige“, abhängig beschäftigte (sozialversicherungspflichtige) Mitarbeiter sind:

Eine (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung, die nicht selbständige Arbeit, setzt eine persönliche Abhängigkeit des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber voraus, welche gegeben ist bei einer Tätigkeit nach Weisungen und einer Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers.

Eine selbständige Tätigkeit setzt dagegen ein eigenes Unternehmerrisiko (Haftungsrisiko), den Einsatz eigenen Kapitals, das Vorhandensein einer eigenen Betriebsstätte und die im Wesentlichen freie Verfügungsmöglichkeit hinsichtlich Zeit, Dauer und Ort der Tätigkeit voraus.

Maßgebend ist das Gesamtbild der Arbeitsleistung nach den tatsächlichen Verhältnissen, wobei eine Gesamtabwägung aller Umstände erfolgt. Soweit eine vertragliche Vereinbarung von den tatsächlichen Verhältnissen abweicht, tritt diese zurück, ist somit nicht maßgebend.

Um eine für die Krankenkassen bindende Feststellung über den Status der Mitarbeiter („selbständig“ oder „abhängig beschäftigt“) zu erhalten, können Unternehmer (wie auch die Mitarbeiter) bei der Deutschen Rentenversicherung die Statusfeststellung beantragen.

Bildquelle:kein externes Copyright

Die Kanzlei Schäfer in Freiburg ist spezialisiert auf Arbeitsrecht, Sozialrecht und Versicherungsrecht.

Rechtsanwältin Susanne Schäfer
Susanne Schäfer
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Pressemitteilungen

Harte Zeiten für IT-Freiberufler

Die SAP AG kündigt alle Verträge mit IT-Freiberuflern, um dem Risiko einer drohenden Scheinselbständigkeit vorzubeugen.

Viele Freiberufler haben befürchtet, dass irgendwann einmal eines der großen Unternehmen offen einräumt: „Ja – wir haben ein Problem mit dem Thema Scheinselbständigkeit.“ Jetzt ist genau dies geschehen. Die SAP AG hat zum 1. März eine External Workforce Policy umgesetzt, die tiefgreifende Auswirkungen für die im Konzern tätigen IT-Freiberufler hat. Ich bin mir sicher, dass das nur die Spitze des Eisberges ist.

Wer ist wirklich Freiberufler?

Laut Definition ist die persönliche Unabhängigkeit kennzeichnend für einen freien Mitarbeiter. Der freie Mitarbeiter ist in der Gestaltung seiner Arbeitsbedingungen relativ frei und formal weder in zeitlicher, örtlicher oder fachlicher Hinsicht den Weisungen des Auftraggebers direkt unterworfen. Er ist gewöhnlich nicht in die Organisationsstruktur des Auftraggebers eingegliedert. (Wikipedia)
Mir sind nicht gerade wenige Kollegen bekannt – darunter auch zahlreiche Interim Manager -, die es sich bei ihren Kunden recht bequem gemacht haben. Da gibt es Mandate, die mitunter schon seit Jahren laufen und von einer Verlängerung in die nächste gehen. Für die beauftragenden Unternehmen macht das im Einzelfall sogar Sinn. Freie Mitarbeiter können einen wesentlichen Bestandteil der sogenannten „atmenden Organisation“ ausmachen. Immer dann, wenn Projektressourcen nur temporär benötigt werden oder man nicht genau weiß, ob es nach dem aktuellen Projekt noch Arbeit gibt, ist der Einsatz eines Freiberuflers oder Interim Managers eine gute Entscheidung. Manchmal freilich zeugt es auch von Fantasielosigkeit …

Die Praxis sieht oft anders aus

Doch wie verhält es sich in den Fällen, in denen solche Kettenverträge zu Beschäftigungszeiten von mehreren Jahren und einer mehr als eindeutigen Eingliederung in die Organisation führen? Dazu habe ich eine recht klare Meinung. Und die deckt sich offenbar mit der Einschätzung des SAP Compliance Officers. Dieser kommt nämlich zu dem Ergebnis, dass das nach arbeitsrechtlichen Grundsätzen eine erhebliche Gefahr darstellt. Kommt nämlich die Rentenversicherung Bund im Rahmen eines sogenannten Statusfeststellungsverfahrens zu dem Ergebnis, dass der Freiberufler oder Interim Manager dem Wesen seiner Beschäftigung nach ein Angestellter ist, so muss das Unternehmen die Sozialversicherungsbeiträge rückwirkend bis zum Beginn der Statusfeststellung bezahlen. Das kann bereits im Einzelfall, sicher jedoch bei ganzen Freiberufler-Armeen (wie z. B. bei der SAP AG), im wirtschaftlichen Desaster enden. Ein solches Risiko darf kein Unternehmen wissentlich eingehen.

lesen Sie mehr unter http://www.consultnet-ir.com/blog/entry/mehr-schein-als-sein

Seit vielen Jahren unterstützt die consultnet GmbH Unternehmen dabei, die High Potentials unter den Fachexperten und Managern zu gewinnen. Egal, ob in Festanstellung oder als Interim Manager – an beinahe jedem Ort weltweit. Unser Ziel ist es, bestehende Organisationen so zu unterstützen, dass deren eigene Leistungsfähigkeit genau dort gestärkt wird, wo dies notwendig oder sinnvoll ist. Ganz gleich, ob Sie Mitarbeiter oder externe Unterstützung suchen – Abhängigkeiten von externen Beratern lassen wir gar nicht erst entstehen.

Rund 2.000 handverlesene Interim Manager, Projektmanager, Unternehmensberater undTrainer stehen für kurzfristige Einsätze unmittelbar zur Verfügung. Ein Einsatz dieser Ressourcen ist innerhalb von 48 Stunden möglich.

Neben unserer klassischen Arbeit als Personalberater im Interim Management, Direct- und Executive Search berät consultnet Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung maßgeschneiderterStrategien und Recruiting Organisationen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.consultnet-ir.com/ueber-consultnet

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