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Der Wettkampf um die Daten: Deutschland muss bei digitalen Marktplätzen aufholen

Der Wettkampf um die Daten: Deutschland muss bei digitalen Marktplätzen aufholen

(Mynewsdesk) Hannover, 26. April 2016. Daten werden zum erfolgskritischen Wirtschaftsgut des 21. Jahrhunderts und digitale Plattformen zu den vorherrschenden Marktplätzen. Wie die Digitalisierung in Unternehmen aussehen kann, zeigt acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften auf der Hannover Messe mit 20 Praxisbeispielen. Einen Bericht mit Anwendungen aus Deutschland und einem Leitfaden für die Digitalisierung von Unternehmen überreichte acatech Präsident Henning Kagermann am 25. April an Staatssekretär Matthias Machnig (BMWi). Die Arbeit der Projektgruppe „Digitale Serviceplattformen“ fließt ein in einen neuen Förderschwerpunkt des Bundeswirtschaftsministeriums. Mehr unter: www.acatech.de/dig-serviceplattformen

Digitale Plattformen sind die Marktplätze der Zukunft und entscheiden über den wirtschaftlichen Erfolg im 21. Jahrhundert. Ihre Grundlage sind Daten: Wer Kunden- und Produktdaten kombiniert, kann individualisierte Pakete aus Dienstleistungen und Produkten erstellen. Diese Smart Services vertreiben Hersteller über digitale Marktplätze, auf denen sie auch Materialien und Dienstleistungen bestellen. Erste Praxisbeispiele aus Deutschland stellt acatech auf der Hannover Messe vor. Der Bericht „Digitale Serviceplattformen – Praxiserfahrungen aus der Industrie“ enthält einen Leitfaden für die digitale Transformation von Unternehmen. Die Ergebnisse dieses Projekts fließen in einen neuen Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ein.

„Die deutsche Industrie und der Mittelstand brauchen datenbasierte Geschäftsmodelle auf der Grundlage von digitalen Plattformen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Staatssekretär Matthias Machnig. „Die von acatech gesammelten Praxisbeispiele zeigen, wie die Digitalisierung unserer Wirtschaft aussehen kann. Damit dies gelingt, ist die institutionsübergreifende Zusammenarbeit bei digitalen Dienstleistungen essentiell. Dieses Thema steht auch im Fokus der digitalen Strategie 2025 des BMWi.“

Wettbewerb der digitalen Ökosysteme

Der acatech Leitfaden empfiehlt interessierten Unternehmen, möglichst schnell einfache Pilotprojekte für digitale Serviceplattformen zu gründen. Die Investitionen seien mit 10.000 bis 50.000 Euro vergleichsweise niedrig. So verknüpfte der Gebäudereiniger Kärcher seine Geräte in einer digitalen Serviceplattform und erweiterte sein Serviceangebot um datenbasierte Dienste wie das digitale Flottenmanagement. In einer zweiten Phase wird Unternehmen empfohlen, die gesamte Wertschöpfungskette zu digitalisieren und stärker mit Partnern zu kooperieren. Das bekannteste deutsche Beispiel für die Zusammenarbeit in digitalen Ökosystemen ist der gemeinsame Kauf des Kartendienstleisters HERE durch Audi, BMW und Daimler.

„Der Wettbewerb der Zukunft entscheidet sich nicht mehr zwischen einzelnen Firmen, sondern zwischen dynamischen, digitalen Ökosystemen“, erklärt acatech Präsident und Projektleiter Henning Kagermann. „Um den Aufbau digitaler Plattformen zu beschleunigen, müssen Unternehmen zügig Smart Services umsetzen und Kooperationen in digitalen Ökosystemen eingehen.“ Wie diese Zusammenarbeit auf digitalen Serviceplattformen in der Praxis funktioniert, zeigt der Bericht anhand von 20 Praxisbeispielen aus 5 Branchen. So können auf der adidas Plattform miCoach externe App-Entwickler neue Dienstleistungen anbieten. adidas-Kunden erhalten Zugang zu einer kostenfreien App, mit der sie ihr Training analysieren und Ziele definieren können. So kann adidas seine Fitness-Produkte mit kostenfreien Smart Services anreichern.

Lizenzfreie Plattformen für den Mittelstand

Nicht an End- sondern an Firmenkunden wendet sich die browser-basierte Plattform AXOOM. Der Werkzeug- und Laserproduzent TRUMPF nutzt die Plattform zur Steuerung und Optimierung der eigenen Produktion, während der Elektronik- und Optikkonzern Zeiss über AXOOM Kunden die standortübergreifende Temperaturüberwachung von Messräumen ermöglicht.

Noch kommen aber vergleichsweise wenige Plattformanbieter aus Deutschland oder Europa. Eine Befragung der 500 größten Unternehmen Deutschlands durch die Unternehmensberatung Accenture zeigt, dass fast alle deutschen Leitindustrien noch am Anfang ihrer Plattform-Bemühungen stehen. Eine Ausnahme bildet die Automobilbranche. Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen steckt mehr als zehn Prozent seiner Investitionen in die Digitalisierung. „Die Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass zuerst ein schneller Einstieg und, längerfristig, die durchgängige Digitalisierung der Wertschöpfungsketten notwendig sind“, sagt Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland. „Nur so können digitale Plattformen und „Smart Services Made in Germany“ im Wettrennen um Plattformmärkte bestehen.“

Um hier aufzuholen, empfiehlt die Projektgruppe „Digitale Serviceplattformen“:

* Offene, lizenzfreie Plattformen fördern, denn sie sichern die technische Souveränität Deutschlands.
* Ein Netzwerk von Unternehmen (Onboarding Factory) gründen, um Freelancern und kleinen und mittelständischen Unternehmen den Einstieg in die Smart Service Welt zu erleichtern.
* Menschen weiter in den Mittelpunkt stellen: Smart Services helfen bei der Aus- und Weiterbildung der Belegschaft. Digitale Assistenzsysteme unterstützen Menschen und machen sie fit für komplexe Aufgaben.

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Über acatech Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
acatech vertritt die deutschen Technikwissenschaften im In- und Ausland in selbstbestimmter, unabhängiger und gemeinwohlorientierter Weise. Als Arbeitsakademie berät acatech Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Darüber hinaus hat es sich acatech zum Ziel gesetzt, den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen und den technikwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Zu den Mitgliedern der Akademie zählen herausragende Wissenschaftler aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. acatech finanziert sich durch eine institutionelle Förderung von Bund und Ländern sowie durch Spenden und projektbezogene Drittmittel. Um die Akzeptanz des technischen Fortschritts in Deutschland zu fördern und das Potenzial zukunftsweisender Technologien für Wirtschaft und Gesellschaft deutlich zu machen, veranstaltet acatech Symposien, Foren, Podiumsdiskussionen und Workshops. Mit Studien, Empfehlungen und Stellungnahmen wendet sich acatech an die Öffentlichkeit. acatech besteht aus drei Organen: Die Mitglieder der Akademie sind in der Mitgliederversammlung organisiert; das Präsidium, das von den Mitgliedern und Senatoren der Akademie bestimmt wird, lenkt die Arbeit; ein Senat mit namhaften Persönlichkeiten vor allem aus der Industrie, aus der Wissenschaft und aus der Politik berät acatech in Fragen der strategischen Ausrichtung und sorgt für den Austausch mit der Wirtschaft und anderen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Die Geschäftsstelle von acatech befindet sich in München; zudem ist acatech mit einem Hauptstadtbüro in Berlin und einem Büro in Brüssel vertreten.

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Autonome Systeme: Fachforum stellt Forschungsministerin Wanka Prototypen vor

Autonome Systeme: Fachforum stellt Forschungsministerin Wanka Prototypen vor

(Mynewsdesk) Hannover, 25. April 2016. Eine neue Generation selbständiger Roboter und Programme revolutioniert unsere Gesellschaft. Anders als bisherige Fabrikroboter werden sie zu alltäglichen Begleitern und Helfern der Menschen. Henning Kagermann, Sprecher des Fachforums Autonome Systeme und acatech Präsident, stellt gemeinsam mit Reimund Neugebauer, einem der zwei Vorsitzenden des Hightech-Forums und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft der Forschungsministerin Johanna Wanka am 25. April auf der Hannover Messe Prototypen aus Deutschland vor. Gezeigt werden autonome Systeme für die industrielle Produktion, alltägliche Anwendungen wie die Steuerung selbstfahrender Autos und menschenfeindliche Einsatzgebiete wie die Tiefsee.

Demografischer Wandel, Digitalisierung, Energiewende – eine neue Generation selbständiger Roboter und Programme könnte helfen, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka informierte sich am 25. April 2016 auf der Hannover Messe über Prototypen deutscher Unternehmen und Forschungsinstitute. Vorgestellt werden die Prototypen vom Fachforum Autonome Systeme, einer Arbeitsgruppe im Hightech-Forum der Bundesregierung. Über 60 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erarbeiten hier Anwendungsbeispiele selbstständiger Maschinen und Programme und formulieren Handlungsempfehlungen für Wirtschaft und Politik.

Einsatz in der Tiefsee und auf der Straße

Autonome Systeme werden in ganz unterschiedlichen Anwendungsfeldern eingesetzt. Im Gesundheitswesen machen sie Behandlung und Pflege effizienter. Smarte Gebäude brauchen mit ihrer Hilfe weniger Energie. Selbstfahrende Autos machen Transport- und Logistiksysteme sicherer, leistungsfähiger und nachhaltiger. In menschenfeindlichen Gebieten helfen autonome Roboter nach Katastrophen und bei der Erkundung der Tiefsee.

So kartographiert etwa der Unterwasserroboter DEDAVE des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in bis zu 6.000 Meter Tiefe den Meeresboden und unterstützt die Arbeit an Tiefseekabeln und Pipelines. Ebenfalls auf der Hannover Messe zu sehen ist die Steuerungssoftware D-ROCK des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dank D-Rock kann der DFKI-Laufroboter MANTIS autonom agieren und etwa beim Rückbau von Atomkraftwerken helfen. Aber auch in alltäglichen Situationen wie im Straßenverkehr sorgen autonome Systeme für mehr Sicherheit. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt stellt die IPS-Navigationsbox vor, deren Sensoren selbstfahrende Autos mit Umweltdaten versorgen. Insgesamt elf Demonstratoren stellt das Fachforum an zwei Ständen und in einem Zwischenbericht zur Hannover Messe vor.

Großes Wertschöpfungspotenzial, technologischer Nachholbedarf

Das Wertschöpfungspotenzial dieser Technologien gilt als sehr hoch. Bei den Industrierobotern ist Deutschland schon heute europäischer Marktführer und weltweit auf Platz fünf. Im Rekordjahr 2014 wurden mehr als 200.000 Industrieroboter verkauft, die Verkaufszahlen stiegen um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gelingt die Umsetzung von Industrie 4.0, könnten in Deutschland bis zum Jahr 2025 zusätzliche 270 Milliarden Euro erwirtschaftet werden, schätzt der Branchenverband BITKOM. Serviceroboter könnten dann einen ähnlich großen Marktanteil haben wie Industrieroboter.

Bei Sensorsystemen, Künstlicher Intelligenz und Industrierobotik ist Deutschland bereits gut aufgestellt. Nachholbedarf besteht aber beim maschinellen Lernen und der Mensch-Maschine Interaktion. Wirtschaft und Wissenschaft müssen hier stärker zusammenarbeiten und neue autonome Systeme entwickeln. Das Fachforum empfiehlt eine Community Plattform, um Unternehmen einzubinden, die bisher noch keine Erfahrung mit autonomen Systemen haben.

Roboter können Menschen nicht ersetzen

Untersucht werden im Fachforum auch die gesellschaftlichen Auswirkungen autonomer Systeme. Menschenleere Fabriken sind nicht zu erwarten. Trotz ihrer Fähigkeiten könnten autonome Systeme in vielen Situationen Menschen nicht ersetzen, erklärt Henning Kagermann, der Sprecher des Fachforums und Präsident von acatech. „Ihnen fehlt Alltagsintelligenz und Intuition. Der Mensch wird weiterhin die Ziele vorgeben, die dann von den Maschinen zusehends selbstständig und innerhalb ihres Handlungsspielraums geplant und ausgeführt werden.“ Die Akzeptanz durch menschliche Nutzer werde daher über den Erfolg autonomer Systeme entscheiden.

Das Fachforum Autonome Systeme im Hightech-Forum der Bundesregierung

Das Hightech-Forum ist das zentrale Beratungsgremium der Bundesregierung zur Begleitung der Hightech-Strategie. In acht Arbeitsgruppen, den sogenannten Fachforen, werden detaillierte Fragestellungen erörtert.

Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und – gemeinsam mit Andreas Barner vom Stifterverband – Vorsitzender des Hightech-Forums, erklärt:„Das Hightech-Forum bringt die Perspektiven und Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in zentralen, zukunftsweisenden Fragen zusammen. Diese Vernetzung ist entscheidend, um die Innovationskraft am Standort Deutschland zu stärken. Experten aus diesen Bereichen beraten die Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode bei der Umsetzung der Hightech‐Strategie und geben konkrete Vorschläge für neue Instrumente und Förderformate der Innovationspolitik. Diese sind insbesondere für technologische Zukunftsfelder, wie autonome Systeme entscheidend, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.“

Das Fachforum widmet sich der Weiterentwicklung und dem Einsatz autonomer Systeme. Über 60 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeiten Empfehlungen und Anwendungsbeispiele für die Technologieentwicklung. Unter Leitung von acatech Präsident Henning Kagermann leiten sie daraus Vorschläge für Rahmenbedingungen ab, etwa zu Haftungsfragen oder der Versicherbarkeit. Eine große Rolle spielen auch die Wertschöpfungspotenziale. Analysiert werden potenzielle Geschäftsmodelle und Fördermaßnahmen für die Marktentwicklung.

Weitere Informationen unter:

www.hightech-forum.de

www.acatech.de/autonome-systeme

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Aufholen im digitalen Wettlauf Arbeitskreis Smart Service Welt übergibt Bericht an Sigmar Gabriel

Aufholen im digitalen Wettlauf  Arbeitskreis Smart Service Welt übergibt Bericht an Sigmar Gabriel

(Mynewsdesk) Weckruf an die Wirtschaft

Viele deutsche Hersteller sind internationale Marktführer bei Produkten. Doch dieser Erfolg darf sie nicht an der notwendigen Digitalisierung ihrer erfolgreichen Geschäftsmodelle hindern. Denn in diese Lücke könnten führende Internetunternehmen und neue Gründungen stoßen und die Schnittstelle zwischen Kunden, Herstellern und Dienstleistern besetzen. Noch hat Deutschland eine gute Ausgangsposition für die Industrie 4.0 und damit verbundene Smart Services Made in Germany.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte anlässlich der Übergabe des Arbeitskreis-Berichts am 16. März auf der CeBIT: „Das acatech-Zukunftsprojekt „Smart Service Welt“ hat intelligente Dienstleistungen zum Thema, mit der deutsche Anbieter neue Anwendungsfelder, Effizienz- und Wertschöpfungspotenziale erschließen können. Sie schaffen damit die Basis, wettbewerbsfähig zu bleiben. Das zum IT-Gipfel verkündete BMWi-Technologieprogramm „Smart Service Welt – Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft” wurde auf der Grundlage von acatech-Erkenntnissen hierzu entwickelt und setzt das in der Digitalen Agenda, der Hightech-Strategie und dem Koalitionsvertrag verankerte Thema in Forschung und Entwicklung zeitnah um.“

„Wir können weder die Digitalisierung aufhalten noch unsere Geschäftsmodelle davor abschotten. Doch wir haben das Zeug, die Welt der Industrie 4.0 und der damit verbundenen Smart Services zu gestalten“, sagte Henning Kagermann, Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Co-Vorsitzender des Arbeitskreises Smart Service Welt. „Aus Deutschland kommen Produkte von Weltruf. Im Wissen um die Nutzer und ihre Bedürfnisse sind jedoch andere besser. Nur wer beides zusammenbringt, kann attraktive Smart Services anbieten – das ist ein Wettrennen. Unsere großen und kleineren Marktführer sollten Kooperation wagen, Know-how aufbauen und auf dieser Basis von den Nutzern ausgehend gedachte Smart Services entwickeln.“

Der Arbeitskreis Smart Service Welt empfiehlt die Einrichtung einer unternehmensgetriebenen Umsetzungsplattform, die Smart Services ganz konkret entwickelt, und einer politikgetriebenen Innovationsplattform, die den gesellschaftlichen Dialog voranbringt. Eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung sehen die rund 140 Arbeitskreismitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Verbänden und Verwaltungseinrichtungen in der Arbeitsorganisation. Die Fragen zur Zukunft der Arbeit in der Smart Service Welt reichen von der betrieblichen Mitbestimmung in überbetrieblichen Netzwerken bis hin zur Weiterentwicklung der Sozialversicherungssysteme, um einer digitalen Prekarisierung entgegenzuwirken. Für den Aufbau des nötigen Wissens empfiehlt der Arbeitskreis die Einrichtung Nationaler Kompetenzzentren für Smart Services.

Neue Geschäftsmodelle durch innovative Datennutzung

Smart Services sind individuell geschnürte Pakete aus Produkten, Diensten und Dienstleistungen, wie sie beispielsweise von Mobilitäts-Apps angeboten werden. Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland und Co-Vorsitzender des Arbeitskreises erläutert: „Im Zeitalter der Industrie 4.0 werden individualisierte Smart Services, die aus den Betriebsdaten der Produkte generiert werden, oft wichtiger als das Produkt selbst. Sie lösen damit die heute dominierenden Produkte und Dienstleistungen von der Stange ab. Wer Smart Services anbietet, der bestimmt die Beziehung zu den Kunden und erschließt sich zusätzliche Umsätze mit gänzlich neuen Geschäftsmodellen. Der Schlüssel für die Smart Service Welt sind Daten, die von den intelligenten Produkten der Industrie 4.0 bereitgestellt und auf neuen digitalen Plattformen gesammelt und verarbeitet werden.“ 15 Milliarden Produkte weltweit sind schon heute mit dem Internet verbunden, binnen fünf Jahren wird sich diese Zahl verdoppeln. Auch in scheinbar analogen Branchen werden sich Smart Services durchsetzen. So wandeln sich das Transportwesen und die Landwirtschaft in vernetzte Hightech-Branchen. Sogar Industrieanlagen werden bereits dank intelligenter, vernetzter Sensorik ‚as a service‘ geleast und gewartet.

Digitaler europäischer Binnenmarkt, IT-Sicherheit und Datenschutz 

Rasches Wachstum in einem homogenen Heimatmarkt ist ein wichtiger Startvorteil für Smart Service Anbieter aus den USA und China. Europa braucht deshalb einen digitalen europäischen Binnenmarkt, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Das Spektrum europaweiter Rahmenbedingungen reicht von einer gemeinsamen Datenschutzverordnung bis hin zum europäisch konzertierten Ausbau digitaler Infrastrukturen. IT-Sicherheit und Datenschutz sind für den Arbeitskreis Smart Service Welt weitere zentrale Voraussetzungen. Smart Services sind für die Nutzer erst vertrauenswürdig, wenn sie sicher sind und dahingehend unabhängig geprüft werden. Gemeinsam mit widerstandsfähigen Infrastrukturen (Resilienz) bilden diese das Sicherheitsparadigma der Zukunft.

Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands steht auf dem Spiel

Damit die deutsche und europäische Wirtschaft ihre technologische Souveränität behaupten, müssen zügig gemeinsame digitale Plattformen getestet und aufgebaut werden. Erst wenn dies gelingt, werden Smart Services die Produktivität in Deutschland steigern und Wertschöpfung und Beschäftigung am Hochlohnstandort schaffen. Der Arbeitskreis Smart Service Welt sieht dafür dank der hochmodernen Unternehmen, qualifizierten Belegschaften und leistungsfähigen Forschungsinfrastrukturen eine gute Basis. Deutschland hat das Potenzial, mit Smart Products der Industrie 4.0, Smart Services Made in Germany und mit gut ausgebildeten Smart Talents eine digitale Führungsrolle zu übernehmen.

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CODE_n: Starke Partner unterstützen das globale Ökosystem für digitale Pioniere

CODE_n: Starke Partner unterstützen das globale Ökosystem  für digitale Pioniere

(Mynewsdesk) * CeBIT, EY, Salesforce, Accenture mit Smart Service Welt, EnBW und TRUMPF mit an Bord
* Digitalisierung der Wirtschaft treibt den Netzwerkgedanken
Das Netzwerk rund um CODE_n wächst weiter: Neben den bisherigen Partnern CeBIT, EY und Salesforce sind nun auch Accenture mit Smart Service Welt, EnBW und TRUMPF Teil der 2011 von der GFT Group initiierten Innovationsplattform. Alle Partner sind auch als Aussteller bei der CeBIT 2015 in der Halle 16 dabei, in der zukunftsweisende Geschäftsmodelle rund um das Thema „Internet der Dinge“ gezeigt werden.

Stuttgart, 8. Dezember 2014 – „Wir sind sehr stolz, dass sich all diese renommierten Unternehmen nachhaltig in CODE_n einbringen“, sagt Ulrich Dietz, CEO der GFT Group und Initiator von CODE_n. „2011 sind wir mit der Idee gestartet, weltweit nach den innovativsten Startups zu suchen und sie mit etablierten Unternehmen zusammenzubringen. Unter dem neutralen Dach von CODE_n treffen frische Geschäftsmodelle auf traditionelle Industrien und erschließen mit Blick auf die Digitalisierung der Wirtschaft gemeinsam neue Potenziale. Dieses Konzept funktioniert! Und es motiviert: Wir haben mit CODE_n noch viel vor.“

Für Mark Smith, Managing Partner bei EY, steht die Unterstützung der Gründer im Transformationsprozess im Vordergrund: „Junge Unternehmen sind der Katalysator der Digitalisierung. Eine Gründung, aber auch die ersten Jahre oder der Schritt zur Internationalisierung, sind ein wahrer Hindernislauf. Als Beratungsgesellschaft sehen wir es als unsere Pflicht an, die Gründer auf ihrem Wachstumsweg zu begleiten. Zudem ist die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen wegen der unterschiedlichen Strukturen und Arbeitsweisen nicht immer einfach, aber unbedingt wichtig.“ Mittelständische und Großunternehmen haben oft die Schwierigkeit, junge Talente mit neuen, unkonventionellen Ideen zu finden und an sich zu binden. Aber gerade sie sind notwendig, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und den Marktanschluss nicht zu verlieren. „Wir wollen Erfahrung mit Innovation, Stabilität mit Dynamik zusammenbringen und damit nachhaltige Wachstumsimpulse für den Standort Deutschland geben“, sagt Mark Smith. „Die langjährige Zusammenarbeit mit CODE_n bietet uns hierfür eine ideale Plattform.“

Für Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland und Co-Vorsitzender des Arbeitskreises Smart Service Welt, ist CODE_n die ideale Plattform, um bei der digitalen Transformation der Wirtschaft die Expertise der Smart Service Welt einfließen zu lassen: „Wir kennen die Ideen der Startups und die Stärken der traditionellen Industrien. Wer vernetzte Produkte und „As-a-Service“-Dienste jetzt forciert, hat die Chance, den Kunden an der digitalen Nabelschnur zu halten, und erschließt sich enorme Wachstumspotenziale. Unternehmen können viel gewinnen, wenn sie sich dazu den innovativen Ideen junger Entrepreneure öffnen.“

Salesforce ist im zweiten Jahr Partner von CODE_n. Deutschland-Chef Joachim Schreiner: „Startups liegen Salesforce am Herzen. Der Wunsch des Sich-ständig-neu-Erfindens und Innovationen voranzutreiben ist Teil unserer DNA. Von daher passen Startups und Salesforce gut zusammen. Wir wollen ein größtmögliches Innovations-Ökosystem aufbauen, und unsere Cloud-Lösungen können dabei helfen, jungen und etablierten Unternehmen ihren Weg in die digitale Zukunft zu ebnen. Bei CODE_n treffen wir Startups und etablierte Partner. Hier können wir zusammen neue Geschäftsmodelle diskutieren und konkret unterstützen. Außerdem arbeiten wir mit vielen unserer Kunden an der Transformation zur Industrie 4.0 und sind sehr gespannt auf die entsprechenden Lösungen der Startups im CODE_n Wettbewerb.“

Die CeBIT war von Beginn an Schauplatz für die innovativen Geschäftsmodelle der 50 Finalisten des CODE_n Wettbewerbs. „CODE_n bei der CeBIT ist ein wahrer Publikumsmagnet“, sagt Oliver Frese, CeBIT-Vorstand bei der Deutschen Messe. „Allein 2014 zählte die 5.000 Quadratmeter große Halle 16 mehrere Tausend Besucher.“ Die CeBIT steht 2015 mit dem Top-Thema d!conomy ganz im Zeichen der Digitalisierung und ihrer Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. „Dieses Megathema wird uns auf Jahre hinaus beschäftigen. Die CeBIT und CODE_n sollen Taktgeber der Entwicklung und eine Quelle der Inspiration für alle Branchen sein.“

Mit EnBW und TRUMPF sind zwei Partner neu bei CODE_n, die als etablierte Unternehmen aktuell dabei sind, ihre eigenen Geschäftsmodelle in die digitale Zukunft zu transformieren. Uli Huener, Leiter Innovationsmanagement bei einem der führenden Energiekonzerne in Deutschland, der EnBW, Energie Baden-Württemberg AG, sieht die Partnerschaft mit CODE_n entsprechend als logische Konsequenz: „Die Energiebranche steht vor einem historischen Umbruch. Auch die EnBW wird sich neu orientieren, neue Geschäftsfelder entwickeln. Das setzt unter anderem Innovation voraus. Die Impulse holen wir uns aus dem eigenen Haus, aber auch von außen, insbesondere von jungen Entrepreneuren. Unter dem Dach von CODE_n bringen wir beide Ideenquellen zusammen – zum Vorteil für alle Beteiligten.“

Für TRUMPF liegt die Motivation für die CODE_n Partnerschaft im Fokusthema Industrie 4.0. Die Firma ist ein weltweit führendes Hochtechnologieunternehmen und stellt Werkzeugmaschinen sowie Laser und Elektronik für industrielle Anwendungen her. „Wir wollen den Weg in die digitale Wirtschaft konsequent gehen, Industrie 4.0 und Internet der Dinge sind bei uns täglich Bestandteil unserer Arbeit“, sagt Dr. Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG. „Um die internen Innovationsprozesse zu beschleunigen, setzen wir auf Inspiration von außen. Und die bekommen wir zukünftig auch durch das CODE_n Ökosystem.“

Genau dazu hat sich CODE_n mittlerweile entwickelt – zu einem globalen Ökosystem für digitale Pioniere: Ausgehend vom Startup-Wettbewerb CODE_n CONTEST (Bewerbungsschluss ist der 14.12.2014, connect.code-n.org), sind die Elemente CONNECT, SPACES und EVENTS hinzugekommen. CONNECT ist die digitale Plattform für die Vernetzung von jungen und etablierten Unternehmen; SPACES bietet Startups und Innovationsabteilungen von Unternehmen die Möglichkeit, in innovativer Atmosphäre an zukunftsweisenden Projekten zusammenzuarbeiten; EVENTS wird ab 2015 regelmäßig zu inspirierenden Veranstaltungen für Gründer, Innovatoren und Investoren einladen.

Ulrich Dietz: „Als vor rund 15 Jahren die erste Startup-Welle rollte, hieß es, die New Economy würde der Old Economy ganz schnell den Rang ablaufen. Dieser konstruierte Gegensatz war grundfalsch, mit den bekannten Konsequenzen. Jetzt und hier muss es heißen: New und Old zusammen! Wir müssen unsere hiesigen Stärken ausbauen: das ist unser industrieller Kern. Startups bringen frischen Wind, die etablierten Unternehmen müssen nur die Segel hissen, um Fahrt aufzunehmen in die digitale Zukunft. Dabei wollen wir mit CODE_n und unseren starken Partnern helfen.“

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Über CODE_n:

CODE_n ist eine globale Innovationsplattform für ambitionierte Gründer und führende Unternehmen, die 2011 von der GFT Group initiiert wurde. Mit den Elementen CONTEST, EVENTS, CONNECT und SPACES bietet CODE_n ein Ökosystem, das digitale Pioniere miteinander vernetzt und die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle unterstützt. Dabei steht CODE_n für Code of the New, die DNA der Innovation.

CODE_n wird 2015 zum vierten Mal den CODE_n Award vergeben, diesmal unter dem Motto Into The Internet of Things“. Weitere Informationen im Internet unter http://www.code-n.org.

Über die GFT Group:

Die GFT Group ist ein globaler Technologiepartner für digitale Zukunftsthemen von der Ideenfindung und Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle bis zu deren Umsetzung.
GFT steht innerhalb der GFT Group für kompetente Beratung sowie die zuverlässige Entwicklung, Implementierung und Wartung maßgeschneiderter IT-Lösungen. Im Finanzsektor zählt GFT zu den weltweit führenden IT-Lösungsanbietern.
emagine bietet Unternehmen die Möglichkeit, strategische Technologieprojekte flexibel und on-demand mit geeigneten Experten zu besetzen. Dabei verfügt emagine über ein internationales Netzwerk hochqualifizierter Spezialisten.
Die GFT Group mit Sitz in Deutschland steht seit mehr als 25 Jahren für Technologiekompetenz, Innovationskraft und Qualität. 1987 gegründet, ist die GFT Group mit 3.100 Mitarbeitern in elf Ländern aktiv. Die GFT Aktie ist an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) gelistet.
http://www.gft.com

Kontakt

Elke Möbius
Filderhauptstraße 142
70599 Stuttgart
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