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Selbstherrlichkeit der Managerkaste neigt sich ihrem Ende entgegen

Warum die Digitalisierung der Autobranche gut tut

Von Ansgar Lange +++ Fast täglich ist von der Mobilität der Zukunft die Rede. „Tempo, Tempo, Tempo“ sei das Motto des digitalen Wandels in der Automobilindustrie, schrieb jüngst die Süddeutsche Zeitung (SZ). Die digitalen Dienste würden den großen Tankern der Automobilindustrie künftig ordentlich Beine machen. Doch letztlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Diese Lebensweisheit gilt auch für das Thema Mobilität.

„Die Urbanisierung, das autonome Fahren und Shared Mobility sind Stichworte des Wandels unserer Mobilität, der größtenteils digital getrieben wird. Der Common Rail Diesel von Bosch war eine großartige Erfindung, doch in 20 Jahren wird er wahrscheinlich keine so große Rolle mehr spielen. Auch wenn der Dieselmotor keine Technologie von morgen ist, wird er nicht von jetzt auf gleich verschwinden. Er ist ja zurzeit noch millionenfach im Einsatz bei privaten Nutzern, im Lieferverkehr und bei Handwerkern. Ein Übergang braucht immer Zeit. Ich habe keine Zweifel, dass die Automobilindustrie schneller werden kann, weil sie schneller werden muss. Die vielleicht größere Herausforderung ist aber das Umparken in den Köpfen. Die Digitalisierung stellt die typischen Hierarchien und das Konzerngehabe in einigen Teilen der Autoindustrie radikal in Frage“, sagt Michael Zondler, Chef des Stuttgarter Beratungsunternehmens CENTOMO http://www.centomo.de

Wie die SZ schreibt, bekommen Quereinsteiger große Chancen durch die neuen Technologien. „Die in der Branche üblichen Hierarchien akzeptieren die Neuen jedoch nicht unbedingt“, so SZ-Autor Joachim Becker. „Manchmal wird die Digitalisierung als Bedrohung für unsere deutsche Autoindustrie dargestellt. Es wird – überspitzt gesagt – der Eindruck erweckt, BMW, Daimler und VW würden von heute auf morgen von Google und Apple geschluckt. Das ist natürlich Unsinn. Auf Personalseite sehe ich das Positive an diesem Wandel. Zum einen bekommen auch IT-Experten und andere Quereinsteiger große Chancen neben den klassischen Ingenieuren. Und flachere Hierarchien und ein neuer Führungsstil wird die Branche noch attraktiver, smarter und schneller machen. Die Selbstherrlichkeit der Managerkaste neigt sich ihrem Ende entgegen. Dies verdanken wir auch der Digitalisierung in der Autoindustrie“, so Zondler.

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Pressemitteilungen

Zensursula reloaded – Die neue Datenkrake heißt Financial Blocking

Internetspiel-Sperren gemäß Glücksspielstaatsvertrag: Datenschützer Thilo Weichert befürchtet Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür

Kiel, November 2014. Sie greift wieder an, die staatlich gezüchtete Datenkrake, deren findige Arme einen neuen Weg ausgemacht haben, die Datenschützer zu überlisten: Derzeit im Visier staatlicher Überwachungsfetischisten ist der angebliche Kampf gegen vermeintlich illegales Glücksspiel. Auf Grundlage des von den Bundesländern verabschiedeten Glücksspielstaatvertrages (GlüStV ) beabsichtigen die deutschen Aufsichtsbehörden – allen voran das Innenministerium Niedersachsen, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin und das Bundesfinanzministerium -, die Zahlungsströme zu aus ihrer Sicht illegalen Online-Glücksspielanbietern zu unterbinden. Um dieses so genannte Financial Blocking umzusetzen, werden Banken und Zahlungsdienstleister verpflichtet, den gesamten Zahlungsverkehr zu überwachen und Transaktionen im Zusammenhang mit Glücksspielanbietern entsprechend zu codieren. Die praktischen und (datenschutz-)rechtlichen Probleme in Bezug auf die vorgesehen Maßnahmen sind allerdings vielfältig, wie unter anderem das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) analysiert.

In seiner aktuellen Stellungnahme „Datenschutzrechtliche Bewertung der Regelungen zum „Financial Blocking“ zur Verhinderung illegalen Glücksspiels im Internet“ vom 13. November d. J. kritisiert deren Leiter, der schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert, die gegen vermeintlich illegale Glücksspielanbieter geplanten Financial Blocking-Maßnahmen als „weitgehend praktisch unmöglich“ und befürchtet zugleich eine „unzulässige Vorratsdatenerhebung“ zulasten aller Kunden von deutschen Banken und Zahlungsdienstleistern.

Financial Blocking bräuchte Totalüberwachung des deutschen Zahlungsverkehrs

Kern der Kontroverse ist eine Bestimmung im Glücksspielstaatsvertrag, die vorsieht, dass „insbesondere den Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten die Mitwirkung an Zahlungen für unerlaubtes Glücksspiel“ untersagt werden kann. Was zunächst einfach klingt, ist in der Praxis kaum umsetzbar und bedarf einer Totalüberwachung des deutschen Zahlungsverkehrs. Weichert: „Zudem würde dies die Erfassung von Merkmalen von allen Kundinnen und Kunden notwendig machen, ohne dass gewährleistet ist, dass diese den Finanzdienstleister für Glückspiel-Transaktionen in Anspruch nehmen und diese Daten für mögliche Blocking-Maßnahmen erforderlich sein können. Die Annahme einer Erhebungspflicht würde zu einer unzulässigen Vorratsdatenerhebung führen. Sie wäre im Hinblick auf die damit verbundenen Eingriffe und den angestrebten Zweck unverhältnismäßig.“

Führende internationale Experten haben erst bei der Herbstkonferenz der International Masters of Gaming Law (IMGL) http://www.gaminglawmasters.com Anfang November in Florenz in einem Panel, das sich explizit der Frage der Zukunftsfähigkeit von Financial Blocking widmete („Financial Blocking – an Enforcement tool with Future?“), dargelegt, dass dieses Instrument in der Praxis weder umsetzbar ist noch Wirkung zeigt. Christian Chmiel, Experte für Zahlungssicherheit und CEO der Web Shield Ltd., der zahleiche europäische Polizeibehörden in Fragen der Internetsicherheit berät, Justin Franssen, Head of Gaming, Sports & Entertainment Practice Group, Kalff Katz & Franssen aus den Niederlanden und Joakim Marstrander, Partner bei Deloitte Tax & Legal in Norwegen machten deutlich, dass – während man in Deutschland und den Niederlanden Financial Blocking offensichtlich als Allheilmittel ausmacht – der Blick nach Norwegen genügt, um das Scheitern von Zahlungssperren zu begutachten: Die norwegischen Regulierer hatten 2010 zum Schutz des staatlichen Glücksspielmonopols Financial Blocking-Maßnahmen gegen private Glücksspielanbieter angeordnet und die Auswirkungen sowohl 2012 als auch 2014 evaluiert. Rune Timberlid, Senior Advisor des Norwegian Gaming Board, kommt heute zu einem ernüchternden Ergebnis: „This payment ban has had less impact than expected. It“s not been a success. There are too many ways around the ban. It“s easier than we thought to set up solutions where banks and financial institutions aren“t involved.“

Können Banken Zahlungen auf Legalität prüfen?

Ganz unabhängig von der heftig diskutierten rechtlichen Wirksamkeit der deutschen Glücksspielregulierung fehlen den Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten zumeist die relevanten Daten, um Ein- oder Auszahlungen auf ihre Legalität hin prüfen zu können.
Vielmehr werden sie ohne rechtliche Absicherung zu inoffiziellen „Hilfssheriffs“ der Glücksspielaufsichten und setzen sich dabei erheblichen Haftungsrisiken aus.

Wenn eine deutsche Behörde einen Glücksspielanbieter als illegal eingestuft hat, würde sie die deutschen Banken und Finanzdienstleister dazu verpflichten, keine Transaktion zu oder von diesem Glücksspielanbieter mehr vorzunehmen. Mit den Banken selbst, so die Süddeutsche Zeitung (SZ) http://www.sueddeutsche.de , sei aber „noch nicht gesprochen worden, wie der der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken mitteilt. (…) Dieses Vorgehen müsse „rechtssicher und praktikabel“ sein. Die Bankenorganisationen haben den Ländern bereits im Mai 2011 mitgeteilt, Überweisungen auf Konten eines Glückspiel-Betreibers seien „nicht immer zwingend“ Wetteinsätze, das könne auch andere Anlässe haben. Die Kreditinstitute könnten das „nicht unterscheiden“.“

Damit die deutschen Banken Glücksspieltranskationen aber überhaupt identifizieren können, sollen die Transaktionen codiert werden. Was bei Kreditkartenzahlungen schon üblich ist – für Glücksspiel verwendet VISA beispielsweise den Code 7995 -, soll demnach auf andere Zahlungsmittel übertragen werden. Soweit die Datensammler-Theorie. Praktiker wenden direkt ein, dass dies bei Zahlungsarten wie der Überweisung oder dem Elektronischen Lastschriftverfahren ELV gar nicht möglich ist. Zudem unterscheidet auch die VISA-Karten-Codierung nicht zwischen legalen und illegalen Angeboten.

Droht das Bewegungsprofil für den Bankkunden?

Für diese Unterscheidung wollen aber die deutschen Aufsichtsbehörden Sorge tragen. Unter Federführung des Innenministeriums Niedersachsen ist angeblich eine so genannte „Black List“ mit illegalen Anbietern in Vorbereitung. Damit die Banken legal besser von illegal unterscheiden können, sollen sie Mitteilunge erhalten, welche Glücksspielanbieter in Deutschland zugelassen und verboten sind. Aber auch hier klaffen Theorie und Praxis auseinander: Denn nur weil ein Anbieter nicht in Deutschland lizenziert ist, ist nicht automatisch auch die Einzahlung des Kunden an diesen verboten. Gleiches gilt für die Auszahlung vom Glücksspielanbieter. Denn ob eine Spielteilnahme legal oder illegal ist, hängt auch nach dem GlüStV vom Aufenthaltsort des Spielers im Zeitpunkt der Spielteilnahme ab.

Müssten die Banken also noch den Aufenthaltsort des Kunden herausfinden? Thilo Weichert hält das ohnehin für abwegig: Genau das könnten die Banken nämlich nicht, denn „die IP- Adresse ist den Finanzdienstleistern nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Eine Geolokalisierung durch Funkzellen oder GPS ist bei Glückspielangeboten die Ausnahme.“ Die Banken müssten daher ohne ausreichende rechtliche Grundlage selbst versuchen, den Aufenthaltsort des Kunden im Zeitpunkt der Zahlung herauszufinden. Im Online-Bereich ginge das, wenn überhaupt, wohl nur über die leicht zu manipulierende IP-Adresse.

Deutscher Alleingang ist unmöglich

Weichert bestätigt mit seinen Analysen auch den Internetpionier Michael Rotert, Präsident des eco-Verbandes der deutschen Internetwirtschaft http://www.eco.de , der bereits im Frühjahr auf dem CRM Wirtschaftsgipfel in Schleswig-Holstein dem Sperren von Finanzströmen aus datenschutzrechtlicher Perspektive eine Absage erteilt hatte. „Dazu müssten die Zahlungsabwickler nämlich mehr Daten erheben bzw. die erhobenen Daten anderweitig verwenden als es für die Zahlungsfunktion eigentlich nötig wäre. Damit haben wir bereits ein Datenschutzproblem.“ Im Umkehrschluss heißt dies für Rotert auch, dass die Verarbeitung dieser Daten alle deutschen Kunden von Zahlungsanbietern trifft, unabhängig vom jeweiligen Zahlungszweck. Daneben schätzt auch er die praktische Umsetzung als nahezu unmöglich ein: So müsste der Zahlungsabwickler in der Lage sein zu prüfen, ob es sich jeweils tatsächlich um ein Glücksspielangebot handelt und, wo sich der Spieler im Augenblick des Spiels befindet – nämlich in einem (Bundes-)Land, in dem das genutzte Angebot lizenziert ist oder eben nicht. Die mögliche Folge: Nationale Besonderheiten wie die deutsche Glücksspielgesetzgebung greifen in das weltweit verfügbare Medium Internet ein. Zudem gibt er zu bedenken, dass man als Spieler nicht auf eine deutsche Bank angewiesen ist, „denn nur hier könnten die Behörden Auflagen machen. Schon im europäischen Umfeld läuft das ins Leere, dort ist der Anbieter ja möglicherweise lizenziert. Schon aus Gründen der Inkompatibilität mit den europäischen Verhältnissen dürfte es kein Financial Blocking als deutschen Alleingang geben.“

Die Antwort der baden-württembergischen Landesregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag stützt Roterts Analyse und zeigt ebenfalls diese Schwächen von Financial Blocking auf. Denn die deutschen Behörden können demnach nur deutsche Banken und Zahlungsdienstleister verpflichten. Sobald ein Deutscher also ein ausländisches Bankkonto oder einen ausländischen Zahlungsdienstleister nutzt, funktioniert die Unterbindung der Zahlungsströme überhaupt nicht mehr, weil die deutschen Behörden im Ausland schlicht keine Hoheitsbefugnis haben. Von solchen Anordnungen betroffen wären also nur deutsche Banken und Zahlungsdienstleister – unzweifelhaft ein wettbewerblicher Nachteil gegenüber anderen Instituten innerhalb der Europäischen Union.

Spielort muss nicht der Einzahlungsort sein

Selbst wenn man aber über die IP-Adresse den Aufenthaltsort des Kunden zum Zeitpunkt der Ein- oder Auszahlung feststellen könnte, stellt sich ein weiteres ganz praktisches Problem, welches Weichert ebenfalls benennt: „Hinzu kommt, dass der Spiel- und der Zahlungsvorgang oft (mehr oder weniger stark) voneinander getrennt durchgeführt werden. D. h. die Lokalisierung des Zahlvorgangs hat allenfalls eine Indizwirkung für den Spielort.“ Mit anderen Worten: Es gibt keine Regel, die besagt, dass sich der Kunde im Zeitpunkt der Einzahlung an dem Ort aufhält an dem er auch spielen wird. Ein Spieler könnte beispielsweise, während er sich unter der Woche in München aufhält, eine Einzahlung über sein deutsches Konto bei einem österreichischem Sportwettenanbieter ausführen wollen, um am Wochenende, wenn er seine Freundin in Wien besucht, vollkommen legal in Österreich online wetten zu können. Wer sollte ihm das verbieten?

Aufgrund der mangelnde Durchschlagskraft von Financial Blocking, gepaart mit erheblichem Verwaltungsaufwand, staatlichen Überwachungsstrukturen à la Orson Welles, Eingriffen in die europäischen Grundfreiheiten und den Datenschutz sowie nicht zuletzt Haftungsrisiken für die betroffenen deutschen Banken und Zahlungsdienstleister wirft der Kieler Datenschützer Weichert die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der geplanten Maßnahmen auf. „Wegen der sehr weit gehenden praktischen Unmöglichkeit zur Umsetzung eines Financial Blocking gemäß dem GlüStV ist fragwürdig, inwieweit der sämtliches staatliches Handeln bindende Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt.“

Was bleibt, ist die Frage, warum deutsche Aufsichtsbehörden und auch Lotto-Funktionäre immer wieder Financial Blocking fordern. Vielleicht kennt ja Zensursula die Antwort.

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Kinder leiden unter Haarverlust durch Krebserkrankung

Verschenke Glück – spende Dein Haar!

Kinder leiden unter Haarverlust durch Krebserkrankung

Eine Initiative von Welker Friseurbedarf

„Verschenke Glück – spende Dein Haar“ –
Kinder leiden unter Haarverlust durch Krebserkrankung

Krebstherapien sind belastend. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter den Begleiterscheinungen einer Chemotherapie. Übelkeit, ein erhöhtes Infektionsrisiko und Haarverlust sind nur Beispiele dafür, was sie während der Behandlung durchstehen.

Hair damit!

Eine Echthaarperücke macht die Krankheit weniger sichtbar und erleichtert den Alltag der kleinen Patienten. Für die Herstellung einer Echthaarperücke mittlerer Länge wird ca. ein halber Meter Haar benötigt. „Die Kosten für eine maßgefertigte Perücke liegen bei über 1000 EUR und der Anteil der Krankenkassen ist gering“, berichtet Frau Siegert, Zweithaar-Expertin aus Reutlingen.

„Verschenke Glück – spende Dein Haar“

Die Firma Welker Friseurbedarf, ein Friseurgroßhandel mit Sitz im schwäbischen Aldingen nutzt ihr Netzwerk, um Haarspenden zur Anfertigung von Echthaarperücken für krebskranke Kinder zu sammeln. Als Initiator der Charity-Aktion sammelt die Firma seit Ende August 2014 Haare. Über 90 Friseursalons haben sich bereits für eine Teilnahme zur Spendenaktion angemeldet.

Welche Haare können gespendet werden?

Die Haarspenden unterliegen diversen Bedingungen: So dürfen sie beispielsweise nicht gefärbt oder dauergewellt sein. Die Haarspenden müssen zudem mindestens 20 cm Länge aufweisen. Viele Bürgerinnen und Bürger verwahren abgeschnittene Haare von Kindern und Enkeln in Schubladen und Schatzkästchen. Auch diese Haare sind als Spende willkommen und können in den teilnehmenden Salons abgegeben werden. Das Unternehmen Welker Friseurbedarf hat sich zum Ziel gesetzt über die Aktion „Verschenke Glück – spende Dein Haar“ mindestens 50 Meter Echthaar zu generieren.

Was passiert mit den Haarspenden?

Nach Ablauf der Sammelzeit Ende November 2014 leitet Welker Friseurbedarf die Haarspenden an einen namhaften Perückenhersteller in NRW weiter. Dieser stellt als Gegenleistung Schecks aus, die von Welker Friseurbedarf an eine bekannte deutsche Hilfsorganisation im Kampf gegen Krebs und an eine regional ansässige Krebs-Nachsorgeeinrichtung übergeben wird. Aus diesem Pool können die Hilfseinrichtungen den Kauf von Echthaarperücken bezuschussen oder ganz übernehmen.

Wie kann man mitmachen?

Anmelden können sich Friseurbetriebe noch bis Ende Oktober 2014. Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder per E-Mail an Welker Friseurbedarf. Teilnehmende Salons erhalten nach ihrer Anmeldung die Teilnahmebedingungen sowie kostenloses Werbematerial per Briefpost.

Kontakt:
Welker GmbH
Brunnenstraße 32
78554 Aldingen
Tel.: +49 7424 84506
Fax: +49 7424 901911
E-Mail: info@welker-vertrieb.de

Ansprechpartner:
Marion Welker, Tel. +49 7424 84506
info@welker-vertrieb.de
Social Media Management:
Yasmin Weber, Tel. +49 163 6848889
yaweb.pr@gmail.com

Aktuelle Infos zur Aktion finden Sie auf: http://facebook.com/welkerfriseurbedarf

Die WELKER GmbH ist ein Fachgroßhandel für Friseurbedarf
mit der Philosophie und der Idee, ein Rundum-Service-Paket für
Friseure und Endverbraucher anzubieten.

Unsere Ziele sind Vertrauen, Sicherheit und persönliche Betreuung, denn unser Kunde ist Mensch und keine Nummer!

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Wenn der Staat tief in die fiskalische Trickkiste greift

Experten kritisieren „unmoralische Steuern“ für private Wettanbieter –

Von Nicolaus Gläsner +++ Viele Kommunen in Deutschland pfeifen finanziell aus dem letzten Loch. Eine grundsätzliche Neuordnung der kommunalen Finanzen ist längst überfällig, lässt aber weiter auf sich warten. In ihrer Not greifen die Städte tief in die fiskalische Trickkiste. Um die klammen Kassen mit Kohle zu füllen, ufert die Fantasie von Politikern und Verwaltungen aus. Man denke nur an die Bettensteuer, die Solariumsteuer, die Sexsteuer, die Mobilfunkmastensteuer etc.

Nun hat die nordrhein-westfälische Stadt Hagen eine neue kommunale Sondersteuer auf den Weg gebracht: nämlich eine Steuer auf den Betrieb von Wettbüros. Die NRW-Landesregierung hat schon grünes Licht gegeben. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass dieses Beispiel Schule machen wird.

Der Bund der Steuerzahler http://www.steuerzahler.de hält eine Wettbürosteuer für „scheinheilig“. Den Kommunen gehe es nicht darum, die Spielsucht zu bekämpfen, sondern nur darum, die Haushaltskassen zu füllen. „Wenn die Städte weniger Wettbüros haben wollen, sollten sie sie einfach verbieten“, so der Steuerzahlerbund. Zumal Wettbüros – wie jeder gewöhnliche Gewerbebetrieb auch – ohnehin bereits der Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer ausgesetzt sind.

Scharfe Kritik übt auch der Fraktionsvorsitzende des FDP in Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki: „Ich halte von einer kommunalen Steuer auf Wettbüros überhaupt nichts, völlig unabhängig von der Frage, ob dies rechtlich überhaupt zulässig ist. Nur weil das Wetten wegen der angeblichen Spielsucht gebrandmarkt wird, trauen sich das klamme Kommunen überhaupt“, so der liberale Politiker http://www.fdp-sh.de/Abgeordnete/2358b674/ und Steuerexperte. „Niemand käme auf die Idee, Tankstellen oder Bäckereien mit einer Sondersteuer zu belegen, nur, weil sie da sind.“

Ob diese Steuer, die manche Experten als unmoralisch oder scheinheilig brandmarken, rechtlichen Bestand haben wird, muss sich noch zeigen. „Von der Sexsteuer bis zur Abgabe für den Solariumbesuch: Bei der Erhebung so genannter Aufwandssteuern waren Städte in NRW bislang durchaus kreativ. Nicht immer halten die Vorschläge Gesetzen und Vorgaben stand“, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Die derzeitige Diskussion über die Wettbürosteuer ist nur ein Kapitel aus der schier unendlichen Geschichte über den „Kampf ums große Geld“, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) http://www.sueddeutsche.de/geld/gluecksspiel-kampf-um-den-jackpot-1.2069698 schreibt. Es geht dem Staat nicht um Moral oder den Kampf gegen die vermeintliche Spielsucht, sondern um Steuern. Nach SZ-Recherchen wird jährlich in Deutschland für weit mehr als zehn Milliarden Euro getippt und gezockt, in Spielhallen und Casinos, bei Lotto, Toto und anderswo. Der Staat, angeblich im Besitz der höheren Moral als private Anbieter, macht ordentlich Kasse. „Sieben Milliarden Euro setzen dabei allein die staatlichen Lottogesellschaften um“, so die Münchner Tageszeitung. Davon fließen „nur“ 1,6 Milliarden Euro in einen Topf für gemeinnützige Zwecke. „Weitere 1,2 Milliarden Euro gehen direkt an die Länder, denen die Lottogesellschaften in der Regel gehören, und die nun um diese Sondererlöse bangen“.

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki: „Es gibt keine höhere staatliche Moral“

Doch während die Deutschen „offenbar Milliarden bei Sportwetten“ (SZ) und anderen Angeboten „verzocken“, lässt eine Liberalisierung und Regulierung des Glücksspielmarktes weiter auf sich warten. Wäre man dem wegweisenden Gesetz aus den Zeiten der schwarz-gelben Regierung in Schleswig-Holstein gefolgt, dann herrschte heute nicht mehr Wildwuchs. Dass die Politik und der Staat beim Kassieren offenbar sehr gern die Hände aufhalten, beim Festlegen eines auch EU-rechtskonformen gesetzlichen Rahmens aber einfach nicht zu Potte kommen, erbost den FDP-Politiker Kubicki, der das liberale Kieler Glücksspielgesetz damals selbst mit auf den Weg gebracht hatte: „Noch immer ist unter der Geltung des Glücksspielstaatsvertrages keine einzige Wettlizenz erteilt worden. Gerade erst musste die Sportlotterie verschoben werden. Das zeigt die Unfähigkeit oder die Borniertheit der handelnden Personen. Die Gleichung: staatliches Spiel ist gutes Spiel, privates ist schlecht, gehört in die Mottenkiste der sozialistischen Geschichte. Es gibt keine höhere staatliche Moral.“ Oder etwa doch? Immerhin kassiert der Staat seit Jahren Umsatz-Steuern von Wettanbietern, die er in Sachen Lizenzvergabe beständig hinhält …

Aufgrund der unübersichtlichen aktuellen Rechtslage in Deutschland „befindet sich jeder deutsche Bundesbürger in einer gesetzlichen Grauzone, für die es noch keine genauen rechtlichen Bestimmungen gibt“, so der Berater Christian Edler http://www.huffingtonpost.de/christian-edler/sportwetten-die-aktuelle-rechtslage-von-sportwetten-in-deutschland_b_5591429.html. Allein Schleswig-Holstein habe sich einst auf den „einsame(n) Weg des Fortschritts“ begeben, indem die dortige Landesregierung ein EU-rechtskonformes Konzept für die legale Lizenzierung von Online-Anbietern entwickelt habe: „Leider hatte nach Ablösung der Regierung die Vergabe der Lizenzen ein Ende genommen. Lediglich bereits bestätigte Anbieter mussten noch eine Lizenz erhalten, die aber nur in Schleswig-Holstein gilt“.

„Wir bräuchten keine einheitliche Glücksspielregelung auf Bundesebene, wenn endlich Vernunft und Sachlichkeit in die Debatte zurückkehren würden und es nicht mehr nur um die Sicherung von Pfründen in staatlichen Lottogesellschaften ginge“, fordert der FDP-Mann Kubicki in Anspielung auf die Tatsache, dass derzeit zahlreiche Ex-Politiker ohne fachliche Expertise und Ausschreibung an sehr gut dotierte Posten in den Lottogesellschaften kommen.

Der jetzige Glücksspielstaatsvertrag, der eine Abkehr vom schleswig-holsteinischen Modell darstellt, dämmt illegale Angebote nach einer Studie des Beratungsunternehmens Goldmedia http://www.goldmedia.com kaum ein. Demnach wurde 2012 hierzulande mit Sportwetten ein Umsatz von 6,8 Milliarden Euro erzielt. Nur 245 Millionen davon haben staatlich regulierte Angebote erwirtschaftet, so Tobias Kuske im Magazin Sponsors. Kuske wörtlich: „Damit würde der seit Juli 2012 geltende Glücksspielstaatsvertrag eines seiner Hauptziele, nämlich die Hinleitung der Spieler auf legale und kontrollierte Angebote, nicht erreichen. Dabei gebe es laut der Studie eine Alternative, um die Ziele zu erreichen: Das Glücksspielgesetz von Schleswig-Holstein, das jedoch Anfang dieses Jahres aufgehoben wurde. Goldmedia hat ein Szenario berechnet, in dem das schleswig-holsteinische Glücksspielgesetz in ganz Deutschland gilt. In diesem Gesetz, welches seit Anfang 2013 nicht mehr gilt, sind neben der Sportwette auch Online-Poker und -Casino möglich. Die Zahl der Lizenzen ist nicht wie im aktuell gültigen Glücksspielstaatsvertrag auf 20 begrenzt.“

In diesem Szenario ginge der Umsatzanteil von unregulierten Plattformen deutlich zurück, so Kuske unter Berufung auf die Studie. 93 Prozent der Wetteinsätze könnten demnach im Jahr 2017 von lizenzierten Sportwettenanbietern erwirtschaftet werden. Die Sportwettensteuer-Einnahmen hätten bei diesem Vergleichsszenario im Jahr 2017 ein Volumen von 395 Millionen Euro. Bei legalisiertem Online-Casino und -Poker könnten die Steuereinnahmen aus Glücksspiel im Jahr 2017 sogar auf rund 560 Millionen Euro steigen, schätzt die Studie.

In diesem Fall würde der Staat also nicht nur die Hand aufmachen, sondern zugleich auch einen sicheren Rechtsrahmen für private Glücksspielanbieter und die privaten Kunden solcher Angebote bieten.

Der Staat nimmt Steuern, verweigert aber die Lizenzen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Hans-Jörn Arp, sieht in den Ergebnissen der Goldmedia-Studie einen klaren Beleg für das Scheitern des aktuellen Glücksspielstaatsvertrags, dem nach dem Regierungswechsel auch Schleswig-Holstein beigetreten ist: ,,Diese Studie ist eine Blamage. Sie zeigt eindeutig, dass der Staatsvertrag nichts gegen den boomenden Sportwettenschwarzmarkt tut. Spielerschutz findet nicht statt. Schleswig-Holstein ist einem Rohrkrepierer beigetreten.“

Ein weiterer Kritikpunkt an der momentanen Regelung ist, dass die Bundesländer für Online-Wettanbieter eine fünf-prozentige Umsatzsteuer vorsehen. Das ist nicht nur ökonomisch, sondern auch moralisch fragwürdig: Denn während der Staat die Online-Wettanbieter seit nunmehr über zwei Jahren hinhält und noch immer keine Lizenzen erteilt hat, kassiert er von eben diesen Anbietern munter Steuergelder – nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) rund 189 Millionen allein im Jahr 2013 http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/die-neue-offenheit-der-sportwetten-anbieter-13051819-p2.html.

Im Klartext: Der Staat legt zweierlei Messlatten an. Geht es um das Einsammeln von Steuern im dreistelligen Millionenbereich, behandelt man die Wettanbieter wie jedes steuerpflichtige Unternehmen zwischen Alpendrand und Ostseestrand. Fragen Wettanbieter jedoch nach Lizenzen für ihr Geschäftsmodell, auf dessen Basis sie schließlich diese Steuern zahlen, bleibt der Staat bis dato verbindliche Antworten schuldig und nimmt den Unternehmen jede Planungssicherheit. Mehr noch: Wenn es politisch gerade passt, stellt man die Wettanbieter auch gerne in eine Schmuddelecke. Fairplay sieht wohl anders aus – was auch für die Steuerfestsetzung selbst gilt: Denn bei den attraktiven Ausschüttungsquoten von regelmäßig rund 90 Prozent der Einnahmen ist ein profitables Wirtschaften bei dieser Steuerlast ohnehin kaum möglich. „Wenn fünf Prozent vom Umsatz zu entrichten sind, bleibt kaum etwas in der Kasse des Anbieters, der aber seine Kosten decken und die Aktionäre zufriedenstellen muss“, so Thorsten Winter in der FAZ. Brancheninsider und Steuerexperten halten daher eine Bruttorohertragsbesteuerung für geeigneter. Etwa 10 bis 20 Prozent vom Bruttorohertrag – wie etwa in Dänemark der Fall – seien „marktkonform“. Nur zum Vergleich: die aktuelle Steuerlast von fünf Prozent vom Umsatz entspricht umgerechnet 62,5 Prozent vom Bruttorohertrag.

Kubicki teilt die Bedenken der Branche: „Eine Besteuerung des Umsatzes statt des Rohertrags macht deshalb keinen Sinn, weil der überwiegende Teil des Umsatzes an die Spieler wieder ausgeschüttet wird. Der Staat verdient hier überproportional zu Lasten der Anbieter oder der Spieler“. Doch noch sind der staatlichen Gier beim Kassieren keine Grenzen gesetzt. Selbstverständlich alles unter dem Deckmäntelchen der höheren staatlichen Moral!

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Luxusdebatte über den Fachkräftemangel?

Personalexperte rät zu mehr Realismus

Von Ansgar Lange +++ Beim Thema Fachkräftemangel schrillen die Alarmglocken bei Wirtschaftsvertretern und so genannten Experten. Glaubt man ihren Analysen, dann wird unsere gesamte Berufswelt in naher Zukunft auf den Kopf gestellt. In ein paar Jahren, so der Tenor der Mahner und Warner, würden sich Unternehmen bei geeigneten Fachkräften bewerben – nicht umgekehrt.

Sicher ist dies noch Zukunftsmusik. Bewerber, die sich verzweifelt um eine Stelle bemühen, aber nur Absagen erhalten, werden eine solche Aussage vielleicht auch als Zynismus empfinden. Doch auch heute schon macht sich der Fachkräftemangel teilweise bemerkbar. Insbesondere mittelständische Unternehmen, die außerhalb ihrer Nische nicht sehr bekannt sind und ihren Sitz nicht in einer attraktiven Großstadt haben, können bestätigen, dass die Resonanz auf Stellenanzeigen für qualifizierte Bewerber geringer wird. Dies ist allerdings eher ein strukturelles Problem bestimmter Branchen und Regionen.

Was aber tun, wenn IT- und SAP-Experten oder Ingenieure verzweifelt gesucht werden? Der Personalberater Michael Zondler vom Beratungsunternehmen centomo http://www.centomo.de rät dazu, nicht in Panik zu verfallen. „Die Suche in Deutschland oder in der unmittelbaren Umgebung eines Unternehmens sollte Vorrang haben. Nach unserer Erfahrung kommen Unternehmen und Bewerber in der Regel auch zusammen. Wenn ein Unternehmen hingegen die Eier legende Wollmilchsau sucht, wird es eng. Überspitzt gesagt: Einen 23-jährigen IT-Experten mit Auslands- und mehrjähriger Berufserfahrung und hervorragenden Fremdsprachenkenntnissen findet man sicher nicht so leicht auf dem Markt. Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk. Und so habe ich manchmal den Eindruck, dass Wirtschaftsvertreter das Thema Fachkräftemangel etwas überstrapazieren, um Druck auszuüben. Und die Wirtschaftsseiten der Zeitungen lesen sich auch interessanter, wenn hier etwas dicker aufgetragen wird. Zurzeit ist das Problem aber noch nicht so akut, wie es vielleicht in 20 Jahren sein wird. Und bei Prognosen für die Zukunft sollte man auch immer vorsichtig sein.“

Beim Fachkräftemangel sollten keine Drohkulissen aufgebaut werden

Zondler bestätigt allerdings, dass die Personalsuche im Ausland in den nächsten Jahren wichtiger werden wird. Doch noch steckt das internationale Recruiting in den Kinderschuhen, wie Chris Pyak, Geschäftsführer der Immigrant Spirit GmbH http://www.immigrant-spirit.de , betont. Ohne Einwanderer sehe es für den Wirtschaftsstandort Deutschland düster aus. Das Arbeitskräftepotenzial werde bis 2025 um rund 6,5 Millionen Personen schrumpfen, hat die Bundesagentur für Arbeit errechnet. Allerdings dürfte Pyak dem Thema auch nicht völlig unvoreingenommen gegenüberstehen. Schließlich coacht er jährlich nach eigenen Angaben über 100 internationale Fachkräfte in Einzelsitzungen.

„Klar trifft es zu, dass Top-Kräfte sich ihren Arbeitgeber quasi aussuchen können. Diese müssen um sie buhlen, nicht umgekehrt. Aber dies ist eher ein Phänomen, welches einen geringen Prozentsatz der Fachkräfte betrifft“, so Zondler. Andere Experten sprechen sich dafür aus, bei der Personalsuche auch einen Personenkreis in den Blick zu nehmen, dem man bisher links liegen gelassen habe. So hat die Bundesagentur für Arbeit nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) http://www.sueddeutsche.de in größeren Städten wie Augsburg, Bremen, Dresden, Freiburg, Hamburg und Köln nun Modellprojekte gestartet, um qualifizierten Flüchtlingen und Asylbewerbern einen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu verschaffen. Denn bisher dürfen sie in Deutschland nicht arbeiten.

Wie die SZ berichtet, registrieren die Experten des Bundesamtes für Migration im Rahmen des Modellprojektes nicht mehr nur die persönlichen Daten von Asylbewerbern, sondern fragen auch gezielt nach deren beruflicher Qualifikation und ihrem Interesse an der Teilnahme an einem solchen Projekt. Anschließend werden potentielle Kandidaten dann an die Arbeitsagenturen gemeldet – bisher allerdings nur in den sechs Modellstädten.

Derzeit beschränke sich die Auswahl noch auf Asylbewerber und Geduldete aus Herkunftsländern, wo die Wahrscheinlichkeit groß sei, dass sie so schnell nicht wieder dorthin abgeschoben werden. Laut dem Bundesamt für Migration sind dies Syrien, Ägypten, Iran, Irak, Somalia, Eritrea, Pakistan, Sri Lanka und Afghanistan.

„Grundsätzlich sind alle Maßnahmen zu begrüßen, die Menschen in Arbeit bringen und den Betroffenen helfen. Aber man sollte mit viel Fingerspitzengefühl an das Thema herangehen. Es wäre unlauter, wenn man sich von einer solchen Maßnahme Wunderdinge erhoffte. Dies würde den Betroffenen nicht gerecht und auch nicht den Unternehmen, die vielleicht dringend nach bestimmten Fachkräften suchen. Flüchtlinge haben ja oft traumatische Erfahrungen gemacht. Es erfordert viel Umsicht und auch Zeit, sie erst einmal in unsere Gesellschaft zu integrieren. Die Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt kann erst der zweite Schritt sein“, meint der centomo-Chef.

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Karriererisiko Bescheidenheit

Führt Selbstüberschätzung wirklich zum Erfolg?

Von Ansgar Lange +++ Am 21. März war Equal Pay Day. Fast ein Vierteljahr müssen Frauen länger arbeiten, um auf das Durchschnittsgehalt von Männern zu kommen. Diese Ungleichheit hat verschiedene Ursachen. Karriereberater sagen allerdings, dass Frauen in Gehaltsverhandlungen oft zu defensiv, kompromissbereit und bescheiden auftreten. Männer treten in Gehaltsverhandlungen dagegen oft selbstsicherer auf und stellen höhere Forderungen. Die Bescheidenheit der Frauen wird mit weniger Gehalt „bestraft“, die Unbescheidenheit der Männer mit mehr Geld „belohnt“.

Dabei gilt Bescheidenheit doch oft als eine Tugend, mit der man gut durchs (Karriere-)Leben kommt. „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“. Diese alte Redewendung ist scheinbar ein Beleg für die These von Personalern, wonach starke Egos weiter kommen als schwache oder selbstkritische. Zwar glauben viele Personalexperten, so Christine Demmer in der Süddeutschen Zeitung (SZ) http://www.sueddeutsche.de , dass sie Blender im Vorstellungsgespräch mit Leichtigkeit entlarven. „Doch großspurige Bewerber haben oft mehr Erfolg als Kandidaten, die sich realistisch einstufen“, so die Autorin.

„Selbstüberschätzung ist hilfreich“, bestätigt auch der Psychologe Michael Dufner http://www.uni-leipzig.de/~diffdiag/pppd/?page_id=2539 von der Uni Leipzig. Dies gelte sogar dann, wenn andere wider Erwarten doch spürten, dass es sich um ein verzerrtes Selbstbild handelt. „Wer als starkes Ego wahrgenommen wird, ist zwar nicht beliebt. Trotzdem kommt so jemand leichter auf Führungspositionen.“

Dufner hat in einer Studie herausgefunden, dass die Überschätzung des eigenen Wissens und Könnens gewinnbringender ist als die gemeinhin geforderte realistische Selbsteinschätzung. „Das heißt: Wer sich für besser hält, als er tatsächlich ist, gilt bei seinen Mitmenschen als emotional stabil, sozial attraktiv und einflussreich. Das droht die beste Eignungsdiagnostik auszuhebeln“, schreibt Demmer.

„Führungsleute brauchen natürlich ein starkes Ego“, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de. „Wer zu bescheiden ist, setzt sich keine anspruchsvollen Ziele und kapituliert frühzeitig auf der Karriereleiter. Eine dauerhafte Überspannung oder Überschätzung der eigenen Fähigkeiten fällt allerdings schnell auf. Da kann man keinem versierten Personalexperten so leicht ein X für ein U vormachen.“

Generelle Vorsicht sei bei Studien mit angeblich eindeutigen Resultaten geboten. Vor rund fünf Jahren habe mal eine Bonner Studie herausgefunden, dass man mit Bescheidenheit im Beruf weiter komme als ohne diese Tugend. Wer zurückhaltend und offen auftrete, so der Bonner Psychologieprofessor Gerhard Blickle, finde leichter einen guten Mentor als ausgesprochene Selbstdarsteller, steige schneller im Unternehmen auf und erziele ein höheres Einkommen. „In der Tat sollten Berufsanfänger nicht zu forsch auftreten. Ein allzu gesundes Selbstbewusstsein kann dann leicht als Arroganz ausgelegt werden oder als Angriff auf die etablierten Hierarchien oder Strukturen in einem Unternehmen. Als absolute Top-Führungskraft darf man sicher etwas stärker auf die Pauke hauen. Allerdings mit dem Unterschied, dass das eigene Selbstbewusstsein nicht nur pure Behauptung ist, sondern immer mit Beispielen aus dem eigenen unternehmerischen Handeln in der Vergangenheit belegt werden kann“, so der centomo-Chef.

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Pressemitteilungen

Gehört die Zukunft den Blendern?

Wie Facebook und Co. unsere Arbeitswelt verändern

+++ von Ansgar Lange +++ München/Sindelfingen – Gehört die Zukunft den Blendern? Angelika Slavik vertritt in einem Artikel für die Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de jedenfalls die These, dass die Arbeitswelt von morgen „Extrovertierte, Exoten und Selbstdarsteller“ bevorzugt. Der heutige berufliche Nachwuchs erlebe „meist eine wilde Melange aus einem projektbezogenen Werkvertrag hier, einer befristeten Pauschale anderswo, ein bisschen Freelance, ein bisschen Stipendium“. Die Autorin vertritt die These, dass mit dem Wandel der Arbeitsverhältnisse hin zu immer kürzeren und lockeren Verbindungen Arbeitnehmer immer häufiger zu Auftragnehmern würden. Von dieser Entwicklung profitierten in erster Linie diejenigen, die beim schnellen ersten Blick gut aussehen.

„Die Vermarktung der eigenen Leistung ist dann Teil des beruflichen Alltags, sie muss als zentraler, unverhandelbarer Bestandteil des eigenen Jobs verstanden und akzeptiert werden“, schreibt Angelika Slavik. Ein relevanter Teil der Arbeitszeit werde künftig nicht mehr für die eigentliche Leistung, sondern für die Kommunikation derselben draufgehen. In Zukunft gehe es darum, sich immer stärker um die eigene Positionierung zu kümmern, Nischen zu besetzen und sich von der Konkurrenz abzuheben. In einer hektischen Zeit wie der unseren bliebe nur Zeit für kurze Botschaften. Die Kreation der Marke „Ich“ werde immer bedeutsamer.

Personalberater Michael Zondler, Geschäftsführer von Centomo http://www.centomo.de in Sindelfingen, hält diesen Ansatz für viel zu einseitig: „Bestimmte Sparten wie Marketing, Vertrieb und Einkauf mögen diejenigen Bewerber anziehen, die Lust am großen Auftritt und vor allem über kommunikative Fähigkeiten verfügen. Aber auch in diesen Bereichen wird schnell klar, was Blendwerk und was Substanz ist. Bei einem Arzt oder Ingenieur ist so etwas aber undenkbar. Spätestens nach der ersten missglückten OP wird klar, dass man einem Blender aufgesessen ist. Man könnte polemisch sagen: Wenn Sie wenig inhaltliche Substanz zu bieten haben, werden Sie heute vielleicht noch Buchhalter bei einer „Bad Bank“. Dort macht es ja augenscheinlich nichts aus, wenn Sie sich um ein paar Milliarden Euro verrechnen. Die eigene Profilierung auf Xing, Facebook, LinkedIn oder in anderen sozialen Netzwerken ist sicher wichtig – aber sie wird in Zukunft nicht alles sein. Denn nur mit Blenden kann niemand eine harte Ausbildung, ein anspruchsvolles Studium oder herausfordernde Praktika meistern. Eine der wenigen Branchen, in denen auf einen guten beruflichen Hintergrund weniger Wert gelegt wird, ist die Politik. Die Folgen kennen wir alle. Nicht unbedingt die Besten zieht es in unsere Parlamente.“

Dass Menschen oft Blendern auf den Leim gehen, bestätigt hingegen der Autor Florian Willet http://www.florianwillet.com. Er ist der Meinung, dass ein Säugetier seine Natur nicht innerhalb von ein paar Tausend Jahren verändert: „Schauen Sie jederzeit bei Schopenhauer und Nietzsche nach und verschaffen Sie sich einen Eindruck über deren Verbitterung darüber, dass Menschen leichtgläubig Blendern folgen und über offenbar so wenig eigene objektive Urteilsfähigkeit verfügen. Schauen Sie bei zahlreichen bekannten griechischen Philosophen nach, die vor dreitausend Jahren über selbiges frustriert waren. Vermutlich könnte einem so mancher kluge Steinzeitmensch, dessen Verstand den meisten seiner Zeit etwas voraus war, ähnliches berichten. Schauen Sie sich den Verlauf der Geschichte an, zwischen den Alten Griechen und heute oder zwischen Schopenhauer und heute. Sofern und soweit Menschen in diesen Zeiträumen Blendern gefolgt sind, werden Sie es auch von heute an in der Zukunft tun.“

Was sich verändert habe, sei das Phänomen der Informationsgesellschaft.
Die Erfolgsintervalle von Blendern werden kürzer, weil sie schneller überführt werden, so Willet. „Ihre Schwachstellen sind aufspürbarer als früher, weil sie im Internet und sonst wo im Leben Spuren hinterlassen haben. Früher hätte ein Berlusconi bis an sein Lebensende sein Unwesen getrieben und wäre als Held in die Geschichtsbücher eingegangen. Zudem gibt es viele schlaue und täuschungsresistente Internetnerds, die heute vernetzter als ihre Vorgänger sind im Sinne von Schwarmintelligenz hervorragend zusammenarbeiten. „Anonymous“, „Wikileaks“ und die vielen unbekannten Investigatoren die Guttenberg und Koch-Mehrin um ihre Jobs gebracht haben, sind tolle Beispiele dafür“, meint der Autor.

Willet hält viel von Mark Zuckerberg und seinen Visionen: „Ich vertraue diesem Mann! Privatsphäre wird bald Vergangenheit sein. Davon profitieren all jene, die rein gar nichts zu verstecken haben.“ Problematisch seien jedoch große Geldvermögen, mithilfe derer Reiche und Mächtige noch immer Kampagnen auffahren und Stimmungen zu ihren Gunsten schüren könnten. Aber auch das habe es schon in der Vergangenheit gegeben. „Auch in Zukunft werden Blender mehr Erfolg als Nichtblender haben. Aber es könnte – ich weiß es nicht – durchaus sein, dass Ihr Einfluss zumindest geringer wird. Insofern profitieren relativ die Nichtblender. Frauen profitieren hingegen immer. Denn ihre Gunst gilt immer den Erfolgreichen. Wenn der Erfolg den Träger wechselt, wechselt die Gunst der Frauen mit auf den neuen Träger. Am sichersten ist es noch immer, sowohl die Emotionen der Menschen zu seinem Vorteil beeinflussen und ihnen Meinungen unterjubeln zu können, als auch fachlich kompetent zu sein. Oder ist in ihren Augen auch der ein Blender, der die nichturteilsfähige intellektuelle Unter- und Mittelschicht zwar mit cleveren werbepsychologischen Tricks einfängt, weil sie für messerscharf plausible Argumente nicht empfänglich sind, der aber auch von einem Intellektuellen mit herausfordernden Einwänden konfrontiert, jederzeit eine durch und durch kluge Antwort geben kann?“
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