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Walter AG: Vom Spezialisten zum internationalen Systemanbieter

Tübinger Zerspanungsexperte blickt auf 100 Jahre erfolgreiche Unternehmensstrategie

Tübingen, 29. Januar 2019 – Der Weltmarkt und das Konzept „Systemanbieter“ waren 1919, bei der Gründung der Walter AG, noch kein Thema für den Start-up-Unternehmer Richard Walter. Die Philosophie, innovativ und ganz nah an den Bedürfnissen der Kunden zu arbeiten, war aber schon damals zentral für den Erfolg des Unternehmens. Bahnbrechende Innovationen wie der Wendelnovex, ein Planfrässystem bestehend aus einem Trägerwerkzeug und Wendeschneidplatten mit sechs Schneidkanten, machten Walter Anfang der 1960er äußerst erfolgreich – auch außerhalb Deutschlands. Franco Mambretti, Enkel des Firmengründers und seit 1965 Geschäftsführer des Unternehmens, leitete 1967 mit der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Wien die Internationalisierung ein. Heute produziert Walter an 10 Standorten weltweit und beliefert Kunden in über 80 Ländern.

Walter wächst seit 1967 international
Bei Österreich blieb es nicht lang: Nachdem die strategische Entscheidung getroffen war, die wachsenden internationalen Märkte nicht den Mitbewerbern zu überlassen, eröffnete Walter in den 1970er Jahren schnell hintereinander in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien Tochtergesellschaften. In den 1980ern erschloss sich Walter durch Zukäufe und Beteiligungen den wichtigen US-amerikanischen Markt. Außerdem fasste man Fuß in der Sowjetunion. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 profitierte Walter erst wirklich von diesem Schritt.
Mit China und dem asiatischen Wirtschaftsraum ist seit 1994 eine weitere wichtige Region hinzugekommen. Hier hat Walter zahlreiche Niederlassungen und eigene Vertriebsgesellschaften etabliert.

Die Transformation zum Systemanbieter
Die 1980er Jahre brachten neben der Internationalisierung auch eine weitere zentrale strategische Entscheidung: Die Walter Unternehmensleitung beschloss, auf die sich abzeichnenden Veränderungen in der Zerspanungsindustrie proaktiv zu reagieren. Durch den Siegeszug elektronisch gesteuerter Metallbearbeitungsmaschinen rückte der gesamte Bearbeitungprozess immer stärker in den Blick der Kunden. Mit Eigenentwicklungen wie der ersten NC-gesteuerten (1976) und der ersten CNC-gesteuerten (1994) Werkzeugschleifmaschine, der HELITRONIC POWER, war Walter selbst Treiber auf diesem innovativen Feld. 1989 brachte Walter mit Tool Data Management (TDM) eines der ersten software-basierten Werkzeugdaten-Verwaltungssysteme auf den Markt. TDM ist Grundlage vieler zukünftiger Innovationen bis hin zu den kompletten Werkzeug-Management- und -Logistik-Lösungen, die Walter heute unter der Marke Walter Multiply anbietet. Digitalisierung ist also schon seit 30 Jahren zentral für die Walter Strategie.

Vom Prozess aus denken: Walter Multiply
Heute übernimmt Walter auf Wunsch der Kunden nicht nur das gesamte Tool Management, sondern hat sich als Systemanbieter etabliert: Walter bietet seinen Kunden vom Sonderwerkzeugbau bis hin zur Optimierung oder Neu-Konzeption kompletter Bearbeitungsstrategien ein umfassendes Produkt- und Service-Portfolio. Wie zentral mittlerweile der System- und Prozessgedanke für Walter ist, zeigt auch das 2016 eröffnete Technology Center in Tübingen. Hier arbeiten Walter Zerspanungsexperten an neuen digital-basierten Lösungen. Das Technology Center wird auch intensiv dafür genutzt, für und mit Kunden gemeinsam neue Lösungen für konkrete Bearbeitungsprozesse zu erarbeiten, um Zerspanungsprozesse noch wirtschaftlicher zu gestalten.

Diesen Text sowie druckfähiges Bildmaterial erhalten Sie unter folgendem Link:
https://www.walter-tools.com/de-de/press/news/Pages/2019-100-years-walter.aspx

Die Walter AG, gegründet 1919, zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Metallbearbeitung. Der Zerspanungsspezialist bietet ein umfassendes Spektrum an Präzisionswerkzeugen zum Fräsen, Drehen, Bohren und Gewinden. Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt Walter maßgeschneiderte Lösungen für die Komplettbearbeitung von Bauteilen in den Branchen Allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Energieindustrie. Die Engineering Kompetenz des Unternehmens umfasst dabei den gesamten Zerspanungsprozess. Als innovativer Partner für hocheffiziente, digitalisierte Prozesslösungen gehört Walter branchenweit zu den Vorreitern der Industrie 4.0. Die Walter AG beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter und betreut mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern Kunden in über 80 Ländern der Welt.

Firmenkontakt
Walter AG
Andrea Kimmerle
Derendinger Str. 53
72072 Tübingen
+49-7071-701-932
andrea.kimmerle@walter-tools.com
http://www.walter-tools.com

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Bildquelle: Walter AG

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TDM Systems und simus systems kooperieren

Effiziente Werkzeugverwaltung

TDM Systems und simus systems kooperieren

Die Tübinger TDM Systems GmbH optimiert ihre Software zur Werkzeugverwaltung in Zusammenarbeit mit der Karlsruher simus systems GmbH. Per Schnittstelle werden aktualisierte Werkzeuginformationen sofort und automatisch in die Kalkulation und die Arbeitsplanerstellung von classmate PLAN übernommen. Diese Symbiose führt zu Zeit- und Kostenersparnissen bei Anwendern.

Seit über 25 Jahren ist TDM Systems ein führender Anbieter von Tool Data Management im Bereich der Zerspanung. Dabei fokussiert sich TDM Systems auch auf die Prozessoptimierung durch optimale Werkzeugeinplanung und -bereitstellung. Die Erstellung und Bearbeitung von Werkzeugdaten und -grafiken, die Integration von Werkzeugwissen und 3D-Grafiken in die CAM-Planung sowie die Organisation des kompletten Werkzeugkreislaufes auf Werkstattebene zählen zu den drei Kernkompetenzen von TDM Systems und bilden die Säulen der Tool Lifecycle Management-Strategie.

Das Modul classmate PLAN aus der Software-Familie simus classmate analysiert automatisch geometrische, topologische und weitere Informationen wie Oberflächengüte, Passungen und Toleranzen, die in 3D-Modellen enthalten sind. Das Kalkulationsergebnis enthält die Herstellkosten für beliebige Losgrößen-Staffelungen sowie eine Grenz- und Vollkostenrechnung nach der internen Kostenstruktur. Zugleich werden die vorgeschlagenen Technologiefolgen mit Maschinen-, Rüst- und Stückzeiten in einem Arbeitsplan dargestellt. Diese Ergebnisse fließen sofort in den aktuellen Konstruktionsprozess ein. Kostentreiber werden erkannt, sogar grafisch eingeblendet und können effizient beseitigt werden. Varianten und verschiedene Änderungsschritte lassen sich vergleichen, um die kostenoptimalen Lösungswege weiter zu verfolgen. Massive Kostensenkungen durch günstigere Bauteilvarianten und realistische Make-or-buy-Entscheidungen sind die Folge. Ebenso wird die Auswahl optimaler Bearbeitungsverfahren und Fertigungsstandorte im Unternehmen erleichtert. Da rund 80 Prozent der Herstellkosten von Produkten in der Entwicklungsphase festgelegt werden, stellt diese Lösung ein mächtiges Werkzeug zur Kostenoptimierung dar.

Wird ein neues Werkzeug im Materialstammanlage-Prozess angelegt, organisiert simus classmate diesen Datenfluss, managt die Klassifikation und die Kommunikation mit SAP und anderen Systemen. Kunden, die beide Systeme nutzen, profitieren von der Arbeitserleichterung durch sofort aktualisierte Werkzeuginformationen und die automatische Übernahme in die Kalkulation und Arbeitsplanerstellung mit classmate PLAN.

Bildunterschrift: Mit classmate PLAN werden Kosten transparent – auf Basis von 3D CAD-Daten lassen sich automatisch Herstellkosten ermitteln

Die 2002 gegründete simus systems GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist mit ihrer Produktfamilie simus classmate einer der Marktführer im Bereich automatische Klassifizierung von CAD-Modellen, Datenbereinigung von Massendaten, dem Suchen und Finden vorhandener Daten und der automatischen Kalkulation. Das eigenständige Unternehmen bietet Erfahrungen aus über 200 erfolgreichen Projekten in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und Elektrotechnik. Die Produktfamilie simus classmate integriert sich mit führenden 3D CAD- und PLM-Lösungen sowie mit ERP-Systemen wie SAP.

Firmenkontakt
simus systems GmbH
Andrea Sauer
Haid-und-Neu-Str. 7
76131 Karlsruhe
+49 (0) 721 83 08 43-0
info@simus-systems.com
http://www.simus-systems.com

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