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Ukraine: Tausende Kinder leiden unter toxischem Stress

(Mynewsdesk) Lugansk/München – Der andauernde Konflikt mit Russland hat weitreichende Folgen für die psychische Gesundheit der Kinder in der Ukraine. „Der lange Zeitraum von vier Jahren, in dem Kinder permanentem Stress, äußerster Angst und Unsicherheit ausgesetzt sind, hat fatale Auswirkungen auf ihre soziale und emotionale Entwicklung“, sagt Andrij Chuprikov, Leiter der SOS-Kinderdörfer in der Ukraine.

„Wenn ein Kind ständiger Bedrohung ausgesetzt ist, dazu zählen Gefechte, aber auch die Angst, von Landminen auf Schulwegen und im Umfeld der Siedlungen getötet zu werden, kann das zu schweren Traumata führen“, so Chuprikov weiter. 200.000 Jungen und Mädchen in der Ostukraine seien betroffen.

Vor allem Kinder, die unmittelbar an der Demarkationslinie lebten, litten unter toxischem Stress: „Wir beobachten bei ihnen vermehrt Symptome wie Bettnässen, selbstzerstörerisches Verhalten, Aggression oder Abschottung. Im schlimmsten Fall Kinder entwickeln Kinder unter solchen Lebensumständen Störungen, die zum Suizid führen“, sagt Chuprikov.

Fatal sei auch eine weitere Begleiterscheinung des Konflikts: Wir sind äußerst besorgt, weil immer mehr Familien den andauernden Belastungen nicht standhalten“, sagt Chuprikov. Sprachlosigkeit und häusliche Gewalt seien auf dem Vormarsch. „Dabei ist die Grundlage für eine halbwegs stabile, gesunde Kindheit, dass Kinder starke persönliche Beziehungen zu ihren Angehörigen hätten. Sie brauchen Stabilität, Routine, Sicherheit, Ruhe zum Spielen“, sagt Chuprikov. Genau das aber könnten viele Eltern ihren Kindern nicht mehr geben, hätten viele von ihnen doch selbst denn Halt verloren.

Es herrsche ein dringender Bedarf an Angeboten zur psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung, „nicht nur für die Jungen und Mädchen, sondern auch für ihre Eltern.“ Nur, wenn wir die Eltern einigermaßen stabil sind, können sie ihren Kindern Halt geben.“

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Eltern in der Lugansk-Region bei der Verarbeitung ihrer Traumata. Mobile psychologische Teams besuchen die Familien in abgelegenen Orten, in den SOS-Sozialzentren werden traumatisierte Familien betreut.

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Die SOS-Kinderdörfer sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich hauptsächlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als 575 Kinderdörfern und rund 2.000 weiteren SOS-Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 135 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen die SOS-Kinderdörfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angehörige.

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Unbekanntes Land? Die Ukraine im deutschen Bewusstsein

Unbekanntes Land? Die Ukraine im deutschen Bewusstsein

Erst vor wenigen Jahren begann mit der medialen Aufarbeitung der Krimkrise und des Kriegs in der Ostukraine eine intensivere Auseinandersetzung der deutschsprachigen Presse mit der Ukraine. Über die spannende Geschichte, Kultur, die Besonderheiten der Sprache, Sitten oder wichtige Persönlichkeiten dieses vielseitigen Landes erreichen uns dagegen wenige Berichte. Diesem Phänomen will die Autorin Antonia Kostretska mit ihrem Buch Terra incognita. Die Ukraine, die Ukrainer und das Ukrainisch, das im GRIN Verlag erscheint, entgegenwirken.

Oft werden lediglich das Unglück von Tschernobyl, die Klitschko-Brüder oder der Euromaidan mit der Ukraine assoziiert. Als Land und Staat wird sie – sowohl in Kunst und Literatur als auch in Wissenschaft, Medizin und Sport – außerdem häufig territorial und ethnographisch mit ihrem großen Nachbarn Russland gleichgesetzt. Was ihren Beitrag zur Entwicklung der Weltgeschichte im kulturellen oder wissenschaftlichen Bereich betrifft, wird die Ukraine zudem oft übergangen.

In jeder Hinsicht unterschätzt – die Ukraine in Zahlen und Fakten

Beginnend mit der Frühgeschichte und den ersten Erwähnungen in der Literatur zeichnet die Autorin die Entwicklung der heutigen Ukraine nach. Dabei nimmt „Terra incognita. Die Ukraine, die Ukrainer und das Ukrainisch“ auf demographische, politische und gesellschaftliche Faktoren gleichermaßen Bezug und gibt einen wertungsfreien Überblick über signifikante Daten und Ereignisse. Weltgeschichtlich relevante Erfindungen, berühmte Wissenschaftler verschiedenster Felder und einflussreiche Persönlichkeiten aus Medien, Sport und Kunst werden von Antonia Kostretska in Form einer enzyklopädischen Sammlung vorgestellt. Diese detaillierte Zusammenstellung von Informationen über die Ukraine, Ukrainer und das Ukrainisch leistet einen guten Dienst für alle, die über das geografische Zentrum Europas mehr wissen und lernen möchten.

Über die Autorin

Antonia Kostretska stammt aus Lemberg und arbeitete mehrere Jahre als Ingenieurin und Lehrerin in der Ukraine und im Ausland. Nach ihrem Umzug nach Deutschland begann sie 2001 ein Studium der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg. Sie begründete und leitete den preisgekrönten Internationalen Literaturclub in Günzburg. Die Verfasserin hat bereits mehrere wissenschaftliche Arbeiten sowie Gedichte veröffentlicht. Einige ihrer Gedichte wurden von den Komponisten Olga Magidenko und Boris Kogan vertont.

Das Buch ist 2018 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-668-60191-8).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/385636

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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Leiden und Leben – Klein Mariia aus der Ukraine braucht unsere Hilfe

Leiden und Leben - Klein Mariia aus der Ukraine braucht unsere Hilfe

Bitte um Hilfe für schwertkranke Mariia Laputin

Die Zeit, in der wir Menschen leben – ist geprägt von Kriegen, Nöten, Hunger und eben auch Reichtum – wem aber bei dieser Aufzählung nun den unzutreffend geflügelten Spruch: „Gegensätze ziehen sich an“ einfällt, der liegt – wie nicht anders zu erwarten, in unserem nachfolgend geschilderten Fall, gänzlich falsch.

Wir möchten Ihnen von einem kleinen Mädchen und ihrer schmerzhaften Leidensgeschichte berichten: Mariia kommt aus der Ukraine und genau hier fängt eigentlich ihr Leidensweg schon an, denn die Ukraine ist nicht nur seit 2012 dauerhaft der korrupteste Staat von ganz Europa (Transparency International = https://www.laenderdaten.de/indizes/cpi.aspx), es ist auch einer der Staaten in Europa, wo die medizinische Versorgung den Standard von bitterarmen Entwicklungsstaaten hat.

Dabei ist vor allem die entsetzliche Korruption im Moloch Ukraine staatszersetzend. Sie zerstört das Vertrauen der Bürger in die Institutionen und bedroht den gesellschaftlichen Frieden, den ukrainischen Oligarchen ist dies egal. Seit der in der Ukraine in fragwürdiger Art und Weise gefeierten Maidan-Revolution des Jahres 2014, wird die Ukraine von der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“, mit Milliarden der EU-Steuerzahler, künstlich am Leben gehalten. Nun soll dieser Artikel jedoch nicht in eine Art politische Schmähkritik gegen die als Staat gescheiterte Ukraine ausarten, es geht vielmehr um Mariia, aber bei der Ukraine fing eben genau da – das Problem des kleinen Mädchens an.

Mariia ist heute 2 (zwei) Jahre, sie wurde in der 29. Schwangerschaftswoche (SSW) mit einem Gewicht von 1450 kg und 41 cm Körpergröße geboren, leider in der Ukraine – muss man sagen, wenn man das folgende liest. Denn die medizinischen Zustände in der Ukraine sind wie bereits vorgenannt, beinahe asozial Katastrophal zu nennen. Warum, nun nach der Geburt war Mariia sofort beatmungspflichtig und genau dann, man glaubt es kaum – ereignete sich ein Stromausfall im Pädiatrischen Zentrums-Krankenhaus des Oblast Sumy. Was in jedem zivilisierten Staat zu einem sofortigen Einsatz eines Notstromaggregates führen würde, geschah in der Ukraine nicht. Die dringend benötigte Beatmung wurde bei Mariia nicht automatisch fortgesetzt und für eine Beatmung per Hand, waren für die Kinder – welche eine Beatmung benötigten, nicht genug Ärzte und Schwerstern im Klinikum vom Sumy anwesend, sodass das medizinische Personal nach gut dünken entschied – wer beatmet wird und wer nicht…

Durch diese dringend benötigte, aber über einen Zeitraum von 2 (zwei) Stunden nicht ausreichende Beatmung, ist Mariia heute, nach Einschätzung der Ärzte im Helios Klinikum Brandenburg, Schwerbehindert! Eine Entschädigung durch das ukrainische Krankenhaus von Sumy, gab es für Mariia und ihre Eltern nicht, die Ärzte wurden in diesem korrupten Land, wo sich Freiheitsprüche mittels Geld erkaufen lassen, nie zur Verantwortung gezogen. Ein Umstand, welcher nicht nur jedweder Moral widerspricht, sondern für einen Staat, welcher unter anderem auch durch bundesdeutsche Steuergelder überhaupt noch existiert, nicht nur eine menschliche, sondern vor allem eine beschämend soziale Tragödie in Europa ist.

In ihrer Not und auch jedes Vertrauens in die medizinische Versorgung für ihre Tochter beraubt, verkauften die Eltern von Mariia alles Hab und Gut und machten sich unter medizinischer Mithilfe, auf den Weg nach Deutschland. Hier diagnostizierte das Klinikum Westbrandenburg in Potsdam, zusammen mit dessen sozialpädiatrischem Zentrum, eine symptomatisch schwer Form des West-Syndroms, mit mannigfaltig auftretend epileptischen Anfälle. Dies in der Folge einer hypoxisch- ischämischen, infektiösen hämorrhagischen Beschädigung des zentralen Nervensystems (ZNS), supratentorielle, zystischglöse Enzephalomalazie. Zudem eine infantile Zerebralparese (CP), spastischer Tetraparese, sowie eine grobe Verzögerung der psychomotorischen Entwicklung, als Folge eines Zustandes nach einer ventrikulären Peritoneostomie recht. Über Wochen befand sich Mariia in therapeutischer Behandlung von bundesdeutschen Ärzten, die Kosten dafür brachten die Eltern selbst auf, welche ihre Tochter nicht wegen der Fehler in der Ukraine, in Deutschland sterben lassen wollten.

Der Stromausfall und das kriminelle Verhalten der ukrainischen Mediziner hatten bei Mariia eine hypoxisehischämische Enzephalopathie und eine ventrikuläre Blutung IV , zusammen mit einer begleitenden Meningitis zu einem posthämaorhagischen Hydrocephalus zur Folge. All dies klingt nach komplizierten medizinischen Worten, bedeute jedoch, das Gehirn von Mariia bekam nicht genug Sauerstoff, wobei eine Meningitis (Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, der Hüllen des zentralen Nervensystems) hinzukam.

Die Eltern hoffen in der Bundesrepublik Deutschland auf Hilfe, sie stellen keinen Asylantrag wie so viele Flüchtlinge und sie erwarten auch nicht das wie bei Flüchtlingen der bundesdeutsche Sozialstaat mit Steuergeldern eingreift, sie bitten um kleine Spenden, um ihrem kleinen Mädchen – wenigstens weiter das Leben zu retten, da ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten restlos aufgebraucht sind.

Wer helfen kann und sei es mit wenigen Euro, wird gebeten auf die Kontonummer von Oleksii Laputin mit der IBAN: DE 28512308000000068016 – Verwendungszweck: 5332241007469990 Geld zu senden. Jede, wirklich jede Hilfe – ist für Mariia hrzlich willkommen!

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Wachstumsmärkte Ost: Hannover Messe 2018

Auf dem OWC 100 Forum am 25.04.2018 vorgestellt

Wachstumsmärkte Ost: Hannover Messe 2018

Wachstumsmärkte Ost: Veröffentlichung anlässlich der Hannover Messe 2018

BERLIN, 22 März 2018. Osteuropa boomt – sowohl die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) als auch die Raiffeisen Bank International verzeichnen einen breiten Aufschwung und prognostizieren für 2018 ein Wachstum von 3 bis 4 Prozent. Diesem Trend folgend, widmet sich die neue Publikation Wachstumsmärkte Ost den Geschäftschancen und Rahmenbedingungen für deutsche Mittelständler in den wichtigsten Wachstumsmärkten Osteuropas und Zentralasiens.

Von Erfahrungsberichten, rechtlichen Rahmenbedingungen und Erfolgsrezepten über wirtschaftliche Eckdaten und Wachstumsausblicke bis hin zu den größten Herausforderungen: die Publikation Wachstumsmärkte Ost wird zehn Märkte auf ca. 120 Seiten ausführlich vorstellen. In Praxisgesprächen berichten vor Ort aktive Mittelständler über ihre Erfolgsrezepte, Gründe für die Standortwahl und die größten Herausforderungen im Ost-Geschäft.
In Zusammenarbeit mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. und dem Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft e.V. bildet diese Erstausgabe einen einzigartigen Leitfaden über Geschäftschancen und Rahmenbedingungen für deutsche Mittelständler mit Schwerpunkt Russland, Ukraine, Kasachstan, Usbekistan, Polen, Rumänien, Ungarn, Serbien, Georgien und Litauen.

Sie möchten Ihr Unternehmen mit einer Anzeige in diesem Leitfaden präsentieren? Melden Sie sich noch bis zum 26. März bei uns für Ihr individuelles Angebot.

Die Publikation wird anlässlich der Hannover Messe am 25. April 2018 veröffentlicht und auf dem OWC 100 Forum vorgestellt. 100 Fragen & Antworten ist die erfolgreiche Reihe des OWC-Verlags mit kurzen Antworten bekannter Berater auf die aktuellsten Fragen zu Export und Direktinvestitionen in Russland, Osteuropa, Iran und China.

Auf der Hannover Messe werden im Rahmen der aktuellen OWC-Publikationen die Schwerpunktländer aus der Berichterstattung in kompakten Panels präsentiert. Fragen können durch das Publikum vor Ort, per Video-Zuschaltung wie auch über das Internet gestellt werden:

ChinaContact Panel
Greater China

IranContact Panel
Iran

Wachstumsmärkte Ost Panel
Russland, Ukraine, Kasachstan, Usbekistan, Polen, Rumänien, Ungarn, Serbien, Georgien und Litauen

In jeweils 45-minütigen Panels beantworten vier Experten auf den Punkt Geschäftsfragen deutscher Unternehmer zu dem jeweiligen Land. Die Fragen wurden im Vorfeld vom Verlag gesammelt oder können direkt aus dem Messepublikum gestellt werden. Zwischen den Panels gibt es ein kurzes Get-together, bei dem die Referenten mit den Besuchern in individuelle Gespräche übergehen können.

Möchten Sie kostenlos an dem Forum und der Hannover Messe teilnehmen oder sogar als Länderexperte dem Publikum Rede und Antwort stehen? Alle wichtigen Details erhalten Sie hier – oder melden Sie sich unter marketing@owc.de.

1955 gegründet, informiert der OWC Verlag für Außenwirtschaft seit über 60 Jahren verlässlich und fundiert über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der globalen Märkte mit den Schwerpunkten Ost- und Mitteleuropa und Asien. Mit seinen Publikationen OstContact, ChinaContact und IranContact ist er der Partner für die Entscheidungsträger der Außenwirtschaft. Der Verlag unterhält Büros in Peking und Moskau und verfügt über Korrespondenten in Russland, Polen, Kasachstan, der Ukraine und Belarus.

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Ukraine: Saakaschwili frei – wird Poroschenko bald verjagt?

Ukraine: Saakaschwili frei - wird Poroschenko bald verjagt?

Ukraine: Saakaschwili frei – wird Poroschenko bald verjagt?

„Es sei eine mutige Entscheidung“, sagt der frühere Präsident Georgiens, Michail Saakaschwili (49), denn ein Gericht in Kiew ordnete an, Saakaschwili freizulassen – nachdem der ebenso kriminell wie korrupte Sicherheitsdienst der Ukraine – SBU (Sluschba bespeky Ukrajiny) ihn verhaftete.

Die Begründung für die Entscheidung will das Gericht noch nachliefern, konnte BERLINER TAGESZEITUNG aktuell dazu erfahren. Die Richterin werde nun „großen Druck aushalten müssen“, denn die Kriminellen um den korrupten Schokoladen-Präsidenten Petro Poroschenko werden ihr Stress machen. Er werde sich weiter für einen sehr notwendigen Machtwechsel im Land einsetzen, sagte Saakaschwili weiter und empfahl sich damit als kommender Präsident einer abgewirtschaftet und von Oligarchen ausgebluteten Ukraine.

Die Staatsanwaltschaft unter Kontrolle des SBU hatte gefordert, den georgischen Ex-Präsidenten unter Arrest zu stellen. Sie bezichtigt Saakaschwili, angeblich tausende Euro aus dem Umfeld des ehemaligen Staatschefs der Ukraine, Viktor Janukowitsch, angenommen zu haben, um mit dem Geld einen Putsch gegen den amtierenden Präsidenten Petro Poroschenko zu organisieren. Poroschenko nannte, wie nicht anders von ihm zu erwarten, die Anhänger Saakaschwilis eine „aus Moskau finanzierte Gaunerbande“.

Tatsächlich hatte der 49-Jährige mehrere Proteste gegen Poroschenko angeführt. Auch am Wochenende, nach Saakaschwilis Festnahme, hatten viele tausende Menschen für eine sofortige Amtsenthebung der aktuellen Staatsspitze demonstriert.

Bereits vor knapp einer Woche war Saakaschwili schon einmal festgenommen, auf dem Transport ins Gefängnis aber von Unterstützern befreit worden. Nach der erneuten Festnahme am Freitag hatte sich Saakaschwili als „Kriegsgefangener“ bezeichnet und angekündigt, in einen unbefristeten Hungerstreik treten zu wollen. Die Vorwürfe gegen ihn seien politisch motiviert, die Entscheidung des Gerichts bestätigt aktuell, dass Poroschenko offenbar jedes Mittel der Diffamierung recht ist, um Konkurrenten aus dem Weg zu räumen und das Land weiter zu plündern, sagen die Bürger auf den Straßen der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

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Auto/Verkehr

EuroGUS e.K. Internationale Spedition: Der Spezialist für Sammelguttransport nach GUS

Der Transport von Sammelgut in die GUS-Staaten oder nach Russland stellt viele Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Ein großes Transportvolumen und der Transit durch mehrere Länder sind nur zwei der Probleme, die es zu lösen gilt. Hinzu kommen unwirtliche Regionen vor Ort, lange Straßentransporte oder Entfernungen, die oft nur auf dem Luft- oder Schienenweg zu bewältigen sind. Sprachprobleme und komplexe Zoll- und Abfertigungsverfahren mit den nationalen Behörden kommen hinzu und erhöhen den Schwierigkeitsgrad. Als Unternehmen ist man auf einen erfahrenen Logistikdienstleister angewiesen, der um die Problematik weiß und der über die nötige Expertise verfügt.

 

EuroGUS e.K. Internationale Spedition ist seit vielen Jahren auf die Organisation von internationalen Transporten für Sammelgut nach Russland und in die angrenzenden GUS-Staaten spezialisiert. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auf Russland, Kasachstan, Belarus, Armenien, Georgien und Aserbaidschan, um nur einige der Länder zu nennen. EuroGUS ist ein zuverlässiger Partner und deckt als Logistikpartner alle Verkehrswege für den Sammelguttransport ab. Auf der Straße, in der Luft, auf See oder auf der Schiene werden Transportlösungen zur Verfügung gestellt. Sie fügen sich als nahtloser Komplettservice zu einer stimmigen Logistikkette zusammen. Durch ständig wachsende Geschäftsbeziehungen vor Ort wird der Service kontinuierlich weiter ausgebaut, um Kunden im Bereich des Sammelguttransports eine noch bessere Angebotspalette zu bieten.

 

Wenn Sammelgut als Komplettladung oder als Teilpartie nach Russland oder in die GUS-Staaten zu transportieren ist, muss die Logistiklösung höchsten Ansprüchen genügen. Eine sorgfältige Planung ist erforderlich. Nur so sind zeitnahe und professionelle Lieferungen an den Endkunden darstellbar. Gewährleistet wird die hohe Qualität durch eine moderne Ausrüstung und durch weitläufige Lagerflächen. Abgewickelt wird der Transport durch ein erfahrenes Team, das für die Koordination, die Organisation und die Durchführung der einzelnen Schritte verantwortlich zeichnet. So entsteht eine stimmige Logistikkette, die genau auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten ist.

 

Russland ist ein wichtiges Ziel mit wachsender Nachfrage. Deshalb kommt dem riesigen Land bei der Entwicklung neuer Transportlösungen eine besondere Bedeutung zu. Auch in entfernten Standorten wie Jekaterinburg, Smolensk oder Kasan sind flächendeckende und zeitnahe Lieferungen problemlos möglich. Dabei verlässt sich EuroGUS e.K. auf ein breites Netzwerk an erfahrenen Kooperationspartnern, die sich in die Fläche erstrecken und die über weite Land-, Luft- und Seewege eine maßgeschneiderte Logistiklösung umsetzen.

 

Abgerundet werden die Logistiklösungen der EuroGUS e.K. Internationale Spedition durch weitere Dienstleistungen wie das Zollwesen. Die Ausfertigung aller nötigen Frachtbriefe und Beförderungsunterlagen für den grenzüberschreitenden Verkehr liegt ebenso in den Händen des erfahrenen Teams wie die Koordination und die Zusammenführung aller Einzelleistungen in einer Hand. Für besonders dringende Sammelguttransporte im Bereich der Industrie oder für den Maschinen- und Anlagenbau können bei Bedarf Sonderfahrten durchgeführt werden. Sie dienen dazu, auch komplexe Transportlösungen im Interesse des Kunden sicherzustellen und effektiv und zeitnah abzuwickeln.

Publisher: http://www.eurogus.de/guetertransporte-spedition/

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Wie werden die Kriege der Zukunft aussehen?

Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks hat sich die Form internationaler Krisen und Konflikte grundlegend verändert. Asymmetrische Bedrohungen bestimmten seither weltweit die sicherheitspolitische Lage. Der bei Studylab im GRIN Verlag erschienene Titel „Krisen- und Kriegsanatomie im 21. Jahrhundert“ beleuchtet diese Entwicklung. Das Buch analysiert dazu die Konflikte in der Ukraine und in Syrien unter dem neuen Aspekt der hybriden Kriegsführung.

Ukrainekrise, Islamischer Staat, Verbindung von realem und „Cyberterrorismus“. Die großen transnationalen Konflikte des 21. Jahrhunderts unterscheiden sich sowohl in Angriffszielen, Art der Kriegsführung und Propaganda als auch Finanzierung von den Auseinandersetzungen zwischen Nationalstaaten, die das 20. Jahrhundert prägten. Das Buch „Krisen- und Kriegsanatomie im 21. Jahrhundert“ untersucht diese Entwicklung ausgehend von der Theorie der asymmetrischen „neuen Kriege“ nach Mary Kaldor und Herfried Münkler.

Von der asymmetrischen zur hybriden Kriegsführung

Auf dem Konzept des „asymmetric warfare“ aufbauend wird dessen Weiterentwicklung vorgestellt: die hybriden Kriegsführung, bei der eine Kombination aus konventionellen, irregulären, terroristischen und kriminellen Aktivitäten zum Einsatz kommt. Die Untersuchung dieser spezifischen Art des Krieges bildet den Schwerpunkt von „Krisen- und Kriegsanatomie im 21. Jahrhundert“. Autor Christian Rucker untersucht dazu anhand der bewaffneten Konflikte in der Ukraine und in Syrien, wo und durch welche Parteien Methoden des Hybridkrieges angewandt wurden. Motive und Ziele dieses Einsatzes hybrider Kriegsstrategien werden dabei ebenso analysiert wie die internationalen Dimensionen und Konsequenzen dieser Vorgehensweisen.

Das eBook ist im Oktober 2016 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-66-829791-3) und ab Dezember auch als gedrucktes Buch erhältlich (ISBN: 978-3-94-645866-1).

Direktlink zur Veröffentlichung: http://www.grin.com/de/e-book/337319/
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Zu schwarzes Geld: Europäisches Unternehmen zahlt Geld den Rebellen

„Journalisten gegen Korruption und Rechtlosigkeit“ – eine Gruppe der ukrainischen Journalisten-Nachforscher hat über die kompromittierten Unterlagen erzählt, die ihr zur Verfügung standen und die Zusammenarbeit des europäischen Unternehmens Flame SA mit der Volksrepublik Donezk (VRD) – nicht anerkannter Organisation, die das Territorium im Osten der Ukraine unter Kontrolle hält – dokumentieren.

Das oben genannte Dokument stellt den Vertrag für die Lieferung von 72 000 Tonnen Kohle zwischen Flame SA und dem Bergwerk „Zschdanivska“ dar, das sich auf dem nicht unter Kontrolle stehenden Territorium im Osten der Ukraine befindet. Dieses Territorium, sowie auch alle Betriebe darauf wird durch die russlandfreundlichen Widerstandskämpfer derselben VRD kontrolliert. Jedoch sollen die Beziehungen solcher Art gerade durch die ukrainische Gesetzgebung geregelt werden: der sogar auf dem nicht unter Kontrolle stehenden Territorium befindliche Betrieb soll Steuern in den Etat zahlen, weil er in der Ukraine eingetragen ist und darin auch liegt.

Aber viele Unternehmen dieser Region des Landes haben nach dem Anfang der Kriegshandlungen im 2014 über die „Neueintragung“ erklärt und begannen die Steuern in den Etat der selbst ernannten VRD zu zahlen.

Tatsächlich bedeutet diese Tatsache direkte Finanzierung der Rebellen. Unter solchen Geldgebern ist auch das oben genannte Bergwerk „Zschdanivska“, das seinerseits Geld vom europäischen Unternehmen Flame SA erhielt.

Aus welchem Grund Flame SA Kohle gerade bei diesem Bergwerk gekauft und warum dieses Unternehmen keine alternative Quelle für die Lieferung dieses Rohstoffs gefunden hat – das blieb unbekannt. Die Vertreter des Unternehmens haben auf keine einzige Anfrage der ukrainischen Journalisten geantwortet.

Dabei ist die Webseite von Flame SA nicht erreichbar und deswegen ist es unmöglich die offiziellen Kommentare über dieses Geschäft zu bekommen.

Dieser Vertrag hat schon den ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) interessiert – bis jetzt nur im Sinne der Verantwortlichmachung des Direktors des Bergwerks „Zschdanivska“ Herrn Ruslan Dubovskiy. Ihm wird die Ausübung der gesetzwidrigen Exportgeschäfte mit Flame SA, sowie mit einer Reihe anderer Unternehmen zur „Finanzierung des Terrorismus“ (Artikel 258-5, Teil 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches) vorgeworfen. Zu diesem Moment wird die Investigation wegen dieser Sache fortgesetzt.

Aber das ist nicht die einzige „Panne“ des Unternehmens Flame SA. Nach den Angaben der ukrainischen Journalisten hat das Unternehmen unter Umgehung der internationalen Sanktionen Handelsbeziehungen noch mit einem Bergwerk – „Zaretschnaya“ in der Russischen Föderation. Dieses Bergwerk stellt einen Teil des Vermögens des Unternehmens „Uralvagonzavod“ dar, das seinerseits in der Liste der von den Sanktionen der USA und der Europäischen Union betroffenen Unternehmen steht.

Flame SA und seine Tochterunternehmen F-Chem SA und Brando International befinden sich unter derselben Anschrift in der Schweiz. Die Hauptrichtung der Tätigkeit des Unternehmens ist Suche und Lieferung der Feuerkohle, des Erdöl- und Hüttenkokses. Flame SA führt ihre Handelstätigkeit in der ganzen Welt und sein flüssiges Kapital beträgt 1 Mio. Schweizerische Franken. Das ist auch nicht erstaunlich, wenn man die Einkaufsmengen und den erhaltenen Ertrag berücksichtigt.

Klar, dass die Gründer des Unternehmens Alessandro Ballerini, Luca Ferrari und Fabrizio D’Adamo ihren Status und Kundenvertrauen nicht verlieren wollen und deswegen ihre nicht immer gesetzmäßige Handelstätigkeit der Öffentlichkeit freigeben. Aber auch die europäischen Rechtsschutzorgane werden mit den Gehilfen der bewaffneten Rebellen nicht zimperlich sein. Denn solche Geschäfte widersprechen nicht nur der ukrainischen und europäischen Gesetzgebung, sondern auch den Grundlagen der Moral und der gesunden Konkurrenz.

Und zum Ende. „Finanzierung der Rebellen“ ist das Verbrechen, in diesem Falle gegen die Unteilbarkeit Europas und der Ukraine als dessen Teils. Die Grenzen der Ehre und Ehrlichkeit sind in der Welt schon seit langem schwammig, aber Kohle aus der VRD ist eine zu „schwarze“ und schmutzige Ware, die weit über den Rand dieser Grenzen hinausgeht.

Quelle: www.prukraine.com/chernaya-pribyl-za-chto-evropejskaya-kompaniya-daet-dengi-boevikam

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Großes Interesse an Roadshow in Serbien

Die DFT Deutsche Finetrading AG präsentiert mit weiteren Partnern bankenunabhängige Modelle für die Export- und Importfinanzierung

Großes Interesse an Roadshow in Serbien

Logo DFT AG

Die restriktiver werdende Bankenregulierung und eine zunehmende Risikoaversion bei der Kreditvergabe erschweren für viele mittelständische Unternehmen den Zugang zu klassischen Bankkrediten bei der Finanzierung von Export- und Importprojekten. Sowohl in Deutschland wie auch international finden daher bankenunabhängige Finanzierungsmodelle immer mehr Beachtung – so auch in Serbien, wo die aktuelle Roadshow der DFT Deutsche Finetrading AG auf großes Interesse stieß.

Gemeinsam mit weiteren Finanzierungspartnern zeigten die Referenten der DFT Deutsche Finetrading AG, wie sich mit Finetrading Export- und Importgeschäfte flexibel und unkompliziert finanzieren lassen. Der Finetrader schaltet sich dabei als Zwischenhändler zwischen Verkäufer und Abnehmer ein und ermöglicht über unterschiedliche Zahlungsziele die Finanzierung des Geschäfts. Während der Verkäufer sein Geld umgehend erhält, kann sich der Abnehmer mit der Zahlung sechs Monate lang Zeit lassen. Bei Investitionsgütern kann das Zahlungsziel sogar zwölf Monate betragen.

Die Veranstaltungen in Belgrad und Novi Sas waren sehr gut besucht, was den Vorstand der DFT Deutsche Finetrading AG darin bestärkte, dem Osteuropa-Geschäft noch mehr Aufmerksamkeit als bislang schon zu widmen. Gemeinsam mit dem lokalen Partner Alexander Samonig soll nun eine Niederlassung in Belgrad als Brückenkopf für die Region aufgebaut werden. Darüber hinaus verantwortet Victoria Jarosch-Dohmen seit Februar 2016 als Head of International Business das internationale Geschäft des Finanzierungsspezialisten. „Unter ihrer Regie soll auch das Wachstum in weiteren Zielmärkte wie Indien, der Türkei und der Ukraine forciert werden“, erläutert Dirk Oliver Haller, Gründer und Vorstand des Unternehmens.

Eine weitere Informationsveranstaltung ist für den 25. und 26. April in Kiew geplant, um dort ansässigen Unternehmen die Möglichkeiten für die Finanzierung ihrer internationalen Geschäfte aufzuzeigen. Interessenten können sich unter http://www.dft-ag.de/de/events/ über die Veranstaltung informieren und sich anmelden.

Die DFT Deutsche Finetrading AG ist ein internationaler Anbieter von Finetrading und zählt in Deutschland zu den Pionieren seiner Branche. Das innovative Modell ermöglicht die bankenunabhängige Finanzierung von Warenlagern, Umlaufvermögen und Investitionsgütern und unterstützt Unternehmen bei der Optimierung ihrer Liquidität. Während der Kunde von längeren Zahlungszielen profitiert, kann der Lieferant die offene Forderung direkt in liquide Mittel umwandeln. Der flexible Einsatz ist sowohl im Inlands- wie auch im Auslandsgeschäft möglich. Seit der Gründung im Jahr 2011 kann die DFT Deutsche Finetrading AG ein dynamisches Wachstum verzeichnen, mittlerweile sind rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Zum Kundenkreis zählen Industrie-, Handels- und Agrarunternehmen aus dem In- und Ausland.

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Buchhaltung und Steuern in der Ukraine, Neue Steuerreform 2016

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HWC, Buchhaltung und Steuern in der Ukraine

Buchhaltung und Steuern in der Ukraine, Steuerreform 2016

In der Ukraine wurde am 24. Dezember 2015 eine weitere Steuerreform verabschiedet. Diese Reform stellt im Wesentlichen einen Kompromiss zwischen den zwei Entwürfen des Finanzministerium und des Parlamentsausschusses dar und trat zum 1. Januar 2016 in Kraft.

Gewinnsteuer:
Die Gewinnsteuer verblieb beim bisherigen Steuersatz von 18%. Als Basis wird der handelsrechtliche Abschluss zur Steuerberechnung herangezogen. Im Vergleich zu den Vorjahren, in denen die Gewinnsteuererklärung jährlich abgegeben wurde und auf Basis des Vorjahresergebnissen monatliche Vorauszahlungen zu leisten waren, sind von Großunternehmen (Umsatz größer als 20 Mio. Hrywnia p.a.) erneut Quartalsberichte einzureichen und entsprechende Steuern auf Basis der Quartalsergebnisse zu entrichten. Darüber hinaus sind 2/9 der Steuerschuld aus dem dritten Quartal als Vorauszahlung zu leisten. Für Unternehmen unterhalb des Schwellenwertes i.H.v. 20 Mio. Hrywnia bleibt es bei der jährlichen Steuererklärung.

Mehrwertsteuer:
Das Problem der nicht erfolgten Vorsteuerrückerstattung war in den zurückliegenden Jahren ein wesentliches Investitionshemmnis in der Ukraine. Im Juli 2015 wurde dieses Dilemma der zurückliegenden Jahre mit der Einführung von Mehrwertsteuerkonten im Wesentlichen beseitigt. Der Fiskus hat für alle Mehrwertsteuerpflichtigen bei der Zentralen Mehrwertsteuer-Bank automatisch Bankkonten, sog. Sonderkonten, eröffnet. Die ukrainische Nationalbank beaufsichtigt diese Bank, die ausschließlich als Verwalter der Mehrwertsteuerkonten dient. Die Mehrwertsteuervorgänge werden automatisch erfasst: Das leistende Unternehmer wird mit der Mehrwertsteuer der registrierten Ausgangsrechnungen belastet. Mehrwertsteuer aus Eingangsrechnungen und Einfuhrumsatzsteuer werden beim automatisch als Guthaben auf dem Konto berücksichtigt. Die Höhe der Steuerabgaben wird automatisch berechnet, die Abbuchung der berechneten Steuerschuld erfolgt ohne Beteiligung des Unternehmers. Lediglich dem Fiskus ist es vorbehalten, Abbuchungen durchzuführen. Der Steuerzahler ist nur in der Lage sein Mehrwertsteuersonderkonto aufzufüllen. Die Anträge zur Mehrwertsteuerrückerstattung sind mit der monatlichen Mehrwertsteuererklärung einzureichen. Dieses System der Mehrwertsteuerrückerstattung scheint zu funktionieren. Es ist weiterhin abzuwarten, wie mit Vorsteuerguthaben aus den Vorjahren verfahren wird. Zu erwähnen ist weiterhin, dass die automatische Mehrwertsteuerrückerstattung für Exporteure abgeschafft wurde. Das Mehrwertsteuersondersystem für Agrarbetriebe wird ab 2017 abgeschafft.

Einkommensteuer und Sozialversicherung:
Bis Ende 2015 bestanden zwei Einkommensteuersätze in Höhe von 15% sowie 20%. Diese Progression wurde mit der neuen Steuerreform aufgehoben. Mit dem 1. Januar 2016 gilt ein einheitlicher Einkommensteuersatz von 18%. Die Militärsonderausgabe in Höhe von 1,5% bleibt weiterhin bestehen.

Eine deutliche Vereinfachung und Vereinheitlichung gab es im Bereich der Sozialversicherung. Der bisher gültige Arbeitnehmerbeitrag in Höhe von 3,6% wurde ersatzlos gestrichen. Somit findet in diesem Bereich eine deutliche Entlastung der Arbeitnehmer statt, die in den niedrigeren Gehaltsbereichen durch die gegenläufige Steuererhöhung von 15% auf 18% kaum ins Gewicht fällt. Die Sozialversicherungsbeiträge für zivilrechtliche Verträge (bisher 2,6%) und im Krankheitsfall (bisher 2%) entfallen ebenfalls.

Der Arbeitgeberanteil wurde von bisher nach Risikogruppe des Unternehmens zwischen 36,76% und 49,7% auf für alle Unternehmen einheitliche 22% gesenkt. Diese 22% gelten ebenfalls für zivilrechtliche Verträge und für die Gehaltsberechnung im Krankheitsfall (bisher 34,7% bzw. 33,2%). Dieser Schritt vereinfacht die Arbeit in der Buchhaltung bei den Gehaltsberechnungen erheblich. Darüber hinaus führt die Reduktion auf 22% zu einer deutlichen Entlastung bei den Arbeitgebern, der in einzelnen Fällen bis zu 23% bzw. rund 6.500 Hrywnja betragen kann. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Sozialversicherungsbeiträge wurde von 17 (Ende 2015: 23.426 Hrywnja) auf 25 (Januar 2016: 34.450 Hrywnja, Mai: 36.250 Hrywnja, Dezember: 38.750 Hrywnja) Minimalgehälter angehoben.

Pauschalbesteuerung:
Beim vereinfachten Steuerverfahren für Klein- und Kleinstunternehmen gab es Änderungen, die zum 1. Januar 2016 Gültigkeit erlangen. In den zurückliegenden Jahren galt die Pauschalbesteuerung für Unternehmen mit einem Jahresumsatzlimit in Höhe von 20 Mio. Hrywnja. Dieses Limit wurde auf 5 Mio. Hrywnja gesenkt. Damit einhergehend wurde der Steuersatz für Mehrwertsteuerzahler von bisher 2% auf 3% und für die Unternehmen, die nicht auf Mehrwertsteuerzahlung optiert haben, von 4% auf 5% erhöht. Es bleibt abzuwarten, ob die Senkung des Jahresumsatzlimits und die Erhöhung der Pauschalbesteuerungssätze dem allgemeinen Ziel der „Entschattung“ ggf. entgegenwirkt.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die obigen Änderungen vor allem im Bereich der Einkommensteuer zu einer wesentlichen Vereinfachung der Buchhaltung in der Ukraine führen. Damit einher geht eine Reduktion des Zeitaufwands für die Buchhaltung in der Ukraine.

HWC (Henniger Winkelmann Consulting) ist eine von den beiden Namensgebern Sven Henniger und Dr. Thomas Winkelmann gegründete und geführte Unternehmensberatung in Kiew, Ukraine. HWC berät internationale und ukrainische Kunden in den Bereichen Outsourcing (Markteintrittsberatung, Buchhaltung, Steuerberatung, Firmengründung, Personalsuche, Interim Management, Geschäftsadresse etc.), Business Services (Strategieberatung, Restrukturierungsberatung etc.) und im Bereich Real Estate. Weitere Informationen unter www.hwc.com.ua

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