Tag Archives: Unruhen

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Schattenkriege des Imperiums

Der Krieg gegen den Iran

Schattenkriege des Imperiums

Der Krieg gegen den Iran

Nach Afghanistan, dem Irak, Libyen und Syrien steht der Iran in der Reihe der Länder, die durch einen Krieg unterworfen werden sollen, wie General Wesley Clark, der ehemalige Nato-Befehlshaber in Europa, schon 2007 der Welt offen gelegt hatte. „Wir werden mit dem Irak beginnen und dann nehmen wir uns Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, den Sudan und den Iran vor, sieben Länder in fünf Jahren“. Es hatte etwas länger gedauert, aber nun ist der Iran an der Reihe.
Der Autor beschreibt in dem Buch zunächst die geschichtlichen Hintergründe, die dazu führen, dass der Iran alle guten Gründe hat, um den USA und deren Verbündeten zu misstrauen. Er beschreibt dann die verfassungsmäßige Ordnung, stellt Vergleiche mit westlichen Systemen an. Dann untersucht er die immer wieder auftretenden Behauptungen von gefälschten Wahlen, hinterfragt die Ansicht, dass die Führung des Irans radikalfundamentalistisch ist, und geht auch auf die dunkle Seite der Vergangenheit ein, die zahlreiche Opfer gefordert hatte. Die Rolle der Frauen im Iran wird beleuchtet, und geprüft, inwieweit die Behauptung stimmt, der Iran wäre „aggressiv“. Schließlich untersucht der Autor die Anstrengungen und Chancen eines Regime-Changes, wie er ganz offiziell von den USA angestrebt wird. Dabei spielt die Beschreibung der Unruhen von Anfang 2018 und eine danach erfolgte Umfrage in der Bevölkerung durch eine westliche Organisation eine große Rolle.
Auf Grund der durch die USA und Israel sowie Saudi-Arabien immer stärker forcierten Eskalation, die Mitte 2018 zu einem unbeschränkten Wirtschaftskrieg der USA gegen das Land führte, droht nun nach dem Stellvertreterkrieg, den der Irak gegen den revolutionären Iran mit Hilfe der USA führte, ein erneuter heißer Krieg gegen den Iran. Die Szenarien dazu werden beschrieben, darunter auch ein amerikanischen Manöverergebnis, das von einer Eskalation des Krieges bis zu einem Atomkrieg ausgeht.

Titeldaten:

http://www.nibe-versand.de/Politik/Schattenkriege-des-Imperiums-Der-Krieg-gegen-den-Iran-Jochen-Mitschka::64.html?MODsid=43435e39cf89c722b5ebc6b5b831d281

http://www.nibe-versand.de/Politik/Schattenkriege-des-Imperiums-Die-Zukunft-Palaestinas-Jochen-Mitschka-Tim-Anderson::71.html

ISBN: 978-3-947002-72-6
Autor: Jochen Mitschka
Umfang: 284 Seiten
Auflage: 1
Maße: 20,9 x 14,8 x 1,6 cm
Gewicht: 412 g
Einband: Softcover
Erscheinungstermin: 29.08.2018

Wir publizieren Bücher aus diversen Genres, auch aus solchen, an die sich viele andere Verlage nicht herantrauen. Unsere Autoren hinterfragen und recherchieren gewissenhaft. Ob grenzwissenschaftlich, religiös oder politisch, NIBE nimmt sich unbequemer Themen an und bringt die Wahrheit ans Licht. Der Mut zur Diskussion und die Toleranz anderen gegenüber sind unsere Philosophie. Wir wollen Augen öffnen sowie Wahrheiten und Fakten die Möglichkeit bieten, wahrgenommen zu werden. Dazu gehört in erster Linie ein respektvolles Miteinander und der Respekt und die Einhaltung der deutschen Gesetze.

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Ägypten zur Zeit des Ramadan

Wie sieht die Lage in den Ägyptischen Urlaubsgebieten aktuell aus? Ist der Tourist von den Unruhen betroffen? Ein Erfahrungsbericht von Hans Jörg Müllenmeister.

Ägypten zur Zeit des Ramadan

Nach zehn Jahren besuchte ich Sharm el Sheikh wieder einmal. Gott sei Dank sind die politischen Unruhen aus den Großstätten nicht bis zur Küste von Sharm el Sheikh vorgedrungen – der ehemaligen Residenz von Mubarak. Aber einiges andere hat sich seit damals dramatisch verändert: Die eintönige Wüstenlandschaft entlang der Küste ist zum Teil „farbiger“ gestaltet. Das Wüstenbraun wich einem Fleckenteppich aus farbigen Kunststoffen – statt Wüstengewächse rollen windgetrieben, PET-Flaschen wie Staubteufel durch die Öde.

Den ganzen Bericht finden Sie hier: http://www.anderweltonline.com/laender/aegypten/

Weitere Berichte und Kommentare in Anderweltonline.com:

Industriegifte, die schleichende Gefahr:

http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/medizin-und-gesundheit/industriegifte-der-schleichende-tod-auf-raten/

Ein Aspekt zur NSA-Abhöraffäre, der zu wenig Beachtung findet:

http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2013/daten-abhoeren-verarbeiten-gedankenkontrolle/

Rapsöl: Nicht nur schlecht für die Gesundheit, sondern auch für die wirtschaftliche Lage in Südeuropa:

http://www.anderweltonline.com/wirtschaft/wirtschaft-2013/rapsoel-ist-teil-der-wirtschaftlichen-probleme-in-suedeuropa/

Junger, dynamischer Verlag mit angeschlossenem Online-Magazin: www.anderweltonline.com

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Knappes Wahlergebnis gefährdet Zahlungsverkehr in Venezuela.

Kreditversicherung OeKB Versicherung befürchtet aufgrund der Proteste der Opposition steigende politische Risiken.

Knappes Wahlergebnis gefährdet Zahlungsverkehr in Venezuela.

Mag. Karolina Offterdinger, Vorstand OeKB Versicherung AG

Das knappe Wahlergebnis und die vom unterlegenen Oppositionskandidaten Henrique Capriles geforderte Neuauszählung der Stimmen verursachen in Venezuela Unsicherheiten unter der bereits stark gespaltenen Bevölkerung, die sich ausweiten könnten. Gefährdet werden dadurch auch Zahlungen an ausländische Handelspartner, welche bereits jetzt durch die Devisenzuteilung der CADIVI (Comisión de Administración de Divisas) und das Wechselkurskontrollsystem SICAD (Sistema Complementario de Administración de Divisas) stark verzögert erfolgen.

„Aufgrund des knappen Wahlergebnisses sind Unsicherheiten in nächster Zeit vorprogrammiert. Relevant ist dies für alle österreichischen Exporteure, die in Venezuela offene Zahlungen haben,“ so Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung AG .

— Das komplementäre Wechselkurskontrollsystem SICAD —
SICAD (Sistema Complementario de Administración de Divisas) ist ein venezolanisches Fremdwährungs-Auktionssystem. Es wurde im März 2013 vom Chávez Gefolgsmann Nicolás Maduro zusätzlich zu CADIVI (Comisión de Administración de Divisas) ins Leben gerufen, um die Devisenzuteilung zu verbessern. Durch diese Maßnahme wird versucht, 10 Prozent der Devisennachfrage abzudecken – 90 Prozent werden weiterhin über CADIVI zugeteilt.

200 Millionen USD wurden Mitte März in einer ersten Auktion Unternehmen durch das Bankensystem angeboten zu einem Kurs von 6,3 Bolivar gegen 1 USD. Erlöse über diesen Wert fließen in einen öffentlichen Fonds des Finanzministeriums. Der Nachteil dieses Systems der Devisenzuteilung ist, dass dieses eine weitere Abwertung des Bolivar impliziert und dadurch auch die Inflation weiter angeheizt wird.

— Devisengenehmigung durch CADIVI —
Geschäftsbeziehungen zu Venezuela leiden aufgrund der administrativen Hürden seit Jahren unter Zahlungsverzögerungen. Lieferanten warten immer wieder mehr als ein Jahr auf ihr Geld. Denn jede Zahlung in Devisen muss erst von der staatlichen Devisenbewirtschaftungsbehörde CADIVI (Comisión de Administración de Divisas) genehmigt werden.

— Österreichischen Exporteuren drohen Zahlungsausfälle —
„Unsere Versicherungsnehmer wissen, dass es ein Fehler wäre, in einem so stark polarisierten Land wie Venezuela, nur an das wirtschaftliche Risiko zu denken,“ stellt Offterdinger fest. „Viele Exporteure irren, wenn sie glauben, dass solche Zahlungsausfälle ohnehin von ihrer Kreditversicherung gedeckt wären. Dazu muss aber das politische Risiko versichert sein.“ Die OeKB Versicherung deckt das politische Risiko automatisch flächendeckend für alle Länder. Aktuell melden die Versicherungsnehmer der OeKB Versicherung offene Forderungen in Venezuela in Höhe von 8,5 Millionen Euro.

— Politisches Risiko —
Als politische Risiken gelten beispielsweise Zahlungsausfälle wegen Krieg, Aufruhr, Forderungen an öffentliche Institutionen oder Devisen-Transferbehinderungen. Die Forderung des inländischen Gläubigers an einen ausländischen Schuldner wird trotz dessen Zahlungswilligkeit nicht rechtzeitig und in voller Höhe beglichen, weil kriegerische Ereignisse oder behördliche Maßnahmen dies verhindern. Diese Risiken sind dann von einer Kreditversicherung gedeckt, wenn auch das sogenannte politische Risiko versichert ist.

— Triste wirtschaftliche Lage fördert Unsicherheiten —
Über die bestehenden politischen Unsicherheiten hinaus zeichnen sich auch Schwierigkeiten bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ab, was wiederum das politische Risiko erhöht. Neben einer Rekordinflation von 31 Prozent (2012) kämpft Venezuela zurzeit auch mit abnehmenden Devisenreserven durch Kapitalflucht sowie mit einem hohen Budgetdefizit von aktuell 15 Prozent des BIP.

Bildrechte: OeKB Versicherung AG/H. Tesarek

Über die OeKB Versicherung AG
Kann ein Kunde nicht wie vereinbart zahlen – ob aus politischen Gründen wie Transferbeschränkungen und Unruhen oder wirtschaftlichen wie zum Beispiel Zahlungsverzug oder Insolvenz – springt die OeKB Versicherung ein. Damit schützt die Kreditversicherung vor Schäden, die durch den Ausfall von Forderungen entstehen. Der Kreditversicherer bietet auch ein umfassendes Risikomanagement an, um einen Verlust von vornherein zu vermeiden.

Die OeKB Versicherung AG wurde 2005 gegründet und ist zu 100 % Tochter der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG. Die Oesterreichische Kontrollbank AG hält 51 % der Managementholding, 49 % hält die Euler Hermes Deutschland AG, Hamburg. 2012 lag der Prämienumsatz bei 22 Mio. Euro. www.oekbversicherung.at

Kontakt:
OeKB Versicherung AG
Barbara Steurer
Strauchgasse 1-3
1010 Wien
00431531272879
barbara.steurer@oekbversicherung.at
http://www.oekbversicherung.at

Finanzen/Wirtschaft

Kosovo und Serbien – die neuen Unruhen – Hintergründe und Hintermänner

Kosovo und Serbien - die neuen Unruhen - Hintergründe und Hintermänner Der Zünder für das Pulverfass Balkan ist in Brüssel zu suchen – nicht in Kosovo: 22 Staaten Europas haben den Kosovo als den jüngsten, seit 2008 unabhängigen Staat Europas anerkannt. Weltweit sind es gar 76 Staaten. Griechenland und Zypern, Rumänien, die Slowakei und Spanien (wegen eigener Minderheiten, die die Unabhängigkeit begehren) nicht. Doch Brüssel tut nichts, um Druck auf diese feigsten unter den EU-Mitgliedern auszuüben, die verhindern, dass Europa fortan mit einer Stimme zu Konflikten wie denen an der 350 Kilometer langen Grenze zwischen Kosovo und Serbien Stellung beziehen kann.

Ein Resultat: Die quasi-usurpatorische Aggression paramilitärischer Nationalisten Serbiens. Das einstige Kernland des kommunistischen Diktators Tito geriert sich nicht nur im Land der Skipetaren als Hegemonialmacht. Es wird wegen seiner Vormachtansprüche von der Adria bis zum Schwarzen Meer als „Russland des Balkan“, als das Schwert der Usurpation über den Häuptern auch anderer mittlerweile eigenständiger Nationen gefürchtet.

Doch die EU biedert sich dem Aggressor Serbien an – lockt die Republik Serbien gar mit der EU-Mitgliedschaft. Und gibt sich gegenüber den Kosovaren blind: Visafreiheit für die Menschen – der größte Wunsch der Regierung in Pristina und der Kosovaren auf dem Amselfeld, dem nördlichen Nachbarn von Albanien – wird auch nach mehr als drei Jahren der (anerkannten) Unabhängigkeit der einstigen serbischen Provinz den Menschen nicht gewährt. Die Menschen des Kosovo sind damit die einzige Volksgruppe auf dem westlichen Balkan, die immer noch in völlig unwürdigen, oft hunderte Meter durch die Straßen reichenden Schlangen vor den Botschaften der EU-Staaten im Land anstehen müssen, um mit Visum ein „Eintrittsticket“ für ein anderes
Das offizielle Zahlungsmittel in Kosovo ist seit zehn Jahren der Euro. Der Kosovo gilt als die Erfolgsgeschichte der EU. Doch Visafreiheit will man den Menschen nicht gewähren; kann man den Menschen nicht gewähren, weil fünf feige europäische Regierungen den Prozess der Integration boykottieren und weil sture Schädel in Brüssel dagegen nichts unternehmen, um es sich mit dem (orthodox-christlichen) Serbien nicht zu verscherzen. So können zwar Mazedonier oder Montenegriner, Slovenen, Bosniaken oder Kroaten mittlerweile ohne Visa in europäische Länder reisen und selbst die Usurpatoren von Mittwoch, die Serben, sind auch visafrei überall gern gesehen, nicht jedoch die Kosovaren – die eigentlichen Opfer der serbischen Aggression seit nahezu 100 Jahren.

Diese strukturellen Ungerechtigkeiten fordern ihren Preis.
Die paramilitärischen Übergriffe auf den Kosovo von Mittwoch, 27. Juli 2011 waren bestens organisiert. Sie kamen plötzlich und für Kenner des Balkan dennoch nicht unerwartet: Als serbische junge Männer mit Molotow-Cocktails am Mittwochabend zunächst die nordkosovarische Grenzstation Jarinje und nahezu zeitgleich den Kontrollplatz Brnjak in Schutt und Asche brennen wollten, konnten Nato-Soldaten der Kosovo-Schutztruppe das Schlimmste zwar verhindern, nicht aber, dass die offensichtlich serbischen Paramilitärs auch auf KFOR-Soldaten schossen. Woher die Kriminellen kamen, die die Zollstationen überfielen, kann fast egal sein; angesichts radikaler serbischer politischer Strukturen und Clans entlang der gesamten serbischen Grenze in Kosovo, die von Serbien bezahlt werden, kann niemand bezweifeln, dass nationalistische, serbische Paramilitärs hinter dem Angriff standen. Es sei denn, man verfechte serbische Interessen oder Interessen anderer Nationen, denen ein Konflikt auf dem Balkan Nutzen bringt.

Die Schuld jedoch liegt in Brüssel.

Und das ist das Fatale: Dass der quasi-militärische Angriff auf den jüngsten, europäischen Staat und dessen Grenzen für die Entscheider sowohl in der Europäischen Union als auch in der NATO nicht nur vorhersehbar gewesen ist, sondern unter der Hand auch klar vorhergesagt wurde. Ebenso wie weitere Konflikte dieser Art vorhersehbar sind und – wiederum unter der Hand – auch vorhergesagt werden. Denn von den Kosovaren fordert man als Grundlage für die Gewährung von Visafreiheit für die Menschen den Aufbau staatlicher Strukturen: Grenzkontrollen gehören dazu. Das Unterbinden des – von den Serben betriebenen und geförderten – Schmuggels von Drogen, Frauen und Treibstoff ebenfalls.

Den Aufbau einer funktionierenden, staatlichen Infrastruktur mit Legislative, Exekutive und Judikative sowie aller dazu gehörenden, langlebigen Grundeinrichtungen personeller, materieller oder institutioneller Art betreibt die Regierung des Kosovo vorbildlich. Der Fortschritt einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft wird langsam sichtbar und funktioniert von Monat zu Monat besser. Man befindet sich schon nach drei Jahren der Unabhängigkeit auf einem guten Weg zu einer völligen, staatlichen Integrität. Überdies ist die Regierung in Pristina fortlaufend bemüht, den Forderungen von EU und UN mit den Missionen Eulex, UNMIK sowie der Schutztruppe KFOR nachzukommen: Eine eigene Polizei zu etablieren, die noch von der NATO ausgebildet wird; die Grenzen sowie die sensiblen Orte im Lande – Klöster der serbischen Minderheit etwa – zu schützen, ein Passwesen auf internationalem Standard zu etablieren etc. etc.

Dass dies so mustergültig funktioniert und klappt, schmeckt natürlich den Usurpatoren in Belgrad überhaupt nicht. Und so setzen diese – leider erfolgreich – in Verhandlungen mit Europa darauf, dass vor allem die feigen unter den Eurokraten in Brüssel, von „christlichen“ Parteien dominiert, lieber mit der (serbisch-christlichen) Orthodoxie paktieren als mit den (formal zu 92 Prozent muslimischen) Kosvaren. Deren „Glaube“ ist zwar – wie man im Land selbst allenthalben hört – fast durchweg dem menschlichen Opportunismus geschuldet: Während der 500 Jahre währenden osmanischen Herrschaft auf dem Balkan zahlten Muslime weniger Steuern, weshalb die zuvor christlichen Kosovaren zu fast 100 Prozent zu einem ganz eigenen, sehr opportunistischen Islam konvertiert sind, bevor sie 1912 mit Zerschlagung des Osmanischen Einflusses auf dem Balkan Serbien zugeteilt worden sind.

Serbien hat den Kosovo in seiner Verfassung als serbische Provinz verankert. Das geschah einseitig und wurde niemals durch kosovarischen Willen legitimiert.

Trotzdem hat die Hegemonialmacht auch unter den Nachfolgern Titos die Proklamation der Annexion nie geändert. Alle serbischen Regierungen haben dies auch nach dem gegen die NATO/KFOR-Truppen verlorenen Krieg von 1999 so belassen. Für Serbien ist der Kosovo damit immer noch serbisch. Eine Provinz, die meutert. Mit Menschen, die man am liebsten „samt und sonders ausrotten“ würde, wie mir selbst Serben gesagt haben, die heute noch in Kosovo leben – und dort übrigens respektable Minderheiten-Schutzrechte für sich selbst in Anspruch nehmen und erhalten.

Mit neuen Zollstempeln an den Grenzen auch nach Serbien ist der Kosovo nun in den Tagen vor den Überfällen der serbischen Paramilitärs nicht nur den Forderungen der Internationalen Gemeinschaft nach gesicherten Grenzen nachgekommen. Auch die Staatlichkeit eines unabhängigen Landes wird mit Zollstempeln an Grenzen dokumentiert.

Das aber versetzt in Serbien die Staatsträger in Zorn. Eine Nichtreaktion hätte eine Quasi-Anerkennung der neuen, staatlichen Strukturen des Kosovo bedeutet. Ein offizieller militärischer Angriff aber hätte zu einem neuen Krieg geführt – gegen eine UN-Schutztruppe, die mit Auflösung der Multinationalen Brigade Süd zwar nur noch 5000 statt vorher 50.000 Mann stark, dafür aber immer noch international besetzt und überlegen bewaffnet ist.

Der Weg der Serben musste also ein anderer sein: Paramilitärs, quasi – ach, woher kommen die bloß? – „zufällig“ dahermarodierende Jugendliche. Wer da an Zufälle glaubt und nicht an politische Steuerung hinter den Kulissen, dürfte mit der Zahl seiner Jahre zwar längst die Zahl seines IQ überschritten haben, aber die christliche Bigotterie erlaubt es den sowieso vor allem feigen Bürokraten in Brüssel, vordergründig einen serbischen Weg in die EU als „gefährdet“ zu bezeichnen, hinten herum aber weiter mit der mächtigsten Nation auf dem Balkan zu paktieren. Dass das nun wiederum kosovarischen Partisanen-Nachfahren – etwa jenen um Albin Curti – Oberwasser gibt, glaubt man besser kontrollieren zu können als einen eventuellen Konflikt mit Serbien. Oder mit den fünf EU-Staaten, die den Kosovo nicht anerkennen.

Die Feigheit der Konspiration schwitzt aus allen Poren, aber die Menschen des Kosovo sind zu schwach, um diese Zusammenhänge einer westeuropäischen Ignoranz sichtbar zu machen; und so bleibt es wie immer: die Schwächsten bluten für die Machtgier der Stärksten.
Selbst die gewaltige, friedliche und wirtschaftlich potente Diaspora der Auslandskosovaren – mehr als 500.000 Menschen allein in den Ländern Europas – kann daran kaum etwas ändern. Und den Machthabern in der Hauptstadt des Kosovo Polje, des nach dem Amselfeld benannten Kosovo, bleibt nichts anderes, als weiterhin unterwürfig den internationalen Besatzern aus 32 Nationen, die in der KFOR ihren Dienst tun, ebenso wie EULEX und UNMIK gefügig zu sein.
Die einstmals größte Erfolgsgeschichte der Europäischen Union und eines Europa des starken Willens droht somit zur größten Schande des Kontinents zu werden.

Geschichte droht sich zu wiederholen. Und ihr Verlauf könnte wiederum die Rechte der Menschen unter Panzerketten und internationalem Sprengstoff zermalmen. Dass dies eine Hoffnung nicht nur der Kosovaren pulverisieren müsste, wird von interessierten Kreisen in Kauf genommen.

Cui bono? – Wem nutzt dies?

Seit 1999 steht die Bundeswehr in einem sogar durch die UN legitimierten Out-of-Area-Einsatz auf dem Balkan. Der Deutsche Commander KFOR, General Bühler, ist einer der weltmännischsten und zugleich präzise humanistischsten militärischen Führer, den ich je getroffen habe; einer mit Vision und Augenmaß für Notwendigkeiten und Machbarkeiten. Und es ist der dritte Com-KFOR mit deutschem Mandat. Auch diese Erfolgsgeschichte mag so manchem – mancher „Konkurrenzmacht“? – nicht schmecken. Aber zumindest diese Erfolgsstory funktioniert – noch. Es wäre ein Akt der Weisheit der Politik, die Geschicke auf dem nationalen Flickenteppich zwischen Belgrad, Pristina und der Adria so zu steuern, dass beide Staaten, der Kosovo wie Serbien, miteinander leben und nicht gegeneinander konspirieren. Es wäre ein Akt des Humanismus, es nicht zuzulassen, dass erneut eine – fremdgesteuerte? – serbische Aggression die Nationen der Mittel- und Großmächte zwingt, ihre Panzer und Flugzeuge Richtung Amselfeld zu kommandieren.

Aber Europa müsste mit einer Stimme sprechen. Solange das nicht geschieht, ist der Zünder für das Pulverfass Balkan in Brüssel zu suchen.

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Humanitäre Krise in Libyen: Eine Million Kinder in Gefahr

Berlin, 2. März 2011: Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen um die Macht im Westen Libyens und der Hauptstadt Tripolis gefährden das Leben von einer Million Kinder, warnt Save the Children. Die weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation ist mit einem Katastrophenteam vor Ort und hat in Tripolis und benachbarten Städten mit Familien und Kindern gesprochen. Schätzungen zufolge leben allein in der Hauptstadt bis zu 700.000 Kinder.

„Die gewaltsamen Auseinandersetzungen sind eine massive Bedrohung für die Kinder. Folgen wie unzureichende Versorgung mit Lebensmitteln sind bereits spürbar“, so Gareth Owen, Direktor für Not- und Katastrophenhilfe von Save the Children. „Wenn sich die Lage in Libyen weiter zuspitzt, könnten hunderttausende Kinder von der Katastrophe betroffen sein. Sie wären gezwungen zu fliehen oder könnten Opfer von Gewalt werden.“

Ein 13-jähriger Junge aus Tripolis beschreibt das Klima der Angst in seiner Heimatstadt: „Ich habe schreckliche Angst und fühle mich nirgendwo sicher. Ich habe gehört, dass die Väter von Freunden verhaftet wurden und verschwanden.“ Berichten aus Tripolis zufolge wurden Schulen geschlossen. Viele Menschen bleiben zu Hause, weil sie sich vor den Sicherheitskräften fürchten, die überall auf den Straßen patrouillieren.

In der von der Opposition kontrollierten Stadt Zawiya konnten Save the Children Mitarbeiter mit einer Frau sprechen, die berichtet, wie Regierungstruppen die Stadt belagern, um die Macht zurückzugewinnen. „Ich habe gehört, dass Söldnertruppen die Stadt umzingeln und verhindern, dass Nachschub ankommt. Ich mache mir Sorgen, dass wir wegen der Belagerung bald nicht mehr genug zu essen haben. Immer wenn ich einen Knall höre, fürchte ich, dass das Haus getroffen sein könnte.“

Die Angst vieler Familien im Westen Libyens zeigt, wie instabil die Lage im Land ist. Mehr als 100.000 Menschen, vor allem Wanderarbeiter, sind bereits in die Nachbarländer Ägypten und Tunesien geflohen. Medienberichten zufolge wurden Familien, die versucht haben das Land zu verlassen, von Sicherheitskräften bedroht.

Katastrophenteams von Save the Children sind im Osten des Landes und in den Grenzregionen zu Ägypten und Tunesien im Einsatz.

Save the Children ist die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Wir verbessern das Leben von Kindern weltweit. Sofort und dauerhaft. Wir setzen uns ein für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen können.
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