Tag Archives: Versicherung

Pressemitteilungen

ARAG Recht schnell…

Aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick

+++ Trennungsunterhalt setzt kein Zusammenleben voraus +++
Der Anspruch auf Trennungsunterhalt setzt weder voraus, dass die Beteiligten vor der Trennung zusammengezogen sind oder zusammen gelebt haben, noch dass es zu einer Verflechtung der wechselseitigen Lebenspositionen und zu einer inhaltlichen Verwirklichung der Lebensgemeinschaft gekommen ist. Dies hat nach Auskunft der ARAG das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden (Az.: 4 UF 123/19).

Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des OLG Frankfurt.

+++ Ein Mietwagen ist kein Werkswagen +++
Ein als Mietwagen genutzter Pkw darf beim Verkauf nicht als „Werkswagen“ deklariert werden. Wie das Oberlandesgericht Koblenz laut ARAG entschieden hat, fallen unter den Begriff „Werkswagen“ nur Fahrzeuge eines Automobilherstellers, die entweder im Werk zu betrieblichen Zwecken genutzt oder von einem Mitarbeiter vergünstigt gekauft, eine gewisse Zeit genutzt und dann auf dem freien Markt wiederverkauft werden. Bietet ein Gebrauchtwagenhändler hingegen unter dem Begriff „Werkswagen“ auch Fahrzeuge an, die vom Fahrzeughersteller einem Mietwagenunternehmen zur Verfügung gestellt wurden, müsse er den Käufer hierüber aufklären. Geschieht dies nicht, könne der Käufer die Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangen (Az.: 6 U 80/19).

Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des OLG Koblenz.

+++ Makler: Kein Geld wegen falscher Auskunft +++
Informiert der Makler einen Kaufinteressenten über Tatsachen, die für die Kaufentscheidung wesentlich sind, infolge einer unzureichenden Organisation der Abläufe in seinem Büro leichtfertig falsch, kann er seinen Anspruch auf Vergütung verlieren. ARAG Experten verweisen auf den entsprechenden Beschluss des Oberlandesgerichts Koblenz. Damit wurde die Rechtsansicht des Landgerichts Mainz bestätigt, das die Klage eines Maklers auf Zahlung seines Lohns für den vermittelten Vertragsabschluss abgewiesen hatte (Az.: 2 U 1482/18, IBRRS 2019, 2053).

Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie den aktuellen Beschluss des OLG Koblenz.

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https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,7 Milliarden EUR.

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Pressemitteilungen

ARAG Verbrauchertipps zum Spätsommer

Fallobst/Sturm/Pilze/Ernte

Wem gehört das Fallobst?
Spätsommer ist Erntezeit! Die stolzen Besitzer von Obstbäumen haben jetzt die Arbeit, können aber auch im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte ihrer Mühen ernten. Um das Schicksal von Fallobst kümmert sich das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Paragraf 911. Obst, das von überhängenden Zweigen direkt in Nachbars Garten fällt oder wegen der Hanglage eines steilen Grundstücks dorthin rollt (so genannter Überfall oder Hinüberfall), gehört dem Eigentümer des Grundstücks, auf dem es gelandet ist. ARAG Experten warnen allerdings: Er darf nicht nachhelfen, dass das fremde Obst bei ihm landet und keine überhängenden Früchte abpflücken. Auch schütteln darf er den Baum nicht, damit sie abfallen. Wer sich nicht daran hält, muss die Ernte herausgeben. Umgekehrt darf der Baumeigentümer sein Obst zwar pflücken, dabei aber nicht das Grundstück des Nachbarn betreten. Obst, das auf öffentliche Wege fällt, gehört allerdings nicht der Gemeinde, sondern steht weiterhin dem Eigentümer des Baumes zu.

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Vorsicht Sturm!
Bei einem spätsommerlichen Sturm muss jedem klar sein, dass es zu Windstößen kommen kann, die erheblichen Schaden anrichten können. Lässt man die nötige Vorsicht vermissen, verliert man unter Umständen wegen grober Fahrlässigkeit den Versicherungsschutz. In einem beispielhaften Fall unterhielt ein 89 Jahre alter Mann eine Wohngebäudeversicherung. Als ein Sturm mit Windstärke 8 tobte, wurden das Markisentuch und der Gelenkarm der Markise über der Terrasse des alten Herrn stark beschädigt. Er ließ die Schäden zu einem Preis von 1.785 Euro reparieren; diese Kosten sollte seine Versicherung ihm erstatten. Doch diese weigerte sich unter Hinweis darauf, dass der Mann grob fahrlässig gehandelt habe, da er die fragliche Markise bei den ersten Anzeichen des aufziehenden Sturms nicht zur Gänze eingefahren hatte. Die zuständige Richterin gab der Versicherung Recht: Es müsse jedermann klar sein, gerade auch einem Mann mit langjähriger Lebenserfahrung, dass es bei Windstärke 8 zu Windstößen kommen könne, die auch eine moderne Markise zerstören können. Da der Kläger dies ignoriert hatte, bestand nach Auskunft der ARAG Experten kein Versicherungsschutz mehr (Amtsgericht München, Az.: 112 C 31663/08).

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Augenmaß beim Pilze sammeln!
Die spätsommerliche Wärme nach lässt vielerorts die Pilze im Wald sprießen. Sehr zur Freude der immer größer werdenden Sammlerschar! Mancherorts riskieren sie allerdings ein saftiges Bußgeld, weil sie zu große Mengen sammeln oder in Gebieten nach Pilzen suchen, in denen besondere Verbote gelten. In Naturschutzgebieten und im bei Pilzkennern besonders beliebten Nationalpark Eifel, ist das Sammeln generell verboten. Viele der beliebten Speisepilze zählen laut Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) außerdem zu den besonders geschützten Arten. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, diese „aus der Natur zu entnehmen“ und sie „in Besitz zu nehmen“. Laut ARAG Experten enthält die BArtSchV allerdings eine Ausnahmegenehmigung, nach der Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze und Rotkappen, Morcheln, Schweinsohr und Brätling in geringer Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden dürfen. Welche Mengen erlaubt sind, legen die zuständigen Behörden fest. In der Regel sind aber Mengen bis zu zwei Kilogramm pro Pilzsucher und Tag zulässig.

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Vorsicht Ernte!
Es ist Spätsommer – die Erntezeit steht vor der Tür! Oft unterschätzen Auto- oder Motorradfahrer die Dimensionen von Mähdreschern und Traktoren – mit bösen Folgen. Wo geerntet wird, ist daher besondere Vorsicht angesagt. Landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen können für Auto- und Motorradfahrer zur Gefahr werden. Häufig schätzen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit der Kolosse auch falsch ein. So kommt es dann zu folgenschweren Kollisionen. Schmutz oder Ladung können die Bremslichter oder Blinker verdecken, schlecht gesicherte Ladung kann herunterfallen. Auto- und Motorradfahrer sollten daher immer besonders vorsichtig an die Maschinen heranfahren, bremsbereit sein und sie nur langsam überholen. Erntefahrzeuge wie Mähdrescher sind meist auch besonders breit und haben beim Abbiegen einen größeren Radius als ein Pkw. Auch vor verschmutzten Fahrbahnen bei Ein- und Ausfahrten an Feldern ist für Auto- und besonders für Zweiradfahrer Vorsicht geboten. Bei Regen verwandeln sich dann die Erdklumpen in eine gefährliche Rutschbahn, warnen ARAG Experten.

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Pressemitteilungen

Wenn private Online-Verkäufe zur Steuerfalle werden

ARAG Experten geben Tipps, wie man die Steuerfallen beim Onlinehandel umgeht

Es muss ja nicht gleich die Mega-Yacht für 168 Millionen Dollar sein, die 2006 als bislang teuerster Artikel bei Ebay verkauft wurde. Auch mit Smartphones, Schmuck oder einem Oldtimer lässt sich auf Online-Marktplätzen wie eBay, Amazon und Co. viel Geld verdienen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer bzw. das Finanzamt auf der Lauer: Denn wer regelmäßig online Artikel verkauft, kann schnell vom Privatverkäufer zum steuerpflichtigen Händler werden und muss unter Umständen mit saftigen Nachforderungen rechnen. Die ARAG Experten nennen die wichtigsten Steuerfallen.

So sucht das Finanzamt nach Steuersündern
Seit 2013 müssen Portalbetreiber auf Anfrage des Finanzamtes Namen, Adresse und Bankverbindung eines Verkäufers weitergeben und alle Verkäufe auflisten (Bundesfinanzhof, Az.: II R 15/12). Zudem ermittelt das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mit der Suchmaschine Xpider, wer über einen längeren Zeitraum oft oder viel Ware über Handelsplattformen verkauft. Dabei geraten vor allem Händler ins Visier der Beamten, die Neuware anbieten. Das zuständige Finanzamt beleuchtet die so gewonnen Daten ganz genau und entscheidet jeden Fall individuell. Und wer so als gewerblicher Händler eingestuft wird, muss mit saftigen Nachforderungen rechnen.

Ab wann ist man gewerblicher Händler?
Der Übergang zwischen Privatverkauf und professionellem Handel ist fließend. Wer seinen Kleiderschrank entrümpelt und die Ex-Lieblingsbluse vom Ex-Lieblingsdesigner verkauft, muss keine Steuern zahlen. Auch die geerbte Münzsammlung kann problemlos online versteigert werden, ohne dem Finanzamt Geld zu überweisen. Wer aber dauerhaft gewinnbringend Artikel verkauft, macht sich verdächtig. Laut ARAG Experten wird der Fiskus aufmerksam, wenn jemand regelmäßig handelt, hohe Umsätze erzielt, oft Neuware, gleichartige Sachen oder für Dritte verkauft und dabei die angebotene Ware aufwändig platziert.

Aufgepasst bei Wiederverkauf und Spekulationsgütern!
Wenn Sachen innerhalb eines Jahres gekauft und wieder verkauft werden, schaut das Finanzamt genau hin. Zudem interessiert es sich für so genannte Spekulationsgüter wie beispielsweise Gold, Antiquitäten oder Kunst, die schnell und mit hohem Profit wiederverkauft werden. Dann müssen auch private Händler Vorsicht walten lassen und dürfen die jährliche Freigrenze von 600 Euro Gesamtgewinn für private Veräußerungsgeschäfte nicht überschreiten. Gewinne, die darüber liegen, müssen in der Einkommenssteuererklärung als „sonstige Einkünfte“ mit Höhe des Gewinns, Kaufpreis und Datum von An- und Verkauf angegeben werden.

Welche Steuern fallen bei gewerblichen Händlern an?
Nach Angaben der ARAG Experten müssen gewerbliche Händler Einkommens-, Umsatz- und Gewerbesteuer zahlen. Dabei liegt der aktuelle Grundfreibetrag, der zur Absicherung des Existenzminimums dient und daher keiner Einkommenssteuer unterworfen ist, bei 9.168 Euro. Wer den Onlinehandel als Nebenverdienst zu seiner nichtselbständigen Tätigkeit betreibt, darf bis zu 410 Euro pro Jahr steuerfrei behalten, ohne eine Steuererklärung abgeben zu müssen – es sei denn, er ist dazu bereits aus anderen Gründen verpflichtet. Außerdem muss keine Umsatzsteuer abgeführt werden, wenn die Netto-Umsätze 17.500 Euro nicht überschreiten. Eine Umsatzsteuer wird erst fällig, wenn die Umsätze im zurückliegenden Jahr höher als 17.500 Euro waren und im laufenden Jahr voraussichtlich mehr als 50.000 Euro betragen. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass auch noch die Kommunen für die Gewerbesteuer die Hand aufhalten könnten, wenn die Gewinne höher als 24.500 Euro pro Jahr sind.

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Weltpferdetag: ARAG-Rechtstipps rund um Ross und Reiter

ARAG Experten geben Tipps, damit Reiter auch rechtlich fest im Sattel sitzen

Am 20. August ist Weltpferdetag. Anlass genug für die ARAG Experten, aktuelle und viel diskutierte rechtliche Fragen rund um Ross und Reiter zu beantworten: Damit das Glück da bleibt, wo es hingehört – auf dem Pferderücken.

Ist ein Reithelm Pflicht?
Bisher gibt es in Deutschland noch keine gesetzliche Pflicht, einen Reithelm zu tragen. Allerdings können Vereine, Reitschulen und Verbände das Tragen von Helmen vorschreiben – und das machen sie in der Regel auch. Die ARAG Experten empfehlen zur eigenen Sicherheit, nur mit Helm auszureiten. Genauso wichtig ist das Tragen eines Helms bei der rechtlichen Beurteilung von Schadensersatzpflichten. Wer auf den Helm verzichtet und bei einem Reitunfall zu Schaden kommt, riskiert die Leistungsablehnung bzw. eine Kürzung der Leistungen durch die Versicherung.

Darf man im Wald reiten?
Wenn das sogenannte Waldgesetz – wie beispielsweise in Sachsen – das Reiten außerhalb der ausgewiesenen Waldwege verbietet, sollten Sie absitzen und Ihr Pferd führen. Das Führen ist nämlich laut Oberlandesgericht Dresden auch dann zulässig, wenn das Reiten verboten ist (OLG Dresden, Az. 26 Ss 505/15 (Z)). Prüfen Sie die Landesgesetze Ihres Bundeslandes, um zu erfahren, was in Ihrem Waldgebiet erlaubt ist. Mancherorts gilt beispielsweise eine Kennzeichnungspflicht und Sie müssen eine Gebühr für die Nutzung bezahlen.

Welchen Führerschein braucht man für einen Pferdeanhänger?
Ob Sie mit Ihrem „normalen“ Führerschein einen Pferdeanhänger ziehen dürfen, ist eine Frage des Gewichts. Mit einem Führerschein der Klasse B darf mit einem Anhänger gefahren werden, wenn er nicht mehr als 750 Kilogramm wiegt. Ferner darf mit Anhängern über 750 Kilogramm gefahren werden, sofern das zulässige Gesamtgewicht (also Fahrzeug und Hänger gemeinsam) 3.500 Kilogramm nicht überschreitet.

In der Regel bringt ein mit einem Pferd beladener Hänger jedoch mehr Gewicht auf die Waage. Wenn Sie sich nach einer entsprechenden theoretischen und praktischen Fahrschulung (ohne Prüfung) die Schlüsselzahl 96 eintragen lassen, dürfen Sie ein Gesamtgewicht von bis zu 4.250 Kilogramm bewegen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, braucht die Führerscheinklasse BE, bei der das zulässige Gesamtgewicht allein des Anhängers bis zu 3.500 Kilogramm betragen darf. Dies reicht in der Regel auch für den Transport von zwei Pferden aus.

Darf man Pferde in einem Wohngebiet halten?
Die Haltung von Pferden entspricht grundsätzlich nicht der Eigenart eines allgemeinen Wohngebietes. Daher dürfen Sie in einem Wohngebiet auf einem Grundstück inmitten von Wohnhäusern keine Pferde halten. Anders kann es aussehen, wenn Sie am Ortsrand wohnen.

Welche Versicherungen sind für Reiter wichtig?
Jeder Reiter weiß: Selbst das gelassenste Pferd kann mal scheuen oder durchgehen. Und eine Pferdestärke kann großen Schaden verursachen. Eine Pferdehalterhaftpflichtversicherung schützt daher Pferdehalter vor den finanziellen Folgen.

Fünf praktische Tipps zum Pferdekauf
Sie überlegen gerade, ein Pferd zu kaufen oder liebäugeln bereits mit einem bestimmten Tier? Egal, wo Sie es finden, beim Züchter, Händler oder einer Privatperson, unsere Tipps sollen Sie unterstützen, damit der Pferdekauf reibungslos gelingt.

– Lassen Sie sich von einer pferdekundigen Person Ihres Vertrauens begleiten.
– Kaufen Sie nicht beim ersten Termin. Ein seriöser Verkäufer räumt Ihnen Bedenkzeit ein.
– Probieren Sie alles aus, was Ihr Pferd später können soll, auch das Ein- und Ausladen in einen Pferdeanhänger. Aber: Bevor Sie einen Proberitt machen, sollte erst der Besitzer eine Runde reiten.
– Kaufen Sie immer mit einem Pferde-Kaufvertrag.
– Nutzen Sie An- und Verkaufsuntersuchungen.

Ein Mann, ein Wort: Besser ist ein Pferde-Kaufvertrag
Eigentlich können Sie ein Pferd rechtlich wirksam per Handschlag erwerben, aber wir raten dennoch zu einem schriftlichen Kaufvertrag. Hier kann praktisch alles geregelt werden. Selbstverständlich werden Kaufpreis und Zahlungsweise festgelegt, aber mindestens genauso wichtig sind Vereinbarungen zur Beschaffenheit des Pferdes. Hier geht es vor allem um den Gesundheitszustand: Gab es eine tierärztliche Untersuchung oder soll sie noch vereinbart werden? Hatte es beim letzten Besitzer Krankheiten? Auch kann der Ausbildungsstand festgehalten werden, also ob ein Pferd noch nicht eingeritten oder bereits als Dressurpferd ausgebildet ist. Mit einem Pferde-Kaufvertrag klären Sie nicht zuletzt die Haftung bei Mängeln. Hier ist entscheidend, ob Privatpersonen oder Unternehmer miteinander handeln.

Wie sieht es beim Pferdekauf mit der Gewährleistung aus?
Händler oder Züchter haften beim Verkauf zwei Jahre lang für die (beschriebene) Beschaffenheit des Pferdes. Wird ein Mangel festgestellt, liegt die Beweislast in den ersten sechs Monaten beim Verkäufer. Danach muss der Käufer nachweisen, dass der Mangel bereits vor Übergabe bestand. Wird das Pferd von einem Privatmann verkauft, kann dieser die Gewährleistung ausschließen.

Mehr Sicherheit: An- und Verkaufsuntersuchung vom Tierarzt
Zu Ihrer Sicherheit sollte bei einem Privatkauf eine sogenannte Ankaufsuntersuchung erfolgen. Kaufen Sie beim Züchter oder einem seriösen Händler, werden die Pferde, schon im Interesse des Verkäufers, vor einem Kauf untersucht (Verkaufsuntersuchung). Das Protokoll ist oft Bestandteil des Kaufvertrags.

Ein bisschen wie beim TÜV wird das Pferd vom Tierarzt geprüft. Er schaut nach dem Allgemeinzustand, hört Herz und Lunge ab, kontrolliert das Fell und prüft Temperatur und Puls. Es werden Röntgen-, eventuell auch Ultraschallbilder angefertigt. Möglicherweise wird auch eine Blutprobe auf Beruhigungsmittel untersucht. Am besten sind Sie bei dieser Untersuchung persönlich anwesend und fragen alles, was Ihnen unklar ist. Kalkulieren Sie rund 250 Euro für die Untersuchung ein.

Sollte sich ein Befund ergeben, verzichten Sie lieber auf den Pferdekauf oder verhandeln mit dem Verkäufer über eine verlängerte Gewährleistung seinerseits. Das sollte dann im Kaufvertrag verankert werden.

Kann man ein gekauftes Pferd zurückgeben?
Beim Pferdekauf verhält es sich ähnlich wie beim Gebrauchtwagenkauf. Entpuppt sich der flotte Gaul als lahme Mähre, sind in aller Regel eine Nachbesserung oder eine Preisminderung drin; die letzte Möglichkeit ist der Rücktritt vom Kauf. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reklamation ist, dass der Mangel vor dem Verkauf bestanden hat bzw. bekannt war. So können Sie beispielsweise bei einem wegen einer Knochenabsplitterung lahmenden Pferd nicht einfach vom Kaufvertrag zurücktreten. Sie müssen dem Verkäufer zuerst eine Frist zur Nachbesserung setzen. Die Nachbesserung wäre in diesem Fall eine Operation. Kaufen Sie im Frühjahr ein Pferd, bei dem sich im Sommer herausstellt, dass es unter einer Allergie leidet, die von Mücken ausgelöst wird, können Sie es zurückgeben. Der „Mangel“ ist innerhalb von sechs Monaten aufgetreten und legt die Vermutung nahe, dass das Pferd schon beim Kauf krank war.

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ARAG Verbrauchertipps

Silica-Gel / Nichtbeförderung / Buchungsportale

Silica-Gel: Kleine Kugel, große Wirkung
Sie liegen oft Warensendungen mit Kleidung oder elektronischen Geräten bei, damit die Ware vor Feuchtigkeit geschützt wird: Kleine Beutel, gefüllt mit weißen Wunderkügelchen namens Silica-Gel. Dabei handelt es sich laut ARAG Experten um Wasser absorbierendes Kieselgel, das bis zu 40 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Und da die kleinen weißen Perlen – im Gegensatz zur blauen, mit gesundheitsschädlichem Cobaltchlorid gefärbten, Variante – völlig ungiftig sind, kann man sie bedenkenlos im Haushalt und auf Reisen einsetzen. Etwa um Medikamente und Verbandszeug trocken zu halten, Schuhe zu trocknen oder Kleidung zu lagern, ohne dass sie auf dem Dachboden oder Keller feucht wird oder gar schimmelt. Auch im Kampf gegen unangenehme Gerüche, die beispielweise aus manchen Sporttaschen wabert, kann Silica-Gel eingesetzt werden. Als Retter in der Not können die Kugeln sogar nass gewordene Handys wieder trockenlegen. Einfach das Gerät auf möglichst vielen Kügelchen betten – funktioniert besser als Reis! Und das Beste an diesem Alleskönner: Silica-Gel ist wiederverwendbar, indem man die Kugeln – natürlich ohne den Beutel, in dem sie meist verpackt sind – etwa eine halbe Stunde bei 100 Grad im Backofen trocknet.

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Wenn der Flieger ohne Fluggäste startet
Wenn Passagiere eine Entschädigung wegen Nichtbeförderung haben wollen, müssen sie laut ARAG Experten unter Umständen beweisen, dass die Airline sich geweigert hat, sie zu befördern. In einem konkreten Fall waren die klagenden Fluggäste, die zuvor normal eingecheckt und Bordkarten erhalten hatten, in Barcelona am Boden geblieben. Nach Aussage der Passagiere hatte die Fluggesellschaft sich aufgrund einer Überbuchung geweigert, sie zu befördern. Doch die Airline behauptete, die Urlauber seien einfach zu spät am Gate gewesen. Ein Blick ins Buchungssystem zeigte, dass es genügend freie Plätze auf dem Flug nach Hannover gegeben hatte. Gleichzeitig konnten die Reisenden nicht beweisen, pünktlich am Gate gewesen zu sein. Daher urteilten die Richter zugunsten des Unternehmens (Amtsgericht Hannover, Az.: 410 C 13190/17)

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Die Psychotricks der Buchungsportale
Je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Dieses grundlegende Gesetz der Marktpreisbildung machen sich Buchungsportale gerne zu eigen, um Kunden zur schnellen Buchung zu bringen. Mit alarmierenden Hinweisen wie z. B. „Nur noch ein Zimmer frei“, „Hohe Nachfrage zu diesem Zimmer“ oder „Preiserhöhung erwartet“ versuchen Reiseportale, Druck auf die Kunden auszuüben. Doch die ARAG Experten warnen vor solchen Tricks, denn in der Regel ist es nur heiße Luft. Oft werden mit dieser Masche nur die Hotels abgestraft, die auf der eigenen Internetseite günstigere Preise anbieten als die Buchungsportale. Stattdessen raten die ARAG Experten, solche Warnhinweise zu ignorieren und sich im Zweifel direkt beim Hotel nach der Auslastung der Zimmer zu erkundigen und dann in Ruhe zu entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

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birkle IT AG: Versicherungen – Wettlauf um Digitalisierung

InsurTechs und klassische Versicherungen: Wettlauf um die Digitalisierung

Wie InsurTechs und klassische Versicherungen den Wettlauf um die Digitalisierung austragen

Fintechs treten ohne Altlasten an. Etablierte Versicherungen tragen dagegen schwer an Legacy-Systemen und mühen sich, mit Datenmigration die Bestände der papiernen Archive in die digitale Zukunft zu stemmen. Mehr zu den Herausforderungen bei der Umstellung in diesem Artikel:

Auch ohne eine staatliche Digitalisierungsoffensive, wie sie von der Bundesregierung gestartet wurde, ist die Dringlichkeit einer digitalen Neuaufstellung althergebrachter Geschäftsmodelle und aller mit ihr verbundenen Prozesse der Versicherungsbranche nur allzu gegenwärtig. Diese Sparte der Finanzdienstleistungen hat die Herausforderung längst erkannt. Die ersten Aktionen zu einer Umstrukturierung des Sektors laufen bereits auf Hochtouren.

Anforderungen der Kunden, Mitarbeiter und Businesspartner verändern sich

Die Bedürfnisse der Kunden haben sich grundlegend verändert. Eine zeitnahe Bearbeitung (24/7) von Kundenanliegen bei maximaler Geschwindigkeit und die Möglichkeit, alle Kommunikationskanäle – darunter selbstverständlich auch die digitalen – nutzen und bedienen zu können, gehören zu den Grundbedürfnissen, die die Branche zur Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter erfüllen muss.

Kundenkontakte müssen in Echtzeit ablaufen und Angebote jederzeit transparent und nachvollziehbar sein. Gleichzeitig besteht weiter ein beträchtliches Interesse an individualisierten Kontakten und der Möglichkeit, auf Wunsch gleichfalls in Papierform informiert zu werden.

Allerdings ist der Anteil der Kunden, die auf postalische Kommunikation bestehen und Flyer und Informationen in Druckformat bevorzugen, rückläufig. Ein klarer Trend geht dahin, alle Kommunikations- und Marketingwege effizient so zu steuern, dass sie durch digitale Technologie ersetzbar oder zumindest durch sie ergänzt werden können.

Deutsche Versicherungslandschaft steht vor unterschiedlichen Herausforderungen

Die deutsche Versicherungslandschaft ist von vielen verschiedenen etablierten Akteuren geprägt, deren Ansätze bei der Umgestaltung des eigenen Terrains sich stark unterscheiden.

Für einige Versicherer stellt der erste Schritt in Richtung Digitalisierung die Einführung einer benutzerfreundlichen App dar. Andere nehmen zunächst die Umgestaltung aller nachgelagerten Abläufe ins Visier. Eine weitere Gruppe sieht die Transformationsprozesse im Hinblick auf die Gesamtorganisation als holistisches Unterfangen. Jede Form der Umgestaltung wird hier nur im großen Stil und im Rahmen einer kompletten Restrukturierung der jeweiligen Organisation angegangen. Allgemeines Phänomen ist, dass in vielen Fällen die Schwerpunkte bei der Neugestaltung falsch gesetzt und der damit einhergehende Aufwand unterschätzt werden.

Die Herausforderungen, denen sich die Versicherungsgesellschaften bei ihrer Reform gegenübersehen, weisen spezielle Charakteristiken auf: Meist können sie auf gepflegte und fortentwickelte IT-Datenbanksysteme zurückgreifen, die oft heterogen strukturierte Informationen aus unterschiedlichen Phasen der Unternehmensgeschichte bündeln und im Laufe der Zeit über Strukturveränderungen und Fusionen hinweg kontinuierlich gewachsen sind.

Häufig werden von den Unternehmen zusätzlich technische Strukturen wie Druckzentralen mit automatischen Kuvertiersystemen und Frankierstraßen betrieben, auf die nicht unvermittelt verzichtet werden kann, ohne mit ihnen zugleich weitreichende Umstellungen in den Unternehmensabläufen vorzunehmen oder gar Teilbereiche einer Organisation ganz abzuschalten. Wichtig für die Unternehmenskultur ist es, diese Strukturelemente vorsichtig mit auf den digitalen Weg zu nehmen.

Legacy – die Bürde der IT-Vergangenheit

Im Finanzsektor, und somit auch in der Versicherungsbranche, taucht immer wieder der Begriff der „Legacy Systeme“ auf, um derartige über viele Jahre gewachsenen IT-Systeme zu bezeichnen.

Ein klassisches Beispiel sind die in den 80er-Jahren weitverbreiteten IBM-Systeme AS400. In vielen Unternehmen sind Datenbanken auf Grundlage dieser Betriebssysteme noch heute im Einsatz. Mit speziellen Interfaces und Interpretern werden sie technisch aufgerüstet, damit sie den aktuellen digitalen Anforderungen gerecht werden können. Der finanzielle und personelle Aufwand für derartige Updates ist enorm.

Sachkundige IT-Entwickler der Anfangsjahre mittlerweile schwer zu finden

Zudem wird es immer schwieriger, IT-Entwickler zu finden, die ausreichendes Know-how besitzen, und die alten Systeme der 1980er Jahre kennen und analysieren können. Und selbst, wenn das System mit Nachhilfe eines Entwicklers in die Lage versetzt werden kann, in puncto Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit wieder mitzuhalten und über eine Schnittstelle mit moderneren Geräten zu kommunizieren, ergeben sich danach oft Sicherheitsprobleme: Ein Risikomanager entscheidet schließlich, das Altsystem sei fehleranfällig oder könne nicht gespiegelt werden. Das Legacy System werde daher den Anforderungen an den erforderlichen Schutz der gespeicherten Daten nicht gerecht.

Migration von Daten verknüpft mit Verweisen auf Handakten

Nicht immer ist es alternativ möglich, Daten aus Legacy Systemen in moderne Systeme zu migrieren. Bei ihrer Übertragung müssen sie in ein Format übersetzt werden, das für das neue System lesbar ist. Dabei tauchen oft Datensätze auf, die nicht sauber eingepflegt wurden. Dann kommt es beispielsweise vor, dass über Arbeitsanweisungen in den Daten Verknüpfungen existieren, die noch Querverweise auf Handakten enthalten.

Kundenstammdaten aus der vordigitalen Ära liegen im Safe

Beispielsweise können Kundendaten durchaus noch Bezug auf Alttarife nehmen, die schon Jahrzehnte nicht mehr Teil des aktuellen Angebots sind. Die entsprechenden Vertragsdetails wurden vielleicht nie in digitale Form gebracht und können tatsächlich im Detail nur noch einer Broschüre oder dem betreffenden Vertrag, der in einer Handakte oder vielleicht einem Äquivalent in Form eines Scans archiviert wurde, entnommen werden.

Ein Bestandskunde mit einer Hausratsversicherung aus dem Jahr 1992 ist in vielen Unternehmen keine Seltenheit. Selbst noch ältere Verträge, die zum Teil noch auf den Hausratversicherungsbedingungen der Jahre ´84 oder sogar die ´ 74 beruhen, sind möglich. Weil diese VHBs damals noch nicht digital erfasst wurden, sind diese Vertragswerke häufig nur noch im unternehmenseigenen Safe sicher verwahrt.

Der Migrationsprozess dieser Informationen ist langwierig und eine Quelle vieler potenzieller Fehler. Wer aber per Knopfdruck, mobil oder vom Büro aus Zugriff auf derartige Papierinformationen will, wird den zeitintensiven Weg des Migrationsprozesses gehen müssen, um eine logische Verknüpfung aller vorhandenen Daten – mitsamt den Möglichkeiten zu ihrer statistischen und qualitativen Evaluation – zu ermöglichen.

Neuaufsetzen der Daten oder automatisierte Kundenumstellung?

Schnell taucht dann die Frage auf, ob eine Migration der Datenmassen hinsichtlich des riesigen Aufwands sinnvoll ist. Gegebenenfalls mag es lohnender und langfristig effizienter sein, alle betroffenen Daten vollständig neu aufzusetzen.
Eine weitere Alternative stellt unter Umständen dar, im Rahmen der Automatisierung alle Kunden und ihre Vertragsdaten auf die neueren Bedingungen umzustellen. Das kann letztlich ökonomische Vorteile mit sich bringen, selbst, wenn der Versicherer dadurch zunächst zusätzlich belastet wird.

Besonders radikal sind die sich ergebenden Veränderungen, wenn sogar interne Strukturen und Arbeitsabläufe an den technischen Möglichkeiten ausgerichtet wurden.
Wer zum Zeitpunkt der Einführung eines bestimmten Arbeitssystems den Wünschen von Vertrieb oder Kunden entgegengekommen war, um Prozesse, die nicht automatisiert werden konnten, analog und manuell zu ermöglichen, wird sich nun notwendigen Restrukturierungsprozessen gegenübersehen, die nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl angegangen werden können.

Belegschaft mitnehmen, damit die Migration gelingt

Schließlich ist gerade die Belegschaft eines Unternehmens mit den Veränderungen im IT-System eng verbunden. Werden Prozesse teil- oder vollautomatisiert, verändern sich die Abläufe, die Geschwindigkeit und die Art der Kommunikation im B2B und B2C-Bereich, muss sich das Team darauf einstellen und sich mit den Neuerungen vertraut machen können.

InsurTechs hinsichtlich Digitalisierung im Vorteil

InsurTechs sind naturbedingt immun gegen alle Probleme, die mit Altlasten aus Legacy Systemen einhergehen. Als „Digital Natives“ der Versicherungsszene stehen die InsurTechs im Unterschied zu den klassischen Versicherungskonzernen der Digitalisierung völlig unbelastet gegenüber. InsurTechs müssen sich keine Sorgen um die Möglichkeiten der Eingliederung weiterer Unternehmensteile machen, können innovative Ideen direkt umsetzen und ohne Rücksicht auf Bestandskunden durchstarten.

Oft klammern InsurTechs Teile der Wertschöpfungskette herkömmlicher Versicherer bewusst aus und errichten ihre Prozesse, Kommunikationswege und Strukturen direkt entlang der aktuell am Markt verfügbaren IT-Technologie und der von ihnen gewählten Ausrichtung und Geschäftsform. Viele verfügen selbst nicht über eigene BaFin-Lizenzen und treten damit auch nicht als Risikoträger für Versicherungsgeschäfte auf.

Meist als Start-ups gegründet, verfügen InsurTechs in jeder Hinsicht über alle Freiheiten hinsichtlich der Ausgestaltung und der eigenen Unternehmensentwicklung. Ein wichtiges Plus für Unternehmer, die die Chancen der Digitalisierung zu Ende denken und sich deshalb von Restriktionen befreien wollen. Als neu gegründete Unternehmen gilt es für InsurTechs nicht, die Werte eines gewachsenen Unternehmens in die digitale Zeit zu transportieren.

Herkulesaufgabe für CIOs und CDOs

Chief Information und Chief Digital Officers in klassischen Versicherungskonzernen stehen da vor ganz anderen Herausforderungen. Ihnen muss es gelingen, die Strategien und Kultur ihres Unternehmens mit den Werten der digitalen Ära und den Zielen im Wettbewerb mit anderen Unternehmen der Branche in Einklang zu bringen.

Vor allem die Bestandskundschaft, die letztlich die Mittel zur Verfügung stellt, mit denen alle Projekte zur Digitalisierung finanziert werden können, verlangt hohe Rücksichtnahme und verpflichtet zu Sensibilität. Denn schließlich sind es in letzter Instanz die Bestandskunden, die als „Legacy“, die Datenbasis für das „Legacy System“ liefern und auf denen die Tradition einer Versicherungsgesellschaft ihrerseits fußt.
Wer hier das „Legacy System“ als „Ballast“ betrachtet, dem sich einfach nur elegant zu entledigen ist, muss aufpassen, dass er nicht am Ende noch das Kind mit dem Bade ausschüttet.

Fazit

Ob es zu einem Rennen zwischen den klassischen Versicherungsunternehmen und den InsurTechs kommt und wer dabei die Nase vorn haben wird, ist noch offen.

Wird ein „Altsystem“ besser aufgelöst und durch ein System abgelöst, das KI-Algorithmen nutzt, um das Nutzerverhalten auszulesen und wiederkehrende Abläufe zu automatisieren? Greifen die Kunden lieber zu modernisierten Angeboten oder sind sie bereit, ganz neue Ansätze auszuprobieren?

Gut beraten ist, wer einen Branchen-Experten wie die birkle IT AG mit Sitz in München bei der digitalen Transformation an seiner Seite hat. Die birkle IT AG hat sich auf den Bereich Finanzen, Versicherungen und Healthcare spezialisiert und unterhält Niederlassungen im internationalen Ausland. Entsprechend der jeweiligen Ausgangssituation finden die IT-Spezialisten der birkle IT AG die optimale Lösung für die avisierte Digitalisierung und/oder Automatisierung der Versicherung.

Penetration Tests geben Aufschluss darüber, ob das verwendete Bestandssystem sicher ist. Die Experten der birkle IT AG begleiten den Prozess der Datenmigration und unterstützen bei der Digitalisierung aller für den Versicherungsprozess notwendigen Einzelschritte (Pricing, Tarif, Vertrag, Schaden, Abrechnung etc.). Bevor endgültige Entscheidungen betreffend der Migration von Daten aus einem „Legacy System“ oder der Implementierung neuer Systeme bei der Verwaltung von Geschäftsprozessen im Versicherungsbereich anstehen, lohnt es sich, auf die Erfahrung der birkle IT AG bei der digitalen Transformation zurückzugreifen.

birkle IT AG, das innovative, europäische IT-Unternehmen! Wir schaffen durch Digitalisierung, Software-Entwicklung, KI und Robotik messbaren Mehrwert für Unternehmen und Menschen, kombiniert mit spezifischer Branchen-Expertise

Kontakt
birkle IT AG
Jörn Halbauer
Leopoldstr. 16
80802 München
+49 89 4132510
web@birkle-it.ag
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Pressemitteilungen

ARAG Recht schnell…

aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick

+++ Anrechnung von Ausgleichszahlungen +++
Der Bundesgerichtshof hat laut ARAG in zwei Urteilen entschieden, dass Ausgleichszahlungen nach der Fluggastrechteverordnung auf reise- und beförderungsvertragliche Schadensersatzansprüche nach nationalem Recht anzurechnen sind. Die Richter verzichteten auf eine Vorlage an den Europäischen Gerichtshof (Az.: X ZR 128/18 und X ZR 165/18).
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des BGH.

+++ Toilettengang bei Homeoffice nicht versichert +++
Wer im Homeoffice auf die Toilette geht, ist im Fall eines Unfalls nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. ARAG Experten verweisen auf ein entsprechendes Urteil des Sozialgerichts München. Der Kläger war auf dem Rückweg vom heimischen WC gestürzt und wollte dies als Arbeitsunfall geltend machen (Az.: S 40 U 227/18).
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Urteil des SG Müchnen.

+++ Eigene Kündigung rechtfertigt nicht Arbeitgeber Kündigung +++
Spricht ein Arbeitnehmer eine Eigenkündigung mit längerer Kündigungsfrist aus, reicht der darin liegende Abkehrwille nicht ohne weiteres für eine arbeitgeberseitige Kündigung mit der kürzest möglichen Frist aus. Dies geht nach Auskunft der ARAG Experten aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Siegburg vom 17.07.2019 hervor (Az.: 3 Ca 500/19).
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des ArbG Siegburg.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 1,7 Milliarden EUR.

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Abzocke im Internet immer professioneller

ARAG Experten über gefährliche Internetbetrüger, die schnell dazu lernen

Der Betrug mit Spam-Mails wird immer raffinierter. Dabei haben es die Angreifer entweder auf sensible Daten abgesehen, wollen direkt abkassieren oder Lösegeld für Dateien erpressen. Früher erkannte man solche betrügerischen Mails oft anhand von holprigen Formulierungen oder fehlerhafter Rechtschreibung. Doch Internetbetrüger lernen schnell. Die Folge sind Spammails, die inhaltlich und formal kaum noch von echten Mails zu unterscheiden sind.

Spam-Mails erkennen
Das ist nach Ansicht der ARAG Experten nicht so leicht und hat manchmal mehr mit Bauchgefühl als mit klaren Regeln zu tun. Denn inzwischen werden Daten aus Datenbanken von Webdiensten gestohlen, so dass Name und andere Daten des Empfängers korrekt sind. Ist zudem das Anschreiben fehlerfrei, wirkt auch eine Spam-Mail viel authentischer. Daher sollten sich Verbraucher immer fragen, wie plausibel eine Mail ist. Hat man tatsächlich einen Vertrag abgeschlossen, einen Kauf getätigt oder ist man wirklich Kunde des Absenders? Bleiben Restzweifel, sollte man Anhänge oder enthaltene Links auf keinen Fall öffnen und die Mail löschen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte den angeblichen Absender anrufen und fragen, ob er eine Mail geschickt hat. Dabei raten die ARAG Experten davon ab, die Kontaktdaten der Mail zu nutzen, da auch sie gefälscht sein könnten. Besser selbst im Netz recherchieren.

Verschlüsselungstrojaner
Eine wirklich perfide und gefährliche Masche des Internetbetrugs ist das Versenden von Verschlüsselungstrojanern per Mail. Sie verschlüsselt Dateien auf dem Computer des Opfers und macht deren Nutzung oder gar die Nutzung des gesamten Computersystems unbrauchbar. Der gehackte Nutzer kann seine Dateien erst wieder nutzen, wenn er ein Lösegeld zahlt – oft in Form der Internetwährung Bitcoins. Die ARAG Experten geben zu bedenken, dass es keine Garantie gibt, dass die Daten nach der Zahlung wieder entschlüsselt werden und raten davon ab. Gut beraten ist daher, wer eine regelmäßige Sicherung seines PCs durchführt.

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Pressemitteilungen

„So lange Du die Füße unter meinen Tisch stellst…“

ARAG Experten über Kinderrechte und ihre Pflichten

Den Müll rausbringen, das eigene Zimmer aufräumen, Opas 80. Geburtstag auch ohne Handynutzung überstehen – manchmal ist es wirklich hart, Kind zu sein. Doch neben einer ganzen Reihe von gesetzlich verankerten Kinderrechten hat der Nachwuchs eben auch Pflichten zu erfüllen. Und auch die sind gesetzlich festgehalten: „Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten“ (§ 1619 Bürgerliches Gesetzbuch [BGB]). Und es gibt weitere Bereiche, in denen Eltern das Sagen haben. Die ARAG Experten geben einen Überblick.

Grenzen der Mithilfe
Welche Aufgaben der Nachwuchs übernehmen und wie viel er mithelfen muss, ist immer eine Frage des Alters, der Reife sowie der individuellen körperlichen und geistigen Fähigkeit. Und es gilt: Lernen und Spielen sind wichtiger als Teller spülen und haben Vorrang. Für Schule und Freizeitaktivitäten muss also immer genug Zeit bleiben. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Kinder bei der Mithilfe keinen Gefahren ausgesetzt werden, beispielsweise im Umgang mit Küchengeräten.

Wie viel in welchem Alter?
Je früher die Mithilfe beginnt, desto besser. Schon Kleinkindern im Kindergartenalter kann abverlangt werden, beim Aufräumen, der Gartenarbeit oder beim Tischdecken mitzuhelfen. Auch wenn es anfangs womöglich länger dauert, wenn kleine Kinder mit anpacken – langfristig ist es eine lohnende Investition in ihre Selbständigkeit. Je älter die Kinder werden, desto mehr Mithilfe im Haushalt ist ihnen zumutbar.

Zimmer abschließen, Freunde einladen – wie viel Privatsphäre muss sein?
Kinder haben – wie auch Erwachsene – ein Recht auf Privatsphäre. Das ist unter anderem in der UN-Kinderrechtskonvention verankert. Kleinere Kinder sollten dennoch ihr Zimmer nicht abschließen dürfen, da ein Zimmerschlüssel schnell verloren geht oder die Eltern im Ernstfall das Zimmer nicht betreten können. Bei älteren Kindern kommt es auf den Einzelfall an. Haben Eltern die begründete Sorge, dass ihr Kind gefährdet sein könnte – etwa durch Drogen oder ähnliches -, darf auch verlangt werden, dass das Zimmer unverschlossen bleibt. Wer ins Haus darf, bestimmen alleine die Eltern, da sie auch das Hausrecht für ihr Haus oder die

Wohnung innehaben.
Auch bei der Post greift übrigens das gesetzlich verankerte Recht auf Privatsphäre. Briefe für die Kinder dürfen die Eltern daher in der Regel nicht öffnen – wie auch umgekehrt! Das kann natürlich erst ab einem Alter gelten, in dem Kinder die an sie gerichtete Post auch lesen können.

La Le Lu – ins Bett musst Du
Natürlich ist es immer zu früh, wenn es heißt „Ab ins Bett!“. Und grundsätzlich müssen sich Kinder an die Regeln halten, die die Eltern zu Hause vorgeben. Welche Bettzeiten jedoch sinnvoll sind, hängt immer von Alter und Schlafbedürfnis des jeweiligen Kindes ab und kann daher ganz erheblich variieren. Ist ein Kind tagsüber unkonzentriert, antriebs- oder gar appetitlos oder reagiert schnell gereizt, könnte das ein Hinweis auf Schlafmangel sein.

Taschengeld – Pflicht oder Kür?
Auch wenn das Taschengeld aus pädagogischer Sicht sicherlich sinnvoll ist – einen Anspruch auf Taschengeld haben Kinder ihren Eltern gegenüber nicht. Gesetzlich geregelt ist nur der Anspruch auf Unterhalt. Solange die Kinder minderjährig sind und bei den Eltern wohnen, beschränkt dieser Anspruch sich aber auf den sogenannten Naturalunterhalt, also Essen, Kleidung, Spielsachen, Freizeitaktivitäten und Ähnliches.

Dürfen Kinder mit ihrem Taschengeld wirklich alles kaufen?
Ab dem siebten Geburtstag sind Käufe der Kinder wirksam, wenn sie – so die Regelung des § 110 BGB – mit Mitteln bewirkt wurden, die ihnen zur freien Verfügung überlassen wurden. Grundsätzlich dürfen Kinder sich also mit ihrem Taschengeld das kaufen, was sie möchten. Anders sieht es dagegen mit teuren Anschaffungen aus: Sie fallen nach Auskunft der ARAG Experten im Regelfall nicht unter die Vorschrift des sogenannte „Taschengeldparagraphen“. Der entsprechende Vertrag kann daher ohne Genehmigung der Eltern unwirksam sein. Doch auch hier kann im Einzelfall zwischen Kind und Eltern etwas anderes abgesprochen sein. Anschaffungen wie etwa Haustiere, die Folgekosten nach sich ziehen, sind jedoch niemals ohne Genehmigung der Eltern wirksam. Abgesehen davon besagt § 11 c des Tierschutzgesetzes, dass Wirbeltiere ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten an Kinder oder Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr nicht abgegeben werden dürfen.

Kevin allein zu Haus – ab wann dürfen Kinder allein zuhause bleiben?
Eltern haben ihren Kindern gegenüber eine gesetzliche Aufsichtspflicht. Deren Umfang richtet sich allerdings nach dem Alter und dem Charakter des Kindes. Feste Altersgrenzen, ab denen ein Kind allein zu Hause bleiben kann, gibt es daher nicht. Sind sich Eltern sicher, dass ihr Kind vernünftig genug ist, um eine Zeit lang alleine zuhause zu bleiben, können sie daher zunächst mit kurzen Abwesenheitszeiten beginnen und diese dann langsam steigern.

Ohrlöcher, blaue Haare und Piercings – wenn die Mode ruft
Ohne Zustimmung der Eltern ist weder das Haarefärben noch das Stechen von Ohrlöchern oder Piercings erlaubt. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Teenager ab einem Alter von 14 Jahren gepierct werden dürfen, dann allerdings nur in Anwesenheit ihrer Eltern. Mit 16 müssen die Eltern nicht mehr dabei sein, allerdings eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben.

Ich will raus!
Laut § 1631 BGB umfasst die Personensorge der Eltern das Recht zu bestimmen, wo das Kind wohnt. Ohne Zustimmung der Eltern dürfen Jugendliche also nicht von zu Hause ausziehen. Ein von dem Jugendlichen abgeschlossener Mietvertrag für eine neue Bleibe wäre auch ohne die Genehmigung der Eltern gar nicht wirksam.

Schulnoten verschweigen erlaubt?
Die Personensorge, die Eltern für ihre Kinder ausüben, umfasst auch die Pflicht, sich um die schulische Bildung zu kümmern. Verschweigen Kinder daher ihren Eltern die Schulnoten, haben diese das Recht und auch die Pflicht, sich mit den Lehrern in Verbindung zu setzen.

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Ostangler Brandgilde: Kostenfreie Gebäudeschätzung und ihre Vorteile

Unabhängiges Sachversicherungsunternehmen schützt Makler, Vermittler und Hausbesitzer vor Unterversicherung von Gebäuden

Kappeln, 7. August 2019 – Eine Gebäudeversicherung ist unabdingbar für jeden Hausbesitzer. Sie tritt bei Schäden am Gebäude, die beispielsweise durch Feuer, Sturm und Hagel ausgelöst werden, in Kraft. Jedoch besteht nicht selten eine Unterversicherung. Diese kann den Besitzer in den Ruin treiben. Die Ostangler Brandgilde (OAB) ( www.ostangler.de) lässt daher jedes zu versichernde Gebäude (privat, gewerblich und landwirtschaftlich) durch einen Sachverständigen prüfen. Dadurch wird ein unbegrenzter Unterversicherungsverzicht gewährleistet und es ergibt sich eine Haftungserleichterung für den Makler oder Vermittler, die Sicherheit für die Mitglieder und Kunden steigt.

Die Ostangler Brandgilde ist eines der ältesten, unabhängigen Sachversicherungsunternehmen in Deutschland und besteht in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Der Schutz der Mitglieder steht dabei jederzeit im Fokus. So auch bei der Gebäudeversicherung. Denn zur Vermeidung einer Unterversicherung beauftragt die Ostangler Brandgilde bei zu versichernden Gebäuden ihrer Mitglieder Sachverständige, die eine Gebäudebewertung durchführen.

Unterversicherung: Im Ernstfall trägt der Besitzer großen Schaden
Eine Unterversicherung bei Gebäuden ist gängig in der Branche, aber vielen Versicherten nicht bekannt. Dabei ist der Wert der versicherten Immobilie zu niedrig angesetzt und die Versicherung deckt den Schaden nicht vollständig ab. Ersteht ein Käufer beispielsweise ein älteres Haus aus den sechziger Jahren und übernimmt dabei die alte Police vom Vorbesitzer, merkt der Käufer eventuell gar nicht, dass die Gebäudebewertung nie aktualisiert wurde und nicht mehr den neusten Bewertungen entspricht. Die Ostangler Brandgilde empfiehlt, regelmäßig den tatsächlichen Wert prüfen zu lassen und bei größeren Renovierungen oder An- und Ausbauten die Versicherungssumme anpassen zu lassen.

Hat zum Schadenszeitpunkt das Gebäude einen erheblich höheren Wert als im Versicherungsvertrag vermerkt, kann die Leistung bei einer Unterversicherung gekürzt werden und der Besitzer ist gleich doppelt geschädigt.

Schutz für alle Beteiligten
„Wir schützen Gebäudebesitzer mit einer kostenfreien Gebäudeschätzung vor finanziellen Risiken. Durch diese Vorgehensweise können wir einen unbegrenzten Unterversicherungsverzicht erklären und umfassende Sicherheit bieten. Makler, Vermittler oder Mehrfachagenten profitieren von einem Wettbewerbsvorteil und einer Haftungserleichterung. Denn die aktuelle Rechtsprechung bestätigt leider die Befürchtungen, dass der Vermittler immer häufiger im Schadenfall für die Bewertung der Versicherungssumme verantwortlich gemacht wird“, erklärt Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvorsitzender bei Ostangler Brandgilde.

Die Ostangler Brandgilde ist eines der ältesten, unabhängigen Sachversicherungsunternehmen in Deutschland. Gegründet wurde es 1788 in Angeln, im Norden von Schleswig-Holstein. Die Ostangler Brandgilde besteht in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Die gegenseitige Hilfe in Notfällen zählt zu den Leitlinien des Unternehmens. Die Versicherungsnehmer sind sowohl Mitglieder als auch Träger des Vereins. Gemeinsam mit starken Partnern wie Union Bank, HW Leasing GmbH, Reha Assist und Top-Finanz Konzepte GmbH bietet Ostangler Brandgilde alle Leistungen eines modernen, innovativen, europäischen Versicherungsunternehmens an. Vom Rundum-Schutz bis zu Spezialleistungen orientieren sich die Produkte der Ostangler Brandgilde an den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Mitglieder. Der zeitgemäße Versicherungsschutz umschließt neben modernen Versicherungsprodukten auch innovative Services wie Online-Abschlüsse und vieles mehr. www.ostangler.de

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