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Tragbares WIG-Gleichstrom-Schweißsystem fügt mit Haushaltsstrom

WIG-, Puls- oder Elektroden-Schweißen mit 230 V; leichtes leistungsstarkes System bis 220 A; digitales Anzeigen und Speichern von bis zu 30 Parametern; bis 70 m Netzkabel, Generator geeignet.

Tragbares WIG-Gleichstrom-Schweißsystem fügt mit Haushaltsstrom

Leistungsstarkes Schweißen bis 220A mit 230V-Haushaltstrom: Citotig Force mit Kühlgerät Freeztig.

Anwendungsfelder und Verfahren
Schweißen von Baustahl, rostfreiem Stahl und Leichtmetallen in hochwertiger industrieller Qualität: Zum Beispiel im Anlagen-, Behälter-, Rohrleitungs-, Maschinen- und Schiffsbau, in der Petrochemie und Offshore gehören zu Anwendungsfeldern der Citotig Force. Die Schweißverfahren WIG (Wolfram-Inertgas), auch im 2- und 4-Takt-Betrieb, WIG-Heften, DC-Puls oder E-Hand decken ein breites Anwendungsspektrum ab. Über das Bedienfeld lassen sich die Parameter der kompakten Schweißsysteme von Oerlikon einfach einstellen: Zündstrom, Schweißstrom, Strom-Anstiegszeit, Strom-Absenkzeit, Heftzeit, Endstrom, Pulsfrequenz, Gas-Vor- und -Nachströmzeit. Die eingebaute Leistungsfaktor-Korrektur (HPF) erfüllt zukünftige Standards und reduziert die Stromaufnahme. Besonders lange Versorgungskabel bis zu 70 m mit 2,5 mm2 Leiterquerschnitt sind möglich.

Die maximalen Stromstärken betragen abhängig von den Versionen Citotig Force 1800 und 2200 bei E-Hand 160 und 180 Ampere, bei WIG 160 und 220 Ampere; bei 100 % ED (Einschaltdauer) 120 und 130 bzw. 130 und 150 Ampere. Zum Steigern der Produktivität dient das einphasige Kühlgerät Freeztig. Kombiniert mit einem wassergekühlten Brenner sind die maximalen Stromstärken bei 100 % ED realisierbar. Der HPF (HighPowerFactor) gewährleistet, dass die erzeugten Oberschwingungsanteile, die für öffentliche Niederspannungsnetze vorgegebenen Werte einhalten.

Der Anwender sieht die Schweißparameter digital im Display auf dem übersichtlichen Bedienfeld. Er verfügt über 30 digitale Programmspeicherplätze.

Technik im Überblick
Die beiden Versionen Citotig Force 1800 und 2200 sind für einphasige Netzanschlüsse von 230 V +/- 20 % und 50/60 Hz ausgelegt. Sie unterscheiden sich in ihren maximalen Leistungsdaten von 160 bzw. 220 A. Ein 16 A-Schukostecker verbindet sie mit dem üblichen Haushaltsstromnetz. Alternativ sind sie gut für den Generatorbetrieb geeignet. Das zeigt auch die Spannungstoleranz von +/- 20 %. Identisch sind der untere Wert des Einstellbereiches von 5 A und der gute Leistungsfaktor cos phi = 0,98. Sie erfüllen die europäischen Normen EN 60974.1 und .10 sowie 61000-3-2/12. Beide gut handhabbaren Schweißsysteme wiegen lediglich je 9,5 kg; ihre Abmessungen betragen 205 x 345 x 460 mm.

Für die WIG-Brenner bestehen unterschiedliche Optionen. Zwei Brennerreihen Citorch T NG und WTT2 enthalten luft- und wassergekühlte Typen in jeweils mehreren Versionen für unterschiedliche Stromstärken und Einschaltdauern. Außerdem sind abgewinkelte einstellbare Brenner lieferbar. Statt des serienmäßigen Einkopfmodules kann der Anwender diverse Alternativen wählen. Als Zubehör stehen Fernsteuerung, Fußpedal, Freeztig-Kühlgerät, Universalkoffer und -fahrwagen zur Wahl.

Weitere Infos: www.oerlikon-welding.de
Kontakt: juergen.krenzer@airliquide.com

OERLIKON Schweißtechnik GmbH, Mitglied der Gruppe Air Liquide Welding, ist zuständig für die Märkte in Deutschland und Österreich. Die Gruppe zählt zu den Marktführern mit dem größten Programm an Lösungen der Schweißtechnik. OERLIKON bietet Kunden in der Industrie sowie im Metall verarbeitenden Gewerbe ein umfassendes Programm an Systemen, automatisierten Ausrüstungen, Zusatzwerkstoffen und Dienstleistungen im Schweißen und Schneiden. Ein internationales Expertenteam und absolute Konformität mit den europäischen Normen erfüllen individuelle Kundenanforderungen perfekt und zielgerichtet.
OERLIKON Schweißtechnik arbeitet für ihre Kunden bedarfsgerecht von der Analyse bis zur maßgeschneiderten Lösung in der Schweiß- und Schneidetechnik.

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Neues Gesetz macht Weg frei für 5.000 neue Pflege-WGs bis 2030

Fachverband „Wohnen in Gemeinschaft NRW“: Endlich Planungssicherheit für Leistungsanbieter aus der Pflege – und Wohnungswirtschaft – Rahmenvertrag für landesweite Leistungs- und Qualitätsstandards fehlt

Neues Gesetz macht Weg frei für 5.000 neue Pflege-WGs bis 2030

Claudius Hasenau, 1. Vorsitzender des Fachverbandes WIG – Wohnen in Gemeinschaft NRW e.V.

Gelsenkirchen/NRW, 6. Oktober 2014. Als dringend notwendigen „Befreiungsschlag “ bezeichnet der Fachverband „WIG – Wohnen in Gemeinschaft in NRW“ die Verabschiedung des neuen NRW-Pflegegesetzes. „Die Neuregelung gibt allen Leistungsanbietern aus Pflege und Wohnungswirtschaft endlich Sicherheit bei Planung, Bau, Betrieb oder Begleitung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Gleichzeitig schreibt es den Schutzbedarf der pflegebedürftigen Menschen verbindlich fest“, sagte der WIG-Vorsitzende Claudius Hasenau Anfang Oktober in Gelsenkirchen. In dem 2007 gegründeten Fachverband mit Sitz in Gelsenkirchen haben sich Betreiber von rund 100 WGs für Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf in NRW zusammengeschlossen.

Die Entscheidung mache den Weg frei, Wohngemeinschaften als Regelversorgung in die Quartiere zu bringen, so Hasenau. Realistisch sei nun der Bau von rund 5.000 ambulant betreuten Wohngemeinschaften mit je zehn Plätzen bis zum Jahr 2030. „Diese Schätzung deckt den tatsächlichen Bedarf. Sie basiert auf der demografischen Entwicklung, den Veränderungen im stationären Bereich und den Anforderungen der modernen Gesellschaft“, sagte der WIG-Vorsitzende. Aktuell gibt es nach Schätzungen von WIG in NRW erst etwa 400 pflegerisch betreute Wohngemeinschaften. Hasenau: „Der Bedarf ist riesengroß. Alle Akteure stehen in den Startlöchern und haben nur auf das Gesetz gewartet, um zu handeln.“ Ein besonders großer Bedarf bestehe in der Schaffung sogenannter „Demenz-WGs“.

Einheitliche Standards für Qualität fehlen noch
Nach Ansicht des Fachverbandes klafft im neuen Gesetz leider noch immer eine wichtige Lücke, die vor dem Hintergrund der aktuellen Betreuungsskandale in Flüchtlingsheimen dringend geschlossen werden müsse. Claudius Hasenau: „Wir fordern, dass ein landeseinheitlicher Rahmenvertrag im Gesetz festgeschrieben wird, der feste Standards verbindlich macht. Es darf nicht sein, dass Städte individuell und zumeist nach Kassenlage über Leistung und Qualität der pflegerischen Betreuung in Wohngemeinschaften bestimmen. Jeder pflegebedürftige Mensch muss das Recht bekommen, für sein Geld die gleiche Leistung zu gleicher Qualität in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt zu erhalten. Das ist zurzeit leider nicht der Fall.“

Brandschutz-Vorschriften führen zu WG-Schließungen
Darüber hinaus werde das Gesetz durch den verbindlich vorgeschriebenen Brandschutz auch zu Schließungen vorhandener Wohngemeinschaften führen, sagt Claudius Hasenau. Auf Betreiber von Bestands-WGs, die nun zum Beispiel eine Brandmeldeanlage nachinstallieren oder einen zweiten Rettungsweg einrichten müssten, kämen schnell Kosten von bis zu 250.000 Euro zu. Hasenau: „Wo dieser Brandschutz nicht zu organisieren ist, werden Wohngemeinschaften vom Markt verschwinden.“ Unter dem Titel „Feuer und Flamme für Wohngemeinschaften“ thematisiert WIG NRW den richtigen Umgang mit dem Brandschutz auf der Fachtagung „Perspektiven ambulant betreuter Wohngemeinschaften in NRW“, die am Dienstag, 18. November 2014, im Wissenschaftspark Gelsenkirchen stattfindet.

In dem 2007 gegründeten, gemeinnützigen Verein WIG – Wohnen in Gemeinschaft NRW haben sich Betreiber von 100 ambulanten Wohngemeinschaften für Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf zusammengeschlossen. WIG NRW verfolgt das Ziel, ambulante Pflegedienste dazu zu befähigen, betreute Wohngemeinschaften auf hohem Qualitätsniveau selbst zu bauen oder pflegerisch zu begleiten. Dazu bietet WIG als Fachverband individuelle Beratung und themenbezogene Weiterbildungen an. Mit dem Ansatz, ambulant betreuten Senioren-Pflege-Wohngemeinschaften inhaltlich und politisch eine Stimme zu geben, ist „Wohnen in Gemeinschaft NRW“ der bisher einzige Verband dieser Art in NRW.

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