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Pressemitteilungen

Bündnis gegen Vorverlegung der Abstimmung zur EU-Urheberrechtsreform

Berlin, 07.03.2019 – In einem Offenen Brief an führende EU-Parlamentarier fordern Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Internetkultur die Abstimmung über die automatisierten Filtersysteme für Online-Plattformen, die mit nutzergenerierten Inhalten arbeiten, auf einen Zeitpunkt nach der Europawahl zu verschieben.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) ist Teil eines breiten Bündnisses bestehend aus Verbraucherzentrale Bundesverband, Wikimedia Deutschland, Bundesverband Deutsche Startups, Deutscher Gründerverband, eco – Verband der Internetwirtschaft, D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt, LOAD e.V. – Verein für liberale Netzpolitik, Digitale Gesellschaft e. V. Jugendpresse Deutschland e. V., Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e. V. (GKP) und Deutscher Bundesjugendring. Dieses sieht in der vorgeschlagenen Regelung eine akute Bedrohung der Vielfalt und Freiheit des Internets.

Die auf Initiative der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament angedachte Vorverlegung der Plenarabstimmung in Straßburg wäre mit Hinblick auf die Auswirkungen der abzustimmenden Vorlage das falsche Signal. Den Parlamentariern sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich ausführlich mit den strittigen Artikeln 11 und 13 auseinanderzusetzen.

BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün sieht die angedachte Umsetzung der Urheberechtsreform insgesamt kritisch und äußerte sich zur Urheberrechtsnovelle bereits in einem Interview mit Deutsche Wirtschaft TV.

„Die Reform des Urheberrechts auf EU-Ebene ist ein hochkompliziertes und sogleich polarisierendes Thema. Nach Artikel 11 könnten künftig bereits Links, die mehrere Wörter umfassen, lizenzpflichtig sein. Jeder kleine und mittelständische Webseitenbetreiber, der auf seiner Webseite auch Einnahmen beispielsweise durch Anzeigen erzielt, müsste alle Webseiteninhalte und Links daraufhin untersuchen, ob mehrere Wörter eines urheberrechtlich geschützten Textes verborgen sind. Das ist völlig unverhältnismäßig,“ gibt Grün zu bedenken.

„Und nach Artikel 13 sollen Webseiten- und Plattformbetreiber haftbar gemacht werden können für das, was andere auf ihren Plattformen posten oder teilen. Dies ist faktisch nur leistbar durch sogenannte Uploadfilter, automatische Systeme, die naturgemäß eher schlecht als recht jede Contentverbreitung ausschließen, in der Urheberschutzverletzungen vermutet werden. Zudem ist die Einrichtung von Uploadfiltern mit hohen Kosten verbunden, welche erneut kleine und mittelständische Webseitenbetreiber überproportional treffen und damit Innovationen hemmen“, so Grün weiter.

Hier finden Sie den Offenen Brief:
https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/Offener_Brief_zur_Abstimmung_der_Urheberrechtsreform_im_Europ%C3%A4ischen_Parlament_03_19.pdf

Hier finden Sie das Interview von Oliver Grün im DDW-TV:

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

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Bundesverband IT-Mittelstand e.V.
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Veranstaltungen/Events Vereine/Verbände

Die Wikimedia-Konferenz 2012 im baxpax downtown Hostel Hotel

Die Wikimedia Deutschland ist auch in diesem Jahr wieder einer der Gastgeber der Wikimedia-Konferenz. Wie schon im letzten Jahr, wird auch in diesem Jahr, vom 29. März 2012 bis 01. April 2012, die Konferenz im baxpax downtown Hostel Hotel in Berlin stattfinden.

Das Treffen ist speziell für die einzelnen internationalen Wikimedia-Organisationen (Chapter) aus 40 Ländern der Welt. Es wurden jeweils zwei Vertreter einer jeden Organisation zu dem Event eingeladen.
Die Wikimedia ist eine Non-Profit-Organisation, die sich der Förderung des freien Wissens verschrieben hat. Das wohl bekannteste Projekt ist die Enzyklopädie Wikipedia.
Gesprächsthemen an diesen Tagen werden Diskussionen der Ländervertretungen über Strategien, Zusammenarbeit und Professionalisierung sein. Vor allem aber dient die Konferenz dazu Erfahrungen auszutauschen. Auch das Board of Trustees, das oberste Entscheidungsgremium der Wikimedia Foundation wird seine reguläre Sitzung halten. Der Einlass zu dieser Veranstaltung erfolgt nur mittels einer Einladung und ist nicht öffentlich zugänglich.

Wer allerdings Lust auf ein gemütliches Get-Together hat und sich über Themen wie Wikipedia, Wikimedia und Freies Wissen austauschen möchte, der ist herzlich eingeladen am Freitag, den 30. März 2012 ab 20.00 Uhr im Clubkeller des baxpax downtown Hostel Hotel vorbeizuschauen. Hier kann man Kontakte knüpfen und sich im Kreis der Internationalität bewegen.

Wir wünschen allen Teilnehmern und Gästen viel Spaß und ein angenehmes Zusammenkommen!

Besucht uns doch mal bei facebook oder unter www.baxpax.de !!!

Pressemitteilungen

Die Wiki-Welt auf einem Stick

Von der Server- zur Individual-Software

Im Umfeld von Wikipedia, des „größten gemeinsam geschaffenen Werks der Menschheit“ (Zitat Die Zeit, Januar 2011), tummeln sich viele Überzeugungstäter. Begeistert von den Möglichkeiten und dem immensen Erfolg des Lexikonprojekts tüfteln sie an technischen Erweiterungen und Anwendungen, die auf der Open Source Software MediaWiki aufbauen. Sie wollen die Arbeitswelt durch kreative Gruppenzusammenarbeit ein wenig schöner und effizienter machen und irgendwann auch gutes Geld mit diesem Know-how verdienen. Eines der spannendsten Angebote ist ein kostenloses Tool der Berliner Twoonix Software GmbH, das potenziellen Wiki-Anwendern das Leben deutlich leichter macht: Wiki2go, das kostenlose MediaWiki zum Mitnehmen, derzeit als Beta-Version.
Zwar gibt es bereits einige lokale Wikisysteme, aber die Popularität und Funktionalität des großen MediaWiki, das hinter der weltweit erfolgreichsten Wissensplattform Wikipedia steckt, konnten diese nie annähernd erreichen. Wer bisher MediaWiki individuell anwenden wollte, musste sich erst mal einen Server organisieren bzw. bei einem Fremdanbieter einen Platz anmieten. Denn MediaWiki ist nun mal serverbasiert. Letzteres hat sich natürlich auch nicht geändert, doch Twoonix hat ein Bundle von Open Source-Software zusammengestellt, das es erlaubt, ein Wiki einfach und komplett auf einem Stick laufen zu lassen. Dazu gehören ein Apache Webserver, die Programmiersprache PHP, eine MySQL-Datenbank und ein Firefox-Browser. Damit hat man „sein“ Wiki dann immer dabei und kann es auf jedem Windows-Rechner mit USB-Zugang starten; Linux ist derzeit in Arbeit. Als Sicherung sind jederzeit Kopien der Software auf einer Festplatte möglich. Reicht die Kapazität des Sticks für die wachsenden Inhalte nicht mehr aus, ist das Ganze schnell auf einen neuen Stick gezogen. Wer will, kann das Ganze sowieso auch auf die Festplatte ziehen und von dort aus starten.
Interesse in allen Erdteilen
Als Twoonix 24 internationale Wiki-Chapter von dem neuen Angebot informierte, waren die jungen Inhaber des Unternehmens von der positiven Resonanz selbst überrascht: Alle Chapter antworteten, und zwar positiv. Ting Chen, der erste Vorsitzende des weltweiten WikiMedia-Boards sagte dazu gegenüber der Computerwoche: „Ein kostenloses einfaches Programm ist genau das, was viele potenzielle Anwender brauchen. Gerade in ärmeren Ländern ist das Interesse an einer editierbaren Off-line-Version für den Einsatz in Schulen enorm.“
Auch in Deutschland gehören Schulen zur ersten Zielgruppe und Twoonix bietet im Internet ein mit Beispielen gefülltes Muster-Wiki für den Schulgebrauch an – das im Übrigen wegen dieser Musterinhalte auch für andere Anwendungen empfehlenswert ist, denn Inhalte löschen ist einfacher, als Gliederungen aufzubauen. „Ziel ist ein anderes Lernerlebnis“, erläutert Twoonix-Geschäftsführer Martin Bregulla die Philosophie dahinter. „Die Schüler sollen Projektarbeit lernen, das macht sie fit fürs spätere Arbeitsleben, in dem sich Web 2.0-Zusammenarbeit mehr und mehr durchsetzt. Zudem ermöglichen computerunterstützte Lernmethoden im Wiki unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten. Verschiedenheit in Wissen, Talenten und Kulturen sind unter diesen Bedingungen keine Störfaktoren mehr, sondern können in der Gruppenarbeit vielleicht das erste mal wahrnehmbar ihr positives Potenzial entfalten.“ Welche Anwendungen konkret für die Interaktion von Lehrern und Schülern sinnvoll einsetzbar sind und wie man sie am besten technisch konfiguriert, das wird in zwei kürzlich gestarteten Musterprojekten an einer Berliner Oberschule erprobt.
Für die individuellen Anwendungen gibt es bei Twoonix ebenfalls eine ganze Reihe von Ideen. „Einer der großen Vorteile des mobilen Wikis liegt darin, dass ich ein Thema, das erst mal nur mich interessiert, wie z.B. ein neues Drehbuch, in einem Wiki prima aufbereiten kann. Aber ich kann es dann auch weitergeben und jemand anderer kann damit arbeiten. Wenn nötig, wird aus dem „Buch“ bzw. der Ideen- und Dokumentsammlung auch schnell ein Projektsteuerungssystems. Die Individual-Software lässt sich mit relativ geringem Aufwand zum unternehmenstauglichen Kollaborations-Tool aufrüsten.“ Als weiteres attraktives Anwendungsbeispiel nennt Bregulla das Wiki als E-Mail-Ablage: „E-Mails und ihre Anhänge landen oft noch in Systemen, die nichts mehr sind als elektronische Kisten, in denen man kaum mehr etwas wiederfindet. Ansonsten vertraut man auf die Kreativität der internationalen Open-Source-Gemeinde: „Wir sind schon gespannt, welche Ideen und Szenarien sich auf Basis des Wiki2go entwickeln.“
Die Betaversion gibt es unter www.wiki2go.org.

Die Twoonix® Software GmbH wurde im Januar 2008 von Martin Bregulla, Robert Radke, Holger Wendland und Alexander Geilhaupt gegründet und bietet Beratungsdienstleistungen und Softwareentwicklung zum Thema Zusammenarbeit Web 2.0 an. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller wie die Volkswagen AG, Energieunternehmen wie die Vattenfall Europe AG, Chemieunternehmen wie BASF sowie kleine und mittelständische Unternehmen mit Beratungsbedarf in den Bereichen Web2.0-Enterprise Solutions, Integration ERP – Web2.0, SAP (R/3-PP, iPPE, APO) und IT-Konzeption.
Twoonix Software GmbH
Martin Bregulla
Uhlandstr. 137
10717 Berlin
presse@twoonix.com
+49 (0)30 88714671
http://www.wiki2go.org