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Offizieller Startschuss für Großprojekt zur Technologieforschung in der Ostsee

Der erste Schritt auf dem Weg zum Ocean Technology Campus in Rostock

Im Rahmen der Digital Ocean Convention Rostock – einer internationalen Fachveranstaltung zum Thema Unterwassertechnologie – fiel am 9. August 2019 der symbolische Startschuss zum Beginn eines einzigartigen Großprojekts in der Ostsee, der großen Vision für die Hansestadt Rostock: dem Ocean Technology Campus (OTC). Das Leuchtturmprojekt wurde in den letzten sechs Jahren intensiv von Fraunhofer, der Hanse- und Universitätsstadt, Rostock Business, der Landesregierung und Industriepartnern vorangetrieben und geht nun in die Umsetzung.

Das Herzstück des Projekts, ein Unterwassertestfeld, das sogenannte Digital Ocean Lab (DOL) und der dazugehörende landseitige Neubau mitsamt Forschungsgruppe, läuft an. Forciert vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD entsteht auf dem Gelände des Rostocker Fracht- und Fischereihafens eine Forschungsumgebung rund um die Entwicklung und Erprobung von Hochtechnologie mit Meerestauglichkeit. Durch den engen Schulterschluss zwischen Industrie und Forschung, Lokalmatadoren und Neuansiedlungen wird sich hier ein Campus für Meeres- und Tiefseetechnologie etablieren.

Während der Veranstaltung übergab der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Reimund Neugebauer, symbolisch das Positionspapier Smart Ocean Technologies: Lösungen für eine verantwortungsvolle Nutzung der Meere an Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin, Bettina Martin, sowie an die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Maritime Technik e.V., Petra Mahnke. Dabei betonte Prof. Neugebauer die Rolle der Wissenschaft zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen: „Der Startschuss zum Ocean Technology Campus ist ein Meilenstein auf dem Weg zur verantwortungsvollen, nachhaltigen Nutzung der Meere zum Wohle Aller. Darüber hinaus ist er ein wichtiger Schritt für die gezielte Stärkung der Leistungsfähigkeit Deutschlands im Wettbewerbsfeld der maritimen Technologien sowie der schnellen Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung, um die Balance zwischen Nutzung und Schutz der Meere aktiv mitzugestalten.“

Unterwasserforschung vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns
Ausgangspunkt des neuen Unterwassertestfeldes in der Ostsee wird das künstliche Riff vor Nienhagen, das vor 16 Jahren für die Fischereiforschung erbaut wurde und seitdem von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern betrieben wird. Das Riff wird künftig vom Fraunhofer IGD im Rahmen des Unterwassertestfeldes (DOL) genutzt, ein entsprechender Nachnutzungsantrag wurde dem zuständigem Ministerium in Schwerin bereits vorgelegt. Ausgehend vom bestehenden Riff sollen weitere Flächen – unter Berücksichtigung des bestehenden Fischereischutzgebietes – zu dem neuen Unterwassertestfeld ergänzt werden. Welche genau das sein werden, wird im Rahmen des im Herbst 2019 startenden Genehmigungsverfahrens geklärt. Ziel ist das dauerhafte Bereitstellen von Unterwasserflächen für Projekte: Verschiedene Unterwassergärten sollen wichtige Anwendungsgebiete der Unterwassertechnik wie etwa Kabelortung, Wartung an Offshore-Bauwerken oder Umgang mit Munitionsaltlasten abdecken. Dies gestattet sowohl der Forschung als auch der Industrie gleichermaßen, ihre Entwicklungen unter realen Bedingungen im Meer strukturiert zu testen. Der Bedarf an solchen Testmöglichkeiten ist immens. Die Möglichkeiten für effiziente Tests unter realistischen Bedingungen sind weltweit jedoch extrem begrenzt, weshalb internationales Interesse an den Plänen in Rostock besteht.

Forschungsstandort: Campus Rostocker Fracht- und Fischereihafen
Bereits im November 2018 kam ein Beschluss des Bundestages über 15 Millionen Euro für die technische Infrastruktur und Aufbauinvestitionen des DOL sowie der landseitigen Laborausstattung für die Operationszentrale. Von dort aus werden alle Unterwasser-Projekte vorbereitet und überwacht. Diese wird sich im Institutsneubau des Fraunhofer IGD auf dem Gelände des zukünftigen OTC befinden. In den Neubau des Instituts, das seinen Standort vollständig von der Südstadt in den Fischereihafen verlegen wird, investiert die Fraunhofer-Gesellschaft durch Baumittel des Bundes 12 Millionen Euro, das Land Mecklenburg-Vorpommern steuert weitere 12 Millionen Euro bei. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2022 geplant.

Die in diesem Areal schon heute ansässigen Akteure wie Baltic Taucher, AFZ (Aus- und Fortbildungszentrum Rostock), Thünen Institut und SLV (Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt) bilden die Basis für den Campus. Parallel zu den Neubauplänen des Forschungsinstituts setzt auch die Kraken Power GmbH ihre Pläne zum Neubau ihres Firmensitzes auf dem Gelände der SAB Marina um: Ab Herbst 2019 beginnen die Bauarbeiten des ersten neuen Industrievertreters im Ocean Technology Campus.

„Wir unterstützen und promoten das Projekt seit 2013 und schaffen die Grundlage für die Entwicklung des Campus gemeinsam mit der Hansestadt und dem Rostocker Fracht- und Fischereihafen. Spannende Ansiedlungsprojekte von Hightech-Unternehmen laufen bereits und zahlreiche innovative Arbeitsplätze werden so in Rostock entstehen“, berichtet Christian Weiß, Geschäftsführer Rostock Business.

Start der Forschungsarbeiten steht unmittelbar bevor
Durch die Nutzung bestehender Infrastruktur am künstlichen Riff können bereits jetzt erste Forschungsarbeiten unter Wasser starten. Auch externe Projekte können schon umgesetzt werden. Eine neu in Rostock aufzubauende Forschungsgruppe der Fraunhofer-Gesellschaft vertritt ab Herbst mit einem Team aus ca. zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen am Fischereihafen, zur Diskussion stehen auch hier die neuen Räume der SAB Marina. Mittelfristig ist der Ausbau auf über 25 Mitarbeiter vorgesehen, deren Forschungsschwerpunkte auf interdisziplinären Fragestellungen liegen werden. Zum Aufbau der personellen Strukturen für die Forschungsarbeiten im DOL hat der Bund 8 Millionen Euro an Projektmitteln bewilligt, das Land weitere 5 Millionen Euro. Der personelle Aufbau gestaltet sich sukzessive bis zum Neubau und Start der Operationszentrale.
Durch einen Beschluss des Landes erhält außerdem die Universität Rostock ein Budget von 4 Millionen Euro für Vorlaufforschung zur digitalen Unterwassertechnik.

„Durch die Digital Ocean Convention wird sichtbar, dass zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft derzeit an einem neuen Kapitel Stadtgeschichte schreiben, das im wahrsten Sinne des Wortes in die Tiefe geht. Damit eröffnen sich für unseren maritimen Wissenschaftsstandort viele neue und spannende Perspektiven“, so Roland Methling, Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Damit die Pläne allerdings auch wirklich Früchte tragen, sei eine übergeordnete Koordination der verschiedenen Akteure im OTC unbedingt erforderlich, ist sich auch Eva Thiede, CEO der Kraken Power GmbH, sicher: „Wir ziehen hier alle an einem Strang und haben lange auf das OTC hingearbeitet. Als wichtigen nächsten Schritt brauchen wir ein professionelles Campus-Management. Hierzu prüfen wir aktuell die Finanzierungsmöglichkeiten, um entsprechende Strukturen aufzubauen.“

Weiterführende Informationen:
Infos zur Veranstaltung: https://www.igd.fraunhofer.de/veranstaltungen/digital-ocean-convention-rostock
Infos zum OTC: https://www.igd.fraunhofer.de/projekte/ocean-technology-campus-rostock
Weiteres Bild- und Videomaterial: https://fh-igd.de/DOC-presse

Das vor 30 Jahren gegründete Fraunhofer IGD ist heute die international führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Vereinfacht gesagt, beschreibt es die Fähigkeit, Informationen in Bilder zu verwandeln (Computergraphik) und aus Bildern Informationen zu gewinnen (Computer Vision). Die Anwendungsmöglichkeiten hieraus sind vielfältig und werden unter anderem bei der Mensch-Maschine-Interaktion, der interaktiven Simulation und der Modellbildung eingesetzt.

Unsere Forscher an den Standorten in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur entwickeln neue technische Lösungen und Prototypen bis hin zur Produktreife. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern entstehen dabei Anwendungslösungen, die direkt auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten sind.

Unsere Ansätze erleichtern die Arbeit mit Computern und werden effizient in der Industrie, im Alltagsleben und im Gesundheitswesen eingesetzt. Schwerpunkte unserer Forschung sind die Unterstützung des Menschen in der Industrie 4.0, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die „Smart City“ und die Nutzung von digitalen Lösungen im Bereich der „personalisierten Medizin“.

Durch angewandte Forschung unterstützen wir die strategische Entwicklung von Industrie und Wirtschaft. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Dienstleistungszentren können davon profitieren und mit Hilfe unserer Spitzentechnologien am Markt erfolgreich sein.

Kontakt
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
+49 6151 155-146
presse@igd.fraunhofer.de
https://www.igd.fraunhofer.de

Bildquelle: Fraunhofer IGD

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Greening Deserts Trillion Trees Initiative

Greening Camps für Afrika und Europa

Viele Wissenschaftler bestätigen die Konzepte und Projekte von Greening Deserts, z.B. eine Billion Bäume zu pflanzen, um die vom Menschen verursachten Auswirkungen des Klimawandels und die globale Erwärmung weltweit zu verringern. Mit finanzieller Unterstützung könnten Projekte wie das Begrünungs- und Forschungscamp endlich mit der Aufforstung und Begrünung von Trockengebieten oder Ödland in Afrika und Europa beginnen. Die Projektentwicklung für das Greening Camp läuft seit 2018, nach einer erfolgreichen Finanzierung im Jahr 2019 und 2020 kann das Projekt so schnell wie möglich beginnen und erste Pilotcamps errichten. Der Aufbau eines Basislagers mit einem kleinen Team dauert ca. drei bis neun Monate, abhängig von den Bedingungen und der Region. Die Begrünung und Aufforstung jeder betroffenen Region beginnt von Anfang an, so wie das Pflanzen von Bäumen für die ersten Parks. Größere Camps können einen Energiespeicherpark mit Solarpark, Wasserpark und Windpark bekommen. Kleinere Camps werden natürlich auch mit Sonnenenergie und Wasser versorgt, etwa mit Solarpumpen und Entsalzunganlagen. Es gibt viele weitere innovative Entwicklungen und andere nachhaltige Projekte, die zum größten Teil mit den Lagern verwirklicht werden. Man kann mehr darüber auf den offiziellen Seiten lesen.

Schließt euch den Greening Deserts Projekten und Initiativen an, etwa den Milliarde Bäume Projekten und der Billion Bäume Initiative. Wir wollen negative Klimaveränderungen, Abholzung, Dürre, Wüstenbildung, Landverödung, Überschwemmungen und globale Erwärmung in großem Umfang reduzieren – besonders in menschengemachten Wüsten, Trockengebieten und Ödland. Verschiedene Nationen, Organisationen, Persönlichkeiten und Institutionen haben bereits Interesse bekundet. Lasst uns gemeinsam die Welt wieder grün machen! Lasst uns zusammen Milliarden oder sogar eine Billion Bäume pflanzen, um das Klima zu verbessern und die globale Erwärmung erheblich zu reduzieren, insbesondere durch städtische Begrünung in städtischen Gebieten. Es ist vielleicht die billigste und effektivste Lösung. Gute Lösungen sind auch die Wiederbegrünung von den jeweiligen Gebieten mit verschiedenen Arten resistenter und typischer Pflanzen, zum Beispiel Bodendecker, wilde Gräser, Wildblumen und Heilpflanzen – die Basis für die folgenden Baumpflanzungen und Mischwälder. Samen können auch durch Säen mit Ballons und Aussaatdrohnen verteilt werden. Eine andere Möglichkeit ist Bambus und Hanf zu verwenden, um die Böden zu lockern und in den ersten Jahren Oberboden zu bilden. Der Hanf kann dann auch als Dünger und Rohstoff verwendet werden. Durch die Tiefenlockerung und bessere Speicherfähigkeit von Wasser im Boden werden die Bäume besser wachsen.

Die Projektentwickler denken über eine Greening Stiftung, einen Greening Fond oder einen Trillion Trees Fund nach, um die grünen Finanzen (Green Finance) für die Aufforstungs- und Begrünungsprojekte zu verwalten, aber auch für innovative Cleantech- und Greentech-Entwicklungen oder Projekte wie Agrophotovoltaik, Desert Bamboo Africa, Hanfhäuser, Hanfpapiere, Begrünung von Küsten, Begrünungsdronen, Gewächshausschiffen, Green Ring Africa, Great Green Wall North Africa, Aussaatdronen, Aussaatballons und transparente Solargewächshäuser. Alle diese Projekte wurden in den letzten Jahren vom Gründer Oliver Gediminas Caplikas gegründet und initiiert. Starke zukünftige Partner und Investoren für die laufenden Projektentwicklungen sind immer willkommen! Investiert in wahre Werte wie Bildung, ökologische oder echte nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Eure Investitionen in Greening Deserts Projekte werden die Welt wirklich verändern und Zukunft und Geschichte schreiben.

Mehr informationen gibt es auf den offiziellen Seiten.
http://www.greeningcamp.com
http://www.trilliontrees.info

Greening Camps sind primär für vielfältige Aufforstung, Begrünung, Bildung, nachhalige Entwicklungen, Forschung, saubere Technologien und erneuerbare Energien in Afrika und Europa.

Kontakt
Greening Camp
Oliver Caplikas
Rolf-Axen-Str. 5
04229 Leipzig
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Virtuell abtauchen – Fraunhofer IGD entwickelt in Rostock digitale Unterwassertechnologien

Selbst die Rückseite des Mondes ist besser erforscht als die Tiefen der Meere. Das Fraunhofer IGD entwickelt am Standort Rostock zukunftsweisende digitale Unterwassertechnologien, die die Erforschung der Ozeane ein gutes Stück voranbringen.

Unterwasserforschung ist aufwändig, weil der Mensch zu großen Teilen nur unter sehr erschwerten Bedingungen Zugang erhält oder gar persönliche Gefahren in Kauf nehmen müsste. Dafür gibt es ferngesteuerte (ROV) oder komplett autonom agierende (AUV) Fahrzeuge. Mit unterwassertauglicher Kamera- und Sensortechnik ausgestattet, liefern sie wertvolle Aufnahmen und Erkenntnisse, die Wissenschaftlicher ohne ihren Einsatz nicht erhalten würden. In der Ostsee kommen die Tauchroboter unter anderem zur Wartung von Offshore-Anlagen, zur archäologischen Untersuchung von Schiffswracks oder zur Munitionsdetektion zum Einsatz.

Intelligente Kamera für eine neue ROV-Generation

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt MiroBase entwickeln mehrere Partner, darunter das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD am Standort Rostock, bis Ende 2020 einen einsatzbereiten Prototyp einer neuen Unterwasserfahrzeug-Generation. Dieser soll wendiger, flexibler und mit besserer Technik ausgestattet sein als Fahrzeuge, die heute im Einsatz sind. Anhand zwei unterschiedlicher Testsysteme – einem Standard-ROV und einem eigens entwickelten bionischen Fahrzeug nach dem Vorbild der Meeresschildkröte – wird ein modulares Fahrzeugsystem entwickelt, das ausgestattet mit einer Vielzahl an Funktionen für unterschiedlichste Zwecke zum Einsatz kommen kann. Eben diese fehlende Multifunktionalität ist ein Manko der derzeit gängigen Standard-ROVs. Im Rahmen des Projektes entwickelt das Fraunhofer IGD eine intelligente Kamera, die in Echtzeit Unterwasseraufnahmen verbessert, also Trübe, Unschärfe, Lichtbrechungen herausrechnet und so das Bild – aufgenommen bei Tauchgängen mit den Unterwasserfahrzeugen – deutlich klarer macht. Gleichzeitig können ihre Algorithmen Objekte eigenständig detektieren und die bereits optimierte Ansicht sowie weitere Informationen live an den Operator des Fahrzeugs übermitteln. So dienen die Aufnahmen nicht nur wie bis dato zur Analyse nach der Tauchfahrt, sondern können noch während des Tauchgangs als wertvolle Datensammlung die Entscheidung über die nächsten Schritte beeinflussen. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern e.V. werden in den nächsten Wochen bei Test-Tauchgängen zu Schiffswracks in der Warnow und Ostsee Standard-ROV-Systeme auf Herz und Nieren geprüft, um Anforderungen an eine detailliertere Steuerungsmechanik abzuleiten und den derzeitigen Entwicklungsstand des Kamerasystems zu testen.

Unsichtbares sichtbar machen – mit den hörenden Augen

Um auch in extremen Tiefen verwertbare Bildinformationen zu erhalten, müssen Unterwasserfahrzeuge mit leistungsfähigen Sensor- und Sonarsystemen ausgestattet werden, die Augen und Ohren ersetzen. Etablierte Systeme auf Basis von optischen oder akustischen Sensoren haben heute noch erhebliche Defizite. Sie können oft nur in der Kombination verschiedenartiger Systeme und spezieller Trägerfahrzeuge ein hinreichend genaues und robustes Bild der Unterwassersituation, wie Bodenstrukturen, Kabel- oder Pipelineinstallationen, Organismenbesiedlung oder Rohstoffverteilung liefern. Auch hier arbeitet das Fraunhofer IGD gemeinsam mit Partnern an einer Lösung: im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts Akustisches Auge wird ein neuartiges akustisches 3D-Bildgebungs- und Vermessungssystem entwickelt. Bionische Erkenntnisse aus der Signalverarbeitung von Fledermäusen und Delphinen ermöglichen die Gewinnung und Echtzeitauswertung von komplexen akustischen Raum- und Spektralinformationen. Dank der Datenaufbereitung und Live-Visualisierung kann der Operator eines ROVs mittels einer Datenbrille die Beschaffenheit des Meeresbodens, teilweise sogar unterhalb der sichtbaren Oberfläche erkennen. Das kann nicht nur zur schnelleren Detektion von Schiffswracks beitragen, sondern auch verlegte Kabel oder Pipelines auf Lecks untersuchen oder zur Sondierung natürlicher Manganvorkommen genutzt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese mit einer aufwändigen manuellen Ausmessung eines Gebiets mit anschließenden Bodenproben verbunden. Als intelligentes Sensorsystem in Unterwasserfahrzeugen übernimmt und erleichtert das Akustische Auge Ausmessung, Detektion und genaue Definition des Manganvorkommens.

Mangel an Testmöglichkeiten unter realen Bedingungen

Egal ob die Entwicklung neuer Steuerungseinheiten oder Sensorsysteme für Fahrzeuge, das Testen von Bildverbesserungsalgorithmen oder die Erprobung neuester Schutzmaterialien für Offshore-Anlagen – alle Unterwassertechnologien haben eins gemein: es fehlt bislang an der Möglichkeit, neue Entwicklungen unter echten Bedingungen zu testen. Strömung, Salzgehalt, Sichtbedingungen und alle weiteren natürlichen Einflüsse im offenen Meer lassen sich in Forschungsbecken und Drucktanks nur bis zu einem bestimmten Grad künstlich herstellen. Abhilfe soll das Digital Ocean Lab schaffen, das vor der Küste Nienhagens eingerichtet wird und unter der Leitung des Fraunhofer IGD Industrie wie Forschung mit verschiedenen angelegten Feldern eine optimale Umgebung für Praxistests unter realen Bedingungen bietet. Das Vorhaben ist der Ausgangspunkt für Rostocks Großprojekt Ocean Technology Campus, in dem der technologische Wissenstransfer verschiedener Akteure im Unterwasserbereich aus Wissenschaft und Wirtschaft durch optimale Rahmenbedingungen gelingen kann. Ein Forschungsverbund verschiedener Fraunhofer-Institute wird bereits im Herbst 2019 seine Arbeit im Rostocker Fischereihafen aufnehmen. Im Rahmen der internationalen Fachveranstaltung Digital Ocean Convention Rostock am 9. August 2019 fällt unter der Beteiligung von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft der symbolische Startschuss für die Ausbauarbeiten des Digital Ocean Lab.

Weitere Informationen:

www.igd.fraunhofer.de/projekte/miro-base-system-plattform-fuer-modulare-ferngesteuerte-unterwasserfahrzeuge
www.igd.fraunhofer.de/projekte/akustisches-auge-innovatives-akustisches-3d-bildgebungs-und-vermessungssystem-nach
www.igd.fraunhofer.de/veranstaltungen/digital-ocean-convention-rostock

DIGITAL OCEAN CONVENTION Rostock 2019 / 9. August 2019:
– Innovationscluster Unterwassertechnologie – Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft

Das vor 30 Jahren gegründete Fraunhofer IGD ist heute die international führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Vereinfacht gesagt, beschreibt es die Fähigkeit, Informationen in Bilder zu verwandeln (Computergraphik) und aus Bildern Informationen zu gewinnen (Computer Vision). Die Anwendungsmöglichkeiten hieraus sind vielfältig und werden unter anderem bei der Mensch-Maschine-Interaktion, der interaktiven Simulation und der Modellbildung eingesetzt.

Unsere Forscher an den Standorten in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur entwickeln neue technische Lösungen und Prototypen bis hin zur Produktreife. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern entstehen dabei Anwendungslösungen, die direkt auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten sind.

Unsere Ansätze erleichtern die Arbeit mit Computern und werden effizient in der Industrie, im Alltagsleben und im Gesundheitswesen eingesetzt. Schwerpunkte unserer Forschung sind die Unterstützung des Menschen in der Industrie 4.0, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die „Smart City“ und die Nutzung von digitalen Lösungen im Bereich der „personalisierten Medizin“.

Durch angewandte Forschung unterstützen wir die strategische Entwicklung von Industrie und Wirtschaft. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Dienstleistungszentren können davon profitieren und mit Hilfe unserer Spitzentechnologien am Markt erfolgreich sein.

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Holtzbrinck Digital sucht Wissenschafts-Gründer: Bewerberfrist für das Catalyst Grant-Stipendium endet am 30. Juni 2019

SCISMIC und RATIONALLY sind die aktuellen Gewinner des Stipendiums für Wissenschafts-Starts-ups

LONDON & BOSTON. 28. Mai 2019. Digital Science, der schnell wachsende Wissenschaftsbereich von Holtzbrinck Digital, schreibt mit dem „Catalyst Grant“ einen mit 30.000 US Dollar dotierten Award für Wissenschafts-Start-ups aus, die das Potenzial haben, die Wissenschaftswelt zu verändern. Bis zum 30. Juni 2019 können Start-ups ihre Bewerbung einreichen. Bewerbungen für das Catalyst Grant-Stipendium werden zweimal im Jahr angenommen. „Mit dem Catalyst Grant haben wir ein Programm geschaffen, das uns mit nahezu allen interessanten Wissenschafts-Gründern nicht nur in Europa, auch in den USA, Lateinamerika und Asien verbindet. Hier haben wir eine Chance, junge Gründer ganz am Anfang, nämlich im Ideenstadium zu unterstützen und zu fördern“ so Julian Oei, CEO von Holtzbrinck Digital.

Digital Science hat sich als Ziel gesetzt, die Entwicklung innovativer Technologien in der internationalen Forschungsgemeinschaft maßgeblich voranzutreiben. Mit dem Stipendium werden Ideen in einem frühen Stadium der Produktentwicklung unterstützt, meist noch bevor konkrete Umsätze erzielt werden. Bewerbungen können jederzeit bei Steve Scott, Direktor Portfolioentwicklung bei Digital Science (steve.scott@digital-science.com) eingereicht werden. Die Gewinner der begehrten Catalyst Grant-Auszeichnung in diesem Frühjahr, sind die Wissenschafts-Startups Scismic und Rationally.

Scismic – USA, Boston
Scismic Job Seeker ist eine automatisierte Jobbörse, die für mehr Vielfalt in der Biopharmabranche sorgen will. Die Plattform wurde von drei Wissenschaftlern aus Boston gegründet und bringt Wissenschaftler auf Basis ihrer beruflichen Erfahrung mit passenden vakanten Stellen zusammen. Durch die Anwendung ethnisch- und geschlechtsneutraler Algorithmen schließt sie mögliche Vorurteile aus – und trägt so zu mehr Vielfalt in der Einstellungspraxis bei. „Wir wollen allen Wissenschaftlern ungeachtet ihrer Herkunft dabei helfen, einen Arbeitsplatz zu finden, bei dem sie ihre bahnbrechende Forschungsarbeiten vorantreiben können“, sagt Mitgründerin Elizabeth Wu. Der Einstellungsprozess wird häufig durch Vorurteile bei der Bewerberauswahl verzerrt, die unterrepräsentierte Wissenschaftler ausschließt. „Unsere Marktforschung und bisherige Studien zeigen, dass die Einstellungshindernisse für Wissenschaftler aus unterrepräsentierten Gruppen viel höher sind, obwohl eine vielfältigere Belegschaft erwiesenermaßen die Produktivität und Innovationskraft erhöht.“, sagt Mitgründerin Danika Khong.

Rationally – USA, Colorado
Rationally ist eine Plattform, die Wissenschaftler dabei unterstützt, die Reproduzierbarkeit ihrer jeweiligen Versuche sicherzustellen. Gegründet von Kristin Lindquist, die seit über zehn Jahren bei jungen Technologieunternehmen und im Produktdesign arbeitet, hilft die Plattform, verfälschende Einflüsse frühzeitig zu identifizieren und im Forschungsdesign zu eliminieren. Mithilfe der Plattform können Forschende die relevanten Abwägungen hinsichtlich der Machbarkeit, Genauigkeit und Verallgemeinbarkeit ihrer Studie verstehen und bessere Entscheidungen über das Forschungsdesign treffen. Unreproduzierbare Forschungsergebnisse tragen laut Lindquist in der Biotech-Branche zu jährlichen Fehlinvestitionen von rund 200 Milliarden US Dollar bei. Die Gründe dafür sieht die Gründerin in einem verzögerten Peer-Review-Prozess und der Schwierigkeit, saubere, belastbare Forschungsarbeiten zu identifizieren.

Für Steve Scott von Digital Science ist das Catalyst-Stipendium die ideale Möglichkeit Gründer in der Forschung tatkräftig zu unterstützen. „Die Ideengeber selbst sind am besten in der Lage, den Innovationsbedarf zu bestimmen, aber gleichzeitig ist es für sie unglaublich schwierig, eine Frühphasenfinanzierung auf die Beine zu stellen. Investoren mit Verständnis für die Forschung zu finden ist eine große Herausforderung, und so kommen viele potentiell erfolgreiche Ideen nicht über dieses Stadium hinaus“, sagt Scott. „Unsere finanzielle Unterstützung, zusammen mit unserer Branchenerfahrung machen einen echten Unterschied.“

Über Digital Science
Digital Science ist ein Technologieunternehmen, das daran arbeitet, Forschung effizienter zu gestalten. Es investiert in innovative Unternehmen und Technologien, die alle Teile des Forschungsprozesses offener und effizienter machen. Zum Portfolio gehören angesehene Marken wie Altmetric, Anywhere Access, Dimensions, Figshare, ReadCube, Symplectic, IFI Claims, GRID, Overleaf, Labguru, BioRAFT, TetraScience, Transcriptic und CC Technology. Besuchen Sie www.digital-science.com und folgen Sie @digitalsci auf Twitter.

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Asahi Kasei Honorary Fellow Dr. Akira Yoshino als Finalist für den Europäischen Erfinderpreis 2019 nominiert

Düsseldorf, 07. Mai 2019 – Das Europäische Patentamt (EPA) hat den Asahi Kasei Honorary Fellow Dr. Akira Yoshino in der Kategorie „Nicht-EPO-Staaten“ für seine Erfindung und Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie als Finalist für den Europäischen Erfinderpreis 2019 nominiert.

2006 vom EPA ins Leben gerufen, zeichnet der Europäische Erfinderpreis – einer der renommiertesten Innovationspreise Europas – jährlich Einzelerfinder und Erfinderteams für ihren Beitrag zum technischen Fortschritt, zur sozialen Entwicklung und zum wirtschaftlichen Wohlstand aus. Er wird in den fünf Kategorien „Industrie“, „Forschung“, „Nicht-EPO-Staaten“, „kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ und „Lebenswerk“ verliehen. Darüber hinaus gibt es einen Publikumspreis, bei dem der Gewinner über eine Onlineabstimmung gewählt wird.

In der Vergangenheit hat das EPA bereits mehrere Innovationen und Entwicklungen aus Japan mit dieser Nominierung gewürdigt, darunter zum Beispiel blaue LEDs, immunsuppressive Therapeutika, Steuerungssysteme für Hybridfahrzeuge, der QR-Code und Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie durch Dr. Yoshino ist die sechste japanische Errungenschaft, die in die finale Runde des Wettbewerbs einzieht.

Aus den drei Endrunden-Finalisten oder -Teams, die in den einzelnen fünf Kategorien nominiert sind, wählt die Jury am Ende jeweils die Gewinner. Im Rahmen der Preisverleihung am 20. Juni 2019 in Wien werden die Preisträger in jeder Kategorie und des Publikumspreises bekannt gegeben.

Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu eingeladen, hier für den Publikumspreis abzustimmen.

Die Lithium-Ionen-Batterie ermöglichte maßgeblich die schnelle Verbreitung von mobilen Elektronikgeräten wie Smartphones oder Notebooks und stellt mit ihrer Anwendung in der Elektromobilität auch für die Automobilindustrie eine wichtige Zukunftstechnologie dar. Darüber hinaus spielt der Lithium-Ionen-Akku eine immer größere Rolle bei der effektiven Speicherung und Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Damit gewinnt die Batterie für die Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft weiterhin an Bedeutung. Mit der Kombination von existierenden und selbst entwickelten Technologien hat Dr. Akira Yoshino 1985 die Lithium-Ionen-Batterie in ihrer jetzigen Form erst möglich gemacht und forscht auch heute noch an ihrer stetigen Weiterentwicklung.

Die Asahi Kasei Corporation ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit den drei Geschäftsbereichen Material, Homes und Health Care. Der Geschäftsbereich Material umfasst Fasern & Textilien, Petrochemikalien, Hochleistungspolymere, Hochleistungswerkstoffe, Verbrauchsgüter, Batterieseparatoren und Elektronikgeräte. Der Geschäftsbereich Homes bietet auf dem japanischen Markt Baustoffe bis hin zu fertigen Häusern an. Zum Bereich Health Care gehören Pharmazeutika, Medizintechnik sowie Geräte und Systeme für die Akut- und Intensivmedizin. Mit etwa 35.000 Beschäftigten in aller Welt betreut die Asahi Kasei Gruppe Kunden in mehr als 100 Ländern und erzielte einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro im Fiskaljahr 2017.

„Creating for Tomorrow“. Mit diesem Slogan verweist die Asahi Kasei Gruppe auf die gemeinsame Mission all ihrer Unternehmen, mit nachhaltigen Produkten und Technologien Menschen in aller Welt zu einem besseren Leben und Wohnen zu verhelfen.

Firmenkontakt
Asahi Kasei Europe GmbH
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Am Seestern 4
40547 Düsseldorf
+49 (0)211 280 68 139
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„Frag dich!“ – Auftakt zur 54. Wettbewerbsrunde von „Jugend forscht“

Am 21. Februar 2019 im Fraunhofer IGD in Darmstadt

Kinder und Jugendliche aus Südhessen, mit Interesse an den verschiedenen MINT-Fächern, präsentieren auch im Jahr 2019 ihre kreativen und innovativen Forschungsprojekte beim „Jugend forscht“ Regionalwettbewerb Hessen-Süd am 21. Februar im Fraunhofer IGD in Darmstadt.

Wer mitmachen will, muss kein zweiter Einstein sein, aber leidenschaftlich gerne forschen, erfinden und experimentieren. Jungforscher sollen ermuntert werden, die Herausforderung anzunehmen und selbst ein eigenes Forschungsprojekt zu erarbeiten. Passend dazu lautet das diesjährige Motto des Regionalwettbewerbs Jugend forscht „Frag dich!“. Hab den Mut und frag Dich! Such selbst nach den Antworten auf Deine Fragen und zeig, was Du kannst. Denn das macht Spaß und bringt Dich weiter.

Schon zwölf Jahre in Folge unterschützen die Darmstädter Fraunhofer Institute für Graphische Datenverarbeitung IGD, für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und für Sichere Informationstechnologie SIT den Nachwuchswettbewerb. Wie die Jahre zuvor wird die Veranstaltung auch dieses Jahr im Fraunhofer IGD stattfinden und von Dr. Paul Schlöder, Lehrer für Biologie und Chemie an der Dreieichschule in Langen, sowie Stefan Daun, Qualitätsmanager am Fraunhofer IGD, geführt. Zur Feierstunde hält Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch ein Grußwort. Darauf folgt ein Impulsvortrag von Christoph Kröll, Mitarbeiter der ATG Europe for ESA – European Space Agency.

Die Teilnehmer des Regionalwettbewerbs Hessen-Süd treten in den beiden Sparten „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) und „Schüler experimentieren“ (4. Klasse bis 14 Jahre) an. Dieses Jahr nehmen 73 Schülerinnen und Schüler teil, die 35 unterschiedliche Projekte präsentieren. Die jungen Forscher wetteifern in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik um die Anerkennung ihrer Projekte.

„Schülerwettbewerbe wie Jugend forscht spielen bei der künftigen Ausgestaltung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Deutschland eine wichtige Rolle. Im Rahmen eines stringenten, aufeinander abgestimmten MINT-Fördersystems entlang der gesamten Bildungskette sind sie ein zentraler Baustein“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.

Der Wettbewerb findet bundesweit auf drei Ebenen statt. In der ersten Runde, den Regionalwettbewerben, qualifizieren sich die Siegerinnen und Sieger für den jeweiligen Landeswettbewerb. Wer an den kreativen Ideen der Jungforscher interessiert ist, ist zur öffentlichen Präsentation am 21. Februar 2019 ab 14.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Fraunhofer IGD herzlich eingeladen. Die Besten aus den jeweiligen Bundesländern dürfen sich in der letzten Ausscheidungsrunde, dem Bundeswettbewerb, mit den übrigen Landessiegern messen.

Programm:

– 14.00 – 15.30 Uhr öffentliche Präsentation der Projekte
– 15.30 – 16.00 Uhr Empfang zur Feierstunde
– 16.00 – 18.00 Uhr Feierstunde mit Siegerehrung
– 18.00 Uhr Ausklang

Weitere Informationen finden Sie unter www.jugend-forscht-hessen-sued.de

Das vor 30 Jahren gegründete Fraunhofer IGD ist heute die international führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Vereinfacht gesagt, beschreibt es die Fähigkeit, Informationen in Bilder zu verwandeln (Computergraphik) und aus Bildern Informationen zu gewinnen (Computer Vision). Die Anwendungsmöglichkeiten hieraus sind vielfältig und werden unter anderem bei der Mensch-Maschine-Interaktion, der interaktiven Simulation und der Modellbildung eingesetzt.

Unsere Forscher an den Standorten in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur entwickeln neue technische Lösungen und Prototypen bis hin zur Produktreife. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern entstehen dabei Anwendungslösungen, die direkt auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten sind.

Unsere Ansätze erleichtern die Arbeit mit Computern und werden effizient in der Industrie, im Alltagsleben und im Gesundheitswesen eingesetzt. Schwerpunkte unserer Forschung sind die Unterstützung des Menschen in der Industrie 4.0, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die „Smart City“ und die Nutzung von digitalen Lösungen im Bereich der „personalisierten Medizin“.

Durch angewandte Forschung unterstützen wir die strategische Entwicklung von Industrie und Wirtschaft. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Dienstleistungszentren können davon profitieren und mit Hilfe unserer Spitzentechnologien am Markt erfolgreich sein.

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Zhejiang-Universität: Definition einer neuen internationalen Bildungsära

Zhejiang-Universität: Definition einer neuen internationalen Bildungsära

Der Konsens ist eindeutig. Javid, Maddelena und Xihang Wu berichten über ihre Erfahrungen im Studentenleben auf dem 2016 eröffneten Haining International Campus der Zhejiang University, der eine wegweisende Blaupause für die moderne Wissenschaft darstellt.

„Es ist einzigartig hier“, sagt der 23-jährige Javid aus Aserbaidschan, der sich im zweiten Jahr seines Masterstudiums in China befindet. „Bei der Errichtung des internationalen Campus wurde alles berücksichtigt. Die Einrichtungen sind modern und so gestaltet, dass sich das akademische und soziale Leben sehr gut ergänzt. Menschen von überall auf der Welt können sich hier zu Hause fühlen.“

Die Studenten verweisen auf eine riesige Bibliothek, ein Fitnessstudio, ein Musikzimmer, Lesesäle und ein wachsendes außeruniversitäres Netzwerk, während sie über die Vorzüge des Campus reden. Maddelena aus Italien, die chinesische Sprache und Kultur studiert, sagt: „Es ist sehr einfach hier zu leben, es wurde an alles gedacht.“

Das Gespräch wechselt zur Ausbildung und das Lob wird noch deutlicher. „Ich bin Chinese und hier an einer der besten Universitäten des Landes wegen der Doppelabschlussprogramme“, verrät Xihang. „Ich bin überzeugt, je größer die Herausforderung desto besser sind die Optionen. Dieser Campus bietet dafür jede Möglichkeiten. Ich habe das Gefühl, dass uns hier die Chance gegeben wird, unseren Träumen nachzujagen und künftig eine wichtige Rolle einzunehmen.“

Maddelena bestätigt ebenfalls, dass auch sie sich herausgefordert fühlt. „Wir sind hier in mehr Diskussionen involviert und lesen die Werke vieler verschiedener Gelehrter. Das ermöglicht es mir, eine breitere Debatte zu führen und meinen Ideen nachzugehen – und mich auf das Leben nach der Universität besser vorzubereiten.“

Bahnbrechende Partnerschaften mit einigen der weltweit führenden Universitäten tragen dazu bei, die Zhejiang-Universität zu einer der attraktivsten Universitäten Chinas für global ausgerichtete Bildungstalente in China zu machen. Auf dem internationalen Campus befinden sich das Urbana-Champaign-Institut der Zhejiang-Universität von Illinois und das Institut der Zhejiang-Universität von Edinburgh.

„Was wir Studenten anbieten, ist einzigartig – von den Studiengängen über die Ausbildung bis hin zur Wohnhochschule. Die Zusammenarbeit zwischen Spitzenuniversitäten und Internationalisierung ist ein völlig neues Bildungsmodell. Wir führen neue Ideen aus verschiedenen Kulturen in unserer Partnerschaft zusammen“, sagt Er“ping Li, Dekan des ZJU-UIUC-Instituts.

„Unsere Zusammenarbeit bildet eine Zwei-Universitäten-Partnerschaft für Studenten und Absolventen. Studenten können zwei Abschlüsse erreichen – einen von der ZJU und einen von der UoI. Gemeinsam haben wir neue Bildungsprogramme und -modelle entwickelt, die einzigartige Studiengänge hervorbringen. Die Zukunft ist herausfordernd. Nur ein Problem in einem Bereich zu lösen, reicht nicht länger aus. Man muss Zusammenhänge übergreifend verstehen. Unsere Studenten folgen einem solchen multidisziplinären Programm, das sie für künftige Anforderungen trainiert. „

„Studenten an der Zhejiang-Universität werden wahrscheinlich davon ausgehen, dass sie von Chinas wirtschaftlicher Stärke und Appetit nach Innovation profitieren können“, so Professor Susan Welburn, Executive Dean des Zhejiang University-Universität von Edinburgh.

„Wenn Studenten eine hochwertige Ausbildung in einer sicheren, dynamischen Umgebung wünschen und ein Innovator sein wollen, dann ist China ein wirklich interessanter Ort“, ergänzt sie. „Es gibt in ganz China Städteabkommen. Wenn Studenten im letzten Jahr oder in der postgradualen Ausbildung eine gute Idee haben, steht ihnen Geld zur Verfügung, ihrer Idee zu folgen, indem Sie dieses innovative Konzept nutzen. Für einen Großteil der hierher kommenden Studenten ist dies äußerst attraktiv und wir möchten ein Inkubator für die Entwicklung junger Menschen sein.“

Professor Welburn über die Möglichkeiten der Zhejiang-Universität: „Wenn ich als junger Mensch jetzt die Chance hätte, würde ich hier studieren! Die Gelegenheit, an zwei der besten Universitäten der Welt zu studieren und während des Studiums tiefgreifende Erfahrungen in einer anderen Kultur zu sammeln, ist meiner Meinung nach eine unglaubliche Chance – für Studenten, die sich in einem internationalen Umfeld engagieren wollen wie auch für internationale Studenten, die einen 4-jährigen Abschluss und eine intensive Erfahrung in China mit Mandarin-Kenntnissen erwerben möchten. Was soll daran nicht begeistern? Wenn man als Player an der globalen Innovation und Forschung mitwirken möchte, kann man den Aufstieg Chinas nicht ignorieren.“

Quelle: Zhejiang University

Mehr Informationen unter: www.zju.edu.cn/english/

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Pressemitteilungen

Fraunhofer-Labor zur Unterwasser-Forschung in der Ostsee

Rostock weltweit führend in Unterwassertechnik-Forschung

Fraunhofer-Labor zur Unterwasser-Forschung in der Ostsee

Digital Ocean Lab – 1 Forschungsfeld: Umweltüberwachung für Offshore-Öl/Gas-Plattformen & -Windparks (Bildquelle: @Fraunhofer IGD)

Rostock wird zum Zentrum der digitalen Unterwassertechnologie. Ein weltweit einzigartiges Unterwasser-Testfeld führt die Hansestadt in den nächsten Jahren an die Spitze der führenden Technologie-Standorte.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Weg für eine millionenschwere Förderung der Wissenschaft freigemacht. In Mecklenburg-Vorpommern soll unter der Federführung des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD ein Unterwasser-Labor in der Ostsee für Forschung und Entwicklung von Unterwassertechnik in unterschiedlichsten Unterwasser-Szenarien entstehen. Dieses ‚Digital Ocean Lab‘ mit Sitz in Rostock ist ein wichtiges Kernstück und Ausgangspunkt für ein weltweit einmaliges ‚Ocean Technology Center‘ – ein Innovationscampus zur Unterwassertechnik, der eine enge Kooperation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglicht und auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen abzielt. Damit wird Rostock in den kommenden Jahren zum führenden Standort der technologischen Unterwasserforschung mit internationaler Bedeutung ausgebaut. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat seine finanzielle Unterstützung bereits fest zugesagt, durch die Bewilligung der Bundesgelder kommt ein entscheidender Baustein bei der Realisierung des Infrastruktur-Projekts hinzu.

Bedeutung eines Unterwasser-Testfeldes
Gerade die erschwerten Bedingungen im Meerwasser machen intensive Praxistests für zuverlässige Lösungen zwingend erforderlich. Bisher gibt es allerdings kaum Möglichkeiten, komplexe Systeme der Unterwassertechnik und deren Zusammenspiel in realen Szenarien zu testen. Die neue küstennahe Infrastruktur des ‚Digital Ocean Lab‘ in Anbindung an das künstliche Riff vor Nienhagen ermöglicht die Entwicklung und Erprobung von Unterwassertechnik unter realen Bedingungen im Meer. Vorgesehen sind verschiedene Unterwassertestfelder, mit denen die komplette Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten unter Wasser abgedeckt werden sollen. Testfelder zur Altmunitions-Detektion, Gelände mit Kabelsträngen und Pipelines, nachgebaute Offshore-Anlagen und simulierte Hindernisse gliedern sich in separaten Zonen. Forschungsschwerpunkte des Fraunhofer IGD liegen dabei auf der optimierten Bildverarbeitung unter Wasser sowie der Entwicklung sowohl ferngesteuerter als auch autonomer Unterwasserfahrzeuge. Diese kommen überall dort zum Einsatz, wo der Mensch nur unter sehr erschwerten Bedingungen Zugang erhalten könnte (Offshore-Anlagen, Pipelines) oder gar persönliche Gefahren in Kauf nehmen müsste (Altmunition).

Rostock weltweit führend in Unterwassertechnik-Forschung
Unterwassertechnik und deren Entwicklung und Erforschung ist ein interdisziplinäres High-Tech-Segment mit großen Wachstumschancen. Als international führende Einrichtung für Angewandte Forschung im Visual Computing verfügt das Fraunhofer IGD an seinem Zweit-Standort Rostock über jahrelange Expertise im Bereich der bildbasierten Unterwasserforschung und wertvolle Kontakte in der maritimen wie wissenschaftlichen Landschaft in Deutschlands Norden. In enger Kooperation mit anderen Fraunhofer-Instituten und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern entsteht im ‚Digital Ocean Lab‘ eine interdisziplinäre Projektgruppe mit einmaligem Know-how. ‚Mit dem geplanten Labor schaffen wir optimale Bedingungen für aktuelle sowie zukünftige Forschungsthemen und stärken so das maritime Profil unserer Hansestadt‘, so Prof. Uwe Freiherr von Lukas, Standortleiter des Rostocker Fraunhofer IGD.

Unterwasserforschung und ihre Herausforderungen
Auf den Meeren und unter Wasser herrschen raue Bedingungen, die Mensch und Technik vor besondere Herausforderungen stellen. Unterwassersysteme jeglicher Art müssen losgelöst von WiFi und GPS sehr autonom agieren. Neue Lösungen in Sachen Kommunikation und Sensorik sind gefragt. Die Unterwasserbedingungen an sich – hohe Wasserdrücke, Salzwasser, Biofouling sowie starke und unberechenbare Meeresströmungen – erfordern spezifische und robuste Lösungen und innovative Materialien. Die Detektion von Munitions-Altlasten ist ein wichtiges Anwendungsgebiet der Unterwassertechnik und stellt bei den erschwerten Sichtbedingungen unter Wasser eine große Herausforderung dar. Das Fraunhofer IGD entwickelt dazu am Standort Rostock gemeinsam mit regionalen Partnern anspruchsvolle Algorithmen zur Bildverbesserung von Unterwasser-Aufnahmen, so dass eine Detektion, Segmentierung und Klassifizierung von Objekten wie nicht detonierter Munition gelingen kann. Der nächste Technologieschritt ist bereits in Arbeit: Eine smarte Kamera, bei der echtzeitfähige Bildverbesserung und Objekterkennung mittels Künstlicher Intelligenz direkt in miniaturisierter Digitaltechnik umgesetzt werden.

Weiterführende Informationen: www.igd.fraunhofer.de/projekte/ocean-technology-center-rostock

Das vor 30 Jahren gegründete Fraunhofer IGD ist heute die international führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Vereinfacht gesagt, beschreibt es die Fähigkeit, Informationen in Bilder zu verwandeln (Computergraphik) und aus Bildern Informationen zu gewinnen (Computer Vision). Die Anwendungsmöglichkeiten hieraus sind vielfältig und werden unter anderem bei der Mensch-Maschine-Interaktion, der interaktiven Simulation und der Modellbildung eingesetzt.

Unsere Forscher an den Standorten in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur entwickeln neue technische Lösungen und Prototypen bis hin zur Produktreife. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern entstehen dabei Anwendungslösungen, die direkt auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten sind.

Unsere Ansätze erleichtern die Arbeit mit Computern und werden effizient in der Industrie, im Alltagsleben und im Gesundheitswesen eingesetzt. Schwerpunkte unserer Forschung sind die Unterstützung des Menschen in der Industrie 4.0, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die „Smart City“ und die Nutzung von digitalen Lösungen im Bereich der „personalisierten Medizin“.

Durch angewandte Forschung unterstützen wir die strategische Entwicklung von Industrie und Wirtschaft. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Dienstleistungszentren können davon profitieren und mit Hilfe unserer Spitzentechnologien am Markt erfolgreich sein.

Kontakt
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
+49 6151 155-146
presse@igd.fraunhofer.de
http://www.igd.fraunhofer.de

Gesundheit/Medizin

ESMO-Kongress 2018: Update zum Pankreaskarzinom, Mammakarzinom und NSCLC

Vom 19. bis 23. Oktober 2018 fand die Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in München statt. In diesem Jahr wurden neue Studiendaten präsentiert, die das Potenzial haben, die Therapiestandards zu verändern. Auf der Kongressplattform www.hematooncology.com können sich interessierte Ärzte über die Highlights aus der aktuellen Krebsforschung zu den Indikationen Pankreaskarzinom, Mammakarzinom und nichtkleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) informieren.
Stuttgart, 14. November 2018 – Die Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) zählt zwischenzeitlich zu den wichtigsten internationalen Kongressen auf dem Gebiet der Onkologie. Die Erwartungen der Experten waren in diesem Jahr besonders hoch, da mit der Präsentation wegweisender neuer Daten gerechnet wurde. Das Onlineportal www.hematooncology.com bietet mit den neuen Berichten zum ESMO-Kongress 2018 einen kompakten Überblick mit allen wichtigen und praxisrelevanten Fakten. Die Zusammenfassungen werden von renommierten Experten in deutscher Sprache verfasst. Dieses Jahr berichten Dr. med. Benedikt Westphalen über das Pankreaskarzinom, Prof. Dr. med. Sherko Kümmel über das Mammakarzinom und Priv.-Doz. Dr. med. Amanda Tufman über das NSCLC.
Für das Pankreaskarzinom lag der Fokus klar auf der Abbildung der klinischen Realität sowie auf der Integration neuer technischer und wissenschaftlicher Aspekte in die Diagnostik und Behandlung (Biomarker, translationale Forschung).
Beim Mammakarzinom konnten erstmals seit vielen Jahren wieder wegweisende Daten zur Verbesserung des Überlebens im fortgeschrittenen und metastasierten Stadium vorgestellt werden. Die Ergebnisse der SOLAR-1-, der IMpassion-130- sowie der PALOMA-3-Studien erlauben einen durchaus positiven Blick in die Zukunft.
Beim NSCLC bestätigen neue Daten den Vorteil der immunonkologischen (IO) Chemotherapiekombinationen gegenüber einer Chemotherapie ohne Immuncheckpointinhibition nun auch in der Erstlinientherapie.
Die Online-Plattform www.hematooncology.com präsentiert regelmäßig aktuelle Berichte von allen renommierten hämatoonkologischen Kongressen. „Bei zunehmender Arbeitsdichte ist es interessierten Ärztinnen und Ärzten nicht immer möglich, die großen Onkologiekongresse zu besuchen. Unser Portal bietet ihnen die Möglichkeit, sich anhand der von Experten verfassten Berichte umfassend zu den relevanten Themen zu informieren. So können neueste Kongressinformationen zeitnah in den klinischen Alltag integriert und mit unmittelbarem Nutzen für die Patienten umgesetzt werden“, sagt Dr. med. Ute Stefani Haaga, Ärztin und Geschäftsführerin der medizinwelten-services GmbH, die die Plattform mit Unterstützung der Firma Celgene betreibt.
Ärzte können auf www.hematooncology.com auch einen Newsletter abonnieren, der regelmäßig über die anstehenden Kongresse, neue Kongressberichte sowie über interessante Neuigkeiten in der Hämatoonkologie informiert. So können die Leser wissenschaftlich und klinisch auf dem Laufenden bleiben, auch wenn ein Kongressbesuch nicht möglich ist. Ein Archiv bietet eine Rückschau auf frühere Kongresse.

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Pressemitteilungen

Inamori-Stiftung verleiht zum 34. Mal den Kyoto-Preis an Wissenschaftler der Bereiche „Advanced Technology“, „Basic Science“ und „Arts und Philosophy“

Neurowissenschaflter Dr. Deisseroth, Mathematiker Dr. Kashiwara und Künstlerin Joan Jonas erhielten in der japan. Kaiserstadt den Kyoto-Preis. Dieser gilt als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen für Lebenswerke in Kultur und Wissenschaft.

Inamori-Stiftung verleiht zum 34. Mal den Kyoto-Preis an Wissenschaftler der Bereiche "Advanced Technology", "Basic Science" und "Arts und Philosophy"

Feierliche Zeremonie im Kyoto International Conference Center

Kyoto/Neuss, 14.11.2018. Bereits zum 34. Mal wurde der Kyoto-Preis an die diesjährigen Preisträger aus den Kategorien „Advanced Technology“, „Basic Sciences“ und „Arts and Philosophy“ vergeben. Die hochdotierte Ehrung wird stehts am 10. November bei einer feierlichen Zeremonie im Kyoto International Conference Center durch die Inamori-Stiftung verliehen. Alle drei Laureaten nahmen die Auszeichnung in der alten japanischen Kaiserstadt im Beisein von Prinzessin Takamado, einem Mitglied der Kaiserfamilie, und mehr als tausend internationalen Gästen aus Wirtschaft, Kultur und Politik entgegen. Der Kyoto-Preis umfasst pro Kategorie ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld in Höhe von jeweils 100 Millionen Yen (rund 770.000 Euro).

Kyoto-Preis: Auszeichnung mit Tradition
Der Kyoto-Preis wurde 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera mit Hauptsitz in Kyoto, ins Leben gerufen. Zu den Preisträgern der letzten 33 Jahre zählen bedeutende Persönlichkeiten wie die Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der französische Komponist Pierre Boulez sowie der Molekularbiologe Yoshinori Ohsumi, der 2017 den Nobelpreis für seine Forschungsarbeit erhalten hat. Auch der diesjährige Nobelpreisträger für Medizin Tasuku Honjo wurde 2016 bereits mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet.

Die Kyoto-Preisträger 2018
Dr. Karl Deisseroth, USA – Professor und Wissenschaftler an der Stanford University
Dr. Karl Deisseroth beschäftigt sich mit mikrobiellen, lichtaktivierten Proteinen wie beispielsweise Kanalrhodopsine in grünen Algen. Er ist Mitbegründer der „Optogenetik“ – eine neue methodologische Disziplin, die die Aktivierung oder Hemmung von Neuronen durch Lichtimpulse im Millisekundenbereich erforscht. Diese Erfolge haben das Feld systemischer Neurowissenschaften revolutioniert, da sie kausale Untersuchungen von Neuronen-Anordnungen und der daraus resultierenden Funktionen ermöglichen, die über korrelationale Untersuchungen weit hinaus gehen.

Dr. Masaki Kashiwara, Japan – Professor an der Kyoto Universität
Dr. Masaki Kashiwara etablierte die Theorie der D-Module und trug somit entscheidend zur Gestaltung und Weiterentwicklung der algebraischen Analyse bei. Seine zahlreichen Leistungen – zu denen etwa auch die Etablierung der sogenannten Riemann-Hilbert-Korrespondenz, ihre Anwendung in der Repräsentations-Theorie und der Aufbau einer Kristall-Basis-Theorie zählen – haben großen Einfluss auf verschiedene Felder der Mathematik und trugen erheblich zu deren Entwicklung bei.

Joan Jonas, USA – Emertierte Professorin am Massachusetts Institut für Technologie
Joan Jonas erschaffte eine neue künstlerische Form, indem sie Performance-Kunst und Video-Kunst miteinander verband und ihre ursprüngliche Ausdrucksform an der Spitze zeitgenössischer Kunst fortlaufend weiterentwickelte. Mit labyrinthähnlichen Werken, die das Publikum zu ganz unterschiedlichen Interpretationen anregen, gibt sie das Erbe der Avantgarde aus den 1960er-Jahren durch dessen Fortentwicklung in einen postmodernen Rahmen weiter und beeinflusst so nachhaltig Künstler nachfolgender Generationen.

Weitere Informationen zum Kyoto-Preis sowie zur Inamori-Stiftung finden Sie unter http://www.kyotoprize.org/en/

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 264 Tochtergesellschaften (31. März 2018) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2017 belegte Kyocera Platz 522 in der „Global 2000“-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 75.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Netto-Jahresumsatz von rund 12,04 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 764.000 Euro*).

Firmenkontakt
Kyocera Fineceramics GmbH
Daniela Faust
Hammfelddamm 6
41460 Neuss
02131/16 37 – 188
02131/16 37 – 150
daniela.faust@kyocera.de
http://www.kyocera.de

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