Tag Archives: Zeckenstich

Pressemitteilungen

Zecken und Borreliose – Patientenbündnis OnLyme-Aktion.org lädt zu Aktionstagen im Mai 2019

Klimawandel, zunehmende Zeckengefahr und Borreliose – Patienten fordern bessere medizinische Versorgung

Das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., OnLyme-Aktion.org, lädt im Rahmen weltweit stattfindender Borreliose-Mai-Aktionen zu Informations- und Aktionstagen ein.

Seit Jahren gibt es aufgrund mangelnder Studien einen medizinischen Meinungsstreit um die Behandlung einer Borreliose im fortgeschrittenen Stadium. Es fehle, so das Aktionsbündnis, an spezialisierten Ärzten, an standardisierter, zuverlässiger Diagnostik, an europäischen Langzeitstudien und vor allem an einer sicher heilenden Therapie. Angesichts des Klimawandels und der steigenden Gefahr durch Zeckenstiche für die Bevölkerung fordert die gemeinnützige Initiative verstärkte Forschungsanstrengungen und vor allem die Entwicklung standardisierter, zuverlässiger diagnostischer Tests.

Termine der Aktionstage in Leipzig und Berlin:

Leipzig – Aktionstag
Samstag, 11. Mai.2019
Infostand von 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr (zum Leipziger Selbsthilfetag)
11 Uhr Protest-Aktion „WIR SIND VIELE!“
Ort: Universität Leipzig, Campus, Jahnallee 59,
(Vorplatz der Ernst-Grube-Halle)
Kontakt: borrelioseprotest-leipzig@web.de

Berlin – Aktionstag
Samstag, 25. Mai 2019
Infostand von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr (zum weltweiten Borrelioseprotesttag)
12 Uhr Protest-Aktion „WIR SIND VIELE!“
Ort: Fußgänger Zone, Wilmersdorfer Straße
Zwischen Schiller- und Kantstraße
Kontakt: borreliose.shg.berlin.spandau@gmail.com

Lyme-Borreliose – seit Jahrzehnten fehlt es an allem, was medizinisch notwendig ist

Für die Diagnose und Behandlung der Lyme-Borreliose im fortgeschrittenen Stadium gibt es bislang keinen Goldstandandard, auch wenn dies beispielsweise durch die Leitlinie zur Neuroborreliose suggeriert werden soll. Grund sind unter anderem fehlende Langzeitstudien. Hinzu kommt der nach wie vor ungewisse kurative Erfolg einer Borreliose, insbesondere im späten Stadium; schließlich leiden viele Patienten nach der Standard-Kurzzeittherapie weiterhin unter ihren Symptomen.

Der Bedarf an Informationen über zeckenübertragene Infektionen ist groß; erkennbar auch an den stetig steigenden Zugriffs- und Anmeldezahlen des Online-Patientenforums der Patientenvereinigung, die seit Jahren dieses unabhängige Borreliose-Forum unterhält und moderiert. Hier können sich Interessierte über alle Aspekte der Lyme-Borreliose informieren und Erfahrungen austauschen: Borreliose-Patientenforum

Mai 2019

Borreliose eine Stimme geben
OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
http://onlyme-aktion.org

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

Pressemitteilungen

Zecken und Borreliose – OnLyme-Aktion.org: Aktionstage im Mai 2018

Aktionsbündnis fordert patientenzentrierte medizinische Versorgung und aussagefähige Diagnostiktests

Zecken und Borreliose - OnLyme-Aktion.org:  Aktionstage im Mai 2018

Im Rahmen internationaler Mai-Aktionen zu der häufig von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose ruft das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., „OnLyme-Aktion.org“, traditionell zu Informations- und Aktionstagen in mehreren Städten Deutschlands auf.

Hier die Städte und Termine für das Jahr 2018:

Leipzig – Aktionstag
Samstag, 05.05.2018
Infostand von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr (zum Leipziger Selbsthilfetag)
11.00 Uhr Protest-Aktion „WIR SIND VIELE!“
Ort: Universität Leipzig, Campus Jahnallee 59,
(Vorplatz der Ernst-Grube-Halle)
Kontakt: borrelioseprotest-leipzig@web.de

Dortmund – Aktionstag
Samstag, 12.05.2018
Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Innenstadt, Platz von Netanya (Fußgängerzone)
Kontakt: borrelioseprotest-nrw@email.de

Mainz – Aktionstag
Samstag, 19.05.2018
Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Leichhof, vor der Sparkasse neben dem Baum (Wochenmarkt Mainz)
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Saarbücken – Aktionstag
Samstag, 26.05.2018
Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Trierer Straße 1 (Fußgängerzone Bahnhof- / Reichsstraße vor der EUROPA-Galerie)
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Angesichts des Klimawandels und der steigenden Gefahr durch Zeckenstiche fordert die gemeinnützige Initiative mit dem Motto „(Be)-Handelt endlich!“ verstärkte Forschungsanstrengungen, die Entwicklung standardisierter, aussagefähiger Tests und Langzeittherapie-Studien.

Lyme-Borreliose – eine ernstzunehmende Herausforderung für Patienten und Ärzte

Aufgrund spärlicher und überdies noch widersprüchlicher Studienergebnisse gibt es bislang keinen diagnostischen und therapeutischen Goldstandard bei der Lyme-Borreliose – auch wenn dies durch die neue S3-Leitlinie zur Neuroborreliose suggeriert wird. Hinzu kommt der ungewisse kurative Erfolg einer Borreliosetherapie, insbesondere im späten Stadium. OnLyme-Aktion.org hält es für dringend erforderlich, dass Patienten von Ärzten über die unterschiedlichen Therapieansätze informiert werden. In diesem Zusammenhang verweist OnLyme-Aktion.org auch auf die USA, wo etliche Bundesstaaten inzwischen Gesetze zum Schutz der Rechte von Borreliose-Patienten erlassen haben, um eine adäquate, häufig längere Therapie der fortgeschrittenen Borreliose zu ermöglichen.

Wie groß der Bedarf an Informationen über zeckenübertragene Infektionen ist, kann das Aktionsbündnis auch an den stetig steigenden Zugriffs- und Anmeldezahlen ihres Online-Patientenforums messen. “ Angesichts der Schwere und Häufigkeit der Borreliose-Erkrankung halten wir es für dringend notwendig, die Bevölkerung besser zu informieren und das motiviert uns Jahr für Jahr für unsere Aktionstage“, erläutert ein engagiertes Mitglied des Aktionsbündnisses.

OnLyme-Aktion.org unterhält ein kostenfreies, unabhängiges und moderiertes Online-Patientenforum, in dem sich Interessierte über alle Aspekte der Borreliose informieren und Erfahrungen austauschen können: http://forum.onlyme-aktion.org/
http://forum.onlyme-aktion.org/

OnLyme-Aktion.org, das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.

Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Jedes Jahr infizieren sich in Deutschland mindestens über 200.000 Menschen neu mit dem häufig durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitserreger Borrelia burgdorferi. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist bereits jedes 14. Kind in Deutschland mit Borrelien infiziert. Die Multi-Organ-Erkrankung wird auch als „großer Imitator“ bezeichnet, weil ihr diffuses, wechselndes Krankheitsbild Fehldiagnosen wie Multiple Sklerose, Rheuma, Arthritis, Fibromyalgie-Syndrom, somatoforme Störung und viele mehr verursacht.

Lyme-Borreliose ist eine ernstzunehmende, bakterielle, multisystemische Infektion, die arthritische, muskulo-skeletale, kardiologische, neurologische, ophtalmologische und psychiatrische Krankheitsmanifestationen auslösen kann. Die Wanderröte zeigt sich oft nicht, die Tests sind nicht-standardisiert und unzuverlässig. Daher sind eine frühe klinische Diagnose und eine angemessene Therapie notwendig, um eine chronische Lyme-Borreliose zu vermeiden. Mehr als 30 Jahre nach Entdeckung des Erregers gibt es immer noch keinen schützenden Impfstoff und keine sicher heilende Therapie für die Lyme-Borreliose.

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
http://onlyme-aktion.org

Pressemitteilungen

FSME-Risikogebiete breiten sich weiter aus

Parasitologe Prof. Dr. Heinz Mehlhorn beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zecken und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

FSME-Risikogebiete breiten sich weiter aus

(Mynewsdesk) Sobald die Temperaturen über fünf Grad Celsius steigen, startet die Zeckensaison. Bei einem Stich können Zecken gefährliche Erreger, wie die der Borreliose und der FSME, auf den Menschen übertragen. Borreliose ist bakteriell bedingt und kann mit Antibiotika therapiert werden. FSME hingegen ist eine Viruserkrankung, für die es bislang keine ursächliche Therapie gibt. Lediglich die Symptome können behandelt werden. Eine Infektion mit FSME-Viren kann daher schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Eine Impfung kann schützen.

Herr Prof. Mehlhorn, im Frühling beginnt die Zeckensaison, stimmt das?
Nein, dies ist eine verbreitete Fehlannahme. Zecken sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv. Ein weiterer Mythos ist, dass Zecken von Bäumen springen. Vielmehr verstecken sie sich in der kalten Jahreszeit gerne unter dicken Laubschichten oder im Unterholz. Wer sich im Winter im Freien abseits von Wegen aufhält oder zum Beispiel Stöcke vom Boden aufhebt, riskiert einen Zeckenbefall. Und selbst Ärzte denken beim Auftreten von Symptomen einer FSME im Winter oft nicht an Zeckenstiche als Übertragungsweg der Krankheit.

Wie können durch einen Zeckenstich Krankheiten übertragen werden?
Zecken können verschiedene Erreger in sich tragen. Durch einen Stich können Bakterien, Viren sowie Einzeller auf den Wirt, also den Menschen, übergehen.1,2 Borreliose gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden.3 Die Übertragung der Bakterien erfolgt mit dem Speichel acht bis zehn Stunden nach dem Einstich. FSME-Viren hingegen werden unmittelbar beim Einstechen der Zecke weitergegeben. Die Viren der FSME können beispielsweise eine Hirnhautentzündung verursachen.

Besteht in ganz Deutschland die Gefahr, durch einen Zeckenstich infiziert zu werden?
Die Gefahr einer FSME-Übertragung besteht hauptsächlich in den sogenannten FSME-Risikogebieten. Diese sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts aufgelistet. In Deutschland kommt der FSME-Erreger in Bayern und Baden-Württemberg am häufigsten vor. Auch Hessen, Thüringen, Saarland, Sachsen und Rheinland-Pfalz sind betroffen. In der Tat breiten sich die befallenen Gebiete langsam aber stetig aus.4 Die Erkrankungszahlen sind in den letzten zwei Jahren stark angestiegen, vielleicht weil die Krankheit selbst in den FSME-Risikogebieten noch relativ unbekannt ist und daher keine Vorbeugung erfolgt.

Welche gesundheitlichen Folgen kann eine FSME-Erkrankung haben?
Diese Infektion kann bei schweren Verläufen auf das Gehirn und das Rückenmark übergreifen. Schwindelgefühl, Sprach- und Schluckstörungen sowie Lähmungen sind dann die Folgen. Die Erkrankung kann sogar zum Tode führen. Für die bereits ausgebrochene FSME gibt es bislang keine hundertprozentige Therapie.

Wie kann man sich vor FSME am besten schützen?
Bei der Gartenarbeit oder Spaziergängen in der Natur sollte man Zeckenabwehrmittel nutzen und geschlossene Kleidung tragen. Da das keinen ausreichenden Schutz garantiert, sollte man seinen Körper nach der Rückkehr gründlich absuchen. Dabei sollte besonders auf die von Zecken bevorzugten Stellen geachtet werden, also Kniekehlen, Achselhöhlen, Intimbereich. Bei Kindern auch am Kopf, in den Haaren und hinter den Ohren.5 Die FSME ist in Deutschland die einzige von Zecken übertragene Krankheit, gegen die man sich impfen lassen kann. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben oder in diese Gebiete, wie zum Beispiel Süddeutschland und Österreich, reisen.

Was gilt es bei einer FSME-Schutzimpfung zu beachten?
Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen notwendig. Bei dieser sogenannten Grundimmunisierung erfolgen die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten und die dritte, je nach Impfstoff, nach fünf bis zwölf Monaten. Die erste Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen. Für einen schnellen Schutz, z.B. vor Reisen, sind auch Schnellimmunisierungen möglich.

DE/ENC/0006/18a; 02/2018

Quelle:
1 Mehlhorn, Birgit und Heinz (2009): „Zecken auf dem Vormarsch“, Düsseldorf University Press, Düsseldorf.

2 Mehlhorn, Heinz (2012): „Die Parasiten des Menschen“, Heidelberg, Springer Spektrum, 7. Auflage.

3 RKI Ratgeber für Ärzte „Lyme-Borreliose“ http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_LymeBorreliose.html;jsessionid=35DB975C21AADBAC9E2876F3DE3B57CB.1_cid298, Februar 2018

4 Epidemiologisches Bulletin Nr. 17, 27. April 2017
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/17_17.pdf?__blob=publicationFile, Februar 2018

5 RKI Ratgeber für Ärzte „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html, Februar 2018

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/fjowub

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/gesundheit/fsme-risikogebiete-breiten-sich-weiter-aus-58233

=== Der Parasitologe Prof. Dr. Mehlhorn (Bild) ===

Shortlink:
http://shortpr.com/bclm3a

Permanentlink:
http://www.themenportal.de/bilder/der-parasitologe-prof-dr-mehlhorn

Firmenkontakt
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Andreas Krause
Prinzregentenplatz 9
81675 München

andreas.x.krause@gsk.com
http://www.themenportal.de/gesundheit/fsme-risikogebiete-breiten-sich-weiter-aus-58233

Pressekontakt
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Andreas Krause
Prinzregentenplatz 9
81675 München

andreas.x.krause@gsk.com
http://shortpr.com/fjowub

Pressemitteilungen

Neue Leitlinie zur Neuroborreliose bleibt umstritten

OnLyme-Aktion.org vermisst Öffnung zu erweiterten Therapieoptionen – mindestens 24 Prozent der Erkrankten leiden weiterhin unter persistierenden Symptomen

Neue Leitlinie zur Neuroborreliose bleibt umstritten

OnLyme-Aktion.org ©

An der neu veröffentlichten Leitlinie haben verschiedene Organisationen, darunter auch das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., OnLyme-Aktion.org, seit mehr als drei Jahren mitgearbeitet und an den Fachkonferenzen teilgenommen. Aufgrund der völlig unzureichenden Studienlage in Europa sieht OnLyme-Aktion.org das Mehrheitsvotum für die Verabschiedung dieser Leitlinie kritisch.

Aus diesem Grund hat OnLyme-Aktion.org einen Dissensbericht zum Leitlinienreport eingereicht. Nach einer vereinsinternen Umfrage sehen 97 Prozent der OnLyme-Aktion.org-Mitglieder die „Ist-Situation“ für Patienten durch diese Leitlinie nicht verbessert. Inwieweit die Leitlinie dem Wohle der Patienten dienen wird, wie sich Professor Sebastian Rauer hoffnungsvoll äußerte, bleibe fraglich. Nach Dersch et. al. sind bei circa 24 Prozent der Patienten mit einer wahrscheinlichen oder definitiven Neuroborreliose residuale bzw. persistierende Symptome festzustellen. Die nun veröffentlichte Leitlinie gibt dem behandelnden Arzt auf die Frage, wie dieses Patientenkollektiv therapiert werden kann, keine Antwort.

„Wir legen daher größten Wert auf die Bedeutung und Wichtigkeit einer probatorischen antibiotischen Behandlung bei vorliegenden spezifischen IgG- und IgM-Antikörpern, die den Patienten nach vorangegangener Differentialdiagnostik – unter Hinweis einer ungesicherten Diagnose – angeboten werden kann. Man darf nicht außer Acht lassen, dass eine frühzeitige antibiotische Behandlung das Risiko für persistierende Symptome verringert. Im Übrigen können IgG-Antikörper auch bei einer aktiven Infektion vorliegen“, so Ursula Dahlem, Vorstandsvorsitzende von OnLyme-Aktion.org. „Unsere Mitglieder erwarten eine größere Öffnung zu erweiterten Behandlungsoptionen aller Art und damit verbunden die Umsetzung der Patientenpartizipation auch für Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Die GKV-Leistungen sollten über die in den Leitlinien empfohlenen Maßnahmen auch abgedeckt sein, was in der Praxis derzeit häufig nicht stattfindet.“

Ein großes Problem sieht die Patientenorganisation in der Tatsache, dass die Leitlinie Neuroborreliose in der Praxis mitunter für Patienten herangezogen wird, bei denen sie gar nicht anwendbar ist, da die Mehrheit der Patienten unter einer der anderen Manifestationen einer Lyme-Borreliose erkrankt sind, welche aber gar nicht Gegenstand der Leitlinie Neuroborreliose sind. Die Patientenvertreter befürchten, dass dieses Vorgehen angesichts der Einstufung als S3-Leitlinie nun noch zunehmen wird, da bislang keine übergreifende Leitlinie für alle Manifestationen der Borreliose existiert.

OnLyme-Aktion.org beobachtet dramatische gesundheitliche, soziale und existenzielle Folgen für die unzureichend behandelten Neuroborreliose-Patienten. Angesichts der oftmals schwachen Evidenzlage, die aus Patientensicht nicht zu den häufig starken Empfehlungen in der Leitlinie passt, erwartet OnLyme-Aktion.org als folgerichtige Konsequenz verstärkte Forschungsanstrengungen im Bereich Diagnostik und Therapie, denn es fehle nach wie vor an allem, was in der modernen Medizin wichtig ist. OnLyme-Aktion.org fordert:

– Validierte Testsysteme, die eindeutig belegen, ob die Erkrankung aktiv ist oder nicht

– Einen schützenden Impfstoff

– Studien, die auf die Entwicklung von Therapien für die persistierenden Symptome nach erfolgter Standardbehandlung zielen

– Langzeitbeobachtungsstudien und Behandlungsstudien – auch zu neuen Therapieformen

– Berücksichtigung der Patientenpräferenzen im Rahmen der partizipativen Entscheidungsfindung zur Weiterbehandlung der Neuroborreliose

Um diese Ziele erreichen zu können setzt OnLyme-Aktion.org nach wie vor auf einen konstruktiven Dialog und appelliert im Hinblick auf die Therapieoptionen an alle Verantwortlichen, ihrer medizin-ethischen Verantwortung gerecht zu werden.

März 2018

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
http://onlyme-aktion.org

Pressemitteilungen

Zecken und Borreliose – OnLyme-Aktion.org feiert fünfjähriges Jubiläum

Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V. wurde am 11. August 2012 von engagierten Bürgern gegründet

Zecken und Borreliose - OnLyme-Aktion.org feiert fünfjähriges Jubiläum

OnLyme-Aktion.org ©

Im Jahr 2017 blickt OnLyme-Aktion.org auf fünf ereignisreiche Jahre zurück. Inzwischen hat sich der Patientenverein erfolgreich etabliert und ist aus der Interessensvertretung für Borreliose-Patienten nicht mehr weg zu denken.

OnLyme-Aktion.org feiert den fünften Geburtstag. Ein willkommener Anlass, um auf bewegte Jahre zurück zu blicken. Mitglieder einer virtuellen Selbsthilfegruppe gründeten 2012 den gemeinnützigen Patientenverein. Sehr schnell begnügte sich das Aktionsbündnis nicht mehr nur mit Aktionen, die für eine verstärkte gesundheitspolitische Aufmerksamkeit für die häufig von Zecken übertragene Infektionskrankheit Lyme-Borreliose sorgen. Bereits Ende 2012 wurde auch der Grundstein für das Herzstück des Vereins gelegt: Das Borreliose-Patientenforum. Siehe: http://onlyme-aktion.org/borreliose-onlyme-aktion-org-forum-jetzt-auch-bei-nakos-5-top-gruende-fuer-die-forumsnutzung/
Selbst erkrankte Vereinsmitglieder moderieren in diesem unabhängigen, werbefreien Forum die Beiträge der stetig wachsenden ForumsnutzerInnen. Suchten Ende 2012 noch rund 200 registrierte Nutzer Informationen und Erfahrungsaustausch im Forum, so sind es inzwischen fast 3000 registrierte Mitglieder. An manchen Tagen tummeln sich über 350 Nutzer im Forum. Kein Wunder – der Informationsbedarf rund um Zeckenstiche, Lyme-Borreliose und Co-Infektionen ist sehr groß. Zweifelsohne ist die Entwicklung dieses Patientenforums eine einzige Erfolgsgeschichte und eine wichtige Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem.
Das Patientenforum als virtuelle Selbsthilfegruppe (SHG) bietet sehr viele Vorteile. Unter anderem hat es quasi immer geöffnet und ist auch noch ortsunabhängig zu erreichen. Ein enormer Pluspunkt, gerade wenn man krank und körperlich eingeschränkt ist. Gleichzeitig erreicht man im Forum eine recht große Zahl von Menschen, die sich dort beteiligen und ihre vielfältigen Informationen und Erfahrungen vermitteln. Das Ganze ist übersichtlich strukturiert und archiviert. Damit ist im Laufe der Jahre ein großer Wissensschatz entstanden, auf den Interessierte kostenlos rrund um die Uhr Zugriff haben. Der Wissensschatz umfasst zur Zeit nahezu 120 000 Beiträge zu über 9000 Themen.

Im August 2012 sind sich alle Gründungsmitglieder einig, dass in der Öffentlichkeit und der Politik dringend ein stärkeres Problembewusstsein für die Gefahren zeckenübertragener Infektionen geschaffen werden muss. Gesagt, getan. Seit der Gründung des Aktionsbündnisses macht OnLyme-Aktion.org unermüdlich durch zahlreiche Aktionen wie der Berlin-Demo im Wahljahr 2013, jährliche Aktionstage im Mai sowie Online-Petitionen auf die schlechte medizinische Versorgung aufmerksam. Dabei werden – und das unterscheidet das neue Aktionsbündnis – alle Aktivitäten im Bereich Information, (internationaler) Kommunikation, Zusammenarbeit und Organisation digital und mithilfe sozialer Netzwerke koordiniert. Das ist zeitgemäß, zukunftsfähig und effizient.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Vereinsarbeit ist die Teilnahme an den Leitlinienkonferenzen der AWMF, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mithilfe von medizinischen Leitlinien kann auf die Diagnose und Therapie der Patienten Einfluss genommen werden – somit ist es für OnLyme-Aktion.org enorm wichtig – in dem bescheidenen Rahmen, der Patientenorganisationen zur Verfügung steht – in den Verhandlungen immer wieder die Sicht der Patienten in den Fokus zu rücken. Im Sinne aller Patienten hält OnLyme-Aktion.org daher auch den im Zuge der Leitlinienkonferenzen entstandenen konstruktiven Dialog mit den Leitlinien-Verantwortlichen für einen großen Fortschritt. Ermutigt durch die inzwischen in den Konferenzen zu beobachtende ernsthafte Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen und den vielen noch offenen Fragen bei der Lyme-Borreliose, setzt sich die gesundheitspolitische Arbeitsgruppe von OnLyme-Aktion.org mit ganzer Kraft für die Patienten ein, frei nach dem Motto: Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf gegen eine Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.

Soviel Einsatz erregte 2013, nur ein Jahr nach der Gründung, bereits große Aufmerksamkeit. OnLyme-Aktion.org wurde für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Begründung: Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins werden aufgrund ihres überdurchschnittlichen persönlichen Engagements im Kampf für Information und Unterstützung von Borreliose-Patienten sowie für ihre Teilnahme an weltweiten Kampagnen zur Aufklärung über die schlechte medizinische Versorgung nominiert. Der Einsatz für erkrankte Zeckenstichopfer erfährt durch diese Nominierung eine ganz besondere Anerkennung. In einem ausführlichen Porträt eines Fachmagazins über OnLyme-Aktion.org heißt es in der Überschrift treffend: „Das Aktionsbündnis OnLyme-Aktion.org – eine Patientenorganisation, die ihrem Namen alle Ehre macht“.

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
http://onlyme-aktion.org

Pressemitteilungen

Zecken und Borreliose – OnLyme-Aktion.org: Aktionstage im Mai 2017

Aktionsbündnis fordert aussagefähige Diagnostiktests und mahnt patientenzentrierte medizinische Versorgung an

Zecken und Borreliose - OnLyme-Aktion.org: Aktionstage im Mai 2017

Im Rahmen internationaler Mai-Aktionen zu der häufig von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose ruft das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., „OnLyme-Aktion.org“, traditionell zu Informations- und Aktionstagen in mehreren Städten Deutschlands auf.

Hier die Städte und Termine für das Jahr 2017:

Berlin – Aktionstag
Samstag, 06.05.2016. Infostand in der Zeit von 10 bis 16 Uhr
Ort: Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg
Kontakt: borrelioseprotest-berlin@web.de

Hamm – Aktionstag
Samstag, 27.05.2017. Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Wochenmarkt an der Pauluskirche, Stadtzentrum
Kontakt: borrelioseprotest-nrw@email.de

Leipzig – Aktionstag
Samstag, 13.05.2017. Infostand von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr (zum Leipziger Selbsthilfetag)
Ort: Universität Leipzig, Sportwissenschaftliche Fakultät, Jahnallee 59, Pausenhalle Nord (barrierefrei über den Haupteingang zu erreichen) oder auf der Freifläche davor.
Kontakt: borrelioseprotest-leipzig@web.de

Leipzig – Informationstag mit Dokumentarfilm „Under our Skin“ (Teil 1 und 2) am Donnerstag, 18.05.2017
Filmvorführung von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Luru-Kino in der Spinnerei, Spinnereistraße 7 in 04179 Leipzig (barrierefrei über den Hintereingang Nr. 18 zu erreichen)
Kontakt: Borreliose-leipzig@gmx.de

Mainz – Aktionstag
Samstag, 20.05.2017. Infostand in von 9.00 bis 16.00 Uhr
Ort: In der Seppel-Glückert-Passage/Ecke Betzelsstraße, neben C&A
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Saarbrücken – Aktionstag
Samstag, 27.05.2017. Infostand von 9.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Fußgängerzone Bahnhof-/Reichsstraße, in Höhe Europagalerie
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

In Berlin, Hamm, Mainz, Leipzig und Saarbrücken informieren Patienten und OnLyme-Aktion.org-Mitglieder über die Gefahren, die von Zecken ausgehen. Aus diesem Anlass machen sie dabei auch auf die schlechte medizinische Versorgung insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam.

„Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Leider fehlt es gerade bei dieser ernstzunehmenden Multi-Organ-Erkrankung an allem, was medizinisch notwendig ist“, so ein Sprecher des Aktionsbündnisses. Es fehlten spezialisierte Ärzte, es gebe keine zuverlässige, standardisierte Diagnostik, keinen Impfstoff, keine sicher heilende Therapie und zu wenig Forschung, beklagt OnLyme-Aktion.org. Angesichts des Klimawandels und der steigenden Gefahr durch Zeckenstiche fordert die gemeinnützige Initiative mit dem Motto „(Be)-Handelt endlich!“ verstärkte Forschungsanstrengungen, die Entwicklung standardisierter, aussagefähiger Tests und Langzeittherapie-Studien. Für Betroffene unterhält das gemeinnützige Aktionsbündnis ein kostenfreies, unabhängiges und moderiertes Online-Patientenforum, in dem man sich über alle Aspekte der Borreliose informieren und Erfahrungen austauschen kann: http://forum.onlyme-aktion.org/

Die Erfahrungen zeigen, dass der Bedarf an Informationen sehr groß ist – das Online-Forum verzeichnet seit Jahren steigende Zugriffs- und Anmeldezahlen. Das verwundert nicht: Aufgrund spärlicher und überdies noch widersprüchlicher Studienergebnisse gibt es bislang keinen diagnostischen und therapeutischen Goldstandard bei der Lyme-Borreliose. Daher, so OnLyme-Aktion.org, sei es unerlässlich, dass Ärzte ihre Patienten über die unterschiedlichen Borreliose-Therapieansätze informieren. In diesem Zusammenhang verweist OnLyme-Aktion.org auch auf die USA, wo etliche Bundesstaaten inzwischen Gesetze zum Schutz der Rechte von Borreliose-Patienten erlassen haben, um eine adäquate Therapie der fortgeschrittenen Borreliose zu ermöglichen. Eine Therapie, die hierzulande oft nicht möglich ist; siehe hierzu auch: http://onlyme-aktion.org/borreliose-online-petitionsfrist-ist-abgelaufen-onlyme-aktion-org-sagt-danke-fuer-die-grossartige-unterstuetzung/

Zecken lauern bereits ganzjährig vor der Haustür

OnLyme-Aktion.org verweist auf Untersuchungsergebnisse der Universität Hohenheim: Jeder Mensch, der aus der Haustür tritt, begibt sich in den Lebensraum der Zecken. Generell zeige die Zeckenforschung, dass die Parasiten ausgesprochen unberechenbar sind. „Alte Weisheiten, zum Beispiel dass Zecken nur im Sommer aktiv sind, gelten nicht mehr. Heute finden wir das ganze Jahr über aktive Zecken“, erklärt Prof. Dr. Mackenstedt von der Uni Hohenheim.

Zecken übertragen überraschend viele verschiedene Krankheitserreger

Die Bandbreite der Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, sei größer als oft bekannt, so OnLyme-Aktion.org. Zecken können Viren, Bakterien und auch Parasiten wie beispielsweise Babesien übertragen. Es kommen inzwischen weitere neu entdeckte Krankheitserreger hinzu, die teilweise lebensbedrohlich sind. Doch bereitet allein schon die frühzeitige Diagnose einer Borreliose große Schwierigkeiten, da die Symptome von Ärzten aufgrund ihrer unspezifischen Natur leicht fehlinterpretiert werden können; noch schwieriger gestaltet sich gemeinhin die korrekte Diagnose der möglichen Co-Infektionen. Die nächste große Herausforderung wartet mit den therapeutischen Ansätzen und dem ungewissen kurativen Erfolg auf Patienten und Ärzte. „Zeckenübertragene Infektionen sind ein weithin unterschätztes gesundheitspolitisches Problem. Angesichts der Schwere und Häufigkeit der Borreliose-Erkrankung halten wir es für dringend notwendig, die Bevölkerung besser zu informieren und das motiviert uns Jahr für Jahr für unsere Aktionstage“, erläutert ein engagiertes Mitglied des Aktionsbündnisses.

Mai 2017

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
http://onlyme-aktion.org

Pressemitteilungen

Zeckensaison 2017 startet Enzephalitis als Folgeerkrankung eines Zeckenstichs auf dem Vormarsch

(Mynewsdesk) München, März 2017 – Die Tage werden länger und die Sonnenstrahlen intensiver – klare Signale, dass der Frühling vor der Tür steht. Mit den steigenden Temperaturen erwachen auch kleine Blutsauger: die Zecken. Sie werden schon ab fünf Grad Celsius aktiv und machen sich auf die Suche nach einem geeigneten Wirt.1 Ist dieser gefunden, können über den Stich einer infizierten Zecke Krankheitserreger wie FSME-Viren oder Bakterien, wie z.B. Borrelien, übertragen werden. Die gute Nachricht: Man kann sich vor einer Infektion schützen. Die schlechte Nachricht: Nur etwa jeder Dritte (37 Prozent) in Deutschland denkt an Schutzmaßnahmen wie eine Impfung oder Abwehrmittel wie eine von GlaxoSmithKline (GSK) durchgeführte Umfrage zeigt.2 Aktuelle Studien des Robert Koch Instituts (RKI) belegen darüber hinaus einen Anstieg der FSME-Erkrankungen in 2016 um 64 Prozent.3

Gefahr durch das FSME-Virus häufig unbekannt

Laut der repräsentativen Umfrage2 weiß jeder Zweite nicht, was sich hinter dem Begriff „Frühsommer-Meningoenzephalitis“ (FSME), auch Zeckenenzephalitis genannt, verbirgt. Auflösung: Zecken können das FSME-Virus schon beim Stich auf den Menschen übertragen und eine FSME auslösen.4,5,6 Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 14 Tagen verläuft die FSME-Erkrankung oftmals in zwei Intervallen, beginnend mit unspezifischen grippeähnlichen Symptomen.7 Im zweiten Intervall kann es zu hohem Fieber mit spezifischen neurologischen Anzeichen der FSME wie Hirnhautentzündung (Meningitis), Entzündung des Rücken- oder Knochenmarks (Myelitis) oder Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kommen.6,7 Zu den besonders infektionsgefährdeten Gruppen gehören vor allem Personen, die sich oft in der Natur aufhalten und dadurch mit Zecken in Kontakt kommen.

Wo Zecken zu erwarten und FSME-Infektionen häufig sind

In Deutschland besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg das Risiko, sich mit dem FSME-Erreger anzustecken. Hessen, Thüringen, Sachsen, Saarland und Rheinland-Pfalz sind ebenfalls betroffen – Tendenz steigend.4,7 Aktuell werden 146 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert.4 Aber auch in den übrigen Bundesländern besteht während der Zeckenhauptsaison von März bis Oktober8 die Möglichkeit, sich mit FSME zu infizieren.4 Zu den typischen Lebensräumen der feuchtigkeitsliebenden Zecken gehören dünn bewachsene Wälder oder Waldränder, hohes Gras oder Büsche.4 Die von GSK initiierte Umfrage zeigt auch, dass 29,1 Prozent nicht wissen, ob sie in einem FSME-Risikogebiet leben. Von den Befragten aus einem FSME-Risikogebiet gaben 38,3 Prozent an, ihren Impfschutz nicht regelmäßig zu erneuern. Bei Reisen in FSME-Risikogebiete würde sich nur jeder Vierte impfen lassen.

Mit der fachgerechten Entfernung von Zecken das Infektionsrisiko senken

Sofern die Zecken entdeckt werden, können sie mit zwei Methoden fachgerecht entfernt werden. Den Einsatz einer speziellen Zeckenkarte beispielsweise kannten knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Umfrageteilnehmer. Dabei wird die Zecke möglichst nah an der Einstichstelle am stabilen Stechrüssel gefasst und vorsichtig herausgeschoben. Sicherer ist, die Zecke mit einer Pinzette am Stechrüssel zu erfassen und mit konstanten, kontrollierten, nicht ruckartigen Bewegungen senkrecht aus der Haut zu ziehen. Diese Methode war mehr als der Hälfte der Befragten (54 Prozent) geläufig. „Bei FSME-Viren kann die Übertragung sofort nach dem Einstich erfolgen, da sich die Viren bereits im Speichel der Zecke befinden. Daher schützt auch eine frühe Entfernung der Zecke nicht sicher vor einer Infektion mit FSME-Viren“, weiß der Parasitologe Professor Dr. Mehlhorn. „Wichtig ist, die Zecke mit einer spitzen Pinzette am in der Haut steckenden Saugrüssel zu fassen und sie keinesfalls zu quetschen, weil dann weitere im Darm befindliche Erreger wie die Borrelien (~ 24% Befall) in die Stichwunde gedrückt werden. Dies würde auch erfolgen, wenn Zecken vor dem Herausziehen mit Klebstoff oder Nagellack bedeckt werden, was fälschlicherweise oft empfohlen wird“, so der Experte weiter.
Nach dem Entfernen der Zecke sollte aber eine nicht-FSME-geimpfte Person ihren Gesundheitszustand beobachten und ggfs. Linderungsmaßnahmen gegen FSME durch den Arzt veranlassen. Die Beobachtung der Haut (wandernde Röte bei Borreliose) ist ebenso wichtig wie eine Serumuntersuchung nach 6 Wochen.

Eine Impfung kann schützen

Den zuverlässigsten Schutz gegen eine FSME-Erkrankung bietet eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird.4 Für den Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen notwendig. Die erste Auffrischung nach der Grundimmunisierung ist nach drei Jahren einzuplanen. Kurzentschlossene können innerhalb von wenigen Wochen einen Impfschutz aufbauen. Für Kinder gibt es einen speziellen Impfstoff gegen FSME, der ab Vollendung des ersten Lebensjahres zugelassen ist. Für Eltern und Kinder wird empfohlen, den Impfschutz regelmäßig auffrischen zu lassen.

Referenzen:

1 http://www.zeckenwetter.de/zeckenwetter/index.php
2 Bei der Umfrage von GlaxoSmithKline wurden insgesamt 777 Teilnehmer ab einem Alter von 20
Jahren im Juli 2016 im BurdaForward Opinion-Pool zu den Themen Zecken und FSME befragt.
3 RKI, Survstat@RKI 2.0 https://survstat.rki.de/
4 Epidemiologisches Bulletin Nr. 18, 09. Mai 2016.
5 Mehlhorn H et al. (2016) Tick survey for prevalent pathogens in peri-urban recreation sites in Saarland and Rhineland-Palatinate (Germany). Parasitol Res 115: 1167-1172.
6 Mehlhorn H (2012) Die Parasiten des Menschen. Springer Spektrum, Heidelberg.
7 RKI-Ratgeber für Ärzte „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html.
8 http://www.zeckenwetter.de/zecken/zecken-in-verschiedenen-jahreszeiten/zeckensaison.php.

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/d3cpef

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/gesundheit/zeckensaison-2017-startet-enzephalitis-als-folgeerkrankung-eines-zeckenstichs-auf-dem-vormarsch-88341

=== Schutzmaßnahmen gegen FSME – Zeckenfrei die Natur genießen (Infografik) ===

Shortlink:
http://shortpr.com/xmb9ci

Permanentlink:
http://www.themenportal.de/infografiken/schutzmassnahmen-gegen-fsme-zeckenfrei-die-natur-geniessen

Firmenkontakt
Borchert und Schrader
Svenja Scheibel
Antwerpener Straße 6-12
50672 Köln

s.scheibel@borchert-schrader-pr.de
http://www.themenportal.de/gesundheit/zeckensaison-2017-startet-enzephalitis-als-folgeerkrankung-eines-zeckenstichs-auf-dem-vormarsch-88341

Pressekontakt
Borchert und Schrader
Svenja Scheibel
Antwerpener Straße 6-12
50672 Köln

s.scheibel@borchert-schrader-pr.de
http://shortpr.com/d3cpef

Pressemitteilungen

Die Natur als harter Gegner: Mit Leidenschaft und Beharrlichkeit durch den Schlamm

Die Natur als harter Gegner: Mit Leidenschaft und Beharrlichkeit durch den Schlamm

Neben körperlicher Fitness ist für Michael Wohlfart die richtige Vorsorge das A und O.

Wer Natur hört, der denkt an Wälder, Wiesen und weite Landschaften. Wenn Michael Wohlfart Tough Mudder läuft, dann ist die Natur sein Gegner. Er schlägt sich durch Büsche, robbt durch Schlamm oder badet in Eiswasser. Der Trendsport Tough Mudder, ein Extrem-Hindernislauf, erfordert Willenskraft, Durchhaltevermögen und Selbstüberwindung. Bei so extremen Einflüssen hat ein kleiner Parasit besonders leichtes Spiel: die Zecke. Ihr Stich bleibt in der Regel unbemerkt und sie kann beim Blutsaugen gefährliche Krankheitserreger übertragen, darunter das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus. Eine FSME-Infektion kann zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems mit schwerwiegenden Langzeitschäden führen. Wer mit seinem Körper Grenzen auslotet, muss auch auf die gesundheitliche Balance achten. Neben körperlicher Fitness ist deshalb die richtige Vorsorge das A und O.

Michael Wohlfart ist als leidenschaftlicher Sportler viel an der frischen Luft. Der Tough-Mudder-Läufer reist auch zu internationalen Events in herrlicher landschaftlicher Umgebung. Doch meist ist er so konzentriert auf sein Ziel, dass ihm gar nicht viel Zeit bleibt, auf die Schönheit der Natur zu achten: „Mal ehrlich, wenn ich gerade ein Hindernis mit Stromschlägen überwinden muss, habe ich für die Landschaft um mich herum kein Auge“, hält er fest. Dafür genießt er dann seine Umgebung, wenn er mit seinem Team vor Ort die Zelte aufschlägt.

Zum Tough Mudder ist Michael Wohlfart eher zufällig gekommen – ein Freund zeigte ihm im Fitnessstudio einen Trailer auf dem Handy. Mittlerweile, rund zwei Jahre später, bereitet sich Wohlfart auf seine Tough-Mudder-Läufe Nummer 13 und 14 vor, hat einen eigenen Blog eingerichtet und trainiert Gleichgesinnte in kostenlosen Kursen für das extreme Abenteuer. „Bei meinem ersten Lauf musste ich mir mühevoll alle Infos zusammensuchen. Deshalb habe ich den Mudder-Guide ins Leben gerufen. Hier erfährt man alles Wichtige rund um den Extrem-Hindernislauf.“ Das Tolle am Tough Mudder ist für Michael Wohlfart die Selbstüberwindung. Denn es geht nicht darum, Erster zu sein, sondern darum, aus seiner Komfortzone auszubrechen. Deshalb gibt es beim Tough Mudder weder Zeiten noch Platzierungen, sondern Stirnbänder, an deren Farbe sich die Anzahl der absolvierten Läufe ablesen lässt – und damit die Erfahrung des Teilnehmers.

Dennoch ist Tough Mudder keine Einzeldisziplin, gestartet wird in Gruppen: „Es gibt viele Hindernisse, die nur im Team gemeistert werden können. Dadurch entsteht ein beeindruckender Zusammenhalt, selbst unter Teilnehmern, die sich vorher noch nie gesehen haben“, schwärmt Michael Wohlfart. Zusammen stellen sich die Läufer extremen Hindernissen aus Eiswasser, Schlamm oder Gestrüpp. Dafür braucht es nicht nur mentale Vorbereitung. Michael Wohlfart trägt bei seinen Läufen lange Kleidung, die schnell trocknet, aber auch vor Verletzungen durch Zweige oder Steine schützt. „Da ist es ein angenehmer Nebeneffekt, dass ich so auch Zecken weniger Angriffsfläche biete. Denn bei all den Extremen würde ich einen Zeckenstich gar nicht bemerken“, sagt Michael Wohlfart. Zecken können beim Stechen bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen. Darunter auch das FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Virus. Eine FSME-Infektion kann zu einer Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems führen und schwere Langzeitschäden anrichten. Denn FSME ist nicht ursächlich behandelbar, Ärzte können nur die Symptome lindern.

Mit drei einfachen Vorsorgemaßnahmen kann die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenstichs verringert werden. Lange Kleidung bietet Schutz für die Haut, Repellents halten Zecken und Mücken vom Stechen ab und wer sich nach Ausflügen in die Natur gründlich nach Zecken absucht, kann sie ablesen, bevor sie zustechen, oder sie schnell entfernen. Zusätzlich kann eine FSME-Impfung das Risiko einer Infektion mit dem FSME-Virus verringern. „Ich achte sehr auf meine Gesundheit, ernähre mich ausgewogen und treibe viel Sport. Das möchte ich nicht durch einen Zeckenstich gefährden. Deshalb bin ich selbstverständlich gegen FSME geimpft.“ In Deutschland reicht die Zeckensaison von Februar bis Oktober, der Impfschutz sollte aber bestenfalls das gesamte Jahr bestehen. Der ideale Zeitpunkt für den Beginn der Grundimmunisierung liegt im Winter. Möglich ist aber auch eine Schnellimmunisierung innerhalb weniger Wochen.

Informationen rund um Zecken und die optimale Vorsorge: www.zecken.de

Besuchen Sie uns auf facebook: www.facebook.com/zecken.de

Vorsorge für Naturbegeisterte – eine Selbstverständlichkeit: www.leidenschaftnatur.de

Wenn Menschen krank werden, können sich viele Dinge für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Mehr als 10.000 Forscher und etwa 97.000 Mitarbeiter arbeiten bei Pfizer daran, Menschen auf diesem Weg zu unterstützen. Sie entwickeln und vertreiben innovative Medikamente und Impfstoffe sowie einige der weltweit bekanntesten rezeptfreien Produkte.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Gesamtumsatz von 48,9 Milliarden US-Dollar. In Deutschland beschäftigt Pfizer derzeit mehr als 2.000 Mitarbeiter an vier Standorten: Berlin, Freiburg, Karlsruhe und München (Hospira).

Twitter: www.twitter.com/pfizer_de
Youtube: www.pfizer.de/youtube

Firmenkontakt
Pfizer Deutschland GmbH
Thomas Biegi
Linkstraße 10
10785 Berlin
+49 (0)30 550055-51088
presse@pfizer.com
www.pfizer.de

Pressekontakt
Cohn & Wolfe PR GmbH & Co. KG
Mirjam Schaper
Am Sandtorkai 76
20457 Hamburg
+49 (0)40 808016-111
presse.pfizer@cohnwolfe.com
www.cohnwolfe.com

Pressemitteilungen

Krankheitsübertragung durch Zeckenstich?

Krankheitsübertragung durch Zeckenstich?

(Mynewsdesk) Zecken haben von Februar bis Oktober Saison. Liegt die Temperatur über fünf Grad Celsius, werden die Blutsauger aktiv. Sie können beim Blutsaugen gefährliche Erreger, wie die der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und der Borreliose auf den Menschen übertragen. FSME ist eine Viruserkrankung, für die es noch keine Therapie gibt. Eine Ansteckung kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Borreliose hingegen ist bakteriell bedingt und kann mit Antibiotika therapiert werden. Der Parasitologe Prof. Dr. Heinz Mehlhorn beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Herr Prof. Mehlhorn, wo in Deutschland befinden sich „FSME-Risikogebiete“?
„In Deutschland besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg das Risiko, sich mit dem FSME-Erreger anzustecken, aber auch Hessen, Thüringen, Saarland und Rheinland-Pfalz sind betroffen.“

Welche Krankheiten können durch einen Zeckenstich übertragen werden?
„Zecken können verschiedene Erreger in sich tragen. Durch einen Stich können Bakterien, Viren sowie Einzeller auf den Wirt übergehen. Borelliose gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden. Nach Ergebnissen aus dem Jahr 2015, werden beispielsweise ca. 3 % der 3- bis 6jährigen und 7 % der 14- bis 17jährigen mindestens einmal von einer mit Borrelien infizierten Zecke gestochen.[1] Da die Symptome einer Erkrankung leicht mit anderen Krankheiten verwechselbar sind, ist die Diagnostik meist schwierig. Für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gibt es noch keine Therapie.
FSME wird durch Viren ausgelöst, die eine Hirnhautentzündung verursachen können. Diese Entzündung kann bei schweren Verläufen auf das Gehirn und das Rückenmark übergreifen. Schwindelgefühl, Sprach- und Schluckstörungen sowie Lähmungen sind dann die Folgen.“

Ist jede Zecke infiziert?
„Nein, nicht jede Zecke ist infiziert. Etwa jede Vierte trägt Borrelien in sich und jede Fünfzigste in Endemiegebieten FSME. Viele Ixodes ricinus Zecken übertragen auch beide Erreger.“

Wie kann man sich vor Borreliose und FSME schützen?
„Zeckenenzephalitis ist hier die einzige von Zecken übertragene Krankheit, gegen die man sich impfen lassen kann. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies vor allem für die Risikogebiete, wie z. B. Süddeutschland. Zudem kann man sich durch Repellentien und geschlossene Kleidung bei langen Spaziergängen in der Natur vor Zeckenstichen schützen. Ratsam ist es außerdem, seinen Körper danach gründlich nach den lästigen Blutsaugern abzusuchen. Dabei sollte besonders auf die von Zecken bevorzugten Stellen geachtet werden, wie z. B. Kniekehlen, Ohren, Achselhöhlen, Kopf- und Intimbereich.“

Wie lange hält eine FSME-Schutzimpfung?
„Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen notwendig. Es handelt sich um eine sogenannte aktive Impfung, d. h. der Körper muss selbst aktiv werden und gegen den Impfstoff Antikörper bilden, damit er später gegen echte Erreger immun ist. Bei der Grundimmunisierung erfolgen die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei und die dritte nach neun bis zehn Monaten. Die erste Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen. Es steht aber auch eine Schnellimpfung zur Verfügung, die nach zwölf bis achtzehn Monaten aufgefrischt werden sollte.“

Wie entfernt man Zecken richtig?
„Die Zecke sollte mit einer vorne spitzen Pinzette am Saugrüssel erfasst und gerade aus der Haut gezogen werden. Da die Borrelien sich im Darm des Spinnentieres befinden, steigt die Gefahr der Übertragung erst nach ca. 8 bis 10 Stunden. Bei FSME-Viren kann die Übertragung hingegen bereits nach wenigen Stunden erfolgen. Sinnvoll ist es, die Einstichstelle nach dem Entfernen zu desinfizieren.“

[1] https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/Zecken/Zecken.html

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/v6wxmk

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/gesundheit/krankheitsuebertragung-durch-zeckenstich-19018

=== Prof. Dr. Heinz Mehlhorn, Parasitologe beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zeckenstiche. (Bild) ===

Shortlink:
http://shortpr.com/wt3v0z

Permanentlink:
http://www.themenportal.de/bilder/prof-dr-heinz-mehlhorn-parasitologe-beantwortet-die-wichtigsten-fragen-zum-thema-zeckenstiche

GlaxoSmithKline eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktives, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. In Deutschland gehört GSK zu den wichtigsten Anbietern medizinischer Produkte und engagiert sich darüber hinaus in vielfältigen sozialen Projekten: So unterstützen wir wellcome für das Abenteuer Familie, den Verein zur Förderung kranker Kinder und Jugendlicher der Staatlichen Schule für Kranke München e.V. und Plan International. Zudem stellt GSK seine MitarbeiterInnen einen Tag im Jahr am so genannten OrangeDay frei, um in sozialen Einrichtungen mitzuhelfen.

Firmenkontakt
Borchert & Schrader PR GmbH
Kristina van Kempen
Antwerpener Straße 6-12
50672 Köln
0221 92 57 38 40
k.vankempen@borchert-schrader-pr.de
http://www.themenportal.de/gesundheit/krankheitsuebertragung-durch-zeckenstich-19018

Pressekontakt
Borchert & Schrader PR GmbH
Kristina van Kempen
Antwerpener Straße 6-12
50672 Köln
0221 92 57 38 40
k.vankempen@borchert-schrader-pr.de
http://shortpr.com/v6wxmk

Pressemitteilungen

Medizinische Leitlinie: neue Behandlungsstandards für die kutane Lyme-Borreliose sind veröffentlicht

OnLyme-Aktion.org begrüßt erste Schritte in die richtige Richtung

Medizinische Leitlinie: neue Behandlungsstandards für die kutane Lyme-Borreliose sind veröffentlicht

19. Juni 2016 – Die neue Leitlinie zur „Kutanen Lyme-Borreliose“ ist nach mehrjähriger Vorarbeit jetzt in der Endfassung erschienen. Die Leitlinie, die von Patientenseite maßgeblich von intensiver mehrjähriger Mitarbeit durch die Leitlinienarbeitsgruppe des Aktionsbündnisses gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., „OnLyme-Aktion.org“, geprägt war, bezieht sich primär auf die Diagnostik und Therapie der Hautmanifestationen der Lyme-Borreliose. Der neueste Stand zur Diagnostik und Behandlung der kutanen Erscheinungsformen der Lyme-Borreliose ist jetzt der Öffentlichkeit und Fachwelt zugänglich, doch bleiben aufgrund der unzureichenden Studienlage entscheidende Fragen unbeantwortet. Andere Symptome und Erscheinungsformen der Borreliose sind nicht Ziel und Gegenstand dieser Leitlinie.

„Leider wurden bei Weitem nicht alle unsere Eingaben berücksichtigt und sicherlich werden diese Leitlinien nicht allen Patienten gerecht werden können. Trotzdem hoffen wir, dass wir durch die vielen intensiven Einzelgespräche unsere berechtigten Anliegen deutlicher machen konnten. Insbesondere ist immer wieder der unzureichende Forschungsstand zu Diagnostik und Therapie hervor zu heben“, sagt Ursula Dahlem, Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnisses und Leiterin der Leitlinienarbeitsgruppe von OnLyme-Aktion.org.

Sie führt weiter aus: „Gemeinsam mit der Deutschen Borreliosegesellschaft konnten wir bewirken, dass diese Leitlinie auf die kutane Manifestation der Multisystem-Infektion reduziert wurde. Wir hoffen, dass es somit künftig nicht mehr, wie in der Vergangenheit, zu starken Vermischungen der anderen Borreliose-Manifestationen kommt. Das Review der Therapie durch das Cochrane Institut ist noch nicht abgeschlossen, hier gibt es noch Diskussionen; auch zur Diagnostik bleiben noch Fragen und Wünsche offen. Problematisch bleibt der Mangel an klinischen Studien, die die Grundlage für die Empfehlungen in einer Leitlinie bilden. Letzten Endes haben wir unseren Einfluss aber so gut das überhaupt möglich war geltend gemacht. In den Arztpraxen wird sich entscheiden, inwieweit den Patienten die in Fachkreisen geforderte partizipative Entscheidungsfindung ermöglicht werden wird. Wir konnten diesem Ansatz in der nun verabschiedeten Leitlinie mehr Raum verschaffen. Dennoch sei daran erinnert, dass Leitlinien keine Richtlinien sind. Ärzte sind in Diagnostik und Therapie unabhängig und nicht an diese Leitlinie gebunden.“

Die Leitlinie basiert auf der Aktualisierung der 2009 von einem Expertengremium erstellten Leitlinie Nr.013-044 „Kutane Manifestationen der Lyme Borreliose“ der niedrigsten Entwicklungsstufe S1. Die Leitlinie wurde entsprechend den methodischen Vorgaben zur Entwicklung und Weiterentwicklung von Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) erstellt und entspricht nach dem Dreistufenkonzept der AWMF einer S2k-Leitlinie. Insgesamt haben 22 Fachgesellschaften interdisziplinär an der Leitlinie mitgearbeitet.
In Deutschland sind jährlich mindestens über 200.000 Menschen neu von der Lyme-Borreliose betroffen. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Geplant ist nun eine interdisziplinäre Gesamtleitlinie „Lyme-Borreliose – Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose“, Entwicklungsstufe S3. Die jetzt veröffentlichte Leitlinie zu Hautmanifestationen stellt dazu lediglich Teil 1 dar. Eine interdisziplinäre Leitliniengruppe bereitet derzeit Teil 2 „Neuroborreliose“ und anschließend Teil 3 „Lyme Arthritis, Lyme Karditis und andere seltene Manifestationen“ für die ambulante und stationäre Versorgung vor.

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
http://onlyme-aktion.org