Nachhaltige Biomasse: DQS mit positiver Zwischenbilanz bei REDcert-Zertifikaten

(pressebox) Frankfurt am Main, 04.01.2011 – Die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS GmbH) zieht für das Jahr 2010 eine positive Bilanz in der Zertifizierung nachhaltiger Biomasse. Nachdem sie im Juni 2010 dem Bürener Agrar-Handelsunternehmen Kleeschulte GmbH & Co. KG das bundesweit erste Zertifikat nach dem Zertifizierungssystem REDcert ausstellte, behauptete sie mit einem Anteil von rund 19 Prozent zum Jahresende 2010 ihre Spitzenposition bei REDcert-Zertifikaten.

Entwickelt wurde das REDcert-Zertifizierungssystem durch die REDcert GmbH, die von führenden Verbänden und Organisationen der deutschen Agrar- und Biokraftstoffwirtschaft gegründet und im Juli 2010 durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) endgültig anerkannt wurde. Neben REDcert ist für den Nachweis nachhaltiger Biomasse auch die International Sustainability & Carbon Certification, kurz: ISCC, durch die BLE zugelassen.

Hintergrund für den Nachweis nachhaltiger Biomasse ist die Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Mit den Verordnungen BioSt-NachV und Biokraft-NachV setzte die Bundesregierung diese Erneuerbare-Energien-Richtlinie in nationales Recht um. Danach ist für die Vergütung der Biomasse nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) seit dem 1. Januar 2011 ein Nachhaltigkeits-Nachweis zu erbringen. Der ursprüngliche Beginn dieser Regelung war durch den Deutschen Bundestag vom 1. Juli 2010 um ein halbes Jahr und damit auf den Fahrplan der EU-Richtlinie verschoben worden, um Benachteiligungen deutscher Marktteilnehmer zu verhindern.