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Angeborene Immunschwächen in Österreich: Viele Betroffene. Wenig Bewusstsein. 15 Jahre gemeinsames privates Engagement.

Wiener Immunologische Tagesklinik seit 15 Jahren Partner einer einzigartigen US-Stiftung. Vereinter Kampf um bessere Situation für zigtausende Betroffene.

 

Wien, 08. August 2019 –. Vor genau 15 Jahren begann die erfolgreiche Partnerschaft der privat geführten Wiener Immunologischen Tagesklinik (ITK) mit der Jeffrey Modell Foundation (JMF, USA), die sich für die Verbesserung der Situation von Menschen mit angeborenen Defekten des Immunsystems engagiert. Die hohe wissenschaftliche und medizinische Kompetenz der ITK half seitdem über 750 Betroffenen in Österreich. Für viele konnten lange Leidenswege – geprägt von schweren Infektionen – erstmals durch präzise immunologische Diagnose verkürzt und durch gezielte Therapie gemildert werden. Doch die Dunkelziffer der Betroffenen ist enorm – noch immer leben zehntausende Österreicher ohne genaue Diagnose ihrer angeborenen Immunschwäche, und die Partnerschaft der ITK mit der JMF ist heute so wichtig wie damals.

 

Jeffrey Modell, ein amerikanischer Junge, war 15 Jahre alt als er starb – nach einem kurzen Leben voller Erkrankungen, aber auch voller Freude. Er starb an einer angeborenen Immunschwäche und sein Tod veränderte das Leben seiner Eltern für immer: Im Jahr 1987 gründeten sie die „Jeffrey Modell Foundation“ (JMF), die weltweit um Aufmerksamkeit für angeborene Immundefizienzen (PID – Primäre Immundefizienz) kämpft und sich für eine optimale Behandlung einsetzt. Dabei geht die Stiftung weltweit Partnerschaften mit Zentren ein, die sich durch hohes Engagement und wissenschaftliches Know-how sowie beste medizinische Kenntnisse auszeichnen. Vor genau 15 Jahren begann eine Partnerschaft für Österreich, Mittel- und Zentraleuropa in Wien – mit der Immunologischen Tagesklinik (ITK).

 

Im Dienste der (Immun-)Schwachen

Seit 30 Jahren hilft die ITK Menschen in Österreich, die an angeborenen Immundefizienzen leiden und führt international bedeutende Forschung durch. Maßgeblich trug sie dazu bei, dass es eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierte einheitliche Klassifizierung der über 350 heute bekannten, erblichen Immundefizienzen gibt. Zuständig dafür ist die Expertenkommission der International Union of Immunological Societies (IUIS), zu deren Mitgliedern lange Jahre die Gründerin der ITK, Prof. Martha Eibl, zählte. Diese meint: „Noch vor wenigen Jahren waren gerade einmal zwei Ursachen für PID bekannt. Dank weltweiter Forschung sind es nun bereits über 350 – und laufend werden es mehr. Dies stetig wachsende Wissen erlaubt genaue Diagnosen und Behandlungen – aber nicht jede Klinik kann das dafür notwendige spezielle Know-how anbieten, und genaue Diagnosen werden auch nicht immer durch die Krankenkassen bezahlt.“ Die Zusammenarbeit mit der JMF und deren finanzielle Unterstützung ermöglichte der ITK in den letzten 15 Jahren ihre Tätigkeit in Österreich und darüber hinaus auszuweiten und noch mehr Betroffenen zu helfen. So gelang es, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein der Ärzteschaft für diese seltenen Erkrankungen zu erhöhen und kompetentes Spezialwissen zur Unterstützung von Diagnose und Behandlungsempfehlungen anzubieten.

 

Die ITK ist ein in der ersten Runde eröffnetes europäisches „Jeffrey Modell Diagnostic Center für Primary Immunodeficiencies“ für Österreich und Osteuropa und konnte bisher im Rahmen des Zentrums über 750 neu diagnostizierten PID-Patienten helfen. Diese litten oftmals unter hartnäckigen und wiederkehrenden Erkrankungen und wurden wegen falscher Diagnosen von Klinik zu Klinik gereicht. Daher leistete die ITK mit der JMF in Österreich wie in Osteuropa echte Pionierarbeit. Es wurden erstmals grundlegende Daten erhoben, die einen Einblick in das vorhandene Wissen zu PID und den bisher angewendeten Behandlungsprozeduren gaben. So konnten anschließend gezielt Maßnahmen gesetzt werden, die bei Medizinern und der Bevölkerung das Bewusstsein für PID schärften und Behandlungskonzepte am Stand der Technik möglich machten.

 

Viele Österreicher betroffen

„Wir wissen aus internationalen Studien, dass ca. 1 Prozent der Bevölkerung von angeborenen Immunschwächen betroffen sind“, führt Prof. Martha Eibl weiter aus. „Das sind in Österreich 80.000 Menschen – von denen die wenigsten bei einer Erkrankung die richtige Diagnose bekommen. Denn viele angeborene Immunschwächen unterscheiden sich ganz grundlegend voneinander, und eine exakte Diagnose erfordert hohes und spezialisiertes Fachwissen.“ So werden viele Patienten falsch diagnostiziert und falsch therapiert, und diese Behandlungen verursachen massive und unnötige Kosten für das Gesundheitssystem. Tatsächlich aber gibt es für viele Immunschwächen sehr gute Behandlungskonzepte, die von vielen Kliniken in Österreich durchgeführt werden können, wenn denn erst eine immunologische Diagnose der Erkrankung erfolgt ist. Genau dafür steht die ITK seit 30 Jahren, die dank hochkarätiger nationaler und internationaler Zusammenarbeit weiß, dass zielführende Behandlungen nur durch exakte Diagnose, eine laufende immunologische Verlaufskontrolle sowie das rasche Integrieren aktueller medizinischer Fortschritte möglich sind. So ist an der ITK eine frühe Diagnose gewährleistet, es werden State of the Art-Therapievorschläge erarbeitet sowie klinische Betreuung oder therapeutische Verlaufskontrollen am neuesten Stand angeboten.

 

Die seit 15 Jahren laufende Zusammenarbeit der ITK und der JMF hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das stetig wachsende Wissen zu PID bei Ärzten und der Öffentlichkeit auch ankommt. Dazu dienen intensive, direkte Aufklärungsarbeit bei medizinischem Personal, aber auch breite Awareness-Kampagnen. Dabei kommt die Forschung über PID nicht zu kurz. So überraschte es auch nicht, als vor 15 Jahren neben den Gründern der Stiftung, Vicki und Fred Modell, die Creme de la Creme der internationalen Immunologie nach Wien kam, um die Eröffnung des Jeffrey Modell Diagnostic Center for Primary Immunodeficiencies zu ehren. Zu diesen gehörte unter anderem Prof. Fritz Melchers, der damalige Direktor des Basel Institute for Immunology und Prof. Fred S. Rosen, einer der Pioniere der PID-Forschung am Boston Children’s Hospital in den USA.

 

Die Aufgabe der ITK und JMF ist auch nach 15 Jahren noch nicht zu Ende. Denn neben den derzeit geschätzten 80.000 – undiagnostizierten! – Betroffenen in Österreich kommen jedes Jahr ca. 800 neugeborene Babys mit einer PID dazu, die im Laufe ihres Lebens viele Infektionen erleiden werden, bevor sie – vielleicht – die richtige Diagnose erhalten.

 

Über die Immunologische Tagesklinik (ITK)

Seit dem Jahr 1985 werden in der Immunologischen Tagesklinik in Wien Patienten mit einer fehlerhaften Immunabwehr untersucht und betreut. Ein breites Spektrum an immunologischen Spezialuntersuchungen ermöglicht es dort – bei einer Vielzahl von bekannten Immundefekten – auch seltene Erkrankungen zu erkennen und genau zu charakterisieren. Diese Analyse dient an der ITK zur Bereitstellung eines optimalen Behandlungsplans, der gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die bestmögliche Versorgung des Patienten gewährleistet. Das Team der ITK ist auch maßgeblich an der wissenschaftlichen Weiterentwicklung diagnostischer und therapeutischer Behandlungsmethoden im Bereich der Immunologie beteiligt. Die internationale Zusammenarbeit mit renommierten Zentren in Europa und den USA erstreckt sich schon über mehrere Jahrzehnte. (http://www.itk.at)

 

Über die Jeffrey Modell Foundation (JMF)

Die 1987 gegründete Jeffrey Modell Foundation (JMF) mit Hauptsitz in New York ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die sich der Unterstützung von Personen und Angehörigen widmet, die von primären Immunschwächeerkrankungen betroffen sind. Die Stiftung ist in vier Hauptbereichen aktiv: Forschung, Aufklärung und Weiterbildung von Ärzten und Patienten, Patientenunterstützung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Die Stiftung finanziert u.a. Forschungsstipendien sowie Laboreinrichtungen und sponsert zahlreiche internationale Bildungsaktivitäten für Ärzte. Sie bietet außerdem allgemeinverständliche Publikationen an und ermöglicht betroffenen Personen Zugang zu führenden medizinischen Zentren mit Abteilungen für klinische Immunologie. (http://www.info4pi.org)

 

Medizinischer Kontakt:

Dr. Hermann Wolf

Ärztlicher Leiter & Leiter des Forschungsbereichs

Immunologische Tagesklinik

Schwarzspanierstraße 15

1090 Wien

M +43 676 746 3884

W http://www.itk.at

Redaktion & Aussendung:

Dr. Till C. Jelitto

PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung

Mariannengasse 8

1090 Wien

T +43 / (0)1 / 505 70 44

E jelitto@prd.at

W http://www.prd.at

Bücher/Zeitschriften Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

Mischwesen aus Mensch und Tier – neue Japan-Technologie greift Idee aus der Literatur auf!

Ein Mix aus Mensch und Tier? Ist es Zufall, was die Japaner momentan vorhaben?
Ein Roman aus dem Hause indayi edition greift diese Thematik bereits auf.
Im neuen Roman Der Preis des Erfolgs von Dantse Dantse, welcher sich im Moment noch im Lektorat befindet und in den nächsten Wochen veröffentlicht werden soll, behandelt der Autor genau diese Problematik.
In der Geschichte nennen sich die Menschen einer Loge untereinander ‚Bruderschwestertier‘, ein Mix aus einem Menschen ohne Geschlecht und einem Tier – ganz nach dem Vorbild, wie ihr Gott ‚Cosmosfer‘ es ihnen befohlen hat. Es wird das Ziel verfolgt, alle Menschen zu einem geschlechtsneutralen Wesen umzuformen, das sich mit den Tieren vermischen soll, um die neue Spezies ‚Menschtier‘ zu etablieren.

Der Roman, der über den Aufstieg und Niedergang von Johnny M. Walkers Erfolg erzählt, beruht auf wahren Geschichten, Erfahrungen und Erzählungen. Sie alle schildern den Preis, den viele unter uns zahlen und auch zahlen müssen, um ein Star zu sein, viel Geld und Macht zu besitzen.
In Der Preis des Erfolgs ist Cosmosfer die Gegenmacht Gottes, die entschieden hat, die Menschen, die er Schafe nennt, durch falsche Versprechen – welche er zunächst auch tatsächlich einhält – von rasantem und übermäßigem Wohlstand, Reichtum und Erfolg von Gott abzuwenden, um sie daraufhin zerstören zu können. Dabei werden sie manipuliert und verkaufen ihre Identität und ihr Gewissen an Cosmosfer.
Dieser will Gottes einstiges biologisches, natürliches Kreationsprinzip seiner Untertanen auf der Erde beseitigen lassen. So fangen seine Schafe nicht nur an, sich ‚Bruderschwestertier‘ zu nennen, sondern bezwecken langsam auch die Ablösung des gottesfürchtigen Menschen durch Menschen, die weder Frau noch Mann und eine Mischung aus Mensch und Tier sind.

Doch dass alles, was schwarz oder weiß aussieht, nicht unbedingt auch schwarz oder weiß sein muss, wird man in diesem spannenden Roman-verité bald feststellen müssen.
Jeder zahlt einen Preis!

Ein Roman, den man unbedingt gelesen haben muss.

Dantse Dantse: Der Preis des Erfolgs
Bald bei indayi edition verfügbar.

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Antioxidant verträgt keinen Sauerstoff: Haltbarkeit von pflanzlichem Carotin leidet stark unter Luftsauerstoff

Hightech-Geräte der EQ BOKU an der Universität für Bodenkultur Wien erlauben genaue Analyse der Einflussfaktoren auf die Haltbarkeit färbender Pflanzenkonzentrate.

Wien, 31. Juli 2019 – Die Haltbarkeit von pflanzlichen Carotinoiden wird bei Lagerung in Pulverform unerwartet stark durch Sauerstoff aus der Umgebung beeinflusst – ein Faktor von großer Bedeutung für die Nahrungsmittelindustrie, dessen Auswirkung sich aber durch optimierte Produktionsprozesse drastisch reduzieren ließe. Dies sind die klaren Ergebnisse einer aufwendigen Studie mit Know-how und Geräten der EQ BOKU, einer Einrichtung, die Angehörigen der Universität für Bodenkultur Wien und externen Kunden wissenschaftliche Präzisionsinstrumente und Kompetenz zur Verfügung stellt. In der vom weltweit führenden Hersteller färbender Pflanzenkonzentrate unterstützten Arbeit wurden verschiedene Prozesse und Formulierungen bei der Produktion von pigmentreichen Karottenkonzentrat-Pulvern verglichen und ihr Einfluss auf deren Haltbarkeit untersucht. Die Ergebnisse haben große Bedeutung für die Nahrungsmittelindustrie, in der färbende Konzentrate aus Obst und Gemüse zunehmend als Farbstoffersatz Verwendung finden. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in Food Research International veröffentlicht.

Gemüsekonzentrate statt künstlicher Farbstoffe

Karottenkonzentrate sind reich an wertvollen Carotinoiden (speziellen Pigmenten mit antioxidativer Wirkung) und als Färbemittel in der Nahrungsmittelindustrie heiß begehrt. Doch um das satte Orange der Karotte auf Speis & Trank zu übertragen, muss die Struktur der natürlichen Pigmente bewahrt und der Kontakt mit Sauerstoff bis zur Verwendung vermieden werden. Wie das für Pulverprodukte durch eine optimierte Produktion besser als bisher erreicht werden kann, hat nun ein Team um Prof. Henry Jäger vom Institut für Lebensmitteltechnologie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) ermittelt. Dabei nutzen sie den bestens ausgestatteten Gerätepark der dortigen EQ BOKU, der im Bereich der Lebensmitteltechnologie Prozessschritte und Analysen entlang ganzer Produktionszyklen erlaubt.

Vom Ende bis zum Anfang

Das Team gewann neue Erkenntnisse über den Einflussweg des Sauerstoffs, die es ermöglichen, die Haltbarkeit der Carotinoide im gelagerten Endprodukt massiv zu erhöhen. Dazu gilt es jedoch bereits am Anfang des Herstellungsprozesses von Pflanzenkonzentrat-Pulvern Möglichkeiten zu nutzen, die Struktur des Lagerguts zu beeinflussen. „Tatsächlich ist das Eindringen von Luftsauerstoff in das pigmentreiche Pulverpartikel der größte Einflussfaktor auf die Haltbarkeit des Färbemittels, den wir identifizieren konnten“, führt Klara Haas, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe, die Ergebnisse aus. „Doch durch geschickte Steuerung des Trocknungsprozesses bei der Produktion kann die Gestalt der Pulverpartikel dahingehend beeinflusst werden, dass diese Diffusion von Sauerstoff in das Lagergut stark reduziert wird“.

Einen wichtigen Beitrag zu dieser Struktur liefern sogenannte Trägermaterialien, die bei der Produktion von Pulvern für eine stabile Struktur sorgen. Maltodextrin ist ein oftmals eingesetztes Trägermaterial, das in der nun veröffentlichten Studie durch Gummi arabicum oder modifizierte Stärke ersetzt wurde. Und das mit gutem Grund, wie die Ergebnisse belegen: „Das Trägermaterial kann zwar einen großen Teil des Carotins einschließen und so vor Sauerstoff schützen, doch ein gewisser Teil verbleibt auf der Oberfläche und ist dem Sauerstoff ausgeliefert“, erklärt Prof. Jäger. „Bei Maltodextrin, so fanden wir heraus, befindet sich nach einem Trocknungsschritt über ein Drittel des sensiblen Carotins ungeschützt an der Oberfläche der Pulverpartikel während es bei modifizierter Stärke oder Gummi arabicum nur ein Viertel bzw. ein Fünftel sind. Letztere sind also Trägermaterialien, die besser vor Sauerstoff schützten können.“ Auch die Art der Pulverherstellung beeinflusst die Haltbarkeit enorm – wobei wieder die physische Barriere, die dem Sauerstoff geboten wird, ausschlaggebend ist. Werden die Pulver mittels Gefriertrocknung produziert, befinden sich im Pulverpartikel Mikro- und Nanoporen, die ein schnelles Eindringen von Sauerstoff erlauben. Durch einen optimierten Sprühtrocknungsprozess, bei dem hingegen dichte Partikel mit kleiner Oberfläche produziert werden, kann die Sauerstoffdiffusion während der Lagerung reduziert und damit die Stabilität der färbenden Pflanzenkonzentrate massiv erhöht werden. Dabei sind die optimalen Partikel bis zu über 90 Mikrometer groß. „Größere Partikel bedeuten vor allem, dass proportional mehr Carotinoide innerhalb des Partikels als auf der Oberfläche sitzen und liefern damit einen besseren Schutz vor Sauerstoff“, erläutert Prof. Jäger das Ergebnis.

Antioxidantien – nomen est omen

Zu einem gewissen Maß kann die Oxidation von pflanzlichen Carotinoiden auch durch das Hinzufügen von Antioxidantien wie Tocopherol, Ascorbylpalmitat oder Natriumascorbat reduziert werden. Doch die neuen Ergebnisse zeigen nun aber auch die Grenzen dieser kostentreibenden Maßnahmen, wie Klara Haas ausführt: „Natürlich helfen die Antioxidantien, aber ohne eine entsprechende Mikrostruktur der Pulverpartikel bleibt ihre Wirkung gering. Erst wenn diese Struktur die Diffusion von Sauerstoff durch das Pulver physisch behindert, können diese Zusatzstoffe ihr Schutzpotenzial entfalten. In einem Partikel mit der richtigen Struktur reichen die schon vorhandenen Antioxidantien aus der Karotte aus, um die Carotinoide zu schützen. “

Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass die Haltbarkeit von färbenden Gemüsekonzentraten bei Lagerung als Pulver deutlich erhöht werden kann, wenn in der Produktion ein optimierter Trocknungsprozess sowie modifizierte Stärke oder Gummi arabicum zum Einsatz kommen. Verliert man im Extremfall – ohne diese Maßnahmen – fast 90 % des Carotins innerhalb von 3 Monaten, so reduziert sich dieser Wert bei optimaler Produktion auf unter 10 %. Die genaue Analyse der Haltbarkeit pflanzlicher Carotinoide und verschiedener Produktionsvarianten gelang dem Team der BOKU dabei durch die umfassende Geräteausstattung der EQ BOKU. Hier konnten alternative Produktionsprozesse im Pilotmaßstab durchgeführt und deren Ergebnisse direkt mit modernsten Analysegeräten ausgewertet werden.

Originalpublikationen:

Stabilization of Crystalline Carotenoids in Carrot Concentrate Powders: Effects of Drying Technology, Carrier Material, and Antioxidants. K. Haas, P. Robben, A. Kiesslich, M. Volkert, H. Jaeger. Foods 2019, 8(8), 285. https://doi.org/10.3390/foods8080285

Impact of powder particle structure on the oxidation stability and color of encapsulated crystalline and emulsified carotenoids in carrot concentrate powders. K. Haas, J. Obernberger, E. Zehetner, A. Kiesslich, M. Volkert, H. Jaeger. Journal of Food Engineering 2019. https://doi.org/10.1016/j.jfoodeng.2019.07.025

Über EQ BOKU

EQ bietet Forschungsorganisationen, Firmen und Hochschulen die kostengünstige Nutzung von state-of-the-art Geräten und Services. Die Expertise und Ausstattung von EQ ist dabei besonders geeignet für folgende Bereiche: Chemie, Biochemie, Genetik, Zellbiologie, Molekularbiologie, Biotechnologie, Nanobiotechnologie, Bioinformatik, Lebensmittelwissenschaften und -technologie, Enzymtechnologie sowie Wasser und Abwasser. EQ ist eine unabhängige Tochtergesellschaft der Universität für Bodenkultur Wien. W: http://eq-vibt.boku.ac.at/

Rückfragehinweis:

Wissenschaftlicher Kontakt
Prof. Henry Jäger
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Lebensmitteltechnologie
Muthgasse 18
1190 Wien
T +43 / 1 / 47654-75233
henry.jaeger@boku.ac.at
https://boku.ac.at/

EQ BOKU GmbH
Ingrid Döller-Diem, Manager
Muthgasse 18
1190 Wien
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Bildung/Schule Wissenschaft/Forschung

Was kostet es, ein Teammitglied zu verlieren?

Für jedes KMU kann es sicherlich schmerzhaft sein, wenn ein Mitglied des Teams Ihre organisation verlässt. Wenn ein wertvoller Mitarbeiter aus der Tür geht (oft direkt durch die Tür eines direkten Konkurrenten), fragt sich ein kleiner Unternehmer normalerweise “ “ Was hätte ich besser tun können, um Sie hier zu halten?”
Die Verhinderung eines Ausscheidens aus dem Unternehmen ist jedoch nicht nur das Ergebnis einer guten personalhaltungsstrategie, sondern kann auch auf den ersten Rekrutierungsprozess (und die personalbeschaffungsstrategie) zurückgeführt werden.

Die Kosten für den Verlust eines Teammitglieds sind nicht nur die Kosten für eine Online-Anzeige oder in der lokalen Presse. Es geht auch nicht um die rekrutierungsgebühr, die an eine traditionelle personalvermittlungsagentur gezahlt wird, die bis zu 18% – 20% des jährlichen gehaltspakets betragen kann (oder sogar an RecruitLoop, wo die rekrutierungskosten auf bis zu 80% gesenkt werden können).
Zum Beispiel müssen Sie auch Folgendes berücksichtigen:
 den Wert des geistigen Eigentums zu Fuß aus der Tür;
 die moreammoral, die sich aufgrund der zusätzlichen workrbeitsbelastung der verbleibenden mitarbeiter verschieben kann;
 Unzufriedenheit der Kunden und die Qualität der Arbeit oder Dienstleistung, standard, slip-aufgrund der neu geschaffenen Druck bei der Arbeit und Termine;
 Verlust der Produktivität
 Kunden, die gehabt haben können, eine-treue-mit dem ehemaligen Mitarbeiter; und
 die Kosten für die Ausbildung der neuen Mitarbeiter und bekommen Sie auf dem neuesten Stand.
Es wurde nachgewiesen, dass die tatsächlichen Kosten für den Verlust eines Mitarbeiters bis zu dreimal so hoch sein können wie das Jahresgehalt – je nach Niveau innerhalb der organisation.
Daher ist es von Anfang an entscheidend, die richtige kandidatenattraktion und rekrutierungsstrategie zu haben-insbesondere für ein KMU.

Wenn Sie auf der Jagd nach jemand neuem sind, denken Sie daran, dass Sie nicht nur auf Ihre Fähigkeit, den job zu bekommen suchen – etwas, das Sie anhand Ihres LEBENSLAUFS erraten können. Es ist wichtiger, Ihre Fähigkeit zu sehen und idealerweise in der Rolle zu übertreffen.

Einfacher gesagt als getan.
Klarheit von Anfang an ist entscheidend. Stellen Sie sicher, dass jeder, den Sie interviewen (über eigene Kanäle oder über einen recruiter), genau versteht, was Sie von Ihnen in Bezug auf Ihre on-boarding, up-skilling und tatsächliche Leistung im job erwarten. Zwingen Sie nicht die Passform und lassen Sie nichts annehmen. Besprechen Sie im ersten interview konkrete KPI ‚ s oder andere erfolgsmaßnahmen. Sprechen Sie über Meilensteine und wo Sie Sie erwarten.

Was auch immer du tust, lass deine Emotionen nicht die Kontrolle übernehmen. Nicht in Ihrem eigenen Bild mieten und denken Sie daran, es ist wichtig, nicht ein team voller mini-yous zu bauen.
Es lohnt sich, mehr Zeit im Voraus zu investieren, damit Sie die richtige person ins team bringen, anstatt die emotionalen und finanziellen Folgen einer übereilten oder schlechten Miete und den ripple-Effekt auf Ihr team weiter unten auf der Strecke zu erleiden.

Quelle: Skykat

Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

EU-Gesundheitssysteme: Umverteilung von Ressourcen dringend notwendig

Ein Rückzug aus Über- und Fehlversorgung zugunsten von „High Value“-Gesundheitsversorgung kritisch für Nachhaltigkeit solidarisch-finanzierter Systeme. Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment in europäischem ExpertInnen-Panel vertreten.

Wien, 11. Juli 2019 – Im Auftrag der Europäischen Kommission sprechen internationale GesundheitsexpertInnen jetzt eine Reihe an Empfehlungen aus, die die Umverteilung in Gesundheitssystemen auf eine echte, wertebasierte Grundlage stellen sollen. Beim aktuellen Druck, Ressourcen effizienter zu nutzen, kann ihrer Meinung nach die europäische Solidargemeinschaft für das Gesundheitssystem nur so nachhaltig gewahrt bleiben. Das Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment aus Wien war in dem Panel durch seine Leiterin, Priv. Doz. Dr. phil. Claudia Wild, vertreten.

10 bis 34 Prozent der Ressourcen im Gesundheitswesen werden verschwendet. So zumindest die Schätzung der OECD*. Vor dem Hintergrund von Ressourcenknappheit besteht Grund zur Sorge, dass aufgrund fehlverwendeter Ressourcen die Gesundheitsversorgung für alle bereits gefährdet ist. „Value-based healthcare“ wird immer häufiger als Lösung diskutiert. Diese „wertebasierte Gesundheitsversorgung“ bezeichnet eine Strategie, Ressourcen im Gesundheitswesen dort einzusetzen, wo sie den meisten (Mehr-)Wert schaffen. Doch wie genau dieser (Mehr-)Wert definiert wird, bleibt unter ExpertInnen wie in öffentlichen Debatten meist unklar. Die Europäische Kommission bat daher hochkarätige internationale GesundheitsexpertInnen um eine Analyse, wie dieser Wert definiert werden und wie das Konzept „wertebasierte Gesundheitsversorgung“ zu einem effektiveren, zugänglicheren und nachhaltigeren Gesundheitssystem beitragen kann. Mit im Panel dabei – eine Vertreterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment (LBI-HTA) in Wien.

Solidarität als tragender Wert europäischer Gesundheitssysteme

„Kurz gesagt empfehlen wir, die wertebasierte Gesundheitsversorgung entlang der Leitprinzipien der solidarischen Gesundheitssysteme in Europa zu definieren“, sagt Priv. Doz. Dr. Claudia Wild, Leiterin des LBI-HTA und dessen Vertreterin im ExpertInnen-Panel. „Damit schlagen wir eine Alternative zu den derzeit diskutierten Definitionen vor, die Gesundheitsergebnisse in Relation zum Geldeinsatz oder zu den individuellen Einschätzungen von PatientInnen setzen.“ Tatsächlich befanden die ExpertInnen des Panels diese – zum Teil aus den USA stammenden – Definitionen als zu eng und den Solidaritätsaspekt der europäischen Gesundheitsversorgung außer Acht lassend. Für sie sollte eine wertebasierte Versorgung vielmehr auf 4 Säulen ruhen:

1. Persönlicher Wert: Eine Versorgung, die dem Erreichen persönlicher Ziele von PatientInnen angemessen ist.
2. Technischer Wert: Das Erreichen bestmöglicher Ergebnisse mit den verfügbaren Ressourcen.
3. Allokationswert: Eine gerechte Verteilung der Ressourcen über alle PatientInnen-Gruppen hinweg.
4. Gesellschaftlicher Wert: Einen Beitrag zur sozialen Teilhabe leisten.

Bewusstsein über Wert solidarischer Gesundheitssysteme schafft Nachhaltigkeit

Auch die finanzielle Nachhaltigkeit der allgemeinen Gesundheitsversorgung analysierten die ExpertInnen und schlagen dazu nun eine langfristige Strategie der Ressourcen-Umverteilung vor. Diese beruht auf der Entwicklung eines stärkeren Bewusstseins für Gesundheit als wesentliche Investition in das Wohlergehen der europäischen Gesellschaft – aber auch auf dem Etablieren eines konsistenten Sprachgebrauchs, wenn es um relevante Begriffe wie (im Deutschen) „Verschwendung“, „Angemessenheit“, „Gerechtigkeit und gleicher Zugang“ u.v.a.m. geht. Dr. Wild führt weiter aus: „Wir empfehlen auch die Ausbildung von so genannten „Change Agents“, also von Führungskräften, die diesen Prozess maßgeblich mittragen und -gestalten sollen, sowie Investitionen in die Steuerung, das Monitoring und die Bewertung von Ressourcen-Umverteilungen.“

Weitere Empfehlungen des als „EC Expert Panel on Effective Ways of Investing in Health (EXPH)” bezeichneten Panels sind:

• Forcierung der F&E zur Angemessenheit und Über- wie Fehlversorgung von Gesundheitsversorgung.
• Gründung von „Communities of Practice”, um Praktiken zu vergleichen und Gesundheitsfachkräfte zu ermutigen, Verantwortung nicht nur für einzelne PatientInnen, sondern Patientengruppen zu übernehmen.
• PatientInnen-Initiativen mit unvoreingenommener, objektiver Information zu unterstützen, um informierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Insgesamt geben die ExpertInnen mit ihren Empfehlungen der internationalen Auseinandersetzung zur wertebasierten Gesundheitsversorgung eine neue,  auf die europäische Gesellschaftsordnung zugeschnittene Perspektive. Die Berufung einer Vertreterin des LBI-HTA in das international renommierte Gremium unterstreicht dabei dessen internationalen Ruf im Bereich des Health Technology Assessments.

Referenzen:

Expert Panel on effective ways of investing in Health (EXPH) 2019: Defining value in “value-based healthcare”. Opinion. https://ec.europa.eu/health/expert_panel/sites/expertpanel/files/ev_20190604_frep_en.pdf

*OECD 2017: Tackling Wasteful Spending on Health. Report. https://www.oecd.org/health/tackling-wasteful-spending-on-health-9789264266414-en.htm

Rückfragehinweis:

Ludwig Boltzmann Institute for Health Technology Assessment
Priv. Doz. Dr. phil Claudia Wild
Direktorin
Ludwig Boltzmann Institute for Health Technology Assessment
Garnisongasse 7/20
1090 Wien
T +43 / 1 / 236 81 19-12
Claudia.Wild@hta.lbg.ac.at
http://hta.lbg.ac.at

Redaktion & Aussendung
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Finanzen/Wirtschaft Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

Investoren setzen auf Phagentherapie: Lösungsansatz für die Antibiotika-Krise mit zusätzlichem Millionenbetrag finanziert

Wien, 27. Juni 2019: Das Wiener Biotech-Unternehmen PhagoMed Biopharma GmbH gab heute den Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde bekannt. Das am Vienna Biocenter angesiedelte Unternehmen befasst sich mit der Entwicklung von Phagen-basierten Arzneimitteln. Für diese werden spezielle Viren (Phagen) zur Behandlung von multiresistenten bakteriellen Infektionen eingesetzt. Der vielversprechende Lösungsansatz im Kampf gegen die Antibiotika-Krise war privaten Investoren nun weitere EUR 1,5 Millionen an Investments wert, die vom Unternehmen zur Gänze in die weitere Entwicklung dreier Arzneimittelkandidaten investiert werden.

 

Die PhagoMed Biopharma GmbH (PhagoMed) arbeitet an Lösungsansätzen für die weltweite Antibiotika-Krise, der Zunahme von Resistenzen gegen diese einst so wirksamen Therapeutika. Das Unternehmen entwickelt dazu Arzneimittel auf Basis von natürlichen Viren, die ausschließlich Bakterien befallen und zerstören, sogenannten Phagen. Auf Grund ihrer Fähigkeit, Bakterien gezielt zu zerstören, bieten sie einen vielversprechenden Ansatz, um für multiresistente Infektionen neue Heilungsmöglichkeiten zu schaffen. So gelang es Mitgründern von PhagoMed bereits, Phagen im Rahmen von experimentellen Heilversuchen in Deutschland erfolgreich anzuwenden.

 

Schon letztes Jahr konnte PhagoMed mehr als EUR 4 Millionen an privaten Investments und öffentlichen Förderungen einwerben und die Forschungsaktivitäten am Vienna Biocenter aufnehmen. Das Unternehmen gab nun weitere Investments in Höhe von EUR 1.5 Millionen bekannt, die von bestehenden und neuen Investoren zur Verfügung gestellt wurden.

 

„Seit Aufnahme der Forschungsaktivitäten im Mai 2018 konnten wir bereits konkrete Arzneimittelkandidaten identifizieren und validieren diese derzeit in Tierstudien. Die bisher gewonnenen Ergebnisse überzeugten unsere bestehenden und neuen Investoren davon, unsere F&E mit zusätzlichen Mitteln zu forcieren“, berichtet PhagoMed Mitgründer und Ko-Geschäftsführer Alexander Belcredi. „Die zusätzlichen Seed-Investments erlauben uns nun das Team weiter aufzustocken und wichtige Investitionen in unsere Infrastruktur vorzunehmen.“

 

Als besonders vielversprechend erachtet die Firma den Einsatz von Phagen zur Behandlung infizierter künstlicher Gelenke wie z.B. Hüftprothesen. Infektionen dieser millionenfach eingesetzten Prothesen sind bereits heute schwer zu behandeln, da diese häufig von multiresistenten Bakterien verursacht werden. Diese bilden zudem oftmals einen als Biofilm bezeichneten Belag, der die Wirkung von Antibiotika zusätzlich reduzieren kann. Gerade bei solchen Infektionen stellen Phagen eine vielversprechende Alternative dar, da Phagen in der Lage sind, bakterielle Biofilme abzubauen und dabei die multiresistenten Bakterien zu töten. Einer der drei vom Unternehmen identifizierten Arzneimittelkandidaten zielt genau auf diese Anwendung ab und wird derzeit in Tierstudien evaluiert. Den Beginn erster klinischer Studien zur Behandlung Implantat-assoziierter Infektionen plant PhagoMed für das Jahr 2021.

 

 

Über PhagoMed Biopharma GmbH
PhagoMed Biopharma GmbH ist ein auf die Entwicklung von zugelassenen humantherapeutischen Anwendungen der Phagentherapie spezialisiertes Biotech-Unternehmen. Aktuell arbeitet PhagoMed an drei Entwicklungsprogrammen in drei verschiedenen Indikationen: Implantat-assoziierte Infektionen, Harnwegsinfektionen und bakterielle Vaginose. Diese Programme basieren sowohl auf den Behandlungserfahrungen der klinischen Mitgründer mit Phagen im Rahmen von experimentellen Heilversuchen als auch auf Forschungskollaborationen mit hochrenommierten Wissenschaftern und Forschungseinrichtungen in Deutschland (Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Braunschweig sowie Justus-Liebig-Universität Gießen) und Belgien (Universität Ghent). Seit Gründung im November 2017 hat die Firma mehr als €5,5 Millionen an öffentlichen Förderungen und privaten Investments eingeworben. PhagoMed wird unter anderem von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) sowie der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) unterstützt. Derzeit arbeiten 11 hochqualifizierte Wissenschafter an den Entwicklungsprogrammen, darunter sechs Mitarbeiter am Campus Vienna Biocenter in Wien.

 

Über Phagen
Phagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien befallen. Phagen vermehren sich, indem sie Bakterien mit ihrer DNA infizieren und dann die Bakterienzelle zur Herstellung neuer Phagen umprogrammieren. Sobald ausreichend neue Phagen produziert wurden, zerstören die Phagen mittels eigens produzierter Enzyme die Bakterienzellwände und führen so zum Zelltod. Individuelle Phagen wirken nur gegen ein sehr eingeschränktes Spektrum an Bakterien (typischerweise nur innerhalb einer Spezies). Diese Kombination aus hoher Selektivität und gleichzeitig hoher Effektivität in der Tötung von Bakterien macht Phagen zu einer hochinteressanten Alternative zu Antibiotika bei der Behandlung bakterieller Infektionen.

 

 

Rückfragehinweis:

Kontakt PhagoMed
Alexander Belcredi
PhagoMed Biopharma GmbH
Goldeggasse 6, Top 5-6
1040 Wien
E 
alexander.belcredi@phagomed.com
W 
www.phagomed.com

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Dr. Barbara Bauder
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Aktuelle Nachrichten Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

Global Hernia Repair Market Size, Status, Overview and Future Forecast

According to the new market research report Hernia Repair Market by Product (Mesh (Synthetic, Biologic), Mesh Fixation (Suture, Tack and Glue Applicator)), Surgery Type (Inguinal, Incisional/Ventral, Umbilical, Femoral), and Geography (America, Europe, Asia Pacific) — Forecast to 2023, published by MarketsandMarkets™, The Hernia Repair Market is projected to reach USD 4.75 Billion by 2023 from USD 4.09 Billion in 2018, at a CAGR of 3.0% during the forecast period.

The rising adoption of mesh in hernia repair surgeries, rising geriatric population, new product developments, and favorable reimbursement scenario in developed countries are the major factors driving the growth of this market.

The report analyzes and studies the patient population affected with hernia in the US, Canada, Germany, France, the UK, Japan, China, and India. Along with patient population, the report studies the adoption of synthetic and biologic mesh in hernia repair surgeries and the adoption of suture, tack, and glue applicators for mesh fixation.

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133 — Tables

30 — Figures

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The hernia mesh segment is estimated to account for the largest share of the hernia repair market

On the basis of product, the Hernia Repair Market is segmented into mesh and mesh fixators. A mesh is used for reinforcing weak spots in the muscle while repairing the hernia. Mesh fixators are used to fix the mesh in its place to avoid displacement. In 2018, the hernia mesh segment is expected to account for the largest share of the market. This large share can be attributed to the higher prices of meshes compared to mesh fixators.

In 2018, tack applicators to account for the largest share of the mesh fixators market

The hernia mesh fixators market is segmented into sutures, tack applicators, and glue applicators. Among these, sutures is the most common type of mesh fixator, followed by tack. However, due to the higher price of tacks, the tack applicators segment is expected to account for the largest share in the mesh fixators market in 2018. While the rising adoption of surgical glue as mesh fixators makes glue applicators the fastest growing segment of the mesh fixators market.

Read a Press Release On “Hernia Repair Market”:

https://www.marketsandmarkets.com/PressReleases/hernia-mesh-devices.asp

In 2018, North America is projected to account for the largest market share

The Global Hernia Repair Market is segmented into four major regions, namely, North America, Europe, the Asia Pacific, and the Rest of the World (RoW). In 2018, North America is estimated to account for the largest market for hernia mesh devices. The large share of North America in this market can be attributed to the strong demand for and adoption of hernia repair in the US, presence of a large pool of hernia patients, and an efficient and favorable healthcare system are supporting the growth of the hernia repair market in North America.

The major players in the Hernia Repair Market profiled in this report are Covidien ( Part of Medtronic) (Ireland), Ethicon (Part of Johnson & Johnson) (US), B. Braun (Germany), C.R. Bard (Part of Becton Dickinson) (US), W. L. Gore (US), LifeCell (Part of Allergan) (Ireland), Maquet (Part of Getinge) (Sweden), Cook Medical (US), Integra (US), DIPROMED (Italy), FEG (Germany), Cousin Biotech (France), Herniamesh (Italy), Aspide Medical (France), TransEasy Medical (China), and Via Surgical (Israel).

Know more about key industry players:

https://www.marketsandmarkets.com/ResearchInsight/hernia-mesh-devices-market.asp

Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

EIN WEARABLE ZUM LACHEN: NEU ENTWICKELTES TOOL FÜR PSYCHOLOGIE-STUDIEN WIRD MIT „LACHEN“ GETESTET

 

Wissenschafter der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems entwickeln innovatives Tool für Erhebung psychologischer Daten und testen es mit „Lachen im Alltag“.

 

Krems, 03. Juni 2019 – Software für ein innovatives Wearable, das die Datenerhebung bei psychologischen Studien optimieren kann, wird derzeit von Wissenschaftern der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems (KL Krems) entwickelt. Getestet werden wird das Gerät mit ca. 150 Probandinnen und Probanden in einer Studie zum „Lachen im Alltag“*. Der Vorteil des als Armband getragenen Wearables liegt in seiner raschen Verfügbarkeit zur Datenerfassung und in seiner einfachen Bedienung. Diese Vorteile kommen besonders bei psychologischen Studien zum Tragen, bei denen es um die Selbsterfassung von Alltagserfahrungen geht (Experience Sampling Method). Bei diesen dienen traditionell schriftliche Aufzeichnungen oder Smartphones zur Datenerhebung, was jedoch zu Verzerrungen der Ergebnisse führen kann.

*Hinweis: Falls Sie gerne an der Studie zum „Lachen im Alltag“ teilnehmen möchten und im Großraum Krems an der Donau wohnen, dann nehmen Sie bitte Kontakt auf: psychologie.forschung@kl.ac.at; https://lachenimalltag2019.weebly.com/

 

Egal, ob es um Rauchen, Essen oder Sex geht – das Alltagsverhalten von uns Menschen mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, ist für Psychologen und Psychologinnen gar nicht so einfach. Denn die zur Datenerhebung notwendigen Maßnahmen stören oftmals unser Verhalten und beeinflussen so die Ergebnisse. Eine in psychologischen Studien häufig angewendete Methode wird als „Experience Sampling Method“ (ESM) bezeichnet und beruht auf Selbstbeobachtungen der Probandinnen und Probanden. Diese führen Tagebücher zu ihren Handlungen, Gedanken, Gefühlen u. v. m. Wurden diese Aufzeichnungen früher meistens handschriftlich gemacht, so dienen heute oftmals Smartphone-Apps dazu. Doch selbst das Nutzen dieser modernen Tools führt unweigerlich zu Störungen des Verhaltens. Einen wesentlich eleganteren Lösungsansatz – welcher derzeit an der KL Krems am Department Psychologie und Psychodynamik entwickelt wird – bietet da ein smartes Wearable.

 

ALLZEIT BEREIT!

Prof. Stefan Stieger vom Department Psychologie und Psychodynamik der KL Krems sind die Vor- und Nachteile von Smartphone-Apps für die ESM gut bekannt. Allein in den letzten Jahren führte seine Arbeitsgruppe mehrere Studien auf diese Weise durch. Große Datenmengen können so rasch und präzise gewonnen werden, doch greift jede App-Nutzung auch in das akute Verhalten ein: Phone raus und aktivieren, App hochfahren, geforderte Aktivität ausführen, App runterfahren, Phone aus und wegstecken. „Will man da zum Beispiel eine Studie zum Rauchverhalten durchführen“, meint Prof. Stieger, „in der die Beteiligten aufgefordert sind, das akute Verlangen nach einer Zigarette in der App zu protokollieren, dann vergeht denen – übertrieben gesagt – die Lust am Rauchen allein schon deswegen. Wieviel einfacher wäre es da, nur einen Knopf am Handgelenk drücken zu müssen?“

Genau ein solches Wearable programmieren Prof. Stieger und sein Team nun gerade basierend auf einem sogenannten frei erhältlichen ‚development board‘. Was zunächst recht einfach klingt, ist in Wirklichkeit eine größere Herausforderung. Zwar gibt es viele smarte Wearables für den Sport, die Körperfunktionen wie Blutdruck u. Ä. autonom erfassen, doch ein Wearable für ESM-Studien muss anderes können. Dazu Prof. Stieger: „Es muss für wissenschaftliche Zwecke universell einsetzbar sein, deswegen wird es eine Open-Source-Lösung sein. So können je nach Studienprotokoll verschiedene Funktionen programmiert werden.“ Dabei muss das Wearable autonom agieren, darf nur einen geringen Stromverbrauch aufweisen, muss Daten unabhängig von einem Netzwerk speichern und zudem günstig, wind-, wasser- und schlagfest sein.

 

TESTEN IST AM BESTEN

Tatsächlich konnte das Team bereits Prototypen programmieren, sodass nun Tests beginnen können. Dazu greift Prof. Stieger auf ein wahrlich erfreuliches Verhalten des Menschen zurück: das Lachen. Dieses analysierte er bereits im Rahmen einer ESM-Studie, die Smartphones zur Datenerhebung nutzte. „Ein guter Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nämlich fast 30 Prozent, klagte aber auch darüber, dass sie ihre Smartphones nicht immer und überall dabeihatten bzw. es einfach störend fanden, diese in einer geselligen Gruppe herauszuholen, um das Lachen zu protokollieren“ reflektiert Prof. Stieger. „Ein kleiner Click auf ein dezentes Wearable am Handgelenk wäre da einfacher gewesen.“ Genau das ist es, was er in dem Test zum „Lachen im Alltag“ mit mehr als hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern anbieten wird. Dabei wird er eine Vergleichsstudie mit Personen machen, die nochmals eine Smartphone-App nutzen sollen. Ein Vergleich sollte dann – so Prof. Stiegers Hypothese – zeigen, dass die Wearable-Gruppe akkuratere Daten liefert und die Art der Datenerhebung das Ergebnis also beeinflusst.

Bereits in den letzten Jahren verschaffte Prof. Stieger dem Department Psychologie und Psychodynamik der KL Krems mit seinen ESM-basierten Studien zum Alltagsverhalten von Menschen einen internationalen Ruf. Dabei setzte er von Anbeginn auf moderne Formen der Datenerhebung. Mit der eigenen Entwicklung eines speziell für wissenschaftliche Zwecke geschaffenen Wearables bestätigt er erneut die innovativen Ansätze der KL Krems zum Erkenntnisgewinn in wichtigen Brückendisziplinen wie u. a. der Medizintechnik, der Psychologie und Psychodynamik.

 

Über die Karl Landsteiner Privatuniversität Krems
Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL) ist Wegbereiterin und Katalysatorin für zukunftsorientierte, gesellschaftlich relevante Lehr- und Forschungsbereiche in der Medizin, Psychologie und den Gesundheitswissenschaften. In diesem Sinne fokussiert sie auf ein fächerübergreifendes, international ausgerichtetes Studienprogramm, das eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Ausbildungsangebot der öffentlichen Universitäten darstellt. Mit ihrem europaweit anerkannten Bachelor-Master-System stellt die KL eine flexible Bildungseinrichtung dar, die auf die Bedürfnisse der Studierenden und Anforderungen des Arbeitsmarkts abgestimmt ist. In der Forschung konzentriert sich die KL gezielt auf Nischenfelder in gesundheitspolitisch relevanten Brückendisziplinen wie der Medizintechnik, der Psychologie und Psychodynamik sowie dem Thema Wasserqualität und den damit verbundenen gesundheitlichen Aspekten. Die KL wurde 2013 gegründet und von der Österreichischen Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria) akkreditiert.

 

Rückfragehinweis:

Wissenschaftlicher Kontakt
Prof. Stefan Stieger
Department Psychologie und Psychodynamik
Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems
T +43 2732 720 90 301
E Stefan.Stieger@kl.ac.at
W http://www.kl.ac.at/

 

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Mag. Barbara M. Peutz
Kommunikation, PR & Marketing (Leitung)
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems
T +43 2732 72090 230
M +43 664 889 558 49
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Redaktion & Aussendung
PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung
Ira Paschinger
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Aktuelle Nachrichten Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Wissenschaft/Forschung

ROBOTERASSISTIERTE CHIRURGIE: WENIGE VORTEILE TROTZ HOHER KOSTEN

Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment untersucht roboterassistierte Chirurgie bei Indikationen im Thorax und Bauchraum

Wien, 28. Mai 2019 – Klinische Studien über roboterassistierte Chirurgie für Indikationen im Thorax und Bauchraum belegen bisher wenige Vorteile dieser kostenintensiven Operationsmethode. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment, in deren Rahmen relevante, internationale klinische Studien unter die Lupe genommen wurden. Tatsächlich ist die Datenlage derzeit sehr unbefriedigend, da größere, qualitativ hochwertige und statistisch aussagekräftigere Studien kaum vorhanden sind.

Roboterassistierte Chirurgie erlaubt minimalinvasive Eingriffe mit hoher Präzision. Generell würde man sich dadurch im Vergleich mit anderen Verfahren wie der Laparoskopie oder der offenen Chirurgie Vorteile für PatientInnen beim Operations- und anschließenden Genesungsverlauf erwarten. Ob dem tatsächlich so ist, wurde nun in einer umfassenden Studie des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment (LBI-HTA) für Indikationen im Thorax und Bauchraum untersucht. Dazu wurden insgesamt 28 relevante, kontrollierte klinische Studien mit jeweils mindestens 10 PatientInnen in der HTA-Studie inkludiert. Die Ergebnisse wurden jetzt im Rahmen des European Network for Health Technology Assessment (EUnetHTA) veröffentlicht.

KAUM VORTEILE – SCHWACHE DATENLAGE

„Zusammengefasst kann man sagen, dass es für die analysierten Indikationen wenige Hinweise auf eindeutige Vorteile für die Wirksamkeit und Sicherheit dieser modernen Operationsmethode gibt“, meint Priv. Doz. Dr. Claudia Wild, Institutsleiterin des LBI-HTA. Dieses Ergebnis wiegt insofern besonders schwer, da roboterassistierte Operationssysteme teuer sind, tendenziell längere Operationsdauern bedingen und eine intensive Einschulung sowie entsprechend häufiges Praktizieren der ChirurgInnen erforderlich machen. Letzteres, so führen die StudienautorInnen ausdrücklich aus, trägt aber zu einer schweren Vergleichbarkeit unterschiedlicher Studien bei. Denn die Studien geben bisher wenig Auskunft darüber, inwiefern Erfahrungen und häufige Praxis einen Einfluss auf das Operationsergebnis haben können.

Auch insgesamt war die Datenlage eher dünn, was in der Studie gleich eingangs betont wird. So konnte für neun der 13 untersuchten Verfahren im Bereich des Thorax und Bauchraums keine ausreichende Evidenz (d.h. eindeutiger Nachweis, Beleg oder Beweis) aus vergleichenden klinischen Studien gefunden werden, die es erlaubt hätte, den Nutzen der roboterassistierten Chirurgie gegenüber anderen Methoden festzustellen.

KOMPLIKATIONEN MÖGLICHERWEISE REDUZIERT

Für einige wenige Verfahren ließen sich gewisse – wenngleich mit großer Unsicherheit behaftet – Vorteile erkennen, wenn auch nur bei einzelnen und nicht allen klinischen Ergebnissen. So scheint die roboterassistierte Ösophagektomie (Entfernung der Speiseröhre) im Vergleich zur offenen Chirurgie die postoperativen Komplikationen wahrscheinlich zu reduzieren und die postoperative Lebensqualität der PatientInnen zu erhöhen. Bei der Gastrektomie (Magenentfernung) könnte der roboterassistierte chirurgische Eingriff – im Vergleich zu laparoskopischen Eingriffen – postoperative Komplikationen möglicherweise verbessern. Auch bei Entfernungen der Gallenblase dürfte die roboterassistierte Chirurgie verglichen mit den anderen Methoden zu weniger oder milderen Komplikationen während und nach der Operation führen. Eine roboterassistierte Rektumresektion (Teilentfernung des Enddarms) kann möglicherweise die sexuelle Funktionsfähigkeit verbessern und postoperative Komplikationen verringern, dagegen aber vermehrt intraoperative Komplikationen zur Folge haben.

Insgesamt sensibilisiert das LBI-HTA mit dieser Studie für eine kritische Analyse von Vor- und Nachteilen neuer, kostenintensiver Operationstechniken. Wie die Studie zeigt, ist die Evidenz für die Vorteile solcher Techniken oftmals nicht überzeugend. In Bezug auf roboterassistierte Chirurgie im Thorax und Bauchraum sollte sich die Datenlage allerdings in den nächsten fünf Jahren deutlich verbessern. Denn, so ein weiteres Ergebnis des Berichts, zahlreiche Studien laufen bereits zu diesem Thema und umfassen dabei bis zu 5.000 PatientInnen.

Originalpublikation:
Roboterassistierte Chirurgie bei Indikationen im Bereich des Thorax und des Bauchraums. EUnetHTA-Report. Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment. LBI-HTA Project report No. 108: http://eprints.hta.lbg.ac.at/1198/

Rückfragehinweis:
Ludwig Boltzmann Institute for Health Technology Assessment
Priv. Doz. Dr. phil Claudia Wild
Direktorin
Ludwig Boltzmann Institute for Health Technology Assessment
Garnisongasse 7/20
1090 Wien
T +43 / 1 / 236 81 19-12
E Claudia.Wild@hta.lbg.ac.at
W http://hta.lbg.ac.at

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Finanzen/Wirtschaft Gesundheit/Medizin Wissenschaft/Forschung

Marinomed Biotech AG: Budesolv zeigt bei stark reduzierter Dosis im Vergleich zum Marktprodukt Rhinocort Aqua, bereits nach der ersten Anwendung klare Wirksamkeit, Marinosolv®-Plattform klinisch bestätigt

 

Marinomed Biotech AG: Budesolv zeigt bei stark reduzierter Dosis im Vergleich zum Marktprodukt Rhinocort Aqua, bereits nach der ersten Anwendung klare Wirksamkeit, Marinosolv®-Plattform klinisch bestätigt

 

• Phase-III-Studienziele erreicht – Basis für Einstieg in Multi-Milliarden-Dollar-Markt erfolgreich gelegt
• Budesolv zeigt bereits nach der ersten Anwendung deutliche Wirksamkeit
• Allergische Nasensymptome innerhalb von vier Stunden deutlich reduziert
• Sechsmal niedrigere Wirkstoffmenge als Vergleichsprodukt

 

Wien, 15. Mai 2019. Die Marinomed Biotech AG, ein global tätiges biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Wien, erhielt im Rahmen der pivotalen Phase-III-Studie für Budesolv die klinische Bestätigung für die Wirksamkeit der innovativen Marinosolv®-Technologie-Plattform. Die vorliegenden Daten beweisen, dass Budesolv 10 µg bei über sechsmal niedrigerer Dosis nach einer Woche Therapie zumindest die gleiche Wirkung wie das derzeit am Markt befindliche Produkt Rhinocort Aqua 64 µg erzielt. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse der Studie, dass bereits nach der ersten Dosis Budesolv eine Verbesserung der Symptome bei allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) eintritt. Bei Rhinocort Aqua wurde dieser Effekt nicht beobachtet. Damit wurden sowohl der angestrebte primäre als auch der sekundäre Endpunkt der Studie erreicht. Die Basis für den geplanten Einstieg in den multimilliardenschweren Markt für Therapien gegen allergischen Heuschnupfen wurde damit erfolgreich gelegt. Der relevante Weltmarkt für Budesolv umfasst aktuell ein Volumen von rund 5 Milliarden USD und wächst jährlich um weitere rund 5 %. Marinomed hält am Zeitplan für eine Zulassung von Budesolv und anschließende Markteinführung in Europa im Jahr 2021 fest.

 

Vollständige Lösung des Wirkstoffs Budesonid

Budesolv ist eine neue, auf Marinosolv® basierende Formulierung des Wirkstoffs Budesonid. Während bei den bisher am Markt zugelassenen Steroidnasensprays die Wirkstoffe als Suspension und damit weitgehend ungelöst vorliegen, ermöglicht Marinosolv® die vollständige Lösung der Substanz. Budesolv enthält eine deutlich geringere Wirkstoffmenge als das vergleichbare Marktprodukt, nämlich über sechsmal weniger (10 µg/Sprühstoß anstelle von 64µg). Dennoch konnte in einer Studie mit Heuschnupfenpatienten gezeigt werden, dass Budesolv nach einer Woche Therapie eine gleichwertige Wirksamkeit wie das Marktprodukt zeigt.

Bereits diese Daten beweisen, dass die vollständige Lösung und damit bessere Verfügbarkeit einer Substanz deutliche und klinisch relevante Vorteile bringt. Zusätzlich wurde in der Studie untersucht, ob bereits nach der ersten Dosis Budesolv eine Verbesserung der allergischen Symptome eintritt.

 

Erste Innovation in der Allergiebehandlung mit Budesonid seit vielen Jahren

Nach Auswertung der Ergebnisse der Stunden nach der ersten Dosierung zeigte sich Studienleiterin und Allergologin Dr. Petra Zieglmayer überrascht: „Während es bereits ein großer Erfolg ist, dass ein Produkt mit einer stark reduzierten Dosis der wirksamen Substanz gegenüber dem Marktprodukt nach einer Woche Behandlung gleichwertig ist, sind die Daten nach der ersten Dosierung äußerst erstaunlich. Nach Erfahrungen mit dem Marktprodukt Rhinocort Aqua kann innerhalb der ersten Stunden nach der ersten Anwendung nicht mit einer Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo gerechnet werden.

Budesolv hingegen konnte die allergischen Nasensymptome innerhalb von vier Stunden im Vergleich zu den Symptomen vor der ersten Gabe und zu Placebo deutlich reduzieren. Diese Wirksamkeit zeigt sich auch bei allergischen Symptomen, die mit Asthma assoziiert sind: Im sogenannten Asthmascore konnte eine bedeutende Reduktion bereits unmittelbar nach der ersten Gabe von Budesolv im Vergleich zu Placebo nachgewiesen werden. Mit dem Vergleichsprodukt Rhinocort Aqua wurde diese  Reduktion des Asthmascores nicht beobachtet. Patienten dürfen daher bereits innerhalb der ersten Stunden nach der ersten Anwendung mit Budesolv mit einer spürbaren und anhaltenden Verbesserung der Symptome rechnen. Damit stellt Budesolv die erste wirkliche Innovation in der Allergiebehandlung mit Budesonid seit vielen Jahren dar.“

Dr. Eva Prieschl-Grassauer, Chief Scientific Officer von Marinomed ergänzt: „Wir freuen uns, dass die erste Studie mit einem auf der Marinosolv®-Technologie basierenden Produkt erfolgreich verlaufen ist und unsere allgemeinen Annahmen, dass Lösungen Suspensionen überlegen sind, bestätigt wurden. Damit können wir auch die folgenden Projekte mit der Technologie Marinosolv® mit großer Zuversicht weiterführen.“ Als nächstes plant Marinomed mit dem Produkt Tacrosolv eine Therapie gegen allergische Bindehautentzündung zu entwickeln.

Mit den beiden Leitprodukten Budesolv und Tacrosolv plant Marinomed den Einstieg in den Multi-Milliarden-Dollar-Markt für die Behandlung von Allergien und Augenerkrankungen. Marinosolv®-Produkte sollen nach erfolgter Zulassung mit Partnern vermarktet werden.

 

Über Marinomed Biotech AG
Marinomed Biotech AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Wien und notiert seit 1.2.2019 im Prime Market der Wiener Börse. Der Unternehmensfokus liegt auf der Entwicklung innovativer Produkte im Bereich Atemwegs- und Augenerkrankungen, die auf patentgeschützten Technologieplattformen basieren. Die Technologieplattform Marinosolv® erhöht die Wirksamkeit von schwer löslichen Wirkstoffen speziell für die Behandlung von sensiblen Organen wie Augen und Nase. Die Plattform Carragelose® umfasst innovative patentgeschützte Produkte zur Behandlung von viralen Infektionen der Atemwege. Carragelose® kommt in Nasensprays, Rachensprays und Pastillen zur Anwendung, die mit internationalen Partnern weltweit in mehr als 30 Ländern vertrieben werden. Weiterführende Informationen: www.marinomed.com.

 

Rückfragehinweis:

Dr. Eva Prieschl-Grassauer
Chief Scientific Officer, Marinomed
Veterinärplatz 1, 1210 Wien, Österreich
T +43 (0)1 250 77 4460
E-Mail: eva.prieschl@marinomed.com
http://www.marinomed.com

Roland Mayrl
Managing Partner, Metrum Communications
Prinz-Eugen-Straße 80/16, 1040 Wien, Österreich
T +43 (0) 1 504 69 87 331
E-Mail: r.mayrl@metrum.at
http://www.metrum.at