(lifepr) Berlin, 17.02.2011 – Zu den zentralen gesundheitspolitischen Vorhaben der Bundesregierung im Jahr 2011 zählt das geplante Versorgungsgesetz. Jan Carels, Geschäftsführer Politik des AOK-Bundesverbandes, zeigt im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums „Gesundheit und Gesellschaft“ (G+G) auf, was in dem Versorgungsgesetz stehen sollte, damit die Patienten von diesem profitieren und nicht, wie in der Vergangenheit, Gesundheitsreformen in erster Linie als weitere Griffe in ihren Geldbeutel erleben. Weitere Themen in der Februar-Ausgabe von G+G: ein Interview mit dem Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Prof. Jürgen Windeler, und: „agnes zwei“ ist in Brandenburg unterwegs.
Leseproben der aktuellen Ausgabe
Gesund essen – das müssen Kinder in der Schule lernen
Junkfood statt Vollkornbrot – die Essgewohnheiten vieler Schüler fördern Krankheiten. Deshalb gehört für den Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Thema Ernährung in den Unterricht. Zugleich müssten sich preisgünstige und gesunde Mahlzeiten auf der Karte der Schulmensa wiederfinden. Dabei hat richtige Ernährung für den GEW-Vorsitzenden nicht allein einen gesundheitlichen Aspekt: „Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtige Rituale, den den sozialen Zusammenhalt fördern.“
Mehr Qualität fürs Geld
Die jüngsten Gesundheitsreformen spürten die gesetzlich Versicherten im Geldbeutel. Der nächste Anlauf müsse vor allem die Versorgung verbessern. Mit den jetzt anstehenden Anlauf der Bundesregierung muss die Versorgung besser werden – vor allem in ländlichen Gebieten, fordert Jan Carels, Geschäftsführer Politik des AOK-Bundesverbandes, im Titelthema der aktuellen G+G. Dazu gehört für ihn vor allem, dass künftig bei der Planung und Gestaltung der medizinischen Versorgung der tatsächliche Bedarf der Versicherten vor Ort ausschlaggebend ist. Dazu müsse „die starre und zentralistische Planung der Versorgungsstrukturen aufgegeben werden“. Zugleich will Carels die Behandlungsqualität stärker als bisher in den Mittelpunkt rücken: „Hinsichtlich der Qualität des medizinischen Angebotes tappen die Patienten im Dunkeln: Transparenz ist bei zu vielen Ärztefunktionären noch unerwünscht.“
