Langzeitarbeitlose profitieren nicht vom Konjunkturaufschwung

(lifepr) Stuttgart, 15.03.2011 – Knapp ein Drittel aller Arbeitslosen sind Langzeitarbeitslose. Während die Arbeitslosenzahl im Februar gegenüber dem letzten Jahr um 17,8 Prozent zurückgegangen ist, ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gerade Mal um 3,5 Prozent gesunken. Die Zahl der Langzeitarbeitlosen zwischen 55 und 65 Jahren ist sogar um 3,1 Prozent gestiegen. Es gibt eine große Zahl von Menschen, die kaum oder gar nicht auf dem Arbeitsmarkt wieder integrierbar sind. Außerdem werden viele Gruppen nicht als Arbeitslose gerechnet. Das wahre Ausmaß der Arbeitslosigkeit ist weit höher, als es in der Statistik erscheint. Über vier Millionen Menschen sind bundesweit arbeitslos.

Obwohl dies bekannt ist, werden die Eingliederungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit 2011 massiv zurückgefahren. Wer die Augen öffnet, weiß, dass nur ein öffentlich geförderter Beschäftigungsmarkt eine Lösung bringen kann. Hier sind Bund und Land gefragt, die Weichen zu stellen. Berechnungen der Diakonie zeigen, dass es nicht teuerer sein muss, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu fördern.

Über all dies informieren wir Sie in einem Pressegespräch. Außerdem berichten Langzeitarbeitslose von ihrem Förderungsmarathon, der für sie letztendlich aber zu keinen Erfolg geführt hat. Dazu laden wir Sie ein,

am Freitag, 18. März, 10.30 Uhr ins Diakonische Werk Württemberg Heilbronner Straße 180, 70191 Stuttgart

Ihre Gesprächspartner sind:

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg Hannes Finkbeiner, Geschäftsführer der Aufbaugilde, einem diakonischen Beschäftigungsunternehmen in Heilbronn, und Vorsitzender des Evangelischen Fachverbandes für Arbeitslosenhilfe in der württembergischen Diakonie Betroffene Langzeitarbeitlose, die von ihren Erfahrungen mit Förderung und Wiedereingliederung berichten.