(pressebox) Berlin, 14.04.2011 – In der Betriebsversammlung am 13. April beim Freien Wort (FW) in Suhl schmückten Beschäftigte aus Redaktion und Verlag eine Osterbirke mit ihren Wünschen. Mehrfach verlangten sie für hoch qualifizierte Tätigkeiten eine adäquate Bezahlung. Journalismus bietet Mehrwert und unterscheidet sich vor allem durch seine aus Quellensicherheit resultierende Glaubwürdigkeit von Informations- und Mitmachportalen. Selbst gemalte Ostereier schmückten den Veranstaltungsraum und enthielten natürlich auch eine Botschaft an die Geschäftsführung: „Tarifdumping – mit uns nicht!“
Ralf Leifer, Geschäftsführer des DJV-Landesverbands Thüringen, griff eine Äußerung von FW-Geschäftsführer Thomas Regge auf, der von schlechter Außenwirkung sprach, wenn in der Öffentlichkeit immer nur geklagt würde. Leifer fragte ihn, ob die beabsichtigte 30-prozentige Absenkung des Einkommensniveaus von Redakteuren gut für das Image der Verlage ist. Damit werden junge Menschen faktisch gezwungen, ein PR-Studium zu beginnen. Woher sollen die Fachleute dann kommen, die den Unterschied zwischen Journalismus und PR kennen? Die Antwort blieb der Verlagsmanager schuldig.
