Albers: Wir erwarten jetzt konkrete Ergebnisse

(pressebox) Berlin, 14.04.2011 – Zum Treffen der Bundeskanzlerin mit den Bundesministern und den Ministerpräsidenten der Länder zur Energiepolitik am 15. April 2011 in Berlin erklärt der Präsident des Bundesverbandes WindEnerige e.V., Hermann Albers:

„Das morgige Treffen bietet eine Chance für erste konkrete Maßnahmen und Ergebnisse in Richtung einer neuen Energiepolitik. Darauf ist die Windenergiebranche jetzt angewiesen. Das ist nicht nur eine Frage der Notwendigkeit für die künftige Energiepolitik, sondern auch der Glaubwürdigkeit für die Bundesregierung. Die Windenergiebranche erwartet morgen von Seiten der Bundeskanzlerin klare Aussagen zum Atomausstieg, zur anstehenden Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes und zum Netzausbau.

Des Weiteren raten wir dringend zu einer Reihe von Sofortmaßnahmen, durch die die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern den Ausbau der Windenergie zügig vorantreiben kann. Wir haben in einer aktuellen Studie belegt, dass bei der Bereitstellung von zwei Prozent der Fläche in Deutschland, die Windenergie an Land bis zu 65 Prozent des deutschen Energieverbrauchs abdecken kann. Die schwachen Ausbauzahlen der Windenergie in Deutschland vom vergangenen Jahr zeigen aber: Die Windenergie steht weit hinter ihren Potenzialen und Möglichkeiten zurück.

Daher ist es jetzt notwendig, dass die Bundesregierung zeitnah ein Erneuerbare Energien Beschleunigungsgesetz auf den Weg bringt. Damit müssen die verschiedenen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Erneuerbaren Energien in Einklang gebracht und auf eine schnelle Energiewende ausgerichtet werden. Für die Windenergie bedeutet das: Abschaffung von Höhenbegrenzungen, Abbau administrativer Hemmnisse und die Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.

Ein weiterer effektiver Schritt für einen besseren Ausbau der Windenergie in Deutschland ist die Schaffung eines Bund-Länder-Projektstabes zur Ausweisung von Flächen für Windenergie. Wenn wir die vorhandenen Potenziale der Erneuerbaren Energien in Deutschland nutzen und zügig aus der Kernenergie aussteigen wollen, müssen Bund und Länder, Politik und Erneuerbare Energienbranche gemeinsam an einem Strang ziehen.“