Gluten ruiniert die Verdauung – die Auswirkungen der Glutenallergie

Gluten, als Sammelbezeichnung für verschiedene polymere Eiweiße, ist in vielen verschiedenen Getreidesorten und daher ebenfalls in getreidehalitigen Nahrungsmitteln enthalten. Einige Menschen haben bedingt durch genetische Ursachen eine Glutenallergie, also eine Unverträglichkeit Gluten, und bei diesen Personen bewirken die Klebereiweiße nach und nach eine endzündliche Reaktion der Zellen der Darmwand, die schließlich mit der Zeit ihre Funktion verlieren.

Zöliakie, so die medizinische Bezeichnung für die Unverträglichkeit, ist durch diesen Ausfall die Ursache für eine unzureichende Versorgung des Körpers mit Nährstoffen, wozu Sie hier Informationen finden. Zahlreiche an sich notwendige Nährstoffe verbleiben so unverarbeitet im Darm und als Konsequenz kommt es zu Durchfall und Übelkeit. Betroffene, die an einheimischer Sprue, ein weiterer volkstümlicher Name für diese Krankheit, leiden, verlieren oft stark an Gewicht im Verlauf der Erkrankung, und auch Erschöpfungszustände bis hin zu Depressionen können mit einer Weizenallergie gekoppelt vorkommen.

Der Schweregrad der Symptome ist anders von Mensch zu Mensch, denn bei manchen Betroffenen tritt gemeinsam mit der Zöliakie eine erhöhte Häufigkeit für Krebserkrankungen auf. Das Vorkommen von Sprue liegt bei 1 zu 3500, also ist im Durchschnitt einer von 3500 Menschen davon betroffen, wobei die Wahrscheinlichkeit in Schweden und den Nachbarländern höher ist, die Ursachen dafür jedoch noch nicht schlüssig aufgeklärt sind. Die einzige mögliche Linderung für Patienten ist zur Zeit der komplette Verzicht auf Gluten in Nahrungsmitteln, was leider nicht so einfach ist wie es zunächst erscheint, da Gluten sogar als Emulgator in der Biotechnologie eingesetzt wird. Durch die Verwendung von anderen Rohstoffen, wie beispielsweise Kochbananen oder Mais, können glutenfreie Produkte, wie zum Beispiel glutenfreies Brot, produziert werden. Leider sind solche Produkte in den meisten Fällen deutlich teurer als die glutenhaltigen Lebensmittel und zudem nicht immer überall im Angebot.