Der Weg in die eigene Immobilie ist mit einem günstigen Darlehen leichter zu schaffen als mit einer teuren Finanzierung – dieser Zusammenhang ist stolzen Hausbesitzern wohl bewusst. Wenn eine Finanzierung in absehbarer Zeit ausläuft, versucht man deshalb frühzeitig, von der aktuellen Niedrigzinsphase zu profitieren und die geringen Darlehenszinsen zu sichern. Dazu gibt es neben dem Forwarddarlehen die Möglichkeit, einen Bausparvertrag abzuschließen. Doch wie schafft man sich durch diesen Kniff die Garantie auf Niedrigzinsen? Wie Bauherren besonders günstig an ein Darlehen kommen, erfahren Sie unter http://www.testsieger-berichte.de/baufinanzierung-test/.
Forwarddarlehen sind nicht immer ideal
Wer sich langfristig niedrige Zinsen sichern will, hört häufig die Empfehlung, ein Forwarddarlehen abzuschließen. Ein Forwarddarlehen ist eine Anschlussfinanzierung, deren Konditionen schon heute schriftlich garantiert werden. Der Darlehensnehmer wird ein solches Darlehen abschließen, wenn seine Finanzierung innerhalb der nächsten 60 Monate ausläuft. Wie bei jedem klassischen Darlehensvertrag sind auch bei einem Vertrag für ein Forwarddarlehen Konditionen wie Zinsen, Tilgung und Sondertilgungen festgelegt. Vor allem werden die Zinsen nach dem aktuellen Marktzins vereinbart. Die Bank wird lediglich einen geringen Zuschlag verlangen, weil sie den günstigen Zins bereits für mehrere Monate oder Jahre im Voraus gewährt. Das größte Hindernis für den Abschluss eines Forwarddarlehens ist häufig die maximale Vorlaufzeit von 60 Monaten. Wenn der heutige Darlehensvertrag in sechs oder sieben Jahren endet und man sich schon heute die niedrigen Zinsen festschreiben lassen will, kommt ein Forwarddarlehen nicht in Frage. In solchen Fällen ist der Bausparvertrag eine Alternative.
Bausparverträge bieten langfristig Sicherheit
Ein Bausparvertrag besteht üblicherweise aus einer Anspar- und einer Darlehensphase. Während der Ansparphase zahlt der Bausparer eine monatlich festgelegte Summe in den Vertrag ein, die Beiträge verzinsen sich. Diese Guthabenverzinsung für Bausparverträge gilt im Vergleich zu Tages- oder Festgeldzinsen als relativ attraktiv, deshalb werden Bausparverträge häufig als Geldanlage empfohlen. Sobald das angesparte Guthaben zuteilungsreif ist, kann das Darlehen in Anspruch genommen werden. Dazu ist der Bausparer aber nicht verpflichtet. Die Zinsen für das Bauspardarlehen werden schon beim Abschluss des Vertrags festgeschrieben. Bis das Darlehen zuteilungsreif wird, muss der Bausparer einige Jahre in den Vertrag einzahlen. Im Durchschnitt dauert es rund sechs bis acht Jahre, bis das Darlehen zu den bereits garantierten Zinsen in Anspruch genommen wird. Erst wenn diese Vorbedingungen erfüllt sind, gewährt die Bausparkasse das Darlehen. Somit eignet sich ein Bausparvertrag hervorragend zur Zinssicherung, wenn die Anschlussfinanzierung erst in sechs bis acht Jahren nötig ist.
Der Bausparvertrag als zusätzliche Belastung
So gut ein Bauspardarlehen zur langfristigen Zinssicherung geeignet ist, so sehr muss sich der Bausparer darüber im Klaren sein, dass er mit der Einzahlung in der Ansparphase eine zusätzliche monatliche Belastung zu tragen hat. Während die Zahlung der Darlehensraten bei einem Forwarddarlehen nahtlos ineinander übergeht, handelt es sich bei der Ansparung auf das Guthaben um eine zusätzliche Ausgabe. Ob diese langfristig tragbar ist, muss im Einzelfall geprüft werden.
