1,13 Millionen neue Bäume für Thüringens Wälder

Erfurt (pressrelations) –

1,13 Millionen neue Bäume für Thüringens Wälder

Reinholz: Naturnahe Waldbewirtschaftung erhöht biologische Vielfalt 21. März: Internationaler Tag des Waldes

Über 1,13 Millionen Bäume werden in diesem Frühjahr allein im Thüringer Staatswald in den Boden gebracht. Gepflanzt werden überwiegend Laubbäume wie Buche, Eichen- und Ahornarten sowie seltene oder gefährdete Baumarten wie Elsbeere, Wildkirsche und Ulme. Nadelbaumarten wie Douglasie, Tanne und Fichte werden in Mischung mit anderen Baumarten begründet. Die Fichte wird aufgrund ihrer Anfälligkeit gegen Trockenheit im Staatswald nur noch in den höheren Lagen der Gebirge gepflanzt.

“Thüringen braucht naturnahe und stabile Mischwälder. Nur so kann der Wald für den Klimawandel fit gemacht werden. Eine naturnahe Bewirtschaftung des Waldes erhöht außerdem die biologische Vielfalt unserer Wälder”, sagte Thüringens Forstminister Jürgen Reinholz anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages des Waldes.

Die privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer werden bei der Wiederaufforstung der Schadenflächen von Kyrill und Borkenkäfer unterstützt. Im Jahr 2010 stehen für diesen Zweck zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung.

Derzeit werden die Wälder Thüringens durch die Baumarten Fichte Kiefer und Buche geprägt. Dabei hat der Laubbaumanteil in Thüringens Wäldern seit Anfang der 1990er Jahre um sieben Prozent zugenommen und liegt bei 38 Prozent (Stand: 2002). Ebenso hat der Anteil von Mischwäldern deutlich zugenommen (bei 70 Prozent im Jahr 2002). Die Waldfläche in Thüringen insgesamt beträgt 515.203 Hektar (Stand: 2008), das sind rund ein Drittel der gesamten Landesfläche. Allein auf einer Fläche von 4500 Hektar Nadelwäldern wurde mit der Umwandlung in Mischbestände begonnen, in dem junge Laubbäume unter dem Schutzschirm älterer Nadelbäume gepflanzt wurden. Auf weiteren Flächen haben sich Laubhölzer natürlich verjüngt.

Im Thüringer Staatsforst existiert ein Netz von 26 Naturwaldparzellen. Diese bieten beste Voraussetzungen für natur- und forstwissenschaftliche Forschung. Bereits heute sind Thüringens Wälder, die zu rund 70 Prozent geschützt sind, Lebensraum und Rückzugsgebiet für seltene Arten.

Andreas Maruschke
Pressesprecher

Andreas Maruschke
Pressesprecher
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