Die Beratung in Versicherungsfragen hat in den vergangenen Jahren eine enorme Wandlung durchgemacht. Noch vor knapp zehn Jahren hatten Versicherungsexperten einen eher schlechten Ruf. Dank diverser EU-Verordnungen und dem zunehmenden Interesse an einer unabhngigen Honorarberatung sieht man die Branche heute in einem anderen Licht. Doch wie sieht eigentlich die Zukunft der Versicherungsberatung aus? So viel ist klar: Die Versicherungsberatung wird in den kommenden Jahren eine weitere erstaunliche Wende nehmen.
Ein Markt mit zwei Vergtungskonzepten
Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Vermittlung von Versicherungen mit einer Provision vergtet. Diese Provision wurde vom Versicherer an den Vermittler gezahlt, letztlich kam der Kunde fr diese Vergtung auf. Selbst Versicherungsmakler, die zu einer bedarfs- und kundengerechten Beratung verpflichtet sind und die Interessen des Kunden vertreten, waren nach juristischer Meinung keine unabhngigen Berater, weil sie von dem Versicherer eine Provision erhielten. So entstand der Begriff des ungebundenen Maklers. Zeitgleich stieg das Interesse an der Honorarberatung. Hier leistet der Finanzexperte eine Beratung und empfiehlt bestimmte Versicherungslsungen sowie interessante Produkte. Fr diese Beratung erhlt er ein vorab vereinbartes Honorar. In Deutschland existieren derzeit beide Vergtungsformen nebeneinander. Doch knnte die Zukunft der Versicherungsvermittlung in der Honorarberatung liegen?
Die Honorarberatung als Zukunftsmodell
Experten der Branche gehen davon aus, dass Deutschland noch nicht reif ist fr eine echte Honorarberatung. Die Versicherungsbranche ist im Augenblick noch weniger ausbaufhig als die Finanzberatung, denn bisher ist die Honorarberatung gesetzlich nur fr die Geldanlage geregelt. Hinzu kommt, dass smtliche Geschftsmodelle fr die Versicherungsberatung bisher nicht greifen. Es wre beispielsweise kaum sinnvoll, dass eine Haftpflichtversicherung mit einem jhrlichen Beitrag von 60 Euro in einer Honorarberatung mit einem Stundensatz von 150 Euro vermittelt wird. Und auch die laufende Betreuung des Kunden durch den Berater ist nicht geregelt, denn auch dafr fllt eine Gebhr an. Bevor die Honorarberatung in Deutschland also sinnvoll greifen kann, sind hier neben den gesetzlichen Grundlagen auch die Grundlagen von Seiten der Versicherer zu schaffen, denn die Versicherungsexperten mssen sowohl fr die einmalige Beratung als auch fr die laufende Betreuung angemessen bezahlt werden.
FinTech als interessanter Lsungsansatz
Wer nun aber glaubt, man msste einfach die bestehenden Abrechnungsmodelle auf eine Honorarbasis umstellen, wird sich getuscht sehen. Das Internet spielt in der zuknftigen Vermittlung von Versicherungen eine groe Rolle. Zwar ist die Beratung der Kunden nach wie vor von immenser Bedeutung, doch der Abschluss des Vertrags selbst kann zunehmend ber das Internet laufen. Ein spannender Ansatz knnte sich aus angesagten FinTech-Konzepten ergeben. Mit neuen und innovativen Softwarelsungen knnte man den Abschluss von Versicherungsprodukten ber das Internet erleichtern, whrend die Beratung selbst ber einen Versicherungsexperten luft. Bis dahin mssen allerdings sowohl der Gesetzgeber als auch die Versicherungsvermittler, die Versicherer und die Softwareexperten gemeinsam noch einen weiten Weg zurcklegen.
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