Es ist ein chemisches Element, welches zu den Edelgasen, also zur achten Hauptgruppe, gehört und in der Chemie die Bezeichnung Ar trägt. Im Periodensystem der Elemente erhält es die Ordnungszahl 18. Grundsätzlich ist dieses Gas farblos und erhält von der EU keine Gefahrenkennzeichnung. Diese Tatsache ist darauf zurückzuführen, dass Argon einatomig und in besonderem Maße reaktionsträge ist. An der Atmosphäre der Erde hat Argon einen Anteil von 0,934 Prozent und ist somit das Edelgas, das am häufigsten auf unserem Planeten vorkommt. Da es sich um das preiswerteste Edelgas handelt, wird es oft in großen Mengen und in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Bedeutend ist unter anderem seine Funktion als Schutzgas im Bereich des Schweißens oder zur Produktion von einigen Metallen. Zusätzlich ist es teilweise auch in Glühlampen als Füllgas zu finden.
Um das Gas zu gewinnen wird meistens das Linde-Verfahren genutzt. Bei der Luftverflüssigung wird diese in ihre Bestandteile getrennt. Das dabei entstehende Rohargon muss anschließend in mehreren Stufen gereinigt werden. Wie bereits erwähnt ist Argon reaktionsträge. Somit ist es in der Biologie unbedeutend. Außerdem ist es ungiftig. Wenn das Gas Sauerstoff verdrängt, also in hoher Konzentration auftritt, besteht in geschlossenen Räumen Erstickungsgefahr. Bei einem Druck über 24 bar hat Argon eine narkotisierende Wirkung.
Neben den bereits erwähnten Einsatzgebieten findet Argon auch in der Lebensmittelindustrie Verwendung. Dort ist es unter der Abkürzung E 938 bekannt und dient somit als Lebensmittelzusatzstoff. Es wird als Treibgas beziehungsweise Schutzgas eingesetzt, um Lebensmittel zu verpacken oder Wein herzustellen. Die erstickenden Eigenschaften des Gases machen es zudem zu einem beliebten Löschmittel. Zum Schutz von elektrischen Anlagen und EDV-Technik wird ein Gemisch aus Argon, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid benutzt, welches den Namen Inergen trägt. Der Einsatz im Inneren von Glühlampen ist ebenfalls durch ein Gemisch aus Stickstoff und dem Edelgas üblich. Da somit kaum Wärme geleitet wird, kann die Glühtemperatur hoch gehalten werden, was zu einer optimalen Lichtausbeute führt.
