Auf Grund der unterschiedlichen geographischen Lage von Produzenten, Einzelhändlern und Lieferanten, entstand der Großhandel. Er dient dabei als Mittler zwischen den einzelnen Fraktionen.
Eine Großhandelsfunktion, nimmt derjenige wahr, der Handelswaren verschiedenster Art, an nicht private Abnehmer weitergibt, und zwar auf eigenes Risiko.
Wenn der Kauf von Gütern über den Großhandel läuft, spricht man von dem „ indirektem Beschaffungsweg“, im Gegensatz zum „direkten Beschaffungsweg“ beim Direktkauf beim Hersteller.
Dies hat ganz klare Vorteile für den Einzelhandel. Es kommen zwar etwas höhere Beschaffungskosten für die Waren auf ihn zu, aber die Kosten für Lagerung, Sotimentsentwicklung und Transport übernimmt vollständig der Großhandel.
Ware kann unabhängig vom Bedarf der Einzelhändler hergestellt werden, da der Großhandel die Lagerfunktion ausübt. Sind also im Winter keine Silberketten gefragt, reißt die Produktionslinie trotzdem nicht ein. Im Sommer, bei ausreichendem Bedarf, verkauft der Großhandel Silberketten weiter an den Einzelhandel. Natürlich muss auch der Großhandel darauf achten seine Ware abzustoßen, und nicht über Jahre Produktleichen zu lagern.
Einige Waren benötigen nach der Herstellung noch eine Veredelung, bevor sie an den Einzelhandel weiter gegeben werden. Käse oder Wein, zum Beispiel müssen noch geraume Zeit reifen. Oder Holzschmuck, der noch nachdunkeln soll. Auch dies, eine Funktion des Großhandels. Natürlich gibt es auch Waren die schnellst möglich abgesetzt werden müssen, zum Beispiel Obst und Gemüse. Dies erfordert eine gute und umsichtige Kalkulation des Großhändlers.
Der Großhändler gilt als Mittler zwischen Industrie, Handwerk und Einzelhandel. Das allgemeine Kostenrisiko wird geteilt und die Distributionskosten gesenkt. Das erleichtert die Finanzierung, sowohl für den Erzeuger, als auch den Einzelhandel. Davon profitiert letztendlich auch der Endverbraucher.

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