Die Entwicklung des Telefaksimiles

Das Wort Fax ist allgemein bekannt, ist aber eigentlich die Abkürzung von Telefaxsimile. Faksimile bedeutet die Kopie eines Originals, also die genaue Abbildung. Man kann also bei einem Fax durchaus von einer Fernkopie reden. Eine Faxlösung erhielt damals auch den Namen Fernkopierer. Er entwickelte sich aus dem Bildtelegrafen, der zu teuer war, um der breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht zu werden. Er fand somit hauptsächlich bei der Polizei und im Journalismus Verwendung. In den siebziger Jahren wurde dann der Fernkopierer als Faxlösung bekannt. Da aber die Vorteile einer Vermarktung nicht erkannt wurden, wurde er nicht wirklich populär. Erst 1974 kam ein erstes Modell auf den Markt. Fünf Jahre später gab es dann einen offiziellen Telefaxdienst von der Post. Bedeutend wurde diese Art der Faxlösung für Deutschland erst, als die Gerichte begannen Willenserklärungen auch dann gesetzlich anzuerkennen, wenn diese per Fernkopierer übermittelt worden waren. Heute gilt, dass Schriften, die gefaxt werden, nicht rechtswirksam sind, da die Originalunterschrift fehlt. Dennoch gibt es heutzutage viele Firmen, die eine Kündigung per Fax akzeptieren.

In den neunziger Jahren breitete sich das Internet mit rasanter Geschwindigkeit aus und die schnelle Übermittlung von Bildern über E-Mails übernahm den Markt und machte den Absatzmarkt der  Faxlösung geringer. Im privaten Bereich findet die Faxlösung seitdem kaum noch Anklang und wird von zahlreichen Online Faxdiensten verdrängt, die bisweilen sogar unentgeltlich sind. Trotzdem ist es bis heute so, dass die Übertragung von rechtswirksamen Schriften mit einem Fax leichter zu bewerkstelligen ist als mit einer E-Mail. In Unternehmen wird die Faxlösung bis heute noch sehr gerne verwendet, da es meist leicht ist damit umzugehen und es eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation ermöglicht. Heute werden Faxe oft über ISDN verschickt, was die Übertragungsrate gegenüber den alten analogen Geräten steigert. Früher waren die Normen für eine Faxübertragung G2 und G3, mit einer Übertragung über ISDN gibt es eine Norm von G4.

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