(pressebox) Bonn, 16.02.2011 – Jedes vierte im Ausland aktive Unternehmen will in diesem Jahr in China investieren. Das hat eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg unter 270 Mitgliedsunternehmen ergeben. „Das zeigt die große Bedeutung, die der chinesische Wachstumsmarkt auch für Bonn/Rhein-Sieg einnimmt“, sagt Karl Reiners, Bereichsleiter Außenwirtschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds wird China bis 2015 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 9,5 Prozent vorhergesagt. Zielregion Nummer eins für Auslandsinvestitionen ist nach wie vor die EU-15 (West- und Südeuropa) mit 44 Prozent. Auf den Plätzen drei und vier folgen die neuen EU-Mitgliedsstaaten (Mittelosteuropa) mit 20 Prozent sowie Russland und Südosteuropa einschließlich der Türkei mit 18 Prozent. Noch dahinter liegen Südamerika (16 Prozent) und Nordamerika (12 Prozent).
Insgesamt wollen 30 Prozent der IHK-Unternehmen im Ausland investieren. Davon werden 32 Prozent der Unternehmen mehr als im Vorjahr investieren und nur 18 Prozent wollen die Investitionen im Ausland kürzen. „Die gute Konjunktur zum Jahresbeginn 2011 beflügelt auch das Auslandsengagement“, so Reiners. Bei den Zielen dominiert eindeutig der Vertriebsaspekt: 57 Prozent investieren in den Auf- oder Ausbau von Vertriebsnetzen, 27 Prozent wollen dadurch neue Märkte erschließen. Für lediglich 16 Prozent sind geringere Kosten entscheidend.
