LEIBRECHT: Scheitern des chinesisch-tibetischen Dialogs ist schwerer Rückschlag

(BSOZD.com-NEWS) Berlin. Zu den gescheiterten Gesprächen zwischen der tibetischen Exilregierung und der chinesischen Regierung äußert sich der Asienexperte der FDP-Bundestagsfraktion Harald LEIBRECHT:

Dass die neunte Gesprächsrunde des chinesisch-tibetischen Dialogs mit harschen Worten von der chinesischen Seite für gescheitert erklärt worden ist, ist ein herber Rückschlag. Sowohl die Bestrebungen der Tibeter wie auch die Befürchtungen der Chinesen bezüglich einer tibetischen Autonomie müssen ausgiebig diskutiert werden. Dabei ist die Erklärung von chinesischer Seite, dass der Dalai Lama bei einer Rückkehr nach Tibet „ohne Zögern ethnische Diskriminierung, Apartheid und ethnische Säuberungen einführen werde“, grotesk und wenig hilfreich.

Die chinesische Regierung spielt auf Zeit, wohl wissend, dass der Dalai Lama ob seiner moderaten Führung von Teilen der Tibeter kritisiert wird, und er mit seinen 73 Jahren nicht mehr der Jüngste ist. Sollten kämpferische Kräfte innerhalb der tibetischen Bevölkerung die Oberhand gewinnen, werden die chinesischen Behörden – nach eigenem Empfinden – kaum mehr Legitimationsprobleme für ihr rigoroses Verhalten gegenüber der tibetischen Minderheit haben.

Die Bundesregierung muss sich weiterhin gegenüber China für den Schutz von Minderheiten in der Volksrepublik China und für die Tibeter und deren Religion, Sprache und Kultur einsetzen.

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