Iserlohn. Jedes Jahr erkranken über 200.000 Menschen an Demenz, mit steigender Tendenz. In Iserlohn sind zurzeit etwa 1.500 Menschen betroffen. Die Stadt Iserlohn sieht in der Förderung und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zunehmenden Handlungsbedarf. Die meisten altersverwirrten Menschen werden von ihren Angehörigen betreut und häufig bestimmt die Erkrankung den Lebensalltag.
Für die Betreuung von Menschen mit Demenz haben jetzt verschiedene Träger des Demenznetzwerkes Iserlohn unter Koordination des Demenz-Servicezentrums Dortmund neue Betreuungsangebote im Stadtgebiet initiiert. Mit dem Angebot der Betreuungsgruppen in verschiedenen Stadtteilen sollen pflegende Angehörige kleine Freiräume für eigene Interessen schaffen können, während die Betroffenen von Ehrenamtlichen unter der Begleitung einer Fachkraft betreut werden.
Zusätzlich zu dem bereits bestehenden Angebot im Tersteegen Haus (Innenstadt) sind nun vier weitere hinzugekommen: So können ab März Menschen mit Demenz zunächst einmal pro Woche die neuen Betreuungsgruppen im Diakoniezentrum Oestrich, im Seniorenzentrum Letmathe (Kooperation mit dem Servicedienst „Hand-in-Hand“) sowie den Johannitern (Kooperation mit der Erlöser Kirchengemeinde) im Wiesengrund besuchen. Ab April wird dann eine weitere Betreuungsgruppe im Meta-Bimberg-Haus (Hennen) eröffnet. Die Betreuung ist je nach Träger vormittags und nachmittags für jeweils vier Stunden möglich. Die Kosten betragen 25 Euro pro Tag und können über die Pflegekasse abgerechnet werden.
Für die Arbeit in den Betreuungsgruppen wurden bisher 27 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in einer 30 Stunden-Fortbildung bei der Volkshochschule Iserlohn zum Krankheitsbild Demenz in Kooperation mit dem Demenz-Service-Zentrum NRW, Region Dortmundent geschult.
Ansprechpartner im Iserlohner Rathaus ist der Seniorenbeauftragte Frank Finkeldei, Tel. 02371 / 217-2087, E-Mail: seniorenbeauftragter@iserlohn.de.
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