Werra – Entsalzung – GRÜNE: Nordsee-Pipeline muss eine Lösungsmöglichkeit bleiben

Wiesbaden (pressrelations) –

Werra – Entsalzung – GRÜNE: Nordsee-Pipeline muss eine Lösungsmöglichkeit bleiben

Mit der gestrigen Ablehnung einer Abwasser-Pipeline haben die Fraktionen von CDU, FDP und SPD im niedersächsischen Landtag Werra und Weser nach Einschätzung der GRÜNEN keinen guten Dienst erwiesen. „Während die hessische Landesregierung und mit Ausnahme der Linkspartei alle im Hessischen Landtag vertretenen Fraktionen eine Pipeline zur Nordsee als mögliche Lösung sehen, will die Landtagsmehrheit in Niedersachsen diesen Entsorgungsweg völlig ausschließen. Das ist Konfusion pur und erschwert Lösungen in der Sache“, kritisiert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Sigrid Erfurth.

DIE GRÜNEN in allen fünf Anrainerländern unterstreichen, dass Werra und Weser bis 2020 wieder zu Süßwasserflüssen werden müssen. Dazu müsse die Laugenversenkung umgehend eingestellt und die Grenzwerte für Kalium, Magnesium und Chlor schrittweise abgesenkt werden.

„Für uns ist die Nordseepipeline für nicht vermeidbare Abwässer akzeptabel, wenn an deren Planung alle Anrainerländer beteiligt werden. Natürlich müssen vorher die Abwässer durch neue Produktionstechniken minimiert werden. Durch Voruntersuchungen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung muss eine geeignete Einleitungsstelle gefunden werden. Durch ihren gestrigen Beschluss im niedersächsischen Landtag leisten CDU, FDP und SPD beste Öffentlichkeitsarbeit für K+S, denn dem Unternehmen ist die Fernleitung ohnehin zu teuer. Die Forderung von CDU, FDP und SPD nach Technologien, die eine rückstandsfreie Kaliproduktion ermöglichen sollen, ist problematisch, da es bisher nicht gelungen ist, die Praxistauglichkeit dieser Konzepte nachzuweisen. Wir appellieren deshalb an diese Fraktionen, den möglichen Entsorgungsweg Nordseepipeline nicht vorschnell zu verstopfen und weiterhin lösungsorientiert für einen vorsorgenden Gewässerschutz mitzuarbeiten“, fordert Sigrid Erfurth.

Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne

Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Mail: gruene@ltg.hessen.de
Web: http://www.gruene-fraktion-hessen.de

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NABU-Stellungnahme zu heutigen Atomgesprächen im Kanzleramt

Bonn (pressrelations) –

NABU-Stellungnahme zu heutigen Atomgesprächen im Kanzleramt

Tschimpke: Regierung will Haushaltsloch mit Atommilliarden stopfen

Berlin – NABU-Präsident Olaf Tschimpke erklärt zu den heutigen Verhandlungen zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen über eine Laufzeitverlängerung für die Atommeiler:

„Offenbar will die Bundesregierung den Bürgern die bereits verkündete Laufzeitverlängerung für Atommeiler um jeden Preis schmackhaft machen:
Förderung von erneuerbaren Energien, Senkung der Strompreise, Stopfen von Haushaltslöchern – für all das sollen die erwarteten Atomgewinne fließen. Doch darauf wird die Bevölkerung nicht reinfallen. ?Strahlen fürs Staatssäckel? oder ?Sicherheitsrisiken statt Haushaltsrisiken? – das ist nicht das Motto einer mehrheitsfähigen Energiepolitik.“

„Geld sollten die Atomkonzerne trotzdem ins Kanzleramt mitbringen. Für die milliardenteure Sanierung des Atommülllagers Asse sind sie mitverantwortlich. Hier muss Kanzlerin Merkel die Konzerne in die Pflicht nehmen, und zwar ohne die Laufzeiten für ihre Atomkraftwerke zu verlängern. Wir brauchen keine Rolle rückwärts bei der Atomenergie und noch mehr verstrahlten Müll“, so Tschimpke.

Für Rückfragen:
Elmar Große Ruse, NABU-Energieexperte, Tel. 030-284984-1611, mobil
0173-35 22 872

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

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DRK schickt mobiles Krankenhaus nach Haiti

Berlin (pressrelations) –

DRK schickt mobiles Krankenhaus nach Haiti

Das Deutsche Rote Kreuz schickt zwei weitere Hilfsflüge nach Haiti. An Bord ist ein mobiles Krankenhaus, in dem 700 Menschen am Tag ambulant versorgt werden können. Das Krankenhaus stellt die medizinische Grundversorgung für eine Bevölkerung von 250.000 Menschen sicher. In dem Krankenhaus können bis zu 700 Patienten täglich ambulant versorgt werden, für die stationäre Behandlung bietet das Hospital Platz für 150 Patienten. Parallel schickt das DRK weitere 24 erfahrene Katastrophenhelfer in die Region.

Die erste Maschine, eine Illjuschin 76 wird ab 14 Uhr auf dem Flughafen Schönefeld beladen. Sie wird voraussichtlich Freitag um 7 Uhr morgens (Ortszeit) in Port-au-Prince landen. Mit an Bord ist neben dem mobilen Krankenhaus auch eine Wasseraufbereitungsanlage, so dass das Krankenhaus völlig autark betrieben werden kann. Der zweite Hilfsflug in einer McDonnell Douglas MD-11 startet am Freitag ebenfalls in Berlin Schönefeld.

Leider ist es dieses Mal Journalisten nicht möglich, bei den Terminen auf dem Rollfeld dabei zu sein. Fotos erhalten Sie bei der Pressestelle des Flughafens Schönefeld (Tel.: 030-6091 2055). Filmmaterial (Schnittbilder und O-Töne) zur mobilen Klinik, dem DRK-Logistikzentrum und dem Verlade-Termin der Illjuschin 76 steht Ihnen kostenlos bei dpa-Video zur Verfügung. Kontakt: 030-2852-31357

Das Team für das mobile Krankenhaus bekommt seine Einweisung heute im Generalsekretariat. Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Fototermin mit drei der abfliegenden Katastrophenhelfer ein. Im Anschluss können Sie kurze Einzelgespräche mit folgenden DRK-Delegierten führen:

Dr. Joachim Gardemann ? Kinderarzt
Conny Braun ? Krankenschwester
Claus Muchow ? Techniker

Treffpunkt für Journalisten:
Deutsches Rotes Kreuz Generalsekretariat Carstennstr. 58 Haupteingang
Uhrzeit: 17.45 Uhr

Ansprechpartner DRK-Pressestelle

Haiti
Fredrik Barkenhammar
Sat: 00 8816214 424 56

Berlin:
Svenja Koch
0162 200 20 29
Tel. 030 85404 158
kochs@drk.de

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