Raus aus den Genkartoffeln, rein in die Alternativen

Berlin (pressrelations) –

Raus aus den Genkartoffeln, rein in die Alternativen

Zu Berichten ueber Alternativen zu genveraenderten Industriekartoffeln erklaert die stellvertretende verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Elvira Drobinski-Weiss:

Das ist schon ein starkes Stueck: Wider die Vernunft will Schwarz-Gelb die gentechnisch veraenderte Amflora-Kartoffel auf den Markt pressen und hat das sogar im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Dabei gibt es laengst Alternativen ohne Gentechnik – neben der niederlaendischen Eliane-Kartoffel nun auch eine klassische Zuechtung aus Niedersachsen. Wer braucht da noch Amflora? Fuer die Lebensmittelwirtschaft stellt die zur industriellen Verwertung entwickelte gentechnisch veraenderte Kartoffel ein grosses Risiko dar. Denn immer wieder beweisen Verunreinigungsskandale wie juengst beim Leinsamen, dass die Biotech-Industrie es nicht schafft, ihre gentechnisch veraenderten Konstrukte zuverlaessig aus der Lebensmittelkette herauszuhalten.

Die gentechnikfreien Alternativen sind deshalb schon aus Vorsorgegruenden vorzuziehen. Aber im schwarz-gelben Koalitionsvertrag ist bei der Gruenen Gentechnik das Vorsorgeprinzip nicht einmal erwaehnt. Stattdessen wird ein Produkt einer bestimmten Firma protegiert – gegen die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Lebensmittelwirtschaft.

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SPD begruesst Preisverleihung an Regeneratives Kombikraftwerk

Berlin (pressrelations) –

SPD begruesst Preisverleihung an Regeneratives Kombikraftwerk

Zur diesjaehrigen Klimaschutzpreisverleihung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erklaert der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco Buelow:

Die diesjaehrige Klimaschutzpreisverleihung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an Dr. Kurt Rohrig vom Fraunhofer-Institut fuer Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) ist mehr als gerechtfertigt. Seit Jahren sind das fruehere Institut fuer solare Energieversorgungstechnik in Kassel (ISET), das heute als IWES ein Institut der Fraunhofer-Gesellschaft ist, und deren Wissenschaftler fuehrend bei der Erforschung und Entwicklung der Integration von Erneuerbaren Energien in das Stromnetz – von Progno-sesystemen fuer Windkraft bis hin zum regenerativen Kombikraftwerk.

Die neue Bundesregierung muss moeglichst schnell die Umsetzung des Kombikraftwerksbonus im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) beschliessen – damit der Ausbau Erneuerbarer Energien weiterhin so dynamisch erfolgen kann und der Umbau unseres Stromsystems auch mit einer Erhoehung der Versorgungssicherheit einhergeht. Entsprechende Vorarbeiten gibt es schon im Bundesumweltministerium. Der heute vereidigte Bundesumweltminister Norbert Roettgen muss moeglichst rasch von der Verordnungsermaechtigung im EEG Gebrauch machen und eine Verordnung auf den Weg bringen, die Anreize fuer solche Kombikraftwerke setzt. Nur so koennen die erneuerbaren Energien auch zu eigenstaendigen Akteuren auf dem Strommarkt werden und die Weichen zu einer regenerativen Stromversorgung gestellt werden.

In der vergangenen Wahlperiode haben das Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium mit dem E-Energy-Projekt schon wichtige Leuchtturmprojekte fuer die intelligente Verknuepfung und die Netz- und Systemintegration Erneuerbarer Energien auf den Weg gebracht. Interessanterweise hat auch die IKT-Abteilung des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) in einer Studie zur Zukunft des Stromversorgungssystems die notwendige intelligente Verknuepfung Erneuerbarer Energien hervorgehoben und wohl die Potenziale fuer ihre Mitglieder erkannt.

Mit der Einfuehrung von regenerativen Kombikraftwerken kann nicht nur die Umstellung unseres Stromsystems auf Erneuerbare Energien vorangebracht werden, sondern durch die notwendigen technologischen Neuerungen bieten diese fuer die Industrie in diesem Bereich die Moeglichkeit, ihren Spitzenrang zu sichern und weiter auszubauen. Die Erfolgsgeschichte bei der Schaffung von neuen Arbeitsplaetzen auf dem Feld der Erneuerbaren Energien kann somit gesichert werden. Die neue Regierung darf die Chance nicht ungenutzt lassen.

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