Produzierbarkeit von Elektromobilität

(pressebox) Essen, 29.03.2011 – Es scheint außer Frage, dass es zukünftig einen Marktbedarf für Elektroautos geben wird. Bei den Absatzprognosen gehen die Meinungen noch auseinander. Zwischen 5% und 10% Marktanteil für das Jahr 2020 ist eine häufig genannte Spanne. Unabhängig vom Marktpotenzial sind es gesetzliche Rahmenbedingungen, die das Thema Elektromobilität auf die Agenda gebracht haben. Die deutsche Automobilindustrie ist sich diesen Entwicklungen bewusst. Allerdings kann die Verwendung bestehender Fahrzeugkonzepte für die Elektromobilität dazu nur den ersten Schritt darstellen. Aufgrund der Mehrkosten der Batterie sind diese nicht wettbewerbsfähig. Die Mehrpreisbereitschaft der Kunden für Elektromobilität liegt bei maximal 500 Euro. Daher müssen die Gesamtkosten des Elektroautos auch bei den zunächst noch geringen Stückzahlen soweit reduziert werden, dass es zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor konkurrenzfähig ist.??

Es sind neue Fahrzeugkonzepte und Produktionsstrukturen erforderlich. Diese können nur durch eine integrierte Produkt- und Prozessentwicklung entstehen. Dabei geht es nicht um die Optimierung einzelner Komponenten im Sinne einer kostenoptimierten Konstruktion. Technologische Systeme und die Produktarchitektur müssen unter Berücksichtigung des gesamten Produktionsprozesses sowie der gesamten Wertschöpfungsstruktur optimiert werden. Schwerpunkt der Veranstaltung ist daher, neben aktuellen Erkenntnissen aus Praxis und Wissenschaft Lösungsansätze für die Produktion von Elektrofahrzeugkomponenten zu ermitteln. ?

Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker, Leiter des Lehrstuhls für Produktionsmanagement an der RWTH Aachen, hat für die Tagung in Essen ein Programm mit allen wichtigen Themen rund um die Herausforderungen der Elektromobilität mit Top-Referenten zusammengestellt. Schwerpunkte sind etwa die Produktionstechniken der Batteriezellenproduktion, die Methoden zur Verlängerung der Lebensdauer von Li-Ion Batterien und das Recycling von Batterien. Aber auch die wichtigen Fragen des wirtschaftlichen Leichtbaus werden behandelt, denn nur mit sehr leichten Fahrzeugen lassen sich nennenswerte Reichweiten erzielen. Das große Interesse der Fahrzeughersteller an Leichtbaumodellen aus Kohlenstofffasern und die Milliardeninvestitionen in diese Technologie sprechen für sich. Die Anforderungen an den Elektroantrieb aus Produktionssicht und kostengünstige Laserverfahren in der Kleinserienproduktion von Elektrofahrzeugen runden das Tagungsprogramm ab.

Als Teilnehmer sind Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Produktion, Arbeitsvorbereitung, Engineering, Logistik, Fabrikplanung und F&E angesprochen. Ein Apéro und Erfahrungsaustausch am ersten Veranstaltungsabend ist natürlich auch vorgesehen.

Detaillierte Informationen erhalten Sie über den folgenden Link: http://www.hdt-essen.de/htd/veranstaltungen/W-H070-05-063-1.html