(pressebox) Berlin, 02.03.2011 – Im Dezember 2010 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,2 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 6,8% mehr als ein Jahr zuvor (7,7 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Dezember 506,54 Euro und lag damit um 34,9% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (375,47 Euro). Gegenüber November (462,74 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 9,5% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Dezember auf 4,1 Milliarden Euro und lag damit um 1,3 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des Jahres 2010 mit dem Vorjahr
– sanken die Rohöleinfuhren um 4,7% von 97,9 auf 93,3 Millionen Tonnen;
– fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 41,6 Milliarden Euro um 9,9 Milliarden Euro höher aus;
– lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 446,00 Euro (vorher 324,17 Euro) im Schnitt um 37,6% höher.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 27 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im Jahr 2010 die Russische Föderation (33,9 Millionen Tonnen), Großbritannien (13,1 Millionen Tonnen), Norwegen (8,8 Millionen Tonnen), Kasachstan (8,1 Millionen Tonnen) und Libyen (7,3 Millionen Tonnen). 23,5% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 17,8% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.
