Stange: Mindestlohn bei Weiterbildung war längst überfällig

Berlin (pressrelations) –

Stange: Mindestlohn bei Weiterbildung war längst überfällig

Anlässlich der Einigung auf einen Mindestlohn für die Branche der Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD, Dr. Eva-Maria Stange:

Die SPD hat in den Verhandlungen über die Hartz-IV-Reform durchgesetzt, dass in der Weiterbildungsbranche endlich ein Mindestlohn gilt. Das war längst überfällig, denn die Beschäftigten dort leisten eine ebenso wichtige Arbeit wie zum Beispiel Grundschullehrer.

Viele Beschäftigte in der Weiterbildung arbeiten aber in prekären Beschäftigungs-verhältnissen, die kaum existenzsichernd sind. Dem Lohndumping unseriöser Anbieter in dieser Branche kann jetzt wirksam Einhalt geboten werden.

Die bisherige Weigerung der Bundesregierung, eine Lohnuntergrenze in der Weiterbildung verbindlich festzulegen, war unverantwortlich. Zumal die Tarifparteien schon längst weiter waren als Schwarz-Gelb und einhellig für den Mindestlohn plädiert hatten. Eine Bundesregierung, die den Stellenwert lebenslangen Lernens beteuert, während sie gleichzeitig Dumpinglöhne für Aus- und Weiterbildner duldet, macht sich vollkommen unglaubwürdig. Die Landesregierungen und Kommunen müssen jetzt mitziehen und zum Beispiel Volkshochschulen so ausstatten, dass sie Mindestlöhne ohne Gebührenerhöhung oder Einschränkung der Angebote zahlen können.

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